So wie einem Schäfer im 15. Jahrhundert die Jungfrau Maria auf einem Hagedornstrauch erschienen sein muss und aus diesem Grund die Basilika von Arantzazu auf einem Felsvorsprung inmitten des Naturschutzgebietes Aizkorri-Aratz erbaut wurde, so erscheint einem kurz vor diesem avantgardistischem Kunstkomplex, welches ab Mitte des 20. Jahrhunderts von so bekannten zeitgenössischen Künstlern wie Eduardo Chillida, Jorge Oteiza, Lucio Munoz und Nestor Basterretxea veredelt wurde, das Lokal von Alberto Elorza.
Das Amuse Bouche zeigt schon an, wo hier die Reise hingeht: eine konzentriere Gemüsesuppe und ein Löffel mit Meeresfrüchten von allerfeinster Güte, voller Kraft und natürlichen Aromen wie sie nur aus frischesten Zutaten gewonnen werden kann, demonstrieren großes Können und die Liebe zum Produkt. Die Meeresfrüchte Ravioli begeistern durch Frische und die dazugehörige Safransoße belegt ein gutes Händchen bei der Aromenbildung. Die hausgemachte Gänseleber gehört sicherlich nicht zu der elegantesten ihrer Art, aber gehört geschmacklich zu den „ursprünglichsten“ Lebern, die man landauf und landab finden kann.
Man isst hier so viel, weil alles so gut und lecker schmeckt, so wie früher, als die Großmutter noch am Herd wirbelte und ihre „warmen“ hausgemachten Speisen kochte. Sollte es dieses Restaurant einmal aus irgend einem Grund nicht mehr geben, müsste die nächste Basilika hier errichtet werden.

Gemüsesuppe mit Meeresfrüchtelöffel.
Frische Ravioli mit Langostinos unter Safransauce.
Im eigenen Sud gedünstetes Gemüse mit Landspiegelei und Iberico.
Baskisches Küchlein unter Idiazabal Käseeis.
Dreierlei Schokoladen Texturen.
Arantzazu Auzoa, s/n
Oñati
Spanien
Telefon: 0034 943 78 13 06
www.zelaizabal.com


