Die Geschichte von Ribera del Duero Teil 4: Ribera del Duero – das wird?

Die Geschichte von Ribera del Duero Teil 4: Ribera del Duero – das wird?

Spanierinnen, vor allem aber Spanier sind Profis darin, sich selbst zu überschätzen. Aber auch jenseits der Pyrenäen gibt es die eine oder andere Ansicht, die weit oben am Baum hängt. Da wird dann schon einmal Ribera del Duero in einem Atemzug mit Bordeaux, Burgund, Montalcino oder Barolo genannt, neben Rioja, Rheingau oder Wachau. Sorry, aber in dieser Liga spielt Ribera del Duero nicht. Zumindest noch nicht. Vielleicht nie.

Bordeaux, mit etwa der sechsfachen Rebfläche, ist in über dreißig voneinander abgegrenzte Regionen unterteilt, das Piemont kommt insgesamt auf gerade einmal sechstausend Hektar mehr als Ribera del Duero, ist jedoch in zahlreiche Unterregionen (DOCs, DOCGs und Zeuchs) unterteilt, in neunundfünfzig, um exakt zu sein. Neun Und Fünf Zig! In Ribera del Duero gibt es Joven, Crianza, Reserva sowie Gran Reserva. Punkt! Na ja, Rosado gibt es auch noch…

DIE DOCG Barolo stemmt siebzehnhundert Hektar Rebfläche, das schaffen auch Roa de Duero und La Horra zusammen. Trauben für Barbaresco werden auf gut sechshundert Hektar Rebland gelesen, alleine das Dorf Anguix ist davon so weit nicht entfernt. In einem guten Jahr entspricht die Gesamtproduktion in Barolo etwa der Kapazität der Felix Solís-Bodega in Olmedillo de Roa: neun Millionen Liter.

Nur drei klassifizierte Regionen Italiens spielen mengentechnisch in der Liga von Ribera del Duero: Chianti, Montepulciano d’Abruzzo sowie Prosecco. Auf ganz Sizilien wird weniger Wein gekeltert als in der Ribera.

Diese Zahlenspiele könnten wir drei Stunden lang fortsetzen, es käme immer wieder das gleiche Schema zum Vorschein: Ribera del Duero, letztendlich fast alle Weinbauregionen Spaniens sind nach einem anderen Muster gestrickt: große, mehr oder weniger sinnstiftend zusammengestellte Gebinde, die eher auf Volumen denn auf Qualität ausgerichtet sind.

Trauben sind dort ein Handelsgut, sie kommen auf den Markt als innerhalb einer Region aufgewachsen, oder halt nicht. Von wenigen Regionen (in denen aber auch nicht ernst kontrolliert wird) abgesehen, gibt es keine Erzeugerabfüllungen im mitteleuropäischen Sinne. Will sagen: wenn mein Wein ausverkauft ist, kann ich zur nächsten Tankstelle (Cooperative) laufen, Fasswein kaufen oder gleich dort mit meinem Etikett abfüllen lassen, und munter weiterverkaufen. Alles legal.

Die größten drei Weingüter in Ribera sind Felix Solís, García Carrión (beide zugewandert) sowie Protos. Ein Viertel bis ein Fünftel der Produktion trägt ihre Etiketten. Zwei Dutzend, also nicht einmal zehn Prozent aller Weingüter der Region, werfen zwei Drittel der Produktion auf den Markt. Würde man der Region ein Klassifizierungssystem entsprechend dem der Mosel überstülpen, all diese Produzenten fänden sich plötzlich in zweiter oder dritter Linie wieder. Da die Rückenetiketten beim Consejo zu kaufen sind, dieser somit von den Großbodegas lebt, werden die das nie mit sich machen lassen. Im Priorat funktioniert das, weil dort insgesamt nur fünf Millionen Liter Wein gekeltert werden, wenn überhaupt. Die Rioja strampelt und hampelt, um so zu tun, als ob man ein strengeres System errichten wolle, tut aber letztendlich (fast) alles, um dessen effektive Umsetzung zu behindern. Ribera wird sich das alles erst einmal in Ruhe ansehen, wirklich ändern wird sich in den nächsten zehn Jahren nicht viel.

