Meine Ansichten über kalifornische Weine: Teil 4.

Teil 4: Mondavi und Ingelnook

Wir hatten einen Besuch bei R. Mondavi Winery gebucht: Exclusive Cellar Tasting hiess die „Veranstaltung“. Der Herr, der uns führte, ist ein Önologe und hat Ahnung von seiner Arbeit (nicht immer eine Selbstverständlichkeit, wie ich erfahren durfte). Auf eine pfiffige Weise hat er uns durch den Keller geführt, über die Weine erzählt und die Fragen beantwortet.

unser Gastgeber

Wir verkosteten:

2012 Fume Blanc Reserva, Kalon Vineyard Napa Valley (13,5%Alk.): je sechs Monate im Stahl und Eiche; schlank, französischer Stil, gut gemachter Wein.

2012 Pinot Noir Reserva, Carneros Napa Valley (14,5%Alk.) – der Önologe meinte, es sei der beste Jahrgang seit langem was die Qualität und Quantität betrifft; und hier gilt das gleiche: schlank, eher französischer Stil, dezente Holznote, Würze.

Ich bin kein so großer Fan von Merlots, aber der 2007 Merlot Equilibrum war der Beste von den verkosteten Weinen: gereift, weiche Gerbstoffe und erdige Noten dazu. Es hat gepasst. Den Wein haben wir halt so ins Glas bekommen, er stand nicht auf „unserem Plan“.

Dann kam noch der 2010 Cabernet Sauvignon Reserva, Oakville Napa Valley (15%Alk.) Hier keine Notizen mehr. Na ja, meinen Favoriten habe ich doch gefunden.

unsere Weinprobe

Wir verbrachten dort sehr angenehme Stunden. Aber auch ohne Termin kann man sich ein oder mehrere Gläschen an der Bar oder auf der Terrasse mit Blick auf den Weingarten im Weingut gönnen.

OpusOne

Opus One Vorraum

Anschliessend sind wir zu Opus One gefahren, der Neugierde wegen. Das Weingut steht fast gegenüber von Mondavi. Die Vorderfront vom Anwesen macht schon Eindruck: vermutlich ein Eingang den ägyptischen Gräbern nachempfunden; der Empfangsraum gewaltig. Ich hatte keinen Termin, da ich spontan entscheiden wollte, ob ich mir ein 40Dollar-Glas gönnen will und soll… das mit dem Termin erledigte sich schnell: die hätten doch noch Termine frei.. , auch sofort (2 Tage später bekam ich via email diese Bestätigung; es sollte doch korrekt ablaufen :)). Wir wurden in einen großen Raum geführt, der vermutlich 3mal größer als meine Wohnung ist. Hinter der Theke 5-7 Bedienstete, die auf potenzielle Kunden warteten – daher dieser Glaspreis! Man muss die Leute doch bezahlen.

Wein im Glas Opus One

2010 Opus One (84% Cab. Sauv., je 5,5% Merlot und Cab. Franc, 4% Petit Verdot, 1% Malbec), 19 Tage auf der Maische, 18 Monate in neuen franz. Barriques; also ein Bordeaux in Napa Valley.

Der Wein ist noch zu jung zum Trinken; er war leider verschlossen. Schade! Man kann schon das Potenzial erahnen, aber ob er tatsächlich über 300Dollar/Flasche Wert ist? Eher nicht, einige Tage später bekam ich die Bestätigung: für 100Dollar kann man was richtig Gutes bekommen.

Am gleichen Tag besuchten wir Rubicon Estate Winery bzw. Ingelnook.

CellarTastingTerasse

Im Bistro probierten wir noch einige Weine:

InglenookInglenook einfache Preisliste in Bistro

2011 Sofia Riesling Monterey Country (12,3? %Alk.). Dass man im Glas einen Riesling hat, kann man noch gerade so erahnen; süffig, langweilig. Schon frech für diese Qualität 19Dollar zu verlangen.

2014 Sofia Chardonnay Monterey Country (12,5%Alk.): fade, langweilig.

Fr. Coppola_Riesling Sofia

2010 Rubicon Ingelnook Rutherford Napa Valley; ein Bordeaux-Blend von Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Petit Verdot und Merlot. Der Cabernet Sauvignon ist am meisten zu spüren, aber kein Wunder, da der Anteil dieser Rebsorte bei 87% liegt. Dunkle Kirschen, etwas Kaffee, dezente Vanille, weiche Gerbstoffe gut eingebunden, eher mittlerer Abgang; es mag sein, dass er noch Zeit zum Reifen braucht; im großen und ganzen ist der Wein ok, aber wie so oft in Kalifornien einfach mal wieder zu teuer.

