Ex-Weinminister bezieht Winterquartier.

„Ich glaub´ nicht an Gott. Ich glaube nur an die Kraft des Weines.“, dies sollen die letzten Worte von Ex-Weinminister Klaus González gewesen sein, bevor er einen Billigflieger in den Süden bestiegen hat, um sein dortiges Winterquartier zu beziehen. Durch seine persönliche desolat-  finanzielle Schieflage soll er die nächsten Monate bis zum Hereinbrechen der ersten warmen Frühlingstage an der Costa Brava seine Zelte aufgeschlagen haben. Genauer gesagt, an einer nicht besonders frequentierten Bucht, auf einer idyllischen Parkbank. Um sich die Zeit zu vertreiben und sich weiterzubilden, hat sich der Politiker dabei noch jede Menge flüssiges Arbeitsmaterial nach Spanien schicken lassen.

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Weine

Eric Rodez Champagne Maceration Grand Cru Rosé BIO

Der Eric Rodez Macération Grand Cru Rosé ist ein Rosé, der seine Farbe aus der Traubenschale holt, nicht aus Rotwein. Zart lachsfarben, würzig und mit Holz im Rücken – der Rosé fürs Dinner.

Im Glas

Zartes Lachsrosa, feine Mousse. Himbeere, Hagebutte und Granatapfel, dahinter Brioche und Vanille, ganz leise auch Rauch. Der Gaumen: cremig und strukturiert, die Säure präzise, das Holz subtil. Ein Rosé mit Rückgrat. Rund 80 Prozent des Grundweins reiften im Barrique, das gibt ihm seine leise Würze.

Mach was draus

Thunfisch rosa gebraten, Lammkarree mit Kräuterkruste oder Wachtel mit Feigen. Auch zu einer Käseplatte mit Comté funktioniert er. Ein Rosé für Herbst und Winter, weniger für die Terrasse. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ich mag ihn zu Krustentieren und zu Geflügel. Seine Struktur trägt mehr, als man einem Rosé zutraut.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was heißt Macération? Der Most bleibt kurz auf den Schalen des Pinot Noir und zieht dabei Farbe und Aroma. Anders als beim Rosé d’Assemblage wird kein Rotwein zugegeben.

Wie lange lag er auf der Hefe? Rund vier Jahre. Degorgiert wurde er mit einer Dosage von 2 g/l, also Extra Brut.

Pinot Noir und Chardonnay · Ambonnay Grand Cru · Rosé de Saignée · ca. 80 % Barrique, ca. 40 % malolaktische Gärung · ca. 4 Jahre Hefelager · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · Champagne Eric Rodez, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Weine

Christian Ottenbreit Müller-Thurgau O mein Liebster 2024

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Müller-Thurgau Deutscher Qualitätswein Franken Edelstahltank

Der Müller-Thurgau „O mein Liebster" 2024 ist der frische, im Edelstahltank ausgebaute Weißwein von Christian Ottenbreit aus Franken. Der Jahrgang 2024 zeigt in der Nase Apfel und Zitrus, mit etwas Luft auch leichte exotische Noten. Am Gaumen würzige und muskatige Anklänge, markant und mineralisch strukturiert. Trocken und unkompliziert – ein Wein für jeden Moment.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, auf kalk- und tongeprägten Böden. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett. Der Wein ist als Deutscher Qualitätswein eingestuft, Herkunft Franken.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Müller-Thurgau. Gärung und Ausbau erfolgen im Edelstahltank, ohne Holz, was die frische Frucht und die klare Aromatik betont. 

Im Glas

In der Nase Aromen von Apfel und Zitrus, nach etwas Zeit im Glas auch leichte Exotik. Am Gaumen würzige und muskatige Anklänge, markant und mit mineralischer Struktur. Ein klarer, frischer Müller-Thurgau mit gutem Trinkfluss.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Spargel, helle Vorspeisen, gebratener Fisch, Geflügel und frischer Ziegenkäse. Auch solo ein Wein für jeden Moment – ob romantisch oder nicht. Jung und frisch genießen, am besten in den nächsten ein bis zwei Jahren. Serviertemperatur 12–14 °C.


