Wir müssen reden!

Wir müssen reden!

Natürlich warst Du meine erste große Weinliebe, damals, dreihundert sechzig volle Monde ist das her, als es mehr als die Hälfte aller aktuellen Weinregionen Spaniens noch gar nicht gab, in einer Zeit, in der el oso alemán sein Dasein als obärfränkischer Nebenerwebsweinhändler fristete. Und es gab Dich, Dich, und nicht viel mehr als Dich. Gut, der Miguel aus Pacs del Penedès war auch schon da, Don Álvaro aus dem Palacio verkaufte damals noch Barricas. Berberana Gran Reserva, bei einem Importeur aus Troisdorf günstig erworben, das waren die ersten tapsigen Schritte des oso alemán.

Seitdem ist viel passiert. Und darüber müssen wir mal reden, so von Bär zu Rebstock. Ein Bär mit vielen Rebstöcken, mehr als einundsechzig tausend Hektar sind da mit Reben bestockt. Und das schon ziemlich lange. Aber irgendwie hast Du Dich gewandelt, alte Rioja.

Gut, es ging Dir schon einmal schlechter, damals, vor gut zwanzig Jahren. Weißt Du noch, wie das war, als die dunklen Riberas auf den Markt kamen, als Dir plötzlich, einem unheiligen Geist gleichend, eine Konkurrenz erschien, mit der Du nie und nimmer gerechnet hattest? Ein echter Rivale! Auf kastilischem Boden. Unerhört. Fast schon Rebellion! Gut, das hatte auch sein Gutes, denn nur so konnte das zarte Pflänzlein entstehen, all diese neuen Projekte, die eine Rioja suchen, welche schon lange verschwunden war.

Denn damals warst Du klar auf dem Weg ins Fegefeuer, mit Deiner Tempranillo-Manie, mit Quatrupillonen von Weinen, die einfach nur langweilig waren.

Weißt Du noch, wie das früher war, vor mehr als einhundert Jahren? Als die Laus den Reben zu nahe kam und alles fraß, was nicht auf Sand gebaut war. Wohl das einzige Mal in der Geschichte der Weinheit, als auf Sand bauen etwas Positives war. Ein paar dieser alten Kerle stehen da noch, in der Sierra de Yerga, in der Sierra de Alhama; die eine oder andere Parzelle hat die Laus gar nicht entdeckt, Bergsteigen war nicht ihr Lieblingssport.

Und selbst danach war noch alles beim alten, Rioja war eine Region, in der er viel Weißwein gab, dazu viel Garnacha, Mazuelo, Graciano und all die Sorten, die im Laufe der Zeit verschwunden sind oder verdrängt wurden. Glücklicherweise gibt es ein paar Weinberge, in denen solche alten Sorten noch stehen: Maturana etwa, oder Monastell, Rojal, Túrruntes (der nix mit Torrontés zu tun hat). Scharf neben einer Kurve zwischen La Bastida und Briñas gibt es eine Parzelle, in der Rebstöcke stehen, von denen niemand so genau weiß, was es ist. So etwas gab es damals zuhauf. Ach, war das schön.

