Michel Redde Les Champs des Billons Blanc Fumé de Pouilly 2014 – Loire – Frankreich

Michel Redde Les Champs des Billons Blanc Fumé de Pouilly 2014 – Loire – Frankreich

Der Sauvignon Blanc von Michel Redde ist der Prototyp eines ganz und gar perfekten Terroir Weines. Eine vordergründig schwulstige Frucht sucht der Riechende und Trinkende hier vergebens. Kalkgestein in Verbindung mit einer Klarheit im Duft, die an einen eiskalten Wintermorgen im Schnee erinnert, machen diesen Tropfen so besonders.

Kristallklar, finessenreich und von einer knackigen Säure ummantelt, vermittelt er einen ernsthaften Trinkgenuss, bei einer gleichzeitig anmutenden, magischen Rasse. Ganz im Hintergrund sind dann doch noch ein wenig Stachelbeeren und vor allen Dingen unreife schwarze Johannisbeernoten zu schmecken. Dazu gesellen sich Fleur de Sel und wieder nasser Kalkstein.

Eine großartige, spektakuläre Sauvignon Blanc Interpretation, der ohne Zweifel zu den besten seiner Art weltweit gehört!

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Spanien

Flor de Pingus 2023

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo Ribera del Duero (La Horra) Biodynamie 2023 14,00 % vol

Der Flor de Pingus 2023 ist ein reinsortiger Tempranillo von Peter Sisseck aus La Horra in der Ribera del Duero – ein außerordentlich konzentrierter Rotwein, der auch im Jahrgang 2023 seinem Namen alle Ehre macht.


La Horra – die Lage

Flor de Pingus stammt aus alten Rebparzellen rund um das Dorf La Horra im Norden der Ribera del Duero – jener Zone, in der der dänische Winzer Peter Sisseck mit seinem Kultwein Pingus Wurzeln geschlagen hat. Die Trauben stammen von über 30 Jahre alten Rebstöcken, die biodynamisch bewirtschaftet werden.

La Horra zählt mit rund 850 bis 900 Metern zu den höchstgelegenen Lagen der Appellation. Heiße Tage und kühle Nächte sowie ein hoher Kalksteinanteil im Boden geben den Weinen Reife bei erhaltener Frische und mineralischer Präzision.

Jahrgang 2023 – Ribera del Duero

2023 brachte in der Ribera del Duero einen reifen, zugänglichen Jahrgang mit saftiger, klar definierter Frucht.

Die Weine zeigen sich balanciert und gut integriert, etwas offener und früher antrinkbar als der ernstere Vorgänger 2022.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2023, 14,00 % vol.

Die einzelnen Parzellen werden getrennt vergoren; Spontangärung mit eigenen Hefen. Anschließend reift der Wein 14 Monate in französischen Barriques, bevor die Partien assembliert und abgefüllt werden. Biodynamische Bewirtschaftung; ab dem Jahrgang 2023 zusätzlich Bio-zertifiziert.

Im Glas

Aromen von roten Früchten mit einer würzig-kräutrigen Note, schönes Toasting, dabei sehr mineralisch.

Ein eleganter, feinsinniger Kraftprotz mit einem fast sinnlichen Nachhall.

Vor dem Servieren rund zwei Stunden dekantieren; Reifepotenzial von mehreren Jahren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Rind vom Grill oder Schmorgericht, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse wie Manchego.


Lage: La Horra, Ribera del Duero (Spanien); alte Reben (30+ J.), Kalkstein, ~850–900 m
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Tempranillo (Tinto Fino), trocken
Ausbau: Tempranillo; 14 Monate französische Barriques; Biodynamie / Bio

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Rebsorten

Georg Breuer Pfaffenwies Lorch Riesling 2021

Weißwein · Lorch (Rheingau) · Riesling

Riesling Lorch Pfaffenwies Georg Breuer · Rüdesheim Steillage · Südwest Hunsrückschiefer · Taunusquarzit · Löss trocken · großes Holzfass Spontangärung · naturnah 2021

Der Georg Breuer Lorch Pfaffenwies Riesling 2021 stammt aus einer der Spitzenlagen von Lorch im Rheingau. Ein kühler, feuchter Sommer prägte den Jahrgang – mit Geduld und Sorgfalt erreichte das Team eine optimale Reife und einen Wein von Tiefe, Zug und Spannung.


