Mampf! Jetzt kommt das Fressen. Kommt dann die Moral?

Mampf! Jetzt kommt das Fressen. Kommt dann die Moral?

Firmenübernahmen gibt es überall auf der Welt: eine Automarke schluckt eine andere, chinesische Investoren schlucken lahmende Mittelständler, fette Fluggesellschaften werden durch Fusionen noch fetter. Warum soll das in Sachen Wein anders sein?

Nun, es ist anders, weil der Weinmarkt ein atomisierter Markt ist. Zumindest in good old Europe. Besser gesagt in good old Central Europe. Sowohl in Frankreich als auch in Italien gibt es etwa zweiunddreißig tausend abfüllende Weinbaubetriebe oder artverwandte Einrichtungen, in Deutschland immerhin noch derer siebzehntausend. Hier finden Übernahmen aus Prestigegründen statt, so kaufte etwa der japanische Bierkonzern (heute eher ein Mischkonzern) vor ein paar Jahrzehnten das Weingut Robert Weil, ohne die Struktur wesentlich zu verändern. In Frankreich werden vor allem Luxusweingüter verkauft, die Käufer sind Versicherungen, Luxusmarkenvertriebler, Kobrand, ein paar Chinesen, ein paar Russen, ein paar Amis, Deutsche eher nicht. In Italien schlagen Investoren in der Regel dann zu, wenn es Erbschaftsprobleme gibt, oder halt bei Weingütern, die von Anbeginn an auf Kommerz getrimmt wurden.

Es gibt auch nur wenige Weingüter, die in unterschiedlichen Regionen tätig sind. Innerhalb des Burgund haben diverse Weingüter mehrere Standbeine, ein paar Moselweingüter sind auch in der Pfalz oder im Rheingau aktiv, in Italien trifft man dies ab und zu an, was aber eher dem sehr engen Zuschnitt der Regionen geschuldet ist.

In Spanien ist das anders. In dem Land mit der größten Weintraubenproduktion der ganzen Welt gibt es gerade einmal viertausend Betriebe mit Abfüllberechtigung, wirklich abfüllen tun noch weniger. Bedenkt man, dass mehr als die Hälfte dieser Weingüter keine zwanzigtausend Flaschen füllt, wird schnell klar, dass die Betriebsstrukturen hier ganz anders sind. Es gibt viele große Betriebe und nicht wenige große Betriebe laufen nicht wirklich gut. Dies hat unterschiedliche Ursachen.

Das größte Problem sind streitende Erben, streitende Aktionäre und streitende Gessellschaftsanteileinhaber gehören auch in diese Kategorie. Die Auseinandersetzungen innerhalb der Familie Álvarez (Grupo Eulen: Sicherheitsdienste, Reinigungsunternehmen und nebenbei Besitzer von Vega Sicilia) ziehen sich nun schon mehr als ein Jahrzehnt hin. Wäre Vega Sicilia für die Unternehmensgruppe ökonomisch wichtig, sie hätten die Bodega wohl schon längst verkauft. Aber wer sein Geld mit dem Putzen und/oder Bewachen von Gebäuden macht (Menschen werden dort nur beschützt, nicht geputzt), dem kommt es auf das klein wenig Kleingeld, das Vega Sicilia abwirft, nun auch nicht an.

Andernorts ist das anders. Henkell, aka Dr. Oetker, hat Freixenet übernommen, weil sie endlich einmal auch guten Schaumwein vertreiben wollen. Späßle g’macht…. Sie kauften den katalanischen Cavaproduzenten, weil sich die drei Familiengruppen nicht mehr einig wurden und weil es kein wirklich gutes Management mehr gab. Auch wenn die Cavas nicht wirklich gut sind, um so viele Flaschen ordentlich auf so vielen Märkten zu placieren, braucht ein gutes Management. Oetker kann, neben Pudding, auch Management.