Aber auch in diesem Zusammenhang lohnt es sich, in andere Ecken der Welt zu blicken. Nehmen wir die weiter oben bereits erwähnte Region Brunello aus Montalcino. Es ist keine dreißig Jahre her, da konnte man viele der guten Brunelli in Bonn bei italienischen Lebensmittelhändlern für n’Appel und n’Ei kaufen, in Sachen Barbaresco oder Barolo war das nicht viel anders. Man darf nicht den Fehler machen, nur das heutige Ergebnis der Entwicklung zu betrachten. Barolo war vor fünfzig Wintern alles andere als eine noble Weinbauregion, es dominierten eher bäuerliche Weine. Selbst Burgund oder Bordeaux haben Jahrzehnte (Jahrhunderte) gebraucht, um dort zu sein, wo sie heute sind. Die Zeiten, in denen Chablis gerade einmal als bessere Kochwein zu verkaufen war, sind so lange noch nicht her.

Die Weinbauregion Ribera del Duero gibt es gerade einmal vierzig Jahre, viele Weingüter sind keine zwanzig Jahre alt. Nix mit fünfter oder sechster Generation, und natürlich kämpft jede Bodega, die nur mit sauberem Geld errichtet wurde, mit Schulden und ähnlichen Problemen. Dazu kommt, dass Spanier, insbesondere Kastilier, keine Verkäufer sind.

Die Tatsache, dass zwei Drittel aller Ribera-Weine von Bodegas vermarktet werden, die entweder nicht aus der Ribera sind oder Protos heißen, ist nicht das Problem. Im Gegenteil: es ist eine Art Versicherung für das Überleben der Region. Die Frage ist nur: was macht das restliche Drittel daraus?

Die Zukunft besteht aus drei Begriffen und deren Umsetzung: Qualität, Terroir sowie Rebsortenmix.

Ersteres ist recht einfach zu verstehen, aber oftmals schwer umzusetzen, zumindest tun sich diverse Bodegas schwer damit. All jene Weinmacherinnen und Weinmacher, die schon einmal im Burgund oder in Bordeaux gearbeitet haben oder von dort stammen, haben es etwas leichter, viele lokal oder bestenfalls regional erfahrene Winzer verstehen oft nicht, was Qualität eigentlich ausmacht. Noch immer gilt an vielen Orten die Devise: viel hilft viel! Die Top-Weine werden besonders behandelt, mehr von allem: längere Reifedauer (in Ribera fatal), längere Maischestandzeit (gibt Suppe), viel zu viel zu aggressives Holz (trocknet den Mund aus und hinterlässt Späne). Solange das nicht aufhört, wird das nichts. Aber wie soll das aufhören, wenn die Weingutsbesitzer (Önologen machen meistens das, was die Besitzer wollen, da gibt es nur wenig Spielraum) das gar nicht raffen. Es handelt sich um die gleichen Weingutsbesitzer, die, wenn man sie auf fehlende Qualität anspricht, eher bereit sind, Preise zu senken, als an der Qualität ihrer Weine zu arbeiten. Da muss man dran arbeiten.

Auch gibt es zu viele Weingüter, die nach Schema „F“ arbeiten, wobei man das in Ribera in Schema „A“ umtaufen sollte, A wie Ayuso, eine Familien von Weinmachern, die etwa vierzig Weingüter der Region berät. Natürlich ist ein Stahltank praktischer, natürlich ist es einfacher, die malolaktische Säureumwandlung auch in einem Stahltank durchzuführen, die Weine werden dann halt betont langweilig ausfallen. Aber solange es Kunden für derart brotlose Weine gibt, wird sich daran nicht viel ändern. Inzwischen haben viele Bodegas Zementeier in ihren Hallen herumstehen oder -liegen. Was sie damit machen, ist eine andere Sache.

Das mit dem Holz geht auch auf die Kappe des Consejo Regulador. Als man damals das Regelwerk der Rioja kopierte, nahm man auch den Passus hin, dass für Weine der Klassifikationen Crianza gen oben nur Barricas eingesetzt werden dürfen, deren Fassungsvermögen dreihundert Liter nicht überschreitet. Hinterfragt hat das damals sicherlich niemand. An dieser Regel hat sich bis heute nichts geändert, alles, was in großen Barricas reift, darf nur als vino de cosecha, Jóven, auf den Markt gebracht werden. Für große Weine und große Namen ist das kein Problem, ein gewisser Pingus kommt auch als Jóven auf den Markt. Viele kleine Bodegas können zumindest ohne die Bezeichnung Crianza nicht leben, auch wenn sie sich damit oft selbst ein Bein stellen.