Heute gibt es das fast gar nicht mehr. Etwa neunzig Prozent aller roten Stöcke heißen mit Nachnamen Tempranillo, einzig die Garnacha kann sich mit Ach und Krach behaupten. Aber auch nur, weil es im Südwesten, in Badarán, in Cordovín und in Cárdenas und in einigen Dörfern außen herum noch immer die Tradition der Claretes gibt, weiß (meistens Viura, seltener Garnacha) mit roter Garnacha verquirlt. Wenn das nicht wäre… Na gut, unten oben findet man auch noch Garnacha. Und Mazuelo. Und Graciano. Unten oben, das ist eine der spannendsten Regionen der Rioja. Unten, das ist die Rioja Baja, die auf Geheiß [sc bitte dazudenken] einiger Kommerzapostel jetzt Rioja Oriental heißen muss. Oben, das sind die Bergregionen in der Rioja Baja. Eigentlich ist das eine groteske Sache: dort unten, zwischen Autol, Quel und Arnedo, aber auch noch weiter unten, in Grávalos und den Bergdörfern des Río Alhama stehen die Reben auf siebenhundert Metern, teilweise noch einmal hundert Meter weiter oben. Im Biosphärenreservat des Alhama soll es Parzellen auf knapp tausend Metern geben. Die Rioja Alta kriegt Schnappatmung, wenn man sie daran erinnert. Diese Ecken sind ein Juwel, denn dort findet man all das, was man sonst nicht findet. Da die Parzellen ohnehin klein waren und das Land zerklüftet ist, lohnt sich industrieller Weinbau dort nicht. Das kriegt man unten, ganz unten, besser und billiger hin. Aber irgendwann wollte das niemand mehr hören. Dafür gab es echte „Innovationen“, El Coto zum Beispiel, oder tausend andere Exponate industrieller Langweiligkeit.

Mit dem, was man landläufig als Rioja kennt, hat das natürlich nichts zu tun. Denn das sind eben keine latent hohlen Säuerlinge, wie sie in Cenicero, in Guardia, in Haro oder in wo auch immer entstehen, kein Marqués de Cáceres, kein Griñón, kein Felix Solís. In Blindproben käme wohl niemand auf die Idee, dies als Rioja einzustufen.

Ist es aber. Und genau das, liebe Rioja, ist Deine Aufgabe für die Zukunft. Wir müssen weg von der Tempranillitis, Rioja-Weine waren zeitlebens (in der Zeit vor den Marketing-Päpsten) Cuvées aus verschiedenen Sorten, weiße und blaue (Ribera übrigens auch). Nur kann man das halt schwer vermarkten. Rioja – Tempranillo – Crianza – Reserva – Gran Reserva. Fünf Wörter, das musste reichen, um die Region in der Welt bekannt zu machen. Wobei: das, was im achtzehnten und auch noch im neunzehnten Jahrhundert gen Amerika verschifft wurde, war kein sortenreiner Tempranillo. Damals stand diese Sorte auf nicht einmal zehn Prozent der Rebfläche, die Weine waren ganz anders.

Überhaupt: die Weißweine. Zu Zeiten unserer Großbären und Urgroßbären war die Rioja eine Weißweinregion, zumindest hauptsächlich. Viura und weiße Garnacha, Rojal, ein klein wenig echte Malvasía, Albillo Mayor (den die Riojanas und Riojanos aus irgend einem Grund Túrruntes nennen), Maturana Blanca, aber auch diverse Sorten, die aus dem Südwesten Frankreichs gen Rioja schwappten, die Bandbreite war immens. Irgendwann ging das verloren, und zwar nicht nur, weil die Leute Tempranillo schrien. Sondern weil sich der Markt der Weißweine veränderte: Edelstahl und temperaturgesteuerte Gärführung brachten Weine hervor, die es so hundert Jahre zuvor nicht gab. Und Du, liebe Rioja, hast verträumt über Felder und Auen geblickt, denn wer in Spanien kann schon den großartigen Weißweinen von Viña Tondonia und zwei oder drei anderen Kellereien das Wasser reichen. Mag sein, aber der Markt geht anders. Dann stand da halt das Penedès und später Rueda, mit frischen Weinen, die auch ein weniger detailverliebtes Publikum ansprachen. Und Du? Hast Deine seelenlosen Viuras auf den Markt geworfen, die niemand mehr haben wollte. ¡Schluchtz!