Der Braten war noch nicht richtig verdaut, da legt der amerikanische Investmentfond Carlyle dreihundertneunzig Millionen Euros auf den Tisch, um sich die Mehrheit der Bodegagruppe Codorníu zu sichern. Dazu gehören neben dem Stammhaus im Penedès auch Weingüter in Costers del Segre (Raimat), in der Rioja (Bilbainas), in Ribera (Legaris) und noch ein paar mehr. Codorníu war zu der Operation gezwungen, da einige Aktionäre ihre Anteile verkaufen wollten. Da schien es angebrachter zu sein, einen Investor zu suchen, als Gefahr zu laufen, diverse quengelnde Kleinaktionäre zu bekommen. Nur gab es keine Investoren, die lediglich einen kleinen Teil der Aktien kaufen wollten. Entweder Mehrheit oder nix.

Carlyle will Codorníu zu einem der global player der Welt der Weine machen. Wenn sie sich da mal nicht zuviel vorgenommen haben. Denn das ist ja nicht das erste Investment, das als Löwe springt, um dann nicht einmal als Bettvorleger landen zu können. Einige werden sich noch an das Ballyhoo erinnern, das E.&J. Gallo vom Stapel gelassen hatten, als sie Martín Códax übernehmen wollten. Zehntausend Hektar Albariño wollte man besitzen und die Marke und die Rebsorte global präsent machen. Abgesehen davon, dass es weltweit keine zehntausend Hektar Albariño gibt, haben die Amis mal wieder nicht von europäischer Gesetzgebung verstanden. Sie mussten lernen, dass man hier nicht einfach Reben setzen kann, wie man lustig ist. Außerdem sind Galicier nun einmal Galicier, ein eher eigenwilliges Völklein. Als man sah, dass die Aktion nicht wie geplant verlief, baute man das Narrativ um, man erklärte, dass man bewusst mit Genossenschaften zusammenarbeite, um kein Eigenkapital übernehmen zu müssen. ¡Kwark! Martín Códax verfügt inzwischen über mehrere Bodegas in Rías Baixas, über je eine in Monterrei und in Bierzo, außerdem beutet man eine Genossenschaft in der Rioja aus. Ohne Ami-Geld hätten sie das nie und nimmer stemmen können.

Chinesen sind nur selten aktiv, gerade einmal in zwei Bodegas in Ribera haben sie etwas zu sagen. In der Rioja kaufte Changyu Pioneer Wine die Bodega Marqués del Atrio für bescheidenen fünfunddreißig Millionen. Gut, die stand zum Verkauf und sonst war wohl niemand interessiert.

Sogrape aus Oporto kaufte unlängst LAN, mit Santiago Ruiz als Beifang, sowie Aura, die Rueda-Bodega, die zuvor Pernod Ricard gehörte. Vorher hatte sich Sogrape mal in Galicien versucht, ist aber nach frustrierenden Kontakten mit den Eingeborenen schnell wieder über den Miño gen Heimat geschwommen.

Letztendlich sind dies aber nur kleine, wenn auch finanziell gewaltige Operationen. Der wirkliche Piranhas-Markt ist innerspanisch und er geht so: in der Regel sind Supermärkte und größere Abnehmer von Weinen mehr auf Marken und Regionen denn auf Qualität fixiert. Ein Großhändler braucht Rioja, Ribera, Rueda, Rías Baixas und Raldepeñas, vielleicht noch ein paar „R“s mehr. Und je weniger Lieferanten man hat, desto besser. Profi in dieser Angelegenheit ist J. García Carrión. Die aus Jumilla stammende Weinbaufamilie (in der es auch gerade ein paar atmosphärische Turbulenzen gibt) ist eigentlich in allen Weinbauregionen Spaniens präsent, die man halbwegs unfallfrei aussprechen kann. „Sie wollen einen Wein aus Kwambimbistan? Aber klar, haben wir!“ García Carrión hat durchgesetzt, dass Markennamen nicht auf eine Denominación oder Autonomie beschränkt sein dürfen, inzwischen kann man Weine aus ganz Europa unter dem gleichen Markenlabel anbieten. Wichtigster Konkurrent ist nicht etwa Felix Solís (die spielen sich eher gegenseitig Bälle zu), sondern Ramón Bilbao, die in Haro beheimatete und in ganz Spanien präsente Riojabodega. Eigene, auf ihren Namen lautende Bodegas hat man nur in wenigen Regionen, in Rueda etwa. Normalerweise hat man eine lokale Bodega unter der Fuchtel, die für Ramón Bilbao schuftet; ein Beispiel ist Mar de Frades aus Rías Baixas, ja genau, die mit dem Thermoetikett und dem rosa Schiffchen.

