Au Bon Climat Knox Alexander Pinot Noir 2014 – Santa Maria Valley – Kalifornien – U.S.A.

Au Bon Climat Knox Alexander Pinot Noir 2014 – Santa Maria Valley – Kalifornien – U.S.A.

Das Kalifornische Weingut Au Bon Climat hat zur Geburt seines Sohnes Knox Alexander im Jahr 1998 einen gleichnamigen Pinot Noir ins Leben gerufen. Aus Dijon Klonen wird hier aus niedrigsten Erträgen und den besten Parzellen ein wahrlich monumentaler Pinot Noir produziert.

Der Wein wirkt wie eine perfekte Mischung aus der alten und neuen Welt. Die Eleganz, Tiefe und Männlichkeit eines Echezaux aus dem Burgund und die Kraft, Süße und Länge eines typischen neue Welt Pinot Noirs verbinden sich hier zu einem kleinen Weinmärchen.

Duft nach Schattenmorellen, Eichenwürze, Veilchen, Himbeerkonfitüre, süße Lakritze, Brombeeren und nassem Holz. Kraftvoll im Mund mit einer guten Säurestruktur. Der Barriqueeinsatz und die Fruchtkomponenten gehen erst mit viel Luftkontakt eine harmonische Verbindung ein. Immense Länge, viel Druck und edle, reife Gerbstoffe machen den Knox Alexander zu einem wahren Hinschmecker. Verführerisch und sinnlich lecker mit großem Potenzial!

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287

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Spanien

Cal y Canto tinto

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla · Cuvée

Tempranillo · Merlot · Syrah Vino de la Tierra de Castilla 300 bis 750 m getrennte Gärung im Edelstahl ohne Holzausbau trocken

Bodegas Isidro Milagro Cal y Canto Tinto ist eine saftig-fruchtige spanische Cuvée aus Tempranillo, Merlot und Syrah aus Kastilien-La Mancha. Die drei Sorten werden getrennt im Edelstahl vergoren und erst danach verschnitten – ohne Holz, damit die Frucht vorn steht. Im Glas weiche, harmonische Aromen von Kirsche, Himbeere und etwas Pfeffer. Ein unkomplizierter Alltagswein mit gutem Preis-Genuss-Verhältnis.


Die Hochebene von Kastilien-La Mancha

Cal y Canto trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla, die die Weinbaugebiete von Kastilien-La Mancha südöstlich von Madrid umfasst – die größte zusammenhängende Rebfläche der Welt. Die Weinberge liegen auf der Meseta zwischen 300 und 750 Metern Höhe.

Das Klima ist ausgeprägt kontinental: heiße, sonnenreiche Sommer, kalte Winter, wenig Niederschlag. Ausgeglichen wird das durch die Höhe. Sie sorgt für kühle Nächte und damit für große Tag-Nacht-Unterschiede – die Trauben reifen tagsüber aus und behalten nachts ihre Säure. Genau diese Kombination macht fruchtbetonte, weiche Rotweine möglich, ohne dass sie marmeladig werden.

Die Cuvée verbindet die heimische Hauptsorte mit zwei internationalen: Tempranillo, in dieser Region traditionell Cencibel genannt, liefert rote Frucht und Struktur; Merlot steuert weiche Gerbstoffe und Fülle bei; Syrah bringt die dunkle Frucht und die pfeffrige Note. Bodegas Isidro Milagro ist ein Familienbetrieb mit Wurzeln in der Rioja, der seine Cal-y-Canto-Weine aus kastilischen Lagen erzeugt.

Getrennte Gärung, Verschnitt im Tank

Die Cuvée vereint Tempranillo, Merlot und Syrah. Die drei Sorten werden getrennt im Edelstahltank vergoren – jede hat ihren eigenen Reifezeitpunkt und ihr eigenes Gärverhalten; erst die fertigen Weine werden verschnitten. Das gibt dem Kellermeister die Möglichkeit, das Verhältnis jedes Jahr nach dem tatsächlichen Ergebnis festzulegen statt nach Rezept.

Während der Maischestandzeit wird sanft umgepumpt, um Farbe und Frucht zu lösen, ohne harte Gerbstoffe mitzunehmen. Nach der Assemblage bleibt der Wein nur kurz im Tank, ohne Holzausbau: Was ihn ausmacht, ist die Frucht, und die soll nicht von Vanille und Röstnoten überlagert werden. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase und am Gaumen weiche, harmonische Aromen von Kirsche, Himbeere und etwas Pfeffer, dazu eine Spur dunkler Frucht aus dem Syrah. Saftig und fruchtbetont, mit weichen Gerbstoffen und sanftem, rundem Nachhall.

Drei Sorten, drei Tanks, kein Holz: Der Verschnitt entscheidet erst nach der Gärung – und die Frucht bleibt, wo sie hingehört.

