Der Weinjahrgang 2015 in Deutschland kompakt

Der Weinjahrgang 2015 in  Deutschland kompakt

Weinjahrgang 2015 lässt Winzer schwärmen

Selten hat ein Weinjahrgang zum Abschluss der Lese so viel Lob erhalten, wie der 2015er. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, wird aus allen Anbaugebieten von eingebrachten Spitzenqualitäten berichtet.

Dank kerngesunder, voll aus­gereifter und sehr aromatischer Trauben können sich die Weinfreunde auf ausgesprochen fruchtbetonte, harmonische Weißweine und intensive, gehaltvolle Rotweine freuen. Der Weinjahrgang hat zudem außergewöhnlich viele hochwertige edelsüße Spezialitäten, von der Auslese bis zur Trocken­beerenauslese, hervorgebracht.

Auch die bundesweit erwarteten Erntemengen bewegen sich nach der letzten Ernteschätzung mit rund neun Millionen Hektolitern auf dem Niveau des zehnjährigen Mittels und nur zwei Prozent unter dem Vorjahresertrag. Aufgrund des sehr trockenen Sommers schwanken die Erträge bei den Winzern je Wasserspeicherkraft des Bodens und dem Alter der Reben allerdings recht stark. Auch unter den einzelnen Anbaugebieten zeichnen sich unterschiedliche Ertragssituationen ab, wie der nachfolgende Blick in die 13 deutschen Weinbaugebiete zeigt.
Weinjahrgang 2015 – ein Blick in die Anbaugebiete

Ahr: Unkompliziertes Jahr mit großen Weinen

Manche Jahre lassen den Blutdruck der Winzer kaum ansteigen. An der Ahr verlief die Vegetationsperiode zumeist unkompliziert. Erst im August und September hatte es nennenswerte Regenfälle gegeben, die zum Glück den Trauben wenig zusetzten. So konnten ab September die früh reifenden Sorten wie Müller-Thurgau und Frühburgunder in gesundem Zustand eingebracht werden. Mitte September begann die Hauptlese. Die spät reifenden Sorten wie der Spätburgunder profitierten von dem schönen Wetter. Die Winzer berichten von guten bis sehr guten Qualtäten der Jungweine, die sich fruchtbetont, harmonisch und, was die Rotweine angeht, mit intensiver Farbe präsentieren. Die Erntemenge liegt mit 42.000 hl knapp unter dem Vorjahresergebnis. Durch die Trockenheit im Sommer hatten die Trauben kleinere Beeren ausgebildet, was zu etwas geringeren Mostmengen führte.

Baden: Bilderbuchherbst, doch weniger Menge

Im Anbaugebiet mit der größten Nord-Südausdehnung wirkte sich das Klima naturgemäß unterschiedlich aus. Doch überall war die acht Wochen währende Hitze- und Trockenperiode im Sommer kennzeichnend für den Jahrgang; an vielen Tagen wurden 40° Celsius erreicht. Mancher Vergleich mit dem berühmten Hitzejahrgang 2003 drängte sich zeitweise auf. Doch hatte es etwa am Kaiserstuhl und am Tuniberg am 13. Mai ein schweres Gewitter mit Hagelschäden gegeben. Der Jahrgang lag von Anfang an zeitlich vor den Durchschnittswerten; der Vegetationsvorsprung betrug teilweise bis 10 Tage. Die Blüte begann Ende Mai und war am 10. Juni schon abgeschlossen. Obwohl die älteren Rebanlagen die Trockenheit gut überstanden – auch hier kam es letztlich auf den Standort und den Boden an –, erbrachten die kleiner als sonst ausgefallenen Beeren eben auch weniger Most. Das Erntevolumen in Baden liegt deshalb mit 1,16 Millionen hl um mehr als 10 Prozent unter dem Vorjahresergebnis; ein deutlicher Rückgang auch im Vergleich zum langjährigen Mittel (- 6 %). Die Hauptlese zwischen dem 14. September und der ersten Oktoberwoche verlief bei bestem Lesewetter zügig, aber entspannt. Das sehr gesunde und hervorragend ausgereifte Lesegut wird sehr gute, fruchtbetonte und gut strukturierte Weißweine und kraftvolle Rotweine mit dunkler Farbe hervorbringen. Die Säurewerte liegen in einem verträglichen Bereich, wie ihn der Konsument schätzt.

