2014 weniger Wein in Europa

Die europäische Weinmosternte des Jahrgangs 2014 wird mit einem voraussichtlichen Gesamtvolumen von etwa 157,7 Mio. Hektolitern um etwa zehn Prozent kleiner ausfallen, als im Vorjahr und um sechs Prozent niedriger als der fünfjährige Durchschnitt.

Dies teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) auf der Basis der aktuellsten Ernteschätzung mit, die von COPA COGECA, der Dachorganisation der Interessenvertretungen der europäischen Weinerzeuger, erhoben wurde. Mengeneinbußen im zweistelligen Prozentbereich mussten insbesondere viele südeuropäische Weinbauländer hinnehmen, die auf ungewöhnliche Witterungsverhältnisse dieses Jahres zurückzuführen sind.

Allein Spanien und Italien erwarten für dieses Jahr ein Minus von rund 15 Mio. Hektolitern. In Frankreich rechnet man mit einem Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr, was 45 Mio. Hektolitern Weinmost und somit der größten diesjährigen Erntemenge in Europa entspricht. Die deutschen Erzeuger haben mit voraussichtlich 9,4 Mio. Hektolitern vom aktuellen Weinjahrgang eine Million Hektoliter mehr eingelagert, als vom mengenmäßig unterdurchschnittlichen 2013er. Deutschland ist nach Frankreich, Italien und Spanien der viertgrößte europäische Weinerzeuger, gefolgt von Portugal und Rumänien. Die finalen Ernteergebnisse der Weinbau treibenden Mitgliedsstaaten Europas werden zwar erst in einigen Monaten vorliegen, grundlegende Änderungen zur vorliegenden Mengenprognose sind jedoch nicht mehr zu erwarten. Quelle: Deutsche Weininstitut.

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Spanien

Envinate Doad VdM Ribeira Sacra tinto 2024

Rotwein · Ribeira Sacra · Mencía

Mencía Ribeira Sacra · Doad (Amandi) Envínate Schieferböden gebrauchte Barriques 2024

Der Envínate Doad 2024 ist – im Vergleich zu den übrigen Envínate-Weinen – ein eher warmer, weicher Mencía-Typ aus der Ribeira Sacra. Mit typischen Gewürznoten, zartem Nerv, runder Säure und feinen, körnigen Gerbstoffen. Ein individueller Rotwein mit elegantem, langem Spiel.


Doad – Ortswein aus dem Herzen der Ribeira Sacra

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez. Das Galicien-Projekt in der Ribeira Sacra führt der gebürtige Galicier Alfonso Torrente: minimal-invasiv, ohne Chemie, Spontangärung mit Wildhefen, Ausbau in gebrauchtem Holz. „Lousas" ist das galicische Wort für die Schieferplatten, die der Region ihre Mineralität und Würze geben.

Doad liegt im Amandi-Bezirk, dem Herzstück der Ribeira Sacra, auf den typischen steilen Schieferterrassen über dem Sil. Der Doad ist ein dorfspezifischer Mencía – und im Envínate-Stil eine eher warme, weiche, zugängliche Interpretation der Sorte.

Jahrgang 2024 – Ribeira Sacra

Das atlantisch geprägte Klima der Ribeira Sacra und die wärmespeichernden Schieferböden bringen 2024 einen Mencía mit reifer, dezenter Frucht, würziger Tiefe und runder, gut eingebundener Säure – elegant und zugänglich, mit Potenzial für etwas Flaschenreife.

Ausbau

Überwiegend Mencía aus Doad, aus dem Jahrgang 2024, Ribeira Sacra, trocken.

Nach Handlese und Selektion der einzelnen Trauben wird der Wein auf dem Weingut über mehrere Monate in kleinen und größeren gebrauchten Barriquefässern ausgebaut – im minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Ein eher warmer, weicher Mencía-Typ: Neben den typischen Gewürznoten, dem zarten Nerv und der runden Säurestruktur begeistert er mit seinen feinen, körnigen Gerbstoffen, seiner dezenten Fruchtigkeit, die an Waldbeeren erinnert, und seinem eleganten, langanhaltenden Spiel. Ein wenig weitere Flaschenreife wird diesem individuellen Rotwein sehr zuträglich sein.

