Die Geschichte von Ribera del Duero Teil 4: Ribera del Duero – das wird?

Die Geschichte von Ribera del Duero Teil 4: Ribera del Duero – das wird?

Spanierinnen, vor allem aber Spanier sind Profis darin, sich selbst zu überschätzen. Aber auch jenseits der Pyrenäen gibt es die eine oder andere Ansicht, die weit oben am Baum hängt. Da wird dann schon einmal Ribera del Duero in einem Atemzug mit Bordeaux, Burgund, Montalcino oder Barolo genannt, neben Rioja, Rheingau oder Wachau. Sorry, aber in dieser Liga spielt Ribera del Duero nicht. Zumindest noch nicht. Vielleicht nie.

Bordeaux, mit etwa der sechsfachen Rebfläche, ist in über dreißig voneinander abgegrenzte Regionen unterteilt, das Piemont kommt insgesamt auf gerade einmal sechstausend Hektar mehr als Ribera del Duero, ist jedoch in zahlreiche Unterregionen (DOCs, DOCGs und Zeuchs) unterteilt, in neunundfünfzig, um exakt zu sein. Neun Und Fünf Zig! In Ribera del Duero gibt es Joven, Crianza, Reserva sowie Gran Reserva. Punkt! Na ja, Rosado gibt es auch noch…

DIE DOCG Barolo stemmt siebzehnhundert Hektar Rebfläche, das schaffen auch Roa de Duero und La Horra zusammen. Trauben für Barbaresco werden auf gut sechshundert Hektar Rebland gelesen, alleine das Dorf Anguix ist davon so weit nicht entfernt. In einem guten Jahr entspricht die Gesamtproduktion in Barolo etwa der Kapazität der Felix Solís-Bodega in Olmedillo de Roa: neun Millionen Liter.

Nur drei klassifizierte Regionen Italiens spielen mengentechnisch in der Liga von Ribera del Duero: Chianti, Montepulciano d’Abruzzo sowie Prosecco. Auf ganz Sizilien wird weniger Wein gekeltert als in der Ribera.

Diese Zahlenspiele könnten wir drei Stunden lang fortsetzen, es käme immer wieder das gleiche Schema zum Vorschein: Ribera del Duero, letztendlich fast alle Weinbauregionen Spaniens sind nach einem anderen Muster gestrickt: große, mehr oder weniger sinnstiftend zusammengestellte Gebinde, die eher auf Volumen denn auf Qualität ausgerichtet sind.

Trauben sind dort ein Handelsgut, sie kommen auf den Markt als innerhalb einer Region aufgewachsen, oder halt nicht. Von wenigen Regionen (in denen aber auch nicht ernst kontrolliert wird) abgesehen, gibt es keine Erzeugerabfüllungen im mitteleuropäischen Sinne. Will sagen: wenn mein Wein ausverkauft ist, kann ich zur nächsten Tankstelle (Cooperative) laufen, Fasswein kaufen oder gleich dort mit meinem Etikett abfüllen lassen, und munter weiterverkaufen. Alles legal.

Die größten drei Weingüter in Ribera sind Felix Solís, García Carrión (beide zugewandert) sowie Protos. Ein Viertel bis ein Fünftel der Produktion trägt ihre Etiketten. Zwei Dutzend, also nicht einmal zehn Prozent aller Weingüter der Region, werfen zwei Drittel der Produktion auf den Markt. Würde man der Region ein Klassifizierungssystem entsprechend dem der Mosel überstülpen, all diese Produzenten fänden sich plötzlich in zweiter oder dritter Linie wieder. Da die Rückenetiketten beim Consejo zu kaufen sind, dieser somit von den Großbodegas lebt, werden die das nie mit sich machen lassen. Im Priorat funktioniert das, weil dort insgesamt nur fünf Millionen Liter Wein gekeltert werden, wenn überhaupt. Die Rioja strampelt und hampelt, um so zu tun, als ob man ein strengeres System errichten wolle, tut aber letztendlich (fast) alles, um dessen effektive Umsetzung zu behindern. Ribera wird sich das alles erst einmal in Ruhe ansehen, wirklich ändern wird sich in den nächsten zehn Jahren nicht viel.

