Txakoli – Bären sind keine Engel

Txakoli – Bären sind keine Engel

Wenn es dem Esel zu gut geht, das weiß ein jeder Volkes Mund, dann geht er auf’s Eis. Das machen Bären natürlich nicht, denn ihre weißen Artverwandten warnen sie hier und dort vor lauernden Gefahren.

In diesem Fall geht der Bär, dem es (???) zu gut geht, in die Höhle. Denn der Bär weiß sehr wohl, dass der Blogbetreiber ein echter Fachmann auf dem Gebiet ist, über das wir hier und heute mal reden müssen. Aber auch das hilft nicht – Zähne zusammenbeißen und durch. Wir reden über Txakoli.

Txakoli ist, wenn man die Dinge genau analysiert, kein Wein – und schon gleich gar keine Rebsorte. Letzteres können wir gleich abhandeln: Txakolis bestehen zum großen Teil aus Gros Courbu, was die Basken (H)ondarrabi Zuri nennen; dazu kommen dann und wann noch Petit Courbu, Gros Manseng und Petit Manseng sowie Folle Blanche und Riesling und Chardonnay und, wenn sie es ganz dolle treiben, auch noch Sauvignon Blanc. Interessant ist, dass die Basken dann, wenn sie von einer vergleichsweise unbekannten Rebsorte sprechen, einen baskischen Namen parat haben, international bekannte Namen werden natürlich nicht übersetzt.

Hondarrabi Zuri, Beltza (aka Cabernet Franc) und Zuri Zerratia heißen die Sorten, weil man seinerzeit auf einem Markt in Hondarribia Reiser kaufen konnte, die aus Bordeaux oder dem Südwesten Frankreichs stammten. Alle anderen Erklärungsversuche fallen unter das Kapitel Winzerlatein.

Wenn wir schon bei der Begriffsklärung sind: Txakoli ist eigentlich kein Wein, sondern eine Lebensform. Der Begriff subsumiert das Genießen von Wein und anderen Leckereien in einem Caserío, das sind die baskischen Bauernhöfe, von denen es heute nur noch wenige gibt; alternativ in Kneipen oder eher einfachen Lokalen. Auch wenn es Txakolis natürlich auch in Sternetempeln gibt, gehört er eigentlich eher in die Hafenkneipe oder in die Altstadtkneipe. Txakoli könnte man übersetzen mit: „Lass‘ den lieben Gott einfach einen guten Mann sein…“

Je nach Herkunft schmecken diese Weine völlig unterschiedlich. Jene aus Getaria kommen halbwegs alkoholbefreit, dafür mit einer ordentlichen Menge Säure daher; die aus Bizkaia sind eher etwas gehaltvoller, während man im Aiara-Tal, wo der kleine Fluss Nerbioi herumtrollt, auch schon einmal Teile findet, die bis zu fünfzehn Umdrehungen aufweisen. Global betrachtet ist die Sache mit grün, bitter, alkoholarm und schäumend schlicht und ergreifend Kwatsch!

Die geschmacklichen Unterschiede sind enorm, teilweise kann man sie auf die geographischen Gegebenheiten zurückführen. Der wichtigste Punkt indes ist wohl die Erntemenge. In Getaria und Zarautz (und noch ein paar Nachbardörfern), man nennt diese Region auch Getariako Txakolina, erntet man gerne auf Deibl kumm‘ raus. Eine durchaus bekannte Bodega (Namen werden hier nicht genannt) erklärte mir mal, wie man auf fünfundzwanzigtausend Kilo pro Hektar kommt, ohne die Regeln zu verletzen. Das ist schon eine dolle Leistung! Generell sind die Erntemengen in Getaria hoch, daher sind die Weine dann auch eher leicht, gut geeignet, um von einem Caserío (oder Bar) zum nächsten zu wandern.