Warm und weich – Gewürz, runde Säure, feine körnige Gerbstoffe und dezente Waldbeerfrucht, elegant und lang.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit etwas Flaschenreife; leicht gekühlt servieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem Schwein und Lamm, zu Geflügel und Ente, zu würzigen Gerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Ribeira Sacra, Doad (Amandi; Galicien, Spanien); steile Schieferterrassen über dem Sil
Klassifikation: Ribeira Sacra, überwiegend Mencía (trocken); dorfspezifischer Wein
Ausbau: Handlese mit Beerenselektion, mehrere Monate in kleinen und größeren gebrauchten Barriques; organischer Anbau

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Paredes 2013

Rotwein · Rioja Alavesa · Garnacha (Single Parcel)

95 % Garnacha · 5 % Tempranillo Escondite del Ardacho · Las Paredes Single Parcel · 0,37 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) eisenhaltiger Lehmkalk · 70+ J. Reben nur 310 Flaschen 2013

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Paredes" 2013 ist eine Single-Parcel-Rarität von nur 0,37 Hektar in der Rioja Alavesa. Aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo von über 70 Jahre alten Reben entsteht ein Wein von kraftvoller Struktur, der entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Château Rayas erinnert – opulent und zugleich von großer Tiefe.


Las Paredes – 0,37 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Das Geheimnis der nur 0,37 Hektar großen Parzelle Las Paredes ist ihr eisenhaltiger Lehmkalkboden. Bestockt ist sie mit 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo, die inzwischen ein Alter von über siebzig Jahren erreicht haben. Ein Wein, der so vollkommen sein Terroir widerspiegelt und alle Facetten der Traube einfängt, hat bisher die Keller der Rioja-Winzer noch nicht verlassen.

Jahrgang 2013 – Rioja

2013 war an der Rioja ein kühler, klassischer Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders frische, fein gezeichnete Weine mit lebendiger Säure hervorbrachte. Mit über einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt sich dieser Las Paredes heute in einer faszinierenden, reifen Phase, in der sich seine Tiefe und sein Schmelz voll entfalten.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo, Jahrgang 2013, trocken; von über 70 Jahre alten Reben aus der Einzelparzelle Las Paredes (0,37 ha).

Der Wein entsteht aus einer einzigen, winzigen Parzelle und wird kompromisslos handwerklich und terroirgetreu vinifiziert – mit gut eingebetteten Gerbstoffen und überragendem Schmelz. Gesamtproduktion: nur 310 Flaschen.

Im Glas

Der Wein hat eine kraftvolle Struktur und erinnert entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Château Rayas. Er ist auf der einen Seite opulent, hat aber auch die Tiefe, gut eingebettete Gerbstoffe und den überragenden Schmelz eines der ganz großen Weine dieser Erde. Nie banal oder aufdringlich, immer fordernd und sich mit jedem Schluck verändernd – das bekannteste Anbaugebiet Spaniens hat doch noch viele Geheimnisse, die sich zu entdecken lohnen.

Kraftvoll und opulent, zugleich tief, mit gut eingebetteten Gerbstoffen und überragendem Schmelz – erinnert entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Rayas. Nie banal, immer fordernd.

Vor dem Genuss dekantieren; ein Wein, der sich mit jedem Schluck verändert. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle Las Paredes (0,37 ha), Rioja Alavesa (Spanien); eisenhaltiger Lehmkalkboden; über 70 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Cuvée aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo (trocken)
Ausbau: handwerkliche, terroirgetreue Vinifikation aus einer einzigen Parzelle; 310 Flaschen

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Schaumweine

Anne Gros La Fun en Bulles Cremant de Bourgogne Blau Brut

Der Anne Gros La Fun en Bulles Crémant de Bourgogne Blau Brut kommt von einer der bekanntesten Domaines in Vosne-Romanée. Die blaue Version setzt auf Pinot Noir: 80 Prozent, dazu 20 Prozent Chardonnay. Klassisch in der Flasche vergoren, mit Brut-Dosage gefüllt.

Im Glas

Hellgolden, mit feinen Perlen. Im Duft und im Mund Zitrus, weiße Früchte und ein Hauch roter Frucht vom Pinot Noir. Frisch und ausgewogen, mit lebendigem Mousseux und trockenem Ende.

