Willi Schäfer Weinlese 2015

Willi Schäfer Weinlese 2015

… ein Bericht der Familie Schäfer aus Graach von der Mosel. Wir freuen uns schon sehr auf den neuen Jahrgang 2015.

Das Weinjahr 2015


Glückliche Gesichter während der Traubenlese sind Zeugen eines wunderbaren Jahrgangs 2015!

Nicht nur für Sonnenanbeter war der Sommer ein Traum. Unsere Trauben reiften perfekt heran und die Vorfreude auf den Herbst war groß.
Mitte September kam dann mehr Regen als erhofft. Aber wir hatten großes Glück. Die Niederschläge nahmen bald ein Ende. Es folgten Wind, kühle Nächte und nicht zu warme Tage. Besser hätte es nicht sein können. Die Traubenschalen wurden dünner, die Reife war da, ebenso eine ansprechende Säure. Es entwickelte sich eine sehr schöne, maßvolle Botrytis, sodass wir am 01. Oktober überaus optimistisch in die Lese starten konnten.

Durch die trockene Witterung konnten wir uns mit der Ernte Zeit lassen und jede Parzelle selektiv lesen. Die am Stock verbliebenen Trauben legten noch an Reife und Aroma zu, bis wir auch diese, goldgelb und kleinbeerig, in der zweiten Lesehälfte pflücken konnten. Kurzzeitig sanken die Temperaturen auf 1°C. Auf der Schäferei lag am Morgen des 14. Oktober sogar etwas Schnee. Aber das winterliche Intermezzo war von sehr kurzer Dauer und es folgten bald wieder sonnige Herbsttage.

Es war eine große Freude, den Reifeprozess zu beobachten und wir sind dankbar, dass uns das Wetter keinen weiteren Streich gespielt hatte. Aber ein bisschen Aufregung gehört wohl zum Handwerk des Winzers dazu.

Neben unseren altbewährten Helfern bekamen wir dieses Jahr wieder Unterstützung von Familie und Freunden. Jonathan und Jakob waren ganz verrückt auf die Traubenlese. Christophs Tante Monika mit Mann Peter und Freunden ließen sich für „alpine Weinbergserfahrungen“ gewinnen. Die „Oberrotweiler Herbst-Gang“ mit Andreas Brüdern Thomas und Armin mit Frau Katja und Winzerkollegen Siegmund haben sich als äußerst Steilhang-tauglich erwiesen, obwohl ihnen der eigene Herbst noch in den Knochen steckte.

Bei Einbruch der Dunkelheit wurden die letzten Riesling-Trauben am 27. Oktober 2015 gelesen.

Die Resultate können sich sehen lassen! Allesamt sind sie sehr ausdrucksstark, fruchtbetont, extraktreich und voller Finesse. Dabei hat jeder Riesling seinen ganz eigenen Charakter. Ein Jahrgang mit großer Zukunft, der keine Wünsche offen lässt.

Weingut Willi Schaefer, Februar 2016

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Rebsorten

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling trocken 2021

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2021 stammt aus der bekanntesten und einer der ältesten Lagen des Zellertals. Er besticht durch herrliche Weißfrüchte, mineralische Kalknoten und eine kräftige Würze, die in einem wahrlich druckvollen Abgang münden.


Pfalz / Schwarzer Herrgott

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Der Schwarzer Herrgott ist die bekannteste und eine der ältesten Lagen des Zellertals. Das Zellertal hat die höchsten Berge der Pfalz; die Reben tun sich an der Oberfläche schwer und suchen sich den Weg tief in die Erde, wo sie auf Tonmergel- und Kalkschichten stoßen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Durch eine lange Feinhefelagerung und die Selektion der besten Trauben besitzt dieser Riesling ein sehr langes Lagerpotenzial und entwickelt sein volles Potenzial erst nach mehreren Jahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase herrliche Weißfrüchte und mineralische Kalknoten. Am Gaumen mineralisch und kräftig gewürzt, mit klarer Frucht, feiner Struktur und einem druckvollen, langen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und gereiftem Käse.


