Francia, mitten in Spania

Francia, mitten in Spania

Wir schreiben das Jahr achtzehnhundert und acht. Eine hoffnungslos übermüdete Kavallerie zu Diensten von Napoleon Bonaparte pflügt durch Spanien, weil die mal wieder aufmüpfig waren. Sie drohten, sich mit angelnden Sachsen, kwatsch: mit Angelsachsen zu verbünden, was dann ja auch wirklich ein paar Monate lang geschah.

Als die Truppen mitten in Spanien landeten, im Zentralgebirge (Massif central), hielten sie Rast. Einige Krieger wuschen sich die Füße in einem kleinen Bach und riefen: „Mon dieu! Das ist ja fast wie in Francia.“ Die Krieger zogen weiter, aber der kleine Bach im Zentralgebirge hieß von nun an río Francia und die Gegend Sierra de Francia.

Wir wissen nicht, was der Traumdeuter, der diese Geschichte erzählte, geraucht hat, wahr indes ist, dass es da ein Gebirge gibt, das Sierra de Francia heißt, weil es da einen Fluss gibt, der Francia. Der bekannteste Berg, er bringt es immerhin auf siebzehnhundert siebenundzwanzig Meter, heißt im Übrigen Peña de Francia (nicht zu verwechseln mit dem Grand de Francia, das ist der Montblanc). La Alberca ist ein pittoresker Schieferort, ein beliebtes Bikerziel, Radfahrer steuern die Gegend auch an.

Dass der Weinbau in dieser Region fast völlig zum Erliegen kam, hatte zwei Gründe: die Eisenbahn und die Schlafmützigkeit, echter und falscher Mehltau sowie echte und falsche Reblaus indes spielten kaum eine Rolle. Schlimm war indes die Eisenbahn. ¿Hep? Gibt es eine Eisenbahn in der Sierra de Francia? Natürlich nicht, und genau das ist das Thema. Denn bevor die Eisenbahn ihren Siegeszug quer über die Iberische Halbinsel antrat, wurde Wein in Fässern per Ochsenkarren transportiert. Für die Winzer aus La Alberca, aus Miranda de Castañar, aus Garcibuey, Molinillo oder einem der anderen sechs Dörfern der Region, war dies von Vorteil, weil Salamanca so weit nicht weg ist, auch Ávila war gut erreichbar. Selbst bis nach Madrid kam man, noch konnte man der Mancha die Stirn bieten. Wegen der Qualität? Keine Ahnung. Ganz sicher aber wegen der Transportwege. Bill Clinton würde raunen: „It’s the logistics, stupid!“ Dann kam die Eisenbahn. Und plötzlich war eine ganz andere Kennzahl entscheidend: der Zugang zum nächsten Bahnhof. Plötzlich war die Sierra de Francia quasi am Ende der Welt. Denn per Zug konnte Wein billigst von der Mancha gen Salamanca, gen Ávila und natürlich gen Madrid geschickt werden. Ein Weintransport von Garcibuey nach Ávila war teurer als ein Weintransport von Toro nach Frankreich! Die Mancha und diverse Regionen in Valencia und Murcia begannen, all die traditionellen Weinbauregionen vom Markt zu drängen, nicht nur die Sierra de Francia litt darunter, Arribes war in der gleichen Situation, vielleicht sogar noch schlimmer dran.

Dennoch berappelte sich der Weinbau in der Sierra de Francia, in der Boomphase des zwanzigsten Jahrhunderts gab es fünf Cooperativen, eine jede kelterte jede Menge Wein. Was man damals nicht mitbekommen hatte: in anderen Regionen gingen die Weingüter dazu über, ihre Flüssigkeiten in Flaschen abzufüllen, die Genossen indes setzten nach wie vor auf die sechzehn Liter fassenden cántaros. Und damit hatten sie sich verzockt. Der Markt brach komplett zusammen. Am Ende waren es Billigweinproduzenten und Schnapsbrenner aus Galicien, die das schon dahinsiechende Feuer am Glimmen hielten. Als die Weinbauregion im Jahr zweitausend und sieben einen D.O.-Status erhielt, standen gerade einmal achtzig Hektar Rebfläche auf dem Zettel. Natürlich gab es auch Reben, die nicht in die D.O. integriert wurden, insgesamt kommt man vielleicht auf zweihundert Hektar.

