Blog

28. November 2012

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Martin Waßmer Schlatter Spätburgunder SW 2021

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Martin Waßmer Schlatter Spätburgunder SW ist ein im Barrique ausgebauter Spätburgunder aus dem Markgräflerland. Elegant und saftig, mit klarer Frucht und feiner Holzwürze.


Baden / Schlatt

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet und zählt zu den führenden Erzeugern der Region. Die Trauben stammen aus Schlatt; das milde Klima und die kalk- und lössgeprägten Böden bringen elegante, fruchtbetonte Spätburgunder hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder. Der Barriqueausbau verleiht dem Wein feine Holz- und Röstwürze sowie Struktur, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Mittleres bis dichtes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Kirsche und Waldbeeren, untermalt von feiner Holzwürze und dezenten Röstnoten. Am Gaumen elegant und saftig, mit klarer Frucht, feinem Tannin und einem ausgewogenen, langen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren, gern auch leicht gekühlt – ein eleganter Speisebegleiter.

Passt zu: dunklem Fleisch, Geflügel, Wild, Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Baden, Markgräflerland – Schlatt (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Ortswein – 100 % Spätburgunder, trocken
Ausbau: Barriqueausbau; elegant und fruchtbetont

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Jean-Philippe Fichet Meursault Le Tesson 2021

Weißwein · Meursault · Chardonnay

Chardonnay Meursault Lieu-dit · Le Tesson Côte de Beaune 2021 Premier-Cru-Niveau

Der Meursault Le Tesson 2021 der Domaine Jean-Philippe Fichet ist ein laserpräziser, mineralischer Chardonnay aus einem der besten Village-Lieux-dits Meursaults – fern jedes butterig-holzigen Klischees, fokussiert und auf Premier-Cru-Niveau.


Le Tesson – Lieu-dit auf Premier-Cru-Niveau

Der prestigeträchtige Lieu-dit Le Tesson verdankt seinen Namen den „tessons" – Kalksteinsplittern, die den Boden prägen. Die ost-exponierte Parzelle liegt auf einem ausgewogenen Boden zwischen Ton und Kalk über einem Untergrund aus Kalkmergel, auf denselben Höhenlinien wie die besten Crus von Meursault, in direkter Fortsetzung der Premiers Crus.

Le Tesson wird daher qualitativ oft mit einem Premier Cru verglichen; Fichets Version übertrifft regelmäßig die Premier-Cru-Abfüllungen anderer Erzeuger – fokussiert wie ein Laserstrahl, mit Gewicht und Länge am Mittelgaumen.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war im Burgund ein klassischer, kühler Jahrgang. Ein verheerender Aprilfrost und feuchte Witterung reduzierten die Mengen drastisch und verlangten höchste Sorgfalt im Weinberg; gelesen wurde spät.

Das Ergebnis sind präzise, spannungsreiche Weißweine mit moderaten Alkoholen, lebendiger Säure und klarer Herkunft – eine Rückkehr zum „klassischen" Burgunder-Stil nach den warmen Vorjahren.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021.

Fichet arbeitet kompromisslos auf Transparenz: niedrige Erträge durch strengen Winterschnitt, lange sanfte Pressung, eine kühl gestartete Gärung. Der Ausbau dauert insgesamt rund 18 Monate – etwa 12 Monate im Fass (überwiegend gebraucht, mit geringem Neuholzanteil) bzw. in österreichischen Foudres, gefolgt von sechs Monaten im Tank. Auf aggressives Bâtonnage wird bewusst verzichtet.

Im Glas

Im lagen- und haustypischen Profil: Zitronenöl und Zitruszeste, Birne, geröstete Haselnuss und weiße Blüten über einem Grund aus zerstoßener Kreide. Am Gaumen konzentriert und satiniert, mit klarem Schnitt und viel Energie; eine salzig-mineralische Spannung trägt den Wein zu einem langen, präzisen Abgang.

Fokussiert wie ein Laserstrahl – salzige Mineralität, klarer Schnitt und große Länge.

Profitiert von Reife; Trinkfenster etwa 2025–2032. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Gegrillter Hummer, Steinbutt, Cèpes-Risotto oder Edelfisch in Buttersauce. Nach einigen Jahren Reife auch ein großer Begleiter zu gereiftem Käse.


