Yotuel – Ribera del Duero – Spanien

Bodegas y Viñedos Gallego Zapatero – Yotuel – Ribera del Duero – Spanien

Grundsätzliches

Auf den Holzkisten, in denen der eine oder andere Wein die kleine, in Anguix beheimatete Kellerei verlassen, steht: „Yotuel – Vinos de Anguix“. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Bleibt, zwei Begriffe etwas näher unter die Lupe zu nehmen: Yotuel und Anguix.

Anguix ist ein kleines Dorf im Südwesten der Provinz Burgos, etwa einhundertsiebenunddreißig Seelen leben dort, Hunde und Katzen nicht mit gezählt. Auf gut sechsundneunzig Prozent der Gemeindefläche stehen keine Rebstöcke, Wein ist somit nicht unbedingt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor des Dorfes. Dennoch gibt es hier sieben Bodegas, in denen jede Menge Trauben gekeltert werden. Sechs dieser sieben Kellereien verarbeiten Trauben aus diversen Orten der Region, die größte, Protos, keltert hier inzwischen mehr als fünf Millionen Liter Wein. Die siebte Bodega, gleichzeitig die jüngste des Ortes, arbeitet ausschließlich mit Lesegut, das aus den eigenen Weinbergen stammt, ein jeder Rebstock steht in Anguix: Bodegas y Viñedos Gallego Zapatero.

Sowohl die Gesteins- und Bodenform als auch die klimatischen Gegebenheiten sind anders als im Rest von Ribera del Duero, so man das Terroir richtig versteht und interpretiert, haben die Weine aus Anguix nicht viel mit dem zu tun, was man landläufig als Ribera del Duero kennt. Aber das ist in vielen Orten im Norden der Region so. Anguix befindet sich nur etwa fünf Kilometer vom Nordrand der Denominación de Origen entfernt, das Land ist wellig, ein paar Kilometer weiter im Norden markiert eine Bergkette die Grenze dieser Weinbauregion. Wichtig ist indes nicht diese Ansammlung etwas größerer Hügel, wirklich wichtig ist der Tafelberg, an dessen Füßen Anguix liegt: der Manvirgo. Ein wahrlich mächtiger, beeindruckender Tafelberg, das Gipfelplateau befindet sich auch neunhundertzweiundvierzig Metern über Meeresniveau. Der Berg ist wichtig, weil sich Wolken, die in der Regel aus Südwesten kommen, an seiner Westflanke stauen. An beiden Seiten entstehen Wirbel, die nur wenige Wolken, die aber in hoher Geschwindigkeit, durchlassen. Immer dann, wenn es Starkregen oder Hagel gibt, ist der Manvirgo nebst den umliegenden Dörfern besonders betroffen. Frühjahrsfrost oder, noch schlimmer, Herbstfrost, ist eher selten ein Thema, und wenn, dann betrifft es den flachen Teil im Süden. Die Kaltluft zieht vom Duero gen Norden und befällt die wenigen Weinberge, die dort stehen.

Entscheidend für die Qualität der Weine ist die Bodenform: in Anguix, teilweise auch in den Nachbardörfern, stehen die Reben auf eisenhaltigem Lehmboden, ein schwerer, wasserspeichernder Bodega. Darunter befindet sich Sandstein, aber erst gut einen Meter unter der Oberfläche. Dies hilft in trockenen Jahren; die Dürre, die ab und an in den Weinbergen weiter westlich zu größeren Problemen führt, gibt es hier nicht. Dafür findet man, so die Weine ordentlich bereitet sind, mineralische Noten, Frische und Säure. Im Vergleich zu anderen Teilen der Region, selbst zu den Nachbardörfern, brauchen die Weine aus Anguix länger, um ihre optimale Reife zu erreichen.

Yotuel – wörtlich genommen

Yo-Tu-El bedeutet nichts anderes als ich-du-er. Jede der drei Silben steht für eine Generation. Yo, das sind die beiden Brüder Bienvenido und Ignacio Gallego Zapatero, die im Jahr 2005 die Bodega gründeten. Tu bezieht sich auf Mariano, der Vater der beiden Inhaber, der über Jahrzehnte die Weinberge gepflegt hat und dies zumindest teilweise noch immer tut. El indes steht für die Großeltern, die dereinst die ersten Weinberge der Familie gepflanzt haben.

Bis ins Jahr 2005 wurden die Trauben an die Genossenschaft in Pedrosa de Duero verkauft, teilweise auch an andere Kellereien, ein kleiner Teil verblieb in Anguix, um einen Hauswein, einen typischen Clarete zu keltern. Noch bis ins Jahr 2008 wurde ein Teil der Ernte weiterverkauft, von da an wurde das gesamte Lesegut in der eigenen Bodega verarbeitet.

Bodegas y Viñedos Gallego Zapatero verfügt über neue Parzellen, die im Ertrag stehen, eine weitere wurde vor zwei Jahren neu bestockt. Abgesehen von Pincharratas, eine Miniparzelle, ganz im Nordosten des Dorfes gelegen, sind die Weinberge mindestens zwanzig Jahre alt. Camino Viejo bringt es auf vierzig Jahre, die vier alten Parzellen Morris, Otero, Valdepalacios und San Miguel auf zwischen achtzig und neunzig Jahre.

