Al-Andalus – Weinbau im bergigen Land

Al-Andalus – Weinbau im bergigen Land

Mit dieser Ausgabe beginnt mit etwas, das ich eigentlich gar nicht mag: das Aufsplitten eines Themas auf mehrere Ausgaben. So etwas wie Spielfilme in der guten alten Zeit (Was bisher geschah…). Gleichwohl: das Thema ist einfach zu spannend und zu komplex, um es mal schnell in einem Artikel abzuhandeln.

Wir sprechen von Al-Andalus!

(aka Andalusien) Richtig gelesen: Südspanien! Das Land, wo es die süßen Weine und die zumindest in Deutschland zumeist süßen Sherrys gibt und Wein, der mit Orangenschalen versetzt ist und solcher, der mit eingekochtem Traubensirup angereichert wird. Dazu kommen Massen an bestenfalls belanglosen Weißweinen. Und das soll spannend sein? Das von ein paar guten Amontillados und Olorosos einmal abgesehen, nun ganz sicher nicht. Aber das, was dort kaum jemand vermutet: erstklassige Rotweine und durchaus spannende Weißwein.

Sinnstiftend zusammengefasst gibt es vier Bereiche, die ordentlich voneinander abzutrennen sind: Málaga (Ronda, Axarquía und das Zwischenland, auch das Hinterland), Granada (der Norden der Sierra Nevada und die Alpujarra), Almería (eine Art Wette auf die Zukunft) sowie Cádiz und Sevilla (unten am Meer, aber auch hoch in den Bergen). Den Spuren des Bären folgend beginnen wir mit

Málaga

Damals, es ist noch keine vier Jahrzehnte her, läuteten schon die Glöckchen, müde Geier kreisten über der Region. Die Glocken läuteten in ein paar kleinen Weilern, denn es würden wohl nicht viele Menschen herbeiströmen, um die D.O. Málaga unter die Erde zu bringen. Und selbst die Geier begriffen schnell, dass sich eine Leichenfledderei nicht lohnen würde. Genau an diesem Zeitpunkt erschien ein Deutscher mit Adelstitel auf der Bildfläche, der sonst eigentlich nur im Jet-Set bekannt war: Alfons(o) zu Hohenlohe, der „König von Marbella“. Alfons war nicht darauf aus, die Welt der Málaga-Weine zu retten, er wollte eigentlich nur guten Wein für das Nachtleben in Marbella. Seine Idee: Wein aus dem bergigen Hinterland der Provinz, Wein aus Ronda.

Ronda ist einer der Orte in Al-Andalus, der für vieles bekannt ist, nicht jedoch für Wein. Die Geschichte der Vinos Malagueños spielte sich wo anders ab, im Süden, nahe der Küste, aber auch in der Nähe von Antequera, im eher fruchtbaren Norden.

Ob nun die Römer oder die Griechen, beides ist zumindest dokumentiert, sich um den Weinbau in Málaga verdient machten, kann man so genau nicht bestimmen. Vielleicht waren es sogar die Phönizier, sie errichteten nahe der heutigen Stadt Cádiz ein Lager, die erstmals Rebstöcke nach Málaga brachten. Die Westgoten interessierten sich nicht für das Thema, sie waren in Al-Andalus auch eher weniger präsent. Orte wie Córdoba, Sevilla oder Medina Sidonia, die nur wenig später zu den beeindruckendsten Plätzen der Iberischen Halbinsel mutierten, waren kaum bekannt. Unter den Mauren florierte der Weinbau. Das mag verwunderlich erscheinen, ist es aber bei näherer Betrachtung dann doch nicht. Denn zum einen waren Tafeltrauben und Rosinen ein klassisches Lebensmittel, zum anderen wurde die strikte Alkoholabstinenz der Muslime erst durch Ayatollah Chomenei begründet. In den Zeiten der Abd-Al-Rahman – Dynastie war Weingenuss sowohl am Hofe als auch bei der Truppe nicht ungewöhnlich.

