Wein zum Grillen

Wein zum Grillen – Gegrilltes verlangt nach kräftigen Weinen

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Das klassische Grillen hat sich in den letzten Jahren zum raffinierten Outdoor Cooking weiter entwickelt. Dabei ist der Anspruch an die Qualität der diversen Fleisch- Fisch- und Gemüsesorten ebenso gestiegen, wie das Bedürfnis einer perfekt passenden Weinbegleitung.

„Bei der Weinauswahl zum Grillen muss man beachten, dass der Geschmack des Grillguts durch die Röst- und Raucharomen oftmals intensiver wird als in der Pfanne. Dann kann man auch schon einmal ein Rotwein zum gegrillten Fisch oder zu hellem Fleisch trinken“, erläutert Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI). Samtige Spätburgunder oder fruchtige Sankt Laurent wären hier die passenden Begleiter. Sie besitzen wenig Gerbstoffe und eine feine Frucht, so übertönen sie das helle Fleisch oder den Fisch nicht.

Sind die Röstaromen des Grillfleischs intensiver, greift man besser zu einem Lemberger oder Dornfelder, die von Natur aus gerbstoffbetonter sind. Wenn die Rotweine zudem noch im Barrique gereift sind, haben sie eine komplexere Struktur und angenehme Röstaromen. Sie harmonieren perfekt zum gegrillten Rindersteak oder mediterran gewürzten Lamm­kottelets.

Wer etwas ganz besonderes zum hochwertigeren Barriquewein auflegen möchte, greift zum Dry Aged Beef. Das trocken abgehangene Rindfleisch reift bei einer kontinuierlichen Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent sieben bis 28 Tage – je nach Stück. Filet braucht auf dem Grill nicht so lange wie Rib Eye. Kenner salzen ein Steak etwa 15 Minuten vor dem Grillen, um mehr Röstaromen zu erhalten. Dann grillen sie es auf gut durchgeglühter Kohle von jeder Seite eine Minute lang an und garen es bei indirekter Hitze bis zur gewünschten Kerntemperatur. Erst zum Schluss wird gepfeffert – und mehr braucht so ein edles Stück eigentlich auch nicht, außer einem samtigen Spätburgunder natürlich.

Als Begleiter zu den beliebten, meist mit Öl, Gewürzen und Kräutern marinierten Schnitzeln oder Steaks von Schwein und Pute empfiehlt Büscher einen kräftigen Riesling oder einen trockenen Rosé. „Roséweine sind generell gute Partner für das Grillvergnügen“, so der Weinexperte.

Ganze Fische werden am besten in einem Grillkorb zubereitet, Schalentiere wie Scampi oder Garnelen kommen ungeschält in eine Grillschale, das schützt sie vor Feuchtigkeitsverlust. Für alles aus dem Wasser gilt: nicht zu lange und nicht zu heiß garen. Zarte in Folie gegrillte Fischfilets und Meeresfrüchte mögen einen frischen Weißburgunder. Ganze Fische mit Kräutern vertragen einen saftigen Silvaner, der ebenfalls kräutrige Aromen mitbringt oder auch schon einmal einen nicht zu kräftigen Rotwein.

Auch zu vielen vegetarischen und veganen Leckereien ist der Silvaner ein guter Begleiter, ebenso wie Müller-Thurgau oder Grauburgunder. Mit ihren dezenten Aromen holen sie das Beste aus dem Gemüse hervor. Und auch hier gilt: Trockener Rosé geht immer. Hervorragend zum Grillen geeignet sind zum Beispiel Auberginen oder Austernseitlinge, auf dem Teller mit Hummus oder Tsatsiki angerichtet. Ebenso Gemüsespieße, beispielsweise mit Kirschtomaten, dicken Zucchinischeiben und Paprikastreifen oder Tofu.

Wer es am Grill lieber asiatisch mag, dem sei ein halbtrockener Riesling empfohlen. Und wenn es richtig scharf wird, darf es ruhig auch ein lieblicher Riesling sein, denn die Süße im Wein mildert die Schärfe. Quelle: Deutsches Weininstitut

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Fixin Vieilles Vignes 2023

Rotwein · Fixin · Pinot Noir

Pinot Noir Fixin AOC Vieilles Vignes · Reben ~50 Jahre 0,75 ha · 4.500 Flaschen 2023

Der Fixin Vieilles Vignes 2023 von Denis Mortet ist eine reinsortige Pinot-Noir-Cuvée aus zwei gleich großen Parzellen im Norden der Côte de Nuits. Champs Pennebaut liefert Struktur und Fülle, Champs des Charmes Frucht und Eleganz – das Ergebnis ist ein strukturierter, fruchtiger Wein mit reifem Tannin.