Alle Weinberge werden strikt ökologisch kultiviert; letztendlich ist dies nichts anderes als die erhaltene Tradition, man braucht in dieser Gegend, wenn man bei der Standortwahl etwas aufpasst und gut im Weinberg arbeitet, nicht mehr als etwas Schwefel und ganz wenig Kupfer.

Abgesehen von drei Parzellen, Camino Viejo, Molino und Los Dujos, werden alle Stöcke im klassischen Kopfschnitt gezogen. Dies sorgt für Beschattung der Trauben, im Hochsommer eine sehr wichtige Komponente für erstklassige Weine.

In den letzten Jahren haben Bienvenido und Ignacio damit begonnen, alte Parzellen aufzukaufen. Oftmals handelt es sich um kleine Stücke Land, die an eine der Bodega eigenen Parzellen grenzen. Altersbedingt haben die Alteigentümer keine Lust mehr, sich um die Weinberge zu kümmern. Qualitativ stehen diese Parzellen den eigenen in nichts nach. Eine zwei Hektar große Parzelle nahe Molino, Hanglage, nach Osten abfallend, wurde bereits integriert, ebenso ein kleines Stück Rebland im Süden, nahe der Parzelle Otero. Infolge all dieser Maßnahmen ist die Gesamtrebfläche von dereinst neun auf aktuell vierzehn Hektar angewachsen, die eine oder andere Parzelle wird wohl noch hinzukommen.

In allen Weinbergen, in dieser Hinsicht unterscheidet sich Anguix nur wenig von den Nachbardörfern, die nicht älter als fünfzig Jahre sind, steht Tempranillo, hier auch Tinta del País genannt. In den alten Parzellen hatten die Weinbauern ein paar zusätzliche Rebsorten gepflanzt, die manche Schwäche des Tempranillo ausgleichen konnten. Insbesondere dann, wenn die Trauben spät gelesen werden, leidet Tempranillo unter Säuremangel. Daher findet man Garnacha, aber auch Bobal, Palomino Blanco, Albillo Mayor, gelegentlich auch etwas Maturana. Früher erntete man all dies gemeinsam, das Cuvée wurde bereits im Weinberg erstellt. Heute wird, zumindest in dieser Bodega, getrennt gelesen. Die weißen Trauben werden weiterverkauft, aus den roten Trauben entsteht dann und wann ein Hauswein, der nicht kommerzialisiert wird.

Weinausbau – die Sache mit den Gebinden

Auch wenn Weinbau in dieser Region auf eine lange Tradition zurückblickt, ist qualitativ orientierter Weinbau eher neueren Datums. Früher wurde hier, wie auf der gesamten kastilischen Hochebene, Wein vor allem als Alltagsgetränk genutzt. Wasser war nicht hinreichend keimfrei, die alkoholische Gärung löste dieses Problem. Gleichwohl waren die Weine der Region alles andere als haltbar, oftmals war schon der Sommer nach der Lese eine echte Herausforderung. Dazu kamen niedrige Alkoholwerte, elf Volumenprozent war schon ein Qualitätskriterium. Aus all dem kann man folgern, dass die Art der Weinbereitung und -aufbewahrung in vergangenen Jahrhunderten (oder Jahrzehnten) wohl für diverse anmutige Geschichten taugt, als Vorbild für aktuellen Weinbau ist dies eher weniger geeignet.

Als die Bodega im Jahr 2005 begann, Weine auszubauen, war die Stilrichtung in Ribera del Duero klar vorgegeben: weit über neunzig Prozent der privaten Kellereien nutzten Stahltanks für die alkoholische und in der Regel auch für die malolaktische Gärung, die Weine selbst wurden in kleinen Barricas ausgebaut. Einzig die Cooperativen nutzten die alten, großen Zementtanks. Auch Sophie Kuhn, Elsässerin mit diverser Berufserfahrung im Burgund, in Crozes-Hermitage und in St. Emilion, begann auf diese Weise. Es war aber schnell klar, dass hier anders gearbeitet werden muss, so man das Terroir ordentlich darstellen will. Der erste Schritt bestand darin, die malolaktische Säureumwandlung nicht mehr in Edelstahltanks, sondern in Barricas zu absolvieren. Edelstahl ist, dies zeigt sich immer deutlicher, für Tempranillo jenseits der alkoholischen Gärung eher kompliziert, und selbst hier deutet sich ein Wandel an. Beginnend mit dem Jahr 2008 vergor ein Teil der Moste in einem großen Holztank; dies war der erste Schritt in eine neuere Richtung. Gleichwohl erlebte dieses Experiment vier Jahre später ein abruptes Ende, das Fass wollte nicht mehr. Ein Jahr später kam zum ersten Mal Zement ins Spiel, zuerst nur für die Vergärung des Mostes des Lagenweines Valdepalacios, später begann Sophie damit, einen Teil des Gutsweines Yotuel Roble im dem Zementfass auszubauen; die Reifezeit im Barrique wurde damit verkürzt.