Ganz klare Ansage: solange die Rioja ihre Weingüter zu Crianza, Reserva und Gran Reserva drängt, wird sich, en gros, Ribera dem nicht widersetzen können, und auch nicht widersetzen wollen. Das Konzept Reserva, dass es so ja auch in vielen anderen europäischen Weinbauregionen gibt, könnte, würde man es ein klein wenig überarbeiten, durchaus bestehen bleiben. Kein Reserva aus zugekauftem Fasswein etwa, oder eine etwas strengere Höchstertragsregel, da gäbe es schon Möglichkeiten.

Dafür muss aber auch erst mal ein Markt da sein, es ist ja nicht so, dass den Bodegas Weine zu zwanzig Euro Exportpreis aus den Händen gerissen würden. Denn oftmals gibt es ja bessere für derer fünfzehn, oder zwölf… Importeure, die auch mit hochwertigen Weinen anderer Länder handeln, fallen auf so etwas nur selten herein, wobei es da auch blendende Ausnahmen gibt, Händler indes, die nur mit spanischen Weinen handeln, sind da oftmals weniger aufmerksam. Aber das ist eher weniger beunruhigend, mit der Zeit gibt sich das. Geben wir dem noch vielleicht zwanzig Jahre.

Terroir ist ein komplizierteres Thema, auch wenn es letztendlich das einfachste ist. Denn Terroir, vor Sprengungen kompletter Berge einmal abgesehen, kann der Mensch nur bedingt verändern. Der Duero kann nicht mal eben gen Nord-Süd umgeleitet werden, Wind und Wolken scheren sich nicht um das, was Ribera-Winzer so wollen, Frost und Hagel auch nicht. Letztere gehören natürlich zum Thema Terroir, schließlich gibt es Ecken, wo Frost häufig auftritt, während an anderen Stellen einmal alle fünfzig Winter Frost ein Problem darstellt.

Fast alle namhaften Weingüter aus Riberadolid, Peñafiel gen Westen, arbeiten vor allem mit Trauben aus Burgos und/oder Soria, Riberadolid ist keine wirklich gute Ecke, wenn man einzig mit Tempranillo arbeitet. Zu trocken, zu heiß, Tempranillo wird dort schon einmal betont säurefrei gelesen. Als in Aalto nur Zaccagnini und Mariano García das Sagen hatten, kamen achtzig Prozent der Trauben, die in der Bodega verarbeitet worden, nicht aus Riberadolid, obwohl die Bodega genau dort beheimatet ist. Inzwischen haben dort die Eigentümer von Enate und Muriel das Sagen, keine Ahnung, was da heute so abgeht. Die Trauben all der Weinberge, die, als Finca Vega Sicilia markiert, rund um deren Bodega angelegt sind, wurde über Jahre hinweg nicht einmal in der eigenen Bodega verarbeitet, heute macht man zumindest irgendetwas damit. Die Weinberge für den Pingus findet man in Roa, in La Horra, in Anguix, aber nicht in Riberadolid. Einzig Hacienda Monasterio arbeitet ausschließlich mit Trauben aus dieser Ecke, aber dazu kommen wir noch.

Der schon weit über einhundert Winter alte Weinberg Gordejuela (in Aranda) hat sogar den Bau der Autobahn überstanden.

Fuhr man vor zwanzig Jahren von Aranda de Duero gen Peñafil, so sah man nur wenige Rebanlagen, heute sind die Straßenränder voll davon. Nahe Gumiel de Mercado gibt es eine kleine Straße, in einem kleinen Tal, in dem früher keine Reben standen. Denn entweder gab es Frost, ernsten Frost, oder aber die Reben produzierten Trauben ohne Ende. Heute ist das Tal voller Rebanlagen. Und? Nun, entweder gibt es ernsten Frost und kaum Erträge oder aber die Rebstöcke produzieren wie blöde.

Gäbe es ein bessere Klassifikation, der Verbraucher könnte einen Bogen um solche Weine machen. Aber so zieht jeder belanglose Wein dieser Anlagen das Image der Region noch ein bisschen weiter gen Süden.

