Zum Martin Sepp – Wien – Österreich

Zum Martin Sepp – Wien – Österreich

Zum Martin Sepp ist ein klassisches Heurige in Grinzing, einem eingemeindeten Wiener Vorort, wo sich eine Weinwirtschaft nach der anderen auf einer Perlenschnur gleich aufreiht.

Hier eilen morbide wirkende Kellner an vielen im Weg stehenden und sitzenden Touristen herum, um diesen die Wünsche von den Augen abzulesen. Dies geschieht im Eifer des Gefechts einmal schneller, einmal langsamer und machmal leider auch gar nicht.

Hier in Grinzing ist die Welt bei Sonnenschein noch absolut in Ordnung. Die Gäste sitzen in lauschiger Atmosphäre bei Wein, Bier oder Gespritzten gemütlich beisammen, bestellen Klassiker der Wiener Küche und genießen einfach nur die schöne Zeit.

Der servierte Spargel war fast auf den Punkt gekocht und erfüllte seine Paradefunktion als saisonales Zugpferd perfekt.

Der Kaiserschmarrn ist dann ein wahres Highlight österreichischer Nachtisch Kultur und schüttet auch im nachhinein noch wahre Glückshormone aus. Das Heurige Zum Martin Sepp ist ohne Frage ein auf viele Touristen ausgelegtes Konzept, verbindet und verteidigt dabei aber gut und tapfer das heimische, schmackhafte Kulturgut.

Zum Martin Sepp
Cobenzlgasse 34
1190 Wien
Österreich
Telefon: +43 1 3203233
www.zummartinsepp.at

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55

Unsere Wertung: 55 von 365 Punkten *

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Rebsorten

Angerville Volnay Taillepieds 1er Cru 2020

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Volnay 1er Cru Côte de Beaune 2020 Taillepieds · 1,07 ha

Der Volnay Taillepieds 1er Cru 2020 der Domaine Marquis d'Angerville ist ein Pinot Noir von rassiger Eleganz und Geradlinigkeit – mineralisch, präzise und auf lange Reife gebaut. Aus einer der großen Spitzenlagen Volnays, von einem der besten Erzeuger der Appellation.


Taillepieds – steile, steinige Spitzenlage

Volnay steht für elegante, feingliedrige Pinot Noirs – ein deutlicher Kontrast zu den kräftigeren Nachbarn. Die Lage Taillepieds liegt am oberen, steilen Hang südlich des Dorfes. Ihr Name spielt auf die scharfkantigen Steine an, an denen sich die Winzer einst die Schuhe ruinierten.

Der karge, weißliche und steinige Kalkboden, die Hangneigung und die sonnige Exposition geben den Weinen zusätzliche Finesse. Angervilles 1,07 Hektar große Parzelle in relativ hoher Lage bringt einen etwas ernsteren, zurückhaltenden Wein hervor – die Synthese aus Eleganz und Aufrichtigkeit, rassiger und vollständiger als Champans oder Caillerets.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 war ein warmer, trockener Jahrgang mit früher Lese und geringen Erträgen. Kleine Beeren brachten konzentrierte, gesunde Frucht.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei erhaltener Frische – Eigenschaften, die der strukturierten, langlebigen Art dieses Taillepieds entgegenkommen.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, vom hauseigenen „Pinot d'Angerville"-Klon.

Wie alle Premier Crus des Guts wird der Wein entrappt und 8 bis 10 Tage auf der Maische vergoren – mit sanftem Remontage, bewusst ohne Pigeage, um die Finesse zu bewahren. Der Ausbau erfolgte in rund 25 % neuem Holz. Das gesamte Gut wird seit 2006 von Hand bewirtschaftet.

Im Glas

Tiefes Purpur. Ein ausgeprägt florales Bouquet aus Rosenblättern, Iris und Veilchen trifft auf Himbeere, Brombeere, einen Hauch Kakao, würzige und erdige Noten. Am Gaumen mittelgewichtig bis vollmundig, samtig und konzentriert, mit feinem, festem Tannin, klarer Säure und einem mineralisch-langen Finale von schwarzem Pfeffer und Nelke.