Franken: Trockenes Jahr mit hohem Prädikatsweinanteil

Auch in Franken stellt der Klimawandel die Winzer vor neue Herausforderungen. Das Jahr war eines der trockensten der vergangenen 40 Jahre. Zukünftig wird man sich mehr um die Bewässerung der Steillagen kümmern müssen, um nach wie vor auch in extrem trockenen Jahren so ausgezeichnete Qualitäten wie in diesem Jahr ernten zu können. Die Burgundersorten sowie Riesling und Silvaner sind ganz besonders gut mit den Wettergegebenheiten in diesem Jahr zurechtgekommen. Zwischen Februar und August hat es nur sehr schwache Regenfälle gegeben. Die älteren Anlagen konnten durch ihre bereits sehr tiefen Wurzeln an ausreichend Wasser kommen. Junge Anlagen hingegen mussten zwei bis drei Mal gewässert werden. Sehr positiv war es, dass es weder Hagel noch sonstige Unwetter gegeben hat. Mitte August setzte ein ergiebiger Landregen ein, der der gesamten Natur sehr gut getan hat. Pünktlich erfolgte dann eine Abkühlung, sodass die Trauben bis zur Lese gesund blieben. Die fränkischen Winzer konnten rund 440.000 Hektoliter Traubenmost ernten. Das durchschnittliche Mostgewicht lag bei 89 Grad Oechsle. Fast drei Viertel der Ernte konnte als Prädikatsweine ausgebaut werden, was einen deutlich höheren Anteil als 2014 bedeutet. Die Erntemenge lag wegen der Trockenheit um zwei Prozent unter dem langjährigen Mittel und gar sechs Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Die ausgezeichnete Qualität der diesjährigen Weine entschädigt dafür ein wenig. Es werden lagerfähige, elegante und finessenreiche Weine mit sortentypischen, intensiven Aromen und mineralischer Säure erwartet.

Hessische Bergstraße: Konzentrierte Aromen und hohe Mostgewichte

Die Erntemenge der diesjährigen Lese lag an der Hessischen Bergstraße mit 30.000 hl zwar rund zwei Prozent über dem langjährigen Durchschnitt, doch gab es bei einem der größten Betriebe des Anbaugebietes einen Ertragsrückgang von 10 Prozent gegenüber der normalen Menge. Dafür ist die Qualität der perfekt gereiften Trauben ganz außerordentlich. Das durchschnittliche Mostgewicht lag bei 91 Grad Oechsle und damit höher als in den Spitzenjahrgängen 2009, 2003, 1976 und sogar 1959. Zuerst hatten die Winzer befürchtet, dass sich die Trockenheit während des Sommers nach früher Blüte negativ auf die Qualität auswirken würde. Doch gut verteilte Niederschläge in den Monaten August und September wirkten ausgleichend. Schon die frühen Sorten zeigten gute Mostgewichte, und das steigerte sich. Den höchsten Wert zeigte am 12. Oktober eine Weißburgunder Trockenbeerenauslese mit 198 Grad Oechsle. Die Winzer erwarten insgesamt aromenreiche, füllige und komplexe Weißweine und intensive, gut strukturierte Rotweine. Mit etwas Glück können noch Eisweine eingefahren werden.

Mittelrhein: Extreme Trockenheit, gute Reife

Bis auf ein Gewitter im Mai gab es am Mittelrhein fast während der gesamten Vegetationsperiode kaum nennenswerte Niederschläge – eines der trockensten Jahre seit Menschengedenken! Während die älteren Rebanlagen dank der sehr tief reichenden Wurzeln eine ausreichende Wasserversorgung hatten, mussten Jungpflanzungen bewässert werden, um ein Vertrocknen zu verhindern. Die Folge der extremen Trockenheit war, dass es zwar keinen nennenswerten Krankheitsdruck gab, aber die Beeren kleiner als gewöhnlich ausfielen. Die Trauben waren jedoch bestens ausgereift und der Fruchtansatz nach einer optimalen Blüte sehr gut. So lag die Gesamterntemenge nach einer entspannten Lese mit 35.000 hl dann doch 19 Prozent über dem langjährigen Mittel und 22 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Dies dürfte sich auch auf die Preise entspannend auswirken. Harmonische Mittelrhein-Weine mit gut eingebundener Säure und nicht zu hohem Alkoholgehalt werden die Liebhaber erfreuen.

Mosel: Bange Erwartungen erfüllten sich nicht – ein prachtvoller Jahrgang

Im September begannen die Winzer an Mosel, Saar und Ruwer zu zittern. Würde es wie im Vorjahr zu einem feuchten Finish der Traubenreife kommen, das erneut eine Blitzlese erforderlich machen würde? Der diesjährige goldene Oktober zerstreute alle Bedenken. Kühle Nächte und der die Trauben immer wieder vom Regen abtrocknende Ostwind ließen das Lesegut so kerngesund bleiben, wie es war. Bereits Mitte September wurden einige frühreifende Sorten geerntet. Die Hauptlese begann mit Müller-Thurgau zur letzten September-Dekade, darauf folgten die Burgundersorten sowie Elbling. In den ersten beiden Oktoberwochen wurde bei idealem Herbstwetter der Riesling geerntet, bis Anfang November in den Steillagen. Alles in allem: Eine entspannte Lese, deren Stichproben Anlass zu hohen Erwartungen geben. Beim Riesling lagen die Mostgewichte zum Beispiel durchschnittlich bei 85 Grad Oechsle, also im Spätlesebereich. In der Hoffnung, den sehr guten Jahrgang mit einem Eiswein krönen zu können, hängen bei vielen Weingütern noch Trauben an den Stöcken. Einziger Wermutstropfen: Die Erntemenge fiel in vielen Unterregionen im Vergleich zu den Vorjahren geringer aus. Insgesamt waren es 795.000 Hektoliter, das waren drei Prozent weniger als im langjährigen Mittel und sogar acht Prozent weniger als im Vorjahr. Der 2015er Jahrgang wird fruchtige, sehr harmonische Weißweine mit schönem Süße-Säure-Spiel hervorbringen. Rotweine, die zehn Prozent der Produktion ausmachen, werden eine gute Farbtiefe haben. Weinliebhaber und die Besucher der Moselregion werden sich über viele hochwertige Qualitäten freuen können.

