Francia, mitten in Spania

Francia, mitten in Spania

Wir schreiben das Jahr achtzehnhundert und acht. Eine hoffnungslos übermüdete Kavallerie zu Diensten von Napoleon Bonaparte pflügt durch Spanien, weil die mal wieder aufmüpfig waren. Sie drohten, sich mit angelnden Sachsen, kwatsch: mit Angelsachsen zu verbünden, was dann ja auch wirklich ein paar Monate lang geschah.

Als die Truppen mitten in Spanien landeten, im Zentralgebirge (Massif central), hielten sie Rast. Einige Krieger wuschen sich die Füße in einem kleinen Bach und riefen: „Mon dieu! Das ist ja fast wie in Francia.“ Die Krieger zogen weiter, aber der kleine Bach im Zentralgebirge hieß von nun an río Francia und die Gegend Sierra de Francia.

Wir wissen nicht, was der Traumdeuter, der diese Geschichte erzählte, geraucht hat, wahr indes ist, dass es da ein Gebirge gibt, das Sierra de Francia heißt, weil es da einen Fluss gibt, der Francia. Der bekannteste Berg, er bringt es immerhin auf siebzehnhundert siebenundzwanzig Meter, heißt im Übrigen Peña de Francia (nicht zu verwechseln mit dem Grand de Francia, das ist der Montblanc). La Alberca ist ein pittoresker Schieferort, ein beliebtes Bikerziel, Radfahrer steuern die Gegend auch an.

Dass der Weinbau in dieser Region fast völlig zum Erliegen kam, hatte zwei Gründe: die Eisenbahn und die Schlafmützigkeit, echter und falscher Mehltau sowie echte und falsche Reblaus indes spielten kaum eine Rolle. Schlimm war indes die Eisenbahn. ¿Hep? Gibt es eine Eisenbahn in der Sierra de Francia? Natürlich nicht, und genau das ist das Thema. Denn bevor die Eisenbahn ihren Siegeszug quer über die Iberische Halbinsel antrat, wurde Wein in Fässern per Ochsenkarren transportiert. Für die Winzer aus La Alberca, aus Miranda de Castañar, aus Garcibuey, Molinillo oder einem der anderen sechs Dörfern der Region, war dies von Vorteil, weil Salamanca so weit nicht weg ist, auch Ávila war gut erreichbar. Selbst bis nach Madrid kam man, noch konnte man der Mancha die Stirn bieten. Wegen der Qualität? Keine Ahnung. Ganz sicher aber wegen der Transportwege. Bill Clinton würde raunen: „It’s the logistics, stupid!“ Dann kam die Eisenbahn. Und plötzlich war eine ganz andere Kennzahl entscheidend: der Zugang zum nächsten Bahnhof. Plötzlich war die Sierra de Francia quasi am Ende der Welt. Denn per Zug konnte Wein billigst von der Mancha gen Salamanca, gen Ávila und natürlich gen Madrid geschickt werden. Ein Weintransport von Garcibuey nach Ávila war teurer als ein Weintransport von Toro nach Frankreich! Die Mancha und diverse Regionen in Valencia und Murcia begannen, all die traditionellen Weinbauregionen vom Markt zu drängen, nicht nur die Sierra de Francia litt darunter, Arribes war in der gleichen Situation, vielleicht sogar noch schlimmer dran.

Dennoch berappelte sich der Weinbau in der Sierra de Francia, in der Boomphase des zwanzigsten Jahrhunderts gab es fünf Cooperativen, eine jede kelterte jede Menge Wein. Was man damals nicht mitbekommen hatte: in anderen Regionen gingen die Weingüter dazu über, ihre Flüssigkeiten in Flaschen abzufüllen, die Genossen indes setzten nach wie vor auf die sechzehn Liter fassenden cántaros. Und damit hatten sie sich verzockt. Der Markt brach komplett zusammen. Am Ende waren es Billigweinproduzenten und Schnapsbrenner aus Galicien, die das schon dahinsiechende Feuer am Glimmen hielten. Als die Weinbauregion im Jahr zweitausend und sieben einen D.O.-Status erhielt, standen gerade einmal achtzig Hektar Rebfläche auf dem Zettel. Natürlich gab es auch Reben, die nicht in die D.O. integriert wurden, insgesamt kommt man vielleicht auf zweihundert Hektar.

