Ich mach dann mal ein Fass!

Ich mach dann mal ein Fass!

Es gibt Dinge, die es so wohl nur in Spanien gibt. Eine dieser wunderlichen Begebenheiten hat mit Weinbau zu tun. Nun will ich nicht brummen, dass es so etwas in anderen Ländern nie und nimmer geben würde, in der Art und Weise, wie da Schauspiel durchgezogen wird, und auch in seiner Häufigkeit ist es jedoch einmalig.

Überall auf der Welt gibt es Weinmacher, die in ihrer Region Wein machen. Es gibt auch jene, die gen andere Regionen zogen, um dort Wein zu keltern. So weit so normal. In Spanien indes gibt es noch einer andere Spezie: Weinmacherinnen und Weinmacher, denen eine Region so gefällt, dass sie dort mal eben einen Wein keltern. In der Regel ist das genau ein Fass. Die kommen dann etwa aus Zentralkastilien, um in der Sierra de Salamanca einen Wein zu keltern. Oder aus Galicien, um in Arribes del Duero ein Fass zu füllen. Einfach mal so. Und zwar nicht zum Selbersaufen, sondern, um den Inhalt dann auch noch zu verkaufen.

Natürlich haben diese Projekte in der Regel keinen ordentlichen Hintergrund. Da sind keine Weinberge, deren Terroir interpretiert werden soll, da macht sich niemand die Mühe, sich erst einmal grundlegend mit der Region auseinanderzusetzen. Nein, man schnappt sich hier und dort ein paar Trauben und keltert munter drauf los.

Oftmals geschieht dies in Weinbauregionen mit Potential, aber ohne wirklichen Markt. Etwa, weil es zu schwierig sei, Weine von dort vernünftig zu verkaufen. Oder weil man sich einfach die ganze Arbeit nicht machen will. Es ist ja so viel einfacher, mal eben ein Fass hinzuklecksen. Und dann glauben diese Leute oftmals auch noch, dass sie der Region etwas Gutes tun würden, dass sie diese quasi mit einem guten Aushängeschild beschenken würden. Hingekleckste Fässer aus der Rioja oder aus Ribera del Duero sind eher weniger bekannt, da steckt dann schon meist ein echtes Projekt dahinter, oder aber eine so große Menge, dass man ohne rot anzulaufen von einer Auftragsfüllung reden kann.

Meist verschwinden diese Weine nach zwei oder drei Jahrgängen wieder. In Arribes del Duero gab es in den letzten zehn Jahren mindestens ein Dutzend solcher Projekte. Einige erzeugten einen kleinen Hype, die meisten indes nur diffusen Nebel. Ähnlich in der Sierra de Salamanca. Dort gab es dann Spezialweine, ohne Schwefelzusatz oder andere Arten von besonderem Ausbau. Wenn das dann klappt, dann sagen diese Leute: „Seht her, was in dieser Region so alles möglich ist! Sogar schwefelfreie Top-Elixiere.“ Mit Verlaub, das ist Kwark. Denn das einzige, was man gezeigt hat, ist, dass es möglich ist, ein Fass solch eines Weines zu machen. Vielleicht sogar zwei. Mehr nicht.

Dass an diesen Weinen keine ökonomischen Zwänge knabbern, erwähnt niemand. Denn von diesen Weinen müssen die Experimentalwinzerinnen und -winzer ja in der Regel nicht leben. In ihrer eigenen Region, dort, wo das Geld zum Leben erwirtschaftet wird, macht man das indes nicht. Nein, da braucht es dann schon ein paar tausend Flaschen eines Weine, damit das alles ökonomisch sinnstiftend sei. Aha!

