Cristina Calvache: Von einer, die auszog, den Berg zu verstehen

Cristina Calvache: Von einer, die auszog, den Berg zu verstehen

Kein Mensch würde hier nach Weinbergen suchen! Als ich mich auf den Beifahrersitz des roten Suzuki mit dem klapprigen Innendesign wuchtete, meinte Cristina nur: „Na, dann wollen wir mal!“ Was folgte, war eine Tour, die durch ein spektakuläres Nichts führte: erst einmal an einem ausgetrockneten Flussbett entlang, dann durch eine Engstelle, die Wind und Regen zu einer bizarren Felsformationen verformten. Dann ging es hoch, denn Alboloduy liegt auf gerade einmal vierhundert Metern über Meeresniveau, ein verschlafenes Dorf mit mehr Bars als Einwohnern in arbeitsfähigem Alter.

Auf dem Weg nach oben, das Ziel trägt den Namen Montenovo, überwältigt einen der Ausblick: man kann bis nach Almería sehen, das Meer erahnen, alle Berge und Hänge, vom Wind säuberlichst gereinigt, blitzen im gleißenden Licht, mitten im Juni. Man trifft auf Schiefer und Quarzit, auch auf reinen Quarz, dann wieder auf ganz anderen Schiefer, eher rötlich, mit mehr Eisen versetzt; dann kommt wieder ganz anderer Schiefer – man könnte Tage mit Gesteinsuntersuchungen verbringen. Menschen würden einen dabei wohl eher nicht stören, denn während der gesamten drei Stunden, die diese Tour verschlang, trafen wir nicht einen Menschen, begegneten nicht einem Auto, nicht einmal Fuchs oder Hase wollten quatschen!

Das einzige, das wir zunächst einmal nicht fanden, waren Weinberge, dafür Kurven und noch mehr Kurven, steile Abhänge; es war durchaus beruhigend, zu wissen, dass die Fahrerin des roten, leicht klapprigen Suzuki mit dem Terrain vertraut ist. Irgendwann, ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, sahen wir den ersten Weinberg, am Steilhang, knapp hundert Meter über der Straße gelegen. „Da holen wir auch Trauben“, meinte Cristina, „die Parzelle ist aber eher langweilig!“ Also weiter! Noch einmal siebenhundert Kurven, noch einmal hundert Meter gen Himmel und dann: scharf den Hang hinab, so steil hinab, dass sich der olle Ford Focus wohl geweigert hätte. Aber auch Cristina wurde es am Ende etwas bammelig, es sei immer so kompliziert, dort unten zu wenden, außerdem sei der Weg etwas rutschig. Wir erledigten den Rest zu Fuß.

Endlich angekommen standen wir in einem in fünf Teile aufgefächerten Weinberg: alles Jaén blanca, eine klassische, ach, was sage ich, die klassische Rebsorte der Region. Vor hunderten von Jahren stand sie hier an allen Ecken und Enden. Heute sind fast alle noch verbliebenen Parzellen in der Hand von Cristina Calvache, ein paar Weinbauern sträuben sich noch, nicht zuletzt aus Neid, weil man der Bodega den Erfolg nicht gönnt.

Die Parzelle, in der wir herumlatschten, ist in perfektem Zustand. Der Eigentümer ist frühverrentet, für ihn ist es sein aktueller Lebenstraum. Wie lange das noch geht, ist eine gute Frage. Aber für danach ist vorgesorgt: wie bei fast allen Parzellen, die Cristina nicht gehören, hat sie ein Erstzugriffsrecht. Wie groß die Parzelle wirklich ist, weiß sie nicht, etwa fünftausend Kilo könne man dort einsammeln, wenn, ja wenn es sich um ein gutes Jahr handelt. Aus der Entfernung grob geschätzt könnten es knapp drei Hektar sein. Fünftausend Kilo, dreißig Minuten Gekurve, hoch oben auf dem Berg, in Montenovo, man muss schon ganz schön balla-balla sein, um das zu bewerkstelligen.

