Pavillon Rouge du Château Margaux – Margaux – Bordeaux – Frankreich

Eigentlich darf man Weine wie den 2011 Pavillon Rouge so jung nicht wirklich öffnen. Die Bezeichnung Kindermord ist zwar in jeder Weise ziemlich irreführend und zudem strafbar, aber sie trifft hier leider dennoch zu. Sehr verschlossen zeigt sich der Wein im Bukett und Geschmack. Die Aromatik des Barriquefasses liegt wie ein Brett über der vorhandenen, aber leider versteckten Frucht. Viel Kokosnuss, ein wenig Tabak, schwarze Johannisbeeren und ein Gürtel voller Gerbstoffe drum herum. Mittellanger Abgang und mit noch mehr Luft verschliesst sich dieser Wein leider immer weiter …

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Weine

Weingut Andres Ruppertsberger Reiterpfad Riesling 2023 BIO

Weißwein · Ruppertsberg (Pfalz) · Riesling

Riesling Ruppertsberger Reiterpfad (Einzellage) Ruppertsberg · Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres Buntsandstein mit Kalkadern trocken · 30 hl/ha ~1 Jahr Vollhefe · großes Holzfass BIO · 2023

Der Weingut Andres Ruppertsberger Reiterpfad Riesling 2023 ist ein eleganter Lagen-Riesling von einem leicht erhöhten Plateau mit Buntsandsteinböden, die von feinen Kalkadern durchzogen sind. Ein charakterstarker Pfälzer mit klarer Handschrift – Würze, präzise Salzigkeit und Tiefe.


Ruppertsberger Reiterpfad – Riesling am Waldrand

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Ruppertsberger Reiterpfad liegt am Rand des Pfälzerwalds und zählt mit seiner südöstlichen Ausrichtung und seinem warm-trockenen Mikroklima zu den besten Weinbergen der Mittelhaardt.

Die Böden bestehen aus lehmigem Sand und Buntsandsteinverwitterung mit stellenweise steinigem Untergrund – ideale Bedingungen für tief wurzelnde Reben. Der Riesling von Andres wächst auf einem leicht erhöhten Plateau mit Buntsandsteinböden, die von feinen Kalkadern durchzogen sind; dieses Terroir verleiht dem Wein eine charaktervolle Würze und präzise Salzigkeit. Der Name „Reiterpfad" geht auf einen historischen Weg zurück, der in römischer Zeit als militärische Route genutzt wurde – heute steht er sinnbildlich für ausdrucksstarke, langlebige Weine mit Herkunft und Tiefe.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Das warm-trockene Mikroklima des Reiterpfads am Waldrand und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und Präzision – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Einzellage Ruppertsberger Reiterpfad, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Buntsandstein mit feinen Kalkadern, Ertrag nur 30 hl/ha.

Der Wein wird mit natürlichen Hefen vergoren und rund ein Jahr auf der Vollhefe im großen Holzfass ausgebaut. Diese schonende Machart schenkt ihm Tiefe, Struktur und Finesse, ohne die kühle Herkunftsprägung zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein Riesling von charaktervoller Eleganz: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu eine kühle Kräuterwürze und feine Mineralität aus Buntsandstein und Kalkadern. Am Gaumen präzise und gut balanciert, mit spürbarer Struktur, lebendiger, gut eingebundener Säure und einer salzigen Frische, die in einen langen, würzig-mineralischen Nachhall mündet.

Reife gelbe Frucht und Steinobst über kühler Kräuterwürze und feiner Mineralität – präzise, balanciert und würzig, mit salziger Frische und langem Nachhall.