Die damals wirklich wichtige Rebsorte (sie ist es bis heute, zumindest im Süden) ist Moscatel de Alejandría, zumindest damals wurden die Weine stets süß ausgebaut. An den Granithängen, aber auch, in Axarquía, im Osten der Provinz, zwischen Málaga und Nerja, auf Schiefer, wuchsen die Stöcke dort, wo sonst nichts wächst. Nicht einmal der Bauboom hätte sie dort verdrängen können. Diese Arbeit jedoch wurde bereits vorher gründlich erledigt.

Ende des neunzehnten Jahrhunderts, alleine in der Provinz Málaga waren dereinst über einhundert tausend Hektar Land mit Reben bestockt, ereignete sich im Hafen von Málaga ein kleiner, aber entscheidender Zwischenfall: die Reblaus ging an Land. Und sie räumte auf. Es gibt in der Sierra de Tejeda und der Sierra de Almijara ein paar Ecken, die von der Reblaus nicht erreicht wurden, derartige Ecken findet man an vielen Stellen Spaniens, der Rest indes wurde vernichtet.

Dies geschah zu einem Zeitpunkt, in dem ohnehin gerade Krise angesagt war. Auch wenn die Weine aus Málaga nicht gerade die wichtigsten Exportartikel gen Lateinamerika waren, Cádiz und Sevilla gaben hier den Ton an, so ging der Verlust der Übersee-Kolonien mit dem Verlust eine großen Absatzmarktes einher. England war mit Jerez und Oporto beschäftigt, einzig Deutschland blieb, für die süßen Málagas. Aber auch das war bald Geschichte. In den sechziger Jahren war der Niedergang unübersehbar. Noch einmal zehn Jahre später standen in ganz Málaga gerade einmal knapp dreitausend Hektar unter Reben. In Málaga Stadt hatten sich gerade einmal eine Handvoll Betriebe gehalten, die süße, gelegentlich klebrige Weine unter das Volk brachten. Davon sind heute gerade einmal derer drei übrig.

Als Alfons von Hohenlohe begann, Reben in Ronda setzen zu lassen, gab es dort weit und breit keinen Weinbau. Fährt man übers Land, dann findet man keine alten Rebstöcke, es ist nichts geblieben von der Zeit, in der der Hauswein für Manche ein einträgliches Geschäft war. Alfons von Hohenlohe war, natürlich, kein Weinbauexperte, er hatte aber das Glück, mit einem Weinbauexperten zusammenarbeiten zu können, der gerade eben aus Bordeaux zurückgekehrt war: Juan Manuel Vetas. In der Folgezeit sollte Juan Manuel der Berater vieler Weingüter werden, wenn es darum ging, Parzellen zu selektieren und Reben zu setzen. Seine Zeit in Bordeaux brachte es mit sich, dass er sich für dortige Rebsorten interessierte, insbesondere für Petit Verdot, Cabernet Franc und, mit respektablem Abstand, Cabernet Sauvignon.

Allerdings sollte man sich gleich einmal von dem Gedanken verabschieden, dass das international Bordeaux-Blends seien. Die Reben stehen auf etwa achthundert Meter über Meeresniveau, und zumindest bis Mitte April regnet es beständig und intensiv. Gelesen wird spät, die Trauben reifen langsam aus. Genau deswegen spielt in und um Ronda inzwischen eine Rebsorte die erste Geige, die man dort schon gleich gar nicht erwarten würde: Pinot Noir.

Der erste, der Pinot Noir, in dem Fall natürlich Spätburgunder, gen Ronda brachte, war Friedrich Schatz aus dem Remstal. Er siedelte sich in den achtziger Jahren in Ronda an, heute kultiviert er gut drei Hektar Rebland, sieben oder acht verschiedene Weine, eher eleganter Art. Martin Kieninger brachte Pinot Noir aus Österreich gen Ronda, er begann aber erst zwei Jahrzehnte nach der Ankunft seines schwäbischen Kollegen, dessen Familie eigentlich aus Südtirol ist. Der mit Abstand beste Pinot Noir, vielleicht der beste, den es derzeit aus Spanien gibt, entsteht in einem gar nicht einmal so kleinen Weingut im Nordwesten des Ortes: Cortijo Los Aguilares; verantwortlich für diesen Wein ist Bibi García, die ihre Erfahrungen als Önologin an diversen Orten in und jenseits von Europa sammelte.