Rassig, mineralisch und geradlinig – die Synthese aus Eleganz und Aufrichtigkeit, gebaut für lange Reife.

Profitiert von Flaschenreife; ideal über viele Jahre lagerfähig. Bei 16 °C servieren, vorab dekantieren.

Am Tisch

Geschmortes oder gebratenes Geflügel, Ente, Reh, Lamm oder reifer Weichkäse. Ein großer Pinot Noir für die festliche Küche.


Lage: Volnay „Taillepieds" (Côte de Beaune); steiler oberer Hang, karger, steiniger Kalkboden, 1,07 ha
Klassifikation: Volnay 1er Cru
Ausbau: Pinot Noir; ~25 % neues Holz, kein Pigeage · Handarbeit im Weinberg (seit 2006)

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Weine

Coste Petrai Prosecco Frizzante Colli Trevigiani

Ein ganz leichter und ehrlicher Perlwein für alle Tage. Feine Perlage, gute Frucht. Unser Hausprosecco!

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Länder/Regionen

Sea Horse Winery Lennon 2018

Wein · Rotwein · Judäisches Bergland · Israel

Sea Horse Lennon 2018 ist ohne Zweifel der fruchtbetonteste Wein von Ze'ev Dunie. Reife Zwetschgen und Kirschen finden sich schon im Duft wieder und tragen auch am Gaumen. Die Gerbstoffe sind relativ soft, die Säure bestens eingebunden – der Abgang hat Zug und endet mit langem Finish.


Israel / Judäisches Bergland

Die Sea Horse Winery von Ze'ev Dunie liegt im Judäischen Bergland und zählt zu den eigenwilligsten, handwerklich geprägten Weingütern Israels. Dunie benennt seine Weine nach musikalischen Vorbildern – der Lennon steht für die fruchtbetonte, zugängliche Seite seines Schaffens.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Zinfandel, Petite Sirah und Mourvèdre. Zinfandel bringt reife, saftige Frucht, Petite Sirah Farbe und Struktur, Mourvèdre Würze und Tiefe. Der Ausbau bewahrt die fruchtbetonte Stilistik mit weichen Gerbstoffen und gut eingebundener Säure. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase reife Zwetschge und Kirsche. Am Gaumen fruchtbetont und saftig, mit soften Gerbstoffen, bestens eingebundener Säure und gutem Zug; der Abgang endet mit langem Finish.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein geselliger, vielseitiger Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm, Pasta und mittelreifem Käse.


Lage: Judäisches Bergland (Israel); Sea Horse Winery (Ze'ev Dunie)
Klassifikation: Rotwein – Cuvée aus Zinfandel, Petite Sirah & Mourvèdre, trocken
Ausbau: fruchtbetont, mit weichen Gerbstoffen
Jahrgang: 2018

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Rebsorten

Vigne Vecchie Leggenda Primitivo di Manduria

Rotwein · Primitivo · Manduria · Italien

Vigne Vecchie Leggenda Primitivo di Manduria ist ein kraftvoller Rotwein von Vigneti del Salento (Fantini Group) aus Apulien – das Spitzengewächs des Hauses. Reinsortiger Primitivo aus über 70 Jahre alten Reben, mit verschwenderischer Fülle aus reifen Pflaumen, Schokolade und süßer Kirsche.


Manduria

Die Trauben stammen von über 70 Jahre alten Buschreben (Alberello) rund um Sava im Herzen des DOP-Gebiets Manduria, auf eisenhaltigem Boden über kalkhaltigem Fels. Die geringen Erträge alter Reben sorgen für besonders konzentrierte Trauben. Hinter dem Wein steht Vigneti del Salento (Fantini Group).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Primitivo di Manduria. Die Trauben werden leicht überreif gelesen; nach der Maischegärung und malolaktischer Gärung reift der Wein rund zwölf Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche, was ihm Tiefe, Würze und seine schmelzige Art verleiht.