InglenookWein

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Weine

Kühling-Gillot Rothenberg Wurzelecht Riesling 2022 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Rothenberg VDP.Großes Gewächs · Wurzelecht Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Schiefer (Rotliegendes) wurzelechte Reben (1934) BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Kühling-Gillot Rothenberg Wurzelecht Riesling 2022 stammt vom letzten wurzelechten Weingarten im Roten Hang. Ein seltener, tiefgründiger Riesling von über 85-jährigen, ungepfropften Reben auf rotem Schiefer.


Niersteiner Rothenberg – der letzte wurzelechte Weingarten am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Rothenberg ist eine VDP.Große Lage auf 90 bis 140 Metern, mit einer Neigung von 75 bis 120 % und rotem Schieferboden; die klassifizierte Fläche misst 8,38 Hektar.

Die Rothenberg-Parzelle des Guts ist der letzte wurzelechte Weingarten im Roten Hang. Dank ihrer isolierten Lage blieben die Reben aus dem Pflanzjahr 1934 in den 1960er Jahren von der Flurbereinigung verschont – sie stehen also ungepfropft auf eigener Wurzel. Eingefasst von einer Mauer, war dieses steilste Stück der Lage stets besonders mühsam zu bewirtschaften, bis das Gut das Juwel in den 1980er Jahren erwerben konnte. Auf der Hangspitze gelegen, profitieren die Reben von Morgensonne und kühlen Fallwinden.

Jahrgang 2022 – Roter Hang (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der karge rote Schiefer, die alten wurzelechten Reben und die kühlen Fallwinde an der Hangspitze bewahrten Würze, steinige Tiefe und salzige Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Rothenberg (wurzelechte Reben), Jahrgang 2022; 100 % Riesling von rotem Schiefer (Rotliegendes).

Nach reiner Handarbeit im Steilhang und strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf steinige Würze, Tiefe und Schmelz ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein tiefgründiger, steingeprägter Riesling: gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, würzige Steinaromen und die typische salzig-mineralische Prägung des roten Schiefers. Am Gaumen schmelzig und druckvoll, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem sehr langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und würzigen Steinaromen, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Schiefers – schmelzig und druckvoll, mit lebendiger Säure und sehr langem Nachhall.

Ein tiefgründiger, sehr langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Rothenberg (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); 90–140 m, 75–120 % Neigung; roter Schiefer (Rotliegendes); wurzelechte Reben (Pflanzjahr 1934), ummauerte Parzelle an der Hangspitze; klassifizierte Fläche 8,38 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: reine Handarbeit, strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2021

Weißwein · Roxheim (Nahe) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Höllenpfad im Mühlenberg VDP.Großes Gewächs Dönnhoff Roxheim · Nahe roter Sandstein (Rotliegendes) · Fels älteste Reben · ~30–40 hl/ha trocken · 2021

Der Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2021 stammt aus dem felsigen Kernstück der Roxheimer Steillage Höllenpfad – von den ältesten Rieslingreben des Guts. Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling von großer Eleganz.


Höllenpfad im Mühlenberg – rotes Gestein in Roxheim

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Der Höllenpfad liegt in Roxheim, in einem kühlen Seitental hinter Bad Kreuznach – anders als die Schiefer- und Vulkanlagen an der mittleren Nahe.

Die steile Lage ist von rotem Sandstein des Rotliegenden geprägt; die rötliche Erde speichert Wärme und gab dem „Höllenpfad" seinen Namen. Das GG stammt aus dem felsigen Kernstück „im Mühlenberg", wo die ältesten Rieslingreben des Guts stehen. Der karge, eisenhaltige Fels bringt kleine, dickschalige Beeren mit intensiver, feinwürziger Aromatik hervor; die Erträge liegen bei rund 30–40 hl/ha.

Jahrgang 2021 – Nahe

2021 war an der Nahe ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Der wärmespeichernde rote Sandstein und die alten Reben bewahrten Reife und Fülle, während das kühle Jahr für Frische, Würze und Spannung sorgte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Höllenpfad im Mühlenberg (Roxheim), Jahrgang 2021; 100 % Riesling von rotem Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels.

Nach 100 % selektiver Handlese wird der Wein schonend verarbeitet und reift teils im Edelstahltank, teils in großen Holzfässern. Das Große Gewächs kommt erst im September des Folgejahres in den Verkauf.

Im Glas

Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling: rote und gelbe Frucht nach Erdbeere, Johannisbeere und saftigem Pfirsich, dazu Quitte, ein Hauch Rosmarin und eine warme, eisig-steinige Mineralität. Am Gaumen mit salzigem Grip, druckvoll und spannungsgeladen, mit weicher Textur, lebendiger Säure und einem langen, mineralischen Nachhall.

