Succés Vinícola

Succés Vinícola

Die Philosophie der Kellerei Succés Vinícola

Ausgerechnet Conca de Barberà! Gut, Albert Canela stammt aus der Region, sein Vater ist Weinbauer, Teile des familiären Weinbergsbesitzes formen heute die Basis von Succés Vinícola. Aber dennoch: Albert hat sieben Jahre als einer von diversen Önologen bei Álvaro Palacios in Gratallops gearbeitet, Mariona Vendrell immerhin fünf Jahre mit Sara Pérez. Mariona lebte einige Monate in Deutschland, beiden gefällt es, zu reisen. Es hätte ohne Zweifel auch andere Lösungen gegeben als ausgerechnet die Heimat der Rebsorte Trepat.

Als Mariona und Albert im Jahr 2011 begannen, die ersten Weine zu keltern, war Trepat kein Thema. Die Rebsorte galt schon seit Jahrzehnten als lokale, nur bedingt relevante Sorte, die eher schlichte Weinchen hervorbringt. Die beiden Jungwinzer traten an, um genau das zu widerlegen. Ihr Ziel war und ist es, die Rebsorte Trepat und die Region Conca de Barberà und in letzter Zeit auch die nicht weniger vernachlässigte Rebsorte Parellada etwas stärker in den Vordergrund zu schieben.

Natürlich könnte man einwenden, dass man es in einer unbekannten Region mit einer unbekannten Rebsorte einfacher habe, Erfolge einzuheimsen, als in einer bekannten Region zu reüssieren. Tentenublo in Rioja, Terroir al Limit im Priorat, Albamar in Salnés zeigen, dass dem nicht so ist. Es war schon der feste Wille, Dinge in der Conca anzustoßen.

Und anzuecken! Der schon fast legendäre Spruch auf dem Mentider-Etikett, der mal kurz und hart den Trepat-Weinbau der letzten fünf Jahrzehnte in Stücke haute, ist schon heftig. Noch dazu, wenn er von Jungspunden stammt, die gerade ihren ersten Jahrgang auf den Tisch gestellt hatten. Wer fünf Jahre an de Seite von Sara Pérez aushält, verfügt offensichtlich über ein gerütteltes Maß an Selbstbewusstsein.

Sie wollen zeigen, das es geht! Dass es geht, einen roten Trepat mit ordentlicher Struktur und Komplexität in die Flasche zu bringen; dass es geht, ausdrucksstarken Parellada zu keltern; dass selbst der so stark belächelte Rosat aus Trepat mehr sein kann als die Grundlage einer Weinschorle. Eigentlich ist damit schon alles gesagt.

Sich selber stellen die beiden eher nicht so in den Vordergrund. Albert sowieso nicht. Sobald mehr als drei Leute im Raum sind, überlässt er das Reden gerne Mariona. Sie wiederum stellt gerne die Problemlösungskompetenz in den Vordergrund, ich-bezogene Aussagen hört man eher selten. Wohin das führt? Gute Frage! Erst einmal, im Sommer des Jahres 2016, in eine eigene Bodega.

Aber der Reihe nach:

Die Region: Conca de Barberà

Conca de Barberà ist eine kleine Weinbauregion, gut viertausend Hektar sind mit Reben bestockt. Die bekanntesten Orte sind Montblanc und L’Espluga de Francolí (hier befindet sich das berühmte Kloster Poblet), die wichtigsten Weinbauorte hingegen befinden sich alle im Nordosten: Blancafort, Solivella, Pira, Sarral, Rocafort de Queralt und Barberà de la Conca.

Die Landschaft ähnelt einem Kessel, mit Montblanc als tiefstem Punkt, moderat steilen Hängen im Norden im Osten und im Westen sowie ernsthaft steilen Hängen im Süden. Auf der anderen Seite dieses Gebirges beginnt die Weinbauregion Montsant.

Auch wenn es im Süden, in Poblet, Montblanc oder Villaverd die eine oder andere Schieferparzelle gibt, so stehen doch fast alle Reben der Region auf lehmhaltigem Kalksandstein. Terroirunterschiede basieren auf Hangneigung und -ausrichtung, auch auf der absoluten Höhe. Dazu kommt die Oberflächenstruktur: in vielen Parzellen findet man Bruchsteinsplitter, aber auch Kieselsteine sind nicht selten.