Lage: Meursault „Le Tesson" (Côte de Beaune); ost-exponierter Lieu-dit, ton-kalkiger Boden über Kalkmergel, auf Premier-Cru-Höhenlinien
Klassifikation: Meursault (Village-Lieu-dit)
Ausbau: Chardonnay; lange Pressung, ~18 Monate (12 Monate Fass/Foudre, wenig neues Holz, +6 Monate Tank), wenig Bâtonnage

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Dujac Morey St. Denis Monts Luisants 1er Cru 2023

Weißwein · Morey-Saint-Denis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Morey-Saint-Denis · 1er Cru Blanc Monts Luisants · Côte de Nuits 0,6 ha · ~300–343 m · Ostlage 2023

Der Morey-Saint-Denis Monts Luisants 1er Cru Blanc 2023 der Domaine Dujac ist eine Rarität: ein reinsortiger Chardonnay-Weißwein aus der ansonsten roten Côte de Nuits. Straff, kreidig und mineralisch, mit Birne, frischer Brotkruste und Zitrus – einer der schönsten Weißweine von Morey-Saint-Denis.


Les Monts Luisants – Weißwein-Rarität der Côte de Nuits

Les Monts Luisants liegt nordöstlich des Dorfes Morey-Saint-Denis, oben am steilen Hang (rund 24 % Neigung) auf 300 bis 343 Metern, in reiner Ostausrichtung – oberhalb und angrenzend an den Grand Cru Clos de la Roche. Der nur 60 bis 80 cm dünne Boden besteht aus reichlich kantigem Kalkkies in sandig-lehmiger Matrix über Comblanchien-Kalkstein und ist stark karbonathaltig.

Die Domaine Dujac bewirtschaftet hier rund 0,6 Hektar und erzeugt seit 2003 einen Chardonnay – einer der renommiertesten Weißweine der Gemeinde. Dujac, gegründet 1968 in Morey-Saint-Denis und heute von Jeremy, Diana und Alec Seysses geführt, arbeitet ohne Herbizide zertifiziert.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht (Birne, Pfirsich) bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der zur straffen Art des Monts Luisants passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, von der 0,6 Hektar großen Dujac-Parzelle.

Vergärung und Ausbau erfolgen im Eichenfass, ganz im Stil des Guts – auf Balance zwischen Frucht, Schmelz und mineralischer Spannung ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase Birne, frisch gebackene Brotkruste, Zitrusöl, dazu Feuerstein und weiße Blüten. Am Gaumen mittelgewichtig, straff und kreidig, getragen von einer klaren Säureachse. Spannung und Kraft, gemildert von Volumen – ein langer, salziger Abgang.

Birne, Brotkruste und Feuerstein über kreidig-straffem Gaumen – eine seltene Weißwein-Größe der Côte de Nuits.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Steinbutt und edler Fisch, Geflügel in heller Sauce, weißer Spargel, Kalbsbries, dazu gereifter Comté. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Monts Luisants, Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); kalkige Kiesböden über Comblanchien-Kalk, Steilhang ~300–343 m, Ostlage, 0,6 ha
Klassifikation: Morey-Saint-Denis Premier Cru (Blanc)
Ausbau: Chardonnay; Vergärung und Ausbau im Eichenfass

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Weinreich Basis Rotwein Cuvée BIO

Wein · Rotwein · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Basis Rotwein Cuvée ist eine ernsthafte, biozertifizierte Cuvée aus Merlot, Dornfelder, Regent und Cabernet Mitos. Sie spielt mit viel Frucht, einem strammen Tanningerüst und dem richtigen Schuss Mineralität am Gaumen – eine Basis, die man sich jeden Tag wünscht.


Rheinhessen / Bechtheim

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, Rheinhessen, und arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Der Basis Rotwein gehört zur Gutsweinlinie und steht für unkomplizierten, charaktervollen Trinkgenuss.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Merlot, Dornfelder, Regent und Cabernet Mitos. Merlot bringt Schmelz und Frucht, Dornfelder Farbe und Beerenfrucht, Regent und Cabernet Mitos Struktur und Würze. Der Ausbau bewahrt die fruchtbetonte Stilistik mit klarem Tanningerüst. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes, tiefes Rot. In der Nase viel dunkle und rote Frucht mit feiner Würze. Am Gaumen fruchtbetont und strukturiert, mit strammem, gut eingebundenem Tannin und einem mineralischen Zug; saftiger, langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein vielseitiger, alltagstauglicher Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem Fleisch, Pasta, Pizza, Eintöpfen und mittelreifem Käse.