Bibi ist auch eine der wenigen, die einen ausgezeichneten Petit Verdot auf den Markt bringt. Diese Rebsorte ist schon einmal etwas bockig, grüne Tannine gibt es zuhauf. Die Weine brauchen Jahre, um zu reifen, viele Bodegas, die etwas knapp bei Kasse sind, können oder wollen sich das nicht leisten. Strukturell betrachtet ist Cabernet Franc die beste Rebsorte für die Weinberge im Norden und im Osten von Ronda; sie ist weniger anspruchsvoll hinsichtlich des Terroirs und sie reift etwas schneller als Cabernet Sauvignon, die in kühlen Jahren, auch so etwas soll es in Ronda geben, schon kämpfen muss. Verstärkt angebaut werden Merlot (sinnfrei) und Tempranillo (in der Regel betont langweilig). Weißweine gibt es zwar, in der Regel sind sie aber eher langweilig oder aufdringlich fruchtüberladen. Keine einzige der zweiundzwanzig besuchten Bodegas bot einen Weißwein zur Verkostung, von dem ich mir eine kleine Schachtel in den Kofferraum des ollen Ford Focus hätte legen wollen.

Aktuell bilden drei Bodegas die absolute Spitze der Region: die bereits erwähnten Cortijo Los Aguilares und Martin Kieninger sowie Bodegas Conrad, vor fast zwei Jahrzehnten von dem Schweizer Unternehmer Theo Conrad gegründet. Hier entstehen sehr mineralische, erdige Weine, die Reben stehen auf rotem Lehmboden, wie man ihn auch in Anguix antrifft. Mit kleinem Sicherheitsabstand folgen dann Bodegas Schatz und Bodegas Vetas, die zwei Urgesteine der Region. Cortijo La Parchite ist geschlossen, Alfons zu Hohenlohe feiert nicht mehr auf dieser Welt.

Weitere fünf oder sechs Weingüter keltern sehr gute Weine, ohne aber an das Qualitätsniveau der Top-Betriebe heranzureichen Samsara etwa, oder Lunares, Cézar, die einzige Bodega, die etwas weiter von Ronda entfernt ist. Doña Felisa gehört auch in diese Gruppe. Und dann, aber das ist in Touristenregionen nun einmal so, gibt es natürlich auch diverse Kellereien, die einfache Weine an kauflustige Touristen vertickern, die busweise vom nahen Málaga, von Marbella oder Estepona herangekarrt werden.

Der klassische Süden, dort, wo Moscatel die Hänge hoch- und wieder herunterkriecht, ist gerade erst dabei, sie neu zu erfinden. Die Stöcke stehen im Westen, nahe Manilva, auf Albariza-Böden, das ist der aus Sanlúcar de Barrameda, weiter im Osten, am Eingang der Axarquía, auf Schiefer. Eine Bodega mit gerade einmal achttausend Flaschen, eine Bodega, die eigentlich ein Lebensmittellieferant für die Gastronomie ist, und derer zwei, die auf den Namen Ordoñez hören, damit ist dieser Teil von Málaga auch schon beschrieben. Jorge ist der bekanntere, Veronica hat ihr Projekt dereinst mit Alois Kracher aufgebaut.

Der Osten der Axarquía ist ein extrem spannendes Gebiet. Von Cómpeta, das Hauptdorf, kann man auf das Meer blicken, es ist Luftlinie gerade einmal dreizehn Kilometer entfernt. Mit dem Auto braucht man eine Stunde. Hinter Cómpeta türmen sich die Sierra de Tejeda und die Sierra de Almijara gen Himmel, ihre Spitzen überklettern die Zweitausend-Meter-Linie mit Leichtigkeit. Schiefer und Granit dominieren. Und natürlich Moscatel. Die Süßweine von Telmo Rodriguez stammen aus Cómpeta. Bislang ist er der beste Botschafter der Region.