Ein ausdrucksstarker, langlebiger Lagen-Riesling; gewinnt mit den Jahren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Ruppertsberger Reiterpfad, Ruppertsberg, Pfalz (Mittelhaardt); Waldrandlage, südöstliche Ausrichtung, ~120–175 m; leicht erhöhtes Plateau, Buntsandstein mit feinen Kalkadern
Klassifikation: Lagen-Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling; 30 hl/ha
Ausbau: Vergärung mit natürlichen Hefen, ~1 Jahr auf der Vollhefe im großen Holzfass; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Weine

Avan 2023

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo (Tinta del País) Ribera del Duero Avan ~900 m Höhe Juan Manuel Burgos 12 Monate franz. Eiche 2023

Der Avan 2023 von Juan Manuel Burgos ist ein vielschichtiger Tempranillo mit intensiv-roten Beerenfruchtaromen – jugendlich frisch und fruchtbetont, zugleich von subtiler Eleganz und Feinheit. Einer der besten Tempranillos der Ribera del Duero.


Juan Manuel Burgos – Avan aus Fuentelcésped

Bodegas y Viñedos Juan Manuel Burgos liegt in Fuentelcésped in der Ribera del Duero. „Juanma" verkörpert den typischen Geist der Region und verbindet ihn mit moderner Innovation – im Weinberg konsequent traditionell, im Keller mit nur minimalem Schwefeleinsatz.

Der Avan ist die mittlere Stufe des Projekts und gleichsam dessen Visitenkarte: ein reinsortiger Tempranillo (Tinta del País) aus hochgelegenen Weinbergen auf rund 900 Metern, auf kalkhaltigen Böden mit Sand und Ton. Die großen Tag-Nacht-Kontraste sorgen für eine langsame Reife – die Grundlage für Frische, Tiefe und Energie.

Jahrgang 2023 – Ribera del Duero

Der Jahrgang 2023 zeigt den Avan jugendlich frisch und fruchtbetont, mit intensiv-roter Beerenfrucht und feiner Struktur. Die Höhenlage gibt dem Wein seine straffe Spannung – kraftvolle Frucht trifft auf subtile Eleganz.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (Tinta del País) aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Reife über 12 Monate in Barriques aus französischer Eiche. Der Holzeinsatz dient der feinen Strukturierung, ohne die intensive Frucht zu überlagern.

Im Glas

Vielschichtig, mit intensiv-roten Beerenfruchtaromen. Neben seiner jugendlichen Frische und seiner Fruchtfülle besticht der Avan durch subtile Eleganz und Feinheit – ein Wein, der Kraft und Finesse in seltener Balance vereint.

Jugendliche Frische, Fruchtfülle und subtile Eleganz – einer der besten Tempranillos der Ribera del Duero.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Reisgerichten sowie zu mittelreifem bis gereiftem Käse.


Lage: Ribera del Duero, Fuentelcésped (Spanien); hochgelegene Weinberge ~900 m, kalkhaltige Böden mit Sand und Ton
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Tempranillo (Tinta del País), trocken
Ausbau: 12 Monate französische Eiche

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Weine

Christian Ottenbreit Grauburgunder O wie schön ist Franken

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Grauer Burgunder Qualitätswein Obernbreit · Franken trocken · Barrique

Der Grauburgunder „O wie schön ist Franken" ist der barriquegereifte Grauburgunder von Christian Ottenbreit aus Obernbreit in Franken. Der Jahrgang 2024 zeigt einen eher kühlen, fein würzigen Duft mit leicht rauchigen Anklängen, nussigen Nuancen und kräuteriger Aromatik. Trocken ausgebaut, mit gelbem Kernobst und reifem Steinobst im Vordergrund. Ein Grauer Burgunder mit deutlicher Struktur, stilistisch näher am Burgund als am gängigen Typ.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, geprägt von Muschelkalk- und Keuperböden. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett.

Assemblage und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Grauem Burgunder (Pinot Gris). Der Ausbau erfolgt im Barrique mit dezentem Holzeinsatz, der dem Wein eine leichte phenolische Struktur und Griff verleiht. Geschmacklich ist er trocken – Restzucker 3,0 g/l, Gesamtsäure 6,7 g/l.

