Dead Arm Shiraz 2002 – Mc Laren Vale – Australien

Irgendwie hat man den Dead Arm Shiraz jahrelang aus den Augen und aus dem Rachenraum verloren. Dies jedoch völlig zu unrecht, wie sich nach dem Genuss dieses 2002er herausstellt. Ein Wein von einer immer noch undurchsichtigen Farbe. Funkelnd und dicht glänzt er aus dem Weinglas heraus und begeistert dabei mit einem wahnsinnig intensiven Duft von reifen Brombeeren, Waldfruchtmarmelade, roter Grütze und leicht animalischen Noten, die von Gewürzen untermalt sind. Im Geschmack keineswegs nur breit und marmeladig, sondern wirkungsvoll von Frucht und Pfeffer getragen und einer geradezu knackigen Säure umspült. Ohne Frage, es ist ein muskulöser Kraftprotz, ein lauter Angeber, der aber leider auch das hält was er verspricht: eine geballte Ladung Frucht, mit auskleisterndem Mundgefühl und einem ellenlangen Abgang. Müde ist er dabei noch lange nicht. Ein Urwein, der dabei auch noch richtig gut schmeckt.

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Weine

Louis Boillot Volnay Les Brouillards 1er Cru 2020

0,28 Hektar Rebland werden von Louis Boillot auf der mit über 70 Jahren alten Pinot Noir Reben bestockten 1er Cru Lage Volnay Les Brouillards bearbeitet. Fein und elegant, mit etwas rustikaleren Gerbstoffen und einer dennoch ausladenden und frischen Frucht sind seine Kernkompetenzen. Hier verbinden sich Schokoladen, Blütenaromen, reife Beeren und nasses Gestein zu einer perfekten Melange. Mittelschwer am Gaumen, samtig und lang sein begeisternder Nachhall. Die Konzentration spiegelt die Fruchtessenz und seine delikaten Noten perfekt wieder.

 

Volnay Premier Cru Weine sind hochwertige, trockene Rotweine aus Burgund, gekeltert aus Pinot Noir-Trauben der 28 Premier Cru-Lagen in Volnay. Diese Weine sind bekannt für ihre Eleganz und Feinheit, im Gegensatz zu den kräftigeren Weinen der Nachbarregionen. Während Volnay Village Weine allgemeineren Richtlinien folgen, unterliegen Premier Cru-Weine strengeren Produktionsvorschriften, die ihre Qualität sichern.

 

Die Weinberge erstrecken sich in einem idealen Mikroklima zwischen Pommard und Meursault auf einem Osthang, der für seine gut entwässerten, kalkhaltigen Böden bekannt ist.

 

Die Appellation umfasst 222 Hektar, wovon 133 Hektar als Premier Cru klassifiziert sind. Ein Volnay Premier Cru- Etikett deutet häufig auf einen Verschnitt aus verschiedenen Lagen hin, es sei denn, es wird ein spezifischer Weinberg genannt. Neben Pinot Noir dürfen bis zu 15% Chardonnay, Pinot Blanc und Pinot Gris- Trauben zur Komplexität beitragen, sofern diese innerhalb der Pinot Noir-Parzellen wachsen.

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USA

Force Majeure Walla Walla Estate Cabernet Sauvignon 2018

Rotwein · Walla Walla Valley AVA · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon · kleine Anteile Merlot und Petit Verdot Estate-Lage, Walla Walla Valley Löss über Flutsedimenten Spontangärung rund 22 Monate neue französische Eiche 2018

Der Force Majeure Walla Walla Estate Cabernet Sauvignon 2018 ist der erste Jahrgang dieses Weins aus der Estate-Lage neben der Kellerei im Walla Walla Valley. Spontan vergoren, rund 22 Monate in fast ausschließlich neuer französischer Eiche, ungeschönt und unfiltriert: tiefdunkel, kraftvoll und vielschichtig, mit blauer Frucht, Cassis, Veilchen und Bleistiftmine.