Aber auch in diesem Zusammenhang lohnt es sich, in andere Ecken der Welt zu blicken. Nehmen wir die weiter oben bereits erwähnte Region Brunello aus Montalcino. Es ist keine dreißig Jahre her, da konnte man viele der guten Brunelli in Bonn bei italienischen Lebensmittelhändlern für n’Appel und n’Ei kaufen, in Sachen Barbaresco oder Barolo war das nicht viel anders. Man darf nicht den Fehler machen, nur das heutige Ergebnis der Entwicklung zu betrachten. Barolo war vor fünfzig Wintern alles andere als eine noble Weinbauregion, es dominierten eher bäuerliche Weine. Selbst Burgund oder Bordeaux haben Jahrzehnte (Jahrhunderte) gebraucht, um dort zu sein, wo sie heute sind. Die Zeiten, in denen Chablis gerade einmal als bessere Kochwein zu verkaufen war, sind so lange noch nicht her.

Die Weinbauregion Ribera del Duero gibt es gerade einmal vierzig Jahre, viele Weingüter sind keine zwanzig Jahre alt. Nix mit fünfter oder sechster Generation, und natürlich kämpft jede Bodega, die nur mit sauberem Geld errichtet wurde, mit Schulden und ähnlichen Problemen. Dazu kommt, dass Spanier, insbesondere Kastilier, keine Verkäufer sind.

Die Tatsache, dass zwei Drittel aller Ribera-Weine von Bodegas vermarktet werden, die entweder nicht aus der Ribera sind oder Protos heißen, ist nicht das Problem. Im Gegenteil: es ist eine Art Versicherung für das Überleben der Region. Die Frage ist nur: was macht das restliche Drittel daraus?

Die Zukunft besteht aus drei Begriffen und deren Umsetzung: Qualität, Terroir sowie Rebsortenmix.

Ersteres ist recht einfach zu verstehen, aber oftmals schwer umzusetzen, zumindest tun sich diverse Bodegas schwer damit. All jene Weinmacherinnen und Weinmacher, die schon einmal im Burgund oder in Bordeaux gearbeitet haben oder von dort stammen, haben es etwas leichter, viele lokal oder bestenfalls regional erfahrene Winzer verstehen oft nicht, was Qualität eigentlich ausmacht. Noch immer gilt an vielen Orten die Devise: viel hilft viel! Die Top-Weine werden besonders behandelt, mehr von allem: längere Reifedauer (in Ribera fatal), längere Maischestandzeit (gibt Suppe), viel zu viel zu aggressives Holz (trocknet den Mund aus und hinterlässt Späne). Solange das nicht aufhört, wird das nichts. Aber wie soll das aufhören, wenn die Weingutsbesitzer (Önologen machen meistens das, was die Besitzer wollen, da gibt es nur wenig Spielraum) das gar nicht raffen. Es handelt sich um die gleichen Weingutsbesitzer, die, wenn man sie auf fehlende Qualität anspricht, eher bereit sind, Preise zu senken, als an der Qualität ihrer Weine zu arbeiten. Da muss man dran arbeiten.

Auch gibt es zu viele Weingüter, die nach Schema „F“ arbeiten, wobei man das in Ribera in Schema „A“ umtaufen sollte, A wie Ayuso, eine Familien von Weinmachern, die etwa vierzig Weingüter der Region berät. Natürlich ist ein Stahltank praktischer, natürlich ist es einfacher, die malolaktische Säureumwandlung auch in einem Stahltank durchzuführen, die Weine werden dann halt betont langweilig ausfallen. Aber solange es Kunden für derart brotlose Weine gibt, wird sich daran nicht viel ändern. Inzwischen haben viele Bodegas Zementeier in ihren Hallen herumstehen oder -liegen. Was sie damit machen, ist eine andere Sache.

Das mit dem Holz geht auch auf die Kappe des Consejo Regulador. Als man damals das Regelwerk der Rioja kopierte, nahm man auch den Passus hin, dass für Weine der Klassifikationen Crianza gen oben nur Barricas eingesetzt werden dürfen, deren Fassungsvermögen dreihundert Liter nicht überschreitet. Hinterfragt hat das damals sicherlich niemand. An dieser Regel hat sich bis heute nichts geändert, alles, was in großen Barricas reift, darf nur als vino de cosecha, Jóven, auf den Markt gebracht werden. Für große Weine und große Namen ist das kein Problem, ein gewisser Pingus kommt auch als Jóven auf den Markt. Viele kleine Bodegas können zumindest ohne die Bezeichnung Crianza nicht leben, auch wenn sie sich damit oft selbst ein Bein stellen.

