Cristina Calvache: Von einer, die auszog, den Berg zu verstehen

Cristina Calvache: Von einer, die auszog, den Berg zu verstehen

Kein Mensch würde hier nach Weinbergen suchen! Als ich mich auf den Beifahrersitz des roten Suzuki mit dem klapprigen Innendesign wuchtete, meinte Cristina nur: „Na, dann wollen wir mal!“ Was folgte, war eine Tour, die durch ein spektakuläres Nichts führte: erst einmal an einem ausgetrockneten Flussbett entlang, dann durch eine Engstelle, die Wind und Regen zu einer bizarren Felsformationen verformten. Dann ging es hoch, denn Alboloduy liegt auf gerade einmal vierhundert Metern über Meeresniveau, ein verschlafenes Dorf mit mehr Bars als Einwohnern in arbeitsfähigem Alter.

Auf dem Weg nach oben, das Ziel trägt den Namen Montenovo, überwältigt einen der Ausblick: man kann bis nach Almería sehen, das Meer erahnen, alle Berge und Hänge, vom Wind säuberlichst gereinigt, blitzen im gleißenden Licht, mitten im Juni. Man trifft auf Schiefer und Quarzit, auch auf reinen Quarz, dann wieder auf ganz anderen Schiefer, eher rötlich, mit mehr Eisen versetzt; dann kommt wieder ganz anderer Schiefer – man könnte Tage mit Gesteinsuntersuchungen verbringen. Menschen würden einen dabei wohl eher nicht stören, denn während der gesamten drei Stunden, die diese Tour verschlang, trafen wir nicht einen Menschen, begegneten nicht einem Auto, nicht einmal Fuchs oder Hase wollten quatschen!

Das einzige, das wir zunächst einmal nicht fanden, waren Weinberge, dafür Kurven und noch mehr Kurven, steile Abhänge; es war durchaus beruhigend, zu wissen, dass die Fahrerin des roten, leicht klapprigen Suzuki mit dem Terrain vertraut ist. Irgendwann, ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, sahen wir den ersten Weinberg, am Steilhang, knapp hundert Meter über der Straße gelegen. „Da holen wir auch Trauben“, meinte Cristina, „die Parzelle ist aber eher langweilig!“ Also weiter! Noch einmal siebenhundert Kurven, noch einmal hundert Meter gen Himmel und dann: scharf den Hang hinab, so steil hinab, dass sich der olle Ford Focus wohl geweigert hätte. Aber auch Cristina wurde es am Ende etwas bammelig, es sei immer so kompliziert, dort unten zu wenden, außerdem sei der Weg etwas rutschig. Wir erledigten den Rest zu Fuß.

Endlich angekommen standen wir in einem in fünf Teile aufgefächerten Weinberg: alles Jaén blanca, eine klassische, ach, was sage ich, die klassische Rebsorte der Region. Vor hunderten von Jahren stand sie hier an allen Ecken und Enden. Heute sind fast alle noch verbliebenen Parzellen in der Hand von Cristina Calvache, ein paar Weinbauern sträuben sich noch, nicht zuletzt aus Neid, weil man der Bodega den Erfolg nicht gönnt.

Die Parzelle, in der wir herumlatschten, ist in perfektem Zustand. Der Eigentümer ist frühverrentet, für ihn ist es sein aktueller Lebenstraum. Wie lange das noch geht, ist eine gute Frage. Aber für danach ist vorgesorgt: wie bei fast allen Parzellen, die Cristina nicht gehören, hat sie ein Erstzugriffsrecht. Wie groß die Parzelle wirklich ist, weiß sie nicht, etwa fünftausend Kilo könne man dort einsammeln, wenn, ja wenn es sich um ein gutes Jahr handelt. Aus der Entfernung grob geschätzt könnten es knapp drei Hektar sein. Fünftausend Kilo, dreißig Minuten Gekurve, hoch oben auf dem Berg, in Montenovo, man muss schon ganz schön balla-balla sein, um das zu bewerkstelligen.