Lage: Pfalz, Zellertal, Schwarzer Herrgott (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: lange Feinhefelagerung, Traubenselektion; Tonmergel und Kalk; langes Lagerpotenzial
Jahrgang: 2021

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Deutschland

Van Volxem Rotschiefer Kabinett 2021

Fruchtsüßer Weißwein · Saar (Rotschiefer) · Riesling

Riesling Rotschiefer Saar · Mosel Van Volxem eisenreicher roter Devonschiefer Kabinett · fruchtsüß niedriger Alkohol 2021

Der Van Volxem Rotschiefer Riesling Kabinett 2021 ist ein fruchtsüßer Saar-Riesling von eisenreichem rotem Devonschiefer – ein animierendes Spiel aus reifer Frucht, zarter Süße, feiner Säure und belebender Mineralität. Bei niedrigem Alkohol ein herrlich leichter, trinkanimierender Genuss, der nach dem nächsten Glas verlangt.


Rotschiefer – eisenreicher roter Devonschiefer

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar nach naturnahen Gesichtspunkten – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen.

Der Rotschiefer stammt von den eisenreichen, roten Devonschiefer-Böden der Saar. Dieser besondere Untergrund verleiht dem Riesling seine reife, würzige Frucht und jene salzig-mineralische Tiefe, die nur diese einzigartige Schieferlandschaft hervorzubringen vermag. Das eher kühle Klima an der Saar bewahrt dabei die feine, lebendige Säure.

Jahrgang 2021 – Saar

2021 war an der Saar ein kühler, klassischer Jahrgang – ideal für die feinfruchtige Kabinett-Stilistik. Die langsame Reife bewahrte eine lebendige, präzise Säure, die der reifen Frucht und der feinen Restsüße ein elegantes Gegengewicht gibt. Das Ergebnis ist ein besonders frischer, animierender und ausgewogener Kabinett.

Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (VDP.Gutswein) von der Saar, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von eisenreichem rotem Devonschiefer.

Der Wein wird aus gesunden, goldgelb gereiften Beeren vinifiziert und spontan vergoren. Die Gärung wird angehalten, sodass eine feine natürliche Restsüße erhalten bleibt und der Alkoholgehalt niedrig ausfällt – die Grundlage für den leichten, animierenden Trinkfluss dieses klassischen Saar-Kabinetts.

Im Glas

Aus dem eisenreichen roten Schiefer und der kühlen Saar lebt dieser Kabinett von seinem Spiel aus Frucht und Mineralität: helles Goldgelb mit grünlichen Reflexen, dazu reife Aromen von Aprikose, Mirabelle und Weinbergspfirsich, Zitrus und gelbem Apfel, untermalt von einer rauchig-erdigen, salzigen Mineralität. Am Gaumen charmant und saftig, mit einer feinen, nie dominanten Restsüße, die von einer lebendigen Säure und mineralischem Zug perfekt aufgefangen wird – leicht, filigran und herrlich trinkanimierend.

Reife Aprikose, Mirabelle und Weinbergspfirsich über salziger Schiefer-Mineralität – feine Süße, lebendige Säure, leicht und trinkanimierend.

Ein vielseitiger, jugendlich-frischer Riesling mit gutem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif und Solist auf der Terrasse, zu würziger asiatischer Küche, zu Sushi und leicht scharfen Gerichten sowie zu mild-würzigem Käse und fruchtigen Desserts.


Lage: Rotschiefer-Lagen an der Saar (Mosel); eisenreiche, rote Devonschiefer-Verwitterungsböden; naturnah bewirtschaftet
Klassifikation: VDP.Gutswein; Riesling Kabinett (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung, angehaltene Gärung mit feiner natürlicher Restsüße, niedriger Alkohol

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Spirituosen

Andres Mirabellenwasser

Spirituose · Pfalz · Obstbrand (Mirabelle)

Mirabellenwasser Obstbrand aus Mirabellen Pfalz Weingut Andres · Deidesheim klar destilliert aromatisch

Das Andres Mirabellenwasser ist ein feiner Obstbrand aus Mirabellen von den Gebrüdern Andres aus Deidesheim in der Pfalz – ein klarer, aromatischer Brand mit dem typischen, milden Mirabellencharakter.


Andres Mirabellenwasser – Obstbrand aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt. Neben ihren Weinen und Sekten stammt aus ihrem Hause auch dieses feine Mirabellenwasser – ein klassischer Obstbrand aus der Pfalz.

