Wir müssen reden!

Wir müssen reden!

Natürlich warst Du meine erste große Weinliebe, damals, dreihundert sechzig volle Monde ist das her, als es mehr als die Hälfte aller aktuellen Weinregionen Spaniens noch gar nicht gab, in einer Zeit, in der el oso alemán sein Dasein als obärfränkischer Nebenerwebsweinhändler fristete. Und es gab Dich, Dich, und nicht viel mehr als Dich. Gut, der Miguel aus Pacs del Penedès war auch schon da, Don Álvaro aus dem Palacio verkaufte damals noch Barricas. Berberana Gran Reserva, bei einem Importeur aus Troisdorf günstig erworben, das waren die ersten tapsigen Schritte des oso alemán.

Seitdem ist viel passiert. Und darüber müssen wir mal reden, so von Bär zu Rebstock. Ein Bär mit vielen Rebstöcken, mehr als einundsechzig tausend Hektar sind da mit Reben bestockt. Und das schon ziemlich lange. Aber irgendwie hast Du Dich gewandelt, alte Rioja.

Gut, es ging Dir schon einmal schlechter, damals, vor gut zwanzig Jahren. Weißt Du noch, wie das war, als die dunklen Riberas auf den Markt kamen, als Dir plötzlich, einem unheiligen Geist gleichend, eine Konkurrenz erschien, mit der Du nie und nimmer gerechnet hattest? Ein echter Rivale! Auf kastilischem Boden. Unerhört. Fast schon Rebellion! Gut, das hatte auch sein Gutes, denn nur so konnte das zarte Pflänzlein entstehen, all diese neuen Projekte, die eine Rioja suchen, welche schon lange verschwunden war.

Denn damals warst Du klar auf dem Weg ins Fegefeuer, mit Deiner Tempranillo-Manie, mit Quatrupillonen von Weinen, die einfach nur langweilig waren.

Weißt Du noch, wie das früher war, vor mehr als einhundert Jahren? Als die Laus den Reben zu nahe kam und alles fraß, was nicht auf Sand gebaut war. Wohl das einzige Mal in der Geschichte der Weinheit, als auf Sand bauen etwas Positives war. Ein paar dieser alten Kerle stehen da noch, in der Sierra de Yerga, in der Sierra de Alhama; die eine oder andere Parzelle hat die Laus gar nicht entdeckt, Bergsteigen war nicht ihr Lieblingssport.

Und selbst danach war noch alles beim alten, Rioja war eine Region, in der er viel Weißwein gab, dazu viel Garnacha, Mazuelo, Graciano und all die Sorten, die im Laufe der Zeit verschwunden sind oder verdrängt wurden. Glücklicherweise gibt es ein paar Weinberge, in denen solche alten Sorten noch stehen: Maturana etwa, oder Monastell, Rojal, Túrruntes (der nix mit Torrontés zu tun hat). Scharf neben einer Kurve zwischen La Bastida und Briñas gibt es eine Parzelle, in der Rebstöcke stehen, von denen niemand so genau weiß, was es ist. So etwas gab es damals zuhauf. Ach, war das schön.

Heute gibt es das fast gar nicht mehr. Etwa neunzig Prozent aller roten Stöcke heißen mit Nachnamen Tempranillo, einzig die Garnacha kann sich mit Ach und Krach behaupten. Aber auch nur, weil es im Südwesten, in Badarán, in Cordovín und in Cárdenas und in einigen Dörfern außen herum noch immer die Tradition der Claretes gibt, weiß (meistens Viura, seltener Garnacha) mit roter Garnacha verquirlt. Wenn das nicht wäre… Na gut, unten oben findet man auch noch Garnacha. Und Mazuelo. Und Graciano. Unten oben, das ist eine der spannendsten Regionen der Rioja. Unten, das ist die Rioja Baja, die auf Geheiß [sc bitte dazudenken] einiger Kommerzapostel jetzt Rioja Oriental heißen muss. Oben, das sind die Bergregionen in der Rioja Baja. Eigentlich ist das eine groteske Sache: dort unten, zwischen Autol, Quel und Arnedo, aber auch noch weiter unten, in Grávalos und den Bergdörfern des Río Alhama stehen die Reben auf siebenhundert Metern, teilweise noch einmal hundert Meter weiter oben. Im Biosphärenreservat des Alhama soll es Parzellen auf knapp tausend Metern geben. Die Rioja Alta kriegt Schnappatmung, wenn man sie daran erinnert. Diese Ecken sind ein Juwel, denn dort findet man all das, was man sonst nicht findet. Da die Parzellen ohnehin klein waren und das Land zerklüftet ist, lohnt sich industrieller Weinbau dort nicht. Das kriegt man unten, ganz unten, besser und billiger hin. Aber irgendwann wollte das niemand mehr hören. Dafür gab es echte „Innovationen“, El Coto zum Beispiel, oder tausend andere Exponate industrieller Langweiligkeit.