Daher trinkt man diese Tschackos auch gerne als Apero, mit Meeresgetier oder knackigem Gemüse. Txakoli aus Getaria und eine Chuleta vom alten Tier – das geht gar nicht. Dafür braucht man dann die anderen Tschackos, die aus Bizkaia und aus Araba. Die Rebsorten sind identisch und zumindest Bizkaiko Txakolina ist so stark von Getaria nicht entfernt. Der Unterschied basiert zum einen schon auf Böden und Klima, zum anderen jedoch vor allem auf anderen Ertragszahlen. In vielen guten Betrieben aus Bizkaia erntet man zwischen achttausend und zehntausend Kilo Trauben pro Hektar, Zahlen, über die man in Getaria müde lächelt. Betrachtet man Extremwinzer, wie etwa Iker, Herr über Ulibarri, eine der wenigen Bodegas der Region, die als Ökoweinproduzenten registriert sind, dann sind selbst normale Erntemengen ein utopisches Ziel. Mehr als fünftausend Kilo Trauben pro Hektar hat Iker wohl noch nie gelesen. Dafür gibt es dann auch schon einmal Weine mit fünfzehn Umdrehungen. Und auch auf diesen Flaschen steht Txakoli…

Das Landesinnere ist dann noch einmal ganz anders: im Süden von Bilb(a)o, nahe den Orten Amurrio, Llaudio und Urduña stehen Reben auf welligem Hügelland. Das Meer ist weit entfernt, die Weine sind komplett anders als jene aus küstennahen Orten. Hier ist Petit Courbu stärker vertreten, auch spielt Manseng eine wesentliche Rolle. Roberto Olivan (Tentenublo) kelterte mal einen Wein, der es ob seiner Komplexität auch mit Tropfen aus dem Burgund aufnehmen konnte; leider hat er dieses Abenteuer aufgegeben. Heute gibt es gerade einmal sieben Weingüter in dieser Region, zählt man Ulibarri und Bizkai Barne, die aus politischen Gründen zu Bizkaiko Txakolina gehören, hinzu, so sind es auch nur derer neun. Ulibarri, Goianea (Bat Gora) – die haben in Lezama auch einen guten Landgasthof, sowie Bizkai Barne sollte man sich merken, die Weine von Beldiu und Arzabro kann man ebenfalls trinken. Alles andere, insbesondere den Platzhirsch Artomaña kann man gut und gerne vergessen.

Für den Verbraucher, aka Weingenießer, ist das Ganze recht einfach zu handhaben (sieht man mal davon ab, dass es nur wenige gute baskische Weißweine in Mitteleuropa zu kaufen gibt): wenn man einfach einen heben will, vielleicht mit ein paar Tapas und geschickterweise in einer etwas größeren Runde, dann kann man sich durchaus mal an einen der Getaria-Txakolis heranwagen. An welche? Nun, vielleicht nicht unbedingt an Ameztoi, und Txomin Etxaniz am besten nur dort, wo es die guten Füllungen gibt. ¿Hep? Nun, alle großen Häuser füllen sehr oft, manche einmal pro Woche. Und gerade Txomin Etzaniz hat ein paar sehr unterschiedliche Qualitäten auf Lager. Wenn man den Wein in einem Sternetempel trinkt, dann rutscht einem schon einmal das Wort cojonudo über die Zunge; trinkt man ihn hingegen in einer gewöhnlichen Taverne,… Also: Agerre, Elkano, Hiruzta, für alle, die etwas süßliche Txakolis mögen, geht auch noch Katxiña. Bei Carlos Argiñano, ein bekannter spanischer Fernsehkoch, ist nicht ganz klar, ob das Restaurant, welches seine Söhne führen, schlechter ist als die Weine, die es unter dem Namen K5 zu trinken gibt, oder dann doch umgekehrt. Von den dreißig Bodegas aus Getaria sind etwa sechs zu empfehlen. Die beste Bude ist Bengoetxe, aber das ist dann halt schon wieder ein ganz anderes Produkt, so etwas wie Getariako Ulibarri. Das Weingut von Iñaki ist dann halt auch fast vierzig Kilometer vom Meer weg, ganz andere Baustelle.

Wenn man Wein zum Essen sucht, oder aber dafür, ein nicht allzu seichtes Buch mit einem nicht allzu seichten Wein zu begleiten, dann sollte man eher auf Bizkaia schielen. Da der Bär als Beratbär bei Doniene Gorrondona arbeitet, lassen wir dieses Weingut mal außen vor. Die beiden Platzhirsche Izagirre (das sind die mit dem ***-Tempel) und Itsasmendi (die ohne Sternetempel), sind eher belanglos, wobei langfristig Izagirre wohl mehr Potential hat als Itsasmendi. Gut sind die Weine von Bizkaibarne, dort keltert auch ein gewisser Oker seinen (preisgehaltvollen) Wein, manches, was Berroja macht, kann man auch durchaus trinken. Und halt Ulibarri, aber da hilft kein Buch, sondern nur ein Rabo de Fettschwanzschaf.