Fixin – zwei Parzellen, ein Gleichgewicht

Fixin ist eine der nördlichen Gemeinden der Côte de Nuits und steht für kräftige, strukturierte Pinots. Champs Pennebaut im Norden der Appellation zeigt eine Zweiteilung: oben Kalksteinschutt, der die Reben tief wurzeln lässt (Tiefe und Komplexität), unten tonreichere Böden mit erdiger Note – das gibt Fülle und einen kräftigen, robusten Körper.

Champs des Charmes liegt im Süden nahe Gevrey-Chambertin am Fuß des Hangs. Die durchlässigen, kalksteinreichen Böden mit guter Drainage bringen gesunde Reife und konzentrierte Frucht – und damit Eleganz und Balance. Die Cuvée umfasst 0,75 Hektar mit rund 50 Jahre alten Reben; die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, eine Cuvée aus den Parzellen Champs Pennebaut und Champs des Charmes mit rund 50 Jahre alten Reben. Gesamtproduktion: 4.500 Flaschen.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Strukturiert und fruchtig, mit schön gereiften Tanninen. Dunkle Frucht trifft auf erdige Noten; am Gaumen ein Spiel aus kräftigen und zarten Elementen, das Fülle und Eleganz verbindet.

Struktur und Fülle aus Champs Pennebaut, Frucht und Eleganz aus Champs des Charmes – ein ausgewogener, fein gereifter Fixin.

In der Jugend zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein kräftiger, zugleich eleganter Begleiter.


Lage: Fixin (nördliche Côte de Nuits); Parzellen Champs Pennebaut & Champs des Charmes, Kalk/Ton, 0,75 ha, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Fixin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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USA

Saxum G2 Vineyard 2019

Rotwein · G2 Vineyard · Rhône-Cuvée

Grenache-dominierte Cuvée G2 Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden „Grand-Cru"-Standort französische Eiche 2019

Der Saxum G2 Vineyard 2019 ist eine rare, Grenache-dominierte Rhône-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus einer seiner jüngsten Spitzenlagen in Paso Robles. Tief, konzentriert und vielschichtig, dabei von erstaunlicher Schwerelosigkeit und Finesse – ein Wein von großer Klasse und perfekter Balance.


G2 Vineyard – Saxums neuer Grand-Cru-Standort

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Neben der Heimatlage James Berry hat das Gut mit dem G2 Vineyard einen seiner jüngsten und vielversprechendsten Standorte entwickelt – von Saxum selbst als „Grand-Cru"-Lage der neuen Generation auf der Westseite von Paso Robles angelegt.

Wie die besten Lagen der Region ist der G2 von kargen, kalkreichen Böden geprägt, die den Weinen Mineralität, Frische und eine fast schwerelose Statur geben. Kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Saxum arbeitet organisch im Weinberg und minimalistisch im Keller – von Hand gelesen, mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2019 – Paso Robles

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, klassischer Jahrgang mit reifer, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und kühler Eleganz. Auf dem kalkreichen Terroir des G2 Vineyard ergibt das einen tiefgründigen, konzentrierten und zugleich frischen, fein gezeichneten Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung und schwereloser Eleganz verbindet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 53 % Grenache, 21 % Mataro (Mourvèdre), 19 % Graciano sowie Carignan und Syrah, Jahrgang 2019, trocken.

Grenache gibt dem Wein das rotfruchtige, parfümierte Rückgrat und seine schwerelose Großzügigkeit; Mataro steuert Struktur, Erdigkeit und herzhafte, wildwürzige Tiefe bei; Graciano Farbe, florale Frische und lebendige Säure; Carignan brombeerige Frucht und Frische, Syrah dunkle Frucht und Pfeffer. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen, der die Frucht und das kalkige Terroir betont, ohne sie zu überdecken.

Im Glas

Aus der Grenache-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: dunkle und rote Frucht wie Brombeere und Kirsche, florale Anklänge von Veilchen, dazu gemahlener Pfeffer, mediterrane Kräuter (Herbes de Provence) und mit Luft herzhaft-wildwürzige, exotische Nuancen. Am Gaumen vollgewichtig, tief und konzentriert, doch von erstaunlicher Schwerelosigkeit – mit feinem Tannin, einer mineralischen Frische und perfekter Balance, die in einen langen, parfümierten Nachhall münden.