Bei 16–18 °C servieren. Dekantieren ist nicht nötig, eine halbe Stunde offen reicht. Jung zu trinken, solange die Frucht im Vordergrund steht.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Pizza, Pasta, Grillfleisch und Tapas. Ebenso zu Lamm-Köfte, geschmorter Schweineschulter, Chorizo, gegrilltem Gemüse und mildem Manchego. Der Wein braucht keine Inszenierung – er passt zu allem, was vom Grill oder aus dem Ofen kommt.


Produzent Bodegas Isidro Milagro
Rebsorte Tempranillo, Merlot, Syrah
Lage Kastilien-La Mancha · Hochebene zwischen 300 und 750 m
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla · trocken
Vinifikation getrennte Gärung der Sorten im Edelstahltank · sanftes Umpumpen · Assemblage nach der Gärung
Ausbau kurze Tankreife, ohne Holz
Trinkempfehlung jung trinken

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Weine

Metzger Rosé Zéro

Der Metzger Rosé Zéro „Berrig“ ist für die Abende, an denen du keinen Alkohol trinkst, aber auf Geschmack nicht verzichten willst: ein entalkoholisierter Rosé aus der Pfalz, saftig und beerig.

Im Glas

Helles Rosa. In Nase und Mund rote Beeren, saftig und frisch. Die Restsüße macht ihn weich und rund. „Berrig“ ist übrigens Pfälzisch und heißt so viel wie richtig lecker. Ein Rosé ohne Promille, der trotzdem nach Wein schmeckt.

Mach was draus

Sommersalat mit Erdbeeren und Feta, Gemüse vom Grill oder Hähnchenspieße, ein Picknick im Park. Mit Sodawasser und Eis wird daraus ein alkoholfreier Spritz. Er passt auch zum Brunch mit Freunden, wenn nicht alle Alkohol trinken wollen. Servier ihn bei 6 bis 8 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ich mache daraus gern einen alkoholfreien Aperitif: Rosé Zéro, Sodawasser und viel Eis. Pur und gut gekühlt schmeckt er aber genauso.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Ist er wirklich alkoholfrei? Ja, er liegt unter 0,5 % vol. Zuerst entsteht ein normaler Rosé, aus dem anschließend behutsam der Alkohol entfernt wird.

Wie süß ist er? Feinherb: Der Steckbrief nennt 5,2 g Zucker pro 100 ml. Er schmeckt fruchtig-rund und gar nicht nach Verzicht.

Rosé, entalkoholisiert · feinherb · Pfalz · Weingut Metzger, Grünstadt-Asselheim · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Maxime Crotet Vin de France Chardonnay 2025

Weißwein · Vin de France · Chardonnay

100 % Chardonnay Poligny, Jura 2025 Vin de France Reben von Anfang der 1990er ouillé ausgebaut 10 Monate französische Eiche

Der Maxime Crotet Vin de France Chardonnay 2025 stammt aus Poligny, mitten im Herzen des Juraweinbaus, von Reben, die Anfang der 1990er Jahre gepflanzt wurden. Crotet arbeitet seit 2021 als Négociant-Vinificateur in Beaune – der Jura ist für ihn kein Ausflug, sondern die zweite Achse seines Sortiments neben dem Burgund. Ausgebaut wird der Wein ouillé, also unter regelmäßigem Auffüllen der Fässer, nicht unter Florhefe.


Poligny – Kalkschutt unter den Felswänden des Plateaus

Poligny liegt im Zentrum des Juraweinbaus, südlich von Arbois, und gehört zur Appellation Côtes du Jura. Angebaut werden dort Chardonnay, Savagnin, Poulsard, Trousseau und Pinot Noir – die Bandbreite reicht von trockenen Weiß- und Rotweinen über Vin de Paille bis zum Vin Jaune. Die Weinbergssektoren tragen Namen wie Monts Martin, Grands Roussots und Chevraudes.

Geologisch prägend sind die Kalksteinfelsen des darüberliegenden Plateaus. Ihr Hangschutt bedeckt weite Teile der Rebflächen – abgelagert während der letzten Eiszeit vor rund 30.000 bis 15.000 Jahren. Die Böden sind entsprechend gerölldurchsetzt und schnell drainierend, darunter liegen die für den Jura typischen Mergel. Diese Kombination aus Kalkschutt an der Oberfläche und Mergel im Untergrund liefert Wasserreserve und Drainage zugleich.

Der Wein läuft als Vin de France, nicht als Côtes du Jura. Der Grund ist nicht die Qualität, sondern die Struktur: Als Négociant mit Sitz in Beaune vinifiziert Crotet die Jura-Trauben außerhalb des Appellationsgebiets, was die AOC ausschließt. Die Klassifikation sagt hier also etwas über die Logistik aus und nichts über die Herkunft der Trauben.

