Jaboulet Hermitage La Chapelle 1988 – Côtes-du-Rhône – Frankreich

Jaboulet Hermitage La Chapelle 1988 – Côtes-du-Rhône – Frankreich

Der 1988er Hermitage La Chapelle von dem Handelshaus Jaboulet ist in diesem Moment genau auf seinem Zenit bzw. hat ihn schon leicht überschritten. Bei der entkorkten Flasche handelte es sich um eine bis zum Jahre 2014 im Weingut perfekt gelagerte Flasche und neben seiner würzig, pfeffrigen Art beginnt die „Todessüße“ schon an seinen Enden zu kratzen. Kurz nach dem Öffnen der Flasche steht dies dem Wein sehr gut und auch zum kräftigen Essen spielt dieser Syrah mit ein wenig süßlicher Frucht, der opulenten Würze und seinem filigranen Abgang seine ganzen Stärken locker aus. Mit Luftkontakt verliert diese Flasche Hermitage allerdings doch immer mehr an Frische und Struktur und geht den Weg, den jegliche Materie und alles Irdische irgendwann gehen muss. Ein langsamer, aber unaufhaltbarer Zerfall in all seine Bestandteile.

Dies´ ist also ohne Frage ein Wein für eine große Gesellschaft oder generell für Schnelltrinker und in jedem Fall ein Tropfen der nach dem Entkorken schnell geleert werden sollte.

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Deutschland

Van Volxem Rotschiefer Kabinett 2021

Fruchtsüßer Weißwein · Saar (Rotschiefer) · Riesling

Riesling Rotschiefer Saar · Mosel Van Volxem eisenreicher roter Devonschiefer Kabinett · fruchtsüß niedriger Alkohol 2021

Der Van Volxem Rotschiefer Riesling Kabinett 2021 ist ein fruchtsüßer Saar-Riesling von eisenreichem rotem Devonschiefer – ein animierendes Spiel aus reifer Frucht, zarter Süße, feiner Säure und belebender Mineralität. Bei niedrigem Alkohol ein herrlich leichter, trinkanimierender Genuss, der nach dem nächsten Glas verlangt.


Rotschiefer – eisenreicher roter Devonschiefer

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar nach Handarbeit – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen.

Der Rotschiefer stammt von den eisenreichen, roten Devonschiefer-Böden der Saar. Dieser besondere Untergrund verleiht dem Riesling seine reife, würzige Frucht und jene salzig-mineralische Tiefe, die nur diese einzigartige Schieferlandschaft hervorzubringen vermag. Das eher kühle Klima an der Saar bewahrt dabei die feine, lebendige Säure.

Jahrgang 2021 – Saar

2021 war an der Saar ein kühler, klassischer Jahrgang – ideal für die feinfruchtige Kabinett-Stilistik. Die langsame Reife bewahrte eine lebendige, präzise Säure, die der reifen Frucht und der feinen Restsüße ein elegantes Gegengewicht gibt. Das Ergebnis ist ein besonders frischer, animierender und ausgewogener Kabinett.

Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (VDP.Gutswein) von der Saar, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von eisenreichem rotem Devonschiefer.

Der Wein wird aus gesunden, goldgelb gereiften Beeren vinifiziert und spontan vergoren. Die Gärung wird angehalten, sodass eine feine natürliche Restsüße erhalten bleibt und der Alkoholgehalt niedrig ausfällt – die Grundlage für den leichten, animierenden Trinkfluss dieses klassischen Saar-Kabinetts.

Im Glas

Aus dem eisenreichen roten Schiefer und der kühlen Saar lebt dieser Kabinett von seinem Spiel aus Frucht und Mineralität: helles Goldgelb mit grünlichen Reflexen, dazu reife Aromen von Aprikose, Mirabelle und Weinbergspfirsich, Zitrus und gelbem Apfel, untermalt von einer rauchig-erdigen, salzigen Mineralität. Am Gaumen charmant und saftig, mit einer feinen, nie dominanten Restsüße, die von einer lebendigen Säure und mineralischem Zug perfekt aufgefangen wird – leicht, filigran und herrlich trinkanimierend.

Reife Aprikose, Mirabelle und Weinbergspfirsich über salziger Schiefer-Mineralität – feine Süße, lebendige Säure, leicht und trinkanimierend.

Ein vielseitiger, jugendlich-frischer Riesling mit gutem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif und Solist auf der Terrasse, zu würziger asiatischer Küche, zu Sushi und leicht scharfen Gerichten sowie zu mild-würzigem Käse und fruchtigen Desserts.


