Misch-Masch Weinprobe.

Misch-Masch

Unsere kleine „Misch-Masch Weinprobe“ mit „Bordeaux-Rebsorten“ und 7 Personen.

Ich muss schon zugeben, manche Weine „musste“ ich „loswerden“, auf manche war ich neugierig. Wir wollten auch nicht viel trinken, daher war die Auswahl sehr eingeschränkt.

Zuerst standen zwei Weißweine – ein sehr ungleiches Paar aus Bergerac– auf dem Tisch:

Domaine de Grimardy, AOC Montravel mit 12,5% Alk., ohne Jahrgangsangabe!!! (beim Einkauf 2012 habe ich darauf nicht geachtet)

und

2004 Chateau Masburel, AOC Montreval (Fermentation in franz. Barriques, 12 Monate Lagerung).

das ungleiche Paar

Der erste Wein war leicht mit einer dezenten Note von Vanille und Kräutern, er hatte einen guten Trinkfluss, man musste sich mit ihm nicht beschäftigen.., „er kommt wie ein 12-jähriges Mädchen mit 30 kg, dass über den Boden schwebt“, hiess es am Tisch.
Der zweite Wein hatte Birne, Quitte und Fenchelnoten und war sehr Harz-lastig. Laut Etikett sollte er nach Passionsfrucht, Mango und Lychee schmecken: dies galt eher der Vergangenheit. Zum schweren Essen noch ok, sonst gewöhnungsbedürftig.
Ein klarer Verlierer in diesem Duell.

Dann probierten wir: 2010 Chateau Bonnet; Vinobles Andre Lourton; RS: Merlot und Cabernet Sauvignon. Er war weich, hatte feine Taninne, nette Frucht, etwas Mohn und Paprika. Am Tisch herrschte die Meinung vor, er sei nichts besonderes, aber nett und angenehm zu trinken.

der bessere Linke

Der nächste Wein war: 2009 Chateau du Rooy, AOC Pécharmant
RS: 60% Merlot, 30% Cabernet Sauvignon, 10% Cabernet Franc.
Pflaumenmus, Brombeere, Nüsse, 70% Schokolade, feine Rauchnoten, etwas Pfeffer und Nelken; sehr lang im Abgang; Gerbstoffe, Säure und der Rest: Harmonie pur.
Leider haben alle bemerkt, dass der Wein an diesem Abend perfekt war. Schon beim ersten „Probegang“ war die Flasche leer…
Und ich weiss leider nicht, wo ich ihn gekauft habe.
Am Ende – wegen der „Unfälle“-  der absolute GEWINNER des Abends!!!

2005 Chateau La Tour, Carnet, AOC Haut-Medoc sollte unsere Weinprobe „krönen“, so die Absicht des Einkäufers. Und hier kam die Enttäuschung: der Wein hatte  KORKgeschmack!! Die Aromen, die sich durch zu kämpfen versuchten, liessen erahnen, dass der Wein uns gut gefallen hätte!! Und der Chateau Rooy hätte einen würdigen Mitkämpfer um den Sieg an diesem Abend gehabt.
So ein Jammer! Auf jeden Fall hätte Ch. Rooy vermutlich wegen der eleganten Gerbstoffe und verhaltenen eleganten Aromen die Nase vorne gehabt, der Ch. La Tour wegen der Vielschichtigkeit. Echt Schade, dass dieses Duell geplatzt ist.

So machten wir noch einen China-Wein auf, mit dem Gedanken: schlimmer kommt es nicht. Und es kam schlimmer: auch ein Korkgeschmack!! Allerdings ohne irgendwelche Aromen im Hintergrund: nichts!
Dieser: 2006 Greatwall, RS: Cabernet Sauvignon mit 13 %Alk. wird im mittleren Preissegment angesiedelt, zumindest in China. Enttäuschend!

die Korigen

Wir gaben nicht auf, wir machten einen 2009 Chateau Tayac , AOC Margaux; (13ha Land, gehört in der vierten Generation der Familie Portet), auch 13% Alk., vermutlich auf dem Weg nach Hause in einem Supermarkt in Frankreich gekauft, Preis um die 20 Euro.
Eigentlich hatten wir nicht vor, diesen Wein auf den Tisch zustellen. Zurecht: er war flach und langweilig, kurz im Abgang. Am Anfang roch er nach Blutwurst, nach einem „Schwein beim Schlachten“. Kein schöner Abschluss.