Jahrgang 2025 – Jura

Der Jura erlebte 2025 eine ausgesprochen frühe Ernte. Bei größeren Erzeugern begann die Lese bereits Mitte August – eine Verschiebung, die im historischen Vergleich drastisch ausfällt: Vor vierzig Jahren wurde in der Region üblicherweise zwischen dem 5. und 10. Oktober gelesen. Warme Frühjahre und heiße Sommer haben den Reifeverlauf um mehr als einen Monat nach vorn gezogen.

Gelesen wurde in Etappen nach Sorten: zuerst die Crémant-Trauben, die niedrigere Mostgewichte brauchen, dann die weißen Sorten Chardonnay und Savagnin, zuletzt Trousseau und Poulsard; abgeschlossen war die Ernte Mitte bis Ende September. Die Trauben zeigten ein gutes Zucker-Säure-Verhältnis und einen durchweg stabilen Gesundheitszustand – Krankheitsdruck spielte kaum eine Rolle. Belastend waren einzig Hagelschläge im Juli, die einzelne Parzellen trafen, ohne die Ernte insgesamt zu gefährden. Für Chardonnay bedeutet 2025 im Jura reife Frucht bei erhaltener Spannung.

Direktpressung, Spontangärung und ouillé-Ausbau

Reinsortiger Chardonnay, Jahrgang 2025, gepflanzt Anfang der 1990er Jahre. Die Menge ist klein: Von diesem Wein entstehen jährlich rund 150 Kisten. Die Trauben werden direkt gepresst, der Most setzt sich rund zwölf Stunden im temperaturkontrollierten Tank ab, bevor die Gärung spontan im Holzfass anläuft – ohne Reinzuchthefe, ohne Enzyme.

Entscheidend für den Stil ist die Ausbauentscheidung. Im Jura stehen sich zwei Schulen gegenüber: der Ausbau sous voile, bei dem die Fässer bewusst nicht aufgefüllt werden und sich eine Florhefe bildet, und der Ausbau ouillé, bei dem regelmäßig nachgefüllt wird. Crotet arbeitet ouillé – die Fässer werden wöchentlich aufgefüllt, über zehn Monate in französischer Eiche. Das Ergebnis ist ein Chardonnay ohne die oxidative Nussigkeit, für die der Jura bekannt ist, dafür mit klarer Frucht. Bâtonnage während der Gärung hält die Feinhefe in Schwebe und baut Textur auf. Schwefel kommt ausschließlich bei der Abfüllung hinzu, in minimaler Menge.

Im Glas

Helles Gelb mit grünem Rand. In der Nase Zitrone, grüner Apfel und Quitte, dahinter ein feuersteiniger Ton vom Kalkschutt und ein Hefeanklang aus dem Bâtonnage. Am Gaumen straff und salzig, mit klarer Säureführung und mittlerem Körper – deutlich frischer und wilder als ein Burgunder Chardonnay derselben Preisklasse. Kein Röst-, kein Vanilleton, weil die Fässer nicht neu sind. Der Abgang bleibt trocken und zitrisch, mit kreidigem Nachklang.

Ouillé statt sous voile: Jura-Chardonnay ohne Florhefe zeigt, was der Kalkschutt von Poligny ohne oxidative Maske hergibt.

Servieren bei 11 bis 13 °C, nicht kälter. Der Wein ist jung zugänglich und gewinnt über einige Jahre an Breite. Bei minimaler Schwefelung gehört er konstant kühl gelagert; angebrochen hält er verschlossen zwei bis drei Tage im Kühlschrank.

Am Tisch

Zu Comté – im Jura die naheliegendste Begleitung, je gereifter der Käse, desto besser –, zu Poulet in Rahmsauce, zu Forelle und Saibling, zu Morcheln. Auch zu Fondue und Raclette, wo die Säure gegen das Fett arbeitet. Ein Wein, der Käse und Sahne besser trägt als die meisten Weißweine dieser Preisklasse.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte 100 % Chardonnay
Lage Poligny, Jura · Kalkschutt der Plateaufelsen über Mergel
Klassifikation Vin de France, ohne D.O. · trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation Direktpressung · rund 12 Stunden Vorklärung · Spontangärung im Holzfass · Bâtonnage während der Gärung
Ausbau ouillé · 10 Monate französische Eiche · wöchentliches Auffüllen · Schwefel minimal und nur bei der Abfüllung
Trinkempfehlung jetzt bis 2032
Rebenalter Pflanzung Anfang der 1990er Jahre
Auflage rund 150 Kisten jährlich

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Weine

Jose Gil Vinedos En Labastida 2024

Rotwein · Rioja DOCa · Tempranillo

Tempranillo mit ~20 % Garnacha & weißen Sorten Rioja DOCa Viñedos en Labastida Labastida (Rioja Alavesa) José Gil uralte Reben (80–100 J.) nur 1.000 Flaschen 2024

Der José Gil Viñedos en Labastida 2024 ist ein besonderer Vino de Pueblo, erstmals aus drei uralten Rebland-Hektar (Reben 80–100 Jahre) – ein sehr seriöser Wein, der den reinen, ursprünglichen Ausdruck dieses Dorfes widerspiegelt. José Gil vergleicht ihn gern mit einem Chambolle-Musigny aus dem Burgund.