Der wirkliche Wechsel begann mit dem Jahrgang 2016, respektive mit den Weinen, die damals in den Barricas reiften. Drei neue Zementtanks, unterschiedliches Fassungsvermögen, allesamt unbeschichtet, wurden angeschafft, und zwar weniger für die alkoholische Gärung – sie findet nach wie vor vor allem in Stahltanks statt – sondern für die malolaktische Säureumwandlung und insbesondere für die Zeit zwischen dem Ende der Barriquereife und der Abfüllung. Dies hat einen klaren Stilwechsel zur Folge: die primären Holznoten verschwinden fast vollständig, dafür steht die Frucht stärker im Vordergrund.

Ansonsten hat Sophie Kuhn im Laufe der Jahre nicht viel verändert: vergoren werden die Moste nach wie vor ausschließlich mit traubeneigenen Hefen, die Maische wird, so weit es geht, in Ruhe gelassen, einzig der Tresterhut wird gelegentlich nach unten gedrückt. Fassabzüge nur dann, wenn es unvermeidlich ist, und dann auch nur Fass für Fass. Die Moste aller Parzellen vergären separat, das Cuvée der Gutsweine wird jedoch vor dem Barriqueausbau erstellt. Schließlich handelt es sich um genau eine Rebsorte, Besonderheiten des Reifeverlaufes während der Fassreife spielen da eher keine Rolle. Die fertigen Weine werden leicht filtriert, und, seit dem Jahrgang 2008, auf pflanzlicher Basis geschönt. Die Weine sind somit als vegan-freundlich einzustufen.

Die Yotuel Weine – Gut Wein will Lage haben

Yotuel gibt es sowohl als Gutsweins als auch als Lagenweine. In normalen Jahren stehen zwei Gutsweine vier Lagenweinen gegenüber. Nun kann man sich natürlich fragen, warum es denn gleich zwei Gutsweine sein müssen. Die Antwort ist relativ klar: die Qualität der Weinberge ist zwar generell hoch, aber nicht identisch.Außerdem werden für den Yotuel Roble vor allem die zwei etwas jüngeren, ertragreicheren Parzellen Molino und Los Dujos genutzt, hier kommt man in guten Jahren immerhin auf zweiundvierzig Hektoliter pro Hektar, was in etwa der Ertragsobergrenze für Grand Cru-Weine aus dem Burgund entspricht. Beides Drahtrahmen, relativ junge Anlagen und relativ große Beeren. Daraus kann man nur schwer einen Wein keltern, der mehr als ein Jahrzehnt in der Flasche schadlos übersteht. Auch Cotarro de Molino, die zwei Hektar von irgendeinem Primo von Bienvenido und Ignacio (davon gibt es in spanischen Familien tendenziell viele), die vor zwei Jahren erworben wurden, liefert Trauben für diesen Wein.

Lange Zeit wurde der Roble acht bis zehn Monate in gebrauchten Fässern bordelaiser Größe ausgebaut, inzwischen werden für den Ausbau auch Zementtanks genommen, so gerade welche leer sind. Weniger Holz, mehr Frucht, vor allem mehr helle Beeren sind die Folge. Erstmals, wenn auch nur in geringem Umfang, wurde dieses Ausbaumix beim Jahrgang 2014 angewandt. Auch wenn es verlockend erscheint, wird wohl auch in der Zukunft nicht alleine auf Zement gesetzt; dem Roble stehen die zwei Arten von Sauerstoffkontakt schon ganz gut.

Der Yotuel Selección ist, wie der Name schon sagt, eine Selektionswein. Hier landen Trauben der alten Weinberge, die nicht für den jeweiligen Lagenwein genutzt werden. Dazu kommen mit Otero (über achtzig Jahre alte Stöcke) und Morris (über sechzig Jahre alte Stöcke) zwei Parzellen, von denen es (noch) keine Lagenweine gibt. Das Parzellenzukaufprogramm der Bodega dient letztendlich der Produktionserweiterung dieses Weines. Denn normalerweise gibt es von diesem Wein gerade einmal ein paar tausend Flaschen. Sieht man von der etwas längeren Barriquereifedauer einmal ab, so unterscheidet sich der Ausbau der Selección nicht von dem des Roble.

In einem einzigen Jahr, zweitausend und acht, um genau zu sein, gab es einen dritten Wein: Yotuel Viñas Viejas Reserva. Dies war ein sehr kühles Jahr, gelesen wurde Ende Oktober, nach zwei teilweise scharfen Nachtfrösten. Es war klar, dass dieser Wein eine betont lange Reifedauer benötigen wird. Und so kam dieser Wein, eine etwas aufgebesserte Selección (die es im Jahr 2008 nicht gab), dann erst nach insgesamt fünf Jahren auf den Markt. Auch wenn klassische Klassifizierungen bei Bodegas y Viñedos Gallego Zapatero nicht so gerne gesehen werden, kommt dieser Wein inzwischen als Reserva auf den Markt. Dies hängt schlicht und ergreifend damit zusammen, dass in diversen Märkten explizit Weine gesucht werden, welche dieses Wort auf dem Etikett führen. Einen Nachfolgejahrgang gibt es bislang nicht; mal sehen, was im Jahr 2018 passiert.