Lorch Pfaffenwies – Steillage über dem Rhein

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim zählt zu den ikonischen Gütern des Rheingaus. Heute von Theresa Breuer und Kellermeister Markus Lundén geführt, steht es für kompromisslose Handarbeit in den Steillagen, naturnahe Bewirtschaftung, frühe Lese und einen kühlen, herkunftsbetonten Ausbau.

Die Lage Pfaffenwies ist geprägt von flachgründigen, steinigen Hunsrückschiefer- und Taunusquarzitböden sowie tiefgründigem Löss. Die südwestliche Ausrichtung schenkt den Rebstöcken längere, kühlere Nächte, während die steilen Hänge am Nachmittag von intensiver Sonneneinstrahlung verwöhnt werden – die Grundlage für die unverwechselbare, salzig-mineralische Charakteristik dieser Lage.

Jahrgang 2021 – Rheingau

Der kühle und feuchte Sommer 2021 stellte das Weingut vor besondere Herausforderungen, doch mit Geduld und Sorgfalt erreichte das Team eine optimale Traubenreife. Das Ergebnis ist ein klassischer, kühler Rheingau-Riesling mit zartgliedriger Struktur, frischer Säure und großer Spannung.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Steillage Lorch Pfaffenwies, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von Hunsrückschiefer, Taunusquarzit und Löss.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut – im bewusst zurückhaltenden Stil des Guts, ohne unnötige Eingriffe. So bewahrt er seine salzige Mineralität, Finesse und ein enormes Reifepotenzial. Naturnahe Bewirtschaftung.

Im Glas

In der Nase verführen warme Nuancen von Mandeln, grünem Apfel und Kamille, während der Gaumen von gelben Früchten und subtilen floralen Noten umschmeichelt wird. Eine wunderbar eingebundene Säure und dichte Struktur verleihen ihm Tiefe und Raffinesse. Trotz seiner Leichtigkeit beeindruckt er mit Zug und Spannung sowie einem sanften Hauch von Herbe und einem kernigen Finish.

Mandel, grüner Apfel und Kamille, dazu gelbe Früchte und florale Noten – eingebundene Säure und dichte Struktur, mit Zug, Spannung, einem Hauch Herbe und kernigem Finish.

Ein finessenreicher, langlebiger Steillagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Lorch Pfaffenwies, Rheingau; steile, südwestlich ausgerichtete Hänge; flachgründiger Hunsrückschiefer und Taunusquarzit sowie tiefgründiger Löss
Klassifikation: Lagen-Riesling, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung, langer Ausbau im großen Holzfass; naturnahe Bewirtschaftung

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Weine

Tentenublo Escondite del Ardacho Veriquete Magnum 2016

Rotwein · Rioja Alavesa · gemischter Satz (Single Parcel · Magnum)

Tempranillo · Garnacha · Viura · Malvasía u. a. Escondite del Ardacho · Veriquete gemischter Satz · Single Parcel DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) Sandstein & Mergel · 595 m · 50+ J. Magnum 1,5 l · nur 25 Flaschen 2016

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Veriquete" 2016 in der 1,5-Liter-Magnum ist eine echte Rarität – nur 25 Flaschen dieses Großformats wurden gefüllt. Ein reiner Einzellagenwein von einer nur 0,40 Hektar großen Parzelle auf 595 Metern Höhe über Viñaspre: ein gemischter Satz aus allen im Weinberg stehenden Sorten, facettenreich und sehr mineralisch.