Ganz klare Ansage: solange die Rioja ihre Weingüter zu Crianza, Reserva und Gran Reserva drängt, wird sich, en gros, Ribera dem nicht widersetzen können, und auch nicht widersetzen wollen. Das Konzept Reserva, dass es so ja auch in vielen anderen europäischen Weinbauregionen gibt, könnte, würde man es ein klein wenig überarbeiten, durchaus bestehen bleiben. Kein Reserva aus zugekauftem Fasswein etwa, oder eine etwas strengere Höchstertragsregel, da gäbe es schon Möglichkeiten.

Dafür muss aber auch erst mal ein Markt da sein, es ist ja nicht so, dass den Bodegas Weine zu zwanzig Euro Exportpreis aus den Händen gerissen würden. Denn oftmals gibt es ja bessere für derer fünfzehn, oder zwölf… Importeure, die auch mit hochwertigen Weinen anderer Länder handeln, fallen auf so etwas nur selten herein, wobei es da auch blendende Ausnahmen gibt, Händler indes, die nur mit spanischen Weinen handeln, sind da oftmals weniger aufmerksam. Aber das ist eher weniger beunruhigend, mit der Zeit gibt sich das. Geben wir dem noch vielleicht zwanzig Jahre.

Terroir ist ein komplizierteres Thema, auch wenn es letztendlich das einfachste ist. Denn Terroir, vor Sprengungen kompletter Berge einmal abgesehen, kann der Mensch nur bedingt verändern. Der Duero kann nicht mal eben gen Nord-Süd umgeleitet werden, Wind und Wolken scheren sich nicht um das, was Ribera-Winzer so wollen, Frost und Hagel auch nicht. Letztere gehören natürlich zum Thema Terroir, schließlich gibt es Ecken, wo Frost häufig auftritt, während an anderen Stellen einmal alle fünfzig Winter Frost ein Problem darstellt.

Fast alle namhaften Weingüter aus Riberadolid, Peñafiel gen Westen, arbeiten vor allem mit Trauben aus Burgos und/oder Soria, Riberadolid ist keine wirklich gute Ecke, wenn man einzig mit Tempranillo arbeitet. Zu trocken, zu heiß, Tempranillo wird dort schon einmal betont säurefrei gelesen. Als in Aalto nur Zaccagnini und Mariano García das Sagen hatten, kamen achtzig Prozent der Trauben, die in der Bodega verarbeitet worden, nicht aus Riberadolid, obwohl die Bodega genau dort beheimatet ist. Inzwischen haben dort die Eigentümer von Enate und Muriel das Sagen, keine Ahnung, was da heute so abgeht. Die Trauben all der Weinberge, die, als Finca Vega Sicilia markiert, rund um deren Bodega angelegt sind, wurde über Jahre hinweg nicht einmal in der eigenen Bodega verarbeitet, heute macht man zumindest irgendetwas damit. Die Weinberge für den Pingus findet man in Roa, in La Horra, in Anguix, aber nicht in Riberadolid. Einzig Hacienda Monasterio arbeitet ausschließlich mit Trauben aus dieser Ecke, aber dazu kommen wir noch.

Der schon weit über einhundert Winter alte Weinberg Gordejuela (in Aranda) hat sogar den Bau der Autobahn überstanden.

Fuhr man vor zwanzig Jahren von Aranda de Duero gen Peñafil, so sah man nur wenige Rebanlagen, heute sind die Straßenränder voll davon. Nahe Gumiel de Mercado gibt es eine kleine Straße, in einem kleinen Tal, in dem früher keine Reben standen. Denn entweder gab es Frost, ernsten Frost, oder aber die Reben produzierten Trauben ohne Ende. Heute ist das Tal voller Rebanlagen. Und? Nun, entweder gibt es ernsten Frost und kaum Erträge oder aber die Rebstöcke produzieren wie blöde.

Gäbe es ein bessere Klassifikation, der Verbraucher könnte einen Bogen um solche Weine machen. Aber so zieht jeder belanglose Wein dieser Anlagen das Image der Region noch ein bisschen weiter gen Süden.

Terroir kann nur durch Menschen vermittelt werden, Ribera ist nicht Burgund, es gibt keine hunderte von Büchern, die sich ernsthaft mit Ribera del Duero und Terroir beschäftigen, wahrscheinlich gibt es nicht einmal eines. Nur: wie kann man ein Buch über Terroir und dessen Auswirkung auf die Weine schreiben, wenn es kaum auf Terroir basierende Weine gibt? Der in Deutschland, in Frankreich, in Österreich oder in Italien übliche Fall, dass es viele Weine von Trauben aus einer bestimmten Lage gibt, ist in Spanien, insbesondere in der Ribera, schlicht inexistent. Es gibt eine Lage, und daraus einen Wein. Ob das Ganze sinnstiftend ist, kann man eigentlich nur dann überprüfen, wenn ein Weingut verschiedene Lagenweine keltert, deren Reben auf unterschiedlichen Terroirs stehen. Und selbst dann ist das kompliziert. Nur: wenn man weg will von den vielen Billigweinen und auch die Blender, die simple Wein für viel Geld verhökern, am Straßenrand stehenlassen will, dann geht daran kein Weg vorbei.