Finca La Nava wird intern auch gerne als die Hagel-Frost-Parzelle bezeichnet, denn irgend etwas passiert dort immer. La Nava findet man im Nordwesten von Anguix, genau dort, wo der Manvirgo den größten Schaden anrichten kann. Es ist eine relativ junge Parzelle, inzwischen hat sie gerade einmal zwanzig Winter gesehen. Ein traditioneller lokaler Klon des Tempranillo, kleine Trauben, kleine Beeren, geringer Mostertrag; die Reben stehen auf lockerem, steinigen Lehmboden, die Parzelle selbst fällt leicht gen Norden ab. Siebentausend Quadratmeter ist nicht gerade üppig, mehr als dreitausend fünfhundert Kilo sind selbst in ertragreichen Jahren nicht drin. Aber – Hagel und Frost: es gab auch schon Jahre mit nicht viel mehr als zweitausend Kilo Trauben, gerade einmal fünf Barriques. Finca La Nava ist von allen Lagenweinen der frischeste, der fruchtbetonteste. Die nicht aufdringlich wirkende, aber vorhandene Säure, sorgt für einen guten Trinkfluss.

Finca Camino Viejo ist das glatte Gegenteil. Die Parzelle heißt so, weil ein uralter Handelsweg vom Süden Spaniens gen Nordküste hier durchführt(e). Entscheidend ist jedoch etwas ganz anderes: die Lage ist auf Sand gebaut. Man erkennt dies auf den ersten Blick, denn Pinienhaine fühlen sich nur dort wohl, wo die Böden extrem sandig sind. Und neben der Parzelle steht, nun ja, ein Pinienhain. Selbst innerhalb der Parzelle erkennt man den Unterschied: je weiter man sich von den Bäumen entfernt, desto weniger sandig ist der Boden. Sand führt in der Regel zu einer gewissen Mundfülle, die Weine werden cremig, die Säure bildet den Gegenpunkt. Camino Viejo ist die einzige Parzelle der Bodega, die für einen Lagenwein genutzt wird, mit Reben gezogen im Guyot-System. Es ist eine der ältesten Drahtrahmenparzellen in der gesamten Region. Auch wenn sie recht weit im Süden und recht tief am Hang steht, gibt es eigentlich keine Frostprobleme. Der Tafelberg Otero kann es zwar bei weitem nicht mit dem Manvirgo aufnehmen, er schützt die dahinter liegenden Parzellen aber dennoch durchaus effektiv. Ein halber Hektar, in normalen Jahren gut zweitausend Kilo, der Ertrag ist so üppig nicht.

Finca Valdepalacios ist eine der beiden Toplagen der Bodega. Die Lage Valdepalacios findet man ganz im Süden des Ortes, schon fast am Hang des Manvirgo, ausreichend weit vom Tal entfernt, um nicht mit Frost oder Feuchtigkeit am frühen Morgen belästigt zu werden. Dennoch haben die Großeltern väterlicherseits einen Guyot-Rebschnitt angelegt, die Trauben sind mehr als einen halben Meter vom Boden entfernt. Valdepalacios befindet sich nicht nur im Süden, die Parzelle fällt auch noch leicht gen Südosten ab. Dies bedeutet Sonne fast rund um die Uhr! Nicht zuletzt deswegen beginnt die Lese in jedem Jahr mit dieser Parzelle, die Trauben werden einfach schnell reif. Etwas kompliziert ist Valdepalacios nur in knochentrockenen Jahren mit extrem hohen Temperaturen; alle Jahrgänge, die auf fünf enden, sind davon betroffen. Dann steigen die Zuckerwerte schnell mal deutlich an. In kühlen Jahren, etwa viermal pro Jahrzehnt erlebt man dies, ist Valdepalacios hingegen nahezu perfekt. Der Boden speichert Wasser, die Trauben reifen schonend. Der Lehmanteil ist nur unten am Hang wirklich hoch, in der Mitte und weiter oben trifft man auf Sand und sogar auf etwas Kalk. Die Parzelle ist groß, sie umfasst etwa eins Komma drei Hektar. Allerdings steht hier auch viel Palomino und andere weiße Sorten, auch Garnacha, Cariñena, Bobal und etwas, das noch nicht genau identifiziert ist, findet man hier und dort. Bislang war der Jahrgang 2007 mit gut dreitausend Kilo der ertragreichste Jahrgang.

Mit dem Yotuel Valdepalacios, damals hieß der Wein noch Yotuel Viñas Viejas, begann die Geschichte dieses Weingutes. Im Jahr 2005 wurde einzig dieser Wein gekeltert, seitdem schwankte die Produktion deutlich: zwischen zweitausendzweihundert Flaschen im Jahr 2006 und knapp siebenhundert Flaschen im Jahr 2013. Auch änderte sich der Ausbau im Laufe der Jahre. Stahltank, Holztank, inzwischen Zementtank, nur neues Holz am Anfang, kaum mehr neues Holz seit dem Jahrgang 2012, einzig die Barriquereifezeit blieb mit etwa vierzehn Monaten über die Jahre annähernd gleich. Den Wein erkennt man relativ leicht: weiße Blüten, helle Frucht, er scheint auf der Zunge zu tanzen. Selbst ab und an leicht erhöhte Alkoholwerte steckt er gut weg.