Lage Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Qualitätswein
Ausbau Edelstahltank
Inhalt 0,75 l · Schraubverschluss

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Spanien

Envinate Táganan Teneriffa blanco 2024

Weißwein · Teneriffa · Táganan (Anaga) · Field Blend

Listán Blanco (Basis) Albillo · Forastera · Gual · Malvasía · Marmajuelo Teneriffa · Táganan (Anaga) Envínate Vulkangestein · wurzelechte Reben 2024

Der Envínate Táganan Blanco 2024 ist ein erdig-mineralischer Field Blend von der wilden Nordostküste Teneriffas – Listán Blanco als Basis, abgerundet durch Albillo, Forastera, Gual, Malvasía und Marmajuelo. Kühl und zupackend, mit markanter Säure als Frischeelixier. Ein Weißwein zum Meditieren, Schwärmen und guten Essen.


Táganan – Vulkanweiß über dem Atlantik

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Táganan ist der alte Name des rauen Weinbaugebiets im Nordosten Teneriffas, geschützt vom Anaga-Massiv. Hier wachsen uralte, wurzelechte Reben (die Reblaus erreichte die Kanaren nie) auf primärem Vulkangestein, an Klippen direkt über dem Atlantik – oft als gemischter Satz vieler einheimischer Sorten. Genau dieser Field Blend macht den Táganan Blanco aus: Listán Blanco als Hauptrebsorte, ergänzt um Albillo, Forastera, Gual, Malvasía und Marmajuelo.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden des Anaga prägen auch 2024 einen frischen, salzig-mineralischen Weißwein mit kühler Spannung, klarer Struktur und markanter Säure – ganz im puristischen Stil von Envínate.

Assemblage und Ausbau

Field Blend mit Listán Blanco als Basis, ergänzt durch kleine Anteile Albillo, Forastera, Gual, Malvasía und Marmajuelo, aus dem Jahrgang 2024, Teneriffa (Táganan), trocken.

Im minimal-invasiven Stil des Hauses: Handlese, getrennte Vinifikation der Parzellen, Spontangärung mit Wildhefen in Beton und Gärbehältern, schonender Ausbau – für maximale Frische und Herkunftstreue.

Im Glas

Eine erdig-mineralisch schmeckende Cuvée: Feuersteinnoten, Felsenbirne, nasses Gestein, Meeresgischt, Kreide und Tee sind ihre Hauptmerkmale. Kühl und zupackend zirkuliert der Tropfen im Mund, wobei die markante Säure dort wie ein Frischeelixier wirkt. Ein Weißwein zum Meditieren, Schwärmen oder einfach zum guten Essen.

Feuerstein, nasses Gestein, Meeresgischt und Kreide – kühl und zupackend, mit markanter Säure als Frischeelixier.

Profitiert von etwas Luft; bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Tapas und Reisgerichten, zu Geflügel sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Teneriffa, Táganan (Anaga, Kanaren, Spanien); primäres Vulkangestein an Atlantik-Klippen, uralte wurzelechte Reben
Klassifikation: Weißwein (Field Blend), Teneriffa; Listán Blanco mit Albillo, Forastera, Gual, Malvasía, Marmajuelo (trocken)
Ausbau: Handlese, getrennte Vinifikation, Spontangärung mit Wildhefen in Beton/Gärbehältern, schonender Ausbau; organischer Anbau

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Rebsorten

Le Moine Pommard Les Epenots 1er Cru 2021

Rotwein · Pommard 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Pommard 1er Cru Les Epenots Côte de Beaune Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Pommard Les Epenots 1er Cru 2021 stammt aus einem der besten Crus von Pommard und einem Grand-Cru-Kandidaten – ein strukturierter, zugleich eleganter Pinot Noir mit würziger Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Pommard Les Epenots – Eleganz aus dem Norden Pommards

Epenots ist eine renommierte Premier-Cru-Lage am nördlichen Ende von Pommard, nahe Beaune – ausschließlich mit Pinot Noir bestockt und gegliedert in Les Grands Epenots, Les Petits Epenots und den Clos des Epeneaux. Ihre Weine zeichnen sich durch subtile Kraft, gute Struktur sowie würzige und erdige Noten aus und zählen zu den Spitzenrotweinen der Côte de Beaune. Neben Les Rugiens steht Epenots zur Diskussion für eine Hochstufung zum Grand Cru.

Ein besonderes Merkmal ist der flachere Oberboden über eisenreichem, kiesig-mergeligem Untergrund, der sehr gut entwässert: Das fördert tief verwurzelte Reben und konzentrierte Beeren. Die sanfte, südöstliche Neigung bringt milde Morgensonne und schützt vor der Mittagshitze; kühle Nächte und langsame Reife begünstigen einen ausgewogenen, elegant strukturierten und lagerfähigen Pinot Noir – feiner als der oft wuchtige Pommard-Stil.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war an der Côte de Beaune ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer strukturierten, zugleich eleganten Lage wie Les Epenots ergibt das einen fein gezeichneten, würzigen Pinot Noir mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Pommard Les Epenots 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom eisenreichen, kiesig-mergeligen Boden von Epenots lebt dieser Pommard: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzig-erdige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen strukturiert und vielschichtig, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – kraftvoll und zugleich elegant.