Viele andere Bodegas machen das auch, in der Regel sind es ebenfalls Kellereien aus der Rioja. Warum? Nun, sie verfügen über ein gut ausgebautes nationales und internationales Vertriebsnetz, sie müssen lediglich einen oder ein paar wenige Weine hinzufügen.

Die Eigentümerstruktur lässt Rückschlüsse auf die Handelsaktivitäten ganzer Regionen zu. Viele spanienweit aktive Weingüter stammen aus der Rioja oder aus Katalonien, zwei Gegenden, die als betont kaufmännisch bekannt sind, auch wenn das in Sachen Katalonien doch eher zweifelhaft ist. Von Gallo, ähhh Martín Códax, einmal abgesehen, gibt es genau zwei galicische Investoren, die sich jenseits der Grenzen tummelm: José María Fonseca (Terras Gauda) und Manuel Jové, der Teile des Juan Gil Imperiums übernahm. Pepe Rodríguez wollte groß hinaus, ihn ereilte indes das Schicksal, welches schon Daedalus und Icarus kennenlernten.

Aktuell wird gerade Valdeorras neu zugeteilt. Pagos de los Capellanes und CVNE sind schon da, die Liste derer, die angeblich kommen wollen, ist lang. Ribera del Duero wird ferngesteuert, Rueda und Toro auch. Überall dort, wo man entweder pflanzen kann oder aber große Rebflächen vorhanden sind, tummeln sich die Großen der Szene.

Und was ist das Problem an der Geschichte? Nun, alle diese Flaschen, die von all diesen Bodegas auf alle möglichen Märkte dieser Welt geworfen werden, tragen ein Rückenetikett, auf dem der Name der Weinbauregion steht. An den Regionen, genauer gesagt an der Darstellung der Typizität einer jeder Region sind die Großbodegas nicht interessiert. Sie wollen, dass da unter ihrem Namen eine Rebsorte und eine Region steht. Aber erst kommt García Carrión oder Ramón Bilbao oder CVNE, und dann die Region und eventuell die Rebsorte. Nur der Produzent ist wichtig. Aber woher soll der unbedarfte Konsument das wissen. Wenn ein Ribera von Bodegas Fulanito nach rotem Wasser schmeckt, hat nicht nur die Bodega den Schaden. Viele Konsumenten glauben dann, dass Ribera-Weine nach rotem Wasser schmecken.

Soviel zum Fressen. Und wo bleibt nun die Moral? ¡Argh! Text: El oso alemán

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Rebsorten

Georg Breuer Rüdesheimer Berg Rottland Riesling 2021

Weißwein · Rüdesheim (Rheingau) · Riesling

Riesling Rüdesheimer Berg Rottland Georg Breuer · Rüdesheim Steillage · Südhang Tonschiefer · Löss · verwitterter Schiefer trocken · großes Holzfass Spontangärung · Handarbeit im Weinberg 2021

Der Georg Breuer Rüdesheimer Berg Rottland Riesling 2021 stammt aus einer der renommiertesten Steillagen des Rheingaus. Ein kühler, feuchter Sommer prägte diesen Jahrgang – das Ergebnis ist ein mineralischer, kraftvoller und dennoch subtiler Riesling voller Frucht, ohne schwer zu wirken.