Der wichtigste Weg hin zu wirklich guten Weinen aus Ribera geht indes über die Wahl der Rebsorten. Die Zeit, in der Tempranillo als quasi Monopolrebsorte diente, wird zwar noch ein wenig andauern, eine wirklich Zukunft hat sie zumindest im Topweinsegment eher nicht.

Dabei geht es nicht um internationale Sorten, weder Cabernet Sauvignon noch Merlot haben sich letztendlich durchgesetzt. Beide leiden an den klimatischen Gegebenheiten. Einzig in Hacienda Monasterio scheint dies halbwegs zu funktionieren, denn diese Weine bestehen nun einmal aus den drei Rebsorten. Da ist aber auch mit Peter Sisseck jemand zumindest beratend tätig, der in Bordeaux gelernt hat, mit diesen Sorten umzugehen. Man braucht eben Flecken Land, auf denen Merlot nicht zu schnell reift und Cabernet Sauvignon zumindest halbwegs reif gelesen werden kann. Man sollte Cabernet Franc pflanzen, ist aber leider nicht erlaubt. Der oso alemán kennt eine (illegale) Parzelle Petit Verdot, der dazugehörige Wein war immer sehr gut. Leider ist der Weinmacher vor einigen Jahren verstorben, die Trauben landen heute irgendwo. Und nein, Syrah braucht man in der Region nun wirklich nicht. Denn selbst die besten, natürlich illegalen Syrahs (oder halt als IGP Castilla y León auf den Markt gebracht und damit legal), sind doch nicht viel mehr als gewöhnliche Syrahs. Braucht kein Bär.

Die Weinbauern, die vor einhundert Jahren Tempranillo und diverse andere regionale Sorten anbauten, waren ja nicht blöde, die haben sich dabei schon etwas gedacht. Wir brauchen Maturana, Garnacha, Bobal, Mencía, Albillo und all die anderen Sorten, um wirklich großartige Weine zu keltern. Der Consejo Regulador hört das natürlich nicht so gerne. Aber zur Not muss man halt solche Weine erst einmal als IGP Castilla y León auf den Markt bringen, irgendwann raffen das selbst die in Roa.

Was wir aber vor allem brauchen ist eine bessere Nutzung des Geländes: viele potentielle Top-Parzellen sind nicht bestockt, wohingegen es haufenweise Rebanlagen in Kartoffelland gibt. Weinbauern, die an Bodegas verkaufen und nur nach produzierte Menge, potentiellem Alkohol und Farbintensität bezahlt werden, kann man keinen Vorwurf machen, die optimieren einfach ihre Arbeitsgrundlage. Bodegas hingegen, die einen gewissen Qualitätsanspruch vor sich hertragen, können so nicht länger agieren.

Der Manvirgo, an sonnigen Tagen sieht er hübsch und unschuldig aus …

Ribera del Duero ist noch keine große Weinbauregion, Ribera kann das aber werden. Vor zehn Jahren gab es vielleicht zwei oder drei Weingüter, die auf Terroir basierende, hochwertige Weine kelterten, heute sind es vielleicht derer zwanzig. Das sind wenige, aber immerhin. Weingüter mit zumindest zwei Lagenweinen gibt es vielleicht derer fünf oder sechs, ernsthaft dem Thema Lagenweine verschrieben haben sich indes nur zwei: Dominio de E.S. (Bertrand Sourdais) und Bodegas y Viñedos Gallego Zapatero (Sophie Kuhn), Dominio de Águila (Jorge Monzón) ist zumindest auf dem Weg dorthin. Loire, Elsass und ein Kastilier, der im Burgund gearbeitet hat.

Neunzig Jahre auf schwerem Lehm: Finca San Miguel in Anguix.

Kein Stairway to heaven, viel Steine gibt’s und wenig Brot. Und dennoch: zumindest ein erster Schritt ist gemacht. Gut Ding will Weile haben.