Mit dem, was man landläufig als Rioja kennt, hat das natürlich nichts zu tun. Denn das sind eben keine latent hohlen Säuerlinge, wie sie in Cenicero, in Guardia, in Haro oder in wo auch immer entstehen, kein Marqués de Cáceres, kein Griñón, kein Felix Solís. In Blindproben käme wohl niemand auf die Idee, dies als Rioja einzustufen.

Ist es aber. Und genau das, liebe Rioja, ist Deine Aufgabe für die Zukunft. Wir müssen weg von der Tempranillitis, Rioja-Weine waren zeitlebens (in der Zeit vor den Marketing-Päpsten) Cuvées aus verschiedenen Sorten, weiße und blaue (Ribera übrigens auch). Nur kann man das halt schwer vermarkten. Rioja – Tempranillo – Crianza – Reserva – Gran Reserva. Fünf Wörter, das musste reichen, um die Region in der Welt bekannt zu machen. Wobei: das, was im achtzehnten und auch noch im neunzehnten Jahrhundert gen Amerika verschifft wurde, war kein sortenreiner Tempranillo. Damals stand diese Sorte auf nicht einmal zehn Prozent der Rebfläche, die Weine waren ganz anders.

Überhaupt: die Weißweine. Zu Zeiten unserer Großbären und Urgroßbären war die Rioja eine Weißweinregion, zumindest hauptsächlich. Viura und weiße Garnacha, Rojal, ein klein wenig echte Malvasía, Albillo Mayor (den die Riojanas und Riojanos aus irgend einem Grund Túrruntes nennen), Maturana Blanca, aber auch diverse Sorten, die aus dem Südwesten Frankreichs gen Rioja schwappten, die Bandbreite war immens. Irgendwann ging das verloren, und zwar nicht nur, weil die Leute Tempranillo schrien. Sondern weil sich der Markt der Weißweine veränderte: Edelstahl und temperaturgesteuerte Gärführung brachten Weine hervor, die es so hundert Jahre zuvor nicht gab. Und Du, liebe Rioja, hast verträumt über Felder und Auen geblickt, denn wer in Spanien kann schon den großartigen Weißweinen von Viña Tondonia und zwei oder drei anderen Kellereien das Wasser reichen. Mag sein, aber der Markt geht anders. Dann stand da halt das Penedès und später Rueda, mit frischen Weinen, die auch ein weniger detailverliebtes Publikum ansprachen. Und Du? Hast Deine seelenlosen Viuras auf den Markt geworfen, die niemand mehr haben wollte. ¡Schluchtz!

Als es dann schon fast fünf nach zwölf war, kam der erste Rundumschlag. Zwar musste Rojal noch immer Malvasía heißen, dafür waren plötzlich Chardonnay, Verdejo sowie Sauvignon Blanc als Qualitätsrebsorten zugelassen. Rebsorten ja – Qualität hmmmm. Ganze dreihundert Hektar Verdejo gibt es inzwischen in der Rioja, fast die Hälfte steht in Navarra, wo es schon fast egal ist, was da steht. Chardonnay und Sauvignon bringen es zusammen gerade einmal aus zweihundert und fünfzig Hektar Rebland. Großbodegas brauchen das nicht, weil die in Rueda oder in der Mancha oder in Aragón füllen (lassen) und für kleine Bodegas ist das Thema ohnehin nicht relevant.