Im Glas

Dichtes Rubinrot mit fast schwarzem Kern. In der Nase eine verschwenderische Fülle aus reifen Pflaumen, Schokolade, süßer Kirsche, Mandelkuchen und Rumtopf, dazu Tabak und süße Gewürze. Am Gaumen kraftvoll und verführerisch, mollig und vollmundig, mit weichen Tanninen, feiner Fruchtsüße und langem, wärmendem Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Karaffe öffnet den Wein. Ein wärmender Rotwein für die kalten Tage – so gehaltvoll, dass er fast eine Mahlzeit für sich ist.

Klassische Begleitung: Schmorgerichte, Wild, würziges Lamm und reifer Käse.


Lage: Manduria (Sava), Salento/Apulien (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOP – Rotwein (halbtrocken)
Ausbau: ~12 Monate in amerikanischer und französischer Eiche

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Weine

Peter Jakob Kühn Oestrich Riesling Quarzit 2022 BIO

Weißwein · Oestrich (Rheingau) · Riesling

Riesling Oestrich „Quarzit" Peter Jakob Kühn Doosberg · Klosterberg · Lenchen Lösslehm mit grauem Quarzit trocken spontane Fassgärung BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2022

Der Peter Jakob Kühn Oestrich Riesling „Quarzit" 2022 hat seinen Ursprung in den Oestricher Lagen Doosberg, Klosterberg und Lenchen. Ein typischer Riesling aus den tiefgründigen Oestricher Lagen: saftig und tief, mit reifer Frucht und erdiger Würze.


Oestrich „Quarzit" – Ortsriesling aus drei Lagen

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau in traditionellen Stückfässern mit langem Hefelager, der den Weinen Tiefe und Anmut verleiht.

Der „Quarzit" stammt aus den Lagen Oestricher Doosberg, Klosterberg und Lenchen. Im Boden findet sich humoser, teils etwas toniger Lösslehm, der von grauem Quarzit durchzogen wird. Die optimale Wasserführung im Doosberg versorgt die Reben auch in heißen Sommermonaten ausreichend – die Grundlage für einen saftigen, tiefen Riesling, der den Boden widerspiegelt, auf dem er gewachsen ist.

Jahrgang 2022 – Rheingau

2022 war im Rheingau von Sonne geprägt, mit spärlichem Regen in Juli und August. Begrünung zur Beschattung und Kühlung der Böden sowie eine bewusst schützende Laubwand halfen, Trockenstress und Sonnenbrand zu vermeiden; die älteren Anlagen mit ausgewachsenem Wurzelsystem meisterten das Jahr souverän. Ein nachhaltiger Wetterumschwung zur Rieslinglese und eine strenge Selektion in mehreren Durchgängen reduzierten die Menge deutlich. Das Ergebnis überrascht: nichts deutet auf einen warmen Jahrgang hin – die Weine sind feingliedrig, unbeschwert, schwebend und zart.

Ausbau

Trockener Ortsriesling aus den Oestricher Lagen Doosberg, Klosterberg und Lenchen, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von quarzitdurchzogenem Lösslehm.

Der Wein wird im herkunftsbetonten Stil des Guts vinifiziert; die Fässer vergären leise und spontan, ganz auf Saftigkeit, Tiefe und die schmeckbare Herkunft der Oestricher Lagen ausgerichtet. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein saftiger, tiefer Riesling, der den Quarzitboden widerspiegelt: reife gelbe Frucht nach Apfel und Pfirsich, dazu Zitrus, eine erdige Würze und feine, steinig-mineralische Anklänge. Am Gaumen saftig und schwebend, zugleich tief und griffig, mit lebendiger Säure und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Saftig und tief, mit reifer Frucht und erdiger Würze – reifer Apfel und Pfirsich über Zitrus und steinig-mineralischer Prägung, schwebend und griffig zugleich, mit langem Nachhall.