Natürlich durfte die D.O. nicht D.O. Sierra de Francia heißen, Napoleon wäre sicher noch einmal vorbeigekommen, um das zu „besprechen“. Ein paar Jahr zuvor hatte sich die in Zamora ansässige Bodega Fariña eine blutige Nase geholt, als sie meinte, ihre Kellerei Bodegas Porto nennen zu müssen. Da die Sierra de Francia sich nun einmal in der Provinz Salamanca befindet, erfand man einfach eine Sierra de Salamanca. Man muss nicht nachdenken und zumindest der Name Salamanca ist in der ganzen Welt bekannt. Für den Wein von dort indes gilt das nicht.

Die wichtigste Rebsorte in der Sierra de Francia nennt sich Rufete, eine blaue Sorte von eher durchschnittlicher Farbausbeute. Fruchtig ja, schon fast weiße Blüten. Gleichwohl sind sortenreine Rufetinos, wenn da nicht ein ganz spezieller Boden im Hintergrund lauert, betont langweilig. Ihre wichtigsten Partner sind Garnacha, es gibt da eine Spielart in der Sierra, die Calabrés genannt wird, man kann sie aber auch mit Brunal, in großer Not sogar mit Tempranillo mischen.

So ganz ist das aber noch nicht erforscht, da es bislang nur wenige ordentliche Weingüter in der Sierra de Francia gibt. Cámbrico ist eines davon, das aber ist ein Schinkendealer aus Salamanca, der in Zeiten des spanischen Immobilienbooms mit teuren Weinen Geld scheffeln wollte. Das schlug fehl, unlängst hat man den Önologen entlassen, den einzigen Menschen in der Bodega, der von Wein wirklich etwas verstand. Vinos la Zorra ist vor allem ein, zugegebenermaßen durchaus gutes, Restaurant, Mirasierra, nebst Weingut. Hier findet keine Forschung statt, auch wenn Olga Martín, bitte nicht mit Ana Martín verwechseln, das hat sie nicht verdient, gerne mehr forschen würde. Alles andere kommt von außen und genau eines dieser Projekte ist wirklich spannend. Die anderen: Esteban Maillo aus Zamora (Cuatro Mil Cepas) macht genau einen zugeholzten Rufete (Corneada), Ismael Gonzalo und David Sampedro Gil machen je einen Wein, um einen Wein aus der Sierra de Francia anbieten zu können. „Ich mach‘ dann mal ein Fass“ knurrte der Bär einige Ausgaben zurück.

Der erste, und letztendlich einzige, der sich um dieses Thema wirklich gekümmert hat, ist ein Kantabrer, der in Madrid lebt und dort in unterschiedlichen Sachen involviert ist, die aber alle mit Wein zu tun haben.

César Ruiz, der Rufeteflüsterer

Also: in der ganz wirklichen Wirklichkeit ist César Ruiz Weinverkäufer und Weinimporteur, letzteres vor allem für Weine aus dem Burgund und aus dem Piemont. Ihn selbst interessiert das Thema Sierra de Francia und insbesondere Rufete.

Vor einigen Jahren gründete er, zusammen mit ein paar Madrilener Socios (das Weinverkäufergehalt ist so üppig dann auch wieder nicht) das Projekt Madrágora Vinos. Mandrágora hat kein eigenes Zuhause, wohl aber eigene (gepachtete) Weinberge. Sie befinden sich im Zentrum der Sierra de Francia, die Reben stehen auch Schiefer, aber auch auf Granit. Insgesamt sind das anderthalb Hektar, wovon dreißig Ar auf Cariñena entfallen, der Rest ist Rufete.