Nahe: Schnelle Entwicklung

Mit rund 340.000 hl liegt die Erntemenge an der Nahe etwa gleichauf mit der des Vorjahres und etwas über dem langjährigen Durchschnitt. Wenn etwas den Winzern Sorgen machte, dann die sehr heiße und trockene Witterung. Sie beschleunigte den Reifeverlauf der Trauben, sodass insbesondere bei den früh reifenden Sorten die Gefahr bestand, dass die Säurewerte zu niedrig wurden. Durch eine frühe Lese ließ aber sich beispielsweise beim Riesling das Lesegut mit guter Reife und angemessenen Säurewerten einbringen. Die Mostgewichte waren gut bis überdurchschnittlich. Beim Riesling waren Werte von 90 und mehr keine Seltenheit, beim Spätburgunder wurden Werte von 115 Grad Oechsle erreicht. Fruchtige und elegante Weißweine sowie intensive, kraftvolle Rotweine werden den 2015er Jahrgang von der Nahe kennzeichnen. „Die Weinfreunde bekommen auch bei den einfachen Weinen schon hervorragende Qualität für ihr Geld“, heißt es in der Nahewein-Region.

Pfalz: Große Hitze, große Weine

Schon als die Reben im April austrieben, war es in der Pfalz überdurchschnittlich trocken. Es fielen in diesem Monat 46 Prozent weniger Regen als im langjährigen Mittel, im Mai gar 60 Prozent. Den ganzen Sommer über blieb es trocken, und im Juli und August wurde es extrem heiß. Doch der einsetzende Regen und die damit verbundene Abkühlung Ende August kamen gerade recht, um ausufernden Trockenstress und überhöhte Mostgewichte zu verhindern. Die Trauben hingen reif und gesund an den Stöcken und erlaubten eine frühe, nicht hektische, aber doch zügige Lese. Alles in allem hervorragende Bedingungen, die zu schönen Erwartungen Anlass geben. Den roten Sorten gefiel die trockene Hitze besonders gut, was sie mit Fülle und Raffinesse zeigen. Die Süßweine gerieten sehr üppig, und Rieslinge, Burgunder und Co. warten mit einer tollen Säurebalance und eleganter, schmelziger Frucht auf. Die aromatischen Sorten wie Gewürztraminer, Scheurebe und Sauvignon Blanc haben bei diesen Witterungsbedingungen ihr ganzes Entwicklungspotenzial entfaltet. Die Erntemenge lag in der Pfalz mit rund 2,2 Millionen Hektolitern etwa ein Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Auf sandigen Böden fiel sie geringer aus als auf anderen Untergründen, in denen die Reben besonders tief wurzeln und so noch an Wasserreserven kamen.

Rheingau: Sehr trocken, hohe Qualitäten

Im Rheingau erschreckten die Winzer frostige Nächte im April, die aber zum Glück folgenlos blieben, doch die lang anhaltende Trockenheit im Sommer forderte ihren Tribut. Mit erwarteten 205.000 Hektolitern lag die Erntemenge rund acht Prozent unter dem langjährigen Mittel. Tief wurzelnde, ältere Anlagen kamen mit dem fehlenden Regen gut zurecht, aber Junganlagen litten teilweise unter Trockenschäden. Ab Mitte September setzten größere Regenfälle ein, die zu starkem Beerenwachstum und so mitunter zu Haarrissen in der Beerenhaut führten: ideale Voraussetzungen für die Botrytis, also die Edelfäule. Bei dem diesjährigen, insgesamt sehr gesunden Lesegut ist daher eine hochklassige Süßweinausbeute erwarten. Auch die trockenen und halbtrockenen Weine des Jahrgangs erreichen hohes Qualitätsniveau. Bei der Lese, die an manchen Stellen – wie beim Riesling üblich – erst Anfang Oktober einsetze, zeigten sich teils herausragende Mostgewichte. Aufgrund des sehr guten Gesundheitszustandes der Trauben setzen manche Erzeuger auch auf Eisweine. Die Rheingauer Weine des Jahrgangs 2015 werden mit ihrer rassigen, gut eingebundenen Säure und aromenreichen Fruchtigkeit die Liebhaber begeistern.

