Spanien: süß und stoffig

Spanien: süß und stoffig

Natürlich ist Spanien auch in dieser Angelegenheit nicht alleine auf der Welt, ähnliche Produkte findet man auch in (Süd)Italien, in Griechenland und wohl auch im Norden Afrikas. Gleichwohl ist die Dichte, vor allem aber die Vielfalt dieser Produkte nirgends so imposant wie auf der Iberischen Halbinsel. Eine grobe Einteilung: Süßweine, mit Alkohol versetzte Weine (süß oder nicht süß), Weine, die mit anderem Zeuch vermischt werden, auch süß oder eben nicht süß. Und dann noch Schnäpse jedweder Art, aber die lassen wir hier und heute mal außen vor.

Zweifelsohne kann man mit dem heutigen Wissen über Weinbereitung (fast) alles (fast) überall herstellen, ein auf Deibl kumm raus gezimmerter Süßwein aus der Mancha kann es in Sachen Komplexität jedoch nie mit Süßweinen aufnehmen, die eher natürlichen Ursprungs sind.

Süßweine gibt es in Spanien überall dort, wo das Mittelmeer in Rufweite ist, also in al-Andalus, in Alicante und Valencia sowie in Katalonien. Unterschiedlichste Rebsorten, nicht nur Moscatel de Alejandría, höchst unterschiedliche Bodenstrukturen (Albariza in Sanlúcar, Schiefer in der Axarquía, Granit in Katalonien und Kalksandstein in Alicante) schaffen eine breite Grundlage. Was alle eint, ist eine lange Vegetationsperiode mit trockenem Herbst. Edelfäule ist in Spanien durchaus kompliziert, normale Fäulnis hingegen nicht wirklich hilfreich. Im Prinzip gibt es zwei Varianten, Süße zu generieren: entweder lässt man die Trauben hängen, bis der nötige Zuckergehalt erreicht ist, oder aber man erntet früh und trocknet die bereits gelesenen Trauben. Letzteres ist vor allem in Málaga, aber auch in der Marina Alta nicht ungewöhnlich. Selbst im Penedès findet man so etwas: Heretat Mont-Rubí hängt die gelesenen Trauben in einem Trockenraum auf eine Wäscheleine, um die Zuckerkonzentration zu erhöhen. In der Regel lässt man die Trauben jedoch auf Planen oder in flachen Becken trocknen. Gut abgedeckt scheiden Vögel als Konsumenten so schon einmal aus. Die Lieblingsrebsorte der Andalusier ist in diesem Fall Pedro Ximénez (PX), in Katalonien ist es Garnacha Roja (Gris) oder Cariñena Roja (auch Gris). Hier lässt man solche Weine oftmals in großen Glasflaschen (Dama Juana genannt) reifen, gerne schon einmal auf den Dächern der Bodegas: Verdunstung erhöht den Zuckergehalt, die Sonne färbt das Produkt. Diese Weine sind in der Regel gut, wirkliche Spitzenergebnisse kann man so aber eher selten erzielen.

So etwas gibt es auch in Galicien, genauer gesagt im Tal des Avia, in O Ribeiro. Man nennt das Tostado (nicht zu verwechseln mit Tostón, das ist Spanferkel!). Treixadura-Trauben werden getrocknet, der fertige Wein wird lange gereift. Früher war dies ein Exportschlager, vor allem die Angel-Sachsen waren davon hellauf begeistert (bis sie begannen, sich für Portweine zu begeistern).

Sobald Alkohol ins Spiel kommt, muss man aufpassen. Produkte wie etwa Manzanilla, Fino oder Amontillado können nur dort entstehen, wo salzhaltige Meeresluft die Hefe füttert, schon zwischen Sanlúcar und Jerez sind die Unterschiede gewaltig. Weiter im Landesinneren würden die Hefen (Flor) ohne künstliche Besalzung nicht überleben. Vielleicht geht das in Salnés; ich werde mal ein Fass Albariñilla in Auftrag geben, an Salz und Feuchtigkeit mangelt es hier nun garantiert nicht! Einen Typ Oloroso kann man im Prinzip überall herstellen, denn da ist die Hefe ja von Beginn an tot. Das gibt es auch: in Moclinejo (Axarquía), in Valencia, in Katalonien, insbesondere in Empordà, in Alella und in Terra Alta.

