Ja wohin laufen sie denn???

Ja wohin laufen sie denn???

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Über den Sinn einer Denominación de Origen und den Unsinn, den der eine oder andere Consejo Regulador veranstaltet, sprachen wir bereits in der Albariño-Ausgabe. Hier und heute soll es um eine ganz andere Region gehen, um eine, die nicht nur jeder Weintrinker zumindest dem Namen nach kennt, sondern (zumindest fast immer) auch korrekt ausspricht: die Rioja.

Zwar ist die Rioja, wenn man die Zeitachse etwas länger lässt, nicht unbedingt die wichtigste Weinbauregion Spaniens, ohne Zweifel ist sie seit über einhundert Jahren die bekannteste und auch jene, deren Weine in fast alle Länder der Welt exportiert werden. Dafür sorgt schon alleine Cristina Forner, Marqués de Cáceres, deren Weine in über einhundert und dreißig Ländern dieser Erde verfügbar sind. Es ist nicht bekannt, ob in der aktuellen Mars-Expedition… – aber die Sonde scheint ja ohnehin verschwunden zu sein. Zurück auf die Erde.

Jedes Buch, das sich mit spanischen Weinen beschäftigt, kennt die drei Teilregionen der Rioja: Alta, Alavesa und Baja. Und natürlich redet der Consejo Regulador bei jeder passenden Gelegenheit, bedauerlicherweise aber auch sonst, von den drei Subregionen, als ob sie nur irgend einen Aussagewert hätten, als ob der Wein einer Bodega dadurch beeinflusst würde, dass der Stahltank auf der linken und nicht auf der rechten Seite des Ebro steht.

Haaalt! So einfach ist es dann doch nicht: denn auf der rechten Seite, auf der baskischen, gibt es auch einen Teil, der zur Rioja Alta gehört. Weintechnisch ist das natürlich gequirlter Quark, es ist schlicht und ergreifend politisch bedingt. Dereinst wechselte San Vicente de la Sonsierra zwischen den Grafschaften zu Vitoria und zu Logroño hin und her, am Ende gehörte es zu Logroño, was wiederum kastilisch ist, und daher gehört San Vicente de la Sonsierra nebst seinem Anhängsel Ábalos zu Rioja Alta, während die Nachbarn im Osten und im Westen alle im Baskenland verwurzelt sind. Großbodegas aus San Vicente, insbesondere Zugereiste wie Carlos Moro, interessiert das Thema eher weniger: sie kaufen Trauben (und Fasswein?), wo man Trauben kaufen kann. Marqués de Carrión und die anderen Großproduzenten verhalten sich nicht anders. Die Basken hingegen sind schon betont baskisch: viele Bodegas arbeiten ausschließlich mit Trauben aus Euskadi, der Ebro ist da in etwa so breit wie das Gelbe Meer. Nur nebenbei bemerkt: ganz kompliziert wird das Ganze, wenn man die acht Orte aus Navarra, die auch der Rioja anhängen, mit betrachtet. Sie gehören alle zu Rioja Baja, egal, ob sie damit etwas zu tun haben – oder nicht.

Für viele Bodegas, die zwischen Alfaro und Haro angesiedelt sind, ist das mit der Traubenherkunft in der Regel kein Thema. Eine gewisse Familie Palacios, der auch ein gewisser Á. Palacios entsprungen ist, keltert in ihrer in Alfaro gelegenen Bodega Weine aus Trauben, die in Alfaro, aber auch etwa einhundert Kilometer weiter im Nordwesten, in Haro, gelesen werden. Kellereien aus Haro kaufen gerne Garnacha vom Monte Yerga oder aus Aldeanueva del Ebro, weil die so schön dunkel sind. Kritiker sagen, dass ganz Rioja ein einziger Eintopf sei. Und genau hier kommt Juan Carlos ins Spiel.

Nein, wir sprechen nicht von dem Brandy, und auch nicht vom König im Rentnerstand – wir sprechen von Juan Carlos López de Lacalle, Hüter des Viña El Pisón und, wenn sonst nichts zu hüten ist, Miteigentümer und Großsprecher von Bodegas Artadi, einer der bekanntesten Bodegas der Rioja. Dieser Señor hat nun vor einigen Jahren beschlossen, dass die Rioja schlecht sei, denn sie lege ihm hier und dort Fesseln an, sie lasse ihn nicht machen, was er machen will, und so weiter. Die Liste ist lang, und manche Kritik ist nicht einmal falsch.