Viñedos en Labastida – uralte Reben, burgundische Eleganz

José Gil zählt mit seiner Partnerin Vicky zu den gefeierten jungen Terroir-Winzern der Rioja (Tim Atkin „Young Winemaker of the Year 2021"). Geprägt von Praktika in Burgund und an der Mosel, vinifiziert er village- und lagenspezifische Weine aus alten Reben – organisch, mit burgundischer Eleganz statt traditioneller Holzlastigkeit.

Dieser Vino de Pueblo aus Labastida wird erstmals aus drei uralten Rebland-Hektar gewonnen, deren Rebstöcke zwischen 80 und 100 Jahre alt sind – ein Wein, der den reinen und ursprünglichen Ausdruck des Dorfes auf bestmögliche Weise widerspiegeln soll; José Gil vergleicht ihn gern mit einem Chambolle-Musigny. Die Reben wachsen auf Parzellen mit unterschiedlichen Böden, Höhenlagen und Klonen und umfassen einen bedeutenden Anteil an weißen Rebsorten, was zur Komplexität und Säurebildung im finalen Wein beiträgt.

Jahrgang 2024 – Rioja

2024 war ein Jahr mit gut wassergesorgten Böden und vergleichsweise kühlem Sommer, das zu einer späten, präzise gelesenen Reife führte. Aus den uralten Labastida-Reben ergibt das einen besonders feinen, vielschichtigen Village-Wein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und floraler Eleganz – in einer limitierten Auflage von nur 1.000 Flaschen.

Assemblage und Ausbau

Basis aus Tempranillo und rund 20 % Garnacha, ergänzt durch einen kleinen Anteil weißer Sorten (Viura, Palomino, Garnacha Blanca), aus dem Jahrgang 2024, Rioja DOCa, trocken.

Die Fermentation erfolgt in Edelstahltanks, wobei 20 % der Rappen für zusätzliche Struktur einbezogen werden. Die Reifung erstreckt sich über zehn Monate in einer Kombination aus Betonbehältern und gebrauchten 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche – im traditionellen Calado an den Hängen der Burg von San Vicente de la Sonsierra. Abgefüllt im September 2025.

Im Glas

Ein feiner, fast burgundisch anmutender Village-Wein: helle, klar definierte rote Frucht, florale Anklänge und feine Würze, getragen von der Frische und Säure, die der Anteil weißer Sorten beisteuert. Am Gaumen seidig, präzise und harmonisch, mit elegantem Tannin und langem, herkunftsgenauem Nachhall – der reine Ausdruck von Labastida.

Ein sehr seriöser Wein – der reine, ursprüngliche Ausdruck von Labastida, gern verglichen mit einem Chambolle-Musigny.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Geflügel, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Rioja DOCa, Viñedos en Labastida (Rioja Alavesa, Spanien); drei Hektar uralte Reben (80–100 J.), unterschiedliche Böden, Höhenlagen und Klone, hoher Anteil weißer Sorten
Klassifikation: Rioja DOCa, Tempranillo mit ~20 % Garnacha und etwas Viura, Palomino, Garnacha Blanca (trocken); nur 1.000 Flaschen
Ausbau: Gärung im Stahltank, 20 % Ganztraube/Rappen, 10 Monate in Beton und gebrauchten 500-l-Fässern (franz. Eiche) im Calado des Schlosskellers; organischer Anbau

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Weine

Dönnhoff Kreuznacher Krötenpfuhl Riesling GG 2025

Weißwein · VDP.Großes Gewächs · Riesling trocken

100 % Riesling Kreuznacher Krötenpfuhl VDP.Große Lage · Großes Gewächs 2025 Lehmiger Kies mit Schwemmlöss Spontangärung Holzfass und Edelstahl

Der Dönnhoff Krötenpfuhl Riesling GG 2025 stammt aus einer der wärmsten Lagen des Weinguts: dem Kreuznacher Krötenpfuhl bei Bad Kreuznach, VDP.Große Lage. Kies statt Fels, Südhang statt Steilhang – ein Großes Gewächs, das seine Kraft aus der Wärmespeicherung des Bodens zieht und nicht aus der Steillage. Handlese, Spontangärung, Ausbau in Holzfass und Edelstahl.