Süße aufgespritete Weine brauchen Zeit, sie gelingen vor allem dann, wenn das aus Jerez und Sanlúcar bekannte Criadera-Solera System angewandt wird. Jung schmecken solche Produkte eher kitschig, aufgesetzte Süße und penetranter Alkohol verhindern zuverlässig jede Trinkfreude. Sobald so etwas jedoch einmal zwanzig Jahre oder mehr in einer Solera gereift ist, kann das großartig sein. Daher muss man solche Produkte eher in alten Cooperativen und in jenen Weingütern suchen, die schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel haben: Martí Fabra in Empordà, eben dort auch die Cooperative aus Espolla, Alella Vinícola, die Genossenschaften aus L’Espluga de Francolí und aus Gandesa, Dimobe (Axarquía), F. Salado (Umbrete), das sind einige der Quellen für solche Produkte.

Spannend, bedauerlicherweise nicht immer automatisch gut, wird es, sobald andere Produkte in den Prozess geworfen werden. Orangen zum Beispiel, davon gibt es in Spanien ja ein paar. In Huelva, also nahe des Meeres und nahe Portugal, haben die Vinos de Naranja eine lange Geschichte auf dem Buckel, aber auch in der Umgebung von Sevilla findet man dies hier und dort. Das Prinzip ist immer das gleiche: Orangenschalen werden zusammen mit dem Most eingemaischt, man erhält neben einer zusätzlichen Geschmacksnote auch ein Mehr an Bitternoten. In der Regel wird das dann durch ein Mehr an Zucker, gerne auch in Form von Likör, ausgeglichen. Heraus kommt ein Produkt, dass man durchaus zur Zubereitung von Dessert nutzen kann (Crèpes mit so etwas können köstlich sein). Okay, man kann das auch trinken, wenn gerade sonst nichts herumsteht und die Manzanilla-Lieferung mal wieder zu spät eingetroffen ist. Eine Bodega aus Matorelles, nahe Barcelona macht auch so etwas, um es dann in Barcelona down-town zu verkaufen. ¿Hep? Nun, erstens sind die Barcelós immer neugierig und zweitens soll ein Drittel der Katalanen eigentlich aus al-Andalus stammen…

Andere Fruchtzusätze gibt es eher selten, Bären würden natürlich gerne Honigwein schlecken, aber dann halt nicht!

Stark in Mode ist gerade das Thema Wermut oder Vermouth. Eigentlich ist das ein katalanisches Thema. Schon als Martini oder Cinzano weder gerührt noch geschüttelt wurden, kannte man das Prinzip der Vermouth-Produktion in jeder Ecke von Catalunya. Über Jahrzehnte war das ein eher langweiliges Thema: Yzaguirre war (und ist) die bekannteste spanische Marke, vielleicht ein klein wenig besser als Martini, aber halt weniger bekannt. Erneut sind es die Genossenschaften (oder deren Nachfolger) in allen Ecken Kataloniens, die halbwegs gute Produkte liefern. In jüngster Zeit schießen Miniproduzenten dieser Getränke wie Pilze aus feuchtem, warmen Herbstboden. Wie immer in solchen Fällen, wird ein Großteil davon (glücklicherweise) wieder vom Markt verschwinden. Einige aber werden sich ihre kleine Nische schaufeln. Interessant ist dabei, dass diverse Produzenten eine Art Vermouth light herstellen: es wird nur wenig Alkohol zugefügt, und wenn, dann in Form von Likör. Damit sich so ein Produkt Vermouth nennen darf, muss Alkohol zugegeben werden. Aber anstelle von später Lese und aufspriten auf sechzehn Umdrehungen oder noch mehr, ernten diese Produzenten früh, um nicht zu viel Zucker in den Beeren zu haben, maischen dann mit Kräutern und allem, was dem Vermouthero so einfällt, und fügen am Ende etwas Likör zu. Gesetzt gebeugt, aber nicht gebrochen! So etwas kann richtig gut sein. In ganz Spanien trinkt man Vermouths (vor allem Martini und Cinzano – leider) gerne als Aperitif oder als vormittägliche Beschäftigung an lauen Sonntagen. Text: El oso alemán