Dies aber könnte sich ändern, es wird sich ändern! Nicht mit Moscatel de Alejandría, sondern mit roten Sorten, mit klassischen roten Sorten aus Al-Andalus!!! Rome, Melonera, Blasco, Jaen Negro, Monastrell, Garnacha, Mantúo und noch einige mehr, auch ein paar weiße Sorten wie Vijiriega, Jaén Blanca oder Garnacha Blanca. All das steht in einem Weinberg, gerade einmal einen Hektar groß, die Reben wurden nach der Reblaus gesetzt. Das gibt es sonst nirgends in Al-Andalus, zumindest kennt der Oso Alemán keine vergleichbare Parzelle. Sie befindet sich wenige Kurven hinter Sedella, ein Ort, der von Cómpeta gerade einmal durch siebenhundert und achtunddreißig Kurven getrennt ist. Más o menos. Der Hang fällt gen Nordosten ab, die Reben blicken direkt auf das mächtige Gebirge. Bodega Sedella nennt sich dieses Unterfangen. In diesem Fall, das ist in Spanien beileibe nicht immer so, gehört die Parzelle einem waschechten Profi-Önologen: Lauren Rosillo (Tante Gockel weiß, was Lauren im Hauptberuf so macht). Es gibt einen Wein, wenige tausend Flaschen, mit all den Rebsorten. Vor etwa zehn Jahren legte Lauren eine Kopie des Weinberges an: die Reiser aus der alten Anlagen, neu gepfropft, nur wenige Meter von dem alten Weinberg entfernt. Der einzige Unterschied: die Parzelle fällt gen Süden ab. Seitdem gibt es zwei Weine: den Sedella und den Laderas de Sedella. Das ist schon großes Kino! Und nein – niemand würde in einer Blindverkostung Weine dieser Qualität der Weinregion Al-Andalus zuordnen. Text: El oso alemán

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Rebsorten

Markus Schneider Sauvignon Blanc Kaitui

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Sauvignon Blanc Kaitui ist einer der bekanntesten deutschen Sauvignon Blancs. Von kühlen Kalksteinböden in hohen Lagen geprägt, zeigt er eine ausgeprägte exotische Fruchtaromatik – klar, frisch und ausdrucksstark.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Als Basis dienen kühle, gut versorgte Kalksteinböden in hohen Lagen, die enormen Einfluss auf die exotische Fruchtprägung nehmen. In Neuseeland, der überseeischen Heimat des Sauvignon Blanc, ist „Kaitui" die maorische Übersetzung für Schneider.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Die reifen Trauben (Mostgewicht 85° Oechsle) haben eine Maischestandzeit von 6–12 Stunden; anschließend erfolgt die kontrollierte Vergärung im Edelstahl, ganz ohne Eingriffe wie Schönung. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase exotisch und ausdrucksstark, mit Maracuja, Mango, Stachelbeere und einem Hauch frischer Kräuter. Am Gaumen klar und frisch, mit knackiger Frucht, animierender Säure und einem trockenen, saftigen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchten, Spargel und asiatischer Küche.


Lage: Pfalz, Ellerstadt – Kalksteinböden in Höhenlagen (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: Maischestandzeit 6–12 Stunden, kontrollierte Edelstahlvergärung, ohne Schönung

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Feinkost

Diamir Pfefferschoten Piparra Guindilla Peppers

Feinkost · Eingelegte Pfefferschoten · Spanien

Diamir Piparra Guindilla Pfefferschoten sind milde, in Weinessig eingelegte Pfefferschoten aus dem spanischen Valencia. Ein Klassiker der spanischen und baskischen Küche – ideal zu Tapas und als Verfeinerung für jeden Pintxo.