Kreuznacher Krötenpfuhl – lehmiger Kies am Südhang

Der Krötenpfuhl liegt am Stadtrand von Bad Kreuznach auf 140 bis 153 Metern über dem Meer, nach Süden ausgerichtet, mit einer Neigung zwischen 5 und 40 Prozent. Der Boden ist lehmiger Kies mit Schwemmlössanteilen – Ablagerungen der Nahe, durchsetzt mit feinem Löss. Der Kiesanteil speichert tagsüber die Sonnenwärme und gibt sie nachts an die Reben ab; der Lehm hält so viel Wasser zurück, dass die Stöcke auch in trockenen Sommern nicht in Stress geraten.

Der Name kommt vom Hangfuß: Nach Winterregen und starken Niederschlägen sammelt sich dort Wasser in flachen Tümpeln, die Kröten anziehen. Was als Kuriosität klingt, beschreibt die Hydrologie der Lage genau – ein durchlässiger Oberboden über einem Untergrund, der Wasser bis in den Hangfuß führt. Genau diese Kombination erklärt, warum der Krötenpfuhl reife, breitschultrige Rieslinge liefert, ohne dass sie phenolisch hart werden.

Dönnhoff bewirtschaftet hier Reben im Alter von 20 bis 30 Jahren und hält den Ertrag bei rund 40 Hektolitern je Hektar. Gelesen wird zu 100 Prozent von Hand. Im Vergleich zu den Schiefer- und Vulkanlagen des Weinguts weiter flussaufwärts ist der Krötenpfuhl der wärmere, frühere Standort – innerhalb des Betriebs die Lage für Fülle und Würze, nicht für kühle Zuspitzung.

Jahrgang 2025 – Nahe

2025 verlief an der Nahe zunächst regelrecht: ausreichende Niederschläge im Frühjahr, leicht überdurchschnittliche Temperaturen, guter Traubenbehang, gesundes Lesegut. Lokal kosteten Spätfröste und Hagel Menge. Ein warmer und trockener August beschleunigte die Reife dann massiv – die Mostgewichte stiegen bereits Anfang September steil an. Die Säure blieb dabei erhalten, was die Winzer der Region in die Nähe von 2015 rückte.

Die Lese gehörte zu den frühesten und schnellsten in der Geschichte des Anbaugebiets und begann Anfang September. Entscheidend wurde der Regen am 23. und 24. September: Wer davor erntete, holte makelloses Material, danach war Selektion nötig. Anfang Oktober war praktisch alles gelesen. Die Erntemenge an der Nahe wurde zweimal nach unten korrigiert und landete bei 246.000 Hektolitern – drei Prozent unter dem Vorjahr und rund 21 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Ein Jahrgang mit hohen Mostgewichten, eingebundener Säure und kleiner Menge, in dem der Lesezeitpunkt mehr entschied als der Standort.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Riesling aus dem Jahrgang 2025, ausschließlich von Hand gelesen bei rund 40 hl/ha. Der Most vergärt spontan mit den weinbergseigenen Hefen – der langsamere, unebenere Gärverlauf ist gewollt, weil er dem Wein Textur gibt, die eine Reinzuchthefe so nicht liefert.

Gärung und Reife verteilen sich auf Holzfass und Edelstahl. Das gebrauchte Stückfass steuert Sauerstoffzutritt und damit Bindung bei, ohne Holzaroma abzugeben; der Edelstahlanteil hält die Frucht klar. Der Wein bleibt bis zur Füllung auf der Feinhefe. In einem Jahr wie 2025 mit hohen Mostgewichten ist diese Kombination die Bremse gegen Breite – sie hält den Wein trotz der Reife des Jahrgangs auf Linie.

Im Glas

Helles Gelb mit grünen Reflexen. In der Nase gelber Pfirsich, Aprikose und Mandarine, dazu Kräuterwürze und ein feuersteiniger Ton. Am Gaumen kraftvoll und breit angelegt, mit salziger Struktur unter der Frucht; die Säure des Jahrgangs trägt, ohne vorzustehen, der Abgang bleibt lang und würzig.

Der Kies gibt die Wärme, der Lehm hält das Wasser – deshalb wird der Krötenpfuhl in heißen Jahren reif, aber nicht hart.

Jetzt schon zugänglich, aber noch nicht am Punkt. Ein Großes Gewächs aus diesem Jahrgang gewinnt zwischen 2028 und 2035 deutlich an Tiefe; die kleine Erntemenge 2025 spricht für Konzentration und entsprechendes Potenzial bis 2040. Junge Flaschen profitieren vom Dekantieren, spätestens aber von einem großen Glas und 10–12 °C – kalt serviert verschließt sich die Würze.