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Weine

Herbert Zillinger Horizont Chardonnay 2023 BIO

Weißwein · Weinviertel · Chardonnay

Chardonnay Weinviertel · Ebenthal Horizont Zillinger kalkreiche Böden teils großes Fuderfass Biodynamie (AT-BIO-402) 2023

Der Herbert Zillinger Horizont Chardonnay 2023 ist ein mineralischer, kraftvoller Bio-Chardonnay aus dem Weinviertel – mit ausgeprägter Aromatik, faszinierender Mineralik und einem langanhaltenden Finish. Konsistente Struktur und fein eingebundene Gerbstoffe.


Horizont – der große Bruder der Neuland-Weine

Carmen und Herbert Zillinger in Ebenthal zählen zu den Paradewinzern des Weinviertels und gelten als biodynamische Pioniere der Region (Respekt-BIODYN, AT-BIO-402). Ihre Weine sind kompromisslos naturbelassen, puristisch und herkunftsgenau – „Zeit der Reife" statt schneller Effekte.

Die Horizont-Linie ist der große Bruder der Neuland-Weine und beeindruckt mit Reben von etwa 15 bis 25 Jahren. Teilweise im großen Fuderfass ausgebaut, gewinnt der Wein durch die subtile Oxidation an Komplexität, wobei das wiederverwendete Holz nur zart wahrnehmbar bleibt. Aus einer sorgfältigen Selektion mehrerer Weinberge bevorzugen Carmen und Herbert Lagen mit kalkreichen Böden – das verleiht dem Wein seine ausgeprägte Aromatik, faszinierende Mineralik und ein kraftvolles, langanhaltendes Finish.

Jahrgang 2023 – Weinviertel

Der Jahrgang 2023 bringt im Horizont Chardonnay einen präzisen, mineralisch geprägten Wein mit reifer, klarer Frucht und lebendiger Spannung. Die kalkreichen Böden und der schonende Ausbau betonen Salzigkeit, Struktur und Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, trocken; ohne DAC, Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402).

Im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses: Spontangärung und Ausbau teils im großen Fuderfass, in dem die subtile Oxidation für Komplexität sorgt; das gebrauchte Holz bleibt nur zart spürbar. Biodynamische Bewirtschaftung.

Im Glas

Der Horizont Chardonnay zeichnet sich durch seine konsistente Struktur und die feinen, harmonisch eingebundenen Gerbstoffe aus. Am Gaumen zeigt er Anklänge von getrockneter Banane, Ananas, Kräutern und mineralischer Salzigkeit.

Konsistente Struktur und feine Gerbstoffe – getrocknete Banane, Ananas, Kräuter und mineralische Salzigkeit.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit etwas Luft und Reife; profitiert von einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu cremigen Risotti und Pasta sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Weinviertel, Ebenthal (Österreich); Selektion mehrerer Weinberge mit kalkreichen Böden; Reben ~15–25 Jahre
Klassifikation: Chardonnay (trocken), ohne DAC; Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, teils großes Fuderfass mit subtiler Oxidation (Holz nur zart spürbar); biodynamisch

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USA

Saxum Broken Stones 2019

Rotwein · Paso Robles · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Broken Stones Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden französische Eiche 2019

Der Saxum Broken Stones 2019 ist eine rare, Syrah-dominierte Rhône-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus dem kalkreichen Willow Creek District von Paso Robles. Tief, würzig und vielschichtig – mit dunkler Frucht, herzhafter Würze und einer kraftvollen, zugleich präzisen Statur. Der Name verweist auf die gebrochenen Kalksteine des Bodens.