Lage: Rheinhessen, Bechtheim (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Rotwein – Cuvée aus Merlot, Dornfelder, Regent & Cabernet Mitos, trocken
Ausbau: fruchtbetont, mit klarem Tanningerüst

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Dr. Bürklin Wolf Ungeheuer Forst GC 2025 BIO Magnum

Weißwein · Forst, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Forster Ungeheuer 0,9 ha im historischen Kern Basalt, Sandstein, Ton Spontangärung Magnum 1,5 l, DE-ÖKO-003

Ungeheuer G.C. 2025 in der Magnum kommt aus der einzigen Bodenformation, die in der Mittelhaardt wirklich aus dem Rahmen fällt: Vulkanischer Basalt liegt hier inmitten des allgegenwärtigen Buntsandsteins. Dr. Bürklin-Wolf bewirtschaftet 0,9 Hektar im historisch wertvollsten Teil der knapp 33 Hektar großen Forster Lage – und füllt daraus einen Riesling, der zu den kraftvollsten des Guts zählt.


Ungeheuer – Basalt im Sandsteinland

Die Lage liegt am Fuß des Haardtgebirges zwischen 130 und 170 Metern, nach Süden und Südosten ausgerichtet, mit bis zu dreißig Prozent Hangneigung; etwa ein Drittel der Flächen ist terrassiert. Was den Ungeheuer geologisch von seinen Nachbarn trennt, liegt darunter: Zum verwitterten Buntsandstein mit Kalkgeröll tritt vulkanischer Basalt. Dieses dunkle, dichte Gestein erwärmt sich schnell und speichert Wärme über die Nacht – zusammen mit der südöstlichen Neigung erklärt das, warum die Reben hier früh in die Blüte gehen und die Reife zügig beginnt. Darunter liegen dichte Ton- und Sandschichten, die tiefgründig Wasser halten und die Nährstoffversorgung sichern.

Der Name führt in die Irre, und das gleich doppelt. Die markanten Sandsteinfiguren am Ortseingang von Forst legen ein Fabelwesen nahe, sind aber jüngeren Datums und reine Publikumsattraktion. Tatsächlich geht der Lagenname auf den Familiennamen eines Deidesheimer Stadtschreibers zurück, wobei eine Flurbezeichnung „an dem ungehuwern" bereits aus dem 14. Jahrhundert überliefert ist. Die Anekdote, Otto von Bismarck habe Ende der 1880er-Jahre befunden, dieses Ungeheuer schmecke ihm ungeheuer, hat zur Bekanntheit beigetragen – die königlich-bayerische Lagenklassifikation hatte den Weinberg allerdings schon 1828 als Spitzenlage geführt.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im Mittel, Spätfrost blieb vereinzelt. Der Sommer war sehr heiß und trocken bei außergewöhnlich niedrigem Pilzdruck – für einen biodynamisch geführten Betrieb ein entspanntes Pflanzenschutzjahr. Die Beeren blieben klein und gewannen aromatisch. Ab Mitte Juli setzten flächendeckende Niederschläge ein und regten den Wuchs noch einmal an. Auf dem Ungeheuer trifft Hitze auf einen Boden, der Wärme ohnehin verstärkt; entscheidend war deshalb der tiefgründige Ton- und Sanduntergrund, der Wasser hält, wo flachgründigere Lagen früher in den Stress geraten.

Anfang September beschleunigte die Hitze die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig, ab Mitte September brachten Niederschläge stellenweise Botrytis und erzwangen schnelles Lesen der hochreifen Trauben. Um den 23. September war die pfälzische Ernte abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig bleibt 2025 klein: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter Vorjahr. In den Keller kamen kleine Beeren mit hohen Mostgewichten bei ausgewogener Säure – auf einer warmen Basaltlage die Konstellation, bei der die Kraft nicht in Breite umschlägt.