Lage: Rotschiefer-Lagen an der Saar (Mosel); eisenreiche, rote Devonschiefer-Verwitterungsböden; ohne Herbizide bewirtschaftet
Klassifikation: VDP.Gutswein; Riesling Kabinett (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung, angehaltene Gärung mit feiner natürlicher Restsüße, niedriger Alkohol

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Spanien

Juan Manuel Burgos AVAN Cepas Centenarias 2020

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo (Tinta del País) Ribera del Duero Cepas Centenarias (100+ Jahre) prä-phylloxerisch ~900 m Höhe 18 Monate neue franz. Eiche 2020

Der AVAN Cepas Centenarias 2020 ist ein Weingigant aus über 100 Jahre alten Rebstöcken – ein Wein, der nicht nur in Spanien seinesgleichen sucht. Frucht, Kraft, Ausdruck und ein ellenlanger Abgang geben sich die Klinke in die Hand. Einer der größten Weine Spaniens.


Cepas Centenarias – der Ursprungsweinberg

Bodegas y Viñedos Juan Manuel Burgos liegt in Fuentelcésped in der Ribera del Duero. „Juanma" erbte Rebflächen zwischen 40 und 100 Jahren und brachte mit AVAN ab dem Jahr 2000 das moderne Gesicht der Region hervor – im Weinberg konsequent traditionell und, nach den Mondphasen gepflegt, im Keller mit nur minimalem Schwefeleinsatz.

Der Cepas Centenarias ist das Flaggschiff des Projekts: 100 % Tinta del País aus dem ältesten, über hundertjährigen und prä-phylloxerischen Weinberg des Guts – jenem Weinberg, von dem alle übrigen Reben des Hauses gepfropft wurden, gleichsam die DNA des gesamten Projekts. Die hochgelegenen Parzellen auf rund 900 Metern, auf kalkhaltigen Böden mit Sand und Ton, und die großen Tag-Nacht-Kontraste sorgen für eine langsame, ausgewogene Reife und konzentrierte Trauben.

Jahrgang 2020 – Ribera del Duero

Der Jahrgang 2020 ist spannend und elegant zugleich, dabei schon sehr zugänglich und trinkreif. Die alten Reben und die Höhenlage geben dem Wein Tiefe, Frische und Energie – ein kraftvoller, aber fein gezeichneter Ribera, der sich in den kommenden Jahren noch weiter prächtig entwickeln wird.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (Tinta del País) aus dem Jahrgang 2020, trocken.

Handlese ertragsarmer Parzellen, Gärung mit autochthonen Hefen zur Wahrung des Terroircharakters. Anschließend 18 Monate Reife in neuen Fässern aus französischer Eiche höchster Qualität (feinporig), in denen die besten Fässer jeder Böttcherei ausgewählt werden. Anbau mit Kompost und Pflanzenpräparaten, nicht zertifiziert.

Im Glas

Sattes Purpurrot mit kräftigen Glycerinschlieren, die an der Glaswand hinunterwabern. Ausgeprägter Duft nach dunklen, reifen und sehr satten Früchten, untermalt von cremiger Eiche, getrockneten Kräutern und kandierter Frucht. Am Gaumen unheimlich vollmundig und lang, kraftvoll und konzentriert, mit reifen Tanninen – Frucht, Kraft und Ausdruck im Zusammenspiel.

Ein Weingigant aus über 100-jährigen Reben – einer der größten Weine Spaniens.

Der Abgang ist intensiv und sehr, sehr lang. Schon jetzt ein großer Trinkgenuss, mit prächtigem Entwicklungspotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kastilischen Braten und Lamm aus dem Ofen, zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Ibérico-Schwein sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Ribera del Duero, Fuentelcésped (Spanien); ältester, prä-phylloxerischer Weinberg (100+ Jahre), ~900 m Höhe, kalkhaltige Böden mit Sand und Ton
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Tempranillo (Tinta del País), trocken
Ausbau: 18 Monate neue französische Eiche (feinporig); autochthone Hefen; Anbau mit Kompost und Pflanzenpräparaten, nicht zertifiziert

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Rebsorten

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2012

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Fruit Trees · Main Road Block Drew Noon MW franz. Barrique 2012

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2012 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek mit klarer Cassisfrucht, einem frischen Lift und einer wundervollen Balance, die schon jetzt großen Trinkgenuss bietet.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Fruit Trees und Main Road des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht.