Cristina Calvache ist nicht balla-balla, sie hat das mit dem Jaén blanca quasi gleich nach der Muttermilch aufgesogen; ihr Großvater hat die Gründung der Bodega noch miterlebt, auch die ersten Erfolge seiner Enkelin, ihr Vater hat sich lange um den Vertrieb gekümmert, er starb vor wenigen Jahren. Nun ist das alles ihr Geschäft.

Nachdem wir all dies in Augenschein genommen und uns erfolgreich zum Auto hochgehangelt hatten, meinte Cristina, lächelnd: „Wenn wir schon einmal da sind, könnten wir uns eigentlich auch die Experimentalanlage ansehen, die mein Vater angelegt hat.“ Meine Kehle hätte nichts gegen eine Flasche Survivalmineralwasser gehabt, aber dann halt nicht. Stattdessen Experimentalweinberg!

Und so kurvten wir hinauf im Sauseschritt, vorbei an einem Weinberg, der auch der Familie Calvache gehört, besser gesagt einem Freund von Cristinas Vater. Dann irgendwann, Zeit spielt in diesen Sphären und Atmosphären nur bedingt eine Rolle, erreichten wir den Punkt elfhundert dreiundsechzig. Dort beginnt ein Weinberg, nicht viel mehr als anderthalb Hektar groß, in dem Chardonnay steht; dazu je drei Zeilen Gewürztraminer und Riesling. Einfach mal zum Ausprobieren! Und was macht man mit so was? Nun – Schaumwein!!! Zumindest in Spanien gibt es wohl keinen anderen Schäumli, der auf dieser Höhe entsteht. Natürlich kommt da auch etwas Jaén blanca drin vor, das Grundgerüst indes gibt der Chardonnay. Klar, man könnte auch einen Gebirgschardonnay keltern, aber das mit dem Schaum gefällt dem Bären gar sehr! Natürlich Brut Nature – der Schaumwein, nicht der Bär!

Ein kleines Randlagenintermezzo: nach so viel Bergtour kam mir ein kleiner Ausflug zu einer nahe einer geteerten Straße liegenden Parzelle schon fast wie ein Erholungsurlaub vor. Wir fuhren am Osthang der Sierra Nevada hoch gen einen Ort, der sich Nacimiento nennt, der Teil, in dem sich der Weinberg befindet, heißt Campillo, die Reben stehen auf etwa neunhundert Meter über Meeresniveau, Tiefland also. Ganz schwach nimmt man das intensive Schweigen wahr, welches die Autobahn verursacht, die Almería mit Madrid verbindet, ansonsten passiert da nicht wirklich viel. Hier beackert Cristina fünf Hektar, der Großteil ist gepachtet, mit Vorkaufsrecht. In dieser Ecke wechseln sich Schiefer und Quarzite ab, eine Hangneigung ist sichtbar, aber nur bedingt spürbar. Die Oberfläche besteht aus lehmhaltigem Schwemmland, es gibt viele Steine; das spärliche Regenwasser kann ganz gut gehalten werden. Die Syrah-Stöcke sind etwa fünfzehn Jahre alt, der Tempranillo ist etwas älter, teilweise Kopfschnitt, teilweise Drahtrahmen.

Natürlich könnte man hier noch mehr Rebland anlegen oder dem komplett unfähigen oder desinteressierten Weinbauern in der Nachbarschaft seine Parzellen abschwätzen (Geld sollte man dafür nicht unbedingt ausgeben). Aber für den Moment sind genug Trauben vorhanden.

So, und jetzt mal ganz schnell gaaaanz viel Luft in den Rachen schieben, denn das eigentlich Spannende kommt ja erst noch. Aus technischen Gründen lagen zwischen dem ersten und dem zweiten Besuch ein paar Wochen.