Die Estate-Lage – Böden aus der Eiszeit

Das Walla Walla Valley liegt im Südosten des Bundesstaats Washington und reicht über die Grenze nach Oregon. Es liegt im Regenschatten der Cascade Mountains: Das Klima ist trocken und kontinental, mit heißen Sommertagen, kühlen Nächten und einer langen Vegetationszeit – Bedingungen, unter denen Cabernet Sauvignon vollständig ausreift und seine Säure behält.

Die Estate-Lage grenzt an die Kellerei und wurde Ende der 1990er-Jahre bepflanzt. Ihre Böden sind ein Erbe der Missoula-Fluten: Am Ende der letzten Eiszeit brachen aufgestaute Gletscherseen im heutigen Montana wiederholt durch und überschwemmten weite Teile des pazifischen Nordwestens. Zurück blieben tiefgründige, lehmige Sedimente, durchsetzt mit kleinen Brocken aus zerbrochenem Basalt, verfestigter Vulkanasche und Granit – Material, das die Fluten aus Hunderten Kilometern Entfernung heranschwemmten. Diese Mischung speichert Wasser, ohne zu verdichten, und gibt den Reben gleichmäßige Bedingungen durch den trockenen Sommer.

Force Majeure hat sich mit Einzellagenweinen im Stil von Bordeaux und Rhône einen Namen gemacht, zunächst von der eigenen Lage auf Red Mountain, später auch aus dem Walla Walla Valley. Die Weine dieser Zeit entstanden unter Kellermeister Todd Alexander, der zuvor im Napa Valley bei Bryant Family Vineyard tätig war. Gearbeitet wird mit weinbergseigenen Hefen, gefüllt ohne Schönung und Filtration.

Jahrgang 2018 – Walla Walla Valley

Der Jahrgang 2018 war in Washington ein warmes, gleichmäßiges Jahr. Nach einem frühen Austrieb verlief der Sommer heiß, aber ohne die extremen Hitzespitzen anderer Jahre; die Nächte blieben kühl genug, um die Säure zu halten. Ein langer, trockener Herbst erlaubte es, jede Parzelle zum richtigen Zeitpunkt zu lesen.

Die Trauben kamen gesund und vollreif in den Keller, mit dichter Frucht und reifen Gerbstoffen. Für Cabernet Sauvignon bedeutet das Konzentration und Tiefe bei erhaltener Balance – ein Jahr, das in Washington zu den besten des Jahrzehnts gezählt wird. Für die Estate-Lage war es zugleich der erste Jahrgang, der als eigener Cabernet abgefüllt wurde.

Lange Gärung und neue französische Eiche

Cabernet Sauvignon mit kleinen Anteilen Merlot und Petit Verdot, Jahrgang 2018. Vergoren wird spontan mit den eigenen Hefen, lang und warm; ausgewählte Partien bleiben nach der Gärung noch länger auf den Schalen. Diese verlängerte Standzeit löst mehr Gerbstoffe, die sich dabei zugleich zu längeren, weicheren Ketten verbinden – der Wein wird dichter, aber nicht härter.

Danach reift er rund 22 Monate in nahezu vollständig neuer französischer Eiche. Ein so hoher Neuholzanteil verlangt einen Wein mit viel Frucht und Gerbstoff, damit das Holz eingebunden wird statt zu dominieren; die Konzentration des Jahrgangs 2018 liefert genau das. Gefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.

Im Glas

Tiefes Purpur-Rubin. In der Nase blaue Frucht, Cassis, Veilchen, Bleistiftmine und Tabak, dazu eine erdige Tiefe, die sich mit Luft entfaltet; das neue Holz zeigt sich als feine Würze im Hintergrund. Am Gaumen vollmundig, dicht und kraftvoll, mit seidigen Tanninen, einem vollen Mittelgaumen und einem langen Finale. Fülle und Spannung stehen im Gleichgewicht.

Eiszeitliche Flutsedimente, ein warmes, ausgeglichenes Jahr und 22 Monate neue Eiche: Kraft, die Struktur behält.