Vor etwa einhundert Jahren stand in der Conca fast nur Trepat, eine aromatische rote Sorte, die, bei ordentlicher Weinbergsarbeit, sehr gute Weine erbringen kann. Trepat neigt zu intensiver Produktion, ertragsreduzierende Maßnahmen sind unumgänglich. Als im benachbarten Penedès der Boom des Cava einsetzt, wurde Conca de Barberà zum Fassweinlieferanten der Cava-Bodegas. Man baute vor allem Parellada an, aber auch Trepat ist als rote Sorte für Cava Rosat zugelassen. Dementsprechend ist auch die Vertriebsstruktur der Region: im Jahr 21  wurde erstmals ein Zehntel der Produktion als Wein der D.O. Conca de Barberà abgefüllt. Der Markt wird dominiert von einigen Genossenschaften, die inzwischen fast alle Eigentum von Cava-Bodegas sind, ein paar Handelshäusern und etwa zwanzig kleinen Bodegas, deren Produktion indes vor allem aus Weinen mit international bekannten Rebsorten besteht (CabMeSy). Trepat ist derzeit eine Modesorte, daher versuchen sich viele der kleinen Bodegas an dieser Sorte. Mit unterschiedlichem Erfolg! Parellada gibt es indes nur in zwei oder drei Bodegas.

Die Weinberge von Succés Vinícola

Abgesehen von drei Parzellen befinden sich alle Weinberge, die Mariona und Albert beackern, in Barberà de la Conca.

Im Jahr 2016 hat Succés eine Parellada-Parzelle gepachtet, die sich im Osten von Barberà de la Conca befindet. Somit sind es insgesamt derer drei. Die neue Parzelle sowie eine eher kleine Parzelle im Westen des Ortes bestehen aus lehmhaltigem Kalkstein mit Bruchsteinauflage, die Reben wurden vor etwa vierzig Jahren gesetzt. Die dritte Parellada-Parzelle befindet sich in Cabra del Camp. Dieser Ort gehört teilweise zur D.O. Conca de Barberà, teilweise zur D.O. Tarragona, die Kammlinie einer kleinen Bergkette markiert die Grenze. In dieser Parzelle findet man viele Kieselsteine, daher der Name El Pedregal. Die Reben sind älter, geschätzt sechzig Jahre, der Ertrag ist geringer. Die Trauben der beiden Parzellen aus Barberà werden für den Experiencia Parellada verwendet, jene des El Pedregal für den Lagenwein El Pedregal.

Trepat-Parzellen gibt es diverse. Einige gehören dem Vater von Albert, andere haben Albert und Mariona gekauft oder gepachtet. Wichtig ist, dass alle Parzellen von der Bodega beackert werden. Nur so kann man Traubenwuchs und Traubenqualität wirklich optimal kontrollieren. In der Zukunft wollen die beiden noch die eine oder andere Parzelle kaufen oder pachten. Jedoch gibt es nicht wirklich viele alte Parzellen, die gute Traubenqualität liefern können. Und außerdem sind gerade vor allem die bekannten Großbodegas aus Katalonien damit beschäftigt, Trepat-Parzellen zu kaufen. Da dort das Geld verhältnismäßig locker sitzt, ist die Konkurrenz heftig.

Für den Cuca de Llum werden fünf verschiedene Parzellen genutzt, sie befinden sich an unterschiedlichen Stellen des Ortes. Vierzig Jahre ist das Altersminimum, manche Stöcke haben schon mehr als achtzig Winter kommen und gehen gesehen. Diese Parzellen können in etwa 30.000 Kilo Trauben liefern, ein kleiner Teil der Ernte wird für den Rosado Patxanga genutzt.