Rheinhessen: Bilderbuchjahrgang, doch differenziert

Im größten deutschen Anbaugebiet herrschten bis zur Ernte teils sehr unterschiedliche Bedingungen. Nicht an allen Standorten wirkte sich die sommerliche Trockenheit gleichermaßen aus. Weinberge auf schweren, wasserspeichernden Böden hatten weniger Probleme mit dem fehlenden Nass. Im südlichen Teil des Anbaugebietes konnte die Lese etwas früher beginnen; auch die Erträge lagen meist über denen der nördlichen Bereiche. Fast überall gab es erstklassig ausgereifte Trauben mit hohen Mostgewichten. Der September entpuppte sich als fast perfekter Erntemonat: tagesüber herrschte meist angenehme Wärme, nachts kühlte es ab, sodass die Trauben weitgehend gesund blieben und intensive Aromen ausbilden konnten. Erst Mitte des Monats gab es teils ergiebigen Regen mit bis zu 30 Liter pro Quadratmeter, doch trocknete der kühle Nordwind die Trauben rasch wieder ab, sodass sich der Fäulnisdruck in Grenzen hielt. Es wurden teils sehr hohe Mostgewichte erreicht und auch einige edelsüße Weine wird es geben. Die Erntemenge des 2015ers liegt nur leicht unter dem langjährigen Mittel; die letzten Schätzungen gehen von 2,5 Millionen hl aus. Durch den perfekten Reifezustand wird es farbintensive, kraftvolle Rotweine und fruchtige, typische Weißweine mit moderaten Säurewerten geben. Liebhaber können sich auf klassische, ausgereifte Rheinhessenweine mit reichem Aromenspiel freuen.

Saale-Unstrut: Im kühlen Norden hohes Niveau

Von einer Sommerhitze mit „nur“ 30 Grad Celsius konnten die Winzer im Südwesten der Republik nur träumen, wo das Thermometer nicht selten 40 Grad erreichte. In Deutschlands nördlichstem Anbaugebiet Saale-Unstrut blieben diese Extremtemperaturen weitgehend aus. Dafür gab es mehrmals kalte Nächte mit Frostgefahr, etwa Ende April bis Mitte Mai. Auch die Schafskälte Ende Juni machte ihrem Namen Ehre, sodass sich die Rebenentwicklung verlangsamte. Die allgemeine Trockenheit dieses Sommers wurde für die Reben in einigen Lagen bedrohlich. Daran änderten auch einige Gewitter mit Starkregen und Hagelschäden etwa im Juni um Freyburg herum wenig. Erst Niederschläge im September sorgten für Entspannung. Eine ruhige Hauptlese von gesunden und prächtig entwickelten Trauben begann Ende September. Am 11.und 12.Oktober beschleunigten Starkregen, nächtliche Fröste und sogar etwas Schnee den Ernteverlauf, so dass Mitte Oktober schon die meisten Trauben eingebracht waren. Der Sonnenschein am Monatsende setzte einen versöhnlichen Akzent. So konnten noch Trauben mit hohen Oechslegraden geerntet werden. Die Erntemenge mit einem hohen Prädikatsweinanteil liegt bei erfreulichen 55.000 hl (2014: 43.000 hl). Die ersten Jungweine präsentieren sich fruchtbetont mit einem harmonischen Säurespiel.

Sachsen: Trotz Hagel gute Erträge

Schon 2014 war für die sächsischen Winzer ein Jahr der Wetterextreme gewesen und auch 2015 stellte sie vor manche Herausforderung. So gab es Unwetter mit Starkregen und Hagel wie Anfang September um Meißen und Weinböhla, der die Beeren beschädigte und bei früh reifenden Sorten eine Notlese erforderte. Zuvor hatten Junganlagen unter Trockenstress gelitten, denn wie in anderen Anbaugebieten waren das Frühjahr extrem trocken und der Sommer heiß; am 7. August wurde mit 38,6°C die höchste Temperatur des Jahres gemessen. Die Trauben haben sich insgesamt dennoch prächtig entwickelt und waren sehr gesund. Einen Wehrmutstropfen stellte ein ungewöhnlich früher Frost Mitte Oktober dar, der in vielen Anlagen das Laub schädigte und die Ernte frühzeitig beendete. Dennoch lässt ein hoher Prädikatsweinanteil im östlichsten deutschen Weinbaugebiet einen sehr guten Jahrgang 2015 erwarten. Auch mit der Erntemenge ist man zufrieden. Der erwartete durchschnittliche Ertrag lag in Sachsen mit 24.000 hl deutlich über dem Vorjahresergebnis.

Württemberg: Ideale Bedingungen, tolle Ergebnisse

Nach einer ungewöhnlich frühen Rebblüte ließ in Württemberg unproblematisches Wetter während der gesamten Vegetationsperiode die Trauben gesund heranreifen. Allein die große Trockenheit – es fiel nur etwa die Hälfte des sonst üblichen Niederschlags – sorgte für Diskussionen. Junganlagen sowie Reben, die auf leichten Böden stehen, mussten zwar bewässert werden, insgesamt jedoch weisen die eingebrachten Moste ein sehr großes Qualitätspotenzial auf. Besonders die wärmeliebenden Rotweinsorten dankten die üppige Hitzezufuhr des Sommers mit hohen Mostgewichten. So wies zum Beispiel der Schwarzriesling ein Plus von zehn Grad Oechsle im Vergleich zum zehnjährigen Mittel auf. Füllige Frucht ist bei allen Rebsorten zu erwarten. Die Erntemenge liegt mit 1,2 Millionen Hektoliter um elf Prozent über dem langjährigen Mittel und gar 16 Prozent über der Erntemenge des Vorjahres. Die Lese begann Mitte September, also recht früh, und endete in vielen Fällen schon Mitte Oktober. Es konnte vollreifes, sehr gesundes Lesegut eingebracht werden. Selbst beim Trollinger wurden spätlesereife Mostgewichte von bis zu 90 Grad Oechsle erreicht. So sind vor allem die Rotweine Gewinner des Jahrgangs, doch auch beim Riesling sorgten gute Reifegrade für tolle Weinqualitäten.