Meine Gäste wollten noch ein Gläschen.., oh, ein Jammer: ein Primitivo war für 4 Personen der „Abschlusswein“. Ich habe mich nochmal mit dem „Mädchen“ des Abends begnügt.. und noch mit zwei anderen einen Cassis aus Burgund genossen!

Trotz der zwei Korker hatten wir einen schönen Abend. Auf Ch. La Tour, Carnet waren wir zwar neugierig, aber ein ander mal.

Und am Abend davor habe ich den 2009 Clos de l´Oratoire, Comtes von Neipperg, AOC Saint-Emilion Grand Cru (14% Alk.) zu Spaghetti Bolognese getrunken:
Die Aromen strömten in die Nase: Kirsche, Pflaume, Kräutergarten: Basilikum, Thymian, etwas Nelke, ein Hauch von Anis und Kakao, Schokolade; Minze, Eukalyptus, Teer. Er hatte weiche Gerbstoffe, die Säure unterstützte die Aromen; schon ein Gaumenschmaus.
Na ja, er könnte 2 ° Grad wärmer sein und zumindest 2-3 Stunden früher aufgemacht werden. Alles lief zu kurzfristig, ein Tag später war er verschlossen.
Mein „Gewinner“ war Chateau du Rooy.

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USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2013

Rotwein · Tempranillo · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2013 gehört zu den großen Weinen dieses Jahrgangs – nur 214 Kisten wurden abgefüllt. Ein reinsortiger Tempranillo aus der Lage En Chamberlin: tintig, dicht und konzentriert, mit Noten von Schwarzkirsche, Veilchen, Lakritz und Zedernholz und einer festen Struktur für viele Jahre.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Impulsivo stammt aus der Lage En Chamberlin im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben stehen auf rund 270 Metern Höhe in einer dünnen Schicht schluffigen Lehms über runden Basaltkieseln, die tagsüber Wärme speichern und nachts abgeben. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Tempranillo aus dem Jahrgang 2013. Der Wein reifte in großformatigen Puncheons aus französischer Eiche, rund zur Hälfte neu – das größere Fass gibt Struktur, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tintig dunkel. In der Nase blutiges Fleisch, kalter Kamin, Schwarzkirsche und Johannisbeere, dazu Veilchen, Lakritz, Zedernholz und ein Hauch Tinte. Am Gaumen vollmundig, dicht und konzentriert, mit fester, tragender Struktur und langem Nachhall.

Am Tisch

Jetzt auf einem schönen Reifepunkt und weiter lagerfähig – die Kritik sah für diesen Wein mehr als zwei Jahrzehnte Potenzial. Vorher dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Steak, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Tempranillo
Jahrgang: 2013 (214 Kisten)
Ausbau: 100 % Tempranillo; Puncheons aus französischer Eiche, ca. 50 % neu

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Rebsorten

Argentiera Bolgheri Superiore 2020

Wein · Rotwein · Bolgheri · Italien

Argentiera Bolgheri Superiore ist eine spannende Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, bei der die Weinregion Bordeaux Pate steht. Dichtes, glänzendes Violettrot; intensives Bukett von Roter Grütze, schwarzer Johannisbeere, Gewürzen, Kaffee und dunkler Schokolade. Am Gaumen modern geprägt: satte Frucht, elegante Länge, finessenreich und vollmundig. Großes Potenzial!


Bolgheri / Toskana

Die Tenuta Argentiera liegt im Süden der Bolgheri DOC an der toskanischen Maremma-Küste – als meeresnächstes und zugleich höchstgelegenes Gut der Appellation (~200 m). Kalk-, Ton- und Schotterböden sowie kühlende Tyrrhenische Meeresbrisen prägen den Stil. In Nachbarschaft zu Größen wie Sassicaia und Ornellaia entsteht hier ein Bolgheri im klassischen Super-Tuscan-Geist.