Spontangärung, Doppelstück und das Magnumformat

Im Januar 2005 stellte Dr. Bürklin-Wolf alle Weinberge auf biologisch-dynamische Bewirtschaftung um, zertifiziert durch die Kontrollstelle LACON und als erster deutscher Betrieb Mitglied der französischen Vereinigung SIVCBD mit der Marke Biodyvin. Die rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bewirtschaftet das Gut ausschließlich selbst, ohne Traubenzukauf; die G.C.-Lesegüter werden von Hand gelesen und selektioniert.

Im Keller gilt für alle Grands Crus dasselbe Verfahren: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, danach ein langer Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Beim Ungeheuer hat dieser lange Fassausbau eine besondere Funktion – er nimmt der Lage die jugendliche Ungestümheit, für die sie bekannt ist, und formt aus Kraft Struktur. Das Magnumformat setzt diese Logik fort: In der 1,5-Liter-Flasche ist das Verhältnis von Sauerstoffeintrag zu Weinmenge kleiner als in der 0,75er, die Entwicklung läuft entsprechend langsamer und gleichmäßiger. Gerade bei einem Wein, der Zeit ohnehin gut verträgt, ist das kein kosmetisches Format, sondern eine andere Reifekurve.

Im Glas

Kräftiges Gelb mit grünem Rand. Die Nase ist dunkler getönt als bei den Deidesheimer Lagen des Guts: gelbe Steinfrucht und Zitrusschale, dahinter eine rauchig-erdige Note und eine deutliche Würze, wie sie basaltgeprägte Böden häufig mitbringen. Am Gaumen zeigt der Wein Masse – breite Schultern, viel Extrakt aus den kleinen Beeren des Jahrgangs, ein fester, fast salziger Kern. Die Säure ist reif und steht der Kraft nicht entgegen, sondern gibt ihr Richtung. Der Abgang ist lang, mineralisch unterlegt und trocken, mit einem griffigen, leicht phenolischen Schluss. In der Magnum wirkt alles noch etwas verschlossener als im Normalformat.

Kein Wein, der Feinheit vorführt – einer, der sie sich erarbeitet.

Am Tisch

Die Magnum ist ein Tischwein für größere Runden und verlangt entsprechend kräftige Gerichte. Gut passen Bresse-Poularde und Perlhuhn aus dem Ofen, Kalbsbraten, Schweinebauch mit Kruste, Wildgeflügel, Saibling und Steinbutt mit Speck oder Brotkruste, Pilzrisotto mit Steinpilzen. Auch gereifter Hartkäse trägt der Wein mühelos. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren; jung gehört diese Flasche in die Karaffe und braucht dort mindestens eine Stunde.


Lage: Forst a. d. Weinstraße, Ungeheuer (VDP.Große Lage; gutsintern G.C.) – Einzellage knapp 33 ha, 130–170 m ü. NHN, süd- bis südostexponiert, bis 30 % Hangneigung, rund ein Drittel terrassiert; davon 0,9 ha im historisch wertvollsten Teil im Besitz des Weinguts; verwitterter Buntsandstein mit Kalkgeröll und vulkanischem Basalt über dichten Ton- und Sandschichten; 1828 als Spitzenlage klassifiziert
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Handlese und Selektion, temperaturkontrollierte Spontangärung, langer Ausbau im Doppelstück-Holzfass; Abfüllung in der Magnum (1,5 l); biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit Januar 2005, LACON-zertifiziert, Mitglied SIVCBD / Biodyvin / DE-ÖKO-003

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Christian Ottenbreit Scheurebe O Baby Baby 2025

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Scheurebe Deutscher Qualitätswein Obernbreit · Franken Spontangärung Edelstahltank

Die Scheurebe „O Baby Baby" 2025 ist der halbtrockene Weißwein von Christian Ottenbreit aus Obernbreit in Franken. Spontan vergoren und im Edelstahltank ausgebaut, behält die Scheurebe ihre klare Fruchtaromatik. In der Nase eine feine, elegante Fruchtfülle mit Mandarine und schwarzer Johannisbeere. Am Gaumen halbtrocken, mit mineralischer Würze, knackiger Säure und langem Nachhall.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, auf kalk- und tongeprägten Böden. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett. Der Wein ist als Deutscher Qualitätswein eingestuft, Herkunft Franken.

Assemblage und Ausbau

Reinsortige Scheurebe, eine aromatische deutsche Rebsorte mit Riesling-Abstammung, bekannt für Noten von schwarzer Johannisbeere und Zitrus. Die Trauben werden spontan vergoren und im Edelstahltank ausgebaut, ohne Holz, was Frucht und Säurestruktur in den Vordergrund stellt. 

