Dönnhoff Oberhäuser Leistenberg Riesling Auslese -1983 – Nahe – Deutschland
Im Jahre 1983 war der Name Dönnhoff noch nicht so bekannt wie heutzutage. Im Gegenteil, die deutsche Weinszene befand sich noch im Dornröschenschlaf und damals war überhaupt noch nicht abzusehen, dass heimische Tropfen auch nur annähernd einmal wieder so ein Renommée bekommen würden wie es heute wieder der Fall ist. Der damalige Zeitgeist brachte im großen Stil mit Restsüße gedopte Weine hervor. Trockenes war noch selten und viele dieser Süssweine waren sehr einfach und mit Süssreserven auf ihr jeweiliges Publikum getrimmt. Aber es gab auch die traditionellen Winzer wie Hermann Dönhoff, welcher aus einem noch unbekannten Weingut und dem Anbaugebiet Nahe die Auferstehung des deutschen Weinbaus mit eingeleitet hat. Die 1983er Riesling Auslese aus der Lage Oberhäuser Leistenberg ist dafür ein exemplarischer Zeitzeuge, der immer noch frisch und klar über die Zunge der ehrfürchtig Probierenden rollt. Aromen von getrockneter Aprikose, frische Vanille, Ananas und Pfirsich verwöhnen den Geruchs- und Geschmackssinn. Großartig gereift und dennoch jung geblieben wie eine Frühlingsblume. Der treffendsten Beschreibung „der schmeckt ja wie ein total leckerer Traubensaft“ ist nach über 30 Jahren Reifezeit dieses Rieslings nichts mehr hinzuzufügen.
Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)
Der Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett #03 2025 stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett mit typischer Schiefermineralität.
Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel
Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.
Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.
Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)
2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.
Herstellung und Ausbau
Fruchtsüßer Riesling Kabinett (#03) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.
Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure des Kabinetts bewahrt.
Im Glas
Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.
Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.
Ein verspielt-fruchtiger, langlebiger Mosel-Kabinett. Bei 8–10 °C servieren.
Am Tisch
Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.

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