Dafür gibt es jetzt ja die neue, t’schuldigung, Sau, die Du durch die Dörfer getrieben hast: Tempranillo Blanco. Diese Sorte gibt es erst seit wenigen Jahrzehnten, ausgerechnet bei Paco García tauchte sie zum ersten Mal auf, die verantwortlichen Teilzeitfunktionäre tun aber so, als ob diese Sorte die Rettung wäre. So ganz unter uns: die weiße Mutation einer säurearmen Rebsorte ist immer noch säurearm, fehlende Farbpigmente spielen da keine Rolle. Dazu kommt, dass diese Sorte gerade verstärkt dort angebaut wird, wo Platz ist; nicht jedoch dort, wo sie am besten gedeihen kann. Tempranillo Blanco muss auf mineralischen Boden, erdig sollte er auch sein, vulgo: fetter Lehm und möglichst weg von zuviel Sonne. So, wie Du das gerade angehst, gibt das nix.

Ich könnte jetzt noch stundenlang weiter jammern, denn über all das, was in den letzten vier Jahrzehnten schiefgelaufen ist, haben wir ja noch nicht einmal ansatzweise gesprochen. Das wäre aber wenig zielführend. Besser ist es, mal ganz kurz auf die einzugehen, die Sachen anpacken.

Von den großen Betrieben darf man da nicht allzu viel erwarten. Gut, Viña Tondonia hat endlich mal die Brett-verseuchten Barricas rausgeworfen. Die Weine sind wieder besser geworden, die Marquesse keltern nach wie vor traditionelles Zeuch. Und da mag der lustige Luis, der für den lustigen Robert schreibt, der gerade seine Zeitung an lustige Chinesen und lustige Franzosen verkauft hat, noch so viel loben: selbst wenn die bei Bilbainas (Codorniu) die Qualität des Viña Pombal um dreihundert Prozent steigern würden, wer bei nahe null anfängt, hat einen langen Weg vor sich.

Zugegeben: seit den Tagen, in denen ein gewisser M. A. de Gregorio die modernsten Rotweine der Rioja kelterte, ist viel geschehen. Typen wie der Roberto mit seinen Tentenublos, der Gorka mit den schlechten Steinen oder aber der Javier mit seinen vier Solos haben schon Ausrufezeichen gesetzt. Der Bryan aus Südafrika, der mal bei dem Dominik aus Süd-München im Mittelpriorat gearbeitet hat, setzt ganz andere Akzente, Und der Oxer, jawohl, der mit dem komplizierten Familiennamen, kann nicht nur Kalamity, er mag und macht auch Suzanne und noch ein paar Weine, die wahre Terroirmonster sind. Der mit dem Philar tanzt ist auch nicht schlecht. Und es gibt noch ein paar mehr.

Schon klar, in der Summe bringen die (noch) nichts auf die Waage, vielleicht eine Million Flaschen zusammengerechnet, bei derer dreihundert in der ganzen Region.. Aber auch ein langer Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Und diesem ersten Schritt, diesem Anfang, wohnt, wie jedem Anfang, ein Zauber inne.

Wahre Liebe rostet nicht. Text: El oso alemán

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Rebsorten

Weingut Metzger Chardonnay Asselheim Ortswein 2023

Weißwein · Chardonnay · Ortswein · Pfalz

Weingut Metzger Chardonnay Asselheim Ortswein beeindruckt durch seine frische, ausdrucksstarke Aromatik. In der Nase ein faszinierendes Bouquet mit Noten von Toast, einer Prise Meerluft und Popcorn, das die mineralische Frische unterstreicht. Aus dem kühlen Eistal in der Pfalz.


Asselheim (Pfalz)

Asselheim liegt im kühlen Eistal in der Nordpfalz. Das kühle Klima und die geeigneten Böden bringen einen Chardonnay mit Frische, Kühle und mineralischer Prägung hervor. Das Weingut Metzger keltert daraus einen Ortswein mit klarem Profil.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay. Der Ausbau – mit feinen Toast- und Popcorn-Noten aus der Hefe- bzw. Fassreife – bewahrt die kühle Eleganz und die mineralische Frische des Weins.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase ein faszinierendes Bouquet aus Toast, einer Prise Meerluft und Popcorn, getragen von mineralischer Frische. Am Gaumen kühl und elegant, mit frischer Säure und mineralischen Nuancen. Die Struktur ist frisch und ausgewogen.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; ein größeres Glas betont die Aromatik.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und Gerichte mit heller Sauce.