Quelle: www.deutscheweine.de

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Whisky

Octomore Edition 07.01_208 Progressive Hebridean Distillers

Whisky · Single Malt · Islay · Octomore

Octomore Edition 07.1_208 ist ein super-stark getorfter Islay Single Malt der Bruichladdich Distillery. Octomore fordert seit 2008 die gängige Whisky-Weisheit heraus: fünf Jahre gereift, extrem hoch getorft und nahe der Fassstärke abgefüllt. Mit 208 ppm zählt diese Edition zu den am stärksten getorften Whiskys der Welt. Wegen seiner überraschenden Eleganz trotz dieser Wucht nennt Bruichladdich ihn „die unmögliche Gleichung".


Islay

Die Bruichladdich Distillery steht seit 1881 auf den Rhinns of Islay. Octomore ist nach einem ehemaligen Brennerei- und Hofgut oberhalb von Port Charlotte benannt. Für diese Edition wird Gerste vom schottischen Festland verwendet; der außergewöhnlich hohe Torfgehalt entsteht beim Mälzen.

Herstellung und Reifung

Der Single Malt ist mit 208 ppm super-stark getorft und reifte fünf Jahre in American Oak (ehemalige Bourbon- bzw. American-Whiskey-Fässer). Abgefüllt wurde er ungefärbt und nicht kühlgefiltert nahe der Fassstärke (59,5 % vol.).

Im Glas

Helles Strohgold in natürlicher Farbe. In der Nase Seeluft, Toffee und Zitrus, dann dichter Torfrauch mit Pfirsich, Vanille, Nuss und Tabak. Am Gaumen samtig-weich, mit viel Torf und eleganter Süße, Honig, Vanille und Leder. Der Abgang ist sehr lang, rauchig und salzig.

Zum Genuss

Pur in einem Nosing-Glas genießen; etwas Zeit im Glas lohnt sich, Wasser nur sehr vorsichtig zugeben. Ein Whisky für erfahrene Liebhaber rauchiger Islay-Malts.

Passt außerdem zu geräuchertem Fisch, kräftigem Hartkäse und dunkler Schokolade.


Herkunft: Islay, Schottland (Bruichladdich Distillery)
Art: Super-stark getorfter Islay Single Malt, 208 ppm
Reifung: 5 Jahre in American Oak (Bourbonfässer)

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Schaumweine

Sadi Malot Champagne Bulles de Rosé

Champagner · Rosé · Chardonnay & Pinot Noir · Montagne de Reims

Sadi Malot Bulles de Rosé ist ein Rosé-Champagner voller Finesse und Frische. Die Basis bilden elegante Chardonnay-Trauben; die Farbe stammt aus einem Pinot-Noir-Rotwein (Coteaux Champenois). Kein Champagner für große Worte, sondern für große Momente. Im Glas verspielt, feinperlig und saftig.


Montagne de Reims

Sadi Malot hat seinen Sitz in Villers-Marmery an der Montagne de Reims in der Champagne. Die kalkgeprägten Böden verleihen den Weinen Frische und Finesse. Der Chardonnay bildet die elegante Basis, der Pinot Noir die fruchtige Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Die Chardonnay-Basis wird im Edelstahltank ausgebaut; der farbgebende Pinot-Noir-Rotwein (Coteaux Champenois) reift im Holz und durchläuft die malolaktische Gärung. Nach der Assemblage wird der Champagner ungeschönt abgefüllt und reift über 19 Monate auf der Hefe.

Im Glas

Zartes Rosa mit feiner Perlage. Verspielt und feinperlig, mit frischer, saftiger Frucht: rote Beeren treffen auf eine feine, florale Würze, ein Hauch Nelke gibt Tiefe und Komplexität. Am Gaumen ausgewogen, zugänglich und trinkfreudig, subtil und vibrierend, dabei stets elegant.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Vorspeisen, Fisch, Geflügel und Gerichte mit roten Früchten.


Lage: Villers-Marmery, Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Rosé
Ausbau: Chardonnay (Edelstahl) + Pinot-Noir-Rotwein (Holz, malolaktische Gärung), über 19 Monate Hefelager, ungeschönt

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Frankreich

Jean-Marc Vincent Santenay Les Vignes Denses blanc 2021

Weißwein · Santenay · Chardonnay

Chardonnay Santenay (Village) Les Vignes Denses Côte de Beaune Jean-Marc Vincent kalk-mergeliger Boden 2021

Der Jean-Marc Vincent Santenay „Les Vignes Denses" blanc 2021 ist ein eindrucksvoller Chardonnay mit mittlerem bis vollem Körper, der Tiefe, Mineralität und eine immense Konzentration vereint – aus der südlichsten Gemeinde der Côte de Beaune.