Terroir kann nur durch Menschen vermittelt werden, Ribera ist nicht Burgund, es gibt keine hunderte von Büchern, die sich ernsthaft mit Ribera del Duero und Terroir beschäftigen, wahrscheinlich gibt es nicht einmal eines. Nur: wie kann man ein Buch über Terroir und dessen Auswirkung auf die Weine schreiben, wenn es kaum auf Terroir basierende Weine gibt? Der in Deutschland, in Frankreich, in Österreich oder in Italien übliche Fall, dass es viele Weine von Trauben aus einer bestimmten Lage gibt, ist in Spanien, insbesondere in der Ribera, schlicht inexistent. Es gibt eine Lage, und daraus einen Wein. Ob das Ganze sinnstiftend ist, kann man eigentlich nur dann überprüfen, wenn ein Weingut verschiedene Lagenweine keltert, deren Reben auf unterschiedlichen Terroirs stehen. Und selbst dann ist das kompliziert. Nur: wenn man weg will von den vielen Billigweinen und auch die Blender, die simple Wein für viel Geld verhökern, am Straßenrand stehenlassen will, dann geht daran kein Weg vorbei.

Der wichtigste Weg hin zu wirklich guten Weinen aus Ribera geht indes über die Wahl der Rebsorten. Die Zeit, in der Tempranillo als quasi Monopolrebsorte diente, wird zwar noch ein wenig andauern, eine wirklich Zukunft hat sie zumindest im Topweinsegment eher nicht.

Dabei geht es nicht um internationale Sorten, weder Cabernet Sauvignon noch Merlot haben sich letztendlich durchgesetzt. Beide leiden an den klimatischen Gegebenheiten. Einzig in Hacienda Monasterio scheint dies halbwegs zu funktionieren, denn diese Weine bestehen nun einmal aus den drei Rebsorten. Da ist aber auch mit Peter Sisseck jemand zumindest beratend tätig, der in Bordeaux gelernt hat, mit diesen Sorten umzugehen. Man braucht eben Flecken Land, auf denen Merlot nicht zu schnell reift und Cabernet Sauvignon zumindest halbwegs reif gelesen werden kann. Man sollte Cabernet Franc pflanzen, ist aber leider nicht erlaubt. Der oso alemán kennt eine (illegale) Parzelle Petit Verdot, der dazugehörige Wein war immer sehr gut. Leider ist der Weinmacher vor einigen Jahren verstorben, die Trauben landen heute irgendwo. Und nein, Syrah braucht man in der Region nun wirklich nicht. Denn selbst die besten, natürlich illegalen Syrahs (oder halt als IGP Castilla y León auf den Markt gebracht und damit legal), sind doch nicht viel mehr als gewöhnliche Syrahs. Braucht kein Bär.

Die Weinbauern, die vor einhundert Jahren Tempranillo und diverse andere regionale Sorten anbauten, waren ja nicht blöde, die haben sich dabei schon etwas gedacht. Wir brauchen Maturana, Garnacha, Bobal, Mencía, Albillo und all die anderen Sorten, um wirklich großartige Weine zu keltern. Der Consejo Regulador hört das natürlich nicht so gerne. Aber zur Not muss man halt solche Weine erst einmal als IGP Castilla y León auf den Markt bringen, irgendwann raffen das selbst die in Roa.

Was wir aber vor allem brauchen ist eine bessere Nutzung des Geländes: viele potentielle Top-Parzellen sind nicht bestockt, wohingegen es haufenweise Rebanlagen in Kartoffelland gibt. Weinbauern, die an Bodegas verkaufen und nur nach produzierte Menge, potentiellem Alkohol und Farbintensität bezahlt werden, kann man keinen Vorwurf machen, die optimieren einfach ihre Arbeitsgrundlage. Bodegas hingegen, die einen gewissen Qualitätsanspruch vor sich hertragen, können so nicht länger agieren.

Der Manvirgo, an sonnigen Tagen sieht er hübsch und unschuldig aus …

Ribera del Duero ist noch keine große Weinbauregion, Ribera kann das aber werden. Vor zehn Jahren gab es vielleicht zwei oder drei Weingüter, die auf Terroir basierende, hochwertige Weine kelterten, heute sind es vielleicht derer zwanzig. Das sind wenige, aber immerhin. Weingüter mit zumindest zwei Lagenweinen gibt es vielleicht derer fünf oder sechs, ernsthaft dem Thema Lagenweine verschrieben haben sich indes nur zwei: Dominio de E.S. (Bertrand Sourdais) und Bodegas y Viñedos Gallego Zapatero (Sophie Kuhn), Dominio de Águila (Jorge Monzón) ist zumindest auf dem Weg dorthin. Loire, Elsass und ein Kastilier, der im Burgund gearbeitet hat.