Jahrgang 2012 – Langhorne Creek

Der Reserve Cabernet ist bewusst ein reiferer Cabernet-Stil, der die Cassis- und Brombeerfrucht über kräutrige Noten stellt. Der 2012er zeigt diese Handschrift mit satter Frucht und großer Klarheit, getragen von einem feinen, eher zurückhaltenden Tannin und einer frischen Note, die dem Wein einen schönen Lift und eine wundervolle Balance verleiht.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2012, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Seit jeher einer der liebsten Noons – endlich unter Schraubverschluss, was sich direkt in der Nase mit ganz klaren Cassisbeeren zeigt, dazu etwas Rumtopfwürze. Im Mund dann satte Frucht: Cassis pur, schwarzer Fliederbeersaft, Kokosschoko, Nelke – jedoch keine extreme Konzentration, sondern ein Übergang in eine frische Note, vielleicht Minze, die dem Wein einen schönen Lift verleiht. Die Tannine sind vorhanden, aber eher im Hintergrund, dabei sehr lang; klar, dass der Wein altern kann. Eine wundervolle Balance schon jetzt.

Wundervolle Balance schon jetzt – diese Flasche war von allen als erste leer getrunken.

(Verkostungsnotiz: Jeanine Hildebrand.) Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, mit gutem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Fruit Trees und Main Road, tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

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Frankreich

Bessin-Tremblay Chablis 2023

Weißwein · Chablis · Chardonnay

Chardonnay Chablis AOC 2023 Reben bis 80 Jahre dezenter Holzausbau

Der Chablis 2023 der Domaine Bessin-Tremblay ist ein saftiger, mineralischer Chardonnay aus dem nördlichen Burgund. Die Trauben stammen von einer Parzelle mit bis zu 80 Jahre alten Reben – das gibt dem Wein Dichte und Tiefe, die deutlich über das übliche Niveau dieser Appellation hinausgehen. Der Jahrgang 2023 bringt reife Frucht und straffe Säure zusammen.


Chablis – Chardonnay aus alten Reben am Serein

Chablis liegt im nördlichen Burgund im Arrondissement Auxerre, geformt vom Fluss Serein, und ist von Champagne, Sancerre und der Côte d'Or jeweils etwa gleich weit entfernt. Das kontinentale Klima mit kalten Wintern und das Risiko von Spätfrösten prägen den Charakter; angebaut wird ausschließlich Chardonnay, der durch die kühlen Bedingungen seine markante Säure und Langlebigkeit behält.

Den Untergrund bilden Kalkstein und Mergel aus dem Kimmeridgium – die Bodenformation, die den Chablis seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Frucht für diesen Wein kommt von einer Parzelle mit Reben von bis zu 80 Jahren; das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefert konzentrierte, klar gezeichnete Trauben.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und zählt im Stilbild der Region zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2023 – Chablis

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch und forderten die Winzer im Rebschutz. Ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer, die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein.

Eine Hitzewelle im August beschleunigte die Reife, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für Chablis steht 2023 für einen gesunden, mengenmäßig großzügigen Jahrgang mit reifer Frucht und tragender Säure.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen und selektiert.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen. Ausbau auf der Feinhefe mit nur dezentem Holzanteil, sodass Frucht und Mineralität im Vordergrund bleiben. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase gelbe und weiße Früchte, vor allem Zitrus, dazu eine feine Holznote im Hintergrund. Am Gaumen dicht, kristallklar und mineralisch, mit Zug und einem geradlinigen, salzigen Abgang.

Ein Chablis, der zeigt, wie wenig die guten Lagen mit Massenware desselben Namens zu tun haben: dicht, kristallklar, voller Energie.

Jung schon zugän

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Whisky

Octomore Edition 07.01_208 Progressive Hebridean Distillers

Whisky · Single Malt · Islay · Octomore

Octomore Edition 07.1_208 ist ein super-stark getorfter Islay Single Malt der Bruichladdich Distillery. Octomore fordert seit 2008 die gängige Whisky-Weisheit heraus: fünf Jahre gereift, extrem hoch getorft und nahe der Fassstärke abgefüllt. Mit 208 ppm zählt diese Edition zu den am stärksten getorften Whiskys der Welt. Wegen seiner überraschenden Eleganz trotz dieser Wucht nennt Bruichladdich ihn „die unmögliche Gleichung".