Eine kleine persönliche Anmerkung: bis vor genau zwei Jahren kannte ich keinen Txakoli, von ein paar Gläsern, belanglos hinter die Binde gekippt, einmal abgesehen. Dann hat mich das Thema aber doch schnell fasziniert und gefangen. Weniger das, was derzeit existiert; richtig spannend ist das, was man machen kann. Momentan ist Iroulégui, die französische Variante, den südlichen Basken weit überlegen. Aber das ist kein Naturgesetz, das kann sich schon ändern. Und außerdem wohnt ja noch jedem Neubeginn ein Zauber inne. Text: El oso alemán

 

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Weine

Dominio del Bendito El Primer Paso Magnum BIO

Rotwein · Toro · Tinta de Toro

Tinta de Toro DO Toro Alte Reben (40+ Jahre) Bio 6 Monate franz. Eiche Magnum 1,5 l 2024

Der Dominio del Bendito El Primer Paso 2024 ist ein wahrer Toro aus über 40 Jahre alten Tinto-de-Toro-Rebstöcken – eine wahre Fruchtexplosion aus Kirsche und Brombeere, mundfüllend und komplex, mit dezentem Holzeinsatz für Eleganz und Textur. Ein eleganter Gigant in der Magnum.


Dominio del Bendito – alte Reben in Toro

Dominio del Bendito ist das Projekt des Franzosen Antony Terryn, der 2003 nach Toro kam, vom Potenzial der alten Reben gefangen war und 2004 sein Weingut gründete. Seither entstehen hier handwerkliche, authentische Rotweine aus Tinta de Toro – aus eigenen und eng betreuten Parzellen, biologisch bewirtschaftet, ohne Pestizide und Kunstdünger.

El Primer Paso – „der erste Schritt" – ist der Einstieg in die Range und stammt aus einem Mix wurzelechter, alter Weinberge in den berühmten Toro-Lagen La Jara und in den Höhen von Valdefinjas, mit Rebstöcken von über 40 Jahren. Die sandig-steinigen Böden und das extreme Kontinentalklima mit heißen Tagen und kühlen Nächten geben dem Wein Struktur, Tiefe und Frische zugleich.

Jahrgang 2024 – Toro

Aus den alten Reben von Toro entsteht im Jahrgang 2024 ein kraftvoller, zugleich fruchtbetonter und frischer Rotwein. Die alte-Reben-Konzentration trifft auf den dezenten, bewusst zurückhaltenden Holzeinsatz – ein Wein mit überströmender Frucht und Eleganz, schon jung zugänglich.

Ausbau

Reinsortige Tinta de Toro aus dem Jahrgang 2024, trocken. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Vinifikation nach handwerklicher Philosophie mit eigenen Hefen, anschließend rund 6 Monate Reife in Barriques aus französischer Eiche. Das Holz dient bewusst nicht der Aromatisierung, sondern der langsamen, harmonischen Reifung – es verschafft dem Wein Eleganz und Textur, ohne die Frucht zu überlagern. Aus biologischem Anbau (ES-ECO-002-CL).

Im Glas

Überströmende Aromen von Kirschen und Brombeeren – eine wahre Fruchtexplosion. Die intensive Frucht ist mundfüllend und komplex; man schmeckt den dezenten Holzeinsatz, der dem Wein eine schöne Eleganz und Textur verschafft. Im Abgang wieder fruchtige Anklänge, dazu Rauch und Cassis.

Ein eleganter Gigant – eine wahre Fruchtexplosion aus dem Herzen von Toro.

Schon jung ein Genuss, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Wild, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiften Hartkäsen. Die Magnum ist der ideale Begleiter für die große Tafel.