Neunzig Jahre auf schwerem Lehm: Finca San Miguel in Anguix.

Kein Stairway to heaven, viel Steine gibt’s und wenig Brot. Und dennoch: zumindest ein erster Schritt ist gemacht. Gut Ding will Weile haben.

Ribera del Duero – das wird schon. Text: El oso alemán

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Weine

Weingut Andres Haardter Riesling Kabinett fruchtig süss BIO

Weißwein · Haardt (Pfalz) · Riesling

Riesling Kabinett · fruchtig süß Haardt · Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres Buntsandstein & Kalk Prädikatswein BIO (DE-ÖKO-039) 2025

Der Weingut Andres Haardter Riesling Kabinett fruchtig süß 2025 ist ein feiner, fruchtsüßer Kabinett aus den Haardter Lagen. Das leichte Spiel aus rassiger Säure und feiner Restsüße macht ihn zu einem animierenden, klassischen Mosel- … nein, echten Pfälzer Kabinett aus biologischem Anbau.


Haardt – fruchtsüßer Riesling-Kabinett

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Haardter Riesling Kabinett stammt aus ihren Lagen rund um Haardt am Rand von Neustadt.

Die Böden der Haardter Lagen verbinden Buntsandsteinverwitterung mit kalkhaltigen Anteilen; zusammen mit der kühlenden Waldluft der Haardt schaffen sie die Grundlage für einen leichten, fruchtsüßen Riesling mit rassiger Säure und klarer Frucht.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Der Kabinett 2025 zeigt eine reife, klare Frucht bei lebendiger Säure. Die kühle Prägung der Haardter Lagen und der schonende Kellerstil bewahren die feine Balance aus Restsüße und Frische – leicht, animierend und präzise.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (Prädikatswein) aus den Haardter Lagen, Jahrgang 2025; 100 % Riesling.

Der Wein wird schonend vinifiziert und in seiner Gärung so geführt, dass eine feine, natürliche Restsüße im Gleichgewicht zur rassigen Säure erhalten bleibt. So entsteht ein leichter, fruchtbetonter Kabinett mit klarer Herkunft. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein leichter, fruchtsüßer Riesling-Kabinett: klare Aromen von Pfirsich und Aprikose, dazu Apfel, Zitrus und ein floraler Hauch. Am Gaumen animierend und saftig, mit einer feinen Restsüße, die von einer rassigen, lebendigen Säure getragen wird – leichtfüßig, präzise und mit erfrischendem Nachhall.

Pfirsich, Aprikose und Apfel mit floralem Hauch – leichtfüßig, mit feiner Restsüße im rassigen Spiel einer lebendigen Säure.

Ein erfrischender, fruchtsüßer Kabinett. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer und thailändischer Küche, zu leicht scharfen Currys sowie zu Obst-Desserts und mildem, cremigem Käse.


Lage: Haardter Lagen, Haardt/Neustadt, Pfalz (Mittelhaardt); Buntsandsteinverwitterung mit kalkhaltigen Anteilen
Klassifikation: Riesling Kabinett, Prädikatswein, Pfalz (fruchtig süß); 100 % Riesling
Ausbau: schonende Vinifikation mit feiner Restsüße; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Italien

Castelgreve Vin Santo 0,375 Liter

Der Vin Santo ist ein intensiv duftender Dessertwein aus der Toskana, der im Eichenholzfass reifte. In der Farbe goldgelb. Das Bukett ist voll und komplex mit Aromen von Rosinen, Aprikosen, Feigen, Trockenfrüchten und Vanille. Der Geschmack ist warm, leicht süßlich und seidig mit einem aromatischen Nachklang.

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Whisky

Octomore Edition 07.01_208 Progressive Hebridean Distillers

Whisky · Single Malt · Islay · Octomore

Octomore Edition 07.1_208 ist ein super-stark getorfter Islay Single Malt der Bruichladdich Distillery. Octomore fordert seit 2008 die gängige Whisky-Weisheit heraus: fünf Jahre gereift, extrem hoch getorft und nahe der Fassstärke abgefüllt. Mit 208 ppm zählt diese Edition zu den am stärksten getorften Whiskys der Welt. Wegen seiner überraschenden Eleganz trotz dieser Wucht nennt Bruichladdich ihn „die unmögliche Gleichung".