Nun sind diese Zeitgenossinnen und Zeitgenossen zwar ärgerlich, weil sie sich eben nicht an der Entwicklung einer Region beteiligen. Dreist hingegen sind jene, die bei Weingütern anrufen, um zu fragen, ob sie sich in deren Barriquekeller ein Fass oder auch zwei auswählen dürfen, um den Wein dann unter dem eigenen Namen zu vertreiben. Dieser Unsinn hatte seinen Anfang zwar in al-Andalus, er nannte und nennt sich Equipo Navazos, inzwischen hat er sich jedoch bis in die kastilische Ebene verirrt. Weinmacher der Rioja rufen in Zamora an, um sich ein Ei aus dem Nest zu holen. Seriöse Bodegas machen so einen Unsinn natürlich nicht mit, jene, die finanziell etwas schwächer aufgestellt sind, geraten da schon einmal in Versuchung.

Auch das lässt sich natürlich noch steigern, Spanier sind da durchaus erfinderisch. Da tauchen dann wie aus dem Nichts Weingüter auf, die angeblich Spezialisten für alles und jedes sind, Experten der Terroirinterpretation, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben. Majuelos de España ist so ein Fall, aber kein exklusiver. Man keltert Wein hier oder dort, oftmals in Genossenschaften oder Handelskellereien, einen konkreten Ursprung haben die Weine in der Regel jedoch nicht. Das Wort Majuelos (Weinberg) steht da nur zur Zierde. Ein Winzer dieser Zunft erzählte mir mal, dass er bestrebt sei, in allen wichtigen Regionen Spaniens einen eigenen Wein zu keltern. Wenn er dass dann auch selber machen würde, dann wäre dies eine stolze Leistung, schließlich ist Spanien nicht gerade klein und kompakt. Um nicht falsch verstanden zu werden: ich rede nicht von sogenannten Flying Winemakern, die hier und dort für andere Wein keltern. Die Ich-kann-alles Fraktion vertreibt das Resultat ja unter ihrem eigenen Namen.

In Frankreich, in Italien, in Österreich oder auch in Deutschland käme niemand auf so eine Idee. Das hat natürlich auch etwas damit zu tun, dass solche Weine die Bezeichnung als Erzeugerabfüllung, Recoltant und so weiter verlieren würden. Stattdessen müssten sie als Handelsabfüllungen, Negotiant oder ähnliches klassifiziert werden, was zumindest im deutschen Weinbau eher mit minderer Qualität in Verbindung gebracht wird. In Spanien gibt es diese Klassifizierung leider nicht. Wenn es sie geben würde, bräuchten all diese Phantasiebetriebe eigene (oder gepachtete) Weinberge, sie müssten sich selbst um den Weinbau kümmern oder aber in Auftrag geben und den Beauftragten Monat für Monat entlohnen. Das Schauspiel wäre schnell vorbei als man meinen würde. Text: El oso alemán

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Schaumweine

Pertois-Lebrun Champagne Le Fond Du Bateau Chouilly Grand Cru

Champagner · Chouilly Grand Cru · Chardonnay · Extra Brut

Pertois-Lebrun Le Fond du Bateau Grand Cru Extra Brut ist die erste Einzellagen-Cuvée der Kollektion „Les Fidèles" und stammt aus der gleichnamigen Parzelle am südlichen Ende der Grand-Cru-Weinberge von Chouilly. Der 1,44 Hektar große Weinberg wurde 1955 von Großvater Paul Pertois angelegt. Im Glas ein präziser, cremiger Blanc de Blancs mit kreidiger Spannung.


Chouilly Grand Cru

Chouilly ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde der Côte des Blancs. Die ostexponierten, über 50 Jahre alten Reben wurzeln tief in kalkhaltigen, siltig-kreidehaltigen Böden aus der Oberkreidezeit, was dem Wein Spannung, Frische und salzige Mineralität verleiht. Die Bewirtschaftung erfolgt naturnah mit organischen Düngern, mechanischer Bodenbearbeitung und biodynamischen Grundsätzen.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs) und ausschließlich aus der ersten Pressung (Cuvée). Nach der Gärung bei 17 °C reift der Grundwein zehn Monate auf der Feinhefe, zu 53 % im Edelstahltank und 47 % im Holzfass, ohne Schönung und Filtration. Nach mindestens neun Jahren Hefelager mit 2 g/l Dosage als Extra Brut abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel und exotische Noten von Litschi und Ananas, dazu Vanille, geröstetes Brot und Lakritz. Am Gaumen präzise und klar, zugleich geschmeidig und cremig; klare Zitrusfrische verbindet sich mit ausgeprägter Kreidigkeit und feiner salziger Spannung bis in den langen, eleganten Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, edler Fisch, Meeresfrüchte und Geflügel.