Im Glas

In der Nase kühl und fein würzig, mit leicht rauchigen Anklängen, nussigen Nuancen und kräuteriger Aromatik. Gelbes Kernobst und reifes Steinobst stehen im Vordergrund, dazu ein Hauch Wurzelgemüse und roter Beeren. Am Gaumen klar und saftig, die Frucht wirkt nicht ganz trocken und wird von einem feinen Anklang an Nussbutter untermalt. Die pikante Säure sorgt für Frische und Spannung, Fenchel, Apfel, Birne und zitrische Noten ziehen sich durch das Geschmacksbild, dezenter Holzeinsatz bleibt im Hintergrund.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Käse, weißes und rotes Fleisch. Die phenolische Struktur und der dezente Holzeinsatz tragen auch kräftigere Gerichte. Trinkreif ab sofort, mit Reifepotenzial bis etwa 2028. Ein kurzes Dekantieren öffnet den Wein zusätzlich. Serviertemperatur rund 10–12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Qualitätswein

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Spanien

Tentenublo Los Corrillos blanco Rioja 2020

Orange-/Weißwein · Rioja Alavesa · Jaén Blanca (Calagraño)

Jaén Blanca · Viura · Malvasía Los Corrillos · Orange-Wein Maischevergärung DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltige Höhenböden · 70–100 J. Reben 9 Monate Vollhefe · unfiltriert nur 930 Flaschen · 2020

Der Tentenublo Los Corrillos blanco 2020 ist quasi ein Orange-Wein – ein Weißwein, der auf den Schalen vergoren wird. Die Hauptrolle spielt die Rebsorte Jaén Blanca (Calagraño), ergänzt durch ein wenig Viura und Malvasía. Ein „Querdenker" unter den Rioja-Weißweinen: karg, mineralisch und kompromisslos eigenständig.


Los Corrillos – der Querdenker aus Viñaspre

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Der Los Corrillos ist sein Orange-Wein: eine schalenvergorene weiße Cuvée, geführt von der seltenen Jaén Blanca (Calagraño), ergänzt durch Viura und Malvasía.

Gewonnen werden die Trauben auf den Höhenlagen der Weinfelder Pieza Naya, El Pino, La Quemada und La Balsa aus 70 bis 100 Jahre alten Reben. So karg wie die kalkhaltigen Böden, auf denen diese Reben wachsen, schmeckt am Ende auch der Wein.

Jahrgang 2020 – Rioja

2020 war in der Rioja ein Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders frische, ausgewogene Weine hervorbrachte. Die Höhenlagen mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Klarheit und die mineralische Prägung des Kalkbodens – ideale Voraussetzungen für einen strukturierten, langlebigen Maischewein.

Herstellung und Ausbau

Schalenvergorene weiße Cuvée, geführt von Jaén Blanca (Calagraño) mit Viura und Malvasía, Jahrgang 2020, trocken; von 70 bis 100 Jahre alten Reben.

Nach der manuellen Ernte werden die Trauben komplett auf der Schale mit den weinbergseigenen Hefen offen vergoren. Nach der Fermentation ruht der Wein über weitere neun Monate auf der Vollhefe, bevor er unfiltriert abgefüllt wird. Diese kompromisslos natürliche Machart verleiht dem Wein seine kompakten Gerbstoffe, seine Tiefe und seine Langlebigkeit. Gesamtproduktion: nur 930 Flaschen.

Im Glas

So wie die kalkhaltigen Böden, auf denen die Reben wachsen, schmeckt auch der Wein: karg, leicht abweisend, weißer Tee, Kräuter der Provence, Felsenbirne, unreifer Apfel, nasser Stein, kompakte Gerbstoffe und eine stattliche, changierende Säure sind seine verbindenden Elemente. Lang, voll und dicht der Abgang. Viel Luftkontakt oder ein paar Jahre Kellerruhe tun diesem „Querdenker" unter den Rioja-Weißweinen noch sehr gut.

Karg und leicht abweisend: weißer Tee, Kräuter der Provence, Felsenbirne, unreifer Apfel und nasser Stein, kompakte Gerbstoffe, changierende Säure. Lang, voll und dicht.

Unbedingt viel Luft geben (dekantieren) – oder ein paar Jahre Kellerruhe gönnen. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu würzigen Gemüse- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hart- und Ziegenkäse; dank seiner Gerbstoffe auch zu würziger asiatischer Küche.