Erneut stellt der zweite Wein das glatte Gegenteil dar: Finca San Miguel ist die lehmhaltigste Lehmparzelle, die es in der ganzen Gegend gibt. Man findet sie im Norden von Anguix, an der Grenze zu Olmedillo. Zudem fällt sie gen Nordosten ab, sie bekommt früh morgens Sonne ab, die Blätter trocknen rasch. In richtig nassen Jahren ist das alles eine Katastrophe, glücklicherweise kommt das in Anguix selten vor. 1997 war ein solches Jahr, aber damals gab es die Bodega ja noch nicht. Die Stöcke sind alt, jenseits der neunzig Jahre. Und sie bringen relativ wenig Ertrag. Seit dem Jahr 2008, der erste Jahrgang des Yotuel Finca San Miguel, konnten nur einmal drei Barricas gefüllt werden, in manchen Jahren war es ein normales und ein extra hierfür angeschaffte halbes Barrique.

San Miguel ist Mineralik pur, in manchen Jahren scheint der Wein das Holz, der Wein wird fast immer in neuen Barricas ausgebaut, das Holz nahezu aufzufressen, man schmeckt nichts mehr davon. Natürlich geht die Frucht, rote, aber auch dunkle Beeren, etwas Unterholz, irgendwann verloren. Über den Jordan ist der Wein dann aber noch lange nicht. Selbst so komplizierte Jahrgänge wie 2008 können gut und gerne zwanzig Jahre altern. Text: El oso alemán

1 Gedanke zu „Yotuel – Ribera del Duero – Spanien“

  1. Hallo Herr Fenske, habe diesen Wein beim Weinkanzler Klaus in Würselen bekommen und bin begeistert. Beste Grüße – Jürgen

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Weine

Marguet Les Bermonts 2020 Grand Cru Brut Nature BIO

Champagner · Ambonnay Grand Cru · Chardonnay · Brut Nature · Bio

Marguet Les Bermonts Grand Cru Brut Nature ist ein Einzellagen-Bio-Champagner aus 100 % Chardonnay aus einer nur 0,47 Hektar großen Parzelle in Ambonnay, bepflanzt 1952. Er zeigt, dass Ambonnay nicht nur mit Pinot Noir, sondern auch mit Chardonnay große Champagner hervorbringt. Im Glas kraftvoll, dicht und präzise.


Ambonnay Grand Cru

Die Lage Les Bermonts liegt im Grand-Cru-Dorf Ambonnay (Montagne de Reims) auf rund 110 Metern Höhe, von Nordost bis West exponiert. Beigefarbener Ton und Kalk über weißer Santonien-Kreide ab rund 75 Zentimetern Tiefe prägen die salzige Mineralität. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus der Einzellage Les Bermonts. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses; abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase vielschichtig und noch jugendlich zurückhaltend: Limette, Orange, leicht kandierte Zitrusfrüchte, Mandeln und geröstete Nüsse. Am Gaumen kraftvoll und dicht, zugleich strukturiert und präzise, mit feiner Salzigkeit. Das Finale ist bemerkenswert lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, edler Fisch, Meeresfrüchte und Geflügel.


Lage: Les Bermonts, Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne); Ton/Kalk über Santonien-Kreide, 110 m
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Brut Nature, Blanc de Blancs (Einzellage)
Ausbau: 100 % Chardonnay, naturnaher Ausbau, ohne Dosage

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Rebsorten

Dietrich Weißer Burgunder Oaked

Dieser charmante Weißburgunder Oaked von den Dietrich Brüdern aus der Nordpfalz reift einige Monate in erstbelegten amerikanischen Eichenfässern. Dies´ spiegelt sich auch im Geschmacksprofil wider. Die erdige Birnen-Quittenfrucht harmoniert perfekt mit einem Touch Schmelz und Cremigkeit sowie den dezenten Vanille Aromen.

 

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Spirituosen

Yzaguirre Vermuth Rojo 1,00 Liter

Vermouth · Rojo · Katalonien · Aperitif

Yzaguirre Vermouth Rojo ist ein roter Wermut aus Katalonien, hergestellt nach der originalen, traditionellen Rezeptur der Bodegas Yzaguirre. Das Haus produziert seit 1884 in El Morell zwischen Reus und Tarragona. Grundlage ist ein Weißwein aus Macabeo, der mit Karamell und rund 80 Kräutern und Gewürzen mazeriert wird. Im Glas ein bernsteinroter, würziger Aperitif mit mild-süßem Charakter.


Katalonien

Die Bodegas Yzaguirre wurden 1884 von Enrique de Yzaguirre gegründet und sitzen in El Morell, zwischen Reus und Tarragona. Die Rezeptur folgt der Tradition der alten Wermut-Häuser am Fuß der italienischen Alpen und wird bis heute als geheime Formel bewahrt. Der Grundwein stammt aus der katalanischen Macabeo-Traube.