Santenay Les Vignes Denses – Chardonnay aus dem Süden der Côte

Santenay ist die südlichste Weinbaugemeinde der Côte de Beaune, seit 1937 mit eigener Appellation, und liegt am äußersten Ende des Kalksteinrückens der Côte d'Or. Überwiegend werden hier Rotweine aus Pinot Noir erzeugt, daneben eine kleinere Menge Chardonnay. Charakteristisch ist der hohe Anteil an Mergelstein, den Santenay mit der nahen Côte Chalonnaise teilt – das prägt die feste und zugleich mineralisch geprägte Stilistik.

„Les Vignes Denses" ist eine Village-Lage von Santenay. Der kalk-mergelige Boden verleiht dem Chardonnay von Jean-Marc Vincent seine geradlinige, salzig-mineralische Präzision und feste Struktur.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war an der Côte de Beaune ein kühler, anspruchsvoller Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders klar gezeichnete, frische Weißweine mit lebendiger Säure und kühler Eleganz hervorbrachte. Auf dem kalk-mergeligen Boden von Santenay ergibt das einen tiefen, konzentrierten und zugleich frischen Chardonnay mit ausgeprägtem Säurebogen und großer Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, Santenay (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg naturnah und biologisch orientiert, mit niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Ein eindrucksvoller Chardonnay mit mittlerem bis vollem Körper, der Tiefe, Mineralität und eine immense Konzentration vereint – geprägt von Aromen wie knackigem grünem Apfel und Birne, echter Vanille, Zitrusfrüchten, Haselnuss und nassem Stein. Geradlinige, frische Frucht findet sich auch im Geschmacksprofil wieder. Ein innerer Nerv, beeindruckende Länge und ein durch den kühlen Jahrgang geprägter Säurebogen bestimmen den Nachhall am Gaumen.

Grüner Apfel, Vanille, Haselnuss und nasser Stein – tief, mineralisch und konzentriert, mit innerem Nerv und langem Säurebogen.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Santenay, Village-Lage Les Vignes Denses (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); südlichste Gemeinde der Côte de Beaune, kalk-mergeliger Boden
Klassifikation: AOC Santenay (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; naturnaher, biologisch orientierter Weinbau

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Rebsorten

Baum-Barth Ingelheimer Spätburgunder 2022

Rotwein · Ingelheim (Rheinhessen) · Spätburgunder

Spätburgunder Ingelheimer Ortswein Baum-Barth Ingelheim · Selztal über 20 J. Reben 10–20 % Ganztrauben neue & gebrauchte franz. Barrique 2022

Der Baum-Barth Ingelheimer Spätburgunder 2022 ist ein Ortswein zu 100 % aus den renommierten Ingelheimer Lagen. Ein Spätburgunder von schönem Terroir-Ausdruck, mit Cassis, rauchiger Tiefe und frischem, druckvollem Trinkfluss.


Ingelheimer Spätburgunder – Ortswein

Das Weingut Baum-Barth in Ingelheim wird von den Brüdern Christoph und Thomas Baum-Barth geführt und steht für die lange Rotweintradition des Selztals. Der Ingelheimer Spätburgunder ist der Ortswein des Guts, zu 100 % aus den renommierten Ingelheimer Lagen.

Die Trauben werden in liebevoller Handarbeit von über 20 Jahre alten Rebstöcken gelesen. Ein Ganztraubenanteil von 10–20 % verleiht dem Wein eine besondere Finesse und Frische.

Jahrgang 2022 – Ingelheim (Selztal)

2022 präsentierte sich – ähnlich wie 2018 – als sehr trockenes, sonnenreiches Jahr. Während das Gras im Sommer braun wurde, blieben die Reben grün und trotzten der Hitze mit erstaunlicher Robustheit. Ein Wetterumschwung mit moderaten Temperaturen und Regen im September bremste den Säureverlust und förderte Aromabildung und Reife. Ein Jahr der Burgundersorten, das präzise, ausgewogene Rotweine hervorbrachte.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (Ortswein) aus den Ingelheimer Lagen, Jahrgang 2022; von über 20 Jahre alten Reben.

Der Wein wird mit einem Ganztraubenanteil von 10–20 % vinifiziert und reift in einer Mischung aus neuen und gebrauchten französischen Barriquefässern, die ihm Struktur und Tiefe verleihen, ohne die Frucht zu überlagern.

Im Glas

In der Nase ein typischer Ingelheimer Terroir-Ausdruck mit schönem Cassis-Duft; eine leichte Reduktion und rauchige Nuancen verleihen zusätzliche Komplexität. Am Gaumen zeigt sich der Spätburgunder von seiner frischen Seite: eine wunderbar eingebundene Säure sorgt für harmonischen Trinkfluss, während eine druckvolle Länge und Tiefe das Geschmackserlebnis vervollständigen.

Schöner Cassis-Duft mit leichter Reduktion und rauchigen Nuancen – am Gaumen frisch, mit wunderbar eingebundener Säure, harmonischem Trinkfluss und druckvoller Länge und Tiefe.