Ein bis zwei Stunden vorher dekantieren. Bei 16–18 °C servieren. Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen. Besonders gut zu Rinderrippe vom Grill, Lammkarree mit Kräuterkruste und Hirschrücken.


Produzent Force Majeure Vineyards, Walla Walla Valley
Rebsorte Cabernet Sauvignon mit kleinen Anteilen Merlot und Petit Verdot
Lage Estate-Lage angrenzend an die Kellerei, Walla Walla Valley, USA · tiefgründiger Lehm mit Basalt-, Asche- und Granitbrocken aus den Missoula-Fluten · gepflanzt Ende der 1990er-Jahre
Klassifikation Walla Walla Valley AVA · trocken
Jahrgang 2018
Vinifikation Spontangärung · lange, warme Gärung · verlängerte Schalenstandzeit bei ausgewählten Partien
Ausbau rund 22 Monate in nahezu vollständig neuer französischer Eiche · ungeschönt · unfiltriert
Trinkempfehlung jetzt bis 2040

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Spanien

Jade Gross Piano, piano 2023

Rotwein · Rioja · Tempranillo

Tempranillo DOCa Rioja San Vicente de la Sonsierra Einzellage (0,5 ha) alte Buschreben (42 J.) 12 Monate franz. Eiche nur 1.889 Flaschen 2023

Der Jade Gross Piano, piano 2023 ist ein Einzellagenwein aus einem nur 0,5 Hektar großen Weinberg in San Vicente de la Sonsierra – ein ausdrucksstarker, präziser Rotwein mit dunkler Frucht, frischer Säure und harmonisch eingebundenem Holz. Straff, elegant und voller Tiefe.


Piano, piano – Einzellage in San Vicente

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. „Piano, piano" – italienisch für „langsam, langsam" – ist der erste Wein, den sie zu Beginn ihres Projekts erzeugte; der Name verweist zugleich auf ihr Klavierspiel und auf das geduldige Lernen Schritt für Schritt.

Der Piano, piano ist ein Einzellagenwein aus einem nur 0,5 Hektar großen Weinberg in San Vicente de la Sonsierra. Hier wachsen 42 Jahre alte Tempranillo-Buschreben auf kiesigem Boden in 480 Metern Höhe – ideale Bedingungen für einen feinen, mineralisch geprägten Rioja.

Jahrgang 2023 – Rioja

Der Jahrgang 2023 war in der Rioja ein herausforderndes Jahr: Besonders warme und trockene Bedingungen ließen Reben und Menschen mit den Herausforderungen des Klimawandels kämpfen. Im Vorteil waren – wie schon in den Jahren davor – die alten Rebanlagen in den Höhenlagen vor der Sierra Cantabria. Starke Hagelstürme dezimierten die Ernte weiter und führten zu einer Minderernte; nur wer das ganze Jahr über sorgsam die Laubarbeit beherrschte und zum richtigen Zeitpunkt las, wurde mit hochwertigem Traubenmaterial belohnt.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Nach sorgfältiger Handlese am 8. September 2023 wurden 70 % der Trauben entrappt und in offenen Gärbehältern vergoren. Der Ausbau erfolgte über 12 Monate in französischen Eichenfässern. Gesamtproduktion: 1.889 Flaschen.

Im Glas

Ein ausdrucksstarker, präziser Rotwein mit dunkler Frucht, subtiler Würze, frischer Säure und harmonisch eingebundenem Holz. Straff, elegant und voller Tiefe – ein Wein mit viel Kraft, der noch eine große Zukunft vor sich hat.

Straff, elegant und voller Tiefe – ein Wein mit viel Kraft und großer Zukunft.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit großem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Manchego.