Assemblage und Ausbau

Bordeaux-Cuvée mit Merlot als Hauptanteil, ergänzt um Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Jede Sorte wird separat im Edelstahl vergoren; die malolaktische Gärung findet im Barrique statt. Anschließend reift der Wein 14–16 Monate in französischen 225-Liter-Barriques (teils neu), gefolgt von einer Flaschenreife. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes, glänzendes Violettrot. In der Nase intensiv: Rote Grütze, schwarze Johannisbeere, Gewürze, Kaffee und dunkle Schokolade. Am Gaumen modern geprägt, mit satter Frucht, samtigen reifen Tanninen, eleganter Länge und vollmundigem Abgang. Großes Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei rund 18 °C servieren und vor dem Genuss dekantieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: Bistecca alla Fiorentina, Lamm, Wild, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Bolgheri DOC Superiore, Toskana (Italien); Tenuta Argentiera
Klassifikation: Bolgheri Superiore DOC – Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon & Cabernet Franc, trocken
Ausbau: 14–16 Monate in französischen Barriques (225 l, teils neu), anschließend Flaschenreife

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Weine

Battenfeld Spanier Blanc de Blancs 2016 Extra Brut BIO

Reiner Chardonnay von den Kalkböden in Hohen-Sülzen: Das ist der Battenfeld-Spanier Blanc de Blancs 2016 Extra Brut. Die Reben wurden 1994 mit Klonen aus der Champagne gepflanzt. Nach der Flaschengärung reift der Sekt acht bis zehn Jahre auf der Hefe – ein Jahrgangssekt mit großer Tiefe.

Im Glas

Im Duft Brioche und ein Hauch Orangenblüte, dazu Nüsse, Quitte und Butterkeks. Im Mund griffig und puristisch, sehr präzise und straff. Grapefruit und Salzzitrone klingen nach, unterlegt von zarten Hefetönen. Die Perlage ist fein und ausdauernd.

Mach was draus

Austern, Sushi, roher Fisch, Geflügel, helles Fleisch oder ein gereifter Hartkäse. Ein großer Sekt für alle, die Champagner lieben. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Wer diesen Blanc de Blancs blind probiert, tippt auf Champagne. Ein Stück deutsche Sektgeschichte.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Die Trauben kommen früh vom Stock, der Most gärt mit wilden Hefen im Tonneau, die zweite Gärung findet in der Flasche statt; acht bis zehn Jahre Hefelager, Handrüttelung und eine minimale Dosage.

Wer steht dahinter? Hans-Oliver Spanier, der das Weingut Battenfeld-Spanier in Hohen-Sülzen führt, zusammen mit seiner Frau Carolin Spanier-Gillot. Schon 1993 stellte der Betrieb auf ökologischen Anbau um.

Ist er bio? Ja, Battenfeld-Spanier arbeitet biologisch (DE-ÖKO-006) und biodynamisch.

100 % Chardonnay · Hohen-Sülzen, Rheinhessen · Kalk · Champagner-Klone, gepflanzt 1994 · Jahrgang 2016 · Spontangärung im Tonneau · Flaschengärung · Hefelager 8 bis 10 Jahre · von Hand gerüttelt · Extra Brut · bio, Kontrollstelle DE-ÖKO-006 · Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen · Stand: Oktober 2026

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USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2012

Rotwein · Grenache · Walla Walla Valley · USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2012 ist einer der gefeierten Grenaches Nordamerikas – im Jahrgang 2012 von fast ätherischer Feinheit. Ein reiner, vielschichtiger Wein aus der Lage Armada, der sich im Glas immer weiter öffnet und Schicht um Schicht neue Aromen zeigt.


Armada, Walla Walla Valley

God Only Knows stammt aus der Lage Armada im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben wurden 2001 mit 1.815 Stöcken pro Acre gepflanzt – damals die dichteste Pflanzung der Region – und wurzeln in runden Basaltkieseln. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und hält die Erträge winzig klein.