Der Mentider speist sich derzeit aus drei Parzellen. Eine befindet sich in Sarral, der nördliche Nachbarort von Barberà de la Conca. Sie nennt sich Solà, die Stöcke wurden Ende des neunzehnten Jahrhunderts gesetzt, wohl direkt nach der Reblausplage. Die zweite Parzelle befindet sich in Barberà de la Conca, auch deren Stöcke sind alt. In einem guten Jahr beträgt die Ernte etwa siebentausend fünfhundert Kilo. Dazu kommt eine Parzelle, etwa ein halber Hektar, die Albert und Mariona im Jahr 2014 gepachtet haben, allerdings war diese Parzelle damals komplett aufgegeben. Im Jahr 2015 betrug die Ernte immerhin schon zweihundert Kilo, sollte die Wiederbelebung klappen, können hier bis zu zweitausend Kilo eingesammelt werden.

Die wichtigste Parzelle jenseits der Trepat-Welt befindet sich ganz im Osten der Region. Es handelt sich um Cabernet Sauvignon, die Reben stehen auf etwa achthundert Meter über Meeresniveau. Ein Großteil der Trauben wird weiterverkauft, in der Succés-Bodega landen gerade einmal die Trauben der obersten zehn Rebzeilen. Etwas weiter unten an Hang, aber nicht sonderlich weit entfernt, steht Tempranillo, der aber nur zu geringem Prozentsatz genutzt wird. Die Trauben der Merlot-Parzelle werden verkauft.

Eine sehr spannende Parzelle befindet sich in L’Espluga de Francolí, nahe Poblet. Es handelt sich um Garnacha, die Stöcke sind durchaus alt. Die bislang umfangreichste Ernte belief sich auf zweihundert und fünfzig Kilo.

Die Bodega Succés Vinícola

Von 2011 bis in den Sommer 2016 befand sich die Bodega von Succés im Celler Viver, das Gebäude einer alten Cooperative aus Barberà de la Conca, von der Gemeinde aufgekauft und modernisiert, ausgestattet mit all dem, was Bodegas brauchen, um die ersten Schritte ihre Entwicklung zu vollziehen. Einzig Barricas müssen die Bodegas selbst kaufen und unterbringen, alles andere ist vorhanden. Im Jahr 2011 kelterten Albert und Mariona insgesamt zweitausend achthundert siebenundsechzig Flaschen. Oder so…. Eine Minimenge. Im Jahr 2015 waren es gut dreißigtausend Flaschen, das Limit dessen, was man im Viver problemfrei keltern kann, war erreicht. Schon seit dem Jahr 2014 suchten die beiden eine eigene Bodega, im Juli 2016 begann dann der Umzug in eine umgebaute Fabrikhalle in Solivella, ein weiterer Nachbarort von Barberà de la Conca. Für die momentanen Bedürfnisse ist diese Halle ausreichend groß. Da aber viele Weine in kleinen und kleinsten Auflagen entstehen, sind diverse Stahltanks, Holztanks und Amphoren vonnöten, die Halle wird sich wohl schnell füllen.

Platz für moderate Erweiterungen ist vorhanden. Zwar wird die Produktion der Top-Weine, wenn überhaupt, dann nur moderat steigen; es gibt kaum mehr Parzellen für den Mentider, die man kaufen oder pachten kann. Die Produktion des Cuca de Llum indes kann sehr wohl ansteigen, Weinberge der hierfür nötigen Qualität gibt es dann doch. Text: El oso alemán.

Zu unserem Weinangebot in unserem Webshop -> Weine der Bodega

 

 

 

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Rebsorten

Martin Waßmer Weißer Burgunder

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Martin Waßmer Weißer Burgunder ist ein saftiger, fruchtbetonter Weißburgunder aus Baden. Hellgelb mit grünen Reflexen im Glas, mit feiner Frucht in der Nase und einem klaren, mineralisch getragenen Gaumen.


Baden / Markgräflerland

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet und zählt zu den führenden Erzeugern der Region. Das milde Klima und die kalk- und lössgeprägten Böden bringen saftige, fruchtbetonte Burgunderweine mit feiner Mineralität hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißburgunder. Der Ausbau bewahrt die frische Frucht, die feine Struktur und die mineralische Prägung. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Hellgelb mit grünen Reflexen. In der Nase feine Frucht mit Apfel und Haselnuss sowie dezenten Zitrusnoten im Hintergrund. Am Gaumen saftig, mit frischer Frucht, Zitrusnoten, leicht mineralischen Anklängen und guter Länge.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8 °C servieren. Ideal zu Kalbstafelspitz.