Rüdesheimer Berg Rottland – Steillage über dem Rhein

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim zählt zu den ikonischen Gütern des Rheingaus. Es blickt auf eine lange Tradition zurück und wird heute von Theresa Breuer und Betriebsleiter Hermann Schmoranz mit Unterstützung des Kellermeisters Markus Lundén geleitet. Der Stil ist kühl und geschliffen: frühe Lese, Handarbeit im Weinberg und ein herkunftsbetonter, zurückhaltender Ausbau.

Dieser Riesling wächst auf steilen, südlich ausgerichteten Hängen des Berg Rottland bei Rüdesheim. Die Böden aus grau-blauem Tonschiefer, humusreichem Löss und verwittertem Schiefer tragen dazu bei, dass die Trauben früh reifen und ihre Komplexität entwickeln.

Jahrgang 2021 – Rheingau

Der 2021er erzählt die Geschichte eines kühlen, feuchten Sommers, der Winzer wie Reben auf die Probe stellte. Das Ergebnis ist ein Weißwein von bemerkenswerter Vielfalt und Charakter – mit rassiger Säure, feingliedriger Struktur und großer Frische, ganz im klassischen, kühlen Rheingau-Stil.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Steillage Rüdesheimer Berg Rottland, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von Tonschiefer, Löss und verwittertem Schiefer.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut – im bewusst zurückhaltenden Stil des Guts, ohne unnötige Eingriffe. So bewahrt er Finesse, Mineralität und ein enormes Reifepotenzial. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Ein mineralischer, kraftvoller und dennoch subtiler Riesling: Noten von reifer Ananas und Südfrüchten, dazu eine Spur grünem Tee und feine Kräuteranklänge über einer schiefrig-salzigen Mineralität. Am Gaumen voller Frucht, ohne schwer zu wirken, mit rassiger Säure, Eleganz und Tiefe, die bereits jetzt auf beeindruckende Länge und Spannung schließen lassen.

Reife Ananas und Südfrüchte mit einer Spur grünem Tee über schiefriger Mineralität – kraftvoll und dennoch subtil, voller Frucht ohne Schwere, mit Eleganz, Tiefe und Spannung.

Ein finessenreicher, langlebiger Steillagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Rüdesheimer Berg Rottland, Rheingau; steile, südlich ausgerichtete Hänge; grau-blauer Tonschiefer, humusreicher Löss und verwitterter Schiefer
Klassifikation: Lagen-Riesling, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung, langer Ausbau im großen Holzfass; Handarbeit im Weinberg

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Weine

Georges Laval Cumières Premier Cru Brut Nature BIO

Der Georges Laval Cumières Premier Cru Brut Nature ist der Champagner, mit dem man das Haus am besten versteht: alle drei Champagner-Sorten aus dem warmen Premier-Cru-Dorf Cumières, acht Monate im Eichenfass und ohne Zucker abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. In der Nase ursprüngliche Aromen und ein Hauch Holz. Am Gaumen trocken, ausgewogen und rein, mit klarer Säure und der Fülle der Südlage. Lang und klar im Abgang. Ein Champagner, dem man nichts hinzugefügt hat.

Mach was draus

Austern, Jakobsmuscheln, gebratenes Huhn, Kalbsbries oder ein milder Ziegenkäse. Er funktioniert als Aperitif genauso wie zum ganzen Menü. Ein Champagner für Abende, an denen du wissen willst, wie Champagner ohne jede Süße schmeckt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C und lass ihn ein wenig atmen.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ohne Dosage zeigt Laval, wie reif die Trauben in Cumières werden. Ich mag ihn besonders zu Geflügel mit Pilzen.“

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Kurz gefragt

Was heißt Brut Nature? Nach der zweiten Gärung kommt kein Zucker dazu. Laut Steckbrief hat er 0 g/l Restzucker.

Was macht Cumières besonders? Das Dorf liegt wie ein Amphitheater nach Süden geöffnet an der Marne und ist eine der wärmsten Lagen der Champagne.