Broken Stones – aus gebrochenem Kalkstein

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Herzstück ist das James Berry Vineyard im Willow Creek District westlich von Paso Robles – eine karge Lage auf Kalkstein und Kalkschiefer der Monterey-Formation mit dünnem Oberboden. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein", und „Broken Stones" spielt auf eben diesen gebrochenen, kalkreichen Untergrund an, dem die Cuvée ihren Charakter verdankt.

Die Reben wurzeln tief in den Spalten des Kalkfelses, sodass kaum bewässert werden muss; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2019 – Paso Robles

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, klassischer Jahrgang mit reifer, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und kühler Eleganz. Auf dem kalkreichen Terroir des Willow Creek District ergibt das einen tiefgründigen, kraftvollen und zugleich frischen Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung verbindet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 60 % Syrah, 20 % Graciano, 11 % Mataro (Mourvèdre) sowie Grenache und Carignan, Jahrgang 2019, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle Fruchtrückgrat, Pfeffer und herzhafte Würze; Graciano steuert Farbe, florale Frische und lebendige Säure bei; Mataro Struktur, Erdigkeit und eine trüffelige, herzhafte Tiefe; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit, Carignan brombeerige Frucht und Frische. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen, der die Frucht und das kalkige Terroir in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Aus der Syrah-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Tiefe und Würze: tiefes Purpur im Glas, dazu dichte schwarze Frucht wie Brombeere und Cassis, gemahlener Pfeffer, geräuchertes Wild, eine erdig-würzige Note von verbrannter Erde und Trüffel sowie florale und kräuterige Anklänge. Am Gaumen vollgewichtig und vielschichtig, mit dichter, geschliffener Textur, feinem Tannin und einer mineralischen Frische, die den kraftvollen Stil trägt – mit langem, würzigem Nachhall.

Tiefes Purpur, schwarze Frucht, Pfeffer, geräuchertes Wild und Trüffel – kraftvoll und vielschichtig, von mineralischer Frische getragen, sehr lang.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); kalkreiches Terroir (James Berry Vineyard), Kalkstein/Kalkschiefer der Monterey-Formation; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; Cuvée aus 60 % Syrah, 20 % Graciano, 11 % Mataro sowie Grenache und Carignan (trocken)
Ausbau: Spontangärung, Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; naturnahe, minimalistische Kellerarbeit

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Feinkost

Condimento Balsamico ROSE dolce 0,50 Liter

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Condimento Balsamico Rosé dolce ist ein rosafarbenes, liebliches Balsamico-Condimento der Acetaia del Casato Bertoni aus Reggio Emilia. Es entsteht aus konzentriertem Traubenmost und Weinessig und zeigt eine zarte rosé Farbe mit fruchtiger Beerennote. Der Geschmack ist süß-säuerlich und mild, die Konsistenz fein viskos. Ein vielseitiges Würzmittel für Salate, Gemüse und Obst.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige und Condimenti her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Für den Rosé wird konzentrierter Traubenmost mit Weinessig vermählt; die schonende Verarbeitung gibt dem Condimento seine helle, rosafarbene Tönung.

Anbau und Verarbeitung

Konzentrierter Traubenmost wird mit Weinessig kombiniert und schonend verarbeitet, sodass die zarte rosé Farbe und die fruchtige Note erhalten bleiben. Zutaten: Weinessig, konzentrierter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Zarte rosé Farbe mit feiner Viskosität. Im Geschmack süß-säuerlich ausbalanciert, fruchtbetont mit Anklängen roter Beeren und mild abgestimmtem Essigsäuregehalt. Der Abgang bleibt fein und fruchtig.