Passt zu: Fischgerichten und Meeresfrüchten, Kalbfleisch, hellem Geflügel und Schwein.


Lage: Baden, Markgräflerland (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Gutswein – 100 % Weißburgunder, trocken
Ausbau: frische- und fruchtbetont

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Weine

Weingut Andres Old Skool Rosé BIO

Roséwein · Pfalz · Spätburgunder

Spätburgunder Old Skool Rosé Mittelhaardt · Pfalz Weingut Andres Buntsandsteinverwitterung · Löss trocken · natürliche Hefen BIO (DE-ÖKO-039) 2024

Der Weingut Andres Old Skool Rosé trocken 2024 ist ein unkomplizierter Roséwein aus Spätburgunder. Feiner Duft, erfrischend, mit saftiger, dezenter Frucht nach reifen Sommerfrüchten – ein Pfälzer für den unbeschwerten Genuss.


Old Skool Rosé – Spätburgunder aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Pfälzer Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Die Old-Skool-Linie steht für Weine ohne Schnickschnack – unkompliziert, ehrlich und herkunftstypisch.

Die Trauben stammen von Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss. Diese Kombination gibt dem Rosé Frische und saftige Frucht – ein Spätburgunder-Rosé, der nicht die übertriebene Frucht sucht, sondern in einer schönen Balance steht.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Der auf Frische und Trinkfluss ausgerichtete Stil und die schonende Arbeit im Keller bewahren die saftige, dezente Frucht des Rosés – Erfrischung im Vordergrund.

Ausbau

Trockener Rosé aus Spätburgunder, Jahrgang 2024; von Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss, Ertrag 65 hl/ha.

Der Wein wird mit natürlichen Hefen vergoren und schonend ausgebaut, ganz auf Frische und saftige Frucht ausgerichtet. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein unkomplizierter Roséwein: feiner Duft, erfrischend, mit saftiger, dezenter Frucht nach reifen Sommerfrüchten. Am Gaumen leicht und animierend, in schöner Balance – ein Rosé, der nicht die übertriebene Frucht sucht, sondern Trinkfluss und Frische in den Vordergrund stellt.

Feiner Duft, erfrischend, mit saftiger, dezenter Frucht nach reifen Sommerfrüchten – leicht, animierend und in schöner Balance.

Leicht gekühlt ideal zu Fingerfood und Sommersalaten. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Fingerfood und Sommersalaten, zu leichten Vorspeisen, gegrilltem Gemüse und hellem Fleisch sowie zu mildem Käse.


Lage: Mittelhaardt, Pfalz; Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss
Klassifikation: Rosé, Pfalz (trocken); 100 % Spätburgunder; 65 hl/ha
Ausbau: Vergärung mit natürlichen Hefen, schonender Ausbau; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Weine

Wittmann Westhofen Kirchspiel Riesling Großes Gewächs 2023 Magnum BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen Westhofener Kirchspiel VDP.Grosses Gewächs Bio (Demeter) Kalkstein Magnum 1,5 l 2023

Das Wittmann Westhofener Kirchspiel Riesling Großes Gewächs 2023 ist ein eleganter, frischer Bio-Riesling vom Kalkstein – mit Aromen gelber Früchte und einer klaren, leicht salzigen Mineralität. In der Magnum der ideale Wein für die große Reife.


Kirchspiel – VDP.Grosse Lage in Westhofen

Das Weingut Wittmann in Westhofen zählt zu den führenden Adressen Rheinhessens und arbeitet seit Langem konsequent biodynamisch (Demeter). Die VDP.Grosse Lage zeichnet die hochwertigsten Weinberge der Region aus – parzellengenau abgegrenzt; hier reifen die besten Weine mit expressivem Lagencharakter und besonderem Reifepotenzial.