Natürlich durfte die D.O. nicht D.O. Sierra de Francia heißen, Napoleon wäre sicher noch einmal vorbeigekommen, um das zu „besprechen“. Ein paar Jahr zuvor hatte sich die in Zamora ansässige Bodega Fariña eine blutige Nase geholt, als sie meinte, ihre Kellerei Bodegas Porto nennen zu müssen. Da die Sierra de Francia sich nun einmal in der Provinz Salamanca befindet, erfand man einfach eine Sierra de Salamanca. Man muss nicht nachdenken und zumindest der Name Salamanca ist in der ganzen Welt bekannt. Für den Wein von dort indes gilt das nicht.

Die wichtigste Rebsorte in der Sierra de Francia nennt sich Rufete, eine blaue Sorte von eher durchschnittlicher Farbausbeute. Fruchtig ja, schon fast weiße Blüten. Gleichwohl sind sortenreine Rufetinos, wenn da nicht ein ganz spezieller Boden im Hintergrund lauert, betont langweilig. Ihre wichtigsten Partner sind Garnacha, es gibt da eine Spielart in der Sierra, die Calabrés genannt wird, man kann sie aber auch mit Brunal, in großer Not sogar mit Tempranillo mischen.

So ganz ist das aber noch nicht erforscht, da es bislang nur wenige ordentliche Weingüter in der Sierra de Francia gibt. Cámbrico ist eines davon, das aber ist ein Schinkendealer aus Salamanca, der in Zeiten des spanischen Immobilienbooms mit teuren Weinen Geld scheffeln wollte. Das schlug fehl, unlängst hat man den Önologen entlassen, den einzigen Menschen in der Bodega, der von Wein wirklich etwas verstand. Vinos la Zorra ist vor allem ein, zugegebenermaßen durchaus gutes, Restaurant, Mirasierra, nebst Weingut. Hier findet keine Forschung statt, auch wenn Olga Martín, bitte nicht mit Ana Martín verwechseln, das hat sie nicht verdient, gerne mehr forschen würde. Alles andere kommt von außen und genau eines dieser Projekte ist wirklich spannend. Die anderen: Esteban Maillo aus Zamora (Cuatro Mil Cepas) macht genau einen zugeholzten Rufete (Corneada), Ismael Gonzalo und David Sampedro Gil machen je einen Wein, um einen Wein aus der Sierra de Francia anbieten zu können. „Ich mach‘ dann mal ein Fass“ knurrte der Bär einige Ausgaben zurück.

Der erste, und letztendlich einzige, der sich um dieses Thema wirklich gekümmert hat, ist ein Kantabrer, der in Madrid lebt und dort in unterschiedlichen Sachen involviert ist, die aber alle mit Wein zu tun haben.

César Ruiz, der Rufeteflüsterer

Also: in der ganz wirklichen Wirklichkeit ist César Ruiz Weinverkäufer und Weinimporteur, letzteres vor allem für Weine aus dem Burgund und aus dem Piemont. Ihn selbst interessiert das Thema Sierra de Francia und insbesondere Rufete.

Vor einigen Jahren gründete er, zusammen mit ein paar Madrilener Socios (das Weinverkäufergehalt ist so üppig dann auch wieder nicht) das Projekt Madrágora Vinos. Mandrágora hat kein eigenes Zuhause, wohl aber eigene (gepachtete) Weinberge. Sie befinden sich im Zentrum der Sierra de Francia, die Reben stehen auch Schiefer, aber auch auf Granit. Insgesamt sind das anderthalb Hektar, wovon dreißig Ar auf Cariñena entfallen, der Rest ist Rufete.

Sonderlich üppig ist die virtuelle Bodega, beheimatet in Cámbrico, dann auch wieder nicht. Denn da stehen gerade einmal ein großer Holztank, der fünftausend Liter fasst, sowie ein paar kleine Barriquelein. Wie unschwer zu vermuten gibt es aktuell genau zwei Weine: einen aus dem Tank und einen aus den Barriques. Der Tankwein, einhundert Prozent Rufete, nennt sich Taragaldabas, es ist ein sogenannter Vino de año, will sagen: er wird immer vor der nächsten Ernte abgefüllt. Wobei das mit dem immer so eine Sache ist, denn der erste Jahrgang war der aus zwanzig zwölf, aktuell sind die fünfzehner Weine. Das ist Eleganz und Mineralität und nicht zu viel Frucht (Rufete ist da durchaus anfällig).