Pinot Noir, Meunier, Chardonnay · Premier Cru Cumières im Marnetal · acht Monate im Holz · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Georges Laval, Cumières · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Schaumweine

Billecart-Salmon Champagner Le Rosé Extra Brut

Der Billecart-Salmon Le Rosé Extra Brut ist einer der Rosés, an denen sich andere messen lassen: blass, fein und mit dem Duft von Walderdbeeren. Dein Champagner für den Aperitif mit Stil.

Im Glas

Blasses Rosé mit goldenem Schimmer, feine Perlen. Walderdbeere, Himbeere, etwas Orangenzeste und Blüten in der Nase. Am Gaumen seidig und frisch, die Säure gibt ihm Spannung. Im Abgang bleibt eine feine, belebende Säure. Kein Fruchtbonbon, sondern ein Rosé mit Zug und Eleganz.

Mach was draus

Brunch mit Lachs-Bagel, Erdbeeren mit Minze, Thunfisch-Tataki oder Prosciutto zum Aperitivo. Auch ein Picknick mit Baguette, Ziegenkäse und Kirschen ist eine gute Bühne für ihn, ebenso der Sonntagsbrunch mit Rührei und Räucherlachs. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Für mich ist das der Aperitif-Rosé schlechthin. Aber probier ihn auch zu hellem Fleisch, da zeigt er, wie viel Struktur er hat.“

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Kurz gefragt

Warum ist er so blass? Für die Farbe kommt nur ein kleiner Teil rot vinifizierter Pinot Noir dazu. Den größten Anteil stellt Chardonnay.

Welche Rebsorten stecken drin? Etwa 45 % Chardonnay, 35 % Pinot Noir und 20 % Meunier, ergänzt um Reserveweine.

ca. 45 % Chardonnay, 35 % Pinot Noir, 20 % Meunier · Rosé d’Assemblage · Ausbau im Edelstahl · Méthode Traditionnelle · ca. 36 Monate Hefelager · Extra Brut · Billecart-Salmon, Mareuil-sur-Aÿ · Stand: Oktober 2026

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Only Bubbles

Huré Frères Champagne Instantanée Blanc de Noirs 2018

Eine Momentaufnahme des Jahres 2018, ganz ohne Reserveweine: Das ist der Huré Frères L'Instantanée Blanc de Noirs 2018. Vier Fünftel Pinot Noir, ein Fünftel Meunier, gewachsen in Ludes, in Villedommange sowie in Rilly-la-Montagne. Mehr als 72 Monate lag er auf der Hefe, dosiert ist er mit nur 2 g/l.

Im Glas

Hellgold mit kupfernem Schimmer, feine Perlen. Im Duft gelbe Früchte, etwas Zitrus und im Hintergrund Hefetöne vom langen Lager. Im Mund reichhaltig und ausgewogen: Die Fülle des warmen Jahrgangs trifft auf die Frische der Nordhänge. Langes, trockenes Finale.

Mach was draus

Poularde mit Morcheln, Steinbutt, Rindercarpaccio oder ein alter Comté. Er hat genug Kraft für ein ganzes Menü. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas und gib ihm zehn Minuten Luft.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„L'Instantanée zeigt, wie gut 2018 an der kühlen Nordseite der Montagne gelungen ist. Ein Champagner zum Essen.“

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Kurz gefragt

Warum 2018? Ein warmes, frühes Jahr mit reifen Trauben. Die nach Norden geneigten Lagen von Ludes und Rilly behielten dabei ihre Säure.

Was bringt die lange Hefereife? Mehr als sechs Jahre Hefelager machen ihn cremig und bringen Brioche- und Nusstöne – ganz ohne Zucker.