Rebsorte und Ausbau

Rund 90 % Grenache; die übrigen rund zehn Prozent verrät Christophe Baron nicht – daher der Name „God Only Knows“. Der Wein wird überwiegend mit ganzen Trauben im Beton vergoren und reift anschließend in großen, gebrauchten Fässern aus französischer Eiche, die der reinen Frucht ihren Raum lassen.

Im Glas

Helles, leuchtendes Rubin. In der Nase duftige rote Früchte, Blüten, Kräuter und steinige Noten, die sich mit Luft immer weiter entfalten. Am Gaumen feingliedrig und rein, mit seidiger Textur, lebendiger Frische und langem, salzig-mineralischem Nachhall – ein Grenache von großer Eleganz.

Am Tisch

Jetzt in schöner Reife. Etwas Zeit im Glas oder im Dekanter lohnt sich. Bei 15–17 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Ente, Geflügel und Gerichte mit Pilzen.


Lage: Armada, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Grenache
Jahrgang: 2012
Ausbau: ca. 90 % Grenache; Ganztraube, Beton, große gebrauchte Fässer

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Weine

Tentenublo blanco BIO

Weißwein · Rioja Alavesa · Cayetana · Malvasía · Viura

Cayetana Blanca · Malvasía · Viura Blanco DOCa Rioja (Alavesa) Viñaspre · alte Buschreben Tentenublo (Roberto Oliván) ungarische Eiche · Feinhefe 40 bis 100+ J. alte Reben BIO · 2025

Der Tentenublo Blanco 2025 gehört nicht zu den Weißweinen, wie man sie aus der Rioja erwartet. Die Cuvée aus Cayetana Blanca, Malvasía und Viura stammt von 40 bis über 100 Jahre alten Reben rund um Viñaspre – ein facettenreiches, äußerst spannendes Getränk und ein Genussfeuerwerk für Weißweinliebhaber.


Tentenublo Blanco – weißer Rioja der anderen Art

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Dorf Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Sein Blanco ist eine eigenwillige Interpretation der weißen Rioja-Tradition: Die Trauben stammen aus alten, 40 bis über 100 Jahre alten Weinbergen, die auf fünf Parzellen rund um Viñaspre verstreut liegen.

Erzogen werden diese alten Reben in der klassischen Buschform (Gobelet). Ausgebaut wird der Wein in aller Form natürlich und klassisch – handwerklich, minimalistisch und mit tiefem Respekt vor dem Terroir.

Jahrgang 2025 – Rioja

Die Höhenlagen von Viñaspre mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahren Frische, Salzigkeit und Filigranität – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht. Als junger Jahrgang zeigt sich der Blanco besonders lebendig und zugänglich, mit dem für Tentenublo typischen mineralischen Zug.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cayetana Blanca, Malvasía und Viura, Jahrgang 2025, trocken; von 40 bis über 100 Jahre alten Buschreben auf fünf Parzellen.

Die Trauben werden mittels einer kleinen vertikalen Handpresse manuell zerdrückt. Anschließend gelangt der Wein in 500 Liter große Fässer aus ungarischer Eiche, um dort von wilden Hefen spontan vergoren zu werden. Danach bleibt der Blanco über fünf Monate in 300-Liter-Barriquefässern auf der Feinhefe. Diese natürliche, klassische Machart verleiht dem Wein seine Tiefe und filigrane Textur.

Im Glas

Das Resultat ist ein facettenreiches, äußerst spannendes Getränk. Duft nach Flieder, Honig, vielen Blüten und ein wenig Vanille. Im Geschmack reife Aprikosen, viel Salz und Zitrusfrüchte. Elegant, anhaltend und für einen weißen Rioja immens filigran mit zartem Nachhall. Ein Genussfeuerwerk für Weißweinliebhaber, das sich mit Luftkontakt immer besser entwickelt.

Flieder, Honig, Blüten und ein wenig Vanille, dazu reife Aprikose, viel Salz und Zitrus – elegant, anhaltend und für einen weißen Rioja immens filigran.