Lage: Le Fond du Bateau, Chouilly Grand Cru, Côte des Blancs (Champagne); Kalk/Kreide, Ostlage
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Extra Brut, Blanc de Blancs (Einzellage)
Ausbau: Erstpressung, 53 % Edelstahl / 47 % Holzfass, 10 Monate Feinhefe, mind. 9 Jahre Hefelager, 2 g/l

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USA

Saxum The Hexe 2018

Rotwein · Paso Robles · Grenache-Cuvée

Grenache-dominierte Cuvée The Hexe Multi-Vineyard · James Berry & G2 Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden lange Reife · Amphore & Puncheon 2018

Der Saxum The Hexe 2018 ist eine rare, um Grenache gebaute Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus den Spitzenlagen James Berry und G2 in Paso Robles. Vollgewichtig, konzentriert und von großer Reinheit, mit dunkler Beerenfrucht, Lakritz, würzigen Kräutern und einer beeindruckenden Mineralität – im Stil eines großen Châteauneuf-du-Pape.


The Hexe – die „Hexe" unter den Grenaches

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Der Name „The Hexe" (deutsch für Hexe) ist Programm: Für diese Cuvée wählt Justin Smith die dunkelsten, kraftvollsten und „teuflischsten" Grenache-Lots aus – jene mit der meisten Struktur und Tiefe. Der 2018er entstammt zu 60 % dem James Berry Vineyard und zu 40 % dem G2 Vineyard.

Beide Lagen liegen im Willow Creek District westlich von Paso Robles auf kargen, kalkreichen Böden, die in der Region selten sind und den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe geben. Kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein".

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender Jahrgang, der einen besonders reinen, frischen und zugleich konzentrierten Stil hervorbrachte. Auf dem kalkreichen Terroir von James Berry und G2 ergibt das einen vollmundigen, tiefgründigen Grenache von großer Klarheit, dessen Fülle von einer markanten mineralischen Frische getragen wird.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 57 % Grenache, 15 % Mataro (Mourvèdre), 13 % Graciano, 10 % Syrah und 5 % Petite Sirah, Jahrgang 2018, trocken.

Grenache gibt dem Wein das rotfruchtige, parfümierte Rückgrat und seine schwerelose Großzügigkeit; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Tiefe; Graciano Farbe, florale Frische und lebendige Säure; Syrah dunkle Frucht und Pfeffer; Petite Sirah Farbe und festes Tannin. Der Hexe reift charakteristisch besonders lange in verschiedenen großen Gebinden – großen Puncheons und Beton-Amphoren –, die die Frucht und die kalkige Mineralität in den Vordergrund stellen, ohne sie mit Holznoten zu überlagern. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der um Grenache gebauten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: leuchtendes, nicht ganz undurchdringliches Purpur im Glas, dazu reichlich dunkle Beerenfrucht und schwarze Kirsche, kandierte Orange, Lakritz, pfeffrige Kräuter und florale Anklänge, untermalt von einer ausgeprägten kalkigen Mineralität. Am Gaumen vollgewichtig, konzentriert und von großer Reinheit, mit seidigem Tannin ohne harte Kanten und einer mineralischen Frische, die in einen langen, parfümierten Nachhall mündet.

Dunkle Beere und schwarze Kirsche, kandierte Orange, Lakritz und pfeffrige Kräuter über kalkiger Mineralität – konzentriert, rein und seidig, sehr lang.