Cristina Calvache ist nicht balla-balla, sie hat das mit dem Jaén blanca quasi gleich nach der Muttermilch aufgesogen; ihr Großvater hat die Gründung der Bodega noch miterlebt, auch die ersten Erfolge seiner Enkelin, ihr Vater hat sich lange um den Vertrieb gekümmert, er starb vor wenigen Jahren. Nun ist das alles ihr Geschäft.

Nachdem wir all dies in Augenschein genommen und uns erfolgreich zum Auto hochgehangelt hatten, meinte Cristina, lächelnd: „Wenn wir schon einmal da sind, könnten wir uns eigentlich auch die Experimentalanlage ansehen, die mein Vater angelegt hat.“ Meine Kehle hätte nichts gegen eine Flasche Survivalmineralwasser gehabt, aber dann halt nicht. Stattdessen Experimentalweinberg!

Und so kurvten wir hinauf im Sauseschritt, vorbei an einem Weinberg, der auch der Familie Calvache gehört, besser gesagt einem Freund von Cristinas Vater. Dann irgendwann, Zeit spielt in diesen Sphären und Atmosphären nur bedingt eine Rolle, erreichten wir den Punkt elfhundert dreiundsechzig. Dort beginnt ein Weinberg, nicht viel mehr als anderthalb Hektar groß, in dem Chardonnay steht; dazu je drei Zeilen Gewürztraminer und Riesling. Einfach mal zum Ausprobieren! Und was macht man mit so was? Nun – Schaumwein!!! Zumindest in Spanien gibt es wohl keinen anderen Schäumli, der auf dieser Höhe entsteht. Natürlich kommt da auch etwas Jaén blanca drin vor, das Grundgerüst indes gibt der Chardonnay. Klar, man könnte auch einen Gebirgschardonnay keltern, aber das mit dem Schaum gefällt dem Bären gar sehr! Natürlich Brut Nature – der Schaumwein, nicht der Bär!

Ein kleines Randlagenintermezzo: nach so viel Bergtour kam mir ein kleiner Ausflug zu einer nahe einer geteerten Straße liegenden Parzelle schon fast wie ein Erholungsurlaub vor. Wir fuhren am Osthang der Sierra Nevada hoch gen einen Ort, der sich Nacimiento nennt, der Teil, in dem sich der Weinberg befindet, heißt Campillo, die Reben stehen auf etwa neunhundert Meter über Meeresniveau, Tiefland also. Ganz schwach nimmt man das intensive Schweigen wahr, welches die Autobahn verursacht, die Almería mit Madrid verbindet, ansonsten passiert da nicht wirklich viel. Hier beackert Cristina fünf Hektar, der Großteil ist gepachtet, mit Vorkaufsrecht. In dieser Ecke wechseln sich Schiefer und Quarzite ab, eine Hangneigung ist sichtbar, aber nur bedingt spürbar. Die Oberfläche besteht aus lehmhaltigem Schwemmland, es gibt viele Steine; das spärliche Regenwasser kann ganz gut gehalten werden. Die Syrah-Stöcke sind etwa fünfzehn Jahre alt, der Tempranillo ist etwas älter, teilweise Kopfschnitt, teilweise Drahtrahmen.

Natürlich könnte man hier noch mehr Rebland anlegen oder dem komplett unfähigen oder desinteressierten Weinbauern in der Nachbarschaft seine Parzellen abschwätzen (Geld sollte man dafür nicht unbedingt ausgeben). Aber für den Moment sind genug Trauben vorhanden.

So, und jetzt mal ganz schnell gaaaanz viel Luft in den Rachen schieben, denn das eigentlich Spannende kommt ja erst noch. Aus technischen Gründen lagen zwischen dem ersten und dem zweiten Besuch ein paar Wochen.