Lage: Höhenlagen der Weinfelder Pieza Naya, El Pino, La Quemada und La Balsa, Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltige Böden; 70 bis 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; schalenvergorene weiße Cuvée aus Jaén Blanca (Calagraño), Viura und Malvasía (trocken)
Ausbau: manuelle Ernte, offene Maischevergärung mit weinbergseigenen Hefen, ~9 Monate auf der Vollhefe, unfiltriert; 930 Flaschen

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Weine

Frank John Pinot Noir Kalkstein 2020 BIO

Rotwein · Pinot Noir · Pfalz · Deutschland

Frank John Pinot Noir Kalkstein ist ein biodynamischer Spätburgunder aus der Pfalz. Das Traubenmaterial stammt ausschließlich von Lagen mit hohem Kalkanteil; Maischegärung, bis zu zwei Jahre Fassreife und unfiltrierte Füllung ergeben einen klaren, würzigen und facettenreichen Pinot mit Tiefe.


Kalkstein

Frank John – Das Hirschhorner Weinkontor in Neustadt-Königsbach (Pfalz) arbeitet biodynamisch (Demeter, Kontrollstelle DE-ÖKO-003). Das Traubenmaterial für den Pinot Noir wächst ausschließlich auf Pfälzer Lagen mit hohem Kalkanteil – der Kalkboden gibt dem Wein Finesse, Würze und Tiefe.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir (Spätburgunder). Die Trauben werden in traditioneller Art auf der Maische vergoren, anschließend folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift bis zu zwei Jahre in 225- und 500-l-Fässern und wird erst dann unfiltriert abgefüllt.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase rote Frucht – Kirsche, Himbeere –, dazu feine Würze und erdig-mineralische Noten vom Kalkboden. Am Gaumen klar und facettenreich, mit seidiger Textur, feinkörnigen Tanninen und Tiefe. Langer, würziger Abgang mit Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei 14–16 °C servieren; etwas Luft tut ihm gut. Ein eleganter Speisenbegleiter mit Reifepotenzial.

Klassische Begleitung: Wild, Ente, Lamm, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Kalkstein-Lagen
Klassifikation: Pinot Noir / Spätburgunder – Rotwein (trocken), biodynamisch (Demeter)
Ausbau: Maischegärung, biologischer Säureabbau; bis zu zwei Jahre in 225- und 500-l-Fässern, unfiltriert

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Spanien

Zarate El Palomar Albarino 2022

Weißwein · Rías Baixas · Albariño

100 % Albariño Rías Baixas · Val do Salnés Einzellage El Palomar Zárate Granit · wurzelechte Reben > 100 J. 2.200-l-Fuder · langes Hefelager nur 0,50 ha · ~38 hl/ha 2022

Der Zárate El Palomar Albariño 2022 stammt aus einer der ältesten dokumentierten Weinlagen ganz Rías Baixas' – ein gerade einmal 0,50 Hektar großer Wingert mit über 100-jährigen, wurzelechten Albariño-Reben. Ohne Frage einer der besten und lagerfähigsten Albariños überhaupt: reich an grünen Aromen, spannungsgeladen, frisch und vielschichtig.


El Palomar – die älteste Albariño-Lage der Rías Baixas

Bodegas Zárate im Val do Salnés, der Wiege des Albariño, blickt auf eine Geschichte bis 1707 zurück. In siebter Generation führt Eulogio Pomares das Gut – ein kompromissloser Verfechter herkunftsgenauer, lagerfähiger Albariños, der von Hand arbeitet, mit Kompost und ohne Herbizide, und neue Reben ausschließlich per Massselektion aus den ältesten Stöcken zieht.

Die Einzellage El Palomar ist ein gerade einmal 0,50 Hektar großer Wingert mit Albariño-Rebstöcken, die weit über 100 Jahre alt sind – eine der ältesten dokumentierten Weinlagen ganz Rías Baixas'. Der Boden ist granitisch und flach; die Wurzeln der wurzelechten Reben dringen tief in das massive Felsgestein ein, um ihre Nahrung zu sichern, was dem Wein seinen besonderen mineralischen Charakter verleiht. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei niedrigen 38 hl/ha.