Profitiert von kurzer Kellerreife; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten mediterranen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Multi-Vineyard-Cuvée aus James Berry (60 %) und G2 (40 %), Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, kalkreiche Böden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 57 % Grenache, 15 % Mataro, 13 % Graciano, 10 % Syrah, 5 % Petite Sirah (trocken)
Ausbau: besonders lange Reife in verschiedenen großen Gebinden (große Puncheons und Beton-Amphoren); nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Weine

Champagne Marguet Yuman 22 Blanc de Blancs Premier Cru BIO

Champagner · Montagne de Reims · Chardonnay · Premier Cru · Bio

Marguet Yuman Blanc de Blancs Premier Cru ist ein Bio-Champagner aus 100 % Chardonnay aus den 1er-Cru-Lagen Villeneuve-Renneville und Villers-Marmery. Er zeigt, wie charakterstark Chardonnay aus der Montagne de Reims sein kann. Ein fein eingebundener Holzeinfluss verleiht Tiefe und Struktur. Im Glas vielschichtig, kraftvoll und elegant.


Montagne de Reims

Die Trauben stammen aus den als Premier Cru klassifizierten Lagen Villeneuve-Renneville und Villers-Marmery an der Montagne de Reims. Die kalkreichen Böden verleihen dem Chardonnay zarte Kalknoten, Frische und Spannung. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs). Ein spürbarer, aber fein eingebundener Holzeinfluss verleiht ihm Tiefe und Struktur. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses Marguet.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In Nase und Gaumen vielschichtig und komplex, mit Brioche, reifem Steinobst und einer feinen „weinigen" Textur. Kraftvoll und zugleich wild im besten Sinne, dabei präzise und elegant; zarte Kalknoten sorgen für Frische und Spannung. Das Finale ist lang, klar und komplex.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; bereits jetzt ein Genuss, mit großem Reifepotenzial. Als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Villeneuve-Renneville & Villers-Marmery (1er Cru), Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Premier Cru, Blanc de Blancs
Ausbau: 100 % Chardonnay, fein eingebundener Holzausbau

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Frankreich

Jean Chartron Puligny Montrachet Clos de la Pucelle 1er Cru Monopole 2022

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Clos de la Pucelle · 1er Cru (Monopole) Puligny-Montrachet Côte de Beaune 2022

Der Puligny-Montrachet Clos de la Pucelle 1er Cru 2022 der Domaine Jean Chartron ist ein feiner, eleganter Chardonnay aus einer ummauerten Monopol-Lage. Steinobst, Quitte, Grapefruit und Mandarine prägen das Aroma; nicht ganz so kraftvoll wie ein Montrachet, aber mit viel Druck im langen Nachhall.


Clos de la Pucelle – Monopol-Premier-Cru in Puligny

Der Clos de la Pucelle ist eine ummauerte Premier-Cru-Lage und eine Monopol-Lage der Domaine Jean Chartron im Herzen von Puligny-Montrachet, in unmittelbarer Nähe der großen Lagen. Die kalksteinreichen Böden geben dem Chardonnay feine Mineralität und feste Struktur.

Die Domaine Jean Chartron ist in Puligny-Montrachet ansässig und bewirtschaftet einige der renommiertesten Lagen der Gemeinde.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gehaltvoller Jahrgang, der dem Druck und der Struktur dieses Clos de la Pucelle entgegenkommt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit maßvollem Holzeinsatz, ganz auf Struktur, Mineralität und Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Fein und elegant, mit Aromen von Steinobst, Quitte, Grapefruit und Mandarine. Nicht ganz so kraftvoll wie ein Montrachet Grand Cru, aber in diese Richtung weisend – mit viel spürbarem Druck und Länge im Nachhall.

Steinobst, Quitte und Grapefruit, fein und elegant, mit viel Druck im Nachhall – simplement magique.

Sollte noch einige Jahre reifen, um sich voll zu entfalten; über viele Jahre lagerfähig. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Krustentiere, Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Clos de la Pucelle (1er Cru, Monopole Jean Chartron), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); kalksteinreiche Böden
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru (Monopole)
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau

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Rebsorten

Domaine Fontaine du Clos Reflets Vacqueyras

Rotwein · Vacqueyras · Cuvée · Rhône

Domaine Fontaine du Clos Vacqueyras Reflets de l'Âme ist eine Rotwein-Cuvée aus Grenache, Syrah und Mourvèdre aus der südlichen Rhône. Die Trauben stammen vom Hochplateau rund um Sarrians, wo die Reben auf lehmigen Böden mit alluvialem Geröll wurzeln. Saftig und konzentriert zeigt sich der Wein, mit feinkörnigem Tannin und harmonischer Würze. Erdbeerkonfitüre, rosa Pfeffer und Blutorange prägen das Bukett.