Veriquete – 0,40 Hektar auf 595 Metern

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Dorf Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Der Veriquete wird aus einer lediglich 0,40 Hektar großen Parzelle gewonnen. Die Reben sind hier über fünfzig Jahre alt, ihr Ertrag ist entsprechend niedrig. Der Wingert liegt auf 595 Metern auf den Anhöhen von Viñaspre und ist im Vegetationszyklus dem atlantischen Klima ausgesetzt. Anders als bei den meisten Rotweinen stehen hier auch Weißweinreben – Roberto Oliván macht aus der Not eine Tugend und verwendet alle auf dem Weinfeld stehenden Sorten: Tempranillo, Garnacha, Viura, Malvasía und weitere. Die kargen Sandstein-Mergel-Böden ergeben einen facettenreichen, sehr mineralischen Wein.

Jahrgang 2016 – Rioja

2016 war an der Rioja ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die Höhenlage mit ihrem stark atlantischen Einfluss und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische und die mineralische Prägung der Sandstein-Mergel-Böden. Im Magnumformat, das langsamer und gleichmäßiger reift, zeigt sich der Wein besonders frisch und langlebig.

Assemblage und Ausbau

Gemischter Satz aus Tempranillo, Garnacha, Viura, Malvasía und weiteren Sorten, Jahrgang 2016, trocken; von über 50 Jahre alten Reben aus der Einzelparzelle Veriquete (0,40 ha). Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Alle im Weinberg stehenden Rebsorten – rote wie weiße – werden gemeinsam vinifiziert, ganz im Sinne des historischen gemischten Satzes. Der Wein wird kompromisslos handwerklich und terroirgetreu ausgebaut. Gesamtproduktion: nur 25 Magnums.

Im Glas

Noch mostig und tintig, dann Teer, dunkle Schokolade, Mokka, Graphit, Sauerkirschen, Süßholz, eine reife, aber dennoch knackige Säure und ein formvollendeter Abgang lassen sich in diesem mustergültigen Rioja in Duft und Geschmack wiederfinden. Großes Genusskino für alle, die den besonderen Geschmack suchen und finden wollen.

Teer, dunkle Schokolade, Mokka, Graphit, Sauerkirsche und Süßholz, dazu eine reife, aber dennoch knackige Säure und ein formvollendeter Abgang – großes Genusskino.

Sollte vor dem Genuss mindestens drei Stunden dekantiert werden; im Magnumformat mit großem Reifepotenzial. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse – ein Großformat für die festliche Tafel.


Lage: Einzelparzelle Veriquete (0,40 ha), Anhöhen von Viñaspre, Rioja Alavesa (Spanien); karge Sandstein-Mergel-Böden, 595 m, atlantisches Klima; über 50 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; gemischter Satz aus Tempranillo, Garnacha, Viura, Malvasía u. a. (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: gemeinsame Vinifikation aller Sorten, kompromisslos handwerklich und terroirgetreu; nur 25 Magnums

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Rebsorten

Lafarge Volnay Clos des Chenes 1er Cru 2023

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Volnay · 1er Cru Clos des Chênes 0,9 ha (NE-Ecke) · Reben 1951/1971 biodynamisch · entrappt · sehr wenig neues Holz 2023

Der Volnay Clos des Chênes 1er Cru 2023 der Domaine Michel Lafarge gilt als Primus des Sortiments. Betörend komplex, mit roten Beeren und Gewürzen – komplett, konzentriert und kraftvoll. Noch jung und unentwickelt, lässt er seine künftige Schönheit aber bereits erahnen: ein großer Wein in jeder Beziehung.


Clos des Chênes – Flaggschiff-Lage in Volnay

Clos des Chênes zählt zu den größten und besten Premier Crus von Volnay. Die Lage liegt am oberen Mittelhang auf flachgründigem, steinigem Kalkstein mit dünnem, braun-rotem Ton – das ergibt strukturierte, mineralische und langlebige Weine, die etwas fester ausfallen als ein typischer Volnay. Lafarges 0,9 Hektar liegen in der Nordost-Ecke, am Schnittpunkt der vier großen Volnay-1er-Crus (Caillerets, Taillepieds, Champans), mit Reben aus den Jahren 1951 und 1971.