Als es dann schon fast fünf nach zwölf war, kam der erste Rundumschlag. Zwar musste Rojal noch immer Malvasía heißen, dafür waren plötzlich Chardonnay, Verdejo sowie Sauvignon Blanc als Qualitätsrebsorten zugelassen. Rebsorten ja – Qualität hmmmm. Ganze dreihundert Hektar Verdejo gibt es inzwischen in der Rioja, fast die Hälfte steht in Navarra, wo es schon fast egal ist, was da steht. Chardonnay und Sauvignon bringen es zusammen gerade einmal aus zweihundert und fünfzig Hektar Rebland. Großbodegas brauchen das nicht, weil die in Rueda oder in der Mancha oder in Aragón füllen (lassen) und für kleine Bodegas ist das Thema ohnehin nicht relevant.

Dafür gibt es jetzt ja die neue, t’schuldigung, Sau, die Du durch die Dörfer getrieben hast: Tempranillo Blanco. Diese Sorte gibt es erst seit wenigen Jahrzehnten, ausgerechnet bei Paco García tauchte sie zum ersten Mal auf, die verantwortlichen Teilzeitfunktionäre tun aber so, als ob diese Sorte die Rettung wäre. So ganz unter uns: die weiße Mutation einer säurearmen Rebsorte ist immer noch säurearm, fehlende Farbpigmente spielen da keine Rolle. Dazu kommt, dass diese Sorte gerade verstärkt dort angebaut wird, wo Platz ist; nicht jedoch dort, wo sie am besten gedeihen kann. Tempranillo Blanco muss auf mineralischen Boden, erdig sollte er auch sein, vulgo: fetter Lehm und möglichst weg von zuviel Sonne. So, wie Du das gerade angehst, gibt das nix.

Ich könnte jetzt noch stundenlang weiter jammern, denn über all das, was in den letzten vier Jahrzehnten schiefgelaufen ist, haben wir ja noch nicht einmal ansatzweise gesprochen. Das wäre aber wenig zielführend. Besser ist es, mal ganz kurz auf die einzugehen, die Sachen anpacken.

Von den großen Betrieben darf man da nicht allzu viel erwarten. Gut, Viña Tondonia hat endlich mal die Brett-verseuchten Barricas rausgeworfen. Die Weine sind wieder besser geworden, die Marquesse keltern nach wie vor traditionelles Zeuch. Und da mag der lustige Luis, der für den lustigen Robert schreibt, der gerade seine Zeitung an lustige Chinesen und lustige Franzosen verkauft hat, noch so viel loben: selbst wenn die bei Bilbainas (Codorniu) die Qualität des Viña Pombal um dreihundert Prozent steigern würden, wer bei nahe null anfängt, hat einen langen Weg vor sich.

Zugegeben: seit den Tagen, in denen ein gewisser M. A. de Gregorio die modernsten Rotweine der Rioja kelterte, ist viel geschehen. Typen wie der Roberto mit seinen Tentenublos, der Gorka mit den schlechten Steinen oder aber der Javier mit seinen vier Solos haben schon Ausrufezeichen gesetzt. Der Bryan aus Südafrika, der mal bei dem Dominik aus Süd-München im Mittelpriorat gearbeitet hat, setzt ganz andere Akzente, Und der Oxer, jawohl, der mit dem komplizierten Familiennamen, kann nicht nur Kalamity, er mag und macht auch Suzanne und noch ein paar Weine, die wahre Terroirmonster sind. Der mit dem Philar tanzt ist auch nicht schlecht. Und es gibt noch ein paar mehr.

Schon klar, in der Summe bringen die (noch) nichts auf die Waage, vielleicht eine Million Flaschen zusammengerechnet, bei derer dreihundert in der ganzen Region.. Aber auch ein langer Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Und diesem ersten Schritt, diesem Anfang, wohnt, wie jedem Anfang, ein Zauber inne.

Wahre Liebe rostet nicht. Text: El oso alemán

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Spirituosen

Cognac Claude Chatelier VS

Cognac · VS · Charente · Frankreich

Cognac Claude Chatelier VS ist ein ausdrucksstarker Cognac aus dem renommierten Hause Ferrand in der Charente. Als VS reifte er mehrere Jahre im Eichenfass. Bernsteinfarben mit gelb-goldenen Reflexen, zeigt er ein florales, fruchtbetontes Profil. Mild, weich und samtig am Gaumen.