Vacqueyras – Sarrians

Die Weinberge liegen auf dem Hochplateau rund um Sarrians in der südlichen Rhône. Die Reben fußen auf lehmigen Böden mit alluvialem Geröll und werden vom mediterranen Klima mit heißen Sommern, kalten Wintern und dem kühlen Mistral geprägt – ideale Bedingungen für konzentrierte, würzige Rotweine.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache, Syrah und Mourvèdre. Nach dem Entrappen und sanften Anquetschen bleibt der Most lange auf den Schalen, um Farbe, Struktur und aromatische Tiefe zu gewinnen. Der Ausbau im Betontank bewahrt die klare Frucht und den Terroir-Ausdruck.

Im Glas

Leuchtendes Granatrot. In der Nase ein verführerischer Duft nach Erdbeerkonfitüre, rosa Pfeffer, Blutorange und einem Hauch Kakao. Am Gaumen saftig und konzentriert, mit feinkörnigem Tannin und harmonischer Würze.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren.

Klassische Begleitung: Entenbrust, Lammkeule, Gemüsetajine und eine vielfältige Käseauswahl.


Lage: Vacqueyras – Sarrians, südliche Rhône (Frankreich)
Klassifikation: AOC Vacqueyras
Ausbau: Grenache, Syrah & Mourvèdre, Betontank

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Weine

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2021 trocken Magnum

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2021 stammt aus der bekanntesten und einer der ältesten Lagen des Zellertals. Er besticht durch herrliche Weißfrüchte, mineralische Kalknoten und eine kräftige Würze, die in einem wahrlich druckvollen Abgang münden – hier in der festlichen 1,5-Liter-Magnum.


Pfalz / Schwarzer Herrgott

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Der Schwarzer Herrgott ist die bekannteste und eine der ältesten Lagen des Zellertals. Das Zellertal hat die höchsten Berge der Pfalz; die Reben tun sich an der Oberfläche schwer und suchen sich den Weg tief in die Erde, wo sie auf Tonmergel- und Kalkschichten stoßen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Durch eine lange Feinhefelagerung und die Selektion der besten Trauben besitzt dieser Riesling ein sehr langes Lagerpotenzial und entwickelt sein volles Potenzial erst nach mehreren Jahren. In der 1,5-Liter-Magnum, die eine besonders harmonische Reifung begünstigt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase herrliche Weißfrüchte und mineralische Kalknoten. Am Gaumen mineralisch und kräftig gewürzt, mit klarer Frucht, feiner Struktur und einem druckvollen, langen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als gehobener Speisebegleiter; die Magnum ist ideal für besondere Anlässe.

Passt zu: edlem Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und gereiftem Käse.


Lage: Pfalz, Zellertal, Schwarzer Herrgott (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: lange Feinhefelagerung, Traubenselektion; Tonmergel und Kalk; langes Lagerpotenzial
Gebinde: Magnum, 1,5 Liter
Jahrgang: 2021

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USA

Cayuse Camaspelo 2018

Rotwein · Bordeaux-Cuvée · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Camaspelo ist eine seltene Bordeaux-Cuvée aus dem Walla Walla Valley im Nordwesten der USA. Sie stammt vom Kultweingut Cayuse, das Christophe Baron biodynamisch im Rocks District bewirtschaftet. Camaspelo ist überwiegend Cabernet Sauvignon, ergänzt um weitere Bordeaux-Sorten. Im Glas eine kräftige, balancierte Cuvée mit dunkler Frucht, Würze und Tabak.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im Walla Walla Valley, im „Rocks District of Milton-Freewater" – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, bewirtschaftet die Reben biodynamisch und keltert daraus charaktervolle, eigenständige Weine.