Im Glas

Leuchtende, strohgelbe Farbe. In der Nase eine feine, elegante Fruchtfülle mit Mandarine und schwarzer Johannisbeere. Am Gaumen deutlicher Druck, ohne opulent zu wirken, getragen von mineralischer Würze und halbtrockener Frucht. Die knackige Säure gibt Spannung, der Nachhall bleibt lang und würzig.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Spargel, asiatische Küche, Sushi, frischer Ziegenkäse und sommerliche Salate. Die würzige Aromatik und die halbtrockene Art passen auch zu leicht scharfen Gerichten. Trinkreif ab sofort, am besten jung in den nächsten ein bis zwei Jahren genießen, bis etwa 2027. Serviertemperatur 10–12 °C.


Lage Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Qualitätswein
Ausbau Spontangärung, Edelstahltank
Inhalt 0,75 l · Schraubverschluss

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Sierra de Tolono blanco 2025

Weißwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa

Viura Labastida, Rioja Alavesa Kalkplateau 650 m Jahrgang 2025 3 Monate Feinhefelager ohne Filtration

Der Sierra de Toloño Rioja Blanco 2025 ist Sandra Bravos Viura von einem Kalkplateau auf 650 Metern über Labastida. Alte Buschreben stehen dort gemischt mit Tempranillo auf kalkhaltigem Lehm, vinifiziert wird im Edelstahl ohne Holzeinsatz. Ein weißer Rioja, der seine Herkunft über Salzigkeit und Säure erzählt, nicht über Fassaromatik.


Das Kalkplateau über Labastida

Die Parzelle liegt am Nordrand der Rioja Alavesa auf rund 650 Metern, dort wo sich das Gelände vor dem Massiv der Sierra de Toloño zu einer Hochfläche öffnet. Der Untergrund ist kalkhaltiger Lehm mit hohem Steinanteil, darauf stehen alte Reben im Gobeletschnitt. Viura und Tempranillo wachsen gemischt in derselben Anlage – eine Pflanzweise aus der Zeit vor der Sortentrennung, die in der Alavesa nur noch in wenigen alten Parzellen erhalten ist. Weitere alte Anlagen der Bodega liegen in Rivas de Tereso und Villabuena de Álava, die Kellerei selbst steht in Villabuena.

Für einen Weißwein ist diese Kombination aus Höhe und Kalk der entscheidende Faktor. Der Bergrücken schirmt die Fläche gegen den kalten Nordwind ab, gleichzeitig kühlt es nachts stark ab. Viura, eine Sorte mit von Natur aus verhaltener Säure, verliert diese in warmen Tallagen schnell – auf 650 Metern zieht sich die Reife und die Traube kommt mit intaktem Säuregerüst und niedrigem Zuckergrad in den Keller. Der Kalk im Boden liefert den salzigen Zug, der den Wein am Gaumen streckt.

Sandra Bravo arbeitet seit ihrer Rückkehr in die Rioja im Jahr 2012 konsequent parzellenweise, nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat. Ihre Weinberge zählen zu den höchstgelegenen der Region, bewirtschaftet werden sie ohne Herbizide, gelesen wird von Hand in Kisten mit Sortierung im Weinberg.

Jahrgang 2025 – Rioja Alavesa

2025 verlangte in der Rioja ganzjährige Arbeit im Weinberg. Ein überdurchschnittlich nasses Frühjahr erzeugte während des gesamten Vegetationszyklus hohen Falschen-Mehltau-Druck, dazu kamen Hagelzüge, die große Teile der Anbaufläche trafen. Wer den Pflanzenschutz und die Laubarbeit nicht im Griff hatte, verlor Ertrag oder Gesundheit der Trauben. In den Höhenlagen vor der Sierra de Toloño half die Durchlüftung: Der Pilzdruck blieb dort beherrschbar, wo Wind und Hangneigung das Laub schnell abtrocknen.