Der zweite Wein nennt sich Molinillo, auch dies ist ein sortenreiner Rufete, allerdings in kleinen, gebrauchten Barricas ausgebaut. Dieser Wein ist ein klein wenig stoffiger als der Tragaldabas, aber dennoch elegant und vielschichtig. Ein klein wenig teurer, aber der Aufschlag hält sich in Grenzen. Molinillo deswegen, weil es da ein kleines Dorf gibt, das so heißt. Von dort stammen die Trauben. Ein Ortswein also, Lagenweine von dort sind kompliziert, weil neben allen Trauben einer Lage auch noch ein halber Bär im Fass Platz hätte. Das ist das eine Projekt. Schon spannend, aber es geht noch spannender!

Seit dem Jahr zwanzig sechzehn gibt es nämlich noch ein zweites: Viñas Serranas. Diese Bodega, sie gibt es wirklich, ist knapp neben der D.O. Sierra de Salamanca beheimatet, in Linares del Riofrío, die Trauben indes stammen alle aus dem Gebiet der Sierra de Salamanca. Früher gab es an gleicher Stelle schon einmal eine Bodega, sie nannte sich La Dama Juana, war aber etwas uninspiriert, sie litt zwei Jahre lang, dann wurde sie erlöst.

Viñas Serranas ist ein Projekt von vier Leuten, einer davon ist César Ruiz. Dazu kommt Miquel Udina, der Director Técnico der D.O. Sierra de Salamanca. Um eventuelle Interessenskonflikte zu vermeiden, wurde diese Bodega bewusst nicht innerhalb der denominación de origen angesiedelt. Alberto Martín war lange Zeit im Hauptberuf Önologe in Bodegas Cámbrico, home of Mandrágora; der vierte im Bunde ist wohl der wichtigste: er nennt sich Bosi, ihm gehören fast alle Weinberge, in denen Viñas Serranas Trauben einsammelt. Sie sind über die gesamte Region verstreut: Villanueva, Miranda, Garcibuey, San Esteban, Santibañez, Miranda del Castañas und Molinillo. Alles alte Rebanlagen, alles ökologisch, ohne aber zertifiziert zu sein. Die Reben stehen teilweise auf Schiefer, teilweise auf Granit. Und: es gibt weit mehr als nur Rufete. Man findet da auch Calabrés, Aragonés, und die weiße Sorte, von der noch nicht ganz klar ist, wie man sie in der Zukunft nennen wird.

Von dieser weißen Sorte gibt es aktuell zwei Barricas, deren Inhalt deutlich unterschiedlich schmeckt…. Dazu kommen fünf rote Lagenweine (ohne Bär in den Fässern), jeweils ein Barrique: einer aus Monforte, je zur Hälfte weiß und rot; einer aus San Miguel de Valero, nur Calabrés; einer aus Miranda del Castañas, Rufete und Aragonés; noch einer aus Miranda, aber auf Schiefer: Tempranillo, Rufete und Blanco; und einer aus Molinillo, wo schon der Top-Wein von Mandrágora wächst. Das ist alles durchaus spannend, unterschiedlich, aber stets vielschichtig. Für den allerersten Jahrgang ist das ganz schön viel Holz.

Der Ciclón ist nicht nur der Basiswein von Viñas Serranas, im Jahr zwanzig sechzehn war es darüber hinaus auch der einzige Wein der Bodega. Die Lagenweine sind alle Jahrgang zwanzig siebzehn.

Die Trauben für diesen Wein wurden vor allem in Granitparzellen eingesammelt, gut zwei Drittel aller Trauben stammen von dort. Konkret: Miranda del Castañar, Molinillo, San Esteban de la Sierra, Santibañez de la Sierra. Die Schieferciclóntrauben stammen aus Monforte, etwas oberhalb von Mogarraz gelegen, aus Garcibuey sowie aus Villanueva de Conde. Ein wahrer Regionswein also.

Die erste Zeit seines Lebens verbrachte der Ciclón in Stahltanks, die malolaktische Säureumwandlung indes durchlief er bereits in großen, gebrauchten Barricas, in denen er dann noch einmal knapp zehn Monate reifte. Am zwölften Oktober (spanischer Nationalfeiertag) landete er dann in neuntausend Flaschen.