Cognac (Charente)

Cognac stammt aus der Region rund um die Stadt Cognac in der Charente im Westen Frankreichs. Das atlantisch geprägte Klima und die kalkhaltigen Böden bilden die Grundlage für die feinen Weinbrände der Region. Das Haus Ferrand zählt zu den angesehenen Cognac-Erzeugern.

Herstellung und Reifung

Der Cognac wird klassisch aus Ugni Blanc destilliert und als VS (Very Special) ausgebaut – die jüngste Komponente reift mindestens zwei Jahre im Eichenfass, was ihm Farbe und feine Holznoten verleiht.

Im Glas

Bernsteinfarben mit gelb-goldenen Reflexen. In der Nase florale Noten mit einem Hauch Eiche, dazu Orange, Honig und etwas Zitrus. Am Gaumen mild, weich und samtig, mit harmonischem Finish.

Zum Genuss

Pur als Digestif oder als Basis für klassische Cognac-Cocktails. Bei Zimmertemperatur im Tulpenglas genießen.

Klassische Begleitung: dunkle Schokolade, Trockenfrüchte, Nüsse und Zigarren.


Herkunft: Charente (Frankreich); Haus Ferrand
Art: Cognac VS (Weinbrand)
Reifung: mind. 2 Jahre im Eichenfass

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Weine

Künstler Rüdesheim Berg Schlossberg GG Riesling 2016

Weißwein · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau Rüdesheim Berg Schlossberg Großes Gewächs (GG) Quarzit trocken 2016

Das Künstler Rüdesheim Berg Schlossberg GG Riesling 2016 stammt aus einer der weltberühmten Lagen des Rheingaus – ein legendär eleganter Riesling vom Quarzit, geprägt von feiner Mineralität, schöner Säure und enormem Lagerpotenzial auf feinstem Niveau.


Rüdesheim Berg Schlossberg – Weltklasse am Quarzit

Der Lagenname bezieht sich auf die Schutz- und Zollburg Burg Ehrenfels. Die Mühe in dieser weltberühmten Lage zahlt sich mit legendär eleganten Weinen aus. Rieslinge vom Quarzit sind geprägt von einer feinen Mineralität und einer schönen Säure.

Der Berg Schlossberg gehört zu den steilsten und renommiertesten Lagen des gesamten Rheingaus – eine nach Süden zum Rhein abfallende Steillage auf Quarzit- und Schieferböden. Die Weine haben ein enormes Lagerungspotenzial auf feinstem Niveau und entfalten sich erst nach mindestens vier bis fünf Jahren.

Jahrgang 2016 – Rheingau

2016 gilt im Rheingau als klassischer, eleganter Riesling-Jahrgang: Nach feuchtem Frühjahr brachte ein sonniger, trockener Spätsommer und Herbst vollreifes, gesundes Lesegut mit präziser Säure. Gerade in einer Quarzit-Lage wie dem Berg Schlossberg entstehen so feingliedrige, mineralische und langlebige Große Gewächse.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2016, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Klassischer Künstler-Ausbau im großen Holzfass, das dem Wein Struktur und Reifepotenzial gibt, ohne aromatisch in den Vordergrund zu treten. Die Quarzit-Mineralität und die feine Säure der Lage bleiben unverfälscht im Mittelpunkt.

Im Glas

Ein feines, klares Bukett von Pfirsich und Aprikose, Zitrus und weißen Blüten, untermalt von der für den Quarzit typischen rauchig-mineralischen Note und feiner Würze. Am Gaumen elegant und feingliedrig, mit präziser, schöner Säure, salziger Mineralik und einem langen, geradlinigen Abgang – legendäre Eleganz auf feinstem Niveau.

Legendär elegante Weine vom Quarzit – feine Mineralität, schöne Säure und enormes Lagerpotenzial.