Indes, in der Regel ist sie wohlfeil. Denn schließlich gibt es diese Bodega gerade einmal seit dreißig Jahren, und am Anfang war da noch nicht einmal eine Bodega. Zehn Familien aus Laguardia kelterten Wein und brachten einen Teil davon an einen zentralen Ort, um größere Mengen zu keltern und um einen vermarktungsfähigen Wein herzustellen, der, natürlich, mit all der Hilfe, die der Name Rioja und seine Institutionen bieten, angeboten wurde. Und das nicht schlecht. Für eine Flasche El Pisón muss man lange stricken, auch die anderen Weine der Bodega, die als Lagenweine vertreiben werden, kosten richtig Geld und sind seit Jahren nur via Subskription zu bekommen. Das alles ist nicht schlecht, es ist sogar sehr gut. Jemand hat es geschafft! Könnte man urteilen. Die Weine, das nur nebenbei, sind sehr gut – zumindest die Oberklasse.

Denn es gibt da ja auch die einfachen Weine, von denen der Viñas de Gaín den oberen Abschluss markiert. Der Großteil der Trauben ist zugekauft, die Forderung von Herrn López de Lacalle, dass man auf dem Etikett sehen müsse, ob eine Bodega zukaufe oder nicht, würde in seinem eigenen Fall eher hinderlich sein. Es kann natürlich sein, dass genau deswegen die Produktion der Bodega von mehr als einer Million Flaschen auf weniger als eine halbe Million Flaschen heruntergeschraubt wurde. Nichts Genaues…

Irgendwann hatte Herr López de Lacalle die Schnauze gestrichen voll: entweder die D.O. ändere die Regeln oder er würde gehen. Zumindest müssten Ortsweine, Lagenweine und sonstige ihm wichtige Angaben auf dem Etikett erscheinen. Dass dies grober Unfug ist, hat er wohl noch nicht bemerkt. Denn wer, mit Verlaub, legt schon mehr als zwei Hunnies auf den Tisch, ohne sich über den Wein zu informieren? Und in der Epoche der Schmarrtphones kann man, wenn man das QR-Logo intelligent nutzt, alle Information, die man auf das Etikett schreiben will, passend veröffentlichen. In allen Sprachen, sogar in Euskera. Das Einzige, was der Consejo halt nicht mag, ist, das alles auf dem Etikett lesen. Dahinter stecken politische Gründe, die grundsätzlichen Regeln einer Denominación de Origen ändert man nicht mal eben. Und so dachte sich der Consejo: Was stört es den Baum,… Und Artadi ging.

Juan Carlos López de Lacalle indes ging nicht weit. Denn Anfang des Jahres 2016, Wahljahr im Baskenland, kam die Regionalregierung aus Vitoria auf die Idee, dass man doch eine Denominación de Origen Arabako Errioxa schaffen könne. Das ist keine neue Idee, sie geistert immer dann durch die Gazetten, wenn Wahlen anstehen. Danach verschwindet sie im Karton. Dutzende Bodegas aus der Alavesa sollen eine Petition unterzeichnet haben, welche diese Idee verstärkt. Sie alle argumentieren mit Terroir, erwähnen gerne das Wort Burgund, ohne Burgund wirklich verstanden zu haben, reden von Terroirweinen, wollen aber eine Weinbauregion, deren Grenzen mit den politischen Grenzen des Baskenlandes übereinstimmen. Als ob das über Jahrmillionen entstandene Terroir schon gewusst hätte, wo dereinst mal die politischen Grenzen verlaufen würden. Über die nahe von Euskadi gelegenen Orte in Nafaroa können man ja reden: Aras, Viana und Bagorta, wobei letzteres klassisches Navarra ist. San Vicente de la Sonsierra indes wird nicht erwähnt, Ábalos auch nicht. Terroir schon. Dabei sieht selbst ein blindes Huhn, dass im Osten von Ábalos ein mächtiger Berghang quer in der Landschaft steht, der als Klimagrenze fungiert, auch die Bodenverhältnisse am Hang ändern sich (unten ist überall Sand). Die aus La Bastida und jene aus San Vicente müssten sich mal ganz tief in die Augen sehen und sagen: Jou! Wir machen das jetzt gemeinsam. Denn so unterschiedlich sind die Gegebenheiten in beiden Orten nicht – sie unterscheiden sich jedoch deutlich von dem, was im Osten, zwischen Samaniego, Villanueva und Lanciego vorzufinden ist.