Brombeere, Veilchen, Pfeffer und mediterrane Kräuter – tief und konzentriert, doch schwerelos und fein, mit perfekter Balance und langem Nachhall.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu kräftig gewürzten mediterranen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: G2 Vineyard, Paso Robles (Kalifornien, USA); kalkreiches Terroir, neuer „Grand-Cru"-Standort von Saxum; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; Cuvée aus 53 % Grenache, 21 % Mataro, 19 % Graciano sowie Carignan und Syrah (trocken)
Ausbau: Spontangärung, Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; naturnahe, minimalistische Kellerarbeit

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Feinkost

Psaltiras Extra Virgen Olivenöl kaltgepresst 0,50 l

Feinkost · Olivenöl · Mani · Griechenland

Psaltiras Extra Virgen Olivenöl stammt aus der malerischen Region Mani auf dem südlichen Peloponnes, wo die Olivenbäume seit Generationen inmitten der Kulisse des Taygetos-Gebirges wachsen. Ein hochwertiges, kaltgepresstes Öl der Familie Psaltiras – fruchtig-mild, weich und rund. In der praktischen 0,5-Liter-Flasche.


Herkunft / Mani

Die Mani auf dem südlichen Peloponnes ist eine der traditionsreichsten Olivenölregionen Griechenlands. Am Fuße des Taygetos-Gebirges wachsen die Olivenbäume der Familie Psaltiras, deren Öl für Tradition und Spitzenqualität steht.

Zutaten und Herstellung

Natives Olivenöl extra (Extra Virgen), kaltgepresst. Die schonende Verarbeitung der Oliven bewahrt Aroma, Frische und die wertvollen Inhaltsstoffe des Öls.

Geschmack

Fruchtig-mild, weich und rund. Die Frische von frisch geschnittenem Gras schwingt mit, begleitet von einer subtilen Süße nach Äpfeln; eine erdige Komponente, die an Artischocken erinnert, rundet das Geschmackserlebnis harmonisch ab.

In der Küche

Wegen seiner feinen Aromatik besonders zum Verfeinern geeignet.

Ideal: für Salate, Dips und kalte Vorspeisen sowie als besondere Note in warmen Gerichten.


Hersteller: Psaltiras Ölmühle, Mani (Griechenland)
Produkt: natives Olivenöl extra (Extra Virgen), kaltgepresst
Herkunft: Mani, südlicher Peloponnes (Griechenland)
Füllmenge: 0,5 Liter
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2027

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Rebsorten

Georg Breuer Rüdesheimer Berg Rottland Riesling 2019

Weißwein · Rüdesheim (Rheingau) · Riesling

Riesling Rüdesheimer Berg Rottland Georg Breuer · Rüdesheim Steillage Schiefer · Sandstein · Lösslehm trocken · großes Holzfass nur 3.019 Flaschen 2019

Der Georg Breuer Rüdesheimer Berg Rottland Riesling 2019 stammt aus einer der bekanntesten Steillagen des Rüdesheimer Bergs, wo bereits 1074 die ersten Weinberge angelegt wurden. Mit teils aprikosenartigen Aromen zählen die Weine des Berg Rottland zu den subtilsten des Rüdesheimer Bergs.


Rüdesheimer Berg Rottland – subtile Steillage

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim zählt zu den ikonischen Gütern des Rheingaus. Heute von Theresa Breuer geführt, steht es für kompromisslose Handarbeit in den Steillagen, naturnahe Bewirtschaftung, frühe Lese und einen kühlen, herkunftsbetonten Ausbau.

Im Berg Rottland wurden erstmals 1074 Weinberge angelegt. Die nahe dem Ort gelegene Lage ist teils von tiefgründigem Lösslehm geprägt, sonst eher flachgründig, steinig und grusig, entstanden aus Schiefer und Sandstein. Mit ihren teils aprikosenartigen Aromen zählen die Weine hier zu den subtilsten des Rüdesheimer Bergs.

Jahrgang 2019 – Rheingau

2019 gilt im Rheingau als sehr guter Jahrgang mit reifer, konzentrierter Frucht und markanter, präziser Säure. Die frühe Lese und der kühle, schonende Ausbau des Guts bewahrten Finesse, Mineralität und Spannung – Konzentration und lebendige Säure im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Steillage Rüdesheimer Berg Rottland, Jahrgang 2019; 100 % Riesling von Schiefer, Sandstein und Lösslehm.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut – im bewusst zurückhaltenden Stil des Guts, ohne unnötige Eingriffe. So bewahrt er Finesse, Mineralität und ein enormes Reifepotenzial. Naturnahe Bewirtschaftung. Nur 3.019 Flaschen.