Wie in Spananien üblich, trafen wir uns am Späti, sorry, an der Tankstelle. Und zwar in Alhama (al-Hama = das Bad, im Sinne von Heilbad) de Almería. Ein halbwegs modernes Dorf, das neben einer Tankstelle auch noch einen Bäcker, einen Metzger sowie siebenundzwanzig Bars hat. Wir losten, welches Auto schlechter für die Bergtour geeignet sei; mit der Präzision eines Cristiano Messi gewann der olle Ford Focus und suchte sich einen gemütlichen Platz im Schatten. Der rote Suzuki mit dem klapprigen Innendesign musste den Berg hoch.

Berg hoch, das bedeutet in diesem Fall hoch in die Sierra de Gádor, ein Anhängsel der Sierra Nevada, weit im Südosten von al-Andalus gelegen. Dort gibt es ungefähr dreiundsiebzig Treptakrillionen Hektar Land, aber nur etwa derer sieben sind mit Reben bestockt. Und alle sieben stehen stramm, sobald der rote Suzuki mit der wackeligen Klimaregulierung um die Ecke rauscht. Man braucht etwa zehn Minuten auf geteertem Terrain und dann noch einmal eine halbe Stunde auf holprigem Geläuf. Auf dem Weg gen Gipfel trafen wir ein Schaf, eine Kuh, und ein etwas zu schnelles Auto der Guardia Civil (¿Schäferstündchen?) Dieses Auto sollte uns noch beschäftigen… Endlich oben angelangt blickte der Bär auf so etwas wie ein Weinparadies: Finca Calabrial – klein, aber wirklich fein! Keine fünf Hektar, alles nahe beisammen. Drei Rebsorten – und eine vierte im Kopf. Denn da ist noch eine Parzelle frei, auf genau eintausend-dreihundert und neunundvierzig Meter über Meeresniveau. So die Worte des Bären Gehör finden, wird da alsbald Cabernet Franc gepflanzt.

Die anderen drei Rebsorten haben es in sich. Zum einen ist da Jaén blanca, endlich einmal mit Säure. Cristina will erst einmal Rotwein auf dem internationalen Markt verkaufen, der Bär indes denkt gerne über Dinge nach, die mehr Zeit als nur drei Wochen benötigen. Ein Zementei mit Jaén blanca aus dieser Parzelle hat sich in meinem Hirn fest eingenistet.

Und dann kommen da zwei ganz großartige Weine. Es gibt (fast) nichts schöneres als durch einen Weinberg zu laufen und sich den zukünftigen Wein im Kopf schon einmal zurechtzutrinken. Der Tempranillo, natürlich wird das ein sortenreiner Tempranillo, und er wird es mit fast allen Tempranillos der spanischen Weinwelt aufnehmen können (Who the hell is Pingus?):

Dreizehnhundert und noch was Meter, Bruchstein, knappe Krume, nach Osten abfallende Parzelle, leicht lehmiger Boden, extrem lockere Trauben, kleine Beeren. Was, verdammt noch mal, will man mehr? Etwa zweitausend Kilo, die Hälfte davon geht an den Eigentümer der Parzelle. Aktuell also drei Barricas, aber vielleicht kann man mit dem Eigentümer ja einen Deal abschließen…. Mehr Eleganz geht nicht, Cristina muss das nur noch umsetzen.

Daneben steht der Cabernet SauvigDOCH! Aktuell gibt es diesen Wein in leichtem Verschnitt mit einer anderen Cabernet-Parzelle, ab Jahrgang zwanzig siebzehn wird das ein sortenreiner Lagengebirgswein sein. Klingt nach mindestens dreihundert Euro, wird aber deutlich günstiger zu erhalten sein.

Auf dem Weg zurück in die Zivilisation trafen wir die Guardia Civil, mit einem Reifenschaden im Graben liegend. Leider konnten wir nicht helfen, da rote Suzukis mit klapprigem Innendesign nun einmal nicht mit einer Kolbenrückholfeder im Kofferraum ausgeliefert werden. Aber zehn Minuten später kam uns ein Guardia Civil-Kastenwagen entgegen, hupend und blinkend in einer Gegend, in der es nicht einmal Fuchs und Hase gibt. Text: El oso alemán

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Feinkost

Finca La Rosala Marcona Mandeln mit Trüffel

Feinkost · Mandeln · Spanien

Finca La Rosala Marcona Mandeln mit Trüffel sind handgeröstete spanische Marcona-Mandeln, mit Rohrzucker karamellisiert und mit schwarzem Sommertrüffel verfeinert – ein edler Knabberspaß aus einer kleinen Familienmanufaktur.