Aber nein, auch daran sind die Abspaltungsfanatiker nicht interessiert, sie wollen nur weg von der Rioja. Denn die Rioja ist böse. Man hat kein Konzept? Macht nix, das kommt schon. Man hat keinen Namen in der Welt (Rioja dürften sie sich natürlich nicht mehr nennen)? Macht nix, das kommt schon.

Und die Trauben? Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Uuuups, Houston meldet ein Problem! Mit gut zwölftausend Hektar und einem Ertrag, der nicht weit vom aktuellen Limit von siebentausend Kilo pro Hektar entfernt ist, scheint das Ende der Fahnenstange nah. Klar gibt es hier und dort noch Flächen, die nicht bestockt sind. Aber da man sie hätte bestocken können, es aber nicht getan hat, gibt es wohl einen Grund hierfür.

Natürlich kann man mit zwölftausend Hektar leben, die von Artadi sind schon eingepreist. Man wäre halt irgendwo zwischen Toro und Ribera. So what? Dem Ego der Leute, allen voran Señor López de Lacalle, natürlich voll des Lobes über die neue alte baskische Idee, würde das jedoch wohl eher nicht entsprechen.

Und wie würde man sich auf dem Markt präsentieren? Als die neue Rioja? Die echte Rioja? Die authentische Rioja? Während man noch scharf darob sinniert, schiebt Berberana schnell mal noch fünf Millionen Flaschen nach und Cristina Forner freut sich über ein paar Konkurrenten weniger auf dem Weltmarkt. Denn eines ist klar: in Asien und in Amerika, dort wo man noch ordentliche Zuwächse erwirtschaften kann, kennt man nur eine Rioja.

Artadi und Juan Carlos López de Lacalle ficht das alles nicht an: er kann laufen, wohin er will, seine Weine werden Abnehmer finden. Er nimmt aber vielleicht Leute mit auf die Reise, für die das nicht gilt.

Ach ja: es waren Wahlen. Es hat sich nicht viel geändert. Der Karton kann kommen. Text: El oso alemán

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Van Volxem Scharzhofberger Riesling Beerenauslese 2011

Edelsüßer Weißwein · Scharzhofberg (Saar) · Riesling

Riesling Scharzhofberg Wiltingen · Saar Van Volxem blauer Devonschiefer Beerenauslese · edelsüß Botrytis · alte Reben 0,375 l · 2011

Die Van Volxem Scharzhofberger Riesling Beerenauslese 2011 stammt von einer der berühmtesten Rieslinglagen der Welt – dem Scharzhofberg über Wiltingen an der Saar. Eine extraktreiche, edelsüße Rarität von alten Reben auf blauem Devonschiefer: feinste Nase nach wildem Honig und reifer Frucht, getragen von einer formidablen, rasse­n Säure.


Scharzhofberg – der König der Saarweine

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde im Jahr 2000 von Roman Niewodniczanski übernommen, um die alte Tradition großer Saarweine wiederherzustellen. Mit gerade einmal rund 25 hl/ha sind die Erträge sehr gering, das Durchschnittsalter der Reben liegt bei etwa 40 Jahren; gearbeitet wird ausschließlich von Hand in besten Steillagen und nach Handarbeit.

Der Scharzhofberg ist die legendäre Schieferlage an der Saar – ein Mythos mit Weltruf, schon im 19. Jahrhundert als „König aller Weine des Trierschen Landes" gerühmt. Der steile, südexponierte Hang über Wiltingen besteht aus stark verwittertem, blauem Devonschiefer mit eisenhaltigen Tonanteilen, der den Weinen ihre unverwechselbare, tiefgründige Mineralität verleiht.

Jahrgang 2011 – Saar

2011 gilt an der Saar als herausragender Jahrgang, der besonders für die edelsüßen Spezialitäten ideale Bedingungen bot: Eine gesunde, vollreife Lese mit feiner Edelfäule (Botrytis cinerea) brachte konzentrierte, zugleich elegante Beeren hervor. Auf dem Scharzhofberg ergab das eine Beerenauslese von großer Dichte und Extraktsüße, die von der für die Lage typischen kristallinen Säure im Gleichgewicht gehalten wird.