Sonderlich üppig ist die virtuelle Bodega, beheimatet in Cámbrico, dann auch wieder nicht. Denn da stehen gerade einmal ein großer Holztank, der fünftausend Liter fasst, sowie ein paar kleine Barriquelein. Wie unschwer zu vermuten gibt es aktuell genau zwei Weine: einen aus dem Tank und einen aus den Barriques. Der Tankwein, einhundert Prozent Rufete, nennt sich Taragaldabas, es ist ein sogenannter Vino de año, will sagen: er wird immer vor der nächsten Ernte abgefüllt. Wobei das mit dem immer so eine Sache ist, denn der erste Jahrgang war der aus zwanzig zwölf, aktuell sind die fünfzehner Weine. Das ist Eleganz und Mineralität und nicht zu viel Frucht (Rufete ist da durchaus anfällig).

Der zweite Wein nennt sich Molinillo, auch dies ist ein sortenreiner Rufete, allerdings in kleinen, gebrauchten Barricas ausgebaut. Dieser Wein ist ein klein wenig stoffiger als der Tragaldabas, aber dennoch elegant und vielschichtig. Ein klein wenig teurer, aber der Aufschlag hält sich in Grenzen. Molinillo deswegen, weil es da ein kleines Dorf gibt, das so heißt. Von dort stammen die Trauben. Ein Ortswein also, Lagenweine von dort sind kompliziert, weil neben allen Trauben einer Lage auch noch ein halber Bär im Fass Platz hätte. Das ist das eine Projekt. Schon spannend, aber es geht noch spannender!

Seit dem Jahr zwanzig sechzehn gibt es nämlich noch ein zweites: Viñas Serranas. Diese Bodega, sie gibt es wirklich, ist knapp neben der D.O. Sierra de Salamanca beheimatet, in Linares del Riofrío, die Trauben indes stammen alle aus dem Gebiet der Sierra de Salamanca. Früher gab es an gleicher Stelle schon einmal eine Bodega, sie nannte sich La Dama Juana, war aber etwas uninspiriert, sie litt zwei Jahre lang, dann wurde sie erlöst.

Viñas Serranas ist ein Projekt von vier Leuten, einer davon ist César Ruiz. Dazu kommt Miquel Udina, der Director Técnico der D.O. Sierra de Salamanca. Um eventuelle Interessenskonflikte zu vermeiden, wurde diese Bodega bewusst nicht innerhalb der denominación de origen angesiedelt. Alberto Martín war lange Zeit im Hauptberuf Önologe in Bodegas Cámbrico, home of Mandrágora; der vierte im Bunde ist wohl der wichtigste: er nennt sich Bosi, ihm gehören fast alle Weinberge, in denen Viñas Serranas Trauben einsammelt. Sie sind über die gesamte Region verstreut: Villanueva, Miranda, Garcibuey, San Esteban, Santibañez, Miranda del Castañas und Molinillo. Alles alte Rebanlagen, alles ökologisch, ohne aber zertifiziert zu sein. Die Reben stehen teilweise auf Schiefer, teilweise auf Granit. Und: es gibt weit mehr als nur Rufete. Man findet da auch Calabrés, Aragonés, und die weiße Sorte, von der noch nicht ganz klar ist, wie man sie in der Zukunft nennen wird.

Von dieser weißen Sorte gibt es aktuell zwei Barricas, deren Inhalt deutlich unterschiedlich schmeckt…. Dazu kommen fünf rote Lagenweine (ohne Bär in den Fässern), jeweils ein Barrique: einer aus Monforte, je zur Hälfte weiß und rot; einer aus San Miguel de Valero, nur Calabrés; einer aus Miranda del Castañas, Rufete und Aragonés; noch einer aus Miranda, aber auf Schiefer: Tempranillo, Rufete und Blanco; und einer aus Molinillo, wo schon der Top-Wein von Mandrágora wächst. Das ist alles durchaus spannend, unterschiedlich, aber stets vielschichtig. Für den allerersten Jahrgang ist das ganz schön viel Holz.