Herkunft

Finca La Rosala ist eine Familienmanufaktur in Calzada de Calatrava (Castilla-La Mancha) in Zentralspanien. Der Betrieb röstet seine Nüsse von Hand in Holzöfen und führt eine Rösttradition fort, die bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreicht. Die Marcona-Mandel gilt als eine der feinsten Mandelsorten Spaniens.

Zutaten und Herstellung

Blanchierte Marcona-Mandeln werden von Hand geröstet und mit Rohrzucker karamellisiert. Verfeinert wird mit schwarzem Sommertrüffel (Tuber aestivum) und Trüffelaroma, abgerundet von etwas Salz und mildem La-Vera-Paprika.

Geschmack

Knackige, zugleich zart-cremige Mandeltextur mit feiner Karamellsüße. Darüber das erdig-würzige Aroma des Trüffels und eine dezent salzige Note – süß-salzig und aromatisch.

Zum Genießen

Pur als Snack zu Wein, Sekt, Gin Tonic oder Bier. Ebenso zu Tapas, Ibérico-Schinken, Pasteten oder gereiftem Käse.

Passt zu: Ibérico-Schinken, gereiftem Käse, Tapas und einem Glas Wein.


Hersteller: Finca La Rosala (Calzada de Calatrava, Spanien)
Produkt: geröstete Marcona-Mandeln
Sorte: Marcona-Mandeln mit Trüffel
Herkunft: Spanien (Castilla-La Mancha)
Verarbeitung: von Hand in Holzöfen geröstet, karamellisiert, mit Sommertrüffel verfeinert
Mindesthaltbarkeit (MHD): 09.2027

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Spanien

Real Agrado Rioja tinto 12er Set

Wein · Rotwein · Rioja · Spanien

Real Agrado Rioja Tinto wurde aus Garnacha und Tempranillo gekeltert. Das feine Fruchtaroma von roten Beeren ist gut schmeckbar und gibt dem Wein eine intensive Struktur – erdig, würzig, frisch und aromatisch. Hier im günstigen 12er-Vorteilspaket.


Rioja

Der Wein stammt aus der Rioja, einer der renommiertesten Weinregionen Spaniens. Erzeuger ist Viñedos de Alfaro im östlichen Teil der Rioja. Tempranillo und Garnacha sind die klassischen Rotweinsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Garnacha und Tempranillo. Garnacha bringt reife rote Frucht und Wärme, Tempranillo Struktur und Würze. Der fruchtbetonte Ausbau bewahrt die frische, aromatische Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Rubinrot. In der Nase feine rote Beerenfrucht mit erdig-würzigen Anklängen. Am Gaumen frisch und aromatisch, mit roter Frucht, intensiver Struktur, milden Tanninen und rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein vielseitiger, unkomplizierter Essensbegleiter und idealer Schoppenwein.

Passt zu: Tapas, gegrilltem Fleisch, Pasta, Eintöpfen und mittelreifem Käse.


Lage: Rioja (Spanien); Viñedos de Alfaro
Klassifikation: Rioja – Cuvée aus Garnacha & Tempranillo, trocken
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau
Gebinde: 12er-Paket (12 Flaschen à 0,75 Liter)

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 12er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (12 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.

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Rebsorten

Etienne Sauzet Puligny Montrachet La Garenne 1er Cru 2024

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay La Garenne · 1er Cru Puligny-Montrachet (Blagny) Sauzet-Parzelle 0,99 ha (1989) 2024 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet La Garenne 1er Cru 2024 der Domaine Etienne Sauzet ist ein delikater, kühler und knisternder Chardonnay mit begeisterndem Finish. Im kühlen Jahrgang 2024 zeigt er sich besonders präzise, steinig und frisch. Die Domaine bepflanzte hier 1989 ein 0,99 Hektar großes Teilstück.