Herstellung

Mirabellenwasser ist ein Obstbrand, der durch Vergärung und anschließende Destillation reifer Mirabellen gewonnen wird. Charakteristisch sind seine klare Erscheinung und das feine, mild-fruchtige Aroma der goldgelben Pflaumenfrucht.

Im Glas

Klar und aromatisch, mit dem typischen, milden Duft und Geschmack reifer Mirabellen und einer feinen Note vom Kern. Am Gaumen weich und fein, mit einem sauberen, langen Nachhall.

Klar und aromatisch – der milde, reife Duft und Geschmack der Mirabelle mit feiner Kernnote, weich und fein, mit sauberem, langem Nachhall.

Am besten leicht gekühlt bei 8–12 °C aus dem Tulpenglas genießen.

Zum Genuss

Als Digestif nach dem Essen, als Begleitung zu Obst- und Cremedesserts oder zum Verfeinern in der feinen Küche und Patisserie.


Produkt: Mirabellenwasser (Obstbrand aus Mirabellen)
Herkunft: Pfalz; Weingut Andres, Deidesheim
Genuss: als Digestif; leicht gekühlt servieren

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Weine

Kühling-Gillot Nackenheim Riesling 2020 BIO

Weißwein · Nackenheim (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lagen)

Riesling Nackenheim VDP.Aus Ersten Lagen Kühling-Gillot Roter Hang · Nackenheim roter Tonschiefer (Rotliegendes) große alte Stückfässer · langes Hefelager BIO (DE-ÖKO-006) · 2020

Der Kühling-Gillot Nackenheim Riesling 2020 ist der Prototyp des kristallklaren Rieslings vom Roten Schiefer. Streng, klar und erhaben – mit zurückhaltender Frucht und ausgeprägter, steiniger Würze.


Nackenheim – der Rote Hang an der Oberfläche

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang (DE-ÖKO-006). In Nackenheim drückt sich die mächtige Tonschieferbank des Roten Hangs an die Oberfläche, bevor sie einige Kilometer südlich bei Nierstein wieder unter der Erde verschwindet.

Das Gut besitzt Parzellen in allen spannenden Lagen des Roten Hangs; nach umfangreichen Neuanpflanzungen haben besonders die Reben in Nackenheim das richtige Alter für einen großen Wein erreicht. Durch die geringere Südausrichtung gegenüber den Niersteiner Lagen fällt die Frucht etwas zurückhaltender, die steinige Würze dafür ausgeprägter aus; der karge Unterboden lässt den Riesling streng, klar und erhaben erscheinen. Seit dem Jahrgang 2018 trägt der Wein die Klassifikation VDP.Aus Ersten Lagen, da nur Trauben aus klassifizierten Ersten und Großen Lagen einfließen.

Jahrgang 2020 – Roter Hang (Rheinhessen)

2020 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der karge rote Tonschiefer und die geringere Südausrichtung bewahrten steinige Würze, Klarheit und Frische – ein strenger, erhabener Riesling ohne opulenten Körper.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen aus Nackenheim, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer des Roten Hangs.

Nach der Handlese wird der Wein in großen, alten Stückfässern mit langem Hefelager ausgebaut, was ihm Fülle und elegante Cremigkeit verleiht. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kristallklarer, strenger Riesling vom Roten Schiefer: zurückhaltende gelbe Frucht, dazu Sommerkräuter, tabakige Anklänge und eine ausgeprägte, rauchig-steinige Würze. Am Gaumen klar und erhaben, mit frischer Säure, nicht allzu opulentem Körper, feiner Cremigkeit aus dem langen Hefelager und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Zurückhaltende gelbe Frucht über Sommerkräutern, tabakigen Anklängen und rauchig-steiniger Würze – klar und erhaben, mit frischer Säure, feiner Cremigkeit und langem, würzig-mineralischem Nachhall.

Ein strenger, klarer Rotliegend-Riesling mit Reifepotential; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Kräutern und Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Herkunft: Nackenheim, Roter Hang, Rheinhessen; roter Tonschiefer (Rotliegendes) an der Oberfläche; aus klassifizierten Ersten und Großen Lagen
Klassifikation: Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, Ausbau in großen alten Stückfässern mit langem Hefelager; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Auslese 2017

Weißwein edelsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhofberger Auslese Saar · Wiltingen edelsüß 120° Oechsle 2017 7,50 % vol

Der Egon Müller Scharzhofberger Riesling Auslese 2017 ist einer der besten Weine dieser Erde – legendär, rar, unsterblich. Eine edelsüße Auslese aus der berühmtesten Lage der Saar, von monumentaler Mineralität und enormem Reifepotenzial über Jahrzehnte.