Der Ciclón ist nicht nur der Basiswein von Viñas Serranas, im Jahr zwanzig sechzehn war es darüber hinaus auch der einzige Wein der Bodega. Die Lagenweine sind alle Jahrgang zwanzig siebzehn.

Die Trauben für diesen Wein wurden vor allem in Granitparzellen eingesammelt, gut zwei Drittel aller Trauben stammen von dort. Konkret: Miranda del Castañar, Molinillo, San Esteban de la Sierra, Santibañez de la Sierra. Die Schieferciclóntrauben stammen aus Monforte, etwas oberhalb von Mogarraz gelegen, aus Garcibuey sowie aus Villanueva de Conde. Ein wahrer Regionswein also.

Die erste Zeit seines Lebens verbrachte der Ciclón in Stahltanks, die malolaktische Säureumwandlung indes durchlief er bereits in großen, gebrauchten Barricas, in denen er dann noch einmal knapp zehn Monate reifte. Am zwölften Oktober (spanischer Nationalfeiertag) landete er dann in neuntausend Flaschen.

Dies ist ein feiner, durchaus komplexer Wein, in dem Frucht und Frische dominieren. Dafür ist vor allem der Rufete verantwortlich, etwa siebzig Prozent entfällt auf diese Sorte. Aragonés gibt Säure, Calabrés Körper und etwas Kraft, ein paar Trauben der noch nicht benannten weißen Sorte runden das Spektrum ab.

Wenn das die Zukunft der Sierra de Francia ist, dann schauen wir frohen Mutes in eben diese! Text: El oso alemán

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Schaumweine

François Montand ICE Demi-Sec

Der François Montand ICE Demi-Sec ist ein Schaumwein, der ausdrücklich auf Eis gehört. Mit seiner Süße und kräftiger Frucht ist er so angelegt, dass schmelzende Eiswürfel ihn nicht verwässern, sondern erfrischen. In der Flasche vergoren, im Jura gemacht.

Im Glas

Hellgelb, feine Perlen. Duft von Pfirsich, Birne, gelbem Apfel und Blüten. Im Mund rund und weich, frische Säure fängt die Süße ab. Auf Eis wird er schlanker und zitrusfrischer – genau das ist der Plan.

Mach was draus

Drei, vier Eiswürfel ins große Glas, den gut gekühlten Schaumwein darüber, dazu ein Minzblatt oder etwas Limettenzeste. Passt zu Melone mit Schinken, Ziegenkäse mit Honig, Sushi, Obstsalat oder Sorbet. Der Drink für Terrasse, Pool und Sommerparty. Am besten eiskalt, 4 bis 6 Grad.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mit Minze und Limette ist ICE mein liebster Sommer-Aperitif. Ganz ohne Sirup und trotzdem ein kleiner Cocktail.“

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Kurz gefragt

Warum so viel Süße? Schmelzendes Eis verwässert alles im Glas. Ein Brut wirkt dann schnell wässrig und spitz, der ICE dagegen bleibt rund.

Was heißt Demi-Sec? Halbtrocken. Seine etwa 40 Gramm Zucker je Liter liegen mitten in dieser Stufe.

Chardonnay, Ugni Blanc, Colombard · versektet im Jura · Grundwein im Edelstahl · Flaschengärung · halbtrocken, etwa 40 Gramm Zucker je Liter · auf Eis servieren · Maison du Vigneron, Hauteroche (Jura) · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Traslascuestas Tempranillo Crianza

Wein · Rotwein · Ribera del Duero · Spanien

Traslascuestas Tempranillo Crianza entsteht in den Höhen von Valcavado de Roa, auf fast 900 Metern über dem Meer. Ein eleganter, tiefgründiger Crianza von über 40 Jahre alten Reben, mit klarer Prägung des Ribera-del-Duero-Terroirs.