Wie in Spananien üblich, trafen wir uns am Späti, sorry, an der Tankstelle. Und zwar in Alhama (al-Hama = das Bad, im Sinne von Heilbad) de Almería. Ein halbwegs modernes Dorf, das neben einer Tankstelle auch noch einen Bäcker, einen Metzger sowie siebenundzwanzig Bars hat. Wir losten, welches Auto schlechter für die Bergtour geeignet sei; mit der Präzision eines Cristiano Messi gewann der olle Ford Focus und suchte sich einen gemütlichen Platz im Schatten. Der rote Suzuki mit dem klapprigen Innendesign musste den Berg hoch.

Berg hoch, das bedeutet in diesem Fall hoch in die Sierra de Gádor, ein Anhängsel der Sierra Nevada, weit im Südosten von al-Andalus gelegen. Dort gibt es ungefähr dreiundsiebzig Treptakrillionen Hektar Land, aber nur etwa derer sieben sind mit Reben bestockt. Und alle sieben stehen stramm, sobald der rote Suzuki mit der wackeligen Klimaregulierung um die Ecke rauscht. Man braucht etwa zehn Minuten auf geteertem Terrain und dann noch einmal eine halbe Stunde auf holprigem Geläuf. Auf dem Weg gen Gipfel trafen wir ein Schaf, eine Kuh, und ein etwas zu schnelles Auto der Guardia Civil (¿Schäferstündchen?) Dieses Auto sollte uns noch beschäftigen… Endlich oben angelangt blickte der Bär auf so etwas wie ein Weinparadies: Finca Calabrial – klein, aber wirklich fein! Keine fünf Hektar, alles nahe beisammen. Drei Rebsorten – und eine vierte im Kopf. Denn da ist noch eine Parzelle frei, auf genau eintausend-dreihundert und neunundvierzig Meter über Meeresniveau. So die Worte des Bären Gehör finden, wird da alsbald Cabernet Franc gepflanzt.

Die anderen drei Rebsorten haben es in sich. Zum einen ist da Jaén blanca, endlich einmal mit Säure. Cristina will erst einmal Rotwein auf dem internationalen Markt verkaufen, der Bär indes denkt gerne über Dinge nach, die mehr Zeit als nur drei Wochen benötigen. Ein Zementei mit Jaén blanca aus dieser Parzelle hat sich in meinem Hirn fest eingenistet.

Und dann kommen da zwei ganz großartige Weine. Es gibt (fast) nichts schöneres als durch einen Weinberg zu laufen und sich den zukünftigen Wein im Kopf schon einmal zurechtzutrinken. Der Tempranillo, natürlich wird das ein sortenreiner Tempranillo, und er wird es mit fast allen Tempranillos der spanischen Weinwelt aufnehmen können (Who the hell is Pingus?):

Dreizehnhundert und noch was Meter, Bruchstein, knappe Krume, nach Osten abfallende Parzelle, leicht lehmiger Boden, extrem lockere Trauben, kleine Beeren. Was, verdammt noch mal, will man mehr? Etwa zweitausend Kilo, die Hälfte davon geht an den Eigentümer der Parzelle. Aktuell also drei Barricas, aber vielleicht kann man mit dem Eigentümer ja einen Deal abschließen…. Mehr Eleganz geht nicht, Cristina muss das nur noch umsetzen.

Daneben steht der Cabernet SauvigDOCH! Aktuell gibt es diesen Wein in leichtem Verschnitt mit einer anderen Cabernet-Parzelle, ab Jahrgang zwanzig siebzehn wird das ein sortenreiner Lagengebirgswein sein. Klingt nach mindestens dreihundert Euro, wird aber deutlich günstiger zu erhalten sein.

Auf dem Weg zurück in die Zivilisation trafen wir die Guardia Civil, mit einem Reifenschaden im Graben liegend. Leider konnten wir nicht helfen, da rote Suzukis mit klapprigem Innendesign nun einmal nicht mit einer Kolbenrückholfeder im Kofferraum ausgeliefert werden. Aber zehn Minuten später kam uns ein Guardia Civil-Kastenwagen entgegen, hupend und blinkend in einer Gegend, in der es nicht einmal Fuchs und Hase gibt. Text: El oso alemán

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Marsannay Les Longeroies 2022

Rotwein · Marsannay · Pinot Noir

Pinot Noir Marsannay AOC Les Longeroies · 1,10 ha Reben ~50 Jahre · 7.000 Flaschen 2022

Der Marsannay Les Longeroies 2022 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Lagen von Marsannay. Die südausgerichtete Parzelle gibt dem Wein eine geschmeidige Textur mit bereits gut eingebundenen Tanninen – zugänglich und schnell zu öffnen, mit klarer Terroir-Prägung.