Scharzhofberger – die legendäre Lage der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhofberg bei Wiltingen ist die berühmteste Einzellage der Saar – so renommiert, dass die Weine, wie ein Grand Cru im Burgund, allein mit dem Lagennamen etikettiert werden. Egon Müller bewirtschaftet im Kernstück über drei Hektar wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben auf steilem, stark verwittertem blauem Grau- und Rotschiefer. Niemand sonst versteht es wie Egon Müller, dieses Terroir in so filigrane, feinwürzige und stets hochelegante Weine umzusetzen.

Jahrgang 2017 – Saar

2017 war an der Saar ein sehr guter Jahrgang mit schöner, reiner Botrytis und vollreifem Lesegut. Die fein selektionierten Riesling-Trauben für diese Auslese kamen mit satten 120° Oechsle auf die Kelter und wurden, wie seit jeher, im traditionellen Fuder in den kühlen Kellern des Scharzhofs vergoren. Das Ergebnis ist eine bildschöne, präzise und vielschichtige Auslese mit gewaltigem Entwicklungspotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2017, Prädikat Auslese, edelsüß, 7,50 % vol.

Mehrfach handverlesene, streng selektierte Trauben (120° Oechsle), klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: langsame Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass), mit natürlicher Restsüße.

Im Glas

Glockenklarer, feiner Duft von Passionsfrucht, Aprikose, Pfirsich und etwas Ananas, dazu Anklänge von Dörrobst – Rosinen, Datteln, Feigen – sowie feinster Blütenhonig auf einem Teppich rauchiger Schiefermineralität, untermalt von der unverwechselbaren Scharzhofberger Kräuterwürze. Am Gaumen extrem geschliffen und fokussiert, mit vibrierender Säure, die die generöse Süße wunderbar ausbalanciert, salziger Mineralität und öliger Textur.

Ein schwebendes Monument, wie es nur an der Saar entstehen kann – legendär, rar, unsterblich.

Minutenlanger, vielschichtiger Nachhall mit wiederkehrenden Fruchtnoten. Schon jetzt von erster Trinkfreude, doch seine wahre Größe erreicht der Wein erst nach Jahrzehnten der Reife. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als großer Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Obstdesserts und Cremetorten sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: Scharzhofberger, Wiltingen an der Saar (Deutschland); steile Südlage, stark verwitterter blauer Grau- und Rotschiefer, über 100 J. alte wurzelechte Reben
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Auslese (Prädikatswein), edelsüß; 120° Oechsle
Ausbau: Riesling; mehrfache Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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Frankreich

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Cras 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Cras · 1er Cru Chambolle-Musigny über dem Dorf · Combe Ambin · 3,45 ha 2023

Der Chambolle-Musigny Les Cras 1er Cru 2023 der Domaine Ghislaine Barthod stammt aus einer Top-Lage direkt über dem Dorf. Elegant, feingliedrig und fest strukturiert, floral und sehr fruchtig – Barthods Les Cras zählt zu den intensivsten und langlebigsten Weinen dieser noch unterschätzten Lage.


Les Cras – Top-Premier-Cru über Chambolle

Les Cras liegt direkt über dem Dorf Chambolle-Musigny und umfasst 3,45 Hektar – südlich des Premier Cru Les Fuées, jenseits dessen der Grand Cru Bonnes-Mares beginnt; im Westen grenzt das Lieu-dit Le Village. Der Hang neigt sich leicht nach Westen in die Combe Ambin, ein kleines Tal in der Steilwand der Côte d'Or.

Die Combe prägt ein besonderes Terroir: Die Reben sind nach Südosten ausgerichtet und erhalten viel Sonne, die durch kühlende Westwinde aus dem Tal gemildert wird – so gewinnen die Beeren an Geschmack und behalten ihre Säure (ein Effekt wie in der Combe de Lavaux in Gevrey). Die Kalk-Mergel-Böden ähneln Bonnes-Mares, mit höherem Tonanteil als Musigny, was den Weinen etwas mehr Kraft gibt. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern von Chambolle.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare Frucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Floral und sehr fruchtig, mit kleinen Waldbeeren und einem Hauch Veilchen. Am Gaumen elegant, feingliedrig und fest strukturiert, mit großer Länge – der Wein tanzt und vibriert auf der Zunge.