Ribera del Duero / Valcavado de Roa

Das Gut Traslascuestas liegt in der DO Ribera del Duero. Die Trauben stammen von über 40 Jahre alten Reben in den hochgelegenen Lagen von Valcavado de Roa auf fast 900 Metern Höhe. Streng begrenzte Erträge von nur 4.500 kg/ha, Handlese in kleinen Kisten und mehrfache Selektion sorgen für konzentrierte, charaktervolle Früchte.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tempranillo. Nach einer kurzen Kaltmazeration von zwei Tagen folgt eine Spontangärung mit autochthonen Hefen über etwa zehn Tage; eine 15-tägige Nachmazeration gibt Struktur und Balance, bevor die malolaktische Gärung auf der Hefe stattfindet. Anschließend reift der Wein 16 Monate in Eichenfässern (90 % französisch, 10 % amerikanisch) und weitere 16 Monate in der Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Kirschrot mit violetten Reflexen. In der Nase Brombeere, Heidelbeere, süße Gewürze, schwarzer Pfeffer und zarte Röstaromen, begleitet von balsamischen, frischemachenden Nuancen. Am Gaumen dicht und saftig, mit feinen, cremigen Tanninen, weicher Säure und langem Nachhall nach dunklen Früchten und Mokka.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; etwas Dekantieren öffnet den Wein.

Passt zu: Lamm, gegrilltem und geschmortem Rindfleisch, Wild und gereiftem Hartkäse.


Lage: DO Ribera del Duero, Valcavado de Roa (~900 m, Spanien); Traslascuestas
Klassifikation: DO Ribera del Duero Crianza – 100 % Tempranillo (alte Reben), trocken
Ausbau: Spontangärung, 16 Monate franz./amerik. Eiche (90/10), 16 Monate Flaschenreife

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Rebsorten

San Donaci Duca del Salento Primitivo

Wein · Rotwein · Salento · Italien

San Donaci Duca del Salento Primitivo duftet nach Pflaumen und Dörrobst und zeigt sich vollmundig und weich am Gaumen. Ein Primitivo, urwüchsig wie er leibt und lebt – bestens zur kraftvollen Küche.


Salento / Apulien

Die Winzergenossenschaft Cantina San Donaci (gegründet 1933) liegt in San Donaci bei Brindisi im Herzen des Salento, der Südspitze Apuliens. Das warme, mediterrane Klima und die tonig-kalkhaltigen Böden – oft mit traditionellen Alberello-Buschreben bepflanzt – bringen vollreife, kraftvolle Primitivo-Trauben hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Primitivo. Nach der Lese werden die Trauben rasch gepresst; die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert bei 25–27 °C über rund zehn Tage. Anschließend reift der Wein im Edelstahltank, wodurch die reife, weiche Frucht und die typisch mediterrane Würze erhalten bleiben.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Pflaumen und Dörrobst, dazu dunkle Beeren und eine warme Würze. Am Gaumen vollmundig und weich, samtig und kraftvoll, mit reifer Frucht und langem, warmem Abgang – urwüchsiger Primitivo, wie er leibt und lebt.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kraftvoller Begleiter zur herzhaften, mediterranen Küche.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem Fleisch, Pasta mit kräftigen Saucen, Lamm und gereiftem Hartkäse.


Lage: Salento, San Donaci (Brindisi, Apulien, Italien); Cantina San Donaci
Klassifikation: Primitivo del Salento IGT – 100 % Primitivo
Ausbau: temperaturkontrollierte Gärung, Reife im Edelstahltank

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Italien

Zeni Lugana Doc Vigne Alte 2025

Weißwein · Lugana · Turbiana · Gardasee

Zeni Lugana DOC Vigne Alte ist ein ausdrucksstarker Weißwein vom Südufer des Gardasees. Er entsteht aus Trebbiano di Lugana (Turbiana), die auf den lehm- und kreidehaltigen Hügeln der Region gedeiht. Nur die besten, von Hand gelesenen Trauben werden verwendet. Im Glas ein strohgelber Wein mit grünlichen Reflexen, frischen grünen Noten und feinem Mandelton.