Dies ist ein feiner, durchaus komplexer Wein, in dem Frucht und Frische dominieren. Dafür ist vor allem der Rufete verantwortlich, etwa siebzig Prozent entfällt auf diese Sorte. Aragonés gibt Säure, Calabrés Körper und etwas Kraft, ein paar Trauben der noch nicht benannten weißen Sorte runden das Spektrum ab.

Wenn das die Zukunft der Sierra de Francia ist, dann schauen wir frohen Mutes in eben diese! Text: El oso alemán

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Whisky

Glenfarclas 40 Jahre

Single Malt Scotch Whisky · Highland (Speyside) · Sherryfass-Reifung

Single Malt Scotch Whisky Highland (Speyside) Glenfarclas 40 Jahre Oloroso-Sherryfass 43 % vol 0,7 l

Der Glenfarclas 40 Jahre Highland Single Malt ist ein Klassiker der Familienbrennerei: vier Jahrzehnte Reife in Sherryfässern schenken ihm jene generöse Sherry-Prägung, für die Glenfarclas berühmt ist – dunkle Schokolade, Trockenfrüchte, Leder und eine cognacartige Rancio-Tiefe.


Glenfarclas – Highland-Brennerei der Familie Grant

Glenfarclas liegt in Ballindalloch im Herzen der Speyside und wird seit 1865 ununterbrochen von der Familie Grant geführt – heute in sechster Generation und damit eine der wenigen wirklich unabhängigen Brennereien Schottlands. Der Name bedeutet „Tal des grünen Grases".

Die Brennblasen von Glenfarclas sind die größten der Speyside und werden – eine Seltenheit – noch direkt mit Gasflammen befeuert. Aus diesem kraftvollen, öligen Destillat entsteht ein traditioneller Highland-Malt mit ausgeprägter Sherry-Prägung. Auf dem Gelände lagern rund 68.000 Fässer in klassischen Dunnage-Warehouses, mit Beständen aus jedem Jahrgang seit 1953.

Sherry-Stil aus dem Dunnage-Warehouse

Der Charakter von Glenfarclas entsteht im Fass: Gereift wird vorrangig in Sherryfässern (Oloroso), in feuchten, kühlen Dunnage-Lagerhäusern, in denen die Fässer nur wenige Lagen hoch gestapelt liegen. Diese langsame, gleichmäßige Reife über vier Jahrzehnte verleiht dem 40-Jährigen seine dichte, vielschichtige Sherry-Würze, ohne dass die Eiche je übermäßig hervortritt.

Reifung – 40 Jahre im Sherryfass

Single Malt Scotch Whisky, mindestens 40 Jahre gereift, 43 % vol, 0,7 l.

Vermählung sorgfältig ausgewählter, über 40 Jahre alter Sherryfässer aus den Lagerhäusern der Brennerei. Abgefüllt mit 43 % vol in der schlichten Ausstattung der Standardrange, präsentiert in einer Box, deren Gestaltung an die ikonischen Türen der Glenfarclas-Lagerhäuser erinnert.

Im Glas

In der Nase dichte dunkle Schokolade, Zigarrenkiste und Rosinen, dazu mit der Zeit Anklänge von altem Eichenholz und Leder sowie eine cognacartige Rancio-Note. Am Gaumen Christmas Cake und ein Hauch Tabak, Schokoladen-Orangen-Brownies, Kaffeebohnen und saftige Trockenfrüchte; im Hintergrund Funken von Zimt und schwarzem Pfeffer, die eine wohlige Wärme spenden.

Generöse Sherry-Fülle, wie sie nur vier Jahrzehnte im Fass schenken – komplex, rund und von großer Tiefe.

Der lange Abgang trägt dichte Noten von Sherry und Butterscotch; später entwickeln sich Bitterorangen-Marmelade und Ingwer.

Zum Genuss

Pur bei Raumtemperatur in einem tulpenförmigen Nosing-Glas genießen, ohne Eis. Ein paar Tropfen stilles Wasser können die Aromatik zusätzlich öffnen. Ein Whisky für den besonderen Moment – als Digestif oder zur Zigarre.


Brennerei / Region: Glenfarclas, Ballindalloch, Highland (Speyside), Schottland; familiengeführt seit 1865
Kategorie: Single Malt Scotch Whisky, 40 Jahre; 43 % vol, 0,7 l
Reifung: über 40 Jahre in Oloroso-Sherryfässern, Dunnage-Warehouse; direkt befeuerte Brennblasen

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Frankreich

Maison des Ardoisières Silice IGP Allobroges 2023

Wein · Weißwein · Savoyen · Frankreich

Maison des Ardoisières Silice 2023 besteht zu 100 % aus der Savoyer Rebsorte Jacquère. Schlank, rassig und salzig, mit beispielloser Frische und niedrigem Alkohol – ein genial bereiteter Bergwein aus einer alpinen Region.