Pinot Noir 80 %, Meunier 20 % · Lagen in Villedommange, Ludes und Rilly-la-Montagne · Jahrgang 2018, ohne Reserveweine · über 72 Monate Hefelager · Blanc de Noirs · Dosage 2 g/l (Extra Brut) · Champagne Huré Frères, Ludes · Stand: Oktober 2026

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Weine

Frank John Riesling Buntsandstein 2023 BIO

Weißwein · Riesling · Pfalz · Deutschland

Frank John Riesling Buntsandstein ist ein biodynamischer, trockener Riesling aus der Pfalz. Das Traubengut wächst ausschließlich auf Buntsandstein; spontane Gärung im Holzfass und ein Jahr auf der Vollhefe ergeben einen charaktervollen, mineralischen Wein mit großem Reifepotenzial.


Buntsandstein

Frank John – Das Hirschhorner Weinkontor in Neustadt-Königsbach (Pfalz) arbeitet biodynamisch (Demeter, Kontrollstelle DE-ÖKO-003). Das Traubengut stammt ausschließlich vom Buntsandstein, der für diese Weinbauregion typisch ist. Die Rebe durchwurzelt diesen Boden in großer Tiefe und prägt so die mineralische Art des Rieslings.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling. Kurze Maischestandzeiten, lange Presszeiten und Spontanvergärung in 1200- und 2400-l-Holzfässern – teils mit ganzen Trauben – sorgen für Charakter und Reifepotenzial. Dazu trägt der einjährige Ausbau auf der Vollhefe bis zur Selbstklärung bei; abgefüllt wird nur leicht filtriert.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase gelbe Frucht – Aprikose, Pfirsich – mit Kräuterwürze, Bergamotte und einem feinen Hefeton. Am Gaumen kühl und mineralisch, mit seidiger Textur, gut eingebundener Säure und großer Saftigkeit. Langer, salzig-würziger Abgang.

Am Tisch

Bei rund 10–12 °C servieren. Ein eleganter, mineralischer Speisenwein mit Reifepotenzial, der etwas Luft schätzt.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, asiatische Küche und gereifter Käse.


Lage: Neustadt-Königsbach, Pfalz (Deutschland); Buntsandstein
Klassifikation: Riesling – Weißwein (trocken), biodynamisch (Demeter)
Ausbau: Spontangärung in 1200- und 2400-l-Holzfässern, teils Ganztrauben; ein Jahr auf der Vollhefe

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Rebsorten

Seehof Westhofener Steingrube Chardonnay -R- trocken

Weißwein · Rheinhessen · Chardonnay

100 % Chardonnay Westhofener Steingrube Wonnegau, Rheinhessen kalk- und steinreiche Böden Barrique trocken

Seehof Westhofener Steingrube Chardonnay -R- ist ein trockener Lagen-Chardonnay aus dem Wonnegau im Süden Rheinhessens. Von kalk- und steinreichen Böden, im Barrique ausgebaut: feine Frucht, klare, schmelzige Nussaromen und eine mineralische Frische, die das Holz im Gleichgewicht hält.


Westhofen im Wonnegau – Chardonnay auf Kalk

Der Wonnegau ist der südlichste Teil Rheinhessens, das Hügelland nordwestlich von Worms. Westhofen hat sich hier in den letzten zwei Jahrzehnten einen Namen gemacht; Lagen wie Morstein, Brunnenhäuschen und Kirchspiel gehören heute zu den bekannten Adressen Rheinhessens. Das Klima ist warm und trocken, im Regenschatten des Donnersbergs; der Untergrund besteht vielerorts aus Kalkstein und Kalkmergel, abgelagert in einem tertiären Meer.

Die Steingrube trägt ihren Namen nach dem steinigen Boden: Kalk und Gestein reichen bis dicht unter die Oberfläche, die Auflage ist mager. Die Reben wurzeln tief und bringen kleine Erträge. Für Chardonnay ist das ein guter Standort – die Sorte braucht Kalk, um Frische und Spannung zu entwickeln, und die Wärme des Wonnegaus, um voll auszureifen.

Das Weingut Seehof der Familie Fauth liegt in Westhofen. Neben Riesling und Silvaner gehört Chardonnay zu den Sorten, die das Gut in Lagenqualität ausbaut.