Ribera del Duero – das wird schon. Text: El oso alemán

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Envinate Benje tinto 2022

Rotwein · Teneriffa · D.O. Ycoden-Daute-Isora · Listán Prieto

Listán Prieto mit etwas Tintilla D.O. Ycoden-Daute-Isora Santiago del Teide Envínate Vulkanboden · ~1.000–1.100 m Beton & gebrauchte Barriques 2022

Der Envínate Benje Tinto 2022 ist ein schlanker, eleganter Cool-Climate-Rotwein aus Vulkanhöhe bei Santiago del Teide – hauptsächlich aus der autochthonen Listán Prieto, mit etwas Tintilla. Leicht und doch fest und lang, mit prägnanter, vulkanisch tanzender Säure.


Benje – Cool-Climate-Rot aus Santiago del Teide

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff. „Benje" ist das Guanchen-Wort für den nahen Krater.

Die D.O. Ycoden-Daute-Isora liegt im Nordwesten Teneriffas; die Böden sind vulkanischen Ursprungs. Die mit wurzelechten Reben bepflanzten Weinterrassen liegen spektakulär bis rund 1.100 Meter über dem Meeresspiegel, werden täglich von straffen Atlantikwinden umweht und wurzeln auf steinigem Vulkangeröll. Der Benje stammt aus solchen alten, ungezogenen Buschreben rund um Santiago del Teide.

Jahrgang 2022 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die hohen Vulkanlagen prägen 2022 einen schlanken, frischen Cool-Climate-Rotwein mit klarer, fast unreif-roter Frucht, feiner Würze und lebendiger, prägnanter Säure. Die kühle Höhe hält den Alkohol moderat und betont die spannungsreiche, herkunftsgenaue Stilistik.

Assemblage und Ausbau

Hauptsächlich Listán Prieto, abgerundet durch eine kleine Coupage Tintilla, aus dem Jahrgang 2022, D.O. Ycoden-Daute-Isora, trocken.

Der Ausbau erfolgt zunächst in Zementtanks und danach über ein halbes Jahr in gebrauchten Barriquefässern – im minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Gewürze, Teer, laktische Noten und unreife rote Früchte begeistern im Geruchsbild. Leicht und doch fest und lang mundet dieser außergewöhnliche Rotwein. Die Säure ist prägnant und tanzt wie ein ausbrechender Vulkan im Mund auf und ab. Für alle Weintrinker, die einmal einen außergewöhnlichen „Cool Climate"-Wein erforschen möchten, ist dies genau der richtige Tropfen.

Leicht und doch fest und lang – Gewürz, Teer, rote Frucht und eine Säure, die wie ein Vulkan im Mund tanzt.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, D.O. Ycoden-Daute-Isora, Santiago del Teide (Kanaren, Spanien); ~1.000–1.100 m, steiniges Vulkangeröll; wurzelechte, ungezogene Altreben
Klassifikation: D.O. Ycoden-Daute-Isora; hauptsächlich Listán Prieto mit etwas Tintilla (trocken)
Ausbau: Gärung/Ausbau im Zementtank, anschließend ~6 Monate in gebrauchten Barriques; organischer Anbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Abel Mendoza Jarrarte blanco

Weißwein · Rioja · Spanien

überwiegend Viura (~85 %) D.O.Ca. Rioja San Vicente de la Sonsierra Edelstahltank · ohne Holz trocken 

Der Abel Mendoza Jarrarte Blanco ist der frische Weißwein von Abel Mendoza und Maite Fernández aus San Vicente de la Sonsierra in der Rioja. Der Wein entsteht überwiegend aus Viura, ergänzt durch Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco und Torrontés, und wird im Edelstahltank ohne Holz ausgebaut. Blüten, Apfel, Kräuter und reifer Pfirsich prägen Duft und Geschmack. Ein eigenständiger Rioja-Weißwein mit packender Säurestruktur und stilvollem Abgang – aus sehr kleiner Produktion.


San Vicente de la Sonsierra – Rioja Alta

Die Bodega Abel Mendoza liegt in San Vicente de la Sonsierra am Fuße der Sierra de Cantabria in der Rioja Alta. Abel Mendoza und Maite Fernández, von Tim Atkin 2015 zu „Winemakers of the Year" gekürt, bewirtschaften ihre über 35 Jahre alten Reben organisch und von Hand. Die Böden bestehen aus Lehm, Mergel und feinem Sandstein. Jarrarte ist die ursprüngliche Marke des Guts, heute den jungen Weinen vorbehalten.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht überwiegend aus Viura (rund 85 %), ergänzt durch Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco und Torrontés. Die handgelesenen Trauben werden im Edelstahltank temperaturkontrolliert vergoren; der Wein bleibt auf der Feinhefe mit sanfter Bâtonnage, was Textur und Tiefe gibt – ganz ohne Holzeinsatz. 

