Auch wenn der Jahrgang 2013 insgesamt und besonders an der Loire eine Katastrophe war, gibt es immer wieder löbliche Ausnahmen. Der Sauvignon Blanc von Masson-Blondelet gehört zum Beispiel dazu. Leichte Zitrusfrucht und viel nasser Stein im Duft. Explosive Aromatik, dezente Frucht und immer glasklar. Dieser Sancerre entwickelt sich mit Luftkontakt immer mehr, wird dabei von einer straffen Säure getragen und ist schlank und lang im Abgang. Das Terroir, der Feuersteinboden auf denen die Reben fussen ist mit jedem Schluck schmeckbar. Hier findet man mal keine pure Fruchtsuppe im Glas, sondern echte Handwerkskunst.
Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir
Pinot Noir
Lavaux St. Jacques · 1er Cru
Gevrey-Chambertin
1,20 ha · Reben ~60 Jahre · 6.000 Flaschen
2021
Der Gevrey-Chambertin Lavaux St. Jacques 1er Cru 2021 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Premier-Cru-Lagen der Gemeinde. Bekannt für Komplexität und Tiefe, braucht er Flaschenreife – und zeigt dann dichte, samtige Texturen, reife dunkle Beerenfrucht und einen sehr langen Abgang.
Lavaux Saint-Jacques – Premier Cru in Gevrey-Chambertin
Mortets Parzelle liegt in idealer Südausrichtung und guter Hanglage: maximale Sonneneinstrahlung trifft auf kühle Nächte. Oben am Hang ist der Boden arm und steinig, weiter unten tiefer, tonhaltiger und ebenso steinig. Die Lage umfasst hier 1,20 Hektar mit rund 60 Jahre alten Reben und liefert etwa 6.000 Flaschen.
Lavaux Saint-Jacques liegt westlich des Dorfes Gevrey-Chambertin am Eingang der Combe de Lavaux. Kalte Westwinde aus dem Tal verlangsamen die Reife und bewirken große Tag-Nacht-Schwankungen, was einen etwas schlankeren, frischeren Stil als beim Nachbarn Clos Saint-Jacques fördert. Die steinigen Kalk-Ton-Böden mit guter Drainage halten die Erträge niedrig. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen des Ortes.
Jahrgang 2021 – Côte de Nuits
2021 forderte die Winzer. Auf einen milden Winter folgten kalte Phasen und Ende März kurze Wärme bis 27 °C, die einen frühen Austrieb auslöste. Drei Frostperioden im April mit Tiefstwerten bis −8 °C und nächtlichem Schneefall richteten erhebliche Schäden an; starke Hagelgewitter im Juni und Fruchtansatzabfall reduzierten den Ertrag weiter.
Sommerliches Wetter in der ersten Septemberhälfte ließ die Trauben gut ausreifen; die Lese begann am 17. September. Die Erntemenge war etwa halbiert, die Trauben jedoch gesund und reif. Für 2021 stehen eine feine Tanninqualität sowie ein ausgewogener, frischer Charakter.
Assemblage und Ausbau
Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, von rund 60 Jahre alten Reben. Gesamtproduktion: 6.000 Flaschen.
Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf einen klaren Lagenausdruck und langes Reifepotenzial ausgerichtet.
Im Glas
Dichte, samtige Textur mit reifer, edler dunkler Beerenfrucht, Veilchen und Zeder. Am Gaumen komplex und tief, getragen von feinem Tannin, mit einem nahezu endlosen Abgang. Ein Wein, der seine ganze Eleganz erst mit Flaschenreife zeigt.
Dichte, samtige Frucht mit Veilchen und Zeder und nahezu endlosem Abgang – Eleganz, die Flaschenreife belohnt.
In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.
Am Tisch
Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.