Im Glas

Ein mineralischer Riesling mit subtiler Kraft, Fluss und Tiefe: eine prägnante, exotische Nase mit reifer Ananas, am Gaumen reife Südfrüchte und Anflüge von grünem Tee über einer schiefrig-mineralischen Prägung. Vollfruchtig, ohne dicht zu sein, mit lebendiger Säure und – schon jetzt – spürbarer Länge und Spannung.

Prägnante exotische Nase mit reifer Ananas, dazu reife Südfrüchte und ein Anflug grünem Tee – mineralisch, mit subtiler Kraft, Fluss und Tiefe, vollfruchtig ohne dicht zu sein, mit Länge und Spannung.

Ein finessenreicher, langlebiger Steillagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Rüdesheimer Berg Rottland, Rheingau; ortsnahe Steillage, teils tiefgründiger Lösslehm, sonst flachgründig, steinig und grusig aus Schiefer und Sandstein
Klassifikation: Lagen-Riesling, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung, langer Ausbau im großen Holzfass; naturnahe Bewirtschaftung; 3.019 Flaschen

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Weine

Custero tinto Rioja 2023 BIO

Rotwein · Rioja Alavesa · Feldblend (Cosechero)

Feldblend · 9 Sorten Custero · Cosechero-Stil DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) Kalkmergel & Buntsandstein offene Gärung · Zement & Barrique BIO 2023

Der Tentenublo Custero tinto 2023 von Roberto Oliván ist ein ungewöhnlich ehrlicher Rioja aus einem bunten Feldblend. Die Idee dahinter: einen klassischen Cosechero-Wein zu erzeugen, wie ihn die Weinbauern und Bewohner früher in den Kneipen ihrer Dörfer tranken – und das ist Roberto mehr als vortrefflich gelungen.


Custero – der Cosechero von einst

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Dorf Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Mit dem Custero verfolgt er eine klare Idee: einen klassischen Cosechero-Wein zu erzeugen, wie er vor vielen Jahrzehnten getrunken wurde – ursprünglich, unkompliziert und ehrlich.

Der Wein stammt aus den Weinfeldern Pieza Naya, Castillejo, Quemada und Entrada. Auf ihren kalkhaltigen Mergel- und Buntsandsteinböden auf den Hochebenen der Rioja fußt die bunte Rebsortenmischung – die für den richtigen Schwung an Mineralität und Frische am Gaumen sorgt. Obwohl der Custero aus jungen Rebanlagen stammt, besitzt er bereits eine verblüffende Tiefe und Vielschichtigkeit.

Jahrgang 2023 – Rioja

2023 war in der Rioja ein Jahrgang mit reifer Frucht und lebendiger Frische. Die Höhenlagen von Viñaspre mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Klarheit, Saftigkeit und die mineralische Prägung des Kalk-/Sandsteinbodens – ein besonders trinkanimierender, ursprünglicher Rioja.

Assemblage und Ausbau

Bunter Feldblend aus Garnacha, Tempranillo, Viura, Malvasía, Calagraño, Garnacha Gris, Graciano, Monastrell und Malvasía Riojana, Jahrgang 2023, trocken; aus jungen Reben.

Nach der manuellen Ernte werden die Trauben zusammen mit spontanen Hefen in offenen Gärbottichen vergoren. Der Ausbau erfolgt anschließend in Zementtanks und in gebrauchten Barriquefässern – so treten Frucht, Mineralität und Bodenfrische unverfälscht in den Vordergrund. Gearbeitet wird biologisch.

Im Glas

Ein ungewöhnlich ehrlicher Rioja: Spitze Walderdbeeraromen und Gewürze prägen das Bild, getragen von einer subtilen Säure. Am Gaumen zeigt der Custero trotz der jungen Reben eine verblüffende Tiefe und Vielschichtigkeit, viel Druck im Finish und eine stattliche Länge. Mineralität und die Frische des Bodens machen sich deutlich bemerkbar.

Spitze Walderdbeeraromen und Gewürze, subtile Säure, viel Druck im Finish und stattliche Länge – ein ungewöhnlich ehrlicher Rioja voller Mineralität und Frische.