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase frisch und klar, mit Blüten und Frühlingsblumen, einem Hauch Kamille, viel Apfel, Kräutern und reifem Pfirsich. Am Gaumen finden sich diese Noten wieder, getragen von einer packenden Säurestruktur und viel Nerv. Der Abgang bleibt frisch, klar und stilvoll.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Tapas, Fisch und Meeresfrüchte, Reisgerichte, Geflügel und frische Käse. Auch solo ein frischer Aperitif. Jung und gut gekühlt genießen, bei 8–10 °C. Am besten in den nächsten ein bis zwei Jahren trinken.


Lage San Vicente de la Sonsierra · Rioja Alta (Spanien)
Klassifikation D.O.Ca. Rioja
Ausbau Edelstahltank, auf der Feinhefe mit Bâtonnage, ohne Holz

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Jean-Claude Mas Rouge Intense IGP 12er Set

Wein · Rotwein-Cuvée · Pays d'Oc IGP · 12er-Set

Jean-Claude Mas Rouge Intense IGP ist eine fruchtige südfranzösische Rotwein-Cuvée aus dem Languedoc – hier im günstigen 12er-Set. Aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot, mit expressiver Frucht und Aromen mediterraner Kräuter, vollmundig und saftig-frisch am Gaumen.


Languedoc / Pays d'Oc

Die Weine von Jean-Claude Mas (Domaines Paul Mas) stammen aus dem Languedoc in Südfrankreich, klassifiziert als Pays d'Oc IGP. Die Reben wachsen auf Böden aus Ton, Kalkstein und etwas Schiefer; das mediterrane Klima mit viel Sonne und Wärme bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot. Jede Rebsorte wird getrennt vinifiziert; die Assemblage erfolgt im November, anschließend reift der Wein rund vier Monate im Tank vor der Füllung. So entsteht ein fruchtbetonter, zugleich strukturierter und weicher Stil. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot mit rubinroten Reflexen. In der Nase expressive rote und dunkle Frucht – Pflaume, Brombeere –, untermalt von Kräutern der Provence (Garrigue) und einem Hauch Lakritz. Am Gaumen vollmundig und saftig-frisch, mit reifer Frucht und weichem Gerbstoff; intensiver, langer Abgang.

Am Tisch

Bei rund 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Begleiter für jeden Tag, solo oder zum Essen.

Passt zu: Gegrilltem, Lamm, Schmorgerichten, mediterraner Küche und Hartkäse.

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 12er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (12 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.


Region: Languedoc, Pays d'Oc IGP (Südfrankreich)
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Rotwein-Cuvée, trocken
Rebsorten: Grenache, Syrah, Carignan, Merlot
Set: 12 Flaschen à 0,75 Liter (versandkostenfrei innerhalb Deutschlands)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Le Moine Grands Echézeaux Grand Cru 2022

Rotwein · Grands-Échézeaux Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Grands-Échézeaux Grand Cru Côte de Nuits · Flagey-Échézeaux Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Grands-Échézeaux Grand Cru 2022 stammt aus einer der ranghöchsten Lagen der Côte de Nuits, direkt oberhalb des Clos de Vougeot – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir von großer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Grands-Échézeaux – Grand Cru über dem Clos de Vougeot

Grands-Échézeaux liegt in der Gemeinde Flagey-Échézeaux, unmittelbar oberhalb des Clos de Vougeot und nördlich von Vosne-Romanée. Mit nur rund 9 Hektar ist er deutlich kleiner, einheitlicher und ranghöher als der benachbarte, weitläufige Échézeaux – auf gut dränierten Kalk-Ton-Böden am Mittelhang. Das ergibt Pinot Noirs am vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums: viel rote und dunkle Frucht, Gewürz- und Unterholznoten, festes Tannin und große Lagerfähigkeit, dabei mehr Tiefe und Struktur als der einfache Échézeaux.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und Tiefe, ohne Klarheit und Eleganz zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 brachte an der Côte de Nuits eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Ernte mit tiefer, klar definierter Frucht, samtigem Tannin und guter Balance. In einem strukturreichen Grand Cru wie Grands-Échézeaux ergibt das einen kraftvollen, dichten und zugleich eleganten Pinot Noir mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, Grands-Échézeaux Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dem gut dränierten Kalk-Ton-Hang oberhalb des Clos de Vougeot lebt dieser Grand Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Aus dem reifen Jahrgang 2022 gewinnt er Dichte und Substanz, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen kraftvoll und tiefgründig, mit festem, samtigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Wein für die lange Reife.

Dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und feine Röstwürze – kraftvoll und seidig, mit samtigem Tannin und langer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Grands-Échézeaux Grand Cru, Flagey-Échézeaux, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~9 ha unmittelbar oberhalb des Clos de Vougeot; gut dränierte Kalk-Ton-Böden am Mittelhang
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Dujac Vosne Romanée Les Beaux Monts 1er Cru 2023

Rotwein · Vosne-Romanée Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Beaux Monts · 1er Cru Vosne-Romanée Côte de Nuits 2023

Der Vosne-Romanée Les Beaux Monts 1er Cru 2023 der Domaine Dujac ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer Premier-Cru-Lage an der Grenze zu Echézeaux. Elegant und ausbalanciert, mit roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze – im Stil dieser Ikone der Côte de Nuits.


Les Beaux Monts – Premier Cru in Vosne-Romanée

Les Beaux Monts (gelegentlich „Beaumonts") erstreckt sich über rund 11,4 Hektar als Flickenteppich über die Gemeindegrenzen von Vosne-Romanée und Flagey-Echézeaux. Der untere Teil (Les Beaux Monts Bas) liegt auf gleicher Höhe wie Echézeaux und erreicht durchweg ein sehr hohes Niveau; der etwas kühlere obere Teil liefert gute Premier-Cru-Weine. Im Süden grenzt der Premier Cru Aux Brûlées.

Vosne-Romanée gilt als Inbegriff fein ausbalancierter Pinots und beherbergt sechs Grand Crus, darunter Romanée-Conti und La Tâche. Die Domaine Dujac aus dem benachbarten Morey-Saint-Denis zählt zu den Ikonen der Côte de Nuits und arbeitet biologisch.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Im Stil von Dujac wird ein Teil als ganze Traube vergoren; die Gärung verläuft langsam in den kühlen Kellern. Anschließend reift der Wein im Holzfass – ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Rote Frucht nach Kirsche und Himbeere, ergänzt um Veilchen, Waldboden, Lakritz und rauchige Anklänge. Am Gaumen elegant und ausbalanciert, mit Fülle, feiner Struktur und langem Abgang.

Kirsche und Himbeere mit Veilchen, Waldboden und Lakritz – ein elegant ausbalancierter Vosne-Romanée Premier Cru.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den besonderen Anlass.


Lage: Les Beaux Monts (1er Cru), Vosne-Romanée / Flagey-Echézeaux (Côte de Nuits); Mittelhang, rund 11,4 ha
Klassifikation: Vosne-Romanée Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Envinate Benje tinto 2024

Rotwein · Teneriffa · D.O. Ycoden-Daute-Isora · Listán Prieto

Listán Prieto mit etwas Tintilla D.O. Ycoden-Daute-Isora Santiago del Teide Envínate Vulkanboden · ~1.000–1.100 m Beton & gebrauchte Barriques 2024

Der Envínate Benje Tinto 2024 ist ein schlanker, eleganter Cool-Climate-Rotwein aus Vulkanhöhe bei Santiago del Teide – hauptsächlich aus der autochthonen Listán Prieto, mit etwas Tintilla. Leicht und doch fest und lang, mit prägnanter, vulkanisch tanzender Säure.


Benje – Cool-Climate-Rot aus Santiago del Teide

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff. „Benje" ist das Guanchen-Wort für den nahen Krater.

Die D.O. Ycoden-Daute-Isora liegt im Nordwesten Teneriffas; die Böden sind vulkanischen Ursprungs. Die mit wurzelechten Reben bepflanzten Weinterrassen liegen spektakulär bis rund 1.100 Meter über dem Meeresspiegel, werden täglich von straffen Atlantikwinden umweht und wurzeln auf steinigem Vulkangeröll. Der Benje stammt aus solchen alten, ungezogenen Buschreben rund um Santiago del Teide.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die hohen Vulkanlagen prägen 2024 einen schlanken, frischen Cool-Climate-Rotwein mit klarer, fast unreif-roter Frucht, feiner Würze und lebendiger, prägnanter Säure. Die kühle Höhe hält den Alkohol moderat und betont die spannungsreiche, herkunftsgenaue Stilistik.