Es ist die größte Volnay-1er-Cru-Parzelle des Guts und eines seiner Aushängeschilder – schon 1934 zählte Clos des Chênes zu den ersten Eigenabfüllungen. Die Domaine Michel Lafarge gilt als Archetyp des klassischen Volnay und arbeitet biodynamisch.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare Frucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen, streng sortiert und überwiegend entrappt (mit etwas Ganztraube, wenn die Stiele reif sind); Spontangärung und sanfte Extraktion.

Der Ausbau erfolgt rund 14 bis 18 Monate in gebrauchten 228-Liter-Pièces, mit sehr wenig bis keinem neuen Holz und minimalem Abstich; biodynamisch (Ecocert/Demeter), unfiltriert bzw. nur leicht filtriert.

Im Glas

Betörend komplex: rote Kirsche, Kirschwasser, Cranberry und Pflaume, dazu Veilchen, Gewürze, ein Hauch Kakao und zerriebener Kalkstein. Am Gaumen konzentriert und kraftvoll, mit dichtem, puderigem Tannin und lebhafter Säure – fester als ein typischer Volnay, mit langem Abgang.

Rote Kirsche, Kirschwasser und zerriebener Kalkstein über dichtem, puderigem Tannin – konzentriert, kraftvoll und mit großer Zukunft.

In der Jugend noch verschlossen; das Potenzial reicht über viele Jahre, oft zwei Jahrzehnte. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Clos des Chênes (1er Cru), Volnay (Côte de Beaune); Oberhang, flachgründiger Kalkstein mit dünnem Ton; Lafarge 0,9 ha (Nordost-Ecke), Reben 1951/1971
Klassifikation: Volnay Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, überwiegend entrappt; 14–18 Monate gebrauchte 228-l-Pièces, sehr wenig/kein neues Holz; biodynamisch

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Rebsorten

Georg Breuer Rüdesheim Berg Schlossberg Rheingau Riesling 2024

Weißwein · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau · Rüdesheim Berg Schlossberg · Steillage trocken · 11,5% vol 2024

Der Rüdesheim Berg Schlossberg Riesling 2024 von Georg Breuer ist ein vielschichtiger, eleganter Steillagen-Riesling mit großer innerer Spannung. Nach elf Monaten Reife im alten Stück- und Halbstückfass zeigt er intensiven Duft von Steinobst und an Orangenschalen erinnernde Zitrusaromen, dazu altholzige Noten mit viel mineralischer Würze – trocken (0,6 g/l Restzucker), klar und tiefgründig.


Berg Schlossberg – steilste Lage des Rheingaus

Der Berg Schlossberg liegt in der Rheinbiegung, wo sich der Fluss wieder nach Norden gräbt. Es sind die steilsten Weinberge des Rheingaus – mit Steigungen bis zu 65%, teils von hohen Weinbergsmauern gehalten. Die Böden aus kargem Rheinschiefer und Taunusquarzit speichern zusätzlich Wärme. Der Name geht auf die Burg Ehrenfels zurück, deren Ruine bis heute von weitem sichtbar ist.

Südlich exponiert und vom warmen, rheinnahen Mikroklima begünstigt, bringt dieses Terroir Jahr für Jahr Rieslinge von besonderer Finesse und Ausdruckskraft hervor. Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim ist Fair'n-Green-zertifiziert; das Künstleretikett stammt von Thorsten Poersch.

Jahrgang 2024 – Rheingau

Das Weinjahr 2024 war ungewöhnlich nass und warm. Auf einen milden Frühlingsbeginn folgte ein Temperatursturz im April, der die Rebenentwicklung bremste; hohe Niederschläge im Mai setzten sich fort. Der Sommer war wechselhaft mit häufigem Regen und schwankenden Temperaturen, der Niederschlag blieb überdurchschnittlich.