Das Kirchspiel mutet wie ein Amphitheater an, das sich zum Rhein hin öffnet; die Reben in Ost- bis Südostausrichtung sind vor kalten Westwinden geschützt – Grund für das hervorragende Kleinklima. Die Reben für dieses Große Gewächs fußen auf schwer durchwurzelbarem Kalkstein (Tonmergel mit Kalksteineinlagen, auch der tiefe Untergrund von Kalkstein dominiert). Genau dieser karge, kalkreiche Boden verleiht den Rieslingen des Kirchspiels ihre filigrane Eleganz und die klare, leicht salzige Mineralität.

Jahrgang 2023 – Rheinhessen

2023 brachte in Rheinhessen aromatische, reife Rieslinge mit guter Substanz und präziser Säure. Auf dem Kalkstein des Kirchspiels ergibt das einen besonders eleganten, geradlinigen Wein mit lebendiger Säure, klarer gelber Frucht und feiner, salziger Mineralität – Spannung und Finesse statt Opulenz. Die Magnum bietet dabei ideale Bedingungen für eine besonders langsame, harmonische Entwicklung.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2023, trocken, VDP.Grosses Gewächs. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Handlese, Ganztraubenpressung, Spontangärung mit eigenen Hefen und langer Ausbau auf der Vollhefe – überwiegend im traditionellen großen Holzfass und Edelstahl. Der zurückhaltende Ausbau lässt Frucht und die kalksteingeprägte Mineralität der Lage unverfälscht in den Mittelpunkt treten. Biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022.

Im Glas

Ein elegantes, frisches Bukett von gelben Früchten – reifer Apfel, Birne, gelbe Zitrus –, ergänzt um weiße Blüten und feine Kräuter. Am Gaumen geradlinig und präzise, mit lebendiger Säure und der für das Kirchspiel typischen klaren, leicht salzigen Mineralität, die den Wein trägt und ihm einen langen, animierenden Abgang verleiht.

Elegantes, frisches Aroma nach gelben Früchten – mit klarer, leicht salziger Mineralität.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit einigen Jahren Kellerreife deutlich an Tiefe – in der Magnum umso mehr; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu kräftigerem Hartkäse. Die Magnum ist der ideale Begleiter für die große Tafel.


Lage: Rheinhessen, Westhofener Kirchspiel (Deutschland); Ost-/Südostausrichtung, amphitheaterartig zum Rhein geöffnet, Tonmergel mit Kalksteineinlagen über kalksteindominiertem Untergrund; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung, Reife auf der Vollhefe (großes Holzfass/Edelstahl); biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022

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Weine

Le Petit Victor rouge Bag in Box Merlot Grenache

Wein · Rotwein · Pays d'Oc · Frankreich

Le Petit Victor Rouge ist eine fruchtbetonte Cuvée aus Merlot und Grenache aus dem Süden Frankreichs – praktisch abgefüllt in der 5-Liter-Bag-in-Box.


Pays d'Oc / Languedoc

Der Wein stammt aus dem Languedoc im Süden Frankreichs, wo das mediterrane Klima reife, fruchtbetonte Rotweine hervorbringt. Erzeuger ist die renommierte Vereinigung Vignobles Foncalieu.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Merlot und Grenache. Merlot bringt Schmelz und weiche Frucht, Grenache reife rote Frucht und Wärme. Abgefüllt in der 5-Liter-Bag-in-Box: Der Beutel zieht sich beim Zapfen zusammen, sodass kein Sauerstoff an den Wein gelangt – nach dem Anbruch bleibt er mehrere Wochen frisch. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Rubinrot. In der Nase reife rote und dunkle Frucht mit feiner Würze. Am Gaumen saftig, weich und unkompliziert, mit milden Tanninen und rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein geselliger Alltagswein, ideal glasweise dank Bag-in-Box.

Passt zu: gegrilltem Fleisch, Pasta, Pizza, Aufschnitt und mittelreifem Käse.