Entfaltet sich erst nach mindestens vier bis fünf Jahren und reift auf feinstem Niveau über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu kräftigerem Hartkäse.


Lage: Rheingau, Rüdesheim Berg Schlossberg (Deutschland); steile Südlage zum Rhein, Quarzit- und Schieferböden; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheingau, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; Ausbau im großen Holzfass; enormes Lagerpotenzial (entfaltet sich nach 4–5 Jahren)

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Länder/Regionen

Jeff Carrel Vieille Mule rouge

Wein · Rotwein · Languedoc · Frankreich

Jeff Carrel Vieille Mule Rouge ist ein kleines Fruchtmonster: Vollreife Himbeeren springen direkt in die Nase, dazu mundfüllende Vollmilchschokolade und erneut reife Himbeere im Geschmack. Sehr kräftig und dennoch weich – reinsortig aus Grenache Noir.


Languedoc / Südfrankreich

Jeff Carrel ist ein renommierter Winzer und Négociant aus dem Languedoc-Roussillon, bekannt für charaktervolle, fruchtbetonte Weine aus dem Süden Frankreichs. Das sonnige mediterrane Klima bringt vollreife, üppige Grenache-Frucht hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grenache Noir. Der Ausbau stellt die reife, üppige Frucht in den Vordergrund und bewahrt die weiche, zugängliche Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Rubinrot. In der Nase vollreife Himbeere und ein Hauch Vollmilchschokolade. Am Gaumen kräftig und dennoch weich, mit üppiger, saftiger Frucht, milden Tanninen und rundem, fruchtbetontem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein geselliger, unkomplizierter Begleiter.

Passt zu: gegrilltem Fleisch, Pasta, Pizza, mediterranen Schmorgerichten und mittelreifem Käse.


Lage: Languedoc-Roussillon (Frankreich); Jeff Carrel
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – 100 % Grenache Noir, trocken
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau

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Spanien

Conde Pinel Tempranillo rosado

Roséwein · Tempranillo · Castilla · Spanien

Conde Pinel Tempranillo Rosado ist ein trockener Roséwein von Hammeken Cellars aus dem Herzen Spaniens. Reinsortig aus Tempranillo gekeltert, gehört er zur modernen Conde-Pinel-Linie – fruchtbetont, klar und trocken.


Castilla

Die Conde-Pinel-Linie stammt vom Önologenteam um David Tofterup bei Hammeken Cellars (Jávea/Alicante) und umfasst einen Weiß-, einen Rosé- und einen Rotwein. Der Rosado trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Die handgelesenen Trauben werden temperaturkontrolliert im Edelstahl vergoren; anschließend ruht der Wein rund zwei Monate auf der Feinhefe, was ihm Aroma und Textur verleiht.

Im Glas

Kräftiges Rosa. In der Nase rote und dunkle Frucht – Pflaume, Kirsche und Brombeere. Am Gaumen elegant trocken, fruchtbetont und frisch, mit angenehmer Säure und leichtem, animierendem Körper.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder leichter Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Tapas, Lachs, Pasta mit Tomatensauce und Sommerküche.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Roséwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, ~2 Monate auf der Feinhefe

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Corton Charlemagne Grand Cru 2023

Weißwein · Corton-Charlemagne Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Corton-Charlemagne Grand Cru (Frankreich) 2023 Biodynamie · 13,00 % vol

Der Pierre Vincent Corton-Charlemagne Grand Cru 2023 ist ein monumentaler Weißwein aus dem Debütjahrgang der neuen Domaine: intensiv, kraftvoll, mit leicht reduktiven Noten, einem Hauch Butter und enormem Zug am Gaumen. Der Name ist Programm – und Verpflichtung.


Corton-Charlemagne – die Lage

Corton-Charlemagne ist eine der größten Weißwein-Lagen Burgunds, gelegen am fast kreisförmigen Kalksteinhügel von Corton am nördlichen Ende der Côte de Beaune. Die kalk- und mergelreichen, von der bewaldeten Hügelkuppe erodierten Böden bringen Chardonnays von großer Mineralität und feuersteinartigem Charakter hervor.