Lage: DOCa Rioja, San Vicente de la Sonsierra (Spanien); Einzellage 0,5 ha, kiesiger Boden, ~480 m, 42 J. alte Buschreben
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo (trocken); nur 1.889 Flaschen
Ausbau: Tempranillo; 70 % entrappt, Gärung in offenen Behältern; 12 Monate französische Eiche; handwerklich

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Weine

Metzger Saumagen Riesling 2020 Doppelmagnum

Weißwein · Riesling · trocken · Doppelmagnum · Pfalz

Metzger Saumagen Riesling Doppelmagnum ist ein Lagen-Riesling vom Weingut Metzger aus dem Kallstadter Saumagen in der Pfalz – hier in der 3,0-Liter-Doppelmagnum. Die Trauben stammen aus dem ursprünglichen Teil der Lage, wurden selektiv von Hand gelesen und im Halbstückfass vergoren. Kalkige Mineralität, feine Würze und harmonische Säure prägen den Wein. Ein präziser Riesling mit Lagencharakter.


Kallstadter Saumagen

Der Kallstadter Saumagen zählt zu den großen Riesling-Lagen der Pfalz. Die Trauben stammen aus dem ursprünglichen Teil der Lage, deren kalkreiche Böden seit jeher für mineralische, würzige Weine mit harmonischer Säure stehen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling, selektiv von Hand gelesen und mit der Korbpresse abgepresst. Die Gärung erfolgt im Halbstückfass, um das Terroir der Lage präzise einzufangen. Die Doppelmagnum lässt den Wein besonders langsam reifen.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase Zitrus, gelber Apfel und feine kräutrige Würze über kalkiger Mineralität. Am Gaumen straff und mineralisch, mit harmonischer Säure, Würze und langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren. Mit Luft gewinnt der Wein an Tiefe; die Doppelmagnum ist ein Blickfang für die große Tafel und eignet sich zum Reifen im Keller.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Spargel, Geflügel und feine Käse.


Lage: Kallstadter Saumagen, Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Riesling, trocken (Lagenwein)
Ausbau: Handlese, Korbpresse, Gärung im Halbstückfass; 3,0-l-Doppelmagnum

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Rebsorten

Ziereisen Jaspis Bürgin Spätburgunder 2021

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Jaspis Bürgin Spätburgunder 2021 ist ein Pinot Noir aus alten Reben, den das Weingut Ziereisen im Dreiländereck erzeugt. Hannes Ziereisen bewirtschaftet seine Lagen in Efringen-Kirchen am Hochrhein. Unfiltriert abgefüllt, mit straffer Struktur und mineralischem Zug.


Markgräflerland / Parzelle Bürgin

Efringen-Kirchen liegt im äußersten Südwesten Badens, unmittelbar am Rheinknick zum Dreiländereck D/F/CH. Die Parzelle Bürgin – ein alteingesessener Familienname der Region – steht auf verwitterten Muschelkalk- und Lössböden mit guter Wasserhaltung. Die Hanglage sorgt für Drainage und thermischen Ausgleich durch die Rheinnähe. Klassifiziert als Landwein Oberrhein. Die „Jaspis"-Linie umfasst die Einzellagen-Spitzenweine des Guts.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder (Pinot Noir) von alten Reben, handgelesen. Traditionell ausgebaut und unfiltriert abgefüllt, was dem Wein Textur und Tiefe verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Das Bouquet zeigt reife Kirsche, Pflaume und etwas getrocknete Kräuter, unterlegt von einer feinen erdigen Note. Am Gaumen mittlerer Körper, straffe Struktur, präsente, aber nicht harsche Tannine. Der Abgang ist lang und würzig, mit einem leichten mineralischen Zug.

Am Tisch

Jetzt trinkbereit, entwickelt sich bis 2030 weiter. Vor dem Servieren mindestens 30 Minuten dekantieren; kühl, liegend bei 12–14 °C lagern.

Passt zu: Wildgeflügel, Lammrücken, Pilzgerichten und Pinot-affinem Käse.


Lage: Markgräflerland, Parzelle Bürgin, Efringen-Kirchen (Baden, Deutschland); Weingut Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Spätburgunder (Pinot Noir, alte Reben), trocken
Ausbau: Handlese, traditioneller Ausbau, unfiltriert
Jahrgang: 2021

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Schaumweine

Franck Bonville Pur Avize Champagner Grand Cru Blanc de Blancs 2018

Der Franck Bonville Pur Avize 2018 zeigt ein einziges Dorf in Reinform: Chardonnay aus drei Lagen rund um Avize, über fünf Jahre unter Naturkork auf der Hefe gereift. Klar, salzig und fein wie Kristall.