Islay

Die Bruichladdich Distillery steht seit 1881 auf den Rhinns of Islay. Octomore ist nach einem ehemaligen Brennerei- und Hofgut oberhalb von Port Charlotte benannt. Für diese Edition wird Gerste vom schottischen Festland verwendet; der außergewöhnlich hohe Torfgehalt entsteht beim Mälzen.

Herstellung und Reifung

Der Single Malt ist mit 208 ppm super-stark getorft und reifte fünf Jahre in American Oak (ehemalige Bourbon- bzw. American-Whiskey-Fässer). Abgefüllt wurde er ungefärbt und nicht kühlgefiltert nahe der Fassstärke.

Im Glas

Helles Strohgold in natürlicher Farbe. In der Nase Seeluft, Toffee und Zitrus, dann dichter Torfrauch mit Pfirsich, Vanille, Nuss und Tabak. Am Gaumen samtig-weich, mit viel Torf und eleganter Süße, Honig, Vanille und Leder. Der Abgang ist sehr lang, rauchig und salzig.

Zum Genuss

Pur in einem Nosing-Glas genießen; etwas Zeit im Glas lohnt sich, Wasser nur sehr vorsichtig zugeben. Ein Whisky für erfahrene Liebhaber rauchiger Islay-Malts.

Passt außerdem zu geräuchertem Fisch, kräftigem Hartkäse und dunkler Schokolade.


Herkunft: Islay, Schottland (Bruichladdich Distillery)
Art: Super-stark getorfter Islay Single Malt, 208 ppm
Reifung: 5 Jahre in American Oak (Bourbonfässer)

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Weine

Te Mānia Nelson Organic Pinot Gris 2022 BIO 

Wein · Weißwein · Nelson · Neuseeland

Te Mānia Nelson Organic Pinot Gris ist ein biozertifizierter Pinot Gris, der an einen superweichen Viognier erinnert: viel Blütenduft zur Birne, etwas Zitrone, Honig und Geißblatt. Sehr klar und null breit – sehr wohl aber weich.


Nelson / Neuseeland

Te Mānia ist ein Familienweingut in der Region Nelson an der Spitze der Südinsel Neuseelands – eine der sonnigsten Regionen des Landes mit kühlen Nächten, die für klare Frucht und Frische sorgen. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (Kontrollstelle DE-ÖKO-039, Non-EU-Agriculture).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinot Gris. Der Ausbau bewahrt die klare, blumig-fruchtige Aromatik und die weiche, runde Textur, ohne den Wein breit wirken zu lassen. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase viel Blütenduft, reife Birne, etwas Zitrone, Honig und Geißblatt. Am Gaumen weich und klar zugleich, mit feiner Frucht, schönem Schmelz und sauberem, präzisem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – ein Favorit für die Terrasse und zum Lunch.

Passt zu: asiatischer Küche, Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch und Salaten.


Lage: Nelson (Südinsel, Neuseeland); Te Mānia Wines
Klassifikation: Nelson – 100 % Pinot Gris, trocken
Ausbau: frucht- und schmelzbewahrender Ausbau

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Weine

Château La Nerthe Châteauneuf-du-Pape Rouge Organic 2022 BIO

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Rhône · Bio

Château La Nerthe Châteauneuf-du-Pape Rouge ist ein kraftvoller Bio-Rotwein aus dem südlichen Rhônetal vom renommierten Château La Nerthe, einem der ältesten Güter von Châteauneuf-du-Pape. Die Cuvée vereint die klassischen Rhône-Sorten. Im Glas majestätisch, vielschichtig und kraftvoll.


Châteauneuf-du-Pape

Châteauneuf-du-Pape liegt im südlichen Rhônetal und ist berühmt für seine von Rollkieseln („galets roulés"), Sand und Kalk geprägten Böden. Das warme, mediterrane Klima verleiht den Weinen Kraft, Würze und Tiefe. Château La Nerthe bewirtschaftet seine Reben ökologisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée wird von Grenache dominiert, ergänzt um Syrah, Mourvèdre und Cinsault. Nach der Gärung reift der Wein im Holz (Fuder und Barrique), das ihm Struktur und feine Würze gibt, ohne die reife Frucht zu überdecken.