Mitte September begann eine schnelle, durch viel notwendige Selektion zugleich intensive Lese. Im Keller entstand daraus ein Jahrgang mit kühlen, eleganten Weinen.

Im Glas

Intensiver Duft von Steinobst und an Orangenschalen erinnernden Zitrusaromen, dazu altholzige Noten mit viel mineralischer Würze. Am Gaumen enorm nachhaltig: salzige Mineralik, präsente Säure (8,3 g/l) und etwas Gerbstoff geben Frische und Rückgrat. Sehr langer Abgang mit viel Zug und ausgezeichneter Tiefe – ein Wein, der sich über viele Jahre entwickeln kann.

Am Tisch

Zu gebeiztem Lachs, Meeresfrüchten und hellem Geflügel. Bei 9 °C servieren; Lagerpotenzial bis zu 25 Jahre.


Lage: Berg Schlossberg, Rüdesheim (Rheingau); Steillage bis 65%, Rheinschiefer und Taunusquarzit, südexponiert
Klassifikation: Rheingau Riesling trocken · Lagenwein Berg Schlossberg
Ausbau: Riesling; 11 Monate im alten Stück- und Halbstückfass; Fair'n-Green-zertifiziert

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Australien

Noon Reserve Shiraz 2014

Rotwein · Langhorne Creek · Shiraz

Shiraz Langhorne Creek Reserve „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962) Drew Noon MW 18 Monate Barrique (30–40 % neu) 2014

Der Noon Reserve Shiraz 2014 ist die kultige Shiraz-Spitze des Hauses – ein vollmundiger, generös fruchtbetonter Wein aus dem alten „20 Rows"-Block in Langhorne Creek, mit dunkler Beere, Mokka und einem erstaunlich unaufdringlichen, eleganten Tanningerüst.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommt der Reserve Shiraz seit dem ersten Jahrgang 1997 zu 100 % vom „20 Rows"-Block des Borrett-Vineyards in Langhorne Creek. Die wurzelechten Reben (gepflanzt 1962) wachsen auf der Bremer-River-Flutebene auf tiefem, alluvialem Lehm – ein einzigartiges Terroir, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet wird und kleine, tiefschwarze, aromatische Beeren hervorbringt.

Jahrgang 2014 – Langhorne Creek

Der Reserve Shiraz ist bewusst ein vollmundiger, generös aromatischer Wein – wer elegante, leichte bis mittelkräftige Rotweine bevorzugt, ist hier nicht richtig. Der 2014er zeigt diese Handschrift mit großer Tiefe, getragen jedoch von einem überraschend feinen, eleganten Tanningerüst, das ihn zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lässt.

Ausbau

Reinsortiger Shiraz aus dem Jahrgang 2014, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife über 18 Monate in kleinen 300-Liter-Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche, davon rund 30–40 % neu – für Komplexität und Struktur, ohne die Frucht zu dominieren. Auf dem Gut vinifiziert und abgefüllt, ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Fast blickdichte kirschschwarze Farbe mit leichten Purpurreflexen und beeindruckenden „Kirchenfenstern" im Glas. In der Nase sehr kräftig nach dunklen Beeren, etwas Mokka und Kakao, recht jung wirkend – was sich mit etwas Geduld und dem richtigen Glas gibt. Am Gaumen eine Mischung aus reifer Schlehe, Brombeere und Zwetschge, dann Tabak, Kakao, Mokka, leichte Röstnoten, würzig und mit schön eingebundenem Barrique. Langer, komplexer Abgang mit dezenten rauchigen Noten und Süßholz. Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