Lage: Pays d'Oc / Languedoc (Frankreich); Vignobles Foncalieu
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Merlot & Grenache, trocken
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau
Gebinde: Bag-in-Box, 5,0 Liter

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Rebsorten

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2022

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhofberger Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2022

Der Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2022 stammt aus der berühmtesten Lage der Saar – ein Musterbeispiel für filigranen Saar-Kabinett: fruchtsüß, rassig und von enormer Langlebigkeit. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Scharzhofberger – die legendäre Lage der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhofberg bei Wiltingen ist die berühmteste Einzellage der Saar – so renommiert, dass die Weine, wie ein Grand Cru im Burgund, allein mit dem Lagennamen etikettiert werden. Egon Müller ist mit über acht Hektar im Kernstück größter Eigentümer und bewirtschaftet hier mehr als drei Hektar wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben. Die steilen, stark verwitterten blauen Devonschieferböden speichern die Wärme des Tages und geben sie langsam wieder ab – in Verbindung mit dem kühlen Saar-Klima entstehen Weine von außergewöhnlicher Spannung, filigraner Struktur und enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2022 – Saar

2022 war an der Saar ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der durch ausreichende Niederschläge zur richtigen Zeit balanciert wurde. Es entstanden reife, dennoch klar konturierte Rieslinge. Gerade im Kabinett-Bereich – dem filigransten Prädikat – zeigt der Scharzhofberger die typische Spannung zwischen reifer Frucht, dezenter Süße und rassiger Mineralität, getragen vom kühlen Klima und dem Schiefer der Lage.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2022, Prädikat Kabinett, fruchtsüß.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dicht, cremig und saftig: Weinbergspfirsich und Passionsfrucht treffen auf weiße Blüten, Zitrus und feinste Kräuter- und Mineralnoten. Am Gaumen filigran und vielschichtig, mit einer dezenten Süße, die von enorm lebhafter, rassiger Säure balanciert wird – er wirkt nie leicht und schon gar nicht schwer, sondern tanzt mit müheloser Eleganz über die Zunge.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das verspielte, sehr lange Finale verweist auf die große Langlebigkeit; schon jung ein Genuss, doch wahre Größe entfaltet der Wein erst nach vielen Jahren Kellerreife. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Scharzhofberger, Wiltingen an der Saar (Deutschland); steile Südlage, stark verwitterter blauer Devonschiefer, über 100 J. alte wurzelechte Reben
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2012

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2012 ist ein klassisches Beispiel für diese Lage: wild, komplex und vielschichtig, mit Olivenpaste, Kräutern, Holzkohle und Rauch über einem schönen Kern dunkler Frucht – vollmundig und dennoch von leichter, eleganter Textur.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Die Lage En Chamberlin liegt im alten Flussbett des Walla Walla River auf der Oregon-Seite des Tals, im Rocks District of Milton-Freewater. Die Oberschicht aus schluffigem Lehm und runden Basaltkieseln ist nur 30 bis 45 Zentimeter tief; darunter liegen Schichten aus reinem, verdichtetem Kiesel, stellenweise viele Meter mächtig. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Syrah aus dem Jahrgang 2012. Der Wein reift in großen Fässern aus französischer Eiche mit nur geringem Neuholzanteil, damit die Aromatik der Lage im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Dunkles, undurchdringliches Rubin. In der Nase wild und vielschichtig: Olivenpaste, zerriebene Kräuter, Holzkohle und Holzrauch über dunkler Frucht. Am Gaumen vollmundig und reich, mit aufbauendem Tannin und einer leichten, eleganten Textur. Zugänglich, aber mit festem Gerbstoffgriff.

Am Tisch

Jetzt schön trinkreif, mit Potenzial bis etwa 2030. Dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Rind vom Grill und Charcuterie.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Jahrgang: 2012
Ausbau: 100 % Syrah; große Fässer aus französischer Eiche, geringer Neuholzanteil

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Rebsorten

Dietrich Riesling Laumersheimer Steinbuckel

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Riesling Laumersheimer Steinbuckel ist ein glänzender, hellgelber Riesling mit mineralischer Struktur. Finessenreich, im Duft Weinbergspfirsich, Mango, Apfel und feine Kräuterwürze – ein typischer Kalksteinriesling vom Laumersheimer Steinbuckel.