Mach was draus

Als Aperitif oder für ein Fest. Dazu passen Austern, Meeresfrüchte, Fisch oder helles Fleisch. Serviere ihn bei 7 bis 9 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Die blaue Fun en Bulles ist mein Favorit für Pinot-Fans. Burgund mit Bläschen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist Crémant de Bourgogne? Ein Schaumwein aus Burgund, gemacht wie Champagner: mit zweiter Gärung in der Flasche und Reife auf der Hefe.

Was unterscheidet Blau und Gold? Die Mischung. Blau hat mehr Pinot Noir, Gold mehr Chardonnay.

Wie trocken ist er? Brut, also trocken. Die Frucht bleibt dabei schön präsent, nichts wirkt streng.

Wer steht dahinter? Die Domaine Anne Gros in Vosne-Romanée, berühmt für Grands Crus wie Richebourg. Heute führen Julie, Paul und Marine das Familiengut.

Pinot Noir 80 %, Chardonnay 20 % · Crémant de Bourgogne AOC · Burgund, Kalkböden · traditionelle Flaschengärung · Hefelager · Brut · Domaine Anne Gros, Vosne-Romanée · Stand: Oktober 2026

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Frankreich

Raquillet Mercurey Les Veleys 1er Cru blanc 2021

Weißwein · Mercurey Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Mercurey · 1er Cru Les Veleys Côte Chalonnaise Reben 55 Jahre · 0,7 ha 2021

Der Mercurey Les Veleys 1er Cru Blanc 2021 von François Raquillet ist ein Chardonnay von einer 0,7 Hektar großen Parzelle mit 55 Jahre alten Reben. Kraft und Eleganz treffen auf frische florale Frucht, mineralische Länge und ein herausragendes Preis-Genuss-Verhältnis – ein noch unentdeckter weißer Burgunder.


Mercurey – Premier Cru der Côte Chalonnaise

Mercurey in der Côte Chalonnaise ist eine von fünf Gemeinde-Appellationen der Region; angebaut werden vor allem Pinot Noir und Chardonnay. Die Appellation (gegründet 1936, inklusive Saint-Martin-sous-Montaigu) umfasst rund 650 Hektar auf vielen kleinen Kalksteinhügeln, davon 32 Hektar als Premier Cru. Historisch zählten die Mercurey-Weine zu den besten und lagerfähigsten der Côte Chalonnaise.

Deutlich wärmer als die nördlichen Burgunder Appellationen, gelingt hier eine zuverlässige Reife. Die Reben für Les Veleys sind rund 55 Jahre alt; François Raquillet zählt zu den führenden Erzeugern von Mercurey.

Jahrgang 2021 – Côte Chalonnaise

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der die Mengen reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure und moderatem Alkohol – passend zur mineralischen, frischen Art dieses Mercurey.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, von rund 55 Jahre alten Reben.

Der Wein reift im Holzfass; der dezente Holzeinsatz gibt feine Vanille- und Toastnoten, ohne Frucht und Mineralität zu überdecken.

Im Glas

Kraft und Eleganz mit frischer, floraler Frucht: weiße Blüten, Vanille und Toast. Am Gaumen geschmeidig, aber komplex, mit Haselnuss und Honig. Der Abgang ist intensiv und frisch, mit mineralischer Länge.

Weiße Blüten, Haselnuss und Honig über geschmeidigem Gaumen – ein Chardonnay mit intensiver, mineralischer Länge.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu milder Weichkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger Begleiter mit gutem Preis-Genuss-Verhältnis.


Lage: Les Veleys (1er Cru), Mercurey (Côte Chalonnaise); Kalksteinhügel; Reben 55 Jahre, 0,7 ha
Klassifikation: Mercurey Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau (dezenter Holzeinsatz)

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Spanien

Bitacora Rueda Verdejo

Weißwein · Rueda · Spanien

Der Cuatro Rayas Bitácora Rueda Verdejo ist ein frischer, reinsortiger Verdejo aus der D.O. Rueda in Kastilien-León. Erzeugt wird er von Cuatro Rayas, einer traditionsreichen Genossenschaft aus La Seca im Herzen des Rueda-Gebiets. Im Bukett intensiv-fruchtig nach Stachelbeere, Kiwi und Zitrus, dazu florale Aromen mit leicht herben Nuancen. Am Gaumen sehr saftig.