Ein tiefer, herkunftsklarer Rheingau-Ortsriesling. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Oestricher Doosberg, Klosterberg und Lenchen, Rheingau; humoser, teils toniger Lösslehm, von grauem Quarzit durchzogen
Klassifikation: Ortsriesling „Quarzit", Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: spontane Fassgärung im Stil des Guts, langes Hefelager; biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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Weine

Rémi Jobard Meursault 1er Cru Les Charmes blanc 2022 BIO

Weißwein · Meursault 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault 1er Cru Côte de Beaune 2022 Les Charmes · Bio (Ecocert)

Der Meursault 1er Cru Les Charmes 2022 der Domaine Rémi Jobard ist ein mineralischer, kraftvoll-eleganter Bio-Chardonnay – eine der schönsten Ausdrucksformen des weißen Burgunders, mit großem Spannungsbogen zwischen Frische, Fülle und Komplexität.


Les Charmes – Südhang unter Genevrières und Perrières

Der 1er Cru Les Charmes gehört zu den größten und bekanntesten Premier-Cru-Lagen Meursaults und steht sinnbildlich für die kraftvolle Eleganz, die die Weine weltberühmt gemacht hat. Die Parzelle liegt am sanften Südhang unterhalb der Toplagen Genevrières und Perrières. Die kalkhaltigen, teils steinigen und gut durchlässigen Böden zwingen die Reben zu tiefem Wurzelwachstum – ideal für Tiefe, Struktur und mineralische Finesse.

Viel Morgensonne und kühlere Nachmittage sorgen für eine langsame, gleichmäßige Reife. Besonders begehrt ist der höher gelegene Teil (Les Charmes-Dessus), der zu den feinsten Premier Crus Meursaults zählt – ein Wein mit großem Lagerpotenzial.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war im Burgund ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang. Dank Wasserreserven aus dem Frühjahr kamen die Reben gut durch den heißen Sommer, sodass eine gesunde und großzügige Ernte eingebracht wurde.

Trotz der Wärme bewahren die Weißweine ihre Rasse: reife, großzügige Frucht, getragen von erhaltener Spannung und Frische.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, biodynamisch erzeugt (Ecocert, FR-BIO-01).

Handlese bei kontrollierten Erträgen, Spontangärung mit Naturhefen. Der Ausbau erfolgt rund zwölf Monate in großen Stockinger-Demi-Muids (600 l, österreichische Eiche) und gebrauchten Pièces – maximal 20 % neues Holz –, gefolgt von etwa sechs Monaten im Edelstahltank. Abgefüllt wird unfiltriert, mit minimalem Schwefel.

Im Glas

Ein großzügiges Bouquet aus gelbem Apfel, Zitronenblüte und Mandarine über einer salzigen Mineralität, dazu Brioche, gesalzene Butter, geröstete Haselnuss und feine Kräuternoten. Am Gaumen reich und vollmundig, zugleich sehnig und straff strukturiert; eine vertikale Säure und ein mineralisches Gerüst geben präzise Definition, der Abgang ist lang und salzig. Kraftvoll und agil zugleich.

Spannung zwischen Opulenz und Präzision – kraftvoll und agil, mit langer, salziger Länge.

Profitiert von Reife; Trinkfenster etwa 2026–2035. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Hummer in Buttersauce, gebratene Jakobsmuscheln, Steinbutt, Kalb in Rahm oder gereifter Comté. Ein großer Weißwein für die festliche Küche.


Lage: Meursault „Les Charmes" (Côte de Beaune); Südhang unter Genevrières und Perrières, kalkhaltig-steinige Böden
Klassifikation: Meursault 1er Cru
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, ~12 Monate in Stockinger-Demi-Muids (600 l) und gebrauchten Pièces, max. 20 % neues Holz, +6 Monate Edelstahl, unfiltriert · biodynamisch (Ecocert, FR-BIO-01)

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Portugal

Justino´s Madeira Fine Rich

Madeira · Likörwein · süß · Portugal

Justino's Madeira Fine Rich ist ein süßer Madeira aus Portugal – ein gespriteter Likörwein aus den Rebsorten Negra Mole und Complexa. Mit kraftvoller Süße, langem und kompaktem Abgang begleitet er Trockenkuchen, reifen Käse und verfeinert Saucen.