Lage: DO Toro, Lagen La Jara und Valdefinjas (Spanien); sandig-steinige Böden, wurzelechte alte Reben (40+ Jahre), extremes Kontinentalklima
Klassifikation: DO Toro, Tinta de Toro (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: Tinta de Toro; ~6 Monate französische Eiche, Spontangärung; biologischer Anbau (ES-ECO-002-CL)

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Rebsorten

Vite Colte Barbera d'Asti Superiore La Luna e i Falo

Wein · Rotwein · Asti · Italien

Vite Colte La Luna e i Falò Barbera d'Asti Superiore zeigt ein intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. Aromatisches Bukett nach Sauerkirsche, Brombeere und Kräutern. Kraftvoll, trocken und elegant zugleich – ein idealer Essensbegleiter.


Asti / Piemont

Vite Colte (vormals Terre da Vino, gegründet 1980) ist eine renommierte piemontesische Erzeugergemeinschaft. Für die Barbera d'Asti Superiore DOCG werden Trauben aus rund 60 Hektar ausgewählter Hanglagen zwischen Nizza Monferrato und Agliano Terme auf kalkig-tonigen Böden zusammengeführt – das „SuperBarbera"-Projekt des Hauses. Der Name spielt auf Cesare Paveses Roman La luna e i falò an.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Barbera. Nach traditioneller Gärung und malolaktischer Gärung reift der Wein rund zwölf Monate in französischen Barriques (überwiegend gebrauchtes Holz), was ihm Struktur und Eleganz verleiht, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase Sauerkirsche, Brombeere und Kräuter, dazu Veilchen, Lakritz und eine dezente Vanillenote. Am Gaumen kraftvoll und gut strukturiert, getragen von der typisch frischen Barbera-Säure, mit weichen Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein idealer Begleiter der piemontesischen Küche.

Passt zu: Pasta mit Fleischsauce, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Risotto und mittelreifem Käse.


Lage: Barbera d'Asti Superiore DOCG, Monferrato/Asti (Piemont, Italien); Vite Colte (Terre da Vino)
Klassifikation: Barbera d'Asti Superiore DOCG – 100 % Barbera, trocken
Ausbau: ~12 Monate in französischen Barriques

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Weine

Metzger Riesling Am Hesselbrunnen trocken -A- Doppelmagnum

Weißwein · Riesling · trocken · Doppelmagnum · Pfalz

Metzger Riesling Am Hesselbrunnen trocken -A- Doppelmagnum ist ein rassiger, mineralischer Lagen-Riesling der Familie Metzger aus der Pfalz – hier in der 3,0-Liter-Doppelmagnum. Die Selektion stammt aus dem Filetstück „Am Hesselbrunnen" im Mühlheimer Sonnenberg, wo die Reben tief im Kalkfels wurzeln. Frisch, knackig, säurebetont und steinig, mit langem Abgang. Ein puristischer Riesling mit innerer Kraft.


Mühlheimer Sonnenberg – Am Hesselbrunnen

Die Gewanne „Am Hesselbrunnen" ist ein kleines Filetstück innerhalb der Top-Lage Mühlheimer Sonnenberg in der Pfalz. Die Wurzeln der Riesling-Rebstöcke bohren sich tief in den puren Kalkfels; eine leichte, lockere Auflage aus Löss und Lehm steuert den Wasserhaushalt während des Vegetationszyklus. Daraus entsteht ein karger, mineralisch-salziger Riesling.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling, selektiv und per Hand gelesen. Nach einer Maischestandzeit von 12 Stunden wurde der Most über 8,5 Stunden sehr sanft in der Korbpresse gepresst und ohne Vorklärung ins Halbstück-Fass gelegt. Es folgten Spontangärung und über neun Monate Reife auf der Vollhefe. Vor der Abfüllung nur eine leichte, grobe Filtration. Die Doppelmagnum lässt den Wein besonders langsam und harmonisch reifen.

Im Glas

In der Nase Duftwolken von unreifem Pfirsich, frisch geschältem Apfel und Limette, dazu Meeresgischt und nasser Stein. Am Gaumen rassig, frisch, knackig und straff, säurebetont, mineralisch-salzig und steinig. Facettenreich, mit langem, zügigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren. Mit Luft entfaltet der Wein zusätzliche Tiefe. Das Doppelmagnum-Format ist ein Blickfang für die große Tafel und eignet sich zum Reifen im Keller.

Klassische Begleitung: Austern, Sushi, gegrillter Fisch, Meeresfrüchte und Spargel.