D.O. Rueda – Kastilien-León

Die D.O. Rueda liegt auf der Hochebene Kastilien-Leóns, südlich des Duero, auf rund 700 bis 800 Metern Höhe. Steinige, kiesige Böden sowie heiße Tage und kühle Nächte prägen die frische, aromatische Stilistik des Verdejo – der Leitsorte der Region. Cuatro Rayas hat seinen Sitz in La Seca, einer der Kerngemeinden Ruedas.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Verdejo. Gelesen wird kühl, häufig in den Nachtstunden, um die Aromatik zu erhalten. Die Vergärung erfolgt bei kontrollierter Temperatur im Edelstahltank, der die frische Frucht bewahrt. Enthält Sulfite.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensiv-fruchtig nach Stachelbeere, Kiwi und Zitrus, ergänzt um florale Noten und eine leicht herbe Nuance. Am Gaumen sehr saftig und frisch, mit klarer Frucht. Der Abgang bleibt animierend und trocken.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und Ziegenkäse. Auch als Aperitif oder zu hellem Geflügel und Gemüse. Serviertemperatur 8–10 °C.


Lage La Seca, D.O. Rueda (Kastilien-León, Spanien), steinig-kiesige Böden, 700–800 m
Klassifikation D.O. Rueda (Verdejo)
Ausbau Reinsortiger Verdejo, kühle (Nacht-)Lese, Vergärung im Edelstahltank

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Länder/Regionen

Le Moine Echezeaux Grand Cru 2021

Rotwein · Echézeaux Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Echézeaux Grand Cru Côte de Nuits · Flagey-Échézeaux Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Echézeaux Grand Cru 2021 ist ein floral-eleganter Pinot Noir aus der Côte de Nuits – luftig, rein und vielschichtig, mit würziger Breite über sehr frischer roter Frucht. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Echézeaux – Grand Cru oberhalb des Clos de Vougeot

Echézeaux ist ein Grand-Cru-Weinberg an den Hängen oberhalb des Clos de Vougeot, in der Gemeinde Flagey-Échézeaux nördlich von Vosne-Romanée. Mit über 37 Hektar ist das fragmentierte Climat deutlich größer als die meisten Grands Crus und in elf Lieux-dits sowie rund 80 Eigentümer unterteilt. Echézeaux-Weine entstehen ausschließlich aus Pinot Noir und liegen am vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums: viel rote Frucht, Gewürz- und Unterholznoten, gutes Tannin und Lagerfähigkeit. Als beste Terroirs gelten die steinigen, gut dränierten Lieux-dits am oberen Mittelhang wie Echézeaux du Dessus, Les Poulaillères und En Orveaux.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders feiner, herkunftsgenauer Grand Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und florale Eleganz, ohne die würzige Tiefe der Lage zu verdecken.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In Echézeaux ergibt das einen besonders eleganten, luftigen Pinot Noir mit floralem Charme und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Echézeaux Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Ein Pinot Noir vom vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums, vom kühlen Jahrgang 2021 in elegante Bahnen gelenkt: rote Beeren und Kirsche, florale Anklänge und die für Echézeaux typische Würze von Unterholz und feinem Gewürz. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz geben dem Wein eine feine Röstwürze und eine seidige Textur. Am Gaumen mittelgewichtig und vielschichtig, mit feinkörnigem Tannin, kühler Frische und langem, präzisem Nachhall.

Rote Beeren, florale Würze und Unterholz – seidig, feinkörnig und kühl, mit langem, präzisem Nachhall.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Echézeaux Grand Cru, Flagey-Échézeaux, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); Hänge oberhalb des Clos de Vougeot, nördlich von Vosne-Romanée; über 37 ha, fragmentiertes Climat
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Schaumweine

Guy Charbaut Écho des Enracinés 1er Cru Brut

Der Guy Charbaut Écho des Enracinés 1er Cru Brut – das „Echo der Verwurzelten“ – ist eine Cuvée aus 60 % Pinot Noir und 40 % Chardonnay. Die Trauben wachsen in drei Premier-Cru-Dörfern im Marnetal: Mareuil-sur-Aÿ, Avenay Val d'Or und Bisseuil. Ihr Kennzeichen: mindestens sieben Jahre Hefelager.

Im Glas

Hellgold, feine Perlen. Der Duft zeigt die lange Reife: geröstete Früchte, getrocknete Feige und ein Hauch alter Rosen. Im Mund voll und seidig, weich und doch präsent, mit Apfel und eingekochten roten Beeren. Ein langer, runder, warmer Abgang.