Lage: Asselheim, Eistal, Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Ortswein (Chardonnay)
Ausbau: 100 % Chardonnay, Hefe-/Fassreife

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Feinkost

Il Caruggiu Pesto Rosso

Feinkost · Pesto Rosso · Sauce · Ligurien

Il Caruggiu Pesto Rosso ist ein rotes Pesto des kleinen ligurischen Familienbetriebs Il Caruggiu. Im Gegensatz zum grünen Pesto Genovese steht hier die getrocknete Tomate im Mittelpunkt, abgerundet mit ligurischem Olivenöl. Ein vielseitiges Pesto für Pasta, als Aufstrich oder zum Aperitif.


Herkunft

Il Caruggiu ist ein Familienbetrieb im Hinterland der ligurischen Provinz Imperia, der seit über 100 Jahren Oliven anbaut und verarbeitet. Geschützt von den Seealpen herrscht hier ein mildes, sonniges Klima. Das hauseigene ligurische Olivenöl bildet die Grundlage der Pesto-Spezialitäten.

Anbau und Verarbeitung

Für das Pesto Rosso werden vor allem getrocknete Tomaten mit ligurischem Olivenöl verarbeitet. Die Zutaten werden zu einer streichfähigen, aromatischen Sauce verarbeitet, die sich vom klassischen grünen Pesto durch ihre rote Farbe und den intensiven Tomatengeschmack unterscheidet.

Geschmack

Kräftiges Rot. Im Geschmack intensiv und würzig, geprägt von der Süße und Säure getrockneter Tomaten, mediterran und vollmundig.

Am Tisch

Klassisch zu Pasta, ebenso als Aufstrich zu Weißbrot oder als Dip zum Aperitif. Auch zum Verfeinern von Saucen, Risotto oder gegrilltem Gemüse geeignet.


Hersteller: Il Caruggiu (Imperia, Ligurien)
Produkt: Pesto Rosso (rotes Pesto)
Art: Pesto auf Tomatenbasis
Herkunft: Ligurien, Italien
Verarbeitung: getrocknete Tomaten mit Olivenöl, streichfähig
Mindesthaltbarkeit (MHD): 06.02.2028

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Rebsorten

Domaine Michel Niellon Chassagne Montrachet 2024

Weißwein · Chassagne-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet (Village) Côte de Beaune 2024 3 Parzellen · 2,21 ha

Der Chassagne-Montrachet 2024 der Domaine Michel Niellon ist ein präziser, terroirgeprägter Chardonnay aus kalkreichem Boden – fein, mineralisch und von kühler Eleganz. Ein Village-Wein auf hohem Niveau aus einer der renommiertesten Weißwein-Appellationen Burgunds.


Chassagne-Montrachet – drei Village-Parzellen

Chassagne-Montrachet in der Côte de Beaune zählt zu den großen Weißwein-Adressen Burgunds; die nördlichen Hänge mit feinem Kalkstein bringen besonders angesehene Chardonnays hervor. Michel Niellon selektiert nur die besten Trauben aus bekannten Parzellen – „La Bergerie", „Les Chênes" und „Les Voillenots".

Die Rebfläche umfasst 2,21 Hektar auf kalk-, lehm- und steinreichem Boden. Genau dieses Terroir verleiht dem Wein seine mineralische Tiefe und Präzision.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: milder, sehr nasser Winter mit frühem Austrieb, ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost, Hagel und hohem Krankheitsdruck, dazu eine uneinheitliche Blüte. Der trockenere Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese begann spät und verlangte strenge Selektion; die Erträge fielen teils um bis zu 60 % geringer aus.

Bei moderaten Mostgewichten entstanden balancierte, eher leichtere Weine. Die Weißweine wirken klar und fein strukturiert, mit pikanter Frische, präziser Linienführung und kühler Eleganz – ein klassischer Jahrgangsausdruck mit deutlicher Herkunft.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024.

Manuelle Lese, spontane Gärung im Barrique und rund zehn Monate Ausbau im selben Holz. Der Anteil neuer Eichenfässer ist bewusst auf 15 bis 30 % begrenzt. Abgefüllt wird unfiltriert und ungeschönt.