Am Tisch

Zu gebratenem Zander oder Steinbutt mit Beurre blanc, zu Kalbsbries, zu Poularde mit Morcheln. Ebenso zu Schweinebauch mit Apfel, zu Räucherfisch und zu Currygerichten mit mittlerer Schärfe. Ein GG mit dieser Fülle verträgt auch Sauce – es ist kein Wein für den Aperitif.


Produzent Weingut Dönnhoff, Oberhausen an der Nahe
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Kreuznacher Krötenpfuhl, Bad Kreuznach, 140–153 m, Südausrichtung
Klassifikation VDP.Große Lage · Großes Gewächs, trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation 100 % Handlese · Spontangärung · rund 40 hl/ha
Ausbau Gärung und Reife in Holzfass und Edelstahl · Reife auf der Feinhefe
Trinkempfehlung 2028–2040
Boden Lehmiger Kies mit Schwemmlössanteilen
Rebenalter 20–30 Jahre

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USA

Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2013

Rotwein · Walla Walla Valley · Syrah

Syrah The Rocks District Walla Walla Valley (USA) 2013

Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2013 ist ein Kult-Syrah von Christophe Baron (Cayuse) – konzentriert, vollmundig und salzig, mit Hermitage-artiger „scorched earth"-Würze von den Basaltsteinen des Rocks District und zwei Jahrzehnten Reifepotenzial.


The Tribe Vineyard – Basalt im Rocks District

Der drei Acre kleine Syrah-Weinberg liegt direkt neben Christophe Barons En-Chamberlin-Lage im Rocks District of Milton-Freewater – der einzigen US-Appellation, deren Grenzen allein über den Bodentyp definiert sind. Große, alte Basalt-Gerölle wie im Châteauneuf-du-Pape speichern die Sonnenwärme und strahlen sie an die Trauben zurück, was den unverwechselbar würzig-umamihaften Charakter dieser Syrahs prägt.

Gepflanzt ist The Tribe ultra-dicht im „sur echalas"-Stil – eine Rebe pro Pfahl, rund 3.555 Stöcke pro Acre. Die Enge zwingt die Reben zu intensivem Wettbewerb und schafft bemerkenswerte Spannung und Konzentration.

Jahrgang 2013 – Walla Walla Valley

2013 gilt in Washington als warmer, reifer Jahrgang, der vollreife, gesunde Trauben hervorbrachte.

Ein idealer Jahrgang für tief konzentrierte, kraftvolle und zugleich balancierte Syrahs mit langem Reifepotenzial.

Anbau und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2013.

Christophe Baron gehörte ab 2002 zu den Ersten, die in Walla Walla mit Pferdezug und Kompostwirtschaft arbeiteten. Horsepower wird nach einem astrologischen Kalender und vollständig ohne Herbizide, synthetische Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel bearbeitet. Namensgebend sind die Zugpferde, die die eng gepflanzten Reihen kultivieren – Handarbeit im Stil des 19. Jahrhunderts. Die Erzeugungsmengen sind winzig, der Wein ist streng allokiert.

Im Glas

Ein dunkles, brütend-präzises Bouquet: schwarze Kirsche, Cassis und Brombeere über schwarzer Olive, geräuchertem Schinken, Steak Tartar und Schießpulver, dazu zerdrückte Veilchen, Lagerfeuer, nasser Stein, Funk und Torf. Am Gaumen konzentriert, vollmundig und geschichtet, mit Hermitage-artiger „scorched earth"-Würze, salziger Mineralität und großer Tiefe – ein klar im Côte-Brune-Stil gehaltener Syrah.

Konzentriert, salzig und tief – ein Hermitage-naher Côte-Brune-Syrah von den Basaltsteinen des Rocks District.

Noch jung und straff: braucht Kellerzeit und profitiert vom Dekantieren. Potenzial bis etwa 2033. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lammkeule, gegrilltem Rind, Wild, kräftigem BBQ oder gereiftem Hartkäse. Ein intensiver Begleiter für herzhafte, würzige Gerichte.


Lage: The Tribe Vineyard, Rocks District of Milton-Freewater, Walla Walla Valley (USA); Basalt-Gerölle, ultra-dichte Pflanzung
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; Pferdezug, Erziehung sur échalas

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Weine

Schloss Lieser Terroir GG Kiste 2024

Weißwein · Mittelmosel · Riesling (6er-GG-Kollektion)

6 Große Gewächse · Riesling handsigniert von Thomas Haag exkl. Bernkasteler Doctor GG Wehlener Sonnenuhr · Graacher Himmelreich Niederberg Helden · Juffer Sonnenuhr Piesporter Goldtröpfchen edle Holzkiste · limitiert 2024 · trocken

Die Schloss Lieser Terroir GG Kiste 2024 vereint die Großen Gewächse der besten Terroirs der Mittelmosel in einer edlen Holzkiste. Nur in dieser Kiste erhält man exklusiv das aktuelle Bernkasteler Doctor Große Gewächs – zusammen mit den GGs Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich, Niederberg Helden, Brauneberger Juffer Sonnenuhr und Piesporter Goldtröpfchen. Alle sechs Einzelflaschen sind von Thomas Haag handsigniert.