Ein frischer, druckvoller Spätburgunder mit Tiefe; jung gern dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Geflügel, zu Kalb und Wild, zu Pilzgerichten sowie zu mittelkräftigem, gereiftem Käse.


Herkunft: Ingelheimer Lagen (Selztal), Rheinhessen; über 20 Jahre alte Reben
Klassifikation: Spätburgunder, Ortswein, Rheinhessen (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: Handlese, 10–20 % Ganztrauben, Reifung in neuen und gebrauchten französischen Barriquefässern

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Weine

Peter Jakob Kühn Schlehdorn Unikat Riesling 2020 BIO

Weißwein · Mittelheim (Rheingau) · Riesling

Riesling Schlehdorn · PJK.Unikat Peter Jakob Kühn Herzstück Mittelheimer St. Nikolaus Reben von 1954 · über 70 J. kalkhaltiger Löss & Quarzit Ganztraubenpressung · ~2 J. Vollhefe BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Peter Jakob Kühn Schlehdorn PJK.Unikat Riesling trocken 2020 ist der Spitzenriesling des Guts – aus den ältesten, 1954 gepflanzten Reben im Herzstück des Mittelheimer St. Nikolaus. Ein knochentrockener, tiefer und salziger Riesling von seltener Intensität und Klarheit.


Schlehdorn – das Herzstück des St. Nikolaus

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau: ein langes, unberührtes Hefelager in traditionellen Stückfässern, das den Weinen früh Tiefe und Anmut verleiht.

Der Schlehdorn entsteht aus den besten rund 1.000 m² der Großen Lage Mittelheimer St. Nikolaus, mit 1954 gepflanzten, über 70 Jahre alten Reben. Der Weinberg liegt direkt am Rhein, sanft nach Süden geneigt; kalkhaltiger, sandiger Löss und Quarzit sowie die ständige Luftzirkulation des breiten Flusses sorgen für gesunde, früh reifende Trauben. Pro Jahrgang entsteht meist nur rund ein Stückfass.

Jahrgang 2020 – Rheingau

2020 war im Rheingau ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die alten Reben mit ihrem tiefen Wurzelsystem und der lange Hefeausbau bewahrten Konzentration, salzige Mineralität und Spannung – Kraft und Feinheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Knochentrockener Riesling aus dem Herzstück des Mittelheimer St. Nikolaus, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von kalkhaltigem Löss und Quarzit.

Die ganzen Trauben werden über rund zehn Stunden schonend gepresst und ohne Umpumpen direkt ins Halbstückfass gelegt, wo sie spontan vergären. Nach einer malolaktischen Gärung reift der Wein knapp zwei Jahre unberührt auf der Vollhefe – ohne Bâtonnage –, gefolgt von rund einem Jahr Flaschenreife. Dieser lange Hefeausbau verleiht ihm Schmelz, Tiefe und Substanz. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein tiefer, kristallklarer Riesling von großer Konzentration: reifer Apfel und Mirabelle, dazu getrocknete Zitronen- und Orangenzeste, eine feine jodig-steinige Note und würzige Kräuteranklänge. Am Gaumen knochentrocken, dicht und schmelzend zugleich, mit intensiver, salziger Mineralität, feiner phenolischer Griffigkeit und einem sehr langen, energiegeladenen Nachhall.

Reifer Apfel und Mirabelle, getrocknete Zitrus- und Orangenzeste über jodig-steiniger Tiefe – knochentrocken, dicht und schmelzend, intensiv salzig, mit langem, energiegeladenem Nachhall.

Ein rarer, sehr langlebiger Rheingau-Riesling; jung unbedingt dekantieren, mit großem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Kalbsbries mit Morcheln, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse wie Comté oder Beaufort.


Lage: Schlehdorn, ~1.000 m² im Herzstück des Mittelheimer St. Nikolaus (VDP.Große Lage), Rheingau; direkt am Rhein, Süd; kalkhaltiger sandiger Löss und Quarzit; Reben von 1954
Klassifikation: Riesling PJK.Unikat, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Ganztraubenpressung, Spontangärung im Halbstückfass, MLF, knapp 2 Jahre auf der Vollhefe (ohne Bâtonnage), danach ~1 Jahr Flaschenreife; biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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Länder/Regionen

Zenato Lugana San Benedetto

Wein · Weißwein · Lugana · Italien

Zenato Lugana San Benedetto ist ein Klassiker der Familie Zenato vom Gardasee. Aus der Rebsorte Trebbiano di Lugana besticht er durch seine klare, feinwürzige Art, feine Frucht und einen feinen Nachhall – ein vielseitiger Allrounder zu leichten Sommergerichten und Fischvariationen.