Im Glas

Im Profil des Jahrgangs und des Hauses: helles Steinobst und Zitrus, weiße Blüten und feine Haselnuss über einem kalkig-salzigen Grund. Am Gaumen pikante Frische, präzise Linie und kühle Eleganz, getragen von mineralischer Spannung und klarem, anhaltendem Abgang.

Kühle Eleganz und pikante Frische – Chassagne-Montrachet in klassischem Ausdruck.

Jung schon zugänglich, profitiert aber von etwas Reife; Trinkfenster etwa 2027–2032. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Jakobsmuscheln, Geflügel in heller Sauce oder gereifter Hartkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Chassagne-Montrachet (Côte de Beaune); Parzellen La Bergerie, Les Chênes, Les Voillenots; kalk-, lehm- und steinreich, 2,21 ha
Klassifikation: Chassagne-Montrachet (Village)
Ausbau: Chardonnay; spontane Gärung, ~10 Monate Barrique, 15–30 % neues Holz, unfiltriert und ungeschönt

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Italien

Montevertine Pian del Ciampolo 2022

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo & Colorino Toscana IGT Pian del Ciampolo Radda in Chianti Montevertine 12 Monate slawonische Eiche 2022

Der Montevertine Pian del Ciampolo 2022 ist der zugängliche, samtige Einstiegswein der Kult-Adresse aus Radda – aus 90 % Sangiovese mit Canaiolo und Colorino. Vollmundig, saftig und sehr fein, mit Veilchen und reifer Sauerkirsche. Ein „kleiner Montevertine" von großer Trinkfreude.


Pian del Ciampolo – der zugängliche Montevertine

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Pian del Ciampolo ist der Einstiegswein des Guts – die jünger trinkbare, charmante Visitenkarte des Montevertine-Stils. Die Trauben stammen aus den Lagen des Hauses; in der Machart folgt der Wein konsequent denselben Prinzipien wie die großen Crus.

Jahrgang 2022 – Toscana

2022 war in der Toskana ein intensiv warmes, sonnenreiches Jahr mit später Lese. Das ergibt im Pian del Ciampolo einen Wein mit reifer, dunkler Frucht und etwas mehr Volumen, der dank der kühlen Höhenlage und der traditionellen Vinifikation seine Saftigkeit und Balance bewahrt – samtig und sehr trinkfreudig.

Assemblage und Ausbau

90 % Sangiovese mit kleinen Anteilen Canaiolo und Colorino, aus dem Jahrgang 2022, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank (rund 25 Tage), danach Ausbau über 12 Monate in Fässern aus slawonischer Eiche, anschließend Reife in Beton und Flasche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Die Farbe begeistert durch ihr rubinrotes Kleid. Im Duft volle, dunkle Fruchtaromen; im Geschmack Veilchen und reife Sauerkirschen. Am Gaumen vollmundig, saftig, aber sehr fein. Als guter Essensbegleiter gewinnt der Wein noch an Struktur und Glanz.

Vollmundig, saftig, aber sehr fein – mit Veilchen und reifer Sauerkirsche.

Schon jung mit viel Trinkfreude; spielt am Tisch seine ganze Saftigkeit aus. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Salumi und Antipasti, zu Pasta mit Fleischsugo, zu gegrilltem Fleisch und Geflügel sowie zu mittelreifem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Trauben aus den Lagen des Guts
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo und Colorino (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 12 Monate in slawonischer Eiche, Reife in Beton und Flasche, unfiltriert

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Australien

Noon Eclipse 2014

Rotwein · McLaren Vale · Grenache-Cuvée

85 % Grenache · 8 % Shiraz · 7 % Graciano McLaren Vale Eclipse alte Buschreben (1934/1943) Drew Noon MW 18 Monate Holz 2014

Der Noon Eclipse 2014 ist ein kultiger, old-school gemachter Grenache-Blend von uralten Buschreben aus McLaren Vale – in typischer Grenache-Manier nicht tief in der Farbe, aber betörend im Duft, mit verführerischen Gewürzen und reifer Frucht. Exotisch, tief und lang.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller. Zu jeder Ernte gibt Drew klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat.