Herstellung

Basis ist ein Weißwein aus Macabeo, der mit Karamell gefärbt wird. Dazu kommen rund 80 Kräuter, Wurzeln und Gewürze wie Wermutkraut, Zimt, Kardamom und Nelke. Der Rojo ist im Stil leicht süß und vollmundig – der klassische rote Wermut Spaniens.

Im Glas

Bernsteinrot bis Mahagoni. In der Nase aromatische Kräuter und warme Gewürze mit balsamischen Noten. Am Gaumen mild-süß und ausgewogen, mit Anklängen an reife Frucht, Karamell und Würze. Der Abgang ist weich mit feiner Kräuterbitterkeit.

Zum Genuss

Sehr kühl bei 6–8 °C servieren, klassisch auf Eis mit einer Orangenscheibe und einer Olive. Ein Aperitif für jeden Tag, ebenso Basis für Cocktails wie Negroni oder Americano.

Passt außerdem zu Oliven, Tapas, spanischem Käse und gesalzenen Nüssen.


Herkunft: Katalonien, Spanien (El Morell)
Art: Vermouth Rojo (roter Wermut)
Grundlage: Macabeo-Wein, Karamell, rund 80 Botanicals

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Whisky

Ardbeg Ardbog

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay 10 Jahre Bourbon- & Manzanilla-Sherryfässer non chill-filtered 52,1 % vol. Sonderabfüllung Ardbeg Day 2013

Der Ardbeg Ardbog ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg, veröffentlicht zum Ardbeg Day im Juni 2013. Der Name spielt auf die Torfmoore (bogs) Islays an, die dem Whisky seinen Rauch geben. Für den Ardbog wurde rund zehn Jahre gereifter Ardbeg aus ehemaligen Bourbon-Fässern mit Partien aus spanischen Manzanilla-Sherryfässern vermählt – für Ardbeg eine ungewöhnliche Wahl, da sonst meist Oloroso- oder Pedro-Ximénez-Sherry zum Einsatz kommt. Abgefüllt non chill-filtered mit kräftigen 52,1 % vol.


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Namensgebend für den Ardbog sind die tiefen Torfmoore der Insel, deren Torf das Malz und damit den Rauch prägt. Atlantik, Torf und Meeresluft bestimmen den maritimen Stil.

Assemblage und Ausbau

Der Ardbog vereint zwei jeweils rund zehn Jahre gereifte Komponenten: Ardbeg aus ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche für die typische, torfrauchige Intensität und Partien aus Manzanilla-Sherryfässern aus spanischer Eiche, die trockene, salzig-würzige und fruchtige Noten beisteuern. Manzanilla ist ein eher leichter, trockener Sherry und gibt dem Ardbog seinen besonderen Charakter. Abgefüllt wird er ohne Kältefiltration und mit hoher Stärke.

Im Glas

Goldbernstein im Glas. In der Nase rauchiger Torf, Teer und Meeresbrise, dazu Orangen-Vanille-Fudge, Leder und herbe, dunkle Frucht aus dem Manzanilla-Fass. Am Gaumen ölig und kraftvoll: Rauch und Salz treffen auf Rosine, Dattel und Pflaume, Espresso und dunkle Schokolade sowie süße Gewürze. Der Nachhall ist lang und trocken, mit Torfrauch, Meersalz, Nelke und einem Hauch süßem Balsamico.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; wegen der hohen Stärke öffnen einige Tropfen Wasser die Aromen spürbar. Passt zu geräuchertem Fleisch, reifem Hartkäse, dunkler Schokolade und herzhaftem Trockenobst. Ein intensiver Begleiter zum Abschluss eines Essens oder zur Zigarre.


Produzent: Ardbeg Distillery
Rebsorte: gemälzte Gerste (getorft)
Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky, 10 Jahre (limitiert, Ardbeg Day 2013)
Dosage: non chill-filtered
Ausbau: ehemalige Bourbon- und Manzanilla-Sherryfässer, ca. 10 Jahre

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Weine

Escondite del Ardacho San José 2022 BIO

Rotwein · Rioja Alavesa · gemischter Satz (Single Parcel)

40 % Tempranillo · 30 % Malvasía · 30 % Viura Escondite del Ardacho · San José gemischter Satz · Erstjahrgang DOCa Rioja · Lanciego Tentenublo (Roberto Oliván) Mergel & Sandstein · 560 m · 1952 gebrauchtes Barrique · BIO nur 995 Flaschen · 2022

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „San José" 2022 ist der erste Jahrgang aus einem winzigen, 1952 gepflanzten Wingert in Lanciego. Ein gemischter Satz aus 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía und 30 % Viura, gemeinsam vergoren – ein Wein, bei dem Terroir und Einzigartigkeit schmeckbar werden.


San José – ein Kleinod in Lanciego

In der Weinwelt gibt es immer wieder kuriose Geschichten. Eine davon handelt vom kleinen, 0,95 Hektar großen Wingert San José im Rioja-Alavesa-Weindorf Lanciego. Roberto Oliván war schon immer von dieser Parzelle bezaubert und beneidete den Eigentümer um dieses Kleinod. Bereits 1952 wurden hier die Rebstöcke in Buscherziehung gepflanzt: 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía und 30 % Viura. Auf 560 Metern Höhe begegnen sich hier – neben einigen Weinbergpfirsichbäumen und einer maroden Steinmauer – hauptsächlich Wildschweine, Regenwürmer und der ein oder andere Raubvogel.