Herstellung und Ausbau

Edelsüße Beerenauslese aus dem Scharzhofberg, Jahrgang 2011; 100 % Riesling von über 40 Jahre alten Reben, gefüllt in der 0,375-Liter-Flasche.

Für die Beerenauslese werden einzeln verlesene, edelfaule und vollreife Beeren gelesen. Der hochkonzentrierte Most vergärt spontan mit den eigenen Hefen über eine sehr lange Zeit – fast ein Jahr lang –, wobei aufgrund des enormen Zuckergehalts nur ein Teil vergärt: So bleibt eine üppige natürliche Süße erhalten, während der Alkoholgehalt sehr niedrig bleibt. Das Ergebnis ist ein extraktreicher, langlebiger Wein von subtiler Feinheit.

Im Glas

In der Natur gewachsen, um dann fast ein Jahr vor sich hin zu gären, ist diese extraktreiche Beerenauslese ein kleines Wunder, was die Natur dem Menschen schenkt. Feinste Nase nach wildem Honig, reifen Marillen, Pfirsich, Maracuja, aber auch Limetten machen sich bemerkbar. Zunächst ein Maul voll Süße am Gaumen, bis die formidable Säure den Mund wieder frei putzt und diesen frisch, sauber und klar nach dem nächsten Schluck schreien lässt. Extraktreich, auf subtile Art und Weise fein und „fett". Verspielt, sehr, sehr, sehr lang und einfach zum Verlieben!

Wilder Honig, reife Marille, Pfirsich, Maracuja und Limette – ein Maul voll Süße, bis die formidable Säure den Mund frei putzt. Sehr, sehr lang.

Noch in seiner Jugendphase, sollte der Wein noch locker ein paar Jahrzehnte in der Flasche weiterreifen können. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Vor allem solo als meditativer Genuss im Glas. Daneben zu Foie gras, zu kräftigem Blauschimmelkäse sowie zu Desserts mit Aprikose, Pfirsich oder Crème brûlée.


Lage: Scharzhofberg, Wiltingen an der Saar (Mosel); stark verwitterter, blauer Devonschiefer mit eisenhaltigen Tonanteilen, steil und südexponiert; VDP.GROSSE LAGE; alte Reben (40+ Jahre)
Klassifikation: Beerenauslese (edelsüß); 100 % Riesling; 0,375 l
Ausbau: selektive Handlese edelfauler Beeren, sehr lange Spontangärung mit eigenen Hefen (fast ein Jahr)

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Feinkost

Raguso Spaghetti

Feinkost · Pasta · Italien

Raguso Spaghetti gehören zu den besten Süditaliens. Spaghetti – italienisch für „Schnürchen" – sind die wohl bekannteste Nudel Italiens und der ganzen Welt: vielseitig, unkompliziert und für unzählige Klassiker geeignet.


Herkunft / Italien

Italien, besonders die Region um Neapel, wurde zu einem Zentrum der Pastaproduktion. Bereits im 12. Jahrhundert erwähnte der Geograf Al-Idrisi in Sizilien beliebte Weizenfäden („Itryah"), die in den Mittelmeerraum exportiert wurden. Besonders dicke Spaghetti heißen Spaghettoni, besonders dünne Spaghettini. Hier von der Pasta-Manufaktur Raguso.

Zutaten und Herstellung

Gefertigt aus Hartweizengrieß und Wasser. Die sorgfältige Herstellung sorgt für eine angenehm raue Oberfläche und gleichmäßigen Biss – beste Voraussetzungen für al dente gekochte Spaghetti, an denen die Sauce gut haftet.

Geschmack

Angenehm bissfest, mit dem typisch nussig-getreidigen Aroma guten Hartweizens. Eine vielseitige Basis, die sich mit nahezu jeder Sauce harmonisch verbindet.

In der Küche

In reichlich gesalzenem Wasser al dente kochen.

Klassisch: Spaghetti aglio e olio, alle vongole, alla puttanesca oder alla carbonara – und viele weitere Rezepte.


Hersteller: Pasta Raguso (Italien)
Produkt: Spaghetti – Hartweizengrießnudeln
Zutaten: Hartweizengrieß, Wasser (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Italien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 29.04.2029

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Whisky

Kilchoman Islay Vintage 2011 Vintage Bourbon Single Cask 53,40 %

Spirituose · Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Kilchoman Islay Vintage 2011 Bourbon Single Cask ist ein getorfter Islay Single Malt der Kilchoman-Farmdestillerie. Gebrannt 2011 und vollständig im Ex-Bourbon-Fass gereift – ein Einzelfass mit klassischem Vanille-Zitrus-Profil und maritimem Torfrauch.