Savoyen / Allobroges

Jacquère ist eine vor allem in Savoyen beheimatete weiße Rebsorte; ihre Weine sind meist schlank, rassig und von frischer Säure geprägt. Die Maison des Ardoisières unter Brice Omont zählt zu den großen Namen der Region. Anders als die Gutsweine entsteht der Silice aus zugekauftem Lesegut befreundeter Winzer. Der Jahrgang 2023 brachte in Savoyen einen gesunden, großzügigen Jahrgang mit reifen Trauben aus einem warmen Sommer – klare Frucht bei frischer Säure und moderatem Alkohol.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Jacquère, aus zugekauftem Lesegut befreundeter Winzer. Der Ausbau ist konsequent auf den Erhalt von Frische, Salzigkeit und Leichtigkeit ausgerichtet, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut, mit bewusst niedrigem Alkohol.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Limette, Blumenwiese und grüner Tee. Am Gaumen leichtfüßig und präzise, mit ausgeprägter Frische und Salzigkeit, niedrigem Alkohol und einem langen, stimmigen und facettenreichen Finish.

Am Tisch

Jung schon zugänglich und sehr trinkfreudig. Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, Schalentieren, gegrilltem Fisch, Ziegenkäse sowie klassisch savoyardisch zu Fondue und Raclette.


Lage: Savoyen, alpine Bergregion (Frankreich); Maison des Ardoisières
Klassifikation: IGP Vin des Allobroges – 100 % Jacquère, trocken
Ausbau: frische- und salzbewahrend; aus zugekauftem Lesegut
Jahrgang: 2023

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Weine

Metzger Pink rose

Roséwein · Pfalz · Deutschland

Metzger Pink Rosé ist ein fruchtig-frischer Roséwein vom Weingut Uli Metzger aus der Pfalz. Ein Topf voller Beeren und Früchte steigt aus dem Glas, wenn man ihn eisgekühlt genießt. Hiervon trinkt man auch gern mal eine Flasche mehr – die Gartenparty kann kommen!


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima bringt reife, fruchtbetonte Trauben hervor – Grundlage für diesen unkomplizierten, sommerlichen Rosé.

Assemblage und Ausbau

Der Rosé wird fruchtbetont ausgebaut. Das stellt die saftige Beeren- und Fruchtaromatik in den Vordergrund und sorgt für einen leichten, süffigen Stil.

Im Glas

Rosé-Ton. In der Nase und am Gaumen ein Topf voller Beeren und Früchte. Fruchtig, saftig und frisch, mit gutem Trinkfluss. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Eisgekühlt bei 6–8 °C servieren – der ideale Wein für Gartenpartys und warme Sommertage.

Klassische Begleitung: Salate, Grillgerichte, Fingerfood oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Roséwein
Ausbau: Rosé, fruchtbetont

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Spanien

La Mula de la Quietud 2020

Rotwein · Toro · Tinta de Toro · Einzellage · Spanien

Quinta de la Quietud La Mula ist die erste Einzellage des Weinguts, die separat geerntet und vinifiziert wird. Der Name geht auf den Parzellenbesitzer zurück, der jedes Jahr mit seinem Esel („la Mula") zur Lese erscheint. Aus über 80 Jahre alten Reben auf kalkreichem Boden – eine Toro-Rotweinrakete von großer Zukunftsperspektive.


Toro

Toro im Nordwesten Spaniens ist für kräftige Rotweine aus Tinta de Toro bekannt. Die Einzellage La Mula weist – anders als die sonst eher sandig-tonigen Lehmböden der Region – einen höheren Kalkanteil auf; die Reben sind mindestens 80 Jahre alt. Diese Lage fiel schon immer durch ihre mineralischen Noten auf.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Tinta de Toro (Tempranillo) aus alten Reben. Erstmals wird diese Lage gesondert in besten französischen Eichenfässern ausgebaut, was ihre Mineralität und Tiefe unterstreicht.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rot von enormer Viskosität – das Glycerin läuft langsam an den Glaswänden herab. Nach vielen Stunden Luft eine verschwenderische Mundfülle, hintergründige Kraft und eine außergewöhnliche Mineralität. Die Aromenvielfalt ist beeindruckend; ursprünglich und ehrlich, mit großer Reifeperspektive.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine lange Belüftung im Dekanter ist zu empfehlen. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte.