Dunkle Frucht und würzig-erdige Tiefe – strukturiert und seidig, mit festem, feinkörnigem Tannin und langer Mineralität.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Pommard Les Epenots 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); nördliches Pommard nahe Beaune, sanfte südöstliche Neigung; flacher Oberboden über eisenreichem, kiesig-mergeligem Untergrund
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken); Grand-Cru-Kandidat
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Rebsorten

Ellermann Spiegel Sauvignon Blanc

Weißwein · Sauvignon Blanc · Pfalz · Deutschland

Ellermann-Spiegel Sauvignon Blanc ist ein trockener, fruchtbetonter Weißwein vom Weingut Ellermann-Spiegel aus der Pfalz. Reinsortiger Sauvignon Blanc mit den klassischen Aromen von Stachelbeere, Maracuja und Zitrone, getragen von einer schönen Mineralität.


Pfalz

Das Weingut Ellermann-Spiegel liegt in Kleinfischlingen an der Südlichen Weinstraße. Winzer Frank Spiegel keltert moderne, fruchtbetonte Weine nach dem Motto „Dir muss ES schmecken". Der Sauvignon Blanc zählt zu den Aushängeschildern des Hauses.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Sauvignon Blanc. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die sortentypische, exotische Frucht und die frische Säure. So entsteht ein klarer, animierender Weißwein im modernen Stil.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase die klassischen Sauvignon-Aromen von Stachelbeere, Maracuja und Zitrone. Am Gaumen sehr saftig und feinwürzig, mit exotischer Frucht und tragender Mineralität. Im Nachklang spannungsgeladene Frucht, die Lust auf den nächsten Schluck macht.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zu leichter Küche.

Klassische Begleitung: Spargel, Ziegenkäse, Salate, Fisch und Meeresfrüchte.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Rebsorten

Vite Colte Villalta Roero Arneis

Wein · Weißwein · Roero · Italien

Vite Colte Villalta Roero Arneis ist ein eleganter Weißwein aus der heimischen Piemont-Sorte Arneis. Intensives Strohgelb mit grünlichen Reflexen; in der Nase aromatisch, mit intensivem Duft nach reifen Früchten, am Gaumen trocken mit einer feinen grasigen Note.


Roero / Piemont

Heimat der alteingesessenen Rebsorte Arneis ist das Roero mit seinen Hügeln links des Flusses Tanaro im Piemont. Die kalk- und kieselhaltigen Böden dieser Zone bringen elegante, feingliedrige Weißweine hervor. Erzeuger ist die renommierte piemontesische Genossenschaft Vite Colte (vormals Terre da Vino).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Arneis. Nach einer sanften Pressung folgt die rund zehntägige Gärung bei kontrollierten 16–18 °C im Edelstahl. Eine kurze Flaschenreife rundet den Wein ab und entwickelt Struktur und Duft weiter. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Intensives Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase aromatisch, mit intensivem Duft nach reifen Früchten und einem floralen Anklang. Am Gaumen trocken und saftig, mit einer feinen grasigen Note und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Antipasti, hellem Fleisch und frischem Käse.


Lage: Roero (Piemont, Italien); Vite Colte (Terre da Vino)
Klassifikation: Roero Arneis DOCG – 100 % Arneis, trocken
Ausbau: ~10 Tage Gärung im Edelstahl bei 16–18 °C, kurze Flaschenreife

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Weine

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Beerenauslese 1997

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Beerenauslese, edelsüß)

Riesling Graacher Domprobst Beerenauslese · edelsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Botrytis · gereifte Rarität 1997

Die Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Beerenauslese 1997 ist eine gereifte, edelsüße Rarität aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Dicht, tief und von großer Aromenkomplexität – getragen von feinster Mosel-Säure.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 1997 – Graach (Mosel)

1997 war an der Mosel ein reifer, gesunder Jahrgang, der die Bildung edelster Botrytis begünstigte. Aus den edelfaulen, hochreifen Beeren der Domprobst entstand eine konzentrierte Beerenauslese; die inzwischen langjährige Flaschenreife hat den Wein in eine tiefe, vielschichtige Reife geführt.

Herstellung und Ausbau

Edelsüße Riesling Beerenauslese aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 1997; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer, aus edelfaulen (botrytisierten) Beeren.