Herkunft

Die Pfefferschoten stammen aus der Region Valencia in Spanien. Als Piparra bzw. Guindilla sind die schlanken, milden Schoten fester Bestandteil der nordspanischen und baskischen Pintxo-Kultur. Hersteller ist Grupo Nudisco S.L.

Zutaten und Herstellung

Milde grüne Pfefferschoten (Piparra/Guindilla), eingelegt in Weinessig. Die Säure des Essigs bewahrt die knackige Textur und gibt den Schoten ihre typisch frisch-säuerliche, milde Würze.

Geschmack

Knackig und mild, mit frisch-säuerlicher Essignote und nur dezenter Schärfe. Schlank und zart – unkompliziert direkt aus dem Glas zu genießen.

In der Küche

Der Klassiker für Pintxos: zusammen mit Sardelle und Olive bilden sie die berühmte Gilda. Ebenso zu Tapas, auf Spießen, in Salaten oder zu gegrilltem Fisch und Fleisch.

Passt zu: Pintxos (Gilda), Tapas, Sardellen, Oliven und Salaten.


Hersteller: Grupo Nudisco S.L. (Spanien)
Produkt: milde Pfefferschoten (Piparra/Guindilla), in Weinessig
Herkunft: Valencia (Spanien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 19.08.2027

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Spirituosen

That Boutique-Y Gin Hernö Distillery

Gin · Hernö · Schweden

That Boutique-y Gin Company x Hernö Distillery ist eine Gin-Kooperation zwischen der schwedischen Hernö Distillery und der That Boutique-y Gin Company. Die Etiketten sind auffällig designt und handgemacht. Das Ergebnis ist ein heller, komplexer Gin mit üppiger Textur.


Schweden / Hernö

Die Hernö Distillery zählt zu den renommiertesten Gin-Brennereien Schwedens (High Coast). In Zusammenarbeit mit der That Boutique-y Gin Company – einer für ihre handgemachten, auffälligen Etiketten bekannten Abfüllerei – entstand dieser besondere Gin.

Herstellung und Botanicals

Der Gin verbindet klassische und florale Botanicals zu einem hellen, komplexen Stil mit üppiger, seidiger Textur. Wacholder bildet das Rückgrat, ergänzt um florale und beerige Noten.

Im Glas

In der Nase ein Blumenstrauß aus Rosen und Kiefernblütenhonig. Am Gaumen eine seidig-glatte Textur mit Aromen von Wacholder, frischen Beeren und Sahne. Im Finish ist schwarzer Pfeffer schmeckbar.

Zum Genuss

Pur, auf Eis oder im Gin & Tonic genießen; ein neutrales Tonic und etwas Beerenfrucht oder Pfeffer als Garnitur unterstreichen den Charakter.

Klassische Begleitung: Gin & Tonic, Martini und florale Cocktails.


Herkunft: Schweden (Hernö Distillery)
Art: Gin (Kooperation mit That Boutique-y Gin Company)
Botanicals: Wacholder, florale und beerige Noten

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Weine

Ellermann Spiegel Grauburgunder

Weißwein · Grauburgunder · Pfalz · Deutschland

Ellermann-Spiegel Grauburgunder ist ein trockener, saftiger Weißwein vom Weingut Ellermann-Spiegel aus der Pfalz. Reinsortiger Grauburgunder mit typisch erdigen Noten, harmonisch und weich, mit mineralischem Spiel, leichter Nussigkeit und Aromen von Stachelbeere und Birne.


Pfalz

Das Weingut Ellermann-Spiegel liegt in Kleinfischlingen an der Südlichen Weinstraße. Winzer Frank Spiegel keltert moderne, fruchtbetonte Weine nach dem Motto „Dir muss ES schmecken". Der Grauburgunder gehört zu den Aushängeschildern des Hauses.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Grauburgunder. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank, um die sortentypische Frucht und Frische zu bewahren. So entsteht ein zugänglicher, fruchtbetonter Weißwein mit cremigem Schmelz.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife Birne und Apfel mit erdigen, leicht nussigen Noten und einem Hauch Stachelbeere. Am Gaumen saftig, harmonisch und weich, mit gut eingebundener Säure und mineralischem Spiel. Runder, anhaltender Abgang.