Schloss Lieser & die Terroir-Kiste 2024

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Handarbeit in den Steillagen und die spontane Vergärung der Weine sind das Markenzeichen für den sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Diese limitierte Kiste ist die einzige Möglichkeit, das aktuelle Bernkasteler Doctor GG zu erhalten, und versammelt sechs der berühmtesten Einzellagen der Mittelmosel in einer handsignierten Kollektion – ein Terroir-Querschnitt für Kenner und Sammler.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein kühler, klassischer Jahrgang. Nach einem anspruchsvollen, wechselhaften Wachstumsjahr bewahrte die langsame Reife eine lebendige, präzise Säure. Das Ergebnis sind besonders frische, filigrane und spannungsgeladene Große Gewächse mit klarer Struktur – ein Jahrgang wie geschaffen für die elegante, mineralische Stilistik von Schloss Lieser.

Die sechs Großen Gewächse

Bernkasteler Doctor: Eine der berühmtesten und exklusivsten Einzellagen der Welt, hoch über Bernkastel-Kues auf feinstem Devonschiefer in extremer Steillage. Schloss Lieser bewirtschaftet eine kleine Parzelle mit teils über hundertjährigen Reben in reiner Handarbeit – ein kraftvoller, präziser Riesling mit vielschichtiger Würze, druckvoller Struktur und langem, salzigem Nachhall.

Wehlener Sonnenuhr: Legendäre Südwestlage gegenüber Wehlen mit 60–100 % Neigung auf reinem Devonschiefer-Verwitterungsboden, in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Hier entstehen einige der langlebigsten und feinsten Rieslinge der Welt – filigran, tiefgründig und von kristalliner Mineralität.

Graacher Himmelreich: Steile Südwest-Exposition zwischen Bernkastel und Wehlen auf reinem Devonschiefer, der tagsüber Wärme speichert und nachts abgibt. In der Jugend etwas zugänglicher als die Nachbarlagen, mit klarer Mineralität, feiner Säure und großem Reifepotenzial – druckvoll und präzise, mit vibrierender Frische.

Niederberg Helden: Mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben auf 100 % blauem Schiefer und Steigungen bis 80 %. Diese lange vernachlässigte Lage zählt heute zu den facettenreichsten der Mosel und bringt expressive Spitzenrieslinge mit außergewöhnlichem Reifepotenzial hervor.

Brauneberger Juffer Sonnenuhr: Renommierte Steillage in perfekter Süd-Südwest-Ausrichtung mit bis zu 80 % Neigung auf kargem, eisenhaltigem Devonschiefer. Aus den ältesten Parzellen, traditionell im Edelstahl mit langem Feinhefelager ausgebaut – tiefgründig und vielschichtig, mit feinen Steinobstnoten, kühler Schiefermineralität und brillanter, salziger Länge.

Piesporter Goldtröpfchen: Steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater oberhalb von Piesport auf tiefgründigem Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen. Spontan vergoren, meist im Edelstahltank – kühl, präzise und kraftvoll, mit rauchiger Steinigkeit, feinen Zitrusnoten und langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Im Glas

So unterschiedlich die sechs Lagen sind, so klar eint sie die Handschrift von Thomas Haag: glasklare, präzise Rieslinge mit lebendiger Säure, feiner Frucht und einer packenden, salzig-mineralischen Schieferprägung. Vom kraftvoll-würzigen Doctor über die filigrane Wehlener Sonnenuhr bis zum kühl-rauchigen Piesporter Goldtröpfchen zeigt die Kollektion die ganze Bandbreite großer Mosel-Terroirs – trocken, tiefgründig und mit enormem Reifepotenzial.

Sechs große Lagen, eine Handschrift: glasklare, präzise Rieslinge mit lebendiger Säure und packender Schiefermineralität – trocken, tiefgründig und langlebig.

Ideal für eine vergleichende Terroir-Probe der Mittelmosel. Junge GGs profitieren vom Dekantieren; alle mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse – und nicht zuletzt als Sammlerstück und handsigniertes Geschenk für Liebhaber großer Moselrieslinge.