Herkunft

Kilchoman ist eine Farmdestillerie an der Westküste der Insel Islay (gegründet 2005, bei Machir Bay) – die erste neue Brennerei Islays seit 124 Jahren. Sie verfolgt das Prinzip „barley to bottle" und brennt getorfte, küstenwürzige Malts; die Standard-Range ist mit rund 50 ppm kräftig getorft.

Destillation und Reifung

Getorfter Islay Single Malt (rund 50 ppm), gebrannt 2011. Als Single Cask reifte er vollständig in einem Ex-Bourbon-Fass, das Vanille, Zitrus und Malznoten betont. Naturbelassen: ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase frische Zitrus, Vanille und Gerstenzucker, dazu kräftiger, maritimer Torfrauch. Am Gaumen cremig und vollmundig, mit Vanille, Honig, Zitrus und küstenwürzigem Rauch. Langer, rauchig-süßer Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein seltenes, lange gereiftes Einzelfass in Fassstärke für Liebhaber getorfter Islay-Malts – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Islay (Schottland); Destillerie Kilchoman
Art: Islay Single Malt Whisky (getorft ~50 ppm), Single Cask
Reifung: vollständig im Ex-Bourbon-Fass; ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert
Edition: Destillation 2011

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Rebsorten

Groffier Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses Chambolle-Musigny 1er Cru (Frankreich) 2021

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2021 stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage Chambolles – von Groffier, dem größten Einzelbesitzer dieser Lage. Im kühlen Jahrgang 2021 ein besonders straffer, saliner und präziser Pinot Noir.


Les Amoureuses – die Lage

Les Amoureuses („Die Liebenden") gilt als die berühmteste der 24 Premier-Cru-Lagen von Chambolle-Musigny und als einer der besten Weinberge der Welt – ein heißer Kandidat für eine künftige Grand-Cru-Einstufung neben Musigny und Bonnes Mares. Die Lage liegt am Südende der Gemeinde, direkt unterhalb des Grand Cru Musigny.

Der kalkhaltige Boden ist hier leicht: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln zwingt, in Felsspalten zu graben. Das ergibt kleine, konzentrierte Beeren und Weine von Feinheit, erdigem Charakter und festen, seidigen Tanninen. Groffier besitzt mit rund einem Hektar den größten Einzelanteil.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und straffer Struktur.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Vergoren mit 40 % Ganztrauben, ausgebaut in 100 % neuem Holz. Der Wein wird im Stil der Domaine nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Eine fein gezeichnete Aromatik, in der die Ganztrauben-Würze noch deutlich den Ton angibt, mit ausreichend Frucht darunter, die sie mit der Reife einbinden wird. Am Gaumen mittelgewichtig, detailreich, straff und frisch, mit ausgeprägter saliner Note – kein üppiger, sondern ein präziser, klar konturierter Amoureuses.

Straff, salzig und fein gezeichnet – ein präziser Amoureuses aus kühlem Jahrgang.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und Kellerzeit. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente, Taube, Reh, Geflügel, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche.


Lage: Les Amoureuses, Chambolle-Musigny 1er Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); leichter Kalkboden über hartem Kalkstein, alte Reben
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 40 % Ganztrauben; 100 % Neuholz; ein Abstich

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USA

Verite La Joie 2012

Rotwein · Sonoma County · Cabernet-Sauvignon-Cuvée

Cabernet Sauvignon (dominierend) Merlot · Cabernet Franc · Petit Verdot Sonoma County Verité · La Joie Pierre Seillan 2012

Beim Verité La Joie 2012 dient ohne Frage das französische Anbaugebiet Pauillac im Bordeaux als Vorbild – Hauptrebsorte ist, wie bei den besten Weinen dieser Appellation, der Cabernet Sauvignon. Hier ist etwas ganz, ganz Großes entstanden.


Verité – Bordeaux-Geist aus Sonoma

Verité wurde 1998 vom legendären Jess Jackson gemeinsam mit dem französischen Vigneron Pierre Seillan gegründet, mit dem kompromisslosen Ziel, im kalifornischen Sonoma County Bordeaux-inspirierte Cuvées von Weltrang zu schaffen. Seillan, geprägt von Jahrzehnten in Bordeaux und an der Loire, gilt als Meister der Assemblage – Verité zählt zu den am häufigsten mit 100 Punkten bewerteten Weingütern überhaupt.