Am Tisch

Bei 8–10 °C servieren. Ein vielseitiger Essensbegleiter – ebenso solo als Terrassenwein.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte, Spargel und milder Käse.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein (Gutswein) – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Rebsorten

Angerville Bourgogne rouge 2020

Rotwein · Bourgogne AOC · Pinot Noir

100 % Pinot Noir · Pinot d'Angerville Bourgogne AOC Parzellen in Volnay rund 1,85 ha · Reben ~30 Jahre höchstens 20 % neues Holz 2020

Der Bourgogne Rouge 2020 der Domaine Marquis d'Angerville stammt aus Parzellen im flacheren Teil der Gemeinde Volnay und wird mit derselben Sorgfalt vinifiziert wie die Premiers Crus des Guts – vom hauseigenen Pinot-d'Angerville-Material, entrappt, mit wenig neuem Holz. Frisch, sortentypisch und ein vielseitiger Essensbegleiter.


Bourgogne rouge aus dem flachen Teil von Volnay

Die Hanglagen von Volnay mit ihren Premiers Crus stehen auf Kalkstein und Mergel. Unterhalb davon, im flacheren, östlichen Teil der Gemeinde Richtung Ebene, ändert sich der Boden: Er wird tief, sehr lehmig und arm an Kalk. Diese Parzellen dürfen nicht den Namen Volnay tragen, sondern laufen als Bourgogne. Die Trauben für diesen Wein stammen aus mehreren solcher Lagen, darunter Grandes Terres, Condemaine und Coulezain.

Der tiefe Lehm speichert Wasser und gibt dem Pinot Noir Fülle und runde Frucht; die kalkige Straffheit der Hanglagen fehlt dagegen. Was den Wein trotzdem über das übliche Niveau hebt, sind zwei Dinge: das Rebalter von im Schnitt rund 30 Jahren auf etwa 1,85 Hektar – und das Pflanzmaterial.

Die Domaine Marquis d'Angerville gehört zu den bekanntesten Häusern in Volnay. Früher als die meisten Güter in Burgund setzte sie auf eine eigene Selektion aus alten Reben des Guts, den „Pinot d'Angerville": Stöcke mit kleinen, lockerbeerigen Trauben, die weniger tragen und konzentriertere Weine liefern als die ertragreichen Klone, die sich im 20. Jahrhundert verbreiteten. Auch der Bourgogne steht auf diesem Material.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

Der Jahrgang 2020 war in Burgund das dritte warme Jahr in Folge und eines der frühesten überhaupt. Nach einem milden Winter setzte der Austrieb zeitig ein, Frühjahr und Sommer blieben trocken und heiß. Die Trockenheit hielt die Beeren klein, die Erträge fielen niedrig aus. Gelesen wurde in der Côte de Beaune bereits ab der zweiten Augusthälfte.

Die frühe Lese war die Antwort auf die Hitze: Die Trauben kamen reif, aber mit erhaltener Säure in den Keller. Auf Bourgogne-Niveau bringt das mehr Konzentration als üblich; die tiefen Lehmböden im flachen Teil von Volnay hielten die Reben mit Wasser versorgt, während Hanglagen stärker litten.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, vom hauseigenen Pinot d'Angerville. Vinifiziert wird mit der gleichen Sorgfalt wie die Premiers Crus: Die Trauben werden entrappt, die Extraktion bleibt sanft, damit der Pinot fein und nicht schwer wird.

Der Ausbau erfolgt im Fass mit höchstens 20 % neuem Holz – genug für Struktur, zu wenig, um die Frucht zu überdecken. Gefüllt wird unfiltriert.