Als der Eigentümer das Rentenalter erreichte, wollte er seine geliebte Parzelle nicht abgeben. Eines Abends bot er Roberto an, sie ihm zu schenken – unter der Bedingung, dass die Weinbergpfirsichbäume erhalten bleiben und er deren Früchte erhält. Ein Händedruck besiegelte den Besitzerwechsel einer der spannendsten Parzellen der Rioja. Der Boden präsentiert sich als Mosaik aus Mergel und Sandstein mit flacher, wenig tiefer Struktur; die Reben wurzeln tief und extrahieren die ganze Mineralität aus den unteren Bodenschichten.

Jahrgang 2022 – Rioja (Erstjahrgang)

2022 war der allererste Jahrgang des San José. Die Ernte fand am 28. September statt. In der warmen, trockenen Saison bewahrten die Höhenlage mit ihren kühlen Nächten und der minimalistische Stil von Roberto Oliván Frische, Würze und die mineralische Prägung des Mergel-/Sandsteinbodens.

Assemblage und Ausbau

Gemischter Satz aus 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía und 30 % Viura, Jahrgang 2022, trocken; von 1952 in Buscherziehung gepflanzten Reben.

Alle Rebsorten wurden – ganz im Sinne des historischen gemischten Satzes – gemeinsam vergoren. Nach der Handlese wurde der Wein spontan vergoren und reifte anschließend neun Monate in gebrauchten Barrique-Fässern aus französischer Eiche. Die Bewirtschaftung erfolgt nachhaltig und von Hand. Gesamtproduktion: nur 995 Flaschen.

Im Glas

Der Duft betört mit Würze, Erde und einer zarten Duftigkeit, die ohne Frage der Malvasía-Traube zuzuordnen ist. Im Geschmack folgen gelbe Früchte, ein paar laktische Noten, Unterholz und Gewürze. Der Spannungsbogen von Gerbstoffen, Säure und Frucht ist perfekt ausbalanciert und mündet in einer grandiosen Länge. Mit zunehmendem Luftkontakt wird dieser gemischte Satz immer vielschichtiger und feiner – ein Wein, bei dem Terroir und Einzigartigkeit schmeckbar werden.

Würze, Erde und eine zarte, malvasía-typische Duftigkeit, dazu gelbe Früchte, laktische Noten, Unterholz und Gewürze – Gerbstoffe, Säure und Frucht perfekt ausbalanciert, mit grandioser Länge.

Mit Luftkontakt wird er immer vielschichtiger – ruhig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und hellem Fleisch, zu Schmorgerichten und Wild, zu Pilz- und Gemüsegerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle San José (0,95 ha), Lanciego, Rioja Alavesa (Spanien); Mosaik aus Mergel und Sandstein, 560 m; 1952 in Buscherziehung gepflanzt
Klassifikation: DOCa Rioja; gemischter Satz aus 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía, 30 % Viura (trocken)
Ausbau: gemeinsame Spontangärung aller Sorten, ~9 Monate in gebrauchten Barrique-Fässern aus französischer Eiche, nachhaltige Handarbeit; biologisch (ES-ECO-026-VAS); 995 Flaschen

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Weine

Domaine des Sénons Alta Glacia Chardonnay 2023 BIO

Weißwein · Yonne · Chardonnay

Chardonnay IGP Yonne Sénonais · Südostlage Ton/Stein über Kalk 2023 · Bio (FR-BIO-01)

Der Alta Glacia Chardonnay 2023 der Domaine des Sénons stammt aus dem Sénonais bei Sens im nördlichen Burgund (IGP Yonne). Ein vielschichtiger Chardonnay mit Zitrus, knackigem Kernobst und feiner Haselnuss, kreidiger Struktur und gut definierten Konturen – aus biologischem Anbau.


Sénonais – Südostlage über Kalk

Die Domaine des Sénons liegt im Sénonais rund um Sens im äußersten Norden Burgunds (Yonne) und belebt das historische Weinland der Region mit Chardonnay und Pinot Noir neu. Die Parzelle des Alta Glacia ist südöstlich ausgerichtet; die Böden aus Ton und Steinen über Kalk prägen seinen besonderen Charakter und die kreidige Struktur.

Die Südostausrichtung sorgt für gute Reifebedingungen, die sich im Glas widerspiegeln. Gearbeitet wird biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2023 – Yonne

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – die Grundlage für die kreidige, präzise Art dieses Chardonnay.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, aus biologischem Anbau (FR-BIO-01).

Die Eingriffe im Keller sind auf ein Minimum reduziert, im Fokus steht ausschließlich hochwertiges Lesegut. Ein dezenter Anteil neuen Eichenholzes gibt feine Würze, ohne die Frucht zu überdecken; eine jugendliche Reduktion sorgt für zusätzliche Spannung.