Entwickelt sich mit Luftkontakt immer besser – ruhig Zeit im Glas geben oder dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Reis- und Gemüsegerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: fünf Parzellen rund um Viñaspre, Rioja Alavesa (Spanien); 40 bis über 100 Jahre alte Reben in klassischer Buscherziehung
Klassifikation: DOCa Rioja; Cuvée aus Cayetana Blanca, Malvasía und Viura (trocken)
Ausbau: manuelle vertikale Handpresse, Spontangärung in 500-l-Fässern aus ungarischer Eiche, danach ~5 Monate auf der Feinhefe im 300-l-Barrique; biologisch (ES-ECO-026-VAS)

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Rebsorten

Keller Riesling von der Fels 2024

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen von der Fels Kalkstein / Grosse Lagen trocken 2024

Der Keller Riesling von der Fels 2024 ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein Riesling schmecken kann – und eigentlich auch schmecken sollte. Hier trifft Frische auf Rasse, Kraft auf Mineralität und feinste Spannung.


Von der Fels – Kalkstein aus den Grossen Lagen

Das Weingut Keller in Flörsheim-Dalsheim zählt unter Klaus-Peter Keller zu den weltweit gefeierten Adressen für trockenen Riesling – akribische Weinbergsarbeit, niedrige Erträge, Spontanvergärung und langes Hefelager sind die Grundlagen dieser Spitzenqualität.

Für den „von der Fels" – zu Deutsch „vom Fels" – verwendet Keller die jüngeren Reben (im Schnitt 20–25 Jahre) seiner besten Kalkstein-Parzellen, die allesamt als Grosse Lagen klassifiziert sind, allen voran rund um den Dalsheimer Hubacker. Diese Reben bilden gleichsam die Vorstufe zu den Großen Gewächsen eines jeden Jahrgangs. Die Parzellen bestehen aus Tonböden auf Kalkstein – die Quelle der salzigen Frische und mineralischen Spannung des Weins.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war ein kühlerer, klassischer Jahrgang, der Rieslinge von großer Frische und Präzision hervorbrachte. Auf den Kalkstein-Parzellen ergibt das einen besonders rassigen, mineralischen Wein mit lebendiger Säure und klarer Frucht – Spannung und Eleganz statt Opulenz.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Handlese, Ganztraubenpressung nach kurzer Maischestandzeit von einigen Stunden, anschließend Spontangärung mit eigenen Hefen – überwiegend im Holzfass (Fuder), zu kleinen Teilen im Edelstahl. Reife auf der Vollhefe, gefolgt von einer leichten Filtration vor der Füllung.

Im Glas

Ein nobles Bukett von Weinbergspfirsich, Quitte, Marille und reifem Apfel, dazu Wildkräuter, Zitronengras und ein Hauch Minze. Am Gaumen rassig und mit viel Substanz: Die Länge ist frappierend, die Säure wirbelt wie ein Sturm durch den Mund, und die Frucht bleibt stets präsent – getragen von einer herrlich erfrischenden, verführerischen Kalkstein-Mineralität.

Ein Musterbeispiel dafür, wie ein Riesling schmecken kann – und schmecken sollte.

Schon jung ein Genuss („der liebste Zechwein" des Winzers), zugleich über viele Jahre lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu Spargel sowie zu mild-würziger asiatischer Küche.


Lage: Rheinhessen, Flörsheim-Dalsheim; jüngere Reben der besten Kalkstein-Parzellen (Grosse Lagen, u. a. Dalsheimer Hubacker), Tonböden auf Kalkstein
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling trocken (Gutswein-Stufe aus Grosse-Lagen-Parzellen)
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung überwiegend im Fuder, Reife auf der Vollhefe, leichte Filtration

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Länder/Regionen

Dietrich C. & Co.

Rotwein · Pfalz · Cuvée

Cabernet Dorsa · Merlot · Pinot Noir Pfalz Großkarlbach trocken

Dietrich C. & Co. ist eine trockene Rotwein-Cuvée aus Cabernet Dorsa, Merlot und Pinot Noir vom Weinhof Dietrich in Großkarlbach, Pfalz. Drei Sorten mit klar verteilten Rollen: Farbe und Würze, reife Frucht, Feinheit. Dichter Farbmantel, schwarze Johannisbeere, Veilchen und Pflaume, am Gaumen vollfruchtig und dabei elegant.