Am Tisch

Klassisch zu Salaten, Gemüse und frischem Obst. Gut auch zu Frischkäse, Erdbeeren oder über Vanilleeis und Desserts. Pur als Finish über das fertige Gericht träufeln. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Condimento Balsamico Rosé dolce (rosafarbenes, liebliches Balsamico-Condimento)
Zutaten konzentrierter Traubenmost, Weinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Reggio Emilia, Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung konzentrierter Traubenmost mit Weinessig, schonend verarbeitet
Mindesthaltbarkeit (MHD) 04.2030

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Länder/Regionen

Tramin Blauburgunder Pinot Nero

Rotwein · Südtirol · Blauburgunder

Kellerei Tramin Südtirol · Alto Adige DOC 350–450 m kalkreicher Lehm & Kies hell granatrot seidige Textur trocken · elegant

Der Tramin Blauburgunder Pinot Nero ist ein eleganter Rotwein aus dem Herzen Südtirols. Er wächst auf kalkreichen, lehm- und kieshaltigen Böden in 350 bis 450 Metern Höhe und zeigt eine saftige Frucht mit seidiger Textur und feinkörnigem Tannin.


Blauburgunder aus dem Herzen Südtirols

Die Reben wachsen auf kalkreichen, lehm- und kieshaltigen Böden in 350 bis 450 Metern Meereshöhe. Diese Kombination aus Kalk und durchlässigem Untergrund kommt dem anspruchsvollen Pinot Nero entgegen.

Die Kellerei Tramin zählt zu den renommiertesten Erzeugern Südtirols.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus 100 % Blauburgunder. Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen. Ein kühl-feuchtes Frühjahr, ein heißer Sommer und ein regnerischer Herbst verlangten viel Fingerspitzengefühl – die selektierten Trauben zeigen sich in bemerkenswerter Qualität.

Der Wein ist trocken ausgebaut, auf Finesse, seidige Textur und gut eingebundenes Tannin ausgerichtet.

Im Glas

Helles Granatrot. In der Nase ein Bukett von Waldfrüchten, reifen Pflaumen, frischen Himbeeren und saftigen Kirschen. Am Gaumen saftige Frucht, seidige Textur und frische Säure; feinkörnige, gut eingebundene Tannine sorgen für Struktur und Tiefe. Das Finale ist ausgewogen, elegant und lang.

Waldfrucht, Pflaume und Kirsche, seidige Textur und feinkörniges Tannin – ein klassischer, charaktervoller Pinot Nero mit Finesse.

Bei 16 bis 18 °C servieren; vor dem Genuss rund eine Stunde dekantieren.

Am Tisch

Zu hellem Fleisch, Geflügel und Kalb, zu Wild und Pilzgerichten sowie zu mittelkräftigem Käse.


Lage: Herz Südtirols, 350–450 m; kalkreicher Lehm mit Kies
Klassifikation: Südtirol/Alto Adige DOC, trocken
Ausbau: selektive Handlese, trocken

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Feinkost

Olasagasti Lomos del Bonito del Norte-Thunfischfilets in Olivenöl

Feinkost · Thunfisch · Baskenland · Spanien

Olasagasti Lomos del Bonito del Norte sind feinste Filets vom Weißen Thun, eingelegt in Olivenöl. Das Fleisch ist fest, sehr hell und von hervorragender Qualität – die hochwertigste Thunfischart für die Konserve.


Herkunft / Baskenland

Olasagasti ist eine traditionsreiche Konservenmanufaktur aus dem Baskenland (Gipuzkoa). Der Bonito del Norte ist der spanische Name für den Weißen Thun (Langflossenthun, Albacore) – die geschätzteste Thunfischart mit besonders hellem, zartem Fleisch. Der Gattungsname Thunnus leitet sich vom altgriechischen Wort für „Geschwindigkeit" ab; Thunfische sind schnell und ausdauernd und legen täglich bis zu 200 km zurück.

Zutaten und Herstellung

Verarbeitet werden die Lomos (Filetstücke) des Weißen Thuns. Sie werden schonend gegart und in Olivenöl eingelegt, was das helle, feste Fleisch saftig hält und sein feines Aroma bewahrt.

Geschmack

Fest und zugleich zart, mit hellem, mildem und feinem Thunfischaroma. Das Olivenöl rundet den delikaten Geschmack ab – deutlich feiner als gewöhnlicher Thunfisch.

In der Küche

Am besten nur leicht abgerundet genießen, damit die Qualität zur Geltung kommt.