Lage: Mühlheimer Sonnenberg – Gewann „Am Hesselbrunnen", Pfalz
Klassifikation: Pfalz – Riesling, trocken (Lagenwein)
Ausbau: Spontangärung, Halbstück-Fass, über 9 Monate auf der Vollhefe; 3,0-l-Doppelmagnum

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Weine

Porta Nova Vinho Verde

Weißwein · Vinho Verde · Loureiro & Trajadura · Portugal

Porta Nova Vinho Verde ist ein frischer, leichter Weißwein aus dem Norden Portugals, erzeugt von Casa Ermelinda Freitas. Er wird aus den regionalen Rebsorten Loureiro und Trajadura gekeltert. Mit feiner Spritzigkeit, niedrigem Alkohol und klarer Frucht ist er ein typischer Vinho Verde. Im Glas zarte Aromen von Zitrus und Honigmelone.


Vinho Verde

Die DOC Vinho Verde liegt im grünen, regenreichen Nordwesten Portugals, nahe dem Atlantik. Das kühle Klima und die Meeresbrisen sorgen für frische, säurebetonte Weißweine mit moderatem Alkohol. „Vinho Verde" – grüner Wein – verweist auf den jungen, frischen Stil.

Assemblage und Ausbau

Der Wein vereint die regionalen Rebsorten Loureiro und Trajadura. Nach der Lese wird er rasch und kühl im Edelstahltank vergoren; die typische, leichte Spritzigkeit und die frische Frucht bleiben so erhalten. Kein Holzausbau.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Aromen von süßem Zitronenöl, Zitrus und fruchtiger Honigmelone. Am Gaumen leicht und frisch, mit zarter Spritzigkeit und frischer Säure. Der Abgang ist sauber und unkompliziert.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; jung und unkompliziert zu genießen, auch als Apéritif.

Klassische Begleitung: leichte Gerichte, Fisch, Meeresfrüchte und Salate.


Lage: Vinho Verde (Minho), Nordportugal
Klassifikation: Vinho Verde DOC
Ausbau: Kaltvergärung im Edelstahl, ohne Holz, leichte Spritzigkeit

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Regnie 2015 Doppelmagnum

Rotwein · Beaujolais Cru Régnié · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Régnié Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Doppelmagnum (3,0 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Régnié 2015 in der Doppelmagnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Régnié ist der jüngste der zehn Beaujolais-Crus (seit 1988) und liegt auf rosa Granit- und Sandböden, die dem Gamay einen besonders feinen, eleganten und floral-fruchtbetonten Charakter verleihen.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Doppelmagnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Régnié, trocken; abgefüllt in der Doppelmagnum (3,0 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Doppelmagnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife und ist ein eindrucksvolles Format für Sammler und große Anlässe.

Im Glas

Vom rosa Granit- und Sandboden Régniés und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: helle rote Frucht wie Himbeere und Kirsche, florale Anklänge und eine feine, würzige Mineralität. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen saftig und fein gezeichnet, mit feinem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein eleganter Gamay mit echtem Reifepotenzial.

Helle rote Frucht, florale Würze und feine Mineralität – saftig und elegant, mit feinem Tannin und langer Tiefe.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Régnié (Frankreich); jüngster der zehn Crus (seit 1988), rosa Granit- und Sandböden
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Doppelmagnum (3,0 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

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Whisky

Glenfarclas 25 Jahre Highland Single Malt

Single Malt Scotch Whisky · Highland (Speyside) · Sherryfass-Reifung

Single Malt Scotch Whisky Highland (Speyside) Glenfarclas 25 Jahre Oloroso-Sherryfass 0,7 l

Der Glenfarclas 25 Jahre Highland Single Malt ist einer der großen Klassiker der Familienbrennerei – ein Vierteljahrhundert Reife in Sherryfässern schenkt ihm eine reiche, würzige Sherry-Prägung mit Trockenfrüchten, Nuss und feiner Eichenwürze. Ein Inbegriff des Glenfarclas-Stils.


Glenfarclas – Highland-Brennerei der Familie Grant

Glenfarclas liegt in Ballindalloch im Herzen der Speyside und wird seit 1865 ununterbrochen von der Familie Grant geführt – heute in sechster Generation und damit eine der wenigen wirklich unabhängigen Brennereien Schottlands. Der Name bedeutet „Tal des grünen Grases".