Die Reifephase drehte den Jahrgang. Ein trockener, sonniger Herbst mit ausgeprägten Tag-Nacht-Kontrasten brachte gesunde Trauben bei moderaten Zuckerwerten. In der Rioja Alavesa begann die Lese ab dem 10. bis 15. September und zog sich in gestaffelten Durchgängen bis Ende Oktober. Die Menge blieb klein: 225,5 Millionen Kilo in der gesamten DOCa Rioja, davon nur 33,8 Millionen Kilo Weißtrauben. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang nach der Blindverkostung von 2.176 Proben als „Excelente" ein. Bei den Weißweinen zeigt 2025 klare, blumige Aromatik und tragende Säure – genau das Profil, auf das dieser Blanco angelegt ist.

Assemblage und Ausbau

100 % Viura aus dem Jahrgang 2025, Handlese vom Kalkplateau bei Labastida. Vor der Gärung steht eine Kaltmazeration, die Aromatik aus der Schale löst, ohne Phenolik in den Most zu ziehen. Die Gärung erfolgt anschließend im Edelstahl.

Danach liegt der Wein rund drei Monate auf der Feinhefe im Stahltank. Das gibt Textur und Substanz am Gaumen, ohne die Frucht zu überdecken – Holz kommt bewusst nicht zum Einsatz, weder für die Gärung noch für den Ausbau. Gefüllt wird ohne Schönung und ohne Filtration, eine leichte Trübung ist möglich.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Reflex. In der Nase Limettenschale, Blütenstaub und Zitronengras, dahinter eine Spur Akazienhonig und die Note frisch aufgebrochener Brotkruste, die aus dem Hefelager stammt. Am Gaumen schlank und straff, mit wachsiger Textur, deutlicher Salzigkeit und einem bitteren Zug im Nachhall, der an Chinin erinnert. Die Säure trägt bis ins trockene Finish.

Drei Monate Feinhefe im Stahl, kein Fass: Dieser Viura zeigt das Kalkplateau ohne den Umweg über das Holz.

Bei 10 bis 12 °C servieren, im großen Glas öffnet sich die Aromatik deutlich weiter. Trinkreif ab sofort, der säurebetonte Jahrgang 2025 trägt ihn bis etwa 2030; mit zwei bis drei Jahren Flaschenzeit gewinnt die honigwürzige Seite der Viura an Gewicht.

Am Tisch

Passt zu Bacalao al pil pil, gegrilltem Oktopus, Austern und Venusmuscheln, ebenso zu Tortilla, gebackenem Ziegenkäse und Geflügel in Zitronensauce. Die Salzigkeit macht ihn zum Begleiter von Anchovis und eingelegtem Gemüse, die Säure hält auch gegen Aioli und frittierten Fisch stand.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte Viura
Lage Kalkplateau über Labastida, Rioja Alavesa, 650 m
Klassifikation DOCa Rioja
Jahrgang 2025
Vinifikation Handlese · Kaltmazeration · Gärung im Edelstahl
Ausbau 3 Monate Feinhefelager im Stahltank · ohne Schönung · unfiltriert
Boden kalkhaltiger Lehm mit hohem Steinanteil
Rebanlage alte Buschreben, gemischter Satz mit Tempranillo
Bewirtschaftung ohne Herbizide
Trinkempfehlung 2026–2030

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Markus Schneider Black Print

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Black Print ist die vielleicht bekannteste Rotwein-Cuvée des Guts – Rotwein Made in Germany. Dunkle Frucht und viel Konzentration verdankt der Wein dem Zusammenschluss von hochreifem Lesegut und individuellen Standorten.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Die Trauben stammen von individuellen Standorten; die größte Herausforderung liegt darin, für die sehr unterschiedlichen Rebsorten jeweils den optimalen Erntezeitpunkt zu treffen.

Assemblage und Ausbau

Eine Cuvée aus St. Laurent, Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Mitos und Cabernet Dorsa. Aus hochreifem Lesegut entsteht ein dunkelfruchtiger, konzentrierter Rotwein von internationaler Statur. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rubinrot. In der Nase dunkle Frucht wie Brombeere und Cassis, verbunden mit feiner Würze und Röstnoten. Am Gaumen konzentriert und kräftig, mit dichter Frucht, samtigem Tannin und einem langen, druckvollen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Braten, Steak, Lamm, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Pfalz, Ellerstadt (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Rotwein-Cuvée – St. Laurent, Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Mitos & Cabernet Dorsa, trocken
Ausbau: dunkelfruchtig und konzentriert, aus hochreifem Lesegut

Mehr erfahren ...