La Joie ist die Cabernet-Sauvignon-dominierte der drei Verité-Cuvées (neben dem Merlot-basierten La Muse und dem Cabernet-Franc-basierten Le Désir) und stilistisch dem Pauillac bzw. Médoc nachempfunden. Seillan komponiert ihn aus über 50 winzigen „Micro-Crus" in vier Sonoma-AVAs – Alexander Valley, Knights Valley, Chalk Hill und Bennett Valley –, die jeweils separat vinifiziert werden. Die warmen Täler fördern die Reife, die kühleren bewahren Säure und Frische.

Jahrgang 2012 – Sonoma County

2012 gilt als herausragender, „winning" Jahrgang in Sonoma – von Hitze, aber nie zu viel, mit perfekter Säure und Tanninstruktur; das Haus selbst vergleicht ihn mit Bordeaux 2005. Der La Joie 2012 verbindet daher große Kraft und Mächtigkeit mit klarer Struktur und einem enormen Reifepotenzial über mehrere Jahrzehnte.

Assemblage und Ausbau

Cuvée vorwiegend aus Cabernet Sauvignon, ergänzt um Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot, Jahrgang 2012.

Jeder der über 50 Micro-Crus wird einzeln gelesen und vergoren, anschließend in französischen Eichenfässern mit individuell abgestimmten Toasting-Graden ausgebaut. Aus diesen Hunderten von Bausteinen formt Pierre Seillan die finale Assemblage – technisch perfekt bereitet und voller dichter Frucht.

Im Glas

Eine dunkle und satte Farbe, die sofort ins Auge springt. Auf Anhieb begeistert der intensive Duft von schwarzen Johannisbeeren, Weichselkirsche, gegrillter Paprika und Grillkohle. Die Tannine sind im Geschmack noch omnipräsent und werden den La Joie noch über mehrere Jahrzehnte perfekt begleiten. Der mehrminütige Abgang deutet schon an, wohin die Reise geht.

Hier ist etwas ganz, ganz Großes entstanden.

Mit großem Reifepotenzial über mehrere Jahrzehnte; profitiert deutlich vom Dekantieren oder einigen Jahren Kellerreife. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Sonoma County (Kalifornien, USA); über 50 Micro-Crus in den AVAs Alexander Valley, Knights Valley, Chalk Hill und Bennett Valley
Klassifikation: Sonoma County, Bordeaux-Cuvée (Cabernet Sauvignon dominierend), trocken
Ausbau: Cabernet Sauvignon mit Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot; separate Vinifikation der Micro-Crus, Ausbau in französischer Eiche (individuelle Toasting-Grade)

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Whisky

Ardbeg Ardcore

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay ohne Altersangabe ca. 25 % Black Malt Ex-Bourbon-Fässer non chill-filtered  Sonderabfüllung Ardbeg Day

Der Ardbeg Ardcore ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg, veröffentlicht zum Ardbeg Day im Juni 2022 unter dem Motto Punkrock. Der Name verkürzt „hardcore" und verweist auf die Besonderheit der Abfüllung: Erstmals verwendete Ardbeg stark geröstetes Black Malt – rund ein Viertel der Maische –, was dem Whisky dunkle Röstnoten verleiht. Gereift ist er vorwiegend in ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche und non chill-filtered abgefüllt. 


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Atlantische Lage, Torf und Meeresluft prägen den maritim-rauchigen Charakter ihrer Whiskys.

Assemblage und Ausbau

Das Besondere am Ardcore ist die Maische: Neben getorftem Malz kommt zu rund 25 % Black Malt zum Einsatz – Gerste, die bis an die Grenze der Verkohlung geröstet wird. Das nimmt den klassischen Ardbeg-Rauch etwas zurück und stellt dunkle Röstaromen in den Vordergrund. Gereift wurde der Whisky vorwiegend in First-Fill-Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche, ohne Altersangabe. Entwickelt hat ihn Dr. Bill Lumsden.