Islay

Die Bruichladdich Distillery steht seit 1881 auf den Rhinns of Islay. Octomore ist nach einem ehemaligen Brennerei- und Hofgut oberhalb von Port Charlotte benannt. Für diese Edition wird Gerste vom schottischen Festland verwendet; der außergewöhnlich hohe Torfgehalt entsteht beim Mälzen.

Herstellung und Reifung

Der Single Malt ist mit 208 ppm super-stark getorft und reifte fünf Jahre in American Oak (ehemalige Bourbon- bzw. American-Whiskey-Fässer). Abgefüllt wurde er ungefärbt und nicht kühlgefiltert nahe der Fassstärke.

Im Glas

Helles Strohgold in natürlicher Farbe. In der Nase Seeluft, Toffee und Zitrus, dann dichter Torfrauch mit Pfirsich, Vanille, Nuss und Tabak. Am Gaumen samtig-weich, mit viel Torf und eleganter Süße, Honig, Vanille und Leder. Der Abgang ist sehr lang, rauchig und salzig.

Zum Genuss

Pur in einem Nosing-Glas genießen; etwas Zeit im Glas lohnt sich, Wasser nur sehr vorsichtig zugeben. Ein Whisky für erfahrene Liebhaber rauchiger Islay-Malts.

Passt außerdem zu geräuchertem Fisch, kräftigem Hartkäse und dunkler Schokolade.


Herkunft: Islay, Schottland (Bruichladdich Distillery)
Art: Super-stark getorfter Islay Single Malt, 208 ppm
Reifung: 5 Jahre in American Oak (Bourbonfässer)

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Weine

Kühling-Gillot Pettenthal Riesling Großes Gewächs 2020 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Pettenthal VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Schieferton (Rotliegendes) steilste Parzelle Rheinhessens BIO (DE-ÖKO-006) · 2020

Der Kühling-Gillot Niersteiner Pettenthal Riesling GG 2020 stammt von der steilsten Weinbergsparzelle Rheinhessens am Roten Hang. Ein Riesling von fast burgundischem Charakter, in dem der Stein dominiert: Tabak, Würze, Wildheit – schmelzig am Gaumen, mit schier unendlichem Nachhall.


Niersteiner Pettenthal – wo der Stein dominiert

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Südlich an den Rothenberg anschließend liegt das Pettenthal; beide Lagen gehen als Teil des Roten Hangs ineinander über, mit fast identischer Ausrichtung, Hangneigung und Bodenzusammensetzung. Der Name rührt vermutlich aus der Zeit kirchlichen Besitzes (Paters Tal = Tal der Mönche).

Auch hier dominiert der rote Schieferton, das berühmte „Rotliegende". Mit rund 170 Metern liegt das Pettenthal etwas höher als der Rothenberg, der Boden ist dadurch noch einen Tick karger; die Reben müssen tief in den weichen Stein wurzeln. Die Gutsparzelle ist mit mehr als 70 % Neigung die steilste Weinbergsparzelle Rheinhessens: Das Felsband des Roten Hangs tritt hier am ausgeprägtesten zutage, die Humusschicht ist extrem dünn, Nährstoffe finden sich nur tief im steinigen Boden. Mechanische Bewirtschaftung ist unmöglich – hier kann nur von Hand gearbeitet werden.

Jahrgang 2020 – Roter Hang (Rheinhessen)

2020 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der karge rote Schieferton und die extreme Steillage bewahrten Würze, steinige Tiefe und salzige Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Pettenthal, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von rotem Schieferton (Rotliegendes).

Nach reiner Handarbeit im Steilhang und strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf steinige Würze, Tiefe und Schmelz ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein steingeprägter Riesling von fast burgundischem Charakter: Statt vordergründiger Frucht dominieren Tabak, Würze und eine gewisse Wildheit, durchzogen von einem feinen Ton nach weißen Mandeln. Am Gaumen verführerisch schmelzig und tiefgründig, mit salziger Mineralität, lebendiger Säure und einem schier unendlichen Nachhall.

Statt Frucht dominieren Tabak, Würze und Wildheit, durchzogen von einem feinen Ton nach weißen Mandeln – verführerisch schmelzig und tiefgründig, mit salziger Mineralität und schier unendlichem Nachhall.

Ein tiefgründiger, sehr langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Pettenthal (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); ~170 m, >70 % Neigung (steilste Parzelle Rheinhessens); roter Schieferton (Rotliegendes)
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: reine Handarbeit, strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Mont Baudile Orimos Grande Reserve

Rotwein · Cuvée · Languedoc · Frankreich

Fonjoya Mont Baudile Orimos Grande Réserve ist eine trockene Rotwein-Cuvée aus dem Languedoc in Südfrankreich. Die Komposition aus Syrah, Grenache und Mourvèdre ist ein Gaumenschmeichler – mit einem Duftstrauß roter Beeren, vollmundig und weich am Gaumen.