Erdbeere, Johannisbeere und saftiger Pfirsich über Quitte, Rosmarin und warmer, steiniger Mineralität – mit salzigem Grip, druckvoll und spannungsgeladen, weicher Textur und langem, mineralischem Nachhall.

Ein tiefgründiger, langlebiger Nahe-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Höllenpfad im Mühlenberg (VDP.Große Lage), Roxheim, Nahe; steile Südlage; roter Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels, eisenhaltig; älteste Reben des Guts, ~30–40 hl/ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Nahe (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: 100 % selektive Handlese, schonende Verarbeitung, Reife teils im Edelstahltank, teils im großen Holzfass

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Spirituosen

Prinz Alte Marille

Spirituose · Obstbrand · Holzfassreifung · Österreich

Prinz Alte Marille ist eine holzfassgereifte Marillenspezialität der Fein-Brennerei Prinz aus Österreich. Aus vollreifen, saftig-süßen Marillen mit ihrem charakteristisch blumigen Aroma destilliert – goldgelb, intensiv-fruchtig und mild, mit feiner Holzfassnote.


Herkunft

Die Fein-Brennerei Prinz aus Hörbranz in Vorarlberg (Österreich) ist für ihre Obstbrände und die holzfassgereiften „Alten Sorten" bekannt. Die Marillen stammen von Obstbauern aus den Ausläufern der Alpen und werden auf dem hauseigenen Obsthof optisch und sensorisch geprüft.

Destillation und Reifung

Entkernt, entstielt und eingemaischt, vergärt die Maische rund 18 Tage. Im zweifachen Brennverfahren entsteht ein fruchtig-aromatisches Destillat, das anschließend mehrjährig im feinporigen Steingut reift. Den geschmacklichen Abschluss bildet das Finish im Holzfass; zuletzt wird der milde Brand mit natürlichen Fruchtauszügen verfeinert.

Im Glas

Schöner goldgelber Farbton aus der Holzfasslagerung. In der Nase intensiv-fruchtig, mit den sortentypischen, leicht blumigen Marillennoten. Am Gaumen vollmundig, mit dezenter Süße und Holzfassnote. Mild und fruchtig bis in den Abgang.

Pur genießen

Gut gekühlt pur als Digestif nach dem Essen. Die fruchtige Art passt auch zu Dessert, zu Marillenknödeln oder über Eis geträufelt.

Klassisch solo: gekühlt pur, als Digestif oder zum Dessert.


Herkunft: Hörbranz, Vorarlberg (Österreich)
Art: holzfassgereifte Marillenspezialität (Obstbrand)
Destillation: zweifaches Brennverfahren
Reifung: mehrjährig im Steingut, Finish im Holzfass; mit natürlichen Fruchtauszügen verfeinert

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Rebsorten

Huber Spätburgunder Alte Reben trocken 2023

Rotwein · Malterdingen (Baden) · Spätburgunder

Spätburgunder Alte Reben (gehobener Ortswein) Bernhard Huber Malterdingen · Baden Reben ~30–70 Jahre Muschelkalk Maischegärung · ~⅓ neues Barrique unfiltriert · 2023

Der Bernhard Huber Spätburgunder Alte Reben 2023 ist ein gehobener Ortswein aus den ältesten Malterdinger Parzellen – schon unter Bernhard Huber einer der großen deutschen Pinots. Dicht und kraftvoll, zugleich elegant und mineralisch.


Alte Reben – die ältesten Malterdinger Parzellen

Das VDP-Weingut Bernhard Huber in Malterdingen (Breisgau, Baden) zählt zu den führenden Spätburgunder-Erzeugern Deutschlands; nach dem frühen Tod Bernhard Hubers 2014 führt Sohn Julian mit seiner Mutter Barbara das Gut. Schon vor über 700 Jahren brachten Zisterziensermönche den Spätburgunder aus dem Burgund nach Malterdingen, weil sie hier denselben verwitterten Muschelkalk vorfanden.

In den „Alte Reben" fließen viele Parzellen unmittelbar neben dem Bienenberg GG – allesamt Malterdinger Lagen, dazu abgestufte Bienenberg-Fässer. Die Reben sind zwischen rund 30 und fast 70 Jahre alt und wurzeln auf kalk- und muschelkalkreichen Böden. Ihre geringen Erträge verleihen dem Wein besondere Tiefe und Konzentration.