Der Eclipse ist die Grenache-dominierte Cuvée des Guts, im Geist der großen Châteauneuf-du-Pape gemacht. Die Trauben stammen von uralten, wurzelechten Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934 und 1943) aus den estate-eigenen Blocks in McLaren Vale, ergänzt um etwas Shiraz und Graciano.

Jahrgang 2014 – McLaren Vale

Drew Noon zum 2014er: „Der diesjährige Wein stammt aus 85 % Grenache, 8 % Shiraz und 7 % Graciano. In typischer Grenache-Manier ist er nicht dunkel in der Farbe, aber er duftet herrlich, mit verführerischen Gewürzen und reifen Früchten. Es lohnt sich, ihn in einem großen Glas zu servieren, um den Genuss zu maximieren. Die Aromen sind sehr tief, um ein beeindruckendes strukturelles ‚Gerüst' angeordnet, mit schönen Tanninen im Finale. Exotisch, tief und lang – ein beeindruckender Eclipse." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 85 % Grenache, 8 % Shiraz und 7 % Graciano, Jahrgang 2014, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Pressung von Hand in kleinen Korbpressen. Reife über rund 18 Monate in kleinen französischen und amerikanischen Fässern sowie großen Holzgebinden (Demi-muid, Foudre) – fast ausschließlich gebrauchtes Holz, nur ein kleiner Anteil neue Eiche für den Shiraz-Teil. Minimal-invasiv ausgebaut.

Im Glas

In typischer Grenache-Manier nicht tief in der Farbe, aber herrlich im Duft – mit verführerischen Gewürzen und reifer Frucht. Am Gaumen sehr tiefe Aromen, um ein beeindruckendes strukturelles Gerüst angeordnet, mit schönen, präsenten Tanninen im Finale. Exotisch, tief und lang.

Exotisch, tief und lang – ein beeindruckender Eclipse.

Am besten in einem großen Glas servieren, um den Genuss zu maximieren; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftig gewürzten Gerichten, zur Ente und zu Wild, zu geschmortem rotem Fleisch und reich gewürzten Casseroles sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: McLaren Vale (South Australia, Australien); estate-eigene Blocks, wurzelechte Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934/1943), Trockenanbau
Klassifikation: McLaren Vale, Grenache-Cuvée (Eclipse), trocken
Ausbau: 85 % Grenache, 8 % Shiraz, 7 % Graciano; ~18 Monate in überwiegend gebrauchtem Holz (Barrique/Demi-muid/Foudre)

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Rebsorten

Vigne Vecchie Leggenda Primitivo di Manduria

Rotwein · Primitivo · Manduria · Italien

Vigne Vecchie Leggenda Primitivo di Manduria ist ein kraftvoller Rotwein von Vigneti del Salento (Fantini Group) aus Apulien – das Spitzengewächs des Hauses. Reinsortiger Primitivo aus über 70 Jahre alten Reben, mit verschwenderischer Fülle aus reifen Pflaumen, Schokolade und süßer Kirsche.


Manduria

Die Trauben stammen von über 70 Jahre alten Buschreben (Alberello) rund um Sava im Herzen des DOP-Gebiets Manduria, auf eisenhaltigem Boden über kalkhaltigem Fels. Die geringen Erträge alter Reben sorgen für besonders konzentrierte Trauben. Hinter dem Wein steht Vigneti del Salento (Fantini Group).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Primitivo di Manduria. Die Trauben werden leicht überreif gelesen; nach der Maischegärung und malolaktischer Gärung reift der Wein rund zwölf Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche, was ihm Tiefe, Würze und seine schmelzige Art verleiht.

Im Glas

Dichtes Rubinrot mit fast schwarzem Kern. In der Nase eine verschwenderische Fülle aus reifen Pflaumen, Schokolade, süßer Kirsche, Mandelkuchen und Rumtopf, dazu Tabak und süße Gewürze. Am Gaumen kraftvoll und verführerisch, mollig und vollmundig, mit weichen Tanninen, feiner Fruchtsüße und langem, wärmendem Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Karaffe öffnet den Wein. Ein wärmender Rotwein für die kalten Tage – so gehaltvoll, dass er fast eine Mahlzeit für sich ist.

Klassische Begleitung: Schmorgerichte, Wild, würziges Lamm und reifer Käse.