Pierre Vincents Cuvée stammt aus zwei nur 0,5 Hektar umfassenden Parzellen alter Reben (1947–1981): die wärmere Le Charlemagne (Südwest, direkt unterhalb von Vougeraie) für Körper und Fülle, die kühlere En Charlemagne (West) für Spannung und Frische. Beide wurden 2023 fünf Tage versetzt gelesen.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte an der Côte de Beaune sehr große Weißweine. In einem warmen Jahr erweist sich die kühle Höhenlage des Corton-Hügels als ideal, um Frische und Mineralität zu bewahren.

Es ist zugleich der Debütjahrgang der Domaine Pierre Vincent: 2023 übernahm der langjährige Leiter von Vougeraie und Leflaive die frühere Domaine des Terres de Velle und keltert seither unter eigenem Namen.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 13,00 % vol. Insgesamt nur neun Fässer, rund 2.500 Flaschen.

Pierre Vincent arbeitet biodynamisch und im Keller bewusst zurückhaltend: lange, sanfte Pressung, Gärung teils im Edelstahl, anschließend Ausbau in Barriques mit nur geringem Neuholzanteil (eines von neun Fässern neu), ergänzt um rund 20 % Keramik-Amphore zur Wahrung von Spannung und Frische. Der Wein reift über zwei Winter im Keller.

Im Glas

Intensiv und kraftvoll, mit noch leicht reduktiven Noten, einem Hauch von Butter und Schmalz sowie enormem Zug und Druck am Gaumen. Reife Mirabelle und Quitte, Akazienblüte und eine markante mineralische, feuersteinartige Ader, getragen von lebendiger Säure. Der Nachhall ist majestätisch.

Ein monumentaler Corton-Charlemagne – intensiv, mineralisch, mit majestätischem Nachhall.

Gebaut für die lange Reife. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Hummer, Steinbutt, Bresse-Geflügel in Rahmsauce, Kalb oder gereiftem Comté. Ein großer Begleiter für festliche, gehaltvolle Gerichte.


Lage: Le Charlemagne und En Charlemagne, Corton-Charlemagne Grand Cru, Côte de Beaune, Bourgogne (Frankreich); Kalk-Mergel, alte Reben (1947–1981), 0,5 ha
Klassifikation: Corton-Charlemagne Grand Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; Barrique (geringer Neuholzanteil) und ca. 20 % Keramik-Amphore; zwei Winter Ausbau; biodynamisch; 13,00 % vol

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Spirituosen

Faude feine Brände Rote Bete Geist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Rote-Bete-Geist ist ein ungewöhnlicher Gemüse-Geist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus feldfrischer junger Roter Bete – „ländlich exotisch", mit kräftigem Auftritt, erdiger Note und leichter Süße im Abgang.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden), bekannt für sortenreine, handwerkliche Edeldestillate. Die feldfrische junge Rote Bete stammt von einem Landwirt aus Bötzingen – regional und tagesfrisch verarbeitet.

Mazeration und Destillation

Da die Rote Bete zu wenig Zucker für eine vergärbare Maische liefert, entsteht ein Geist: Das Gemüse wird in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, klarsten Aromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase erdig und würzig, mit dem typischen Charakter frischer Roter Bete. Am Gaumen kräftig und intensiv, mit einer fein süßlichen Note im Abgang – ein ausdrucksstarkes, ungewohnt erdiges Aroma.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas oder als außergewöhnliche, erdig-würzige Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Rote-Bete-Geist (Gemüse-Geist), Rote Bete aus Bötzingen
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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Portugal

Feuerheerd's Ruby Reserve Christmas Blend

Portwein · Ruby Reserve · Douro · Portugal

Feuerheerd's Ruby Reserve Christmas Blend ist ein besonderer Fine Ruby Portwein – ein Christmas Blend, sorgfältig aus den besten Fasspartien von Feuerheerd's zusammengestellt. Er vereint junge, in großen Eichenholzfässern gereifte Ports mit jugendlich-intensivem Fruchtcharakter. Vollmundig und festlich.