Die Brennblasen von Glenfarclas sind die größten der Speyside und werden – eine Seltenheit – noch direkt mit Gasflammen befeuert. Aus diesem kraftvollen, öligen Destillat entsteht ein traditioneller Highland-Malt mit ausgeprägter Sherry-Prägung. Auf dem Gelände lagern rund 68.000 Fässer in klassischen Dunnage-Warehouses, mit Beständen aus jedem Jahrgang seit 1953.

Sherry-Stil aus dem Dunnage-Warehouse

Der Charakter von Glenfarclas entsteht im Fass: Gereift wird vorrangig in Sherryfässern (Oloroso), in feuchten, kühlen Dunnage-Lagerhäusern, in denen die Fässer nur wenige Lagen hoch gestapelt liegen. Diese langsame, gleichmäßige Reife über ein Vierteljahrhundert verleiht dem 25-Jährigen seine reiche, vielschichtige Sherry-Würze bei perfekter Balance zwischen Frucht, Nuss und Eiche.

Reifung – 25 Jahre im Sherryfass

Single Malt Scotch Whisky, mindestens 25 Jahre gereift, 0,7 l.

Vermählung sorgfältig ausgewählter, mindestens 25 Jahre alter Sherryfässer aus den Lagerhäusern der Brennerei, abgefüllt in der klassischen Ausstattung der Glenfarclas-Range.

Im Glas

In der Nase reiche Sherry-Süße mit Rosinen, Sultaninen und Feigen, dazu Toffee, Walnuss und Haselnuss, warme Gewürze und ein Hauch alter Eiche und Leder. Am Gaumen vollmundig und ölig, mit Trockenfrüchten und dunkler Schokolade, Orangenmarmelade, Nuss und feiner Würze – getragen von einer ruhigen, gereiften Eichenstruktur.

Ein Vierteljahrhundert im Sherryfass – reich, würzig und perfekt ausbalanciert, ein Inbegriff des Glenfarclas-Stils.

Der lange, warme Abgang klingt mit Sherry, Nuss und sanfter Gewürzwürze aus.

Zum Genuss

Pur bei Raumtemperatur in einem tulpenförmigen Nosing-Glas genießen, ohne Eis. Ein paar Tropfen stilles Wasser können die Aromatik zusätzlich öffnen. Ein Whisky für den besonderen Moment – als Digestif oder zur Zigarre.


Brennerei / Region: Glenfarclas, Ballindalloch, Highland (Speyside), Schottland; familiengeführt seit 1865
Kategorie: Single Malt Scotch Whisky, 25 Jahre, 0,7 l
Reifung: mindestens 25 Jahre in Oloroso-Sherryfässern, Dunnage-Warehouse; direkt befeuerte Brennblasen

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Länder/Regionen

Thierry Allemand Cornas Cuvée C 2022

Rotwein · Cornas · Syrah

Syrah Cornas AOC Cuvée C (ehem. Chaillot) Nördliche Rhône Handarbeit im Weinberg 2022

Der Thierry Allemand Cornas Cuvée C 2022 ist ein Syrah von Weltklasse – aus den steilen Terrassenlagen von Cornas, von unvergleichlicher Reinheit, Energie und Ausdruckskraft. Bereits in der Jugend von bemerkenswerter Klarheit und Präzision.


Thierry Allemand – Ikone von Cornas

Thierry und sein Sohn Théo Allemand zählen zu den eindrucksvollsten Persönlichkeiten im Rhônetal. In den steilen Terrassenlagen von Cornas – die zu den anspruchsvollsten Weinbergen Frankreichs gehören – erzeugen sie Syrah-Weine von unvergleichlicher Reinheit, Energie und Ausdruckskraft. Thierry, Autodidakt mit feinem Gespür und tiefem Respekt vor der Natur, lernte das Handwerk von der lokalen Legende Robert Michel – der ihm einst sogar das Leben rettete, als Thierry in ein Weinfass fiel.