La Garenne – Premier Cru in der Blagny-Zone

Mit 10 Hektar ist La Garenne einer der größten Premier Crus in der Blagny-Zone von Puligny-Montrachet. Der Weinberg liegt an einem ostwärts gerichteten Hang, etwas südwestlich des Weilers Blagny; im Westen grenzt die Gemeinde Saint-Aubin an. Nicht zu verwechseln mit dem Clos de la Garenne, einem kleinen ummauerten Abschnitt rund 500 Meter östlich.

Die kühlere Höhenlage bringt äußerst präzise, steinige und geradlinige Chardonnays hervor. Die Familie Sauzet bepflanzte hier 1989 eine 0,99 Hektar große Parzelle. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter, ein früher Austrieb, dann ein feucht-kühles Frühjahr mit Frostnächten, regionalem Hagel und hohem Krankheitsdruck. Die Blüte verlief uneinheitlich; erst der stabilere, trockenere Sommer brachte eine langsame Reife, bevor sich zur Lese eine freundlichere Wetterphase einstellte.

Die Lese begann spät, mit strenger Selektion; die Erträge waren teils um bis zu 60 % reduziert. Bei moderaten Mostgewichten entstanden balancierte, leichtere Weine. Die Weißweine 2024 wirken klar, fein strukturiert und von pikanter Frische, mit präziser Linie und kühler Eleganz – ideal zur knackigen, steinigen Art von La Garenne.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Delikat, kühl und knisternd: Zitrus und weiße Blüten treffen auf steinige Mineralität. Am Gaumen präzise und geradlinig, im kühlen 2024er mit besonders klarer Säure und einem begeisternden, langen Finish.

Kühl, knisternd und steinig – ein präziser, geradliniger Puligny mit begeisterndem Finish.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Die steinige Frische passt besonders zu Schalentieren.


Lage: La Garenne (1er Cru), Puligny-Montrachet (Blagny-Zone, Côte de Beaune); Ostlage, kühl, kalksteinreich; Sauzet 0,99 ha (1989), 10 ha gesamt
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Länder/Regionen

Le Moine Bâtard Montrachet Grand Cru 2022

Weißwein · Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Bâtard-Montrachet Grand Cru Côte de Beaune Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Bâtard-Montrachet Grand Cru 2022 ist eines der weißen Aushängeschilder des Beauner Micro-Négoce – ein dichter, texturreicher Chardonnay aus einem der größten Weißwein-Terroirs der Welt. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Bâtard-Montrachet – Grand Cru am Fuß des Montrachet

Bâtard-Montrachet ist eine als Grand Cru eingestufte Weißwein-Lage an der Côte de Beaune, auf den Gemeinden Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet gelegen. Auf rund 11,9 Hektar, in 230 bis 265 Metern Höhe und südöstlicher Ausrichtung, grenzt sie westlich an den legendären Montrachet, nördlich an Bienvenues-Bâtard-Montrachet und südlich an Criots-Bâtard-Montrachet. Am Fuß des Montrachet-Hangs sind die Böden tiefgründiger und reich an braunem Kalkmergel mit etwas kalkhaltigem Ton – das gibt den Weinen Fülle und Dichte, die in den besten Beispielen von Finesse und Mineralität gebändigt wird.

Bei Lucien Le Moine zählt der Bâtard zu den großen weißen Cuvées: Mounir Saoumas Ausbau betont Textur und Gewicht, ohne Klarheit und Präzision zu verlieren – auf einer Lage wie Bâtard ein Geniestreich.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. In einem Grand Cru wie Bâtard-Montrachet ergibt das einen dichten, vielschichtigen Chardonnay mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im generösen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Bâtard-Montrachet Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der Most kommt unmittelbar nach der Pressung von einem ausgesuchten Erzeuger ins Fass und wird lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom tiefgründigen Kalkmergel am Fuß des Montrachet-Hangs lebt dieser Grand Cru: ein vollmundiger, dichter Chardonnay mit reifer gelber Frucht und feinen Zitrusnoten, dazu eine kalkig-mineralische Würze. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz schenken eine cremige, vielschichtige Textur und einen Hauch nussiger Röstwürze. Am Gaumen kraftvoll und zugleich präzise, getragen von salziger Mineralität und feiner Säure, die der Fülle Spannung und Länge verleiht.