Jahrgang 2022 – Rías Baixas

2022 war im Val do Salnés ein warmer, trockener Jahrgang, der besonders konzentrierte, vollmundige Albariños hervorbrachte. In der alten Granitlage El Palomar ergibt das einen dichten, kraftvollen und zugleich spannungsgeladenen Wein mit festem Kern, mineralischer Tiefe und großem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Albariño aus dem Jahrgang 2022, Rías Baixas, trocken.

Die Weinlese erfolgt manuell mit Selektion bereits im Weinberg. Die Trauben werden entrappt und einem langen, sanften Pressvorgang unterzogen, was einen niedrigen Mostertrag zur Folge hat. Der Most fermentiert in einem 15 Jahre alten, 2.200 Liter fassenden Fuderfass aus französischer Vogesen-Eiche – das führt zu geringer Eichenextraktion, aber zu einer leicht oxidativen Reifung im Kontakt mit dem Hefesatz, ohne Umfüllung bis nach der spontan einsetzenden malolaktischen Gärung. Nach dem ersten Abstich bleibt der Wein drei weitere Monate auf der Feinhefe bis zur Abfüllung.

Im Glas

Ohne Frage einer der besten und lagerfähigsten Weine, die aus der Rebsorte Albariño gewonnen werden: reich an grünen Aromen, spannungsgeladen, frisch und vielschichtig im Mund und lang und zitrusfruchtig im Nachhall. Die alte Granitlage verleiht ihm Dichte, festen Kern und eine salzig-mineralische Tiefe, die mit Flaschenreife weiter gewinnt.

Reich an grünen Aromen, spannungsgeladen, frisch und vielschichtig – lang und zitrusfruchtig im Nachhall.

Schon jetzt faszinierend, mit großem Reifepotenzial; profitiert von Luft und einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten (besonders Austern, Muscheln, Krustentiere), zu gegrilltem Fisch sowie zu Geflügel und Kalb in heller Sauce.


Lage: Rías Baixas, Val do Salnés, Einzellage El Palomar (Meaño, Galicien, Spanien); flacher Granitboden, ~0,50 ha; wurzelechte Reben > 100 Jahre; ~38 hl/ha
Klassifikation: Rías Baixas, 100 % Albariño (trocken); rare Einzellagen-Abfüllung
Ausbau: Handlese mit Selektion, Entrappung, lange sanfte Pressung; Gärung/Reife im 15 J. alten 2.200-l-Fuder (franz. Vogesen-Eiche), spontane Malo, langes Feinhefelager, erst spät abgestochen

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Spanien

Equipo Navazos Manzanilla Pasada Bota 59

Likörwein · Manzanilla Pasada Sherry · Sanlúcar de Barrameda · Spanien

Equipo Navazos La Bota de Manzanilla Pasada 59 „Capataz Rivas" ist eine echte Manzanilla Pasada aus Sanlúcar de Barrameda. Eine nummerierte Auswahl aus der La-Guita-Solera, deren „Umwandlung" in einen Amontillado bewusst hinausgezögert wurde – komplex, ausdrucksstark, mit leicht oxidativen, aber frischen Aromen. 3.500 Flaschen.


Sanlúcar de Barrameda / La Guita

Equipo Navazos wählt herausragende Sherry-Fässer aus und füllt sie nummeriert ab. Dieser Wein stammt aus einer kleinen 15-Fässer-Solera der Bodega La Guita (Hijos de Rainera Pérez Marín) in Sanlúcar de Barrameda, die Capataz Rafael Rivas 1986 aus den feinsten alten Manzanillas anlegte. Reinsortig aus Palomino.

Bereitung und Reifung

Eine Manzanilla Pasada: lange biologisch unter Flor gereift, bis die Florschicht schwächer wird und eine sanfte Oxidation einsetzt. Um den Wein im Manzanilla-Charakter zu halten und die Fino-Noten zu intensivieren, statt ihn in einen Amontillado übergehen zu lassen, wurde er mit bestem Wein aus der La-Guita-Solera aufgefrischt. Durchschnittsalter rund 15 Jahre. Saca Juni 2015, 3.500 Flaschen. Trocken, leicht aufgespritet.