Im Glas

Dichtes Lila mit violetten Tönen. In der Nase starke Würznoten, Pfeffer und reife Kirsche. Am Gaumen gut eingebundene Gerbstoffe und ein herzhafter Charakter; majestätisch, vielschichtig und kraftvoll. Der Abgang ist sehr lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, geschmortes Fleisch und würzige mediterrane Gerichte.


Lage: Châteauneuf-du-Pape, südliches Rhônetal; Galets/Sand/Kalk
Klassifikation: Châteauneuf-du-Pape AOC – Rouge
Ausbau: Grenache-dominiert mit Syrah/Mourvèdre/Cinsault, Holzausbau (Fuder/Barrique)

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Corton Charlemagne Grand Cru 2023

Weißwein · Corton-Charlemagne Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Corton-Charlemagne Grand Cru (Frankreich) 2023

Der Pierre Vincent Corton-Charlemagne Grand Cru 2023 ist ein monumentaler Weißwein aus dem Debütjahrgang der neuen Domaine: intensiv, kraftvoll, mit leicht reduktiven Noten, einem Hauch Butter und enormem Zug am Gaumen. Der Name ist Programm – und Verpflichtung.


Corton-Charlemagne – die Lage

Corton-Charlemagne ist eine der größten Weißwein-Lagen Burgunds, gelegen am fast kreisförmigen Kalksteinhügel von Corton am nördlichen Ende der Côte de Beaune. Die kalk- und mergelreichen, von der bewaldeten Hügelkuppe erodierten Böden bringen Chardonnays von großer Mineralität und feuersteinartigem Charakter hervor.

Pierre Vincents Cuvée stammt aus zwei nur 0,5 Hektar umfassenden Parzellen alter Reben (1947–1981): die wärmere Le Charlemagne (Südwest, direkt unterhalb von Vougeraie) für Körper und Fülle, die kühlere En Charlemagne (West) für Spannung und Frische. Beide wurden 2023 fünf Tage versetzt gelesen.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte an der Côte de Beaune sehr große Weißweine. In einem warmen Jahr erweist sich die kühle Höhenlage des Corton-Hügels als ideal, um Frische und Mineralität zu bewahren.

Es ist zugleich der Debütjahrgang der Domaine Pierre Vincent: 2023 übernahm der langjährige Leiter von Vougeraie und Leflaive die frühere Domaine des Terres de Velle und keltert seither unter eigenem Namen.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023. Insgesamt nur neun Fässer, rund 2.500 Flaschen.

Pierre Vincent arbeitet mit Kompost und Pflanzenpräparaten, im Keller bewusst zurückhaltend: lange, sanfte Pressung, Gärung teils im Edelstahl, anschließend Ausbau in Barriques mit nur geringem Neuholzanteil (eines von neun Fässern neu), ergänzt um rund 20 % Keramik-Amphore zur Wahrung von Spannung und Frische. Der Wein reift über zwei Winter im Keller.

Im Glas

Intensiv und kraftvoll, mit noch leicht reduktiven Noten, einem Hauch von Butter und Schmalz sowie enormem Zug und Druck am Gaumen. Reife Mirabelle und Quitte, Akazienblüte und eine markante mineralische, feuersteinartige Ader, getragen von lebendiger Säure. Der Nachhall ist majestätisch.

Ein monumentaler Corton-Charlemagne – intensiv, mineralisch, mit majestätischem Nachhall.

Gebaut für die lange Reife. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Hummer, Steinbutt, Bresse-Geflügel in Rahmsauce, Kalb oder gereiftem Comté. Ein großer Begleiter für festliche, gehaltvolle Gerichte.


Lage: Le Charlemagne und En Charlemagne, Corton-Charlemagne Grand Cru, Côte de Beaune, Bourgogne (Frankreich); Kalk-Mergel, alte Reben (1947–1981), 0,5 ha
Klassifikation: Corton-Charlemagne Grand Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; Barrique (geringer Neuholzanteil) und ca. 20 % Keramik-Amphore; zwei Winter Ausbau; Handarbeit im Weinberg

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USA

Epoch Tempranillo 2015

Wein · Rotwein · Paso Robles · USA

Epoch Tempranillo 2015 zeigt einen eleganten, nahtlosen Stil, der an große Tempranillos aus Spanien erinnert. Viel schwarze Frucht, Holzkohle, geschmortes Fleisch und Graphit gehen in einen vollmundigen Rotwein mit schwereloser Textur, sich aufbauenden Tanninen und kraftvollem Finish über. Von Jeb Dunnuck mit 98 Punkten bewertet.