Vollmundig und cremig, doch präzise – reife gelbe Frucht, kalkige Mineralität und salzige Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Bâtard-Montrachet Grand Cru, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); Puligny-/Chassagne-Montrachet, ~11,9 ha, 230–265 m, südöstliche Ausrichtung; tiefgründiger brauner Kalkmergel
Klassifikation: Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Portugal

Quinta do Noval Vintage Port 2018

Wein · Portwein · Douro · Portugal

Quinta do Noval Vintage Port 2018 wird nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt – nur sehr gute Jahre werden als Vintage deklariert. Die Trauben stammen aus einem einzigen Jahrgang; der Wein reift über Jahre bis Jahrzehnte auf der Flasche zu einem samtigen, dichten Port mit delikater, reiner und sehr ausdrucksstarker Frucht.


Douro

Quinta do Noval ist eines der traditionsreichsten und angesehensten Portweinhäuser im Douro-Tal – einer der ältesten geschützten Weinbauregionen der Welt. Auf den kargen Schieferterrassen gedeihen die autochthonen Rebsorten für diesen aufgespriteten Süßwein. Der Vintage Port ist die anspruchsvollste Kategorie und wird nur in herausragenden Jahrgängen deklariert.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Touriga Franca, Tinta Roriz und Tinta Barroca (u. a.) eines einzigen Jahrgangs. Die Gärung wird durch Zugabe von Weinbrand gestoppt, wodurch die natürliche Restsüße erhalten bleibt. Nach kurzer Fassreife wird der Vintage früh in die Flasche gefüllt und reift dort über viele Jahre weiter – Geduld wird mit großer Komplexität belohnt.

Im Glas

Tiefes, dichtes Purpurrot. In der Nase delikate, reine Frucht mit Aromen von Zimt, Honig und Nelke. Am Gaumen süß, samtig und dicht, mit feiner fruchtiger Süße, konzentrierter Beerenfrucht, fein eingebundenen Tanninen und sehr langem Abgang. Großes Reifepotenzial.

Zum Genießen

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren – als Dessert- oder Meditationswein.

Passt zu: Schokoladen- und Nussdesserts, kräftigem Blauschimmelkäse, Trockenfrüchten – oder solo zum Ausklang eines Abends.


Lage: D.O.C. Douro / Porto (Portugal); Quinta do Noval
Klassifikation: Vintage Port – aufgespriteter Süßwein, Cuvée aus Touriga Franca, Tinta Roriz & Tinta Barroca u. a.
Ausbau: kurze Fassreife, anschließend lange Flaschenreife (deklarierter Vintage)
Jahrgang: 2018

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Rebsorten

Josef Dockner Grüner Veltliner 1,00 Liter

Wein · Weißwein · Niederösterreich · Österreich

Josef Dockner Grüner Veltliner in der praktischen 1-Liter-Flasche ist ein typischer Grüner Veltliner aus Niederösterreich, Österreichs größtem Weinbaugebiet. Duftig und fruchtig in der Nase, am Gaumen leicht pfeffrig und zart würzig – ein unkomplizierter Wein für jeden Tag.


Niederösterreich / Kremstal

Der Winzerhof Familie Dockner liegt in Theiß im Kremstal (Niederösterreich). Die wärmespeichernden Lössböden der Region bringen fruchtbetonte, saftige Weißweine hervor. Grüner Veltliner ist die Leitsorte Österreichs und steht für klare Frucht mit feinem Pfefferl.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grünem Veltliner. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont im Edelstahltank, um Frische und sortentypische Würze zu bewahren. Abgefüllt in der praktischen 1-Liter-Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase duftig und fruchtig, mit grünem Apfel und Zitrusnoten. Am Gaumen saftig, leicht pfeffrig und zart würzig, mit klarer Frische und unkompliziertem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als süffiger Alltagswein, zur Jause oder zum Essen.