Mont Baudile

Die Cuvée trägt die Herkunft IGP Mont Baudile im Hérault, im nördlichen Languedoc zwischen dem Larzac-Plateau und der Ebene. Fonjoya ist ein südfranzösisches Winzerkollektiv, das in dieser sonnenverwöhnten Mittelmeerregion klassische und moderne Weine erzeugt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Syrah, Grenache und Mourvèdre – die klassische südfranzösische Rebsortentrias. Der Orimos wird aus selektioniertem, vollreifem Lesegut gewonnen: Die Syrah bringt die Würze, die Grenache die Frucht und die Mourvèdre einen Hauch Exotik und Schokoladennoten.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase ein Duftstrauß roter Beeren. Am Gaumen vollmundig und weich, mit reifer Frucht, feiner Würze und schokoladigen Anklängen. Lang, schmeichelnd und rund im Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein zugänglicher, fruchtbetonter Südfranzose zu herzhafter, mediterraner Küche.

Klassische Begleitung: gegrilltes Fleisch, Lamm, Schmorgerichte und Hartkäse.


Lage: Mont Baudile, Languedoc (Frankreich)
Klassifikation: IGP Mont Baudile – Rotwein-Cuvée (trocken)
Ausbau: aus selektioniertem, vollreifem Lesegut

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Weine

Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2020 BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lagen)

Riesling Mölsheim VDP.Aus Ersten Lagen Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen nackter Kalkfels · Schotterauflage großes Holzfass BIO (DE-ÖKO-006) · 2020

Der Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling 2020 stammt aus den kühlsten, kargsten Lagen des Guts im Zellertal – der kleine Bruder der Großen Gewächse. Rauchig-kühl mit Feuerstein, fein ziseliert und salzig-mineralisch.


Mölsheim – nackter Kalkfels im kühlen Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Mölsheim ist als VDP.Aus Ersten Lagen klassifiziert; nur Trauben aus klassifizierten Ersten und Großen Lagen fließen ein.

Die Weinberge um Mölsheim liegen höher und sind deutlich kühler als die Hohen-Sülzener Lagen: Das Zellertal verjüngt sich hier, sodass die kühlen Winde des Donnersbergmassivs wie durch eine Düse hindurchziehen. Die Reben wurzeln im nackten Kalkfels, der nur von einer dünnen Schotterauflage bedeckt ist – Jahr für Jahr müssen Kalksteine abgetragen werden. Diese Kargheit prägt den Wein: zurückgenommene Frucht, dafür filigrane Noten von Feuerstein und Kräutern.

Jahrgang 2020 – Zellertal (Rheinhessen)

2020 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der nackte Kalkfels und die kühlen Donnersberg-Winde bewahrten Kargheit, salzige Mineralität und die feine Feuerstein-Würze – Frische und Eleganz im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen aus Mölsheim, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von nacktem Kalkfels mit dünner Schotterauflage.

Nach der Handlese wird der Wein herkunftsbetont im großen Holzfass ausgebaut, ganz auf Kargheit, salzige Mineralität und feine Feuerstein-Würze ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein karger, kalkgeprägter Riesling: zurückgenommene Frucht, dafür saline Noten nach nassem Stein, deutlicher Feuerstein und feine nördliche Kräuter. Am Gaumen kühl, steinig und fein ziseliert, mit lebendiger Säure, salziger Spannung und einem langen, rauchig-mineralischen Nachhall.

Zurückgenommene Frucht über salinen Noten nach nassem Stein, deutlichem Feuerstein und feinen Kräutern – kühl, steinig und fein ziseliert, mit lebendiger Säure, salziger Spannung und langem, rauchig-mineralischem Nachhall.

Ein kühler, karger Kalk-Riesling; früh zugänglich, mit Reifepotential – jung dekantieren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Spargel, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Mölsheim (VDP.Aus Ersten Lagen), Zellertal, Rheinhessen; ~200 m, ~40 % Neigung; nackter Kalkfels mit dünner Schotterauflage; aus klassifizierten Ersten und Großen Lagen
Klassifikation: Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, herkunftsbetonter Ausbau im großen Holzfass; biologisch, DE-ÖKO-006

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