Im Glas

Helles Gold im Glas. In der Nase Holzkohlerauch, geröstetes Malz, dunkle Schokolade und Espresso, dazu Anis, geräucherte Zitrone und eine maritime Torfnote. Am Gaumen kräftig und würzig: verkohltes Malz, Kakao, Lakritz und Melassetoffee über einem Fundament aus Rauch und schwarzem Pfeffer. Der Nachhall ist trocken, rauchig und von Röstbitterkeit geprägt.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; ein paar Tropfen Wasser holen die Süße hervor. Passt zu kräftigen, gegrillten Speisen wie Smoked Brisket, Spareribs, gegrilltem Lamm, reifem Blauschimmelkäse und dunkler Schokolade. Ein intensiver Begleiter für Liebhaber rauchiger Malts.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky (ohne Altersangabe, limitiert, Ardbeg Day 2022)
Ausbau: vorwiegend First-Fill-Bourbon-Fässer aus amerikanischer Eiche

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Weine

Marguet Shaman 22 Grand Cru Brut Nature BIO

Der Marguet Shaman 22 Grand Cru Brut Nature ist der Champagner, mit dem ein Abend bei Freunden richtig losgeht. Pinot Noir gibt mit 84 % den Ton an, Chardonnay steuert 16 % bei, alles aus Ambonnay und Bouzy. Ohne Dosage, mit ordentlich Zug.

Im Glas

Hellgold, lebendige Perlage. Die Nase erinnert an karamellisierte Birne und Zitrus, dazu grüne Mirabelle. Am Gaumen zuerst ungestüm, dann Butterkeks, Kreide und Haselnuss. Die Säure hält alles zusammen und schiebt den Schluck weit nach hinten. Ein Champagner, der eher anpackt als schmeichelt.

Mach was draus

Brathähnchen, Pommes mit Trüffelmayo oder ein Teller Jamón – Shaman mag Herzhaftes. Zum Aperitivo reichen ein paar Stücke Parmesan oder eine Schale gesalzene Mandeln. Servier ihn bei 8 bis 10 °C, gern im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Shaman ist mein Champagner für Geflügel. Ein knuspriges Hähnchen und ein Glas davon, das passt einfach. Zu gereiftem Käse funktioniert er genauso gut.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie viel Schwefel steckt drin? Sehr wenig: Marguet gibt 10 mg/l Gesamtschwefel an, ein Bruchteil dessen, was erlaubt wäre.

Gibt es Shaman auch als Rosé? Ja, den Shaman 22 Rosé Grand Cru Brut Nature findest du ebenfalls bei uns.

Pinot Noir 84 %, Chardonnay 16 % · Grand Cru Ambonnay und Bouzy, eigene Weinberge · Méthode Traditionnelle · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Marguet, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Weine

Weingut Keth Rebstoff weiß BIO

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Weingut Keth Rebstoff weiß ist eine trockene, biozertifizierte Weißwein-Cuvée, die die Charakterstärke moderner PIWI-Rebsorten mit klarer Stilistik vereint. Trocken, klar und packend – ein moderner, nachhaltiger Weißwein mit eigenständigem Profil.


Rheinhessen

Das Weingut Matthias Keth liegt in Rheinhessen und arbeitet biozertifiziert (DE-ÖKO-022). Mit dem „Rebstoff" setzt das Gut auf PIWI-Rebsorten – pilzwiderstandsfähige Sorten, die nachhaltigen Weinbau mit eigenständigem Aromenspiel verbinden.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Blanc (Hauptanteil), Phönix und Muscaris. Cabernet Blanc bringt Frische, Struktur und feine Säure mit Stachelbeere, grünem Apfel, Limette und einer an Sauvignon Blanc erinnernden Kräuterwürze. Phönix ergänzt saftige Frucht nach reifer Birne, Aprikose und Honigmelone. Muscaris setzt florale, muskatige Akzente mit Holunderblüte und exotischer Frucht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles, einladendes Gelb. In der Nase ein duftiges, expressives Bouquet aus Stachelbeere, grünem Apfel, reifer Birne und floralen Muskatanklängen. Am Gaumen trocken, klar und packend, mit einem belebenden Säurebogen, viel Trinkfluss und langem, aromatischem Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Salaten, Fisch, Geflügel, asiatischer Küche und leichten Sommergerichten – oder einfach solo.


Lage: Rheinhessen (Deutschland); Weingut Matthias Keth
Klassifikation: Weißwein – PIWI-Cuvée aus Cabernet Blanc, Phönix & Muscaris, trocken
Ausbau: frisch und aromabetont; nachhaltiger PIWI-Weinbau

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