Großkarlbach – am Haardtrand der Nordpfalz

Der Weinhof Dietrich liegt in der historischen Weinbaugemeinde Großkarlbach im Norden der Pfalz, mit Blick auf den Haardtrand. Die 25 Hektar Rebfläche verteilen sich auf Lagen in Großkarlbach, Laumersheim, Weisenheim am Sand und Kirchheim. Der Haardtrand schirmt das Gebiet nach Westen gegen Wind und Regen ab. Mit über 1.800 Sonnenstunden im Jahr gedeihen hier Zypressen, Mandelbäume und Feigen – ein Klima, in dem auch spät reifende Rotweinsorten wie Merlot sicher ausreifen.

Die Familie baut seit rund 400 Jahren Wein an. Heute führen die Brüder Arnd und Gerrit Dietrich das Gut, ein Jurist und ein Weinbauingenieur, der Erfahrung in Südafrika und Kalifornien gesammelt hat. Rotwein hat im Haus Tradition: Die Merlot-Anlagen der Dietrichs zählen zu den ältesten Deutschlands.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Dorsa, Merlot und Pinot Noir. Cabernet Dorsa ist eine Weinsberger Neuzüchtung aus Blaufränkisch und Dornfelder (Kreuzung 1971, zugelassen 2003). Sie bringt tiefe Farbe, Struktur und dunkle Würze, reift auch in deutschen Lagen zuverlässig und erreicht höhere Mostgewichte als Dornfelder oder Spätburgunder. Merlot aus den alten Anlagen des Guts liefert Schmelz und reife Pflaumenfrucht, Pinot Noir gibt der Cuvée Feinheit und Zug.

Der Ausbau stellt die Frucht in den Vordergrund. Der Wein ist trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes, tiefes Rot. In der Nase schwarze Johannisbeere, Veilchen, reife Pflaume und dunkle Würze. Am Gaumen vollfruchtig, mit feinen Tanninen und saftiger Struktur, im Abgang mit Schmelz und guter Länge.

Cabernet Dorsa für Farbe und Würze, Merlot für Schmelz, Pinot Noir für Feinheit: Pfälzer Rotwein mit klarer Arbeitsteilung.

Jung zugänglich. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, Wild, Pasta mit kräftigen Saucen und mittelreifer Käse.


Produzent Weinhof Dietrich, Großkarlbach
Rebsorte Cabernet Dorsa, Merlot, Pinot Noir
Lage Großkarlbach, Laumersheim, Weisenheim am Sand, Kirchheim · Pfalz · Haardtrand
Klassifikation Pfalz · trocken
Ausbau fruchtbetont

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Rebsorten

Dietrich Merlot

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Merlot zeigt eine kirschrote Farbe mit rubinroten Reflexen und ein delikates Duftspiel von dunklen Beeren und Zedernholz. Komplexes Aroma mit Frucht und feiner Würze, gut strukturiert, mit reifen, geschmeidigen Tanninen – elegant und lang im Abgang.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich liegt in der Pfalz, deren fast mediterranes Klima mit über 1.800 Sonnenstunden im Jahr ideale Bedingungen für reife Rotweine bietet. Die Trauben stammen vom wahrscheinlich ältesten Merlot-Weinberg Deutschlands – ein besonderes Stück deutscher Rotweingeschichte.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Merlot. Der Wein reift mindestens ein Jahr im Doppelstück-Holzfass aus Pfälzer Eiche (vom Johanniskreuz), was ihm Struktur, feine Würze und geschmeidige Tannine verleiht, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Kirschrot mit rubinroten Reflexen. In der Nase dunkle Beeren und Zedernholz. Am Gaumen komplex und gut strukturiert, mit reifer Frucht, feiner Würze und reifen, geschmeidigen Tanninen; eleganter, langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein eleganter Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Merlot, trocken
Ausbau: mind. 1 Jahr im Doppelstück-Holzfass aus Pfälzer Eiche (Johanniskreuz)

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