Ideal: in Salaten (z. B. Ensalada mixta, Niçoise), als Pintxo auf geröstetem Brot, mit Piquillo-Paprika, zu Tomaten oder pur mit gutem Brot.


Hersteller: Olasagasti, Baskenland (Spanien)
Produkt: Lomos del Bonito del Norte – Filets vom Weißen Thun in Olivenöl
Zutaten: Weißer Thun (Bonito del Norte), Olivenöl, Salz
Herkunft: Baskenland (Spanien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 22.07.2031

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Spanien

Vega Sicilia Unico 2012

Rotwein · Ribera del Duero · Tinto Fino & Cabernet Sauvignon

95% Tinto Fino · 5% Cabernet Sauvignon Ribera del Duero 2012 ~10 Jahre Holz & Flasche 88.188 Flaschen

Der Vega Sicilia Único 2012 ist der Spitzenwein des gleichnamigen Guts in der Ribera del Duero – eine spanische Weinlegende. Eine Cuvée aus 95% Tinto Fino (Tempranillo) und 5% Cabernet Sauvignon, gereift rund zehn Jahre in Holz und Flasche. Der Jahrgang 2012 zeigt sich konzentriert, saftig und seidig gezeichnet.


Finca Vega Sicilia – Ribera del Duero

Das Gut Vega Sicilia erstreckt sich über fast 1.000 Hektar, von denen 210 Hektar dem Weinbau gewidmet sind. Die Reben stehen auf 700 bis 900 Metern Höhe, in einem Mosaik aus 19 Bodenarten und 64 kleinteiligen Parzellen, geformt vom Fluss Duero. Das Durchschnittsalter der Reben liegt 2012 bei rund 36 Jahren, bei einer Pflanzdichte von 2.222 Stöcken pro Hektar.

Für den Único werden rund 40 Hektar genutzt. Der Ertrag bleibt mit etwa 24,5–25,9 Hektoliter pro Hektar streng begrenzt, was Konzentration und Tiefe der Trauben sichert.

Jahrgang 2012 – Ribera del Duero

Auf einen eher trockenen Winter folgte ein Frühjahr mit moderaten Temperaturen und reichlich Niederschlag – rund 71 Liter fielen im April während des Austriebs, bis in den frühen Mai. Danach stiegen die Temperaturen deutlich und erreichten Ende Juni bis zu 42 °C. Spätfröste blieben aus, sodass sich die Reben regelmäßig entwickeln konnten.

Der Sommer war sehr trocken: im Juli kein Regen, im August nur 0,5 Liter, bei durchgehend hohen Temperaturen. Erst Niederschläge Ende September sicherten eine gelungene Reife. Gelesen wurde von 19. September bis 10. Oktober. Das Ergebnis: gesunde Trauben, dichte Farbe und sehr reife, lagerfähige Tannine – ein exzellenter Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 95% Tinto Fino und 5% Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2012, mit 14,5 % vol.

Der Ausbau folgt dem Vega-Sicilia-Prinzip: insgesamt rund zehn Jahre in Holz und Flasche – einer der längsten Reifeprozesse der Weinwelt. Verwendet werden neue und gebrauchte 225-Liter-Barriques aus französischer und amerikanischer Eiche sowie 22.000-Liter-Holztanks, gefolgt von langer Flaschenreife. Abgefüllt im Juni 2018. Die Auflage umfasst 88.188 Bordeaux-Flaschen, dazu 3.537 Magnum, 328 Doppelmagnum, 55 Imperial und 5 Salmanazar.

Im Glas

Ein Wein, der Zeit und Luft braucht: nach dem Öffnen wirkt er zunächst verschlossen, daher dekantieren. Aus einem anfangs subtilen Kellerton entwickelt sich eine feingliedrige Frucht nach dunklen Waldbeeren, unterlegt von Erd-, Würz- und Barriquetönen. Am Gaumen wie flüssige Seide, mit langem, druckvollem Abgang.

Am Gaumen wie flüssige Seide, der Abgang lang und voller Druck – ein gereifter Ribera der absoluten Spitze.