Im Glas

Leuchtendes, mittleres Rubinrot. In der Nase frisch und deutlich sortentypisch, mit dezenten Erd- und Gewürznoten. Am Gaumen rote und dunkle Frucht – Cranberry, Erdbeere, schwarze Kirsche –, dazu Lakritz und würzige Kräuter, mit feinem Tannin und frischer Säure bis in den saftigen Abgang.

Eigenes Pflanzmaterial, dreißig Jahre alte Reben, Sorgfalt wie bei den Premiers Crus: Bourgogne, der aus Volnay kommt.

Bei 15–16 °C servieren. Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut trinkbar.

Am Tisch

Geflügel, Kalb, Schmorgerichte, Charcuterie oder mild gereifter Käse. Besonders gut zu Ente, Coq au vin, Pâté en croûte und Époisses.


Produzent Domaine Marquis d'Angerville, Volnay
Rebsorte 100 % Pinot Noir (Selektion Pinot d'Angerville)
Lage Parzellen im flachen, östlichen Teil von Volnay, u. a. Grandes Terres, Condemaine, Coulezain · Côte de Beaune · tiefe, lehmige, kalkarme Böden · rund 1,85 ha
Klassifikation Bourgogne AOC · trocken
Jahrgang 2020
Vinifikation entrappt · sanfte Extraktion
Ausbau Fassausbau mit höchstens 20 % neuem Holz · unfiltriert
Trinkempfehlung jetzt bis 2028
Rebenalter im Schnitt rund 30 Jahre

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Länder/Regionen

Martin Waßmer Gutedel

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Martin Waßmer Gutedel duftet nach einer frischen Frühlingsblumenwiese, mit leichten Anklängen von weißem Pfeffer und einer feinen Stachelbeeraromatik. Der ideale Weinbegleiter zum heimischen Spargel.


Baden / Markgräflerland

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet – der Heimat des Gutedel. Kaum eine andere deutsche Region ist so eng mit dieser Rebsorte verbunden, die hier leichte, frische und unkomplizierte Weißweine hervorbringt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Gutedel. Der Ausbau bewahrt die leichte, frische Art und die zarte Aromatik der Rebsorte. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase frische Frühlingsblumenwiese, mit leichten Anklängen von weißem Pfeffer und einer feinen Stachelbeeraromatik. Am Gaumen leicht und frisch, mit zarter Frucht, animierender Säure und einem klaren, unkomplizierten Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: heimischem Spargel, Fisch, leichten Vorspeisen, Salaten und mildem Käse.


Lage: Baden, Markgräflerland (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Gutswein – 100 % Gutedel, trocken
Ausbau: leicht und frisch

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Frankreich

Domaine Duroche Gevrey Chambertin 2021

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin AOC 9 Parzellen · 3,15 ha Reben ab 1934 2021

Der Gevrey-Chambertin 2021 von Pierre Duroché ist ein noch junger Meilenstein des Guts. Reinsortiger Pinot Noir mit Erde, Tiefgang, Kraft und formidabler Länge – ein Wein zum Träumen, Trinken und Weglegen.


Gevrey-Chambertin – Parzellen alter Reben

Gevrey-Chambertin ist die größte Gemeinde der Côte de Nuits und Heimat berühmter Grand Crus rund um Chambertin. Dieser Dorfwein entsteht aus mehreren Parzellen mit kalk- und mergelreichen, teils sandigen Böden und teils sehr alten Reben – das Zusammenspiel der Lagen prägt Tiefe und Spannung.

Pierre Duroché zählt zu den gesuchten Adressen von Gevrey-Chambertin; seine Handschrift zielt auf Finesse, Präzision und einen klaren Terroir-Ausdruck.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – der dem Tiefgang dieses Gevrey eine spannungsvolle Frische verleiht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, eine Assemblage mehrerer Parzellen mit teils sehr alten Reben.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Tiefe, inneren Extrakt und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und erdgeprägt, mit Tiefgang, Kraft und innerem Extrakt. Am Gaumen geschliffen und tief, mit klarer Frucht und einer formidablen Länge im Abgang.