Lage: La Mula (Einzellage), Toro, Castilla y León (Spanien); kalkreich, Altreben
Klassifikation: Toro DO – Rotwein (Einzellage)
Ausbau: Tinta de Toro, französisches Eichenfass

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USA

Margerum M5 Red 2019

Wein · Rotwein · Santa Barbara · USA

Margerum M5 Red offenbart eine funkelnd granatrote Farbe. Im Bouquet dominieren intensive Noten von Pflaumen, Brombeeren und etwas Cassis mit leichten Röstaromen – schon in der Nase kühl und mit feinem Lift. Am Gaumen sehr saftig, mit straffer Textur: ein vollmundiger, schön ausbalancierter Wein, der an einen Châteauneuf-du-Pape erinnert.


Santa Barbara County / Kalifornien

Die Margerum Wine Company (gegründet 2001 von Doug Margerum) arbeitet mit Spitzenlagen im Santa Barbara County an Kaliforniens Central Coast, wo kühle Pazifik-Einflüsse für Frische und Eleganz sorgen. Der M5 ist das Flaggschiff des Hauses, bewusst nach dem Vorbild der südlichen Rhône – dem Châteauneuf-du-Pape – komponiert.

Assemblage und Ausbau

Das Kürzel steht für Programm: M für Margerum, 5 für die fünf Rhône-Sorten Grenache (Basis), Syrah, Mourvèdre, Cinsault und Counoise. Nach reduktiver, langsamer und kühler Gärung reift der Wein überwiegend in gebrauchten (neutralen) Puncheons und Barriques mit nur wenig Neuholz – das Holz ist gut integriert. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Funkelndes Granatrot. In der Nase Pflaume, Brombeere und Cassis mit leichten Röstaromen und feinem Lift. Am Gaumen kühle Aromatik mit Heidelbeere, Maulbeere und Brombeere, dazu ein Hauch Kakaonibs vom Mourvèdre. Saftig und straff, mittlerer bis voller Körper, druckvoll und vielschichtig, mit klassischen Proportionen – kein Schwergewicht, sondern fein balanciert.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein vielseitiger Essensbegleiter, der zu fast jeder Küche passt.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm, mediterraner Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Santa Barbara County (Central Coast, Kalifornien, USA); Margerum Wine Company
Klassifikation: Rhône-Cuvée – Grenache, Syrah, Mourvèdre, Cinsault, Counoise, trocken
Ausbau: überwiegend neutrale Puncheons/Barriques, wenig Neuholz

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Länder/Regionen

Le Moine Charmes Chambertin Grand Cru 2017

Rotwein · Charmes-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Charmes-Chambertin Grand Cru Gevrey-Chambertin · Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2017

Der Lucien Le Moine Charmes-Chambertin Grand Cru 2017 stammt aus einem der großen Grand Crus von Gevrey-Chambertin – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir mit Tiefe und Charme. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Charmes-Chambertin – Grand Cru von Gevrey

Charmes-Chambertin ist eine der großen Grand-Cru-Lagen von Gevrey-Chambertin in der Côte de Nuits, südlich des Dorfes am Hang unterhalb des Chambertin gelegen und ausschließlich mit Pinot Noir bepflanzt. Es ist einer der größeren und damit variableren Grands Crus Gevreys; in die Appellation darf auch der benachbarte Mazoyères-Chambertin einfließen. Stilistisch verbindet Charmes-Chambertin die Kraft und Fülle Gevreys mit einer zugänglichen, charmanten Eleganz – daher der Name.

Die kalkstein- und tonhaltigen Böden am gut exponierten Hang bringen tiefe, körperreiche und zugleich harmonische Pinot Noirs hervor. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Reinheit, Textur und Tiefe betont.