Les Longeroies – Südhang in Marsannay

Les Longeroies ist nach Süden ausgerichtet und zieht sich den Hang entlang. Hier liegen reichlich kalkhaltige Schuttablagerungen auf tiefgründigen Böden – ein Terroir, das sich klar im Glas widerspiegelt und für Ausdruck und Komplexität sorgt. Die Parzelle umfasst 1,10 Hektar mit rund 50 Jahre alten Reben.

Marsannay ist die nördlichste Appellation der Côte de Nuits, das „Goldene Tor" südlich von Dijon, und die einzige Dorf-Appellation der Region für Rot, Weiß und Rosé. Die Rotweine zeigen einen eleganten, fruchtbetonten Stil. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der die zugängliche Art dieses Marsannay mit Substanz unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von rund 50 Jahre alten Reben. Gesamtproduktion: 7.000 Flaschen.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Klare, frische Frucht, die sich auf der Zunge entfaltet. Die Textur ist geschmeidig dank bereits gut eingebundener Tannine. Ein ausdrucksstarker, komplexer Wein, der sich schnell öffnet und die Essenz seiner Lage einfängt.

Geschmeidige Textur und gut eingebundene Tannine – ein zugänglicher Marsannay mit klarer Terroir-Prägung.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, Kalb, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Les Longeroies (Lieu-dit), Marsannay (nördliche Côte de Nuits); Südhang, kalkhaltiger Schutt auf tiefem Boden, 1,10 ha, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Marsannay AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Schaumweine

Dom Perignon Champagner brut 2013

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Dom Pérignon Brut 2013 ist der jahrgangsreine Prestige-Champagner des Hauses. Frisch, kristallklar und auf den Punkt: ein vielschichtiges Bukett mit floralen und mineralischen Noten, einem Anflug von weißem Pfeffer und Gardenie, das mit zunehmender Reife an Tiefe gewinnt.


Champagne

Dom Pérignon ist der Prestige-Champagner von Moët & Chandon und wird ausschließlich als Vintage – aus einem einzigen Jahrgang – erzeugt. Die Trauben stammen aus den besten Lagen der Champagne, deren Kreideböden und kühles Klima die Grundlage für Finesse, Frische und Reifepotenzial bilden. Jeder Jahrgang wird nur in dafür geeigneten Jahren deklariert.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Chardonnay und Pinot Noir. Der Champagner entsteht in klassischer Flaschengärung und reift viele Jahre auf der Hefe, was ihm seine vielschichtige Aromatik, cremige Textur und feine Perlage verleiht. In der Geschmacksrichtung brut ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner, anhaltender Perlage. In der Nase florale und mineralische Noten, weißer Pfeffer, Gardenie und mit der Reife ein Hauch Torf. Am Gaumen vollmundig und komplex, mit Anis, getrocknetem Ingwer sowie Birne und Mango; ein langes, geschmeidiges und ausgereiftes Finale.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C in großen Gläsern servieren – als festlicher Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, edlem Fisch, Geflügel, Kalb und feiner Küche.


Lage: Champagne (Frankreich); Dom Pérignon / Moët & Chandon
Klassifikation: Champagne AOC – Vintage-Champagner, Cuvée aus Chardonnay & Pinot Noir, brut
Ausbau: klassische Flaschengärung, lange Hefereife
Jahrgang: 2013

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Spirituosen

Palo Tunel Mallorca Kräuterlikör

Likör · Palo · Mallorca · Spanien

Palo Túnel Mallorca Kräuterlikör ist ein traditioneller, süßlicher Kräuterlikör von der Insel Mallorca, hergestellt in der Destillerie Antonio Nadal. Palo ist die klassische Likörspezialität der Insel. Im Glas dunkel, mit feinen Karamellnoten.