Nach selektiver Handlese edelfauler Beeren wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert; die kühle Gärung bewahrt die intensive natürliche Restsüße und die feine, tragende Mosel-Säure. Seither reift der Wein über viele Jahre auf der Flasche.

Im Glas

Eine gereifte, edelsüße Beerenauslese von großer Dichte: kandierte Aprikose und Dörrfrucht, dazu Honig, Orangenmarmelade, ein Hauch Karamell und eine feine, rauchig-mineralische Schieferader. Am Gaumen dicht und ölig-süß, doch von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure balanciert, mit einem sehr langen, vielschichtigen Nachhall.

Kandierte Aprikose und Dörrfrucht über Honig, Orangenmarmelade und feiner, rauchig-mineralischer Schieferader – dicht und ölig-süß, von lebendiger Mosel-Säure balanciert, mit sehr langem Nachhall.

Eine gereifte, edelsüße Mosel-Rarität mit enormer Länge. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu Blauschimmelkäse und gereiftem Hartkäse, zu Foie gras, zu Desserts mit Frucht und Karamell sowie als edelsüßer Solist zum Ausklang.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Beerenauslese, Mosel (edelsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese edelfauler Beeren, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts; langjährige Flaschenreife

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Weine

Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling GG 2018

Weißwein · Piesporter Goldtröpfchen (Mosel) · Riesling

Riesling Piesporter Goldtröpfchen Piesport · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Grauschiefer · Blau- & Rotschiefer steiles Süd-Amphitheater Großes Gewächs · trocken 2018

Der Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling Großes Gewächs 2018 stammt aus einer der renommiertesten Einzellagen der Mittelmosel – einem steilen, südlich ausgerichteten Amphitheater über Piesport. Ein kühler, präziser und kraftvoller Riesling mit tiefgründiger Struktur, rauchiger Steinigkeit und langem, salzig-mineralischem Nachhall.


Piesporter Goldtröpfchen – das Amphitheater der Mosel

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE sind die trockene Spitze der besten Einzellagen – limitierte Selektionen von hoher Komplexität, Vielschichtigkeit und besonderem Lagerpotenzial. Handarbeit im Weinberg und spontane Vergärung sind das Markenzeichen des Guts.

Das Piesporter Goldtröpfchen ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Der steile, südlich ausgerichtete Hang oberhalb von Piesport bildet ein natürliches Amphitheater, das durch die Reflexion der Mosel und den Schutz vor Nordwinden ein einzigartiges Mikroklima bietet. Der Boden besteht überwiegend aus tiefgründigem, verwittertem Grauschiefer mit Anteilen von Blau- und Rotschiefer – eine geologische Vielfalt, die den Weinen ausgeprägte Mineralität, Finesse und Komplexität verleiht. Schloss Lieser bewirtschaftet hier eine der jüngsten Parzellen seines Großen-Gewächs-Portfolios.

Jahrgang 2018 – Mosel

2018 war an der Mosel ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der besonders reife, vollmundige und großzügige Rieslinge hervorbrachte. Auf dem vielschichtigen Schiefer des Goldtröpfchens und durch die lange Vegetationszeit ergibt das einen kraftvollen, tiefgründigen Riesling, dessen reife Statur von der kühlen, salzig-mineralischen Prägung der Lage getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Piesporter Goldtröpfchen, Jahrgang 2018; 100 % Riesling.

Die Trauben werden ausschließlich per Hand gelesen und mit großer Sorgfalt vinifiziert. Der Ausbau erfolgt traditionell und spontan vergoren, meist im Edelstahltank, um die charakteristische Klarheit und Mineralität der Lage unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. So entsteht ein terroirgeprägter, langlebiger Riesling mit großem Entwicklungspotenzial.

Im Glas

Aus dem vielschichtigen Grauschiefer des Goldtröpfchens lebt dieser Riesling von Kühle und Präzision: feine Zitrusnoten, reifer Pfirsich und grüner Apfel, dazu florale und kräuterwürzige Nuancen, untermalt von einer rauchigen Steinigkeit und salziger Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und kraftvoll, mit tiefgründiger Struktur und knackiger, klarer Säure – markant, geradlinig und mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Feine Zitrus, reifer Pfirsich und grüner Apfel über rauchiger Steinigkeit und salziger Mineralität – kühl, präzise und kraftvoll, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein terroirgeprägter Mosel-Riesling mit großem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Piesporter Goldtröpfchen, Piesport an der Mittelmosel; steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater; tiefgründiger, verwitterter Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditioneller Ausbau meist im Edelstahltank

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