Passt zu: Schnitzel, Geflügel, Fisch, Gemüsegerichten und leichter Küche.


Lage: Niederösterreich (Kremstal, Theiß); Winzerhof Familie Dockner
Klassifikation: Niederösterreich – 100 % Grüner Veltliner, trocken
Ausbau: Edelstahltank (fruchtbewahrend)
Füllmenge: 1,0 Liter

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Spirituosen

Faude feine Brände Rote Bete Geist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Rote-Bete-Geist ist ein ungewöhnlicher Gemüse-Geist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus feldfrischer junger Roter Bete – „ländlich exotisch", mit kräftigem Auftritt, erdiger Note und leichter Süße im Abgang.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden), bekannt für sortenreine, handwerkliche Edeldestillate. Die feldfrische junge Rote Bete stammt von einem Landwirt aus Bötzingen – regional und tagesfrisch verarbeitet.

Mazeration und Destillation

Da die Rote Bete zu wenig Zucker für eine vergärbare Maische liefert, entsteht ein Geist: Das Gemüse wird in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, klarsten Aromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase erdig und würzig, mit dem typischen Charakter frischer Roter Bete. Am Gaumen kräftig und intensiv, mit einer fein süßlichen Note im Abgang – ein ausdrucksstarkes, ungewohnt erdiges Aroma.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas oder als außergewöhnliche, erdig-würzige Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Rote-Bete-Geist (Gemüse-Geist), Rote Bete aus Bötzingen
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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Rebsorten

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2022

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhofberger Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2022 8,50 % vol

Der Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2022 stammt aus der berühmtesten Lage der Saar – ein Musterbeispiel für filigranen Saar-Kabinett: fruchtsüß, rassig und von enormer Langlebigkeit. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Scharzhofberger – die legendäre Lage der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhofberg bei Wiltingen ist die berühmteste Einzellage der Saar – so renommiert, dass die Weine, wie ein Grand Cru im Burgund, allein mit dem Lagennamen etikettiert werden. Egon Müller ist mit über acht Hektar im Kernstück größter Eigentümer und bewirtschaftet hier mehr als drei Hektar wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben. Die steilen, stark verwitterten blauen Devonschieferböden speichern die Wärme des Tages und geben sie langsam wieder ab – in Verbindung mit dem kühlen Saar-Klima entstehen Weine von außergewöhnlicher Spannung, filigraner Struktur und enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2022 – Saar

2022 war an der Saar ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der durch ausreichende Niederschläge zur richtigen Zeit balanciert wurde. Es entstanden reife, dennoch klar konturierte Rieslinge. Gerade im Kabinett-Bereich – dem filigransten Prädikat – zeigt der Scharzhofberger die typische Spannung zwischen reifer Frucht, dezenter Süße und rassiger Mineralität, getragen vom kühlen Klima und dem Schiefer der Lage.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2022, Prädikat Kabinett, fruchtsüß, 8,50 % vol.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dicht, cremig und saftig: Weinbergspfirsich und Passionsfrucht treffen auf weiße Blüten, Zitrus und feinste Kräuter- und Mineralnoten. Am Gaumen filigran und vielschichtig, mit einer dezenten Süße, die von enorm lebhafter, rassiger Säure balanciert wird – er wirkt nie leicht und schon gar nicht schwer, sondern tanzt mit müheloser Eleganz über die Zunge.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das verspielte, sehr lange Finale verweist auf die große Langlebigkeit; schon jung ein Genuss, doch wahre Größe entfaltet der Wein erst nach vielen Jahren Kellerreife. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Scharzhofberger, Wiltingen an der Saar (Deutschland); steile Südlage, stark verwitterter blauer Devonschiefer, über 100 J. alte wurzelechte Reben
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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