Leicht gekühlt genießen (14–16 °C), solo oder zu mittelschweren Speisen.

Am Tisch

Leicht gekühlt als Solist ebenso wie zu mittelschweren Gerichten: zu Charcuterie und Tapas, zu Geflügel und gegrilltem Gemüse, zu Pilzgerichten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Weinfelder Pieza Naya, Castillejo, Quemada und Entrada, Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltige Mergel- und Buntsandsteinböden auf den Hochebenen; junge Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Feldblend aus Garnacha, Tempranillo, Viura, Malvasía, Calagraño, Garnacha Gris, Graciano, Monastrell, Malvasía Riojana (trocken)
Ausbau: manuelle Ernte, Spontangärung in offenen Gärbottichen, Ausbau in Zementtanks und gebrauchten Barriquefässern; biologisch (ES-ECO-026-VAS)

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Spanien

Envinate La Santa de Ursula tinto 2022

Rotwein · Teneriffa · Santa Úrsula · Field Blend

Negramoll · Listán Negro · Listán Blanco Teneriffa · Santa Úrsula Envínate Vulkangestein · Höhenlage uralte Reben 2022

Der Envínate La Santa de Úrsula Tinto 2022 ist ein blumig-frischer Vulkan-Rotwein aus dem Norden Teneriffas – eine Cuvée aus Negramoll, Listán Negro und etwas Listán Blanco. Von ungeheurer Frische und Mineralität, mit balsamischem, langem Nachhall: Grip, Länge, Klasse – und dem Verlangen nach dem nächsten Schluck.


Santa Úrsula – Vulkanrot aus Nordteneriffa

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Für den La Santa de Úrsula konnte das Team seine Weinbergsfläche rund um die Gemeinde Santa Úrsula im Norden Teneriffas etwas vergrößern und so insgesamt mehr Wein von der Insel produzieren. Die Höhenlage der uralten Weinberge, das atlantische Klima und die Vulkangesteinsböden tragen zu der ungeheuren empfundenen Frische und Mineralität dieses Rotweins bei.

Jahrgang 2022 – Teneriffa

2022 war hier ein sehr guter Jahrgang mit idealem Vegetationswachstum, das die Trauben vor der Sonne schützte. Das Jahr zeichnete sich durch gute Reife sowie feinere und elegantere Weine aus – im La Santa de Úrsula ergibt das eine besonders frische, blumige und mineralisch geprägte Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negramoll, Listán Negro und etwas weißer Listán Blanco, aus dem Jahrgang 2022, Teneriffa, trocken.

Im minimal-invasiven Stil des Hauses vinifiziert: Handlese von uralten Höhenreben, Spontangärung mit Wildhefen, schonender Ausbau – für maximale Frische und Herkunftstreue.

Im Glas

Er begeistert spontan mit seinem sehr blumigen Bukett und Noten von gerade geernteten roten Früchten. Lakritze, Anklänge von weißem Pfeffer und Teer ergänzen das Geschmacksbild. Die Höhenlage, das atlantische Klima und die Vulkanböden schenken ungeheure Frische und Mineralität bei jedem Schluck. Balsamischer, langer Nachhall mit Grip, Länge und Klasse – und einem Verlangen nach dem nächsten Schluck.

Blumig, frisch und mineralisch – balsamischer, langer Nachhall mit Grip, Länge und Klasse.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Santa Úrsula (Nordhang, Kanaren, Spanien); Höhenlagen, Vulkangesteinsböden; uralte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; Negramoll, Listán Negro, etwas Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Handlese, Spontangärung mit Wildhefen, schonender minimal-invasiver Ausbau; organischer Anbau

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Spirituosen

Cardenal Mendoza Brandy Solera Gran Reserva

Spirituose · Brandy de Jerez · Jerez de la Frontera · Spanien

Cardenal Mendoza Solera Gran Reserva ist der Flaggschiff-Brandy der Bodega Sánchez Romate Hnos. – ein klassischer Brandy de Jerez, rund 15 Jahre in Oloroso- und Pedro-Ximénez-Fässern gereift. Tiefes Mahagoni, samtig und intensiv, mit Noten von Rosine und Pflaume.


Herkunft

Die familiengeführte Bodega Sánchez Romate Hnos. wurde 1781 in Jerez de la Frontera gegründet und zählt zu den ältesten und wenigen noch in Familienbesitz befindlichen Häusern der Region. 1887 schuf die Familie einen eigenen Brandy für den privaten Kreis – aus ihm wurde Cardenal Mendoza, benannt nach Kardinal Pedro González de Mendoza (1423–1495).