Madeira

Madeira liegt als subtropische Insel im Atlantik, rund 850 km vom portugiesischen Festland entfernt. Justino's Madeira zählt mit Wurzeln bis 1870 zu den ältesten und größten Madeira-Häusern der Insel.

Bereitung und Reifung

Aus Negra Mole und Complexa. Die Gärung wird durch Zugabe von Weindestillat gestoppt; bei der süßen Stilistik geschieht das früh, sodass eine kräftige Restsüße erhalten bleibt. Anschließend durchläuft der Wein die typische Estufagem (Erwärmung auf 45–50 °C) und reift drei Jahre im Eichenfass.

Im Glas

Dunkles Bernstein. In der Nase reife und getrocknete Früchte, Karamell und ein Hauch Kaffee. Am Gaumen kraftvoll und süß, vollmundig mit Anklängen von Toffee und Dörrobst, getragen von einer frischen Säure. Langer, kompakter Abgang.

Als Digestif

Leicht gekühlt bei 13–16 °C servieren – ein klassischer Begleiter zum Abschluss des Essens. In der Küche verfeinert er Saucen und Desserts.

Passt zu: Trockenkuchen, reifem Käse, Schokoladendesserts und Kaffeegebäck.


Lage: Madeira (Portugal)
Klassifikation: Madeira DOP – Fine Rich (süß, 3 Jahre)
Ausbau: Estufagem, 3 Jahre im Eichenfass

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Spanien

Envinate Migan Teneriffa tinto 2023

Rotwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Negro

100 % Listán Negro Teneriffa · Valle de la Orotava Migan (La Perdoma) Envínate Vulkanboden · bis 120-J.-Reben neutrales Holz & Beton 2023

Der Envínate Migan 2023 ist ein reinsortiger Listán Negro von bis zu 120-jährigen Rebstöcken auf den Vulkanböden Teneriffas – geprägt von sehr feiner, fast kühler Frucht nach Himbeeren und Rosen, mit dezenter Würze. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.


Migan – Listán Negro aus dem Valle de la Orotava

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs auf den Kanaren, in der Ribeira Sacra und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Migan ist der alte Name des Orts La Perdoma im Valle de la Orotava (Nordhang des Teide), woher dieser Rotwein stammt. Bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Listán-Negro-Reben – traditionell im geflochtenen „Cordón trenzado" erzogen – gedeihen hier auf Vulkanböden aus Ton, Sand und Basalt. Anders als die steilen Anaga-Lagen ist das Terrain etwas flacher, was die feine, fast kühle Frucht des Migan begünstigt.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das atlantische Klima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2023 einen frischen, hochtonigen und vibrierenden Listán Negro mit klarer roter Frucht, feiner Würze und lebendiger Säure. Migan wird bewusst ein Jahr später freigegeben, damit der Wein zugänglicher und harmonischer in die Flasche kommt.

Ausbau

Reinsortiger Listán Negro aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Handlese aus mehreren alten Parzellen, Gärung im Betontank mit (teils ganzen) Trauben, anschließend rund ein Jahr Ausbau in neutralem französischem Holz (228/600 l) und Beton. Unfiltriert, mit nur minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Geprägt von einer sehr feinen, fast kühlen Frucht nach Himbeeren und Rosen, bei der zugleich eine gewisse Würze schmeckbar ist. Im Nachhall wirken dezente ätherische Aromen wie Minze sowie weiche Tannine, die den Tinto wunderbar ausbalancieren. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.

Feine, fast kühle Frucht nach Himbeeren und Rosen – würzig, mit ätherischer Minze und weichen, balancierten Tanninen.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft im Glas. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fleisch und Geflügel, zu kräftigen Fischgerichten, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava (Gegend La Perdoma; Kanaren, Spanien); Vulkanböden mit Ton, Sand und Basalt; wurzelechte Reben bis ~120 Jahre (Cordón trenzado)
Klassifikation: Rotwein, Teneriffa / Valle de la Orotava; 100 % Listán Negro (trocken)
Ausbau: Handlese, Gärung im Beton mit teils ganzen Trauben, ~1 Jahr in neutralem franz. Holz (228/600 l) und Beton, unfiltriert; organischer Anbau

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