Assemblage und Ausbau

Hauptsächlich Listán Prieto, abgerundet durch eine kleine Coupage Tintilla, aus dem Jahrgang 2024, D.O. Ycoden-Daute-Isora, trocken.

Der Ausbau erfolgt zunächst in Zementtanks und danach über ein halbes Jahr in gebrauchten Barriquefässern – im minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Gewürze, Teer, laktische Noten und unreife rote Früchte begeistern im Geruchsbild. Leicht und doch fest und lang mundet dieser außergewöhnliche Rotwein. Die Säure ist prägnant und tanzt wie ein ausbrechender Vulkan im Mund auf und ab. Für alle Weintrinker, die einmal einen außergewöhnlichen „Cool Climate"-Wein erforschen möchten, ist dies genau der richtige Tropfen.

Leicht und doch fest und lang – Gewürz, Teer, rote Frucht und eine Säure, die wie ein Vulkan im Mund tanzt.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, D.O. Ycoden-Daute-Isora, Santiago del Teide (Kanaren, Spanien); ~1.000–1.100 m, steiniges Vulkangeröll; wurzelechte, ungezogene Altreben
Klassifikation: D.O. Ycoden-Daute-Isora; hauptsächlich Listán Prieto mit etwas Tintilla (trocken)
Ausbau: Gärung/Ausbau im Zementtank, anschließend ~6 Monate in gebrauchten Barriques; organischer Anbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Knab Endinger Engelsberg Grauer Burgunder

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Knab Endinger Engelsberg Grauer Burgunder zeigt knackige, saftige Apfelaromen mit einem erdigen Touch. Ein fruchtbetonter, klarer Grauburgunder vom Kaiserstuhl.


Baden / Endinger Engelsberg

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet – einer der wärmsten Weinbauregionen Deutschlands mit vulkanisch geprägten Böden. Die Lage Endinger Engelsberg vereint Vulkangestein und Löss und bringt gehaltvolle, zugleich frische Burgunderweine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder. Der Ausbau bewahrt die knackige, saftige Apfelfrucht und den erdigen Charakter der Lage. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase knackige, saftige Apfelaromen mit einem erdigen Touch. Am Gaumen fruchtbetont und saftig, mit klarer Apfelfrucht, animierender Säure und einem klaren, runden Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta und mildem Käse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endinger Engelsberg (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: 100 % Grauburgunder, trocken
Ausbau: fruchtbetont (Vulkangestein, Löss)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spirituosen

Marquis de Saint-Loup Calvados Réserve

Calvados · Pays d'Auge · Apfelbrand · Réserve

Marquis de Saint-Loup Calvados Réserve ist ein normannischer Apfelbrand aus dem Pays d'Auge. Das gleichnamige Gut liegt nahe Saint-Pierre im Herzen der Appellation und produziert seit Generationen Cidre und Calvados. Dieser Réserve reift lange in Holzfässern, die ihm zarte Vanillenoten geben. Im Glas ein weicher, vollmundiger Calvados mit feinem Bukett.


Pays d'Auge

Das Pays d'Auge in der Normandie ist die hochwertigste Herkunftsregion des Calvados und besitzt eine eigene AOC, die eine zweifache Brennblasen-Destillation vorschreibt. Apfelgärten, milde Lagen und das maritime Klima prägen den Charakter. Verwendet werden Äpfel von hochstämmigen Obstgärten.

Herstellung und Reifung

Der Calvados entsteht durch zweifache Pot-Still-Destillation von Cidre, also vergorenem Apfelmost. Anschließend reift er lange in kleinen Eichenfässern, vielfach ehemaligen Sherry- und Portfässern, die für mehr Austausch sorgen und feine Vanille- und Würznoten beisteuern.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase ein feines Bukett von reifem und gebackenem Apfel, dazu zarte Vanille und ein Hauch Gewürz. Am Gaumen weich und vollmundig, rund und harmonisch. Der Abgang ist lang und sanft.

Zum Genuss

Pur als Digestif bei Zimmertemperatur in einem bauchigen Glas genießen, ebenso in Cocktails oder klassisch als „trou normand" zwischen den Gängen.

Passt außerdem zu reifem Käse wie Camembert, Apfeldesserts und dunkler Schokolade.


Herkunft: Pays d'Auge, Normandie (Frankreich)
Art: Calvados Pays d'Auge AOC, Réserve
Reifung: lange Reifung in Eichenfässern (u. a. Sherry/Port)

Mehr erfahren ...