Destillation und Reifung

Aus einer Auswahl feinster, langsam in Kupferbrennblasen (alquitaras) destillierter holandas. Die Reifung erfolgt im traditionellen Solera- und Criaderas-System über durchschnittlich 15 Jahre – in Fässern, die zuvor Oloroso und Pedro Ximénez enthielten. Der Oloroso steuert nussig-trockene, oxidative Tiefe bei, der PX konzentrierte Süße und Dörrfrucht. Klassifiziert als Solera Gran Reserva, der höchsten Kategorie des Brandy de Jerez.

Im Glas

Tiefes Mahagoni mit goldenen, kupfrigen Reflexen. In der Nase sauber, elegant und rund, mit deutlichen Sherry-Anklängen aus dem Fass. Am Gaumen ausgewogen, warm und samtig, mit Rosine, Pflaume und feiner Würze. Sehr langer Abgang, in dem sich alle Nuancen zu einem nachhaltigen Eindruck verbinden.

Pur genießen

Pur bei Raumtemperatur im Schwenker servieren – ideal als Digestif. Klassisch zu dunkler Schokolade (ab 60 % Kakao), die seine Süße und die Röst- und Nussnoten unterstreicht.

Passt zu: dunkler Schokolade, Kaffee, Zigarre, Trockenfrüchten und Nüssen.


Herkunft: Jerez de la Frontera (Spanien); Bodega Sánchez Romate Hnos.
Art: Brandy de Jerez Solera Gran Reserva
Destillation: holandas aus Kupferbrennblasen (alquitaras)
Reifung: ~15 Jahre im Solera-/Criaderas-System in Oloroso- und Pedro-Ximénez-Fässern

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Weine

Kühling-Gillot Rothenberg Wurzelecht Riesling GG 2021 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Rothenberg VDP.Großes Gewächs · Wurzelecht Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Schiefer (Rotliegendes) wurzelechte Reben (1934) BIO (DE-ÖKO-006) · 2021

Der Kühling-Gillot Rothenberg Wurzelecht Riesling 2021 stammt vom letzten wurzelechten Weingarten im Roten Hang. Ein seltener, tiefgründiger Riesling von über 85-jährigen, ungepfropften Reben auf rotem Schiefer.


Niersteiner Rothenberg – der letzte wurzelechte Weingarten am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Rothenberg ist eine VDP.Große Lage auf 90 bis 140 Metern, mit einer Neigung von 75 bis 120 % und rotem Schieferboden; die klassifizierte Fläche misst 8,38 Hektar.

Die Rothenberg-Parzelle des Guts ist der letzte wurzelechte Weingarten im Roten Hang. Dank ihrer isolierten Lage blieben die Reben aus dem Pflanzjahr 1934 in den 1960er Jahren von der Flurbereinigung verschont – sie stehen also ungepfropft auf eigener Wurzel. Eingefasst von einer Mauer, war dieses steilste Stück der Lage stets besonders mühsam zu bewirtschaften, bis das Gut das Juwel in den 1980er Jahren erwerben konnte. Auf der Hangspitze gelegen, profitieren die Reben von Morgensonne und kühlen Fallwinden.

Jahrgang 2021 – Roter Hang (Rheinhessen)

2021 war in Rheinhessen ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Der karge rote Schiefer, die alten wurzelechten Reben und die kühlen Fallwinde an der Hangspitze bewahrten Würze, steinige Tiefe und salzige Spannung – Frische und Präzision im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Rothenberg (wurzelechte Reben), Jahrgang 2021; 100 % Riesling von rotem Schiefer (Rotliegendes).

Nach reiner Handarbeit im Steilhang und strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf steinige Würze, Tiefe und Schmelz ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein tiefgründiger, steingeprägter Riesling: gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, würzige Steinaromen und die typische salzig-mineralische Prägung des roten Schiefers. Am Gaumen schmelzig und druckvoll, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem sehr langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und würzigen Steinaromen, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Schiefers – schmelzig und druckvoll, mit lebendiger Säure und sehr langem Nachhall.

Ein tiefgründiger, sehr langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Rothenberg (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); 90–140 m, 75–120 % Neigung; roter Schiefer (Rotliegendes); wurzelechte Reben (Pflanzjahr 1934), ummauerte Parzelle an der Hangspitze; klassifizierte Fläche 8,38 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: reine Handarbeit, strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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