Im Glas

Hellgold, sehr feine Perlen. In der Nase Zitrus, weiße Blüten, frische Mandel und nasser Stein, die sich im Glas langsam öffnen. Am Gaumen glasklar und straff, die Frucht hält sich zurück, die Mineralität übernimmt. 2018 war ein warmes Jahr, doch die Kreide von Avize hält die Spannung.

Mach was draus

Steinbutt mit Champagnersoße, Langustinen oder ein Risotto mit Zitronenabrieb und Parmesan. Als reiner Aperitif ist er fast zu schade. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Eine Viertelstunde im großen Glas, dann treten Mandel und frisches Gebäck hervor, die Zitrusfrucht rückt nach hinten. Hetz ihn nicht, er belohnt dich dafür.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum Naturkork statt Kronkorken? Während der Hefereife lässt Kork minimal Sauerstoff durch. Das macht die Perlage feiner und die Textur dichter, kostet aber viel Handarbeit.

Aus welchen Lagen kommt er? Aus Les Avats, Les Maladries und Les Chapelles im mittleren Hang von Avize, wo die Kreide nur knapp unter der Erde liegt.

100 % Chardonnay · Avize Grand Cru: Les Avats, Les Maladries, Les Chapelles · Jahrgang 2018 · Méthode Traditionnelle, Hefereife unter Naturkork · über 5 Jahre Hefelager · Extra Brut, 1,7 g/l Restzucker · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

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Whisky

Ardbeg Anthology The Harpy‘s Tale’ 13 Jahre

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay 13 Jahre Ex-Bourbon- & Sauternes-Fässer Anthology-Serie (Auftakt) rauchig & süß

Der Ardbeg Anthology The Harpy's Tale 13 Jahre ist der Auftakt der neuen Anthology-Serie der Islay-Destillerie Ardbeg. Erstmals reifte ein Teil dieses Single Malt 13 Jahre in französischen Sauternes-Süßweinfässern, der andere Teil ebenso lang in klassischen Ex-Bourbon-Fässern. So entsteht ein Wechselspiel aus kräftigem Islay-Rauch und reicher Süße. Name und Gestaltung greifen die Harpyie auf – ein Fabelwesen halb Mensch, halb Vogel aus der griechischen Mythologie –, das die zwei Seiten des Whiskys spiegelt.


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden an der Westküste Schottlands und für ihre rauchigen, torfgeprägten Single Malts bekannt. Die Destillerie Ardbeg an der Südküste der Insel zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Atlantische Lage, Torf und Meeresluft prägen den charakteristischen Stil aus kräftigem Rauch mit maritimer Note.

Assemblage und Ausbau

The Harpy's Tale vereint zwei jeweils 13 Jahre gereifte Komponenten: einen Teil aus französischen Sauternes-Fässern, der süße, fruchtige Noten beisteuert, und einen Teil aus Ex-Bourbon-Fässern, der den typischen Ardbeg-Rauch trägt. Für Ardbeg ist die Reifung in Sauternes-Fässern eine Premiere. Verantwortlich ist Dr. Bill Lumsden, Director of Whisky Creation, der das Reifeexperiment als bewusste Verbindung von Rauch und Süße beschreibt.