Schon jetzt zugänglich, bei optimaler Lagerung (12–14 °C) aber über Jahrzehnte haltbar. Vor dem Servieren großzügig dekantieren; bei rund 18 °C ausschenken.

Am Tisch

Lamm, Rind und Wild, Schmorgerichte und Edelstücke vom Grill, dazu gereifter Hartkäse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Finca Vega Sicilia, Ribera del Duero (Spanien); 700–900 m, 19 Bodenarten / 64 Parzellen
Klassifikation: Ribera del Duero DO
Ausbau: 95% Tinto Fino, 5% Cabernet Sauvignon; ~10 Jahre Holz (225-l-Barrique + 22.000-l-Holztank) und Flasche, abgefüllt Juni 2018

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Deutschland

Metzger Hausmarke Weiss

Weißwein · Cuvée · Müller-Thurgau & Scheurebe · Pfalz

Metzger Hausmarke weiß ist eine saftig-milde, sehr süffige Cuvée aus Müller-Thurgau und Scheurebe vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Pampelmuse, leichte Muskatnoten und Stachelbeeren verwöhnen Duft und Gaumen. Frech und frisch!


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das Klima bringt aromatische, fruchtbetonte Weißweine hervor – Grundlage für diese süffige Alltagscuvée.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Müller-Thurgau und Scheurebe. Eine natürliche Restsüße von knapp 20 g/l stützt die knackige Frucht und macht den Wein besonders süffig.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen Pampelmuse, leichte Muskatnoten und Stachelbeeren. Saftig und mild, mit knackiger Frucht und feiner Restsüße. Frech und frisch, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein süffiger Begleiter für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Vesper, Salate, leichte Gerichte, würzige Küche oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein-Cuvée
Ausbau: Müller-Thurgau & Scheurebe, fruchtbetont, ~20 g/l Restsüße

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Feinkost

Giuliano Tartufi Creme aus Parmesan und Trüffel

Feinkost · Trüffelcreme · Italien

Giuliano Tartufi Creme aus Parmesan und Trüffel verbindet Parmigiano Reggiano DOP mit Bianchetto-Trüffel zu einer seidig-cremigen Sauce. Vielseitig in der Küche – zu Pasta, Risotto oder auf Crostini – und eines der beliebtesten Produkte des Hauses Giuliano Tartufi.


Herkunft

Giuliano Tartufi ist ein italienischer Trüffelspezialist mit Sitz in Pietralunga (Umbrien), einer Region mit langer Trüffeltradition. Das Familienunternehmen verarbeitet frische Trüffel zu Saucen, Cremes und Spezialitäten.

Zutaten und Herstellung

Basis sind Sahne und Parmigiano Reggiano DOP, verfeinert mit Bianchetto-Trüffel (Tuber borchii), auch Märztrüffel genannt. Eine kleine Menge Maisstärke bindet die Sauce; sie ist glutenfrei.

Geschmack

Seidig-cremig in der Textur, intensiv im Geschmack. Die Süße von Sahne und der würzige Parmigiano treffen auf das durchdringende, erdige Aroma des Bianchetto-Trüffels – an eine Alfredo-Sauce in Gourmet-Qualität erinnernd.

In der Küche

Gebrauchsfertig: Für Pasta etwa 40–45 g pro Person kurz mit etwas Nudelwasser erwärmen und unterheben. Ebenso für Risotto, Gnocchi, getrüffeltes Ei oder als Aufstrich für Crostini und Bruschetta. Nach dem Öffnen kühl lagern und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.

Passt zu: Pasta, Risotto, Gnocchi, Crostini und Eiergerichten.


Hersteller: Giuliano Tartufi (Pietralunga, Umbrien)
Produkt: Trüffelcreme (weiße Sauce)
Sorte: Parmigiano Reggiano und Bianchetto-Trüffel
Herkunft: Italien (Umbrien)
Verarbeitung: cremige Sauce auf Sahnebasis, glutenfrei
Mindesthaltbarkeit (MHD): 28.11.2028

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