Lugana / Gardasee

Seit fast 50 Jahren schreibt die Familie Zenato rund um den Gardasee eine Erfolgsgeschichte nach der anderen. Die Trauben für den San Benedetto wachsen in der Lugana DOC am südlichen Seeufer auf lehmig-kalkhaltigen Böden. Zenatos Lugana-Weine zählen zu den besten ihrer Art und haben sich einen festen Platz in der gehobenen Gastronomie erarbeitet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Trebbiano di Lugana (lokal Turbiana). Die Gärung erfolgt im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur, gefolgt von einer Reife auf der Feinhefe, die dem Wein Schmelz und Tiefe verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Frucht von Zitrus, weißem Pfirsich und Apfel, untermalt von feinwürzigen, mandeligen Noten. Am Gaumen klar und saftig, mit feiner Säure und einem feinen, anhaltenden Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein vielseitiger Allrounder für viele Gelegenheiten.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, leichten Sommergerichten, Pasta und als Aperitif.


Lage: Lugana DOC, San Benedetto di Lugana, Gardasee (Italien); Azienda Zenato
Klassifikation: Lugana DOC – 100 % Trebbiano di Lugana (Turbiana), trocken
Ausbau: Edelstahltank, Reife auf der Feinhefe

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Weine

Eimermann Chenin Blanc

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Eimermann Chenin Blanc ist ein echter Frischekick. Die ursprünglich französische, vor allem in Südafrika verbreitete Rebsorte ist in Deutschland ein Exot – am Roten Hang findet sie ideale Bedingungen und wird zu einem saftigen Wein mit expressiver Frucht und herber Frische.


Rheinhessen / Schloss Schwabsburg

Das Weingut Eimermann (Familie Werner und Thore Eimermann) liegt in Nierstein-Schwabsburg am berühmten Roten Hang in Rheinhessen. Der Chenin Blanc wächst in der Lage Schloss Schwabsburg, wo es sonnig, trocken und windig ist – genau die Bedingungen, die diese Rebsorte liebt. Alle Weine des Guts sind vegan.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chenin Blanc – in Deutschland eine Rarität. Der Ausbau bewahrt die ausdrucksstarke Frucht und die herbe, animierende Frische; geschmacklich geht der Wein in Richtung Sauvignon Blanc, ohne dessen Fülle. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Mirabelle, saftige Nektarine und exotische Maracuja. Am Gaumen saftig und ausdrucksstark, mit viel Frucht und einer animierenden, herben Frische; klarer, frischer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – ein spannender Begleiter für aromatische Küche.

Passt zu: Fusion-Küche, gegrilltem Geflügel, asiatisch inspirierten Gerichten, glasiertem Schweinebauch und vegetarischen Gerichten mit exotischen Gewürzen.


Lage: Rheinhessen, Schloss Schwabsburg / Roter Hang, Nierstein (Deutschland); Weingut Eimermann
Klassifikation: 100 % Chenin Blanc, trocken (vegan)
Ausbau: frische- und fruchtbetont

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Portugal

Niepoort TURRiS 2014

Wein · Rotwein · Douro · Portugal

Niepoort TURRiS 2014 ist die Verwirklichung eines Traums von Dirk Niepoort: ein Wein von einem über 130 Jahre alten, nach Süden gelegenen Weinberg ohne jede Reberziehung in der Subregion Cima Corgo im Douro. Vielschichtig, tiefgründig und von großer Eleganz – in nur 1.000 Flaschen.


Douro / Cima Corgo

Der TURRiS stammt aus einem einzigen, über 130 Jahre alten Weinberg in der Subregion Cima Corgo – südausgerichtet und ohne jede Reberziehung als historischer Mischsatz gepflanzt. Die Schieferböden verleihen dem Wein Graphitnoten, Mineralität und Finesse. Es ist einer der raresten und persönlichsten Weine von Niepoort.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus autochthonen Douro-Sorten. Nach rigoroser Selektion erfolgt die alkoholische Gärung im Edelstahl mit etwa 20 % Ganztraubenanteil; die Maischestandzeit dauert rund einen Monat, um das Potenzial der Lage behutsam zu extrahieren. Anschließend reift der Wein 12 Monate in über 60 Jahre alten Fudern von der Mosel und weitere 24 Monate auf der Flasche. Trocken ausgebaut. Der Jahrgang 2014 brachte etwas niedrigere Erträge; die frühe Lese Anfang September sicherte Säure, Ausgewogenheit und Frische.

Im Glas

Jugendliches, strahlendes Rubinrot. In der Nase vielschichtig und tiefgründig, mit Johannisbeere, Brombeere und Gewürzen, dazu Graphit und rosa Pfeffer aus dem Schieferboden. Am Gaumen samtig und fein, mit wunderbar ausgewogener Tannin- und Mineralitätsstruktur – mundfüllend ohne Schwere, von großer Eleganz und mit immens langem Nachhall.

Am Tisch

Vor dem Genuss großzügig dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein großer Wein für besondere Anlässe.

Passt zu: geschmortem Lamm, Wild, Rind, herzhaften Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: D.O.C. Douro – Cima Corgo, Einzellage (>130 Jahre) (Portugal); Niepoort
Rebsorten: Feldblend autochthoner Douro-Sorten (ungestützte Altreben), trocken
Ausbau: ~20 % Ganztrauben, ~1 Monat Maischestandzeit; 12 Monate in über 60-jährigen Mosel-Fudern, 24 Monate Flaschenreife
Jahrgang/Produktion: 2014; 1.000 Flaschen

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