Erde, Tiefgang und Kraft mit formidabler Länge – ein Pinot Noir zum Träumen und Weglegen.

In der Jugend bereits faszinierend, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); mehrere Parzellen, kalk-/mergelreich, teils sandig, teils sehr alte Reben
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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USA

Saxum James Berry Vineyard White 2019

Weißwein · James Berry Vineyard · Rhône-Cuvée

Grenache Blanc · Roussanne · Chenin Blanc James Berry Vineyard Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) Kalkstein-Steillage 600-l-Fass · 60 % neu 2019

Der Saxum James Berry Vineyard White 2019 zählt zu den besten Weißweinen von Paso Robles – eine rare Rhône-Cuvée aus der Heimatlage des Kult-Erzeugers Saxum. Aus Grenache Blanc, Roussanne und Chenin Blanc entsteht ein mittel- bis vollgewichtiger, reich texturierter und zugleich frischer Weißwein von großer Tiefe.


James Berry Vineyard – Kalkstein im Willow Creek District

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Kult-Erzeugern Kaliforniens. Herzstück ist das James Berry Vineyard im Willow Creek District westlich von Paso Robles – eine steile, karge Lage auf Kalkstein und Kalkschiefer der Monterey-Formation mit nur dünnem Oberboden. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein" und verweist auf eben diesen kalkreichen Untergrund.

Die Reben wurzeln tief in den Spalten des Kalkfelses, sodass kaum bewässert werden muss; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren die Frische. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet. Den Weißwein erzeugt Saxum erst seit 2017 – mit einem bewusst „burgundischen" Ansatz, der Frische und Textur in den Mittelpunkt stellt.

Jahrgang 2019 – Paso Robles

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, klassischer Jahrgang mit reifer, klar definierter Frucht und guter Frische. Auf dem kühlen Kalksteinterroir des James Berry Vineyard ergibt das einen Weißwein, der Reife und Fülle mit lebendiger Säure und mineralischer Spannung verbindet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 46 % Grenache Blanc, 31 % Roussanne und 23 % Chenin Blanc, Jahrgang 2019, trocken.

Grenache Blanc gibt dem Wein Frische und florale Klarheit, Roussanne Fülle, Schmelz und honigwürzige Tiefe, Chenin Blanc Spannung und eine lebendige Säure. Der Ausbau erfolgt zu 60 % in neuen französischen 600-Liter-Fässern – das größere Fassformat bindet eine cremige, toastige Textur ein, ohne die Frucht mit Holznoten zu überdecken. Die Reife auf der Hefe verleiht dem Wein zusätzliche Vielschichtigkeit und Länge.

Im Glas

Aus dem kalkreichen Terroir und der Rhône-Cuvée lebt dieser Weißwein von Tiefe und Spannung: weiße Blüten und reife Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Quitte, Zitrus und ein feiner Honigton, untermalt von einer steinig-kalkigen Mineralität und dezenter, toastiger Würze aus dem Holz. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, mit reicher, vielschichtiger Textur, die von einer lebendigen Säure und salzigem Zug getragen wird. Trotz seiner Fülle wirkt er frisch und präzise und mündet in ein langes, mineralisches Finale.

Weiße Blüten, Pfirsich, Quitte und Honig über kalkiger Mineralität – reich und vielschichtig, doch frisch und präzise, mit langem Finale.

Schon jetzt ein Genuss, mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu edlem Fisch und Krustentieren, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu gereiftem Hart- und Weichkäse.


Lage: James Berry Vineyard, Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); steile Kalkstein-/Kalkschiefer-Hänge der Monterey-Formation, dünner Oberboden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 46 % Grenache Blanc, 31 % Roussanne, 23 % Chenin Blanc (trocken)
Ausbau: Ausbau zu 60 % in neuen französischen 600-l-Fässern, Reife auf der Hefe; minimalistische, zurückhaltende Kellerarbeit

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