Rebsorte und Ausbau im Barrique

Reinsortig aus Chardonnay, trocken ausgebaut. Das „-R-" auf dem Etikett kennzeichnet beim Weingut Seehof die Weine im Reserve-Stil mit längerem Ausbau. Der Chardonnay reift im Barrique, dem kleinen Holzfass mit 225 Litern.

Das kleine Fass bringt mehr Holzkontakt als große Gebinde: Es gibt Aromen von Nuss und feiner Röstung ab und lässt über die Poren langsam Sauerstoff an den Wein, der die Textur rundet und Schmelz aufbaut. Damit das Holz nicht dominiert, braucht der Wein Substanz und Säure – beides liefert der Kalkboden der Steingrube.

Im Glas

Sattes Gelb. In der Nase feine Frucht, verwoben mit klaren, schmelzigen Nussaromen aus dem Holzausbau. Am Gaumen charaktervoll und vielschichtig, mit cremigem Schmelz, mineralischer Frische und langem, tiefem Abgang.

Kalk im Boden, Barrique im Keller: Nuss und Schmelz, gehalten von mineralischer Frische.

Bei 11–13 °C in großen Gläsern servieren. Eine halbe Stunde Luft öffnet den Wein. Jung zugänglich, mit Reifepotenzial über mehrere Jahre.

Am Tisch

Als Speisenbegleiter zu Geflügel, Kalb, edlem Fisch, Pasta in cremigen Saucen und gereiftem Hartkäse. Besonders gut zu Zander in Beurre blanc, Kalbsrücken mit Pfifferlingen und Poularde in Rahmsauce.


Produzent Weingut Seehof, Familie Fauth, Westhofen
Rebsorte 100 % Chardonnay
Lage Westhofener Steingrube, Wonnegau, Rheinhessen · kalk- und steinreiche Böden
Klassifikation Lagenwein · Reserve (-R-) · trocken
Ausbau Barrique
Trinkempfehlung jetzt bis in die nächsten Jahre

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Spanien

Vina Bosconia Reserva tinto 2013

Rotwein · Rioja · Tempranillo-Cuvée

Tempranillo-Cuvée Rioja DOCa Viña Bosconia · El Bosque Reserva 2013

Der R. López de Heredia Viña Bosconia Reserva 2013 ist klassischer Rioja der alten Schule – mittelschwer, erdig-würzig und nach fünf Jahren im Barrique von zeitloser Eleganz. Ein Geschmackserlebnis, auf das man sich einlässt – und das jeden Schluck belohnt.


Viña Tondonia – Tradition aus Haro

R. López de Heredia, 1877 im Barrio de la Estación von Haro gegründet, ist eine der letzten konsequent traditionell arbeitenden Kellereien der Rioja und bis heute in Familienhand. Hier ignoriert man den Zeitgeist und lässt die Weine sehr lange im Fass und in der Flasche reifen. Das Gut keltert ausschließlich aus eigenen Lagen, vinifiziert in alten Holzgärständern und unterhält als einziges Weingut Spaniens eine eigene Böttcherei, in der sämtliche Fässer von Hand gefertigt werden.

Die Cuvée Bosconia stammt aus dem Weinberg El Bosque, gut einen Kilometer vom Keller entfernt am Ufer des Ebro auf rund 465 Metern Höhe. Die nach Süden ausgerichteten Hänge der Sierra Cantabria und tonig-kalkige Böden geben perfekte Reifebedingungen. Stilistisch ist Bosconia der burgundisch inspirierte Wein des Hauses – daher auch die Burgunderflasche.

Jahrgang 2013 – Rioja

2013 war in der Rioja ein kühlerer, regnerischer Jahrgang. Gerade dieser klassische Charakter kommt dem traditionellen Stil des Hauses entgegen: Der Bosconia 2013 zeigt einen runden Körper bei moderatem Alkohol, mit lebhafter Säure, feiner Frische und klar konturierter Frucht – ein Wein mit Spannung und langem Entwicklungspotenzial.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus rund 80 % Tempranillo, 15 % Garnacha sowie je etwa 5 % Mazuelo und Graciano, Jahrgang 2013.