Paso Robles / Willow Creek District

Epoch Estate Wines (Bill & Liz Armstrong, Winemaker Jordan Fiorentini) zählt zu den renommiertesten Adressen von Paso Robles, im Willow Creek District. Der Tempranillo stammt überwiegend vom historischen Paderewski Vineyard aus eigenem, von Hand bewirtschaftetem Anbau auf kalkstein- und schiefergeprägten Böden – eine spannende kalifornische Interpretation der spanischen Leitsorte.

Rebsorte und Ausbau

Überwiegend reinsortig aus Tempranillo (gelegentlich um kleine Anteile Graciano, Syrah oder Grenache ergänzt). Der Ausbau in französischer Eiche verleiht Struktur und feine Würze, ohne die Frucht zu überdecken, und ergibt einen vollmundigen, dennoch eleganten Rotwein mit großem Reifepotenzial. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes, dunkles Rot. In der Nase viel schwarze Frucht, Holzkohle, geschmortes Fleisch und Graphit. Am Gaumen vollmundig, mit schwereloser, nahtloser Textur, sich aufbauenden Tanninen und einem kraftvollen, langen Finish. Großes Lagerpotenzial.

Am Tisch

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren. Trinkempfehlung 2022 bis 2033.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild, Schmorgerichten und reifem Hartkäse.


Lage: Paso Robles AVA, Willow Creek District (Kalifornien, USA); Epoch Estate Wines
Klassifikation: Paso Robles – Tempranillo, trocken
Ausbau: Reifung in französischer Eiche
Bewertung: Jeb Dunnuck 98/100; Jahrgang 2015

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Spirituosen

Noilly Prat Vermouth

Wermut · Aperitif · Languedoc · Frankreich

Noilly Prat ist der klassische trockene Wermut aus dem südfranzösischen Marseillan. Ausgewählte Weißweine reifen in Eichenfässern unter der Sonne Südfrankreichs, bevor sie mit einer Geheimmischung aus rund 20 Kräutern verfeinert werden – ein Aperitif, der fast ebenso oft zum Kochen wie zum Trinken verwendet wird.


Marseillan / Languedoc

Die Maison Noilly Prat stellt seit 1813 im südfranzösischen Marseillan (Hérault, Languedoc) Wermut her, direkt am Étang de Thau. Der Kräuterkundler Joseph Noilly entwickelte hier den ersten trockenen weißen Wermut. Die Seeluft und das mediterrane Klima prägen den unverwechselbaren Charakter bis heute.

Zutaten und Reifung

Basis sind zwei südfranzösische Weißweine, Picpoul und Clairette. Sie reifen zunächst rund acht Monate im Keller in großen Eichenfässern und anschließend etwa ein Jahr im Freien, den Elementen aus Sonne, Wind und Seeluft ausgesetzt. Dabei konzentriert sich der Wein, nimmt eine bernsteinfarbene Tönung an und erinnert an Madeira oder Sherry. Danach wird er mit einer geheimen Mischung aus rund 20 Kräutern und Gewürzen (u. a. Kamille, Bitterorange, Koriander, Muskat) mazeriert und mit etwas Mistelle abgerundet.

Im Glas

Blasses Strohgelb mit goldenen Reflexen. In der Nase floral mit Kamille und Honig, dazu Zitrus, Bergamotte und Kräuter. Am Gaumen trocken und vielschichtig, mit nussig-oxidativen Noten, feiner Salzigkeit und würzigem, langem Abgang.

Im Glas und in der Küche

Gut gekühlt pur oder auf Eis mit einer Zitronenzeste als Aperitif – und die Schlüsselzutat im klassischen Dry Martini. In der Küche ist Noilly Prat unschlagbar zum Verfeinern und Ablöschen.

Ideal für: Dry Martini, Fisch- und Sahnesaucen, Risotto, Muscheln und Meeresfrüchte.


Herkunft: Marseillan, Languedoc (Frankreich); Noilly Prat (seit 1813)
Art: Wermut / trockener Aperitif auf Weißweinbasis (aromatisierter Wein)
Zutaten: Picpoul- und Clairette-Weißwein, ~20 Kräuter & Gewürze, Mistelle
Reifung: ~8 Monate Eichenfass im Keller, ~1 Jahr Freiluftreifung; anschließend Mazeration der Botanicals

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