Die Cuvée C, ehemals „Chaillot", stammt aus einer Einzellage mit 25 bis 35 Jahre alten Reben. Thierry Allemand arbeitet von Hand, ohne Herbizide und mit minimalem Schwefeleinsatz – teilweise sogar ganz ohne. Und dennoch sind seine Weine makellos sauber, von atemberaubender Präzision und Tiefe. Die Cuvée C ist dabei der zugänglichere der beiden großen Cornas-Weine des Hauses – der große Bruder Reynard stammt von 55–65 Jahre alten Reben auf Granitboden und zeigt eine noch tiefere, mineralisch geprägte Komplexität.

Jahrgang 2022 – Cornas

2022 war an der nördlichen Rhône ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der vollreife, konzentrierte Syrahs mit satter dunkler Frucht hervorbrachte – bei Allemand gezähmt durch sorgfältige Arbeit und das kühle Gespür des Hauses. Die Cuvée C zeigt sich entsprechend klar und präzise, mit charmantem Duft frischer Syrahfrucht und der für das Gut typischen energiegeladenen Spannung.

Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2022, trocken.

Trauben von 25 bis 35 Jahre alten Reben der Einzellage, von Hand bewirtschaftet, ohne Herbizide. Vinifikation und Ausbau mit minimalem Schwefeleinsatz – teilweise gänzlich ohne –, kompromisslos auf Reinheit, Präzision und die unverfälschte Ausdruckskraft der Lage ausgerichtet.

Im Glas

Bereits in ihrer Jugend zeigt die Cuvée C eine bemerkenswerte Klarheit, Präzision und den charmanten Duft frischer Syrahfrucht. Im Glas entfaltet sie eine feingliedrige Aromatik von schwarzen Johannisbeeren, reifen Kirschen, geräuchertem Speck, Zimt und einer Spur Teer. Am Gaumen überzeugt sie mit feinen, reifen Tanninen, großer Balance und einer klaren Säure, die ihr ein langes Leben garantiert.

Ein Syrah von Weltklasse, der sich würdevoll neben den berühmten Appellationen Côte-Rôtie und Hermitage behauptet.

Schon jung zugänglich, doch mit großem Reifepotenzial – 15 bis 25 Jahre und mehr sind keine Seltenheit. Profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Wild und Lamm mit Kräutern, zu Ente sowie zu kräftigen, würzigen Schmorgerichten.


Lage: Cornas, nördliche Rhône (Frankreich); steile Terrassenlage, Einzellage (ehem. Chaillot), Reben 25–35 Jahre
Klassifikation: Cornas AOC, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; Handarbeit im Weinberg, minimaler bis kein Schwefeleinsatz; kompromisslos auf Reinheit und Präzision ausgerichtet

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Spirituosen

Andres Kirschwasser

Spirituose · Pfalz · Obstbrand (Kirschwasser)

Kirschwasser Obstbrand aus Kirschen Pfalz Weingut Andres · Deidesheim klar destilliert aromatisch

Das Andres Kirschwasser ist ein feiner Obstbrand von den Gebrüdern Andres aus der Pfalz – ein klarer, aromatischer Kirschbrand aus dem Hause des Deidesheimer Weinguts.


Andres Kirschwasser – Obstbrand aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt. Neben ihren Weinen und Sekten stammt aus ihrem Hause auch dieses feine Kirschwasser – ein klassischer Obstbrand aus der Pfalz.

Herstellung

Kirschwasser ist ein Obstbrand, der durch Vergärung und anschließende Destillation von Kirschen gewonnen wird. Charakteristisch sind seine klare Erscheinung und das reine, fruchtbetonte Kirscharoma.

Im Glas

Klar und aromatisch, mit dem typischen, reinen Duft und Geschmack reifer Kirschen und einer feinen Note vom Kirschkern. Am Gaumen kräftig und dennoch fein, mit einem sauberen, langen Nachhall.

Klar und aromatisch – reines Kirscharoma mit feiner Kernnote, kräftig und dennoch fein, mit sauberem, langem Nachhall.

Am besten leicht gekühlt bei 8–12 °C aus dem Tulpenglas genießen.

Zum Genuss

Als Digestif nach dem Essen, als klassische Begleitung zu Schwarzwälder Kirschtorte und Schokoladendesserts oder zum Verfeinern in der feinen Küche und Patisserie.


Produkt: Kirschwasser (Obstbrand aus Kirschen)
Herkunft: Pfalz; Weingut Andres, Deidesheim
Genuss: als Digestif; leicht gekühlt servieren

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