Mach was draus

Geflügel, Kalb, edler Fisch, Krustentiere oder reifer Hartkäse. Ein Champagner für ein gutes Abendessen – oder für den ruhigen Ausklang. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Écho des Enracinés zeigt, was Zeit aus Champagner macht. Ich liebe ihn zu gebratenem Geflügel.“

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Kurz gefragt

Wie wird er ausgebaut? Die Grundweine reifen im Edelstahl, dazu kommen 30 % Reserveweine. Danach liegt der Champagner mindestens sieben Jahre auf der Hefe.

Wie trocken ist er? Brut mit 5,6 g/l Dosage – sie stützt die Frucht, ohne süß zu wirken.

60 % Pinot Noir, 40 % Chardonnay · Mareuil-sur-Aÿ, Bisseuil, Avenay Val d'Or (Premier Cru) · Edelstahl · Reserveanteil 30 % · Hefelager mind. 7 Jahre · Brut, 5,6 g/l · Champagne Guy Charbaut, Mareuil-sur-Aÿ · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Domaine Vincey Coteaux Champenois Blanc Coteaux Grand Cru 2020

Weißwein · Coteaux Champenois · Chardonnay

Chardonnay Coteaux Champenois Blanc Oger Grand Cru Côte des Blancs Handarbeit im Weinberg 2020

Der Domaine Vincey Coteaux Champenois Blanc Grand Cru 2020 ist ein athletischer Champagner-Stillwein – ganz ohne Bubbles, dafür mit kreidiger Tiefe, eleganter Frische und einem Charakter zwischen Burgund und Jura. Nur 950 Flaschen.


Oger – stiller Chardonnay vom Grand-Cru-Kreideboden

Domaine Vincey liegt in Oger, einer Grand-Cru-Gemeinde im Herzen der Côte des Blancs zwischen den berühmten Orten Avize und Le Mesnil-sur-Oger. Quentin Vincey führt das Gut in achter Generation; seit 2014 füllt die Familie selbst ab, nachdem die Trauben zuvor an die örtliche Genossenschaft gingen. Im Weinberg wird von Hand gearbeitet, mit Kompost und Pflanzenpräparaten.

Die Trauben dieses Stillweins stammen aus den Grand-Cru-Lagen „Le Grand Jardin", „Chemin de Châlons" und „Auge", angepflanzt um die 1970er Jahre. Die Kalk- und Kreideböden, auf denen die alten Reben wurzeln, prägen den Wein unverkennbar und geben ihm seine mineralische Tiefe.

Jahrgang 2020 – Champagne

2020 war in der Champagne ein früher, sonniger und reifer Jahrgang mit gesundem Lesegut und guter Konzentration. Für einen Coteaux Champenois – den stillen Wein der Region, der die volle Traubenreife braucht – sind das ideale Voraussetzungen: reife Frucht, getragen von der kühlen Frische und Mineralität der Côte des Blancs.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2020.

Pressung und Gärung erfolgen im Eichenfass mit indigenen Hefen, gefolgt von rund 24 Monaten Reife auf der Feinhefe im Holz, die dem Wein Textur und expressive Tiefe geben. Abfüllung im September 2022, unfiltriert, in einer streng limitierten Auflage von nur 950 Flaschen. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Leuchtendes Goldgelb. Am Gaumen tänzelt der Wein trotz der langen Hefereife frisch herein und macht sich sehr elegant breit. Getoastetes Brot, etwas Zitronensäure, Hefe und Salz, dazu reife Zitrusfrucht, hellfleischige Früchte und würzige Anklänge – eine Mischung, die an Burgund und Jura zugleich erinnert.

Ein athletischer Champagner ganz ohne Bubbles – und ja, das kann er!

Schon jetzt elegant zu genießen, mit Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Jakobsmuscheln und gebratenem Fisch, zu Geflügel oder Kalb in heller Sauce, zu Pilzgerichten sowie zu gereiftem Comté oder Bergkäse.


Lage: Coteaux Champenois, Oger Grand Cru, Côte des Blancs (Frankreich); Lagen Le Grand Jardin, Chemin de Châlons und Auge, Kalk-/Kreideböden, Reben ~1970er
Klassifikation: Coteaux Champenois Blanc AOC, Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; Fassgärung mit indigenen Hefen, ~24 Monate Feinhefe im Holz, unfiltriert; nur 950 Flaschen; Handarbeit im Weinberg

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