Assemblage und Ausbau

Camaspelo ist eine Cuvée im Bordeaux-Stil, überwiegend Cabernet Sauvignon, ergänzt um Merlot und weitere Sorten. Nach der Gärung reift der Wein im Holzfass, das ihm Struktur und feine Würze gibt, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase reife Kirsche, Maulbeere, brombeerig-kräutrige Noten, Tabak und erdige Töne; mit viel Luft öffnet er sich am besten. Am Gaumen vollmundig und rund, mit reifem, aufbauendem Tannin. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Noch etwas zurückhaltend; gewinnt mit drei bis fünf Jahren Reife und trägt rund zwei Jahrzehnte. Eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: Steak, Lamm, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Bordeaux-Cuvée
Ausbau: Holzfass; biodynamischer Weinbau

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Weine

Weingut Andres Königsbacher Idig Riesling 2023 BIO

Weißwein · Königsbach (Pfalz) · Riesling

Riesling Königsbacher Idig (Einzellage) Königsbach/Neustadt · Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres Kalkmergel · hoher Kalksteingehalt trocken Erstjahrgang bei Andres BIO · 2023

Der Weingut Andres Königsbacher Idig Riesling 2023 ist der erste eigene „Idig" der Brüder Andres – aus einer der berühmtesten Kalklagen der Pfalz. Ein Riesling mit jeder Menge Kraft, salzig-mineralischer Grundstruktur, Finesse und ellenlangem Abgang: zugleich schlank und ultraklar.


Königsbacher Idig – Riesling vom Kalk

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Idig in Königsbach (Neustadt an der Weinstraße) liegt im Herzen der Mittelhaardt und gilt als ein Juwel der Pfalz. Sein Name geht auf die Initialen „I.D." für „In Domini" zurück, die einst in ein Feldkreuz eingraviert waren; bekannt ist die Lage seit dem 14. Jahrhundert, zu voller Geltung kam ihr Riesling ab 1835 unter dem Weingut Buhl, in jüngerer Zeit vor allem durch das Weingut Christmann.

Die nach Süden und Südosten ausgerichteten Weinberge liegen auf 120 bis 175 Metern, mit 10 bis 25 % Hangneigung, geschützt durch den Rolandsberg und das Haardtgebirge. Der Boden vereint Kalkmergel mit hohem Kalksteingehalt über einer Unterlage aus reinem Kalksand – das sorgt für exzellente Wasserspeicherung und prägt den Riesling mit salziger Mineralität, Kraft und Finesse. Mit dem Jahrgang 2023 haben die Brüder Andres ihren ersten eigenen „Idig" auf die Flasche gezogen.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Der kalkreiche, wasserspeichernde Boden des Idig und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische, Salzigkeit und Präzision – Kraft und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Einzellage Königsbacher Idig, Jahrgang 2023; 100 % Riesling vom Kalkmergel mit hohem Kalksteingehalt.

Der Wein wird handwerklich und herkunftsbetont ausgebaut, ganz auf Präzision, Kraft und salzige Mineralität ausgerichtet, sodass die kalkgeprägte Herkunft unverfälscht zur Geltung kommt. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein Riesling von großer Klarheit: facettenreicher Duft nach frischen Kräutern, hellem Bergapfel und zartem Weinbergspfirsich. Am Gaumen viel Kraft auf einer salinen Grundstruktur, dabei zugleich schlank und fein – irre, kalkgeprägte Mineralität, vielschichtig und ultraklar, mit einem ellenlangen, salzig-mineralischen Abgang.

Frische Kräuter, Bergapfel und Weinbergspfirsich – viel Kraft auf saliner Grundstruktur, zugleich schlank und fein, mit irrer Mineralität und ellenlangem Abgang.

Ein tiefer, sehr langlebiger Kalk-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Königsbacher Idig, Königsbach/Neustadt, Pfalz (Mittelhaardt); Süd-/Südost-Ausrichtung, 120–175 m; Kalkmergel mit hohem Kalksteingehalt über Kalksand
Klassifikation: Lagen-Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: handwerkliche, herkunftsbetonte Vinifikation; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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