Mallorca

Palo ist die traditionelle Likörspezialität Mallorcas mit langer Geschichte. Die Destillerie Antonio Nadal stellt den Túnel Palo nach überlieferter Rezeptur her.

Herstellung und Reifung

Palo wird traditionell aus den Auszügen von Enzianwurzel und Chinarinde gewonnen, mit Zucker und Karamell abgerundet. Daraus entsteht der charakteristische süßlich-herbe Likör mit dunkler Farbe.

Im Glas

Dunkles Braun. In der Nase und am Gaumen süßlich, mit der typischen herb-bitteren Note von Enzian und Chinarinde und feinen Karamellnoten. Vollmundig und aromatisch.

Zum Genuss

Pur, auf Eis oder mit Soda und einer Scheibe Zitrone genießen – ein klassischer Apéritif oder Digestif Mallorcas.

Klassische Begleitung: auf Eis, mit Soda und Zitrone oder als Digestif.


Herkunft: Mallorca (Spanien)
Art: Palo (Kräuterlikör)
Herstellung: Auszüge von Enzianwurzel und Chinarinde, mit Karamell

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Spirituosen

Valverde Grappa di Nebbiolo La Magica

Spirituose · Grappa · Nebbiolo · Italien

Valverde Grappa di Nebbiolo La Magica wird aus dem Trester piemontesischer Nebbiolo-Trauben destilliert und in Eichenfässern gereift. Sie schmeckt intensiv, weinig und sehr weich.


Herkunft / Piemont

Grappa ist der klassische italienische Tresterbrand. Diese sortenreine Grappa stammt vom Nebbiolo – der noblen Leitsorte des Piemont, aus der auch Barolo und Barbaresco entstehen. Hier von Valverde.

Trester und Destillation

Destilliert aus dem Trester piemontesischer Nebbiolo-Trauben. Nach der Destillation reift die Grappa in slawonischen Eichenfässern, die ihr Weichheit, Farbe und feine Würze verleihen.

Im Glas

Goldgelb bis bernsteinfarben. In der Nase intensiv und weinig, mit Anklängen von Trockenfrüchten, Gewürzen und Holz. Am Gaumen vollmundig und sehr weich, mit feiner Würze, sanfter Holznote und langem, wärmendem Abgang.

Pur genießen

Bei Zimmertemperatur in einem Grappa-Glas servieren – als klassischer Digestif.

Ideal: pur nach dem Essen oder als „Caffè corretto" zum Espresso.


Herkunft: Piemont (Italien); Valverde
Art: Grappa (fassgereift)
Grundlage: Trester der Nebbiolo-Traube (sortenrein)
Reifung: in slawonischen Eichenfässern

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Spanien

Imperial Gran Reserva 2016

Rotwein · Rioja · Tempranillo · Gran Reserva · Spanien

CVNE Imperial Gran Reserva ist ein großer Rioja-Klassiker des renommierten Hauses CVNE aus Haro. Das Lesegut stammt von den besten, über 40 Jahre alten Weinbergen in Villalba, Briones und Torremontalbo. Nach langer Fass- und Flaschenreife zeigt er sich elegant und komplex. Im Glas ein frisches Kirschrot.


Rioja Alta

CVNE hat seinen Sitz in Haro in der Rioja Alta. Das Lesegut für den Imperial Gran Reserva stammt von den besten, über 40 Jahre alten Weinbergen in Villalba, Briones und Torremontalbo. Die kalk- und tonhaltigen Böden und das kühle Klima verleihen dem Wein Eleganz und Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée wird von Tempranillo dominiert, ergänzt um Graciano und Mazuelo. Nach manueller Lese gelangt das Lesegut per Schwerkraft in französische und amerikanische Eichenfässer, wo der Wein zwei Jahre reift, gefolgt von drei Jahren Flaschenreife (Gran Reserva).