Im Glas

Bernsteinfarben im Glas. In der Nase ein öliges Profil, das an Olivenöl extra vergine erinnert, dazu erdiges Bruyère-Wurzelholz, Koriander, Salbei und ein Hauch geräucherter Zitronenschale; mit etwas Wasser kommen Leinöl, eine wachsige Note, Karbolseife und Crème brûlée hinzu. Am Gaumen weich und ölig, süß und rauchig zugleich: Eichenmoos und Melasse, Anisbonbon, süß-holziger Balsamico, geräucherte Aprikose und Eukalyptus. Der Nachhall ist lang und süß-rauchig, mit Kreuzkümmel, Kardamom und einem Hauch Kokosnuss.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; ein paar Tropfen Wasser öffnen zusätzliche Aromen. Passt zu kräftigen Begleitern wie dunkler Schokolade, reifem Blauschimmelkäse, geräuchertem Fisch und herzhaftem Trockenobst. Auch solo als Digestif eine gute Wahl.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky, 13 Jahre
Ausbau: Ex-Bourbon- und französische Sauternes-Fässer, je 13 Jahre

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Weine

Peter Jakob Kühn Oestrich Riesling Quarzit 2022 BIO

Weißwein · Oestrich (Rheingau) · Riesling

Riesling Oestrich „Quarzit" Peter Jakob Kühn Doosberg · Klosterberg · Lenchen Lösslehm mit grauem Quarzit trocken spontane Fassgärung BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2022

Der Peter Jakob Kühn Oestrich Riesling „Quarzit" 2022 hat seinen Ursprung in den Oestricher Lagen Doosberg, Klosterberg und Lenchen. Ein typischer Riesling aus den tiefgründigen Oestricher Lagen: saftig und tief, mit reifer Frucht und erdiger Würze.


Oestrich „Quarzit" – Ortsriesling aus drei Lagen

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau in traditionellen Stückfässern mit langem Hefelager, der den Weinen Tiefe und Anmut verleiht.

Der „Quarzit" stammt aus den Lagen Oestricher Doosberg, Klosterberg und Lenchen. Im Boden findet sich humoser, teils etwas toniger Lösslehm, der von grauem Quarzit durchzogen wird. Die optimale Wasserführung im Doosberg versorgt die Reben auch in heißen Sommermonaten ausreichend – die Grundlage für einen saftigen, tiefen Riesling, der den Boden widerspiegelt, auf dem er gewachsen ist.

Jahrgang 2022 – Rheingau

2022 war im Rheingau von Sonne geprägt, mit spärlichem Regen in Juli und August. Begrünung zur Beschattung und Kühlung der Böden sowie eine bewusst schützende Laubwand halfen, Trockenstress und Sonnenbrand zu vermeiden; die älteren Anlagen mit ausgewachsenem Wurzelsystem meisterten das Jahr souverän. Ein nachhaltiger Wetterumschwung zur Rieslinglese und eine strenge Selektion in mehreren Durchgängen reduzierten die Menge deutlich. Das Ergebnis überrascht: nichts deutet auf einen warmen Jahrgang hin – die Weine sind feingliedrig, unbeschwert, schwebend und zart.

Ausbau

Trockener Ortsriesling aus den Oestricher Lagen Doosberg, Klosterberg und Lenchen, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von quarzitdurchzogenem Lösslehm.

Der Wein wird im herkunftsbetonten Stil des Guts vinifiziert; die Fässer vergären leise und spontan, ganz auf Saftigkeit, Tiefe und die schmeckbare Herkunft der Oestricher Lagen ausgerichtet. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein saftiger, tiefer Riesling, der den Quarzitboden widerspiegelt: reife gelbe Frucht nach Apfel und Pfirsich, dazu Zitrus, eine erdige Würze und feine, steinig-mineralische Anklänge. Am Gaumen saftig und schwebend, zugleich tief und griffig, mit lebendiger Säure und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Saftig und tief, mit reifer Frucht und erdiger Würze – reifer Apfel und Pfirsich über Zitrus und steinig-mineralischer Prägung, schwebend und griffig zugleich, mit langem Nachhall.

Ein tiefer, herkunftsklarer Rheingau-Ortsriesling. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Oestricher Doosberg, Klosterberg und Lenchen, Rheingau; humoser, teils toniger Lösslehm, von grauem Quarzit durchzogen
Klassifikation: Ortsriesling „Quarzit", Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: spontane Fassgärung im Stil des Guts, langes Hefelager; biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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