Im Glas

Goldgelb bis kupfrig, kristallklar. In der Nase komplex und tief: geröstete Nüsse, getrocknete Aprikose, Brotteig und Hefe, altes poliertes Holz und Orangenschale, dazu salzig-maritime Würze. Am Gaumen geschmeidig und ausdrucksstark, mit balancierter Frische, leicht oxidativer Eleganz und kräftiger Salzigkeit. Langer, würzig-rauchiger Abgang.

Am Tisch

Bei rund 12 °C in mäßig großem Glas servieren – enorm vielseitig am Tisch.

Passt zu: kräftigen Fischgerichten, Reisgerichten mit Fisch, Charcuterie, Rührei mit Steinpilzen, cremigem Schafskäse und würziger asiatischer Küche.


Lage: Sanlúcar de Barrameda, Jerez (Spanien); Bodega La Guita (Hijos de Rainera Pérez Marín)
Klassifikation: Manzanilla Pasada (Sherry), trocken – 100 % Palomino; Auswahl & Abfüllung Equipo Navazos „La Bota 59 – Capataz Rivas"
Ausbau: ~15 Jahre, biologische Reifung unter Flor mit beginnender Oxidation (15-Fässer-Solera); Saca Juni 2015, 3.500 Flaschen

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Frankreich

Groffier Chambolle Musigny Hauts Doix 1er Cru 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Hauts Doix 2019

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Hauts Doix 1er Cru 2019 stammt von alten Reben direkt neben der legendären Lage Les Amoureuses – der „kleine Bruder" der Amoureuses, parfümiert und fein, mit der reifen Frucht des Jahrgangs 2019.


Les Hauts Doix – die Lage

Les Hauts Doix liegt im südöstlichen Teil von Chambolle-Musigny, unmittelbar an der Grenze zur berühmten Lage Les Amoureuses, entlang der Straße zwischen Chambolle und Vougeot. Die ostexponierte Parzelle gilt als eine der feinsten Premier-Cru-Lagen des Dorfes.

Die Reben wurzeln auf flachgründigen, kalkgeprägten Böden, die direkt auf dem Muttergestein aufliegen; der hohe Anteil an Steinen und Kies macht sie karg und stark drainierend – ideal für niedrige Erträge und konzentrierte Trauben. Groffiers Reben hier sind rund 70 bis 80 Jahre alt.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war in der Côte de Nuits ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen und hoher Konzentration.

Trotz der Reife blieb eine bemerkenswerte Frische erhalten – die Weine zeigen dichte, reife Frucht, feines Tannin und gutes Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.

Vor der Gärung rund eine Woche kalt mazeriert, vergoren mit 50 % Ganztrauben, ausgebaut in französischen Barriques. Ganztrauben- und Neuholzanteil werden bei Groffier jahrgangsweise angepasst – die Stilistik zielt auf Konzentration aus der Traube, nicht aus dem Keller.

Im Glas

Helles, leuchtendes Purpur. Eine kraftvolle, sehr parfümierte Nase mit Iris und Waldboden über dunkler Beerenfrucht und dunkler Himbeere. Am Gaumen mittelgewichtig, spannungsreich und präzise, mit feinkörnigem Tannin und einem frischen, mineralischen Finale; junge, noch leicht kompakte Struktur.

Parfümiert, fein und spannungsreich – ein eleganter Chambolle neben Les Amoureuses, gebaut für die lange Reife.

Jung noch verschlossen: braucht drei bis vier Jahre Flaschenreife, profitiert von Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Reh, Taube, Ente und Geflügel, zu Gerichten mit Pilzen oder Trüffel sowie zu gereiftem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für festliche Küche.


Lage: Chambolle-Musigny 1er Cru Les Hauts Doix, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); flachgründige kalkig-steinige Böden, alte Reben (~70–80 J.), an Les Amoureuses
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC (Les Hauts Doix), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 50 % Ganztrauben; französische Barriques

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