Douro

Feuerheerd's (Barão de Vilar) ist ein traditionsreiches Portweinhaus aus dem Douro-Tal in Nordportugal, einer der ältesten Weinbauregionen der Welt mit steilen Schieferterrassen.

Herstellung und Reifung

Der Blend vereint die klassischen Douro-Sorten Touriga Nacional, Touriga Franca, Tinta Roriz, Tinta Barroca und Tinto Cão. Die jungen Ports reifen in großen Eichenholzfässern, die ihren charakteristisch jugendlichen, intensiven Fruchtcharakter bewahren.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase und am Gaumen vollmundig, mit einer reichen Palette roter Früchte, dominiert von Pflaumen und Himbeeren. Als Christmas Blend entfaltet er eine harmonische Eleganz. Der Abgang ist süß und lang.

Zum Genuss

Bei 14–16 °C servieren, pur als Digestif oder zum Dessert – ein festlicher Begleiter.

Klassische Begleitung: Käse, Schokolade, Desserts und Trockenfrüchte.


Herkunft: Douro (Portugal)
Art: Fine Ruby Reserve Port
Reifung: in großen Eichenholzfässern (jung, fruchtbetont)

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Spanien

Envinate Palo Blanco Las Molinas blanco 2024

Weißwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Blanco

100 % Listán Blanco Teneriffa · Los Realejos Lage Las Molinas (seit 1897) Envínate Vulkanboden · ~550 m 100-J.-Reben 1.500-l-Holzfass 2024

Der Envínate Palo Blanco Las Molinas 2024 ist ein reinsortiger Listán Blanco aus dem Filetstück eines uralten Vulkan-Weinbergs – unfassbar straff, mit mineralischer Struktur und gletschergleicher Säure. Ein authentisches, kleines Meisterwerk.


Las Molinas – uralter Weinberg über Los Realejos

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Las Molinas ist ein uralter Weinberg in der Gegend von Los Realejos (Valle de la Orotava), der 1897 erstmals dokumentiert wurde – wahrscheinlich sind die Listán-Blanco-Reben hier noch deutlich älter. Sie wachsen auf vulkanischen Böden in rund 550 Metern Höhe. Aus dem Filetstück dieses alten Weinbergs wird der Palo Blanco Las Molinas gewonnen.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2024 einen vertikalen, mineralisch-straffen Weißwein von großer Frische und Spannung. Die uralten Reben und der schonende Ausbau betonen die kompromisslose, herkunftsgenaue Stilistik dieser Einzellage.

Ausbau

Reinsortiger Listán Blanco aus dem Jahrgang 2024, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Nach sorgfältiger Selektion reift dieser straffe, mineralisch strukturierte Weißwein in einem 1.500-Liter-Holzfass – im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Ein unfassbar straffer Weißwein mit mineralischer Struktur: Fenchel, knackiger Apfel, Würze, weißer Tee und leichte oxidative Noten. Am Gaumen lang und explodierend, mit einem ellenlangen Abgang. Die Säure ist prägnant und gletschergleich – ein authentisches, kleines Meisterwerk.

Unfassbar straff und mineralisch – lang und explodierend, mit prägnanter, gletschergleicher Säure.

Profitiert vom Dekantieren; gewinnt mit etwas Luft und Reife. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Tapas und Reisgerichten, zu Geflügel sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava, Lage Las Molinas (Los Realejos; Kanaren, Spanien); ~550 m, vulkanische Böden; über 100 Jahre alte Reben, Weinberg erstdokumentiert 1897
Klassifikation: Weißwein, Teneriffa; 100 % Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Selektion aus dem Filetstück der Lage, Reife im 1.500-l-Holzfass; minimal-invasiv, organischer Anbau

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