(Verkostungsnotiz: Christina Mordhorst.) Mit großem Reifepotenzial; profitiert deutlich vom Dekantieren und dem richtigen Glas. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und Steak vom Grill, zu Wild und Schmorgerichten, zu würzigen BBQ-Spezialitäten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962), Bremer-River-Flutebene, tiefer alluvialer Lehm, wurzelecht
Klassifikation: Langhorne Creek, Shiraz (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Shiraz; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, 18 Monate 300-l-Barrique (franz./amerik., ~30–40 % neu); ungeschönt, ungefiltert

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Weine

Château La Nerthe Châteauneuf-du-Pape Rouge Organic 2022 BIO

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Rhône · Bio

Château La Nerthe Châteauneuf-du-Pape Rouge ist ein kraftvoller Bio-Rotwein aus dem südlichen Rhônetal vom renommierten Château La Nerthe, einem der ältesten Güter von Châteauneuf-du-Pape. Die Cuvée vereint die klassischen Rhône-Sorten. Im Glas majestätisch, vielschichtig und kraftvoll.


Châteauneuf-du-Pape

Châteauneuf-du-Pape liegt im südlichen Rhônetal und ist berühmt für seine von Rollkieseln („galets roulés"), Sand und Kalk geprägten Böden. Das warme, mediterrane Klima verleiht den Weinen Kraft, Würze und Tiefe. Château La Nerthe bewirtschaftet seine Reben ökologisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée wird von Grenache dominiert, ergänzt um Syrah, Mourvèdre und Cinsault. Nach der Gärung reift der Wein im Holz (Fuder und Barrique), das ihm Struktur und feine Würze gibt, ohne die reife Frucht zu überdecken.

Im Glas

Dichtes Lila mit violetten Tönen. In der Nase starke Würznoten, Pfeffer und reife Kirsche. Am Gaumen gut eingebundene Gerbstoffe und ein herzhafter Charakter; majestätisch, vielschichtig und kraftvoll. Der Abgang ist sehr lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, geschmortes Fleisch und würzige mediterrane Gerichte.


Lage: Châteauneuf-du-Pape, südliches Rhônetal; Galets/Sand/Kalk
Klassifikation: Châteauneuf-du-Pape AOC – Rouge
Ausbau: Grenache-dominiert mit Syrah/Mourvèdre/Cinsault, Holzausbau (Fuder/Barrique)

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Spirituosen

Mari Mayans Hierbas Kräuterlikör

Likör · Hierbas · Ibiza · Spanien

Mari Mayans Hierbas Kräuterlikör ist ein traditioneller Kräuterlikör von der Insel Ibiza („hierbas" ist spanisch für Kräuter). Er vereint Extrakte verschiedenster mediterraner Kräuter mit Anis. Mari Mayans zählt zu den bekanntesten Brennereien Ibizas – aromatisch, mild-süß und vielschichtig.


Ibiza

Hierbas Ibicencas ist die traditionelle Kräuterlikör-Spezialität der Baleareninsel Ibiza. Die mediterrane Kräutervielfalt der Insel bildet die Grundlage des Likörs. Mari Mayans ist ein traditionsreicher Erzeuger aus Ibiza.

Kräuter und Herstellung

Der Likör enthält Extrakte aus verschiedensten mediterranen Kräutern sowie Anis. Die Kräuter werden mazeriert und mit Anis zu einem aromatischen, mild-süßen Likör vereint.

Im Glas

Leicht goldgelb bis grünlich. In der Nase Anis und ein vielschichtiges Bukett mediterraner Kräuter wie Fenchel, Thymian und Rosmarin. Am Gaumen aromatisch und mild-süß, mit der typischen Anisnote und kräutriger Tiefe. Langer, würziger Abgang.

Zum Genuss

Gut gekühlt, auf Eis oder pur als Digestif genießen. Auch als aromatische Zutat in Cocktails geeignet.

Klassisch solo: als Digestif, zu Gebäck oder Kaffee.


Herkunft: Ibiza (Spanien)
Art: Kräuterlikör (Hierbas Ibicencas), Anis-basiert
Herstellung: Mazeration mediterraner Kräuter mit Anis

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