Im Glas

Frisches Kirschrot. Das komplexe Bukett vereint reife Fruchtaromen mit Lakritz, klaren Gewürznoten, balsamischen Nuancen und Karamell. Am Gaumen elegant, mit perfekt integrierten Tanninen und großer Harmonie. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Bereits trinkreif, mit weiterem Reifepotenzial.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Villalba, Briones, Torremontalbo, Rioja Alta (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Gran Reserva
Ausbau: Tempranillo/Graciano/Mazuelo, 2 Jahre französische/amerikanische Eiche, 3 Jahre Flaschenreife

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Australien

Noon Eclipse 2015

Rotwein · McLaren Vale · Grenache-Cuvée

90 % Grenache · 3 % Shiraz · 7 % Graciano McLaren Vale Eclipse alte Buschreben (1934/1943) Drew Noon MW 18 Monate Holz 2015

Der Noon Eclipse 2015 ist ein kultiger, old-school gemachter Grenache-Blend von uralten Buschreben aus McLaren Vale – vollmundig und konzentriert, dabei von bemerkenswerter Zurückhaltung und Balance, mit festen Tanninen und einem autoritativen Finale.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller. Zu jeder Ernte gibt Drew klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat.

Der Eclipse ist die Grenache-dominierte Cuvée des Guts, im Geist der großen Châteauneuf-du-Pape gemacht. Die Trauben des 2015ers stammen von den estate-eigenen Blocks Winery Block, Almond Block und BJ's Block in McLaren Vale, von uralten, wurzelechten Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934 und 1943), ergänzt um etwas Shiraz und Graciano.

Jahrgang 2015 – McLaren Vale

Drew Noon zum 2015er: „Der diesjährige Eclipse stammt aus 90 % Grenache, 3 % Shiraz und 7 % Graciano, allesamt in McLaren Vale auf dem Winery Block, Almond Block und BJ's Block gewachsen. Er hat ein wunderbares Aroma, das parfümierte Frucht und erdige Noten auf geradezu fesselnde Weise verbindet. Am Gaumen schmeckt der Wein sehr vollmundig und konzentriert – und besitzt dennoch bemerkenswerte Zurückhaltung und Balance. Feste Tannine sorgen für ein autoritatives Finale. Wir finden, der Geschmackseindruck ähnelt dem ersten Satz von Beethovens 5. Sinfonie – ziemlich dramatisch!" (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 90 % Grenache, 3 % Shiraz und 7 % Graciano, Jahrgang 2015, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Pressung von Hand in kleinen Korbpressen. Reife über rund 18 Monate in kleinen französischen und amerikanischen Fässern sowie großen Holzgebinden (Demi-muid, Foudre) – fast ausschließlich gebrauchtes Holz, nur ein kleiner Anteil neue Eiche für den Shiraz-Teil. Minimal-invasiv ausgebaut.

Im Glas

Ein wunderbares Aroma, das parfümierte rote Frucht und erdige Noten auf fesselnde Weise verbindet. Am Gaumen sehr vollmundig und konzentriert, zugleich von bemerkenswerter Zurückhaltung und Balance; feste, reife Tannine sorgen für ein autoritatives, langes Finale.

Ähnlich dem ersten Satz von Beethovens 5. Sinfonie – ziemlich dramatisch!

Schon jetzt mit kräftigem Essen ein Genuss, lässt sich aber gut bis zu zehn Jahre lagern; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftig gewürzten Gerichten, zur Ente und zu Wild, zu geschmortem rotem Fleisch und reich gewürzten Casseroles sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: McLaren Vale (South Australia, Australien); Winery Block, Almond Block, BJ's Block; wurzelechte Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934/1943), Trockenanbau
Klassifikation: McLaren Vale, Grenache-Cuvée (Eclipse), trocken
Ausbau: 90 % Grenache, 3 % Shiraz, 7 % Graciano; ~18 Monate in überwiegend gebrauchtem Holz (Barrique/Demi-muid/Foudre)