Lage: Manduria (Sava), Salento/Apulien (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOP – Rotwein (halbtrocken)
Ausbau: ~12 Monate in amerikanischer und französischer Eiche

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Spirituosen

Valverde Liquore di Lampone Himbeerlikör

Spirituose · Likör · Himbeere · Italien

Valverde Liquore di Lampone ist ein italienischer Himbeerlikör, hergestellt aus Himbeerdestillat, Alkohol und Zucker. Intensiver Himbeergeschmack mit einer dezenten Süße.


Herkunft / Italien

Fruchtliköre haben in Italien eine lange Tradition. Der Liquore di Lampone von Valverde stellt die Himbeere in den Mittelpunkt – ein aromatischer Fruchtlikör für den geselligen Genuss.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Himbeerdestillat, Alkohol und Zucker. Das Destillat sorgt für ein klares, intensives Himbeeraroma, während der Zucker die dezente Süße beisteuert.

Im Glas

Leuchtendes Rot. In der Nase intensives, typisches Himbeeraroma. Am Gaumen fruchtig und samtig, mit klarer Himbeerfrucht und einer dezenten Süße sowie rundem Abgang.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, über Vanilleeis und Desserts, im Glas Sekt oder Prosecco sowie in fruchtigen Cocktails.


Marke: Valverde (Italien)
Art: Himbeerlikör (Liquore di Lampone)
Zutaten: Himbeerdestillat, Alkohol, Zucker
Geschmack: fruchtig, dezent süß

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Rebsorten

Domaine Michel Niellon Chassagne Montrachet Clos de la Maltroie 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Côte de Beaune 2023 Clos de la Maltroie

Der Chassagne-Montrachet 1er Cru Clos de la Maltroie 2023 der Domaine Michel Niellon ist ein mineralischer, reifer Chardonnay aus umfriedeter Spitzenlage – knackige Frische und reiche Frucht in feiner Balance, geprägt von einem der renommiertesten Weißwein-Terroirs Burgunds.


Clos de la Maltroie – umfriedeter 1er Cru

La Maltroie zählt zu den bekanntesten Premier-Cru-Lagen von Chassagne-Montrachet und liegt im nördlichen Teil der Gemeinde, wo die feineren Kalksteinstrukturen die weltweit angesehensten Chardonnays hervorbringen. Der Clos de la Maltroie ist die umfriedete Parzelle innerhalb dieser Lage – kalksteinreicher Boden, klassische Côte-de-Beaune-Exposition.

Niellons Reben hier gehören zu den zuletzt gepflanzten des Guts, weshalb der Wein in der Jugend etwas zugänglicher ausfällt – bei Lagerpotenzial von zehn bis fünfzehn Jahren.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für klaren Fruchtkern bei tragender Frische – saftige, zugleich präzise Weißweine mit breitem Trinkfenster.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Drei Generationen bewirtschaften das Gut in lutte raisonnée. Niellon liest bewusst früh, um die Säure zu erhalten – oft als einer der Ersten im Dorf. Es folgen Spontangärung und rund zwölf Monate Ausbau auf der Feinhefe im Fass; der Anteil neuen Holzes liegt je nach Cuvée bei etwa 20–30 %. Abgefüllt wird unfiltriert und ungeschönt.

Im Glas

Im Stil des Hauses: knackige Mineralität trifft auf reife, reiche Frucht. Zitrus, weißes Steinobst und weiße Blüten über einem kalkig-salzigen Grund, mit zunehmender Reife Anklänge von Honig und Wachs. Am Gaumen Statur und Tiefe, getragen von präziser Säure und langem, mineralischem Abgang.

Knackige Mineralität trifft reife Frucht – Chassagne mit Statur und Balance.

Jung schon zugänglich, gewinnt aber mit Reife; Trinkfenster etwa 2026–2035. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Krustentiere oder gereifter Hartkäse. Ein großer Weißwein für die feine Küche.


Lage: Chassagne-Montrachet „Clos de la Maltroie" (Côte de Beaune); umfriedete Parzelle, kalksteinreicher Boden, nördlicher Teil der Appellation
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, ~12 Monate Feinhefe im Fass, ca. 20–30 % neues Holz, unfiltriert und ungeschönt · lutte raisonnée

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