Kleine Waldbeeren und Veilchen über feingliedriger, fester Struktur – intensiv, langlebig und voller Spannung.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Cras (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); über dem Dorf, Kalk-Mergel mit höherem Tonanteil, SO-Lage an der Combe Ambin, 3,45 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Rebsorten

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc 2024

Weißwein · Chardonnay · Burgund

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc ist der Einstieg in das Weißwein-Sortiment einer der präzisesten Adressen von Meursault. Fichet arbeitet mit der Genauigkeit eines Feinmechanikers und behandelt diesen regionalen Wein mit derselben Sorgfalt wie seine Village-Lagen. Das Ergebnis ist ein straffer, geradliniger Weißwein, der die aromatische Reinheit der Frucht in den Mittelpunkt stellt.


Rund um Meursault

Der Bourgogne Blanc stammt aus kühlen Parzellen rund um Meursault an der Côte de Beaune. Die Reben wachsen auf kalk- und mergelreichen Böden, die dem weißen Burgund seine Mineralität und Frische geben. Im Weinberg setzt Fichet auf viel Handarbeit, verzichtet auf Herbizide und arbeitet biodynamisch, ohne Zertifizierung.

Assemblage und Ausbau

Bis zu zwölf Stunden Maischestandzeit und eine schonende Pressung stehen am Anfang; danach bleibt der Wein bis zur Füllung auf der Feinhefe. Ausgebaut wird er – wie Fichets übrige „kleinere" Weine – überwiegend in Demi-muids und gebrauchten Barriques mit sehr sparsamem Anteil neuen Holzes. Das lange Hefelager gibt Textur und Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

In der Nase Zitrus und weißfleischiges Steinobst, dazu eine dezente Mandel- und Feuersteinnote. Am Gaumen geradlinig und straff, mit zupackender Säure und einer feinen Stoffigkeit aus dem Hefelager. Der Abgang bleibt trocken, salzig-mineralisch und klar.

Am Tisch

Ein Allrounder am Tisch: zu Meeresfrüchten, gebratenem Fisch, hellem Geflügel und mittelreifem Hartkäse. Jung bereits zugänglich, in den ersten drei bis fünf Jahren am besten; kühl und liegend lagern.

Klassische Begleitung: Austern, gebratener Zander, Geflügel in heller Sauce. Bei 11–12 °C servieren.


Lage: Rund um Meursault, Côte de Beaune
Klassifikation: AOC Bourgogne (regionale Appellation)
Ausbau: Demi-muids und gebrauchte Barriques, langes Feinhefelager, wenig neues Holz

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Spanien

Conde Pinel Old Vines

Rotwein · Tempranillo · Castilla · Spanien

Conde Pinel Old Vines ist ein Rotwein von Hammeken Cellars aus Spanien. Der reinsortige Tempranillo von rund 30 Jahre alten Reben reifte vier Monate in französischer Eiche – rubinrot, mit reifer Beerenfrucht, dunkler Schokolade und Kaffeenoten.


Castilla

Hammeken Cellars mit Sitz in Jávea (Alicante) keltert moderne spanische Weine aus Lagen im ganzen Land. Der Conde Pinel Old Vines trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla; die Trauben stammen von rund 30 Jahre alten Reben.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Nach der temperaturkontrollierten Gärung reift der Wein vier Monate in französischen Eichenfässern, was ihm Röstnoten und Tiefe verleiht, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase reife Beerenfrucht, schwarze Kirsche und Pflaume, dazu dunkle Schokolade und geröstete Kaffeebohnen. Am Gaumen vollmundig und dicht, weich und rund, mit gutem Druck und anhaltendem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein zugänglicher, fruchtbetonter Tempranillo, der anspruchsvoll mundet und doch zu vielen Gelegenheiten passt.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Schmorgerichte, Wild und Hartkäse.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Rotwein (halbtrocken)
Ausbau: 4 Monate in französischer Eiche

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