Lage: sechs VDP.GROSSE LAGEN der Mittelmosel – Bernkasteler Doctor, Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich, Niederberg Helden, Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Piesporter Goldtröpfchen; steile Devonschiefer-Lagen
Klassifikation: 6× VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken), 100 % Riesling, Jahrgang 2024; alle Flaschen von Thomas Haag handsigniert; limitierte Holzkiste
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, Ausbau auf der Feinhefe (überwiegend Edelstahl)

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Weine

Escondite del Ardacho San José 2022 BIO

Rotwein · Rioja Alavesa · gemischter Satz (Single Parcel)

40 % Tempranillo · 30 % Malvasía · 30 % Viura Escondite del Ardacho · San José gemischter Satz · Erstjahrgang DOCa Rioja · Lanciego Tentenublo (Roberto Oliván) Mergel & Sandstein · 560 m · 1952 gebrauchtes Barrique · BIO nur 995 Flaschen · 2022

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „San José" 2022 ist der erste Jahrgang aus einem winzigen, 1952 gepflanzten Wingert in Lanciego. Ein gemischter Satz aus 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía und 30 % Viura, gemeinsam vergoren – ein Wein, bei dem Terroir und Einzigartigkeit schmeckbar werden.


San José – ein Kleinod in Lanciego

In der Weinwelt gibt es immer wieder kuriose Geschichten. Eine davon handelt vom kleinen, 0,95 Hektar großen Wingert San José im Rioja-Alavesa-Weindorf Lanciego. Roberto Oliván war schon immer von dieser Parzelle bezaubert und beneidete den Eigentümer um dieses Kleinod. Bereits 1952 wurden hier die Rebstöcke in Buscherziehung gepflanzt: 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía und 30 % Viura. Auf 560 Metern Höhe begegnen sich hier – neben einigen Weinbergpfirsichbäumen und einer maroden Steinmauer – hauptsächlich Wildschweine, Regenwürmer und der ein oder andere Raubvogel.

Als der Eigentümer das Rentenalter erreichte, wollte er seine geliebte Parzelle nicht abgeben. Eines Abends bot er Roberto an, sie ihm zu schenken – unter der Bedingung, dass die Weinbergpfirsichbäume erhalten bleiben und er deren Früchte erhält. Ein Händedruck besiegelte den Besitzerwechsel einer der spannendsten Parzellen der Rioja. Der Boden präsentiert sich als Mosaik aus Mergel und Sandstein mit flacher, wenig tiefer Struktur; die Reben wurzeln tief und extrahieren die ganze Mineralität aus den unteren Bodenschichten.

Jahrgang 2022 – Rioja (Erstjahrgang)

2022 war der allererste Jahrgang des San José. Die Ernte fand am 28. September statt. In der warmen, trockenen Saison bewahrten die Höhenlage mit ihren kühlen Nächten und der minimalistische Stil von Roberto Oliván Frische, Würze und die mineralische Prägung des Mergel-/Sandsteinbodens.

Assemblage und Ausbau

Gemischter Satz aus 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía und 30 % Viura, Jahrgang 2022, trocken; von 1952 in Buscherziehung gepflanzten Reben.

Alle Rebsorten wurden – ganz im Sinne des historischen gemischten Satzes – gemeinsam vergoren. Nach der Handlese wurde der Wein spontan vergoren und reifte anschließend neun Monate in gebrauchten Barrique-Fässern aus französischer Eiche. Die Bewirtschaftung erfolgt nachhaltig und von Hand. Gesamtproduktion: nur 995 Flaschen.

Im Glas

Der Duft betört mit Würze, Erde und einer zarten Duftigkeit, die ohne Frage der Malvasía-Traube zuzuordnen ist. Im Geschmack folgen gelbe Früchte, ein paar laktische Noten, Unterholz und Gewürze. Der Spannungsbogen von Gerbstoffen, Säure und Frucht ist perfekt ausbalanciert und mündet in einer grandiosen Länge. Mit zunehmendem Luftkontakt wird dieser gemischte Satz immer vielschichtiger und feiner – ein Wein, bei dem Terroir und Einzigartigkeit schmeckbar werden.

Würze, Erde und eine zarte, malvasía-typische Duftigkeit, dazu gelbe Früchte, laktische Noten, Unterholz und Gewürze – Gerbstoffe, Säure und Frucht perfekt ausbalanciert, mit grandioser Länge.

Mit Luftkontakt wird er immer vielschichtiger – ruhig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und hellem Fleisch, zu Schmorgerichten und Wild, zu Pilz- und Gemüsegerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle San José (0,95 ha), Lanciego, Rioja Alavesa (Spanien); Mosaik aus Mergel und Sandstein, 560 m; 1952 in Buscherziehung gepflanzt
Klassifikation: DOCa Rioja; gemischter Satz aus 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía, 30 % Viura (trocken)
Ausbau: gemeinsame Spontangärung aller Sorten, ~9 Monate in gebrauchten Barrique-Fässern aus französischer Eiche, nachhaltige Handarbeit; biologisch (ES-ECO-026-VAS); 995 Flaschen

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