Vinifikation nach ältesten Methoden der Rioja: natürliche Hefen, alkoholische Gärung in alten Holzgärständern, manuelle Abstiche. Anschließend fünf Jahre Reife in Fässern aus amerikanischer Eiche, dabei rund zehnmal von Hand abgestochen, mit frischem Eiweiß geschönt und unfiltriert gefüllt. Als „coupage"-Reserva wird der Bosconia in jedem Jahrgang erzeugt.

Im Glas

Mittelschwer und klassisch, mit erdigen, würzigen Komponenten – reife rote Frucht, getrocknete Blüten, feine Kräuter und dezent vanillige Fassnoten. Am Gaumen elegant und subtil, sauber und komplex, mit polierten Tanninen und sehr guter, lebendiger Säure. Ein Geschmackserlebnis, auf das man sich einlassen muss.

Ein zeitloser Rioja der alten Schule – jeder Schluck, den man genießt, ist extraordinär.

Schon jetzt zugänglich, mit weiterem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert von Luft bzw. einer Karaffe. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Schmorgerichten und gebratenem Fleisch, zu Lamm und Wild, zu Pilzgerichten sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Rioja DOCa, Weinberg Viña Bosconia / El Bosque, Haro (Spanien); Ebro-Ufer, ~465 m Höhe, Südhang der Sierra Cantabria, Ton-Kalk-Böden
Klassifikation: Rioja DOCa Reserva (trocken)
Ausbau: Tempranillo-Cuvée; 5 Jahre amerikanische Eiche, manuelle Abstiche, Eiweiß-Schönung, unfiltriert; traditionelle Vinifikation

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Spirituosen

Yzaguirre Vermouth Blanco 1,00 Liter

Vermouth · Blanco · Katalonien · Aperitif

Yzaguirre Vermouth Blanco ist ein weißer Wermut aus Katalonien, hergestellt nach der originalen, traditionellen Rezeptur der Bodegas Yzaguirre. Das Haus produziert seit 1884 in El Morell zwischen Reus und Tarragona. Grundlage ist ein Weißwein aus Macabeo, der mit rund 80 Kräutern und Gewürzen mazeriert wird. Im Glas ein heller, fein würziger Aperitif – frisch, seidig und mit dezenter Kräuterbitterkeit.


Katalonien

Die Bodegas Yzaguirre wurden 1884 von Enrique de Yzaguirre gegründet und sitzen in El Morell, zwischen Reus und Tarragona. Die Rezeptur folgt der Tradition der alten Wermut-Häuser am Fuß der italienischen Alpen und wird bis heute als geheime Formel bewahrt. Der Grundwein stammt aus der katalanischen Macabeo-Traube.

Herstellung

Basis ist ein Weißwein aus Macabeo. Dieser wird mit rund 80 Kräutern, Wurzeln und Gewürzen mazeriert, die dem Wermut sein Aroma geben. Der Blanco ist im Stil leicht süß und unkompliziert, mit der für weißen Wermut typischen, etwas bittereren Würze.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase frische Kräuter und warme Gewürze mit einem balsamischen Hauch. Am Gaumen frisch und seidig, leicht süß, mit feinen Noten von Vanille und Zimt. Der Abgang ist weich und endet in einer dezenten Kräuterbitterkeit.

Zum Genuss

Sehr kühl bei 6–8 °C servieren, klassisch auf Eis mit einer Orangenscheibe und zwei mit Sardelle gefüllten Oliven. Ein Aperitif für jeden Tag, ebenso Basis für Cocktails wie White Negroni oder Vermouth Spritz.

Passt außerdem zu Oliven, mariniertem Fisch, spanischem Käse und gesalzenen Nüssen.


Herkunft: Katalonien, Spanien (El Morell)
Art: Vermouth Blanco (weißer Wermut)
Grundlage: Macabeo-Wein, rund 80 Botanicals

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