Jahrgang 2017 – Côte de Nuits

2017 war an der Côte de Nuits ein klassischer, ausgewogener Rotwein-Jahrgang mit reifer, klar definierter Frucht, feiner Säure und seidigem Tannin. In einem körperreichen Grand Cru wie Charmes-Chambertin ergibt das einen tiefgründigen, zugleich eleganten und harmonischen Pinot Noir mit gutem Reifepotenzial – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2017, Charmes-Chambertin Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom kalk-tonigen Hang von Gevrey lebt dieser Grand Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Aus dem ausgewogenen Jahrgang 2017 zeigt er reife Frucht und samtiges Tannin, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen körperreich und zugleich harmonisch, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und feine Röstwürze – körperreich und seidig, mit samtigem Tannin und langer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Charmes-Chambertin Grand Cru, Gevrey-Chambertin, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); Hang südlich des Dorfes unterhalb des Chambertin; kalkstein- und tonhaltige Böden (Mazoyères-Chambertin darf einfließen)
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Spirituosen

Etxeko Patxarana Pacharan Navarro

Likör · Pacharán · Navarra · Spanien

Etxeko Patxarana Pacharan Navarro ist ein traditioneller Schlehenlikör aus Navarra. „Pacharan" (baskisch Patxaran) bedeutet „wilde Pflaume". Handverlesene Schlehenfrüchte werden sorgsam in Alkohol eingelegt und ergeben nach Monaten der Mazeration ein tiefdunkles Getränk mit süßen Schlehen und ätherischem Anis.


Navarra / Baskenland

Pacharán ist die traditionelle Likörspezialität Navarras und des Baskenlands im Norden Spaniens. Destilerías la Navarra stellt den Etxeko Patxarana nach überlieferter Art aus Schlehenfrüchten her.

Herstellung und Reifung

Für den Pacharán werden handverlesene Schlehenfrüchte in Alkohol eingelegt und über Monate mazeriert, zusammen mit Anis. So entsteht das tiefdunkle, süßlich-würzige Getränk mit seiner charakteristischen Anisnote.

Im Glas

Tiefdunkles Rot bis Braun. In der Nase und am Gaumen süße Schlehen und ätherischer Anis. Weich und aromatisch, mit der typisch fruchtig-würzigen Pacharán-Stilistik. Der Abgang ist lang.

Zum Genuss

Im Baskenland gerne als Digestif pur oder auf Eis getrunken, gut gekühlt.

Klassische Begleitung: als Digestif, pur oder auf Eis, zu Desserts und Gebäck.


Herkunft: Navarra (Spanien)
Art: Pacharán (Schlehenlikör)
Herstellung: Mazeration von Schlehen und Anis in Alkohol

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Weine

Domaine des Ardoisières Argile IGP Vin des Allobroges 2023 BIO

Wein · Weißwein · Savoyen · Frankreich

Domaine des Ardoisières Argile 2023 ist eine biozertifizierte Weißwein-Cuvée aus 40 % Jacquère, 40 % Chardonnay und 20 % Mondeuse Blanche. Von den Schieferböden Savoyens überzeugt er mit mineralischer Frische, dezenter Frucht und rassiger Säure.


Schieferböden Savoyens

Die Reben wachsen auf einem besonderen Terroir aus Schiefermergel und hartem, schwarzem Schiefer, durchmischt mit lehmigem Boden – jenen Schieferhängen, denen die Domaine des Ardoisières ihren Namen verdankt. Erzogen wird nach Guyot und Cordon de Royat bei rund 40 hl/ha. Das Gut zählt zu den großen Namen Savoyens und arbeitet biologisch zertifiziert (FR-BIO-01). Der Jahrgang 2023 war in Savoyen gesund und großzügig, mit reifen Trauben aus einem warmen Sommer und frischer, rassiger Säure.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 40 % Jacquère, 40 % Chardonnay und 20 % Mondeuse Blanche. Vergoren werden ganze Trauben mit autochthonen Hefen, was den Terroir-Charakter bewahrt. Anschließend reift der Wein neun Monate im Tank und entwickelt eine ausgewogene Struktur und feine Aromatik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase dezente Fruchtaromen und klare mineralische Noten. Am Gaumen geradlinig und klar gezeichnet, mit mineralischer Frische, rassiger Säure und feiner Aromatik; präziser, langer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch und Meeresfrüchten, Schalentieren, Ziegenkäse sowie savoyardisch zu Fondue und Raclette.


Lage: Savoyen, Schieferböden (Frankreich); Domaine des Ardoisières
Klassifikation: IGP Vin des Allobroges – Cuvée aus 40 % Jacquère, 40 % Chardonnay & 20 % Mondeuse Blanche, trocken
Ausbau: Ganztraubengärung mit autochthonen Hefen, 9 Monate Tank
Jahrgang: 2023

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