Im Glas

In der Nase frische Zitrusnoten und knackiges Kernobst, kombiniert mit subtiler Haselnuss, weißen Blüten und einem zarten Hauch neuen Eichenholzes; dazu eine jugendliche Reduktion. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, mit kreidiger Struktur und gut definierten Konturen.

Zitrus, Kernobst und Haselnuss über kreidiger Struktur – ein vielschichtiger Chardonnay mit klaren Konturen.

Jung schon zugänglich, mit etwas Luft öffnet sich die Reduktion; über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu Ziegenkäse. Die kreidige Frische passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Sénonais bei Sens (Yonne, nördliches Burgund); Ton und Steine über Kalk, Südostlage
Klassifikation: IGP Yonne; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; minimaler Kellereingriff, dezenter Holzanteil

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Spanien

Ossian Verdling dulce

Wein · Süßwein · Castilla y León · Spanien

Ossian Verdling Dulce ist ein fruchtsüßer Verdejo aus Segovia, inspiriert von den großen deutschen Rieslingen. Der Name verbindet Verdejo und Riesling – die süße Variante entstand mit Nik Weis vom St. Urbans-Hof (Mosel) als Paten. Eine sehr feine, elegante Nase von Honigmelone, getrockneten Aprikosen, Flieder und Mandelsplittern.


Nieva / Castilla y León

Das Weingut Ossian Vides y Vinos liegt in Nieva (Segovia), einem der höchstgelegenen Verdejo-Gebiete Spaniens. Sein Schatz sind über 200 Jahre alte, wurzelechte und prä-phylloxerische Verdejo-Reben auf Sandböden alter Flussterrassen über 900 Metern Höhe – ökologisch bewirtschaftet. Mit der Verdling-Linie verneigt sich Ismael Gozalo vor der deutschen Winzerkunst, die für ihn neben dem Burgund das Maß der Dinge ist.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Verdejo, vinifiziert im Stil eines Mosel-Kabinetts unter Begleitung von Nik Weis. Eine frühe Lese bewahrt die natürliche Säure; nach Entrappung und sanfter Pressung vergärt der Most bei niedriger Temperatur mit Naturhefen. Die Gärung wird durch Kälte gestoppt, sodass die natürliche Restsüße erhalten bleibt – für eine feine Balance aus Süße und Frische.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase sehr fein und elegant, mit Honigmelone, getrockneten Aprikosen, Flieder, Frühlingswiese und Mandelsplittern. Am Gaumen wird die ausgeprägte Mineralität von einer wohldosierten fruchtigen Süße ummantelt und getragen von feiner Säure; sehr langer, mineralbetonter Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 7–10 °C servieren – als Begrüßungsschluck und Aperitif an einem lauen Sommerabend oder zu leichten Nachspeisen. Ein Wein mit großem Reifepotenzial.

Passt zu: Obstdesserts, leichten Nachspeisen, Blauschimmelkäse und würzig-asiatischer Küche.


Lage: Nieva, Segovia – V.T. Castilla y León (Spanien); Ossian Vides y Vinos
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla y León – 100 % Verdejo (wurzelecht, prä-phylloxerisch), fruchtsüß
Ausbau: frühe Lese, Gärung bei niedriger Temperatur mit Naturhefen, durch Kälte gestoppt (natürliche Restsüße); Begleitung Nik Weis (Mosel)

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Whisky

J & A Mitchell & Co Hazelburn 15 Jahre 54,20 % Oloroso Cask Matured

Spirituose · Single Malt Whisky · Campbeltown · Schottland

Hazelburn 15 Jahre Oloroso Cask Matured ist ein ungetorfter, dreifach destillierter Single Malt der Springbank-Destillerie (J & A Mitchell & Co) aus Campbeltown. 15 Jahre vollständig in Oloroso-Sherryfässern gereift – weich, vollmundig und reich an dunkler Frucht.


Herkunft

Springbank in Campbeltown auf der Kintyre-Halbinsel ist die älteste unabhängige, familiengeführte Destillerie Schottlands (gegründet 1828, J & A Mitchell & Co) und mälzt ihre Gerste selbst. Hazelburn ist die ungetorfte und dreifach destillierte der drei Marken des Hauses – der mildeste, weichste Stil.

Destillation und Reifung

Aus ungetorftem Malz und dreifach destilliert, was dem Hazelburn seinen besonders weichen, reinen Charakter verleiht. Diese Abfüllung reifte 15 Jahre vollständig in Oloroso-Sherryfässern, die für Tiefe, dunkle Frucht und würzige Fülle sorgen. Ohne Farbstoff abgefüllt.

Im Glas

Tiefes Bernstein. In der Nase getrocknete Früchte, Rosine, Walnuss und Schokolade mit würzigen Sherrynoten. Am Gaumen vollmundig und cremig, mit Dörrobst, dunklem Karamell, Nuss und Backgewürz – ohne Rauch. Langer, warm-würziger Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein reifer, sherrygeprägter Single Malt für Liebhaber weicher, ungetorfter Whiskys – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Campbeltown (Schottland); Destillerie Springbank
Art: Single Malt Whisky – Hazelburn (ungetorft, dreifach destilliert)
Reifung: 15 Jahre, vollständig im Oloroso-Sherryfass

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