Jahrgang 2023 – Baden

Nach dem trockenen 2022 füllten reiche Winterniederschläge die Wasserreserven; die älteren Reben kamen gesund durch den heißen, trockenen Frühsommer. Ein regenreicher August brachte die Wende und sicherte Frische und Balance. 2023 verbindet aromatische Dichte mit rassiger Kühle – ideale Voraussetzungen für einen dichten, zugleich transparenten Pinot.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (gehobener VDP.Ortswein) aus Malterdingen, Jahrgang 2023; 100 % Spätburgunder von alten Reben auf Muschelkalk.

Traditionelle Maischegärung, 2023 komplett entrappt; im herausfordernden Jahr wurde etwas kräftiger extrahiert (sechs- bis achtmal untergestoßen), um Dichte und Gerbstoff zu gewinnen. Der Ausbau erfolgt rund 16 bis 18 Monate in burgundischen Barriques, davon etwa ein Drittel neues Holz. Unfiltrierte Füllung.

Im Glas

Ein dichter, zugleich transparenter Pinot: rote Kirsche und Himbeere, dazu Cassis und Cranberry, feine Kräuter- und Gewürznoten sowie eine rauchig-mineralische Nuance und ein Hauch Holz. Am Gaumen mittelkräftig bis kräftig, saftig und klar strukturiert, mit feinkörnigem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und einem salzig-frischen, langen Nachhall.

Rote Kirsche, Himbeere und Cranberry über Cassis, feiner Würze und rauchiger Mineralität – saftig und klar strukturiert, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, salzig-frischem Nachhall.

Ein dichter, langlebiger Pinot mit gutem Reifepotenzial; jung gern karaffieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wild, zu Lamm und Kalb, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Käse.


Herkunft: Malterdingen, Breisgau (Baden); alte Reben (~30–70 Jahre) auf kalk-/muschelkalkreichen Böden, u. a. neben dem Bienenberg
Klassifikation: Spätburgunder, gehobener VDP.Ortswein (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: traditionelle Maischegärung, komplett entrappt, ~16–18 Monate in burgundischen Barriques (~⅓ neu), unfiltrierte Füllung

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Rebsorten

Clos Henri Clay Sauvignon Blanc 2020

Weißwein · Sauvignon Blanc · Marlborough · Neuseeland

Clos Henri Clay Sauvignon Blanc ist ein charaktervoller Sauvignon Blanc aus Marlborough in Neuseeland, der zeigt, dass Überseeweine echtes Terroir besitzen. Er wächst auf Broadbridge Clay in einem trocken-maritimen Klima. Den hier reifenden Trauben wird eine besondere Feinheit zugeschrieben – zarte Tannine und ein feines, fruchtiges Profil. Im Glas straff, salzig und mineralisch.


Marlborough

Marlborough auf der Südinsel Neuseelands ist die berühmteste Sauvignon-Blanc-Region des Landes. Clos Henri – gegründet von der Sancerre-Familie Bourgeois – setzt hier auf Broadbridge Clay, einen spezifischen Lehmboden, der über Jahrmillionen durch Erdbewegungen und Gletscher der Pleistozän-Epoche entstand. Dieser Lehm verleiht dem Wein viel Mineralität und Feinheit; das trocken-maritime Klima erhält die Frische.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Sauvignon Blanc von über 20 Jahre alten, dicht gepflanzten und trocken bewirtschafteten Reben (ohne Bewässerung) – das fördert tiefe Wurzeln und Mineralität. Nach selektiver Lese erfolgt die spontane Gärung im 600-Liter-Barrique aus österreichischer Eiche; nach 20 Monaten Reife wird er ungefiltert und minimal behandelt abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase intensiv und komplex: Zitrusfrüchte, Honig, Pfirsich und Aprikose, abgerundet von blumigen Nuancen und toastigen Akzenten. Am Gaumen samtig und reich, zugleich ausgewogen, mit frischer Zitrus und sanften salzigen Anklängen. Karg und straff zugleich, mit großer Intensität, Salz, Mineralität und nassem Stein. Der Nachhall ist sehr lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; ein größeres Glas und etwas Luft betonen die Komplexität. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und kräftige vegetarische Gerichte.


Lage: Marlborough (Neuseeland); Broadbridge Clay (Lehm)
Klassifikation: Marlborough – Sauvignon Blanc
Ausbau: 100 % Sauvignon Blanc, Trockenbewirtschaftung, Spontangärung, 20 Monate 600-l-Barrique (österreichische Eiche), unfiltriert

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Frankreich

Domaine Duroche Gevrey Chambertin Champ 2022

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin AOC Lieu-dit En Champs · 0,71 ha Reben ab 1969 2022

Der Gevrey-Chambertin En Champs 2022 von Pierre Duroché ist ein noch junger Meilenstein des Guts. Aus einer 0,71 Hektar großen Parzelle mit alten Reben entsteht ein reinsortiger Pinot Noir voller Sinnlichkeit – mit Erde, Tiefgang, Kraft und formidabler Länge.