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Weine

Domaine Bretaudeau Ornate Merlot 2023 BIO

Rotwein · Loire · Merlot

Merlot Loire (Vin de France) Granit- & Quarzböden 2023 · Bio (FR-BIO-01) 14 Monate Holzfass & Tank

Der Ornaté Merlot 2023 Bio der Domaine Bretaudeau zeigt, dass großer Merlot nicht nur aus Pomerol oder Übersee kommt. An der Loire erzeugt Jérôme Bretaudeau aus dieser Sorte einen ausdrucksstarken, lagerfähigen und vielschichtigen Rotwein – biodynamisch, von Granit- und Quarzböden.


Loire – Merlot auf Granit und Quarz

Der Ornaté Rouge wächst an der Loire auf einer seltenen Bodenkombination aus Granit sowie weißem und rosafarbenem Quarz. Diese Böden geben dem Wein seine Energie und innere Spannung sowie die markante, granitische Mineralität.

Jérôme Bretaudeau arbeitet konsequent biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01). Merlot ist an der Loire ungewöhnlich – der Wein wird daher als Vin de France geführt.

Jahrgang 2023 – Loire

2023 brachte an der Loire einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein feuchteres Frühjahr sorgte für vitale Reben, ein trockener, sonniger Sommer für reife Trauben.

Für die roten Weine steht 2023 für reife Frucht bei tragender Säure – eine gute Grundlage für die Frische und Spannung dieses Merlots.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Merlot aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Die Trauben werden vollständig entrappt und zwölf Tage auf der Maische vergoren. Anschließend reift der Wein vierzehn Monate in großen Holzfässern und Edelstahltanks – ein Ausbau, der Frucht und Mineralität in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase rote Früchte wie Kirsche, Himbeere und Preiselbeere, dazu feine Noten von Lorbeer und Kräutern. Am Gaumen geschmeidig und elegant, mit feiner Textur, sehr guter Länge und einer markanten, granitischen Mineralität.

Kirsche, Himbeere und Lorbeer über einer markanten, granitischen Mineralität – ein Loire-Merlot von Eleganz und Spannung.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Schweinebraten, gegrilltes Fleisch, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Loire; Granit-, Weiß- und Rosaquarzböden
Klassifikation: Vin de France (Loire); Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Merlot; 12 Tage Maischegärung, 14 Monate Holzfass & Edelstahl

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Weine

Weinreich Rosengarten Riesling 2021 BIO

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Rosengarten Riesling 2021 ist ein biozertifizierter Lagen-Riesling aus der Bechtheimer Einzellage Rosengarten. Auf Lösslehm und Kalkgestein gewachsen, zeigt er reiche Fruchtaromen, mineralische Tiefe und eine konzentrierte, lang am Gaumen spürbare Art – die klare Handschrift einer der besten Bechtheimer Lagen.


Rheinhessen / Bechtheimer Rosengarten

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, dem Süden Rheinhessens. Die Einzellage Rosengarten wurde bereits um 1500 als „ym roß garten" urkundlich erwähnt. Ihre Böden aus Lösslehm und Kalkgestein bringen Weine hervor, die reich an Fruchtaromen, konzentriert und lange am Gaumen spürbar sind. Das Gut arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling, von Hand gelesen. Die Vergärung erfolgt überwiegend spontan mit weinbergseigenen Hefen, ohne Schönungsmittel – eine natürliche Arbeitsweise, die Boden und Herkunft in den Vordergrund stellt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis sattes Gelb. In der Nase reife Frucht – Apfel, Pfirsich und Zitrus – mit klaren mineralischen Noten. Am Gaumen konzentriert und vielschichtig, getragen von der Kalkstein-geprägten Mineralität und einer animierenden, präzisen Säure; langer, nachhaltiger Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und der feinen Küche.


Lage: Rheinhessen, Einzellage Bechtheimer Rosengarten (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: Handlese, überwiegend Spontangärung; Böden aus Lösslehm und Kalkgestein
Jahrgang: 2021

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