Pfalz / Laumersheimer Steinbuckel

Die Trauben stammen aus der Pfälzer Lage Laumersheimer Steinbuckel, die für ihre Kalksteinböden bekannt ist. Diese verleihen dem Riesling seine ausgeprägte Mineralität und Finesse. Erzeuger ist das Weingut Familie Dietrich, das 25 Hektar Rebfläche rund um Großkarlbach, Weisenheim am Sand und Laumersheim bewirtschaftet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Ausbau betont die mineralische Struktur des Kalksteinbodens und die finessenreiche, klare Frucht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Glänzendes Hellgelb. In der Nase Weinbergspfirsich, Mango, Apfel und feine Kräuterwürze. Am Gaumen finessenreich und mineralisch, mit klarer Frucht, lebendiger Säure und einem animierenden, langen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und asiatischer Küche.


Lage: Pfalz, Laumersheimer Steinbuckel (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Riesling (Lagenwein), trocken
Ausbau: mineralitäts- und finessebetont (Kalksteinboden)

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Spanien

La Esquirla del Bardallo 2016

Rotwein · Rioja · Spanien

Tempranillo & Viura D.O.Ca. Rioja El Bardallo · San Vicente de la Sonsierra Handarbeit im Weinberg unfiltriert

Der La Esquirla del Bardallo 2016 ist ein Lagenwein des Projekts 3 Viñerones aus der D.O.Ca. Rioja. Die Trauben stammen aus einer einzigen Parzelle im Paraje El Bardallo bei San Vicente de la Sonsierra, die in einem guten Jahr nur rund 3.000 Kilo liefert. Vergoren wird spontan im offenen Bottich, anschließend reift der Wein in großen Barricas. Abgefüllt wird er etwa zwei Jahre nach der Lese, unfiltriert und ohne Kälteschock – ein frischer, eleganter Rioja 


El Bardallo – San Vicente de la Sonsierra, Rioja

Die Parzelle El Bardallo liegt bei San Vicente de la Sonsierra in der Rioja Alta, am Fuße der Sierra de Cantabria nahe Labastida. Der Lagenname geht auf einen lokalen Bach zurück; eine „Esquirla" ist ein neolithisches Steinwerkzeug, wie man es in diesem Barranco findet. Das frische Mikroklima und die Böden aus Lehm und Kalk geben dem Wein Säurespannung, feine Tannine und eine mineralische Textur. Hinter 3 Viñerones stehen drei befreundete Winzer der spanischen Szene; die Lage wird seit Jahren von Hand bewirtschaftet – in dieser Region eine gewisse Herausforderung.

Assemblage und Ausbau

Im Glas Tempranillo und Viura, gemeinsam vergoren – die Vielfalt der Rebsorten im Weinberg gibt dem Wein zusätzliche Komplexität. Das Lesegut wird zweimal verlesen, im Weinberg und in der Bodega; die Trauben werden nicht entrappt und im offenen Bottich spontan vergoren. Anschließend reift der Wein in großen Barricas, in denen er auch die malolaktische Gärung durchläuft. Abgefüllt wird etwa zwei Jahre nach der Lese, weder filtriert noch kältegeschockt.

Im Glas

Ein frischer, eleganter Rioja, der nicht grün wirkt. In der Nase reife dunkle Frucht mit feiner Würze. Am Gaumen seidige Textur, geschliffene Tannine und die typische Rioja-Säure, getragen von der Mineralität aus Lehm und Kalk. Ein Wein, bei dem alles an seinem Platz ist – mit Spannung und Länge.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Schmorgerichte, gegrilltes rotes Fleisch und Hülsenfrüchte-Eintöpfe. Vor dem Servieren rund eine Stunde dekantieren. Schon trinkreif, bei kühler, dunkler Lagerung gut bis etwa 2030. Serviertemperatur 16–18 °C.



Lage El Bardallo, San Vicente de la Sonsierra · Rioja Alta
Klassifikation D.O.Ca. Rioja
Ausbau Spontangärung im offenen Bottich, Reife in großen Barricas, MLF im Fass

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