En Champs – Lieu-dit in Gevrey-Chambertin

Die Lage En Champs liegt in Gevrey-Chambertin, der größten Gemeinde der Côte de Nuits. Die 0,71 Hektar wurden zwischen 1969 und 1973 bepflanzt; der Boden aus Kalk und sandigem Mergel bietet ideale Voraussetzungen für fein strukturierte, tiefgründige Pinot Noirs.

Pierre Duroché zählt zu den gesuchten Adressen von Gevrey-Chambertin; seine Handschrift zielt auf Finesse, Präzision und einen klaren Terroir-Ausdruck.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der dem Tiefgang dieses Gevrey Substanz gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von rund 50 Jahre alten Reben (ab 1969).

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Tiefe, inneren Extrakt und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und erdgeprägt, mit Tiefgang, Kraft und innerem Extrakt. Am Gaumen geschliffen und tief, mit klarer Frucht und einer formidablen Länge im Abgang.

Erde, Tiefgang und Kraft mit formidabler Länge – ein Pinot Noir zum Träumen und Weglegen.

In der Jugend bereits faszinierend, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: En Champs (Lieu-dit), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Kalk und sandiger Mergel, 0,71 ha, Reben ab 1969
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Schaumweine

Champagne La Closerie Jérôme Prévost Les Beguines

Champagner · Gueux · Meunier · Extra Brut

Jérôme Prévost La Closerie Les Béguines Extra Brut ist ein außergewöhnlicher, puristischer Champagner aus der nur zwei Hektar großen Parzelle „Les Béguines" am Rande der Champagne-Appellation. Er besteht überwiegend aus Pinot Meunier. Das Weingut arbeitet seit 1994 konsequent ökologisch und mit minimaler Intervention im Keller. Ein Champagner für Puristen und Kenner.


Les Béguines (Gueux)

Die Parzelle Les Béguines liegt am Rande der Champagne-Appellation auf rund 120 Metern Höhe mit Nord-Süd-Ausrichtung. Der Boden besteht aus kalkhaltigem Sand aus dem Thanetium (vor 55 bis 59 Millionen Jahren). Seit 1994 ökologisch bewirtschaftet, seit 1996 ohne Herbizide; der Boden wird ausschließlich manuell bearbeitet.

Assemblage und Ausbau

Die Reben in dichter Bepflanzung bestehen zu rund 94 % aus Pinot Meunier (gepflanzt 1964), ergänzt um kleine Anteile Pinot Gris und Chardonnay. Die Gärung erfolgt spontan, der Ausbau über zehn Monate vollständig in Holzfässern (225–600 l) auf der vollen Hefe. Abgefüllt schonend per Schwerkraft, als Extra Brut mit minimaler Dosage.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Ein vielschichtiger, terroirgeprägter Champagner mit der charakteristischen Frucht und Würze des Meunier, getragen von Tiefe und einer feinen, salzigen Spannung. Der Abgang ist lang und puristisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; etwas Zeit im Glas lohnt sich. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Les Béguines, Gueux (Champagne); kalkhaltiger Sand (Thanetium), 120 m, Nord-Süd
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut
Ausbau: Spontangärung, 10 Monate Holzfass (225–600 l) auf voller Hefe, Schwerkraftabfüllung

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Länder/Regionen

Metzger Dry Aged 2021

Rotwein · Cuvée · trocken · Pfalz

Metzger Dry Aged ist eine kraftvolle Rotwein-Cuvée vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Ganze zwei Jahre abgehangen und voll im Saft, vereint sie Cabernet Sauvignon und Merlot zu einem dichten, gereiften Wein. Der Name spielt augenzwinkernd auf das lange Reifen an. Ein Stück Wein zum Genießen.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das milde Klima lässt die Bordeaux-Sorten Cabernet Sauvignon und Merlot reif und aromatisch ausreifen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot, trocken ausgebaut. Der Wein reifte über zwei Jahre heran, was ihm Tiefe, Struktur und weiche, reife Tannine verleiht.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Beeren, Cassis und Pflaume, dazu würzige Noten und feines Holz. Am Gaumen kraftvoll und dicht, mit reifem Tannin, saftigem Kern und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren.

Klassische Begleitung: Dry-Aged-Steak, Rinderbraten, Lamm, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein-Cuvée, trocken
Ausbau: Cabernet Sauvignon & Merlot, über zwei Jahre gereift

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