Lugana

Die DOC Lugana liegt am Südufer des Gardasees, zwischen Lombardei und Venetien. Lehm- und kreidehaltige Hügelböden und das ausgleichende Seeklima geben den Weinen Frische und Finesse. Die Trauben werden bei optimaler Reife sorgfältig von Hand gelesen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Trebbiano di Lugana (Turbiana). Nach einer kurzen Maischestandzeit mit den Schalen folgen eine sanfte Pressung und eine temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahltank. So bleiben Frische und klare Fruchtaromatik erhalten.

Im Glas

Strohgelb mit zarten grünlichen Reflexen. In der Nase frische, grüne Noten und ein feiner Mandelton. Am Gaumen ausgeprägt fruchtig, klar und ausgewogen. Der Abgang ist rund.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein vielseitiger Begleiter zu leichten Gerichten, jung zu genießen.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, helle Vorspeisen und Risotto.


Lage: Lugana, Südufer Gardasee (Lehm-/Kreideböden)
Klassifikation: Lugana DOC
Ausbau: kurze Maischestandzeit, Edelstahl, ohne Holz

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Frankreich

François Bertheau Bonnes Mares Grand Cru 2018

Rotwein · Bonnes-Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes-Mares · Grand Cru Chambolle-Musigny / Morey Côte de Nuits 2018

Der Bonnes-Mares Grand Cru 2018 der Domaine François Bertheau ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der großen Lagen der Côte de Nuits. Bonnes-Mares bringt kräftigere, langlebigere Weine hervor als das benachbarte Musigny; in Bertheaus Händen verbindet sich diese Statur mit der seidigen Eleganz von Chambolle. Der warme Jahrgang 2018 gibt dem Wein reife Fülle.


Bonnes-Mares – Grand Cru zwischen Chambolle und Morey

Bonnes-Mares erstreckt sich über rund 15 Hektar am Mittelhang der Côte de Nuits. Der Großteil liegt in Chambolle-Musigny, ein kleinerer Teil von etwa 1,5 Hektar im benachbarten Morey-Saint-Denis; im Norden grenzt die Lage an den Clos de Tart. Bepflanzt ist sie ausschließlich mit Pinot Noir.

Die Böden unterscheiden sich deutlich: am Morey-Ende reicher und tiefer (strenger, gehaltvoller), am Chambolle-Ende feiner und kalkreicher (seidiger). Der Name geht auf die „Bonnes Mères", die Zisterzienserinnen der Abtei Notre Dame de Tart, zurück. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2018 – Côte de Nuits

2018 folgte auf einen nassen Winter, der die Wasserreserven füllte, ein warmer, sonnenreicher und trockener Sommer. Die Reben blieben gesund, und es kam zu einer großzügigen, vollreifen Ernte.

Für die roten Burgunder steht 2018 für reife, konzentrierte Frucht mit Tiefe, geschmeidigem Tannin und überraschender Frische – ein gehaltvoller Jahrgang, der die Kraft des Bonnes-Mares schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2018.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Bonnes-Mares zeigt sich kraftvoll und strukturiert: reife dunkle und rote Frucht, florale Noten und feine Würze. Bei Bertheau verbindet sich diese Statur mit seidiger Eleganz; das Tannin ist fest und zugleich fein, der Abgang lang.

Reife Kraft und Struktur, getragen von seidiger Eleganz – ein Bonnes-Mares aus dem warmen 2018er für die lange Reife.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Bonnes-Mares, Chambolle-Musigny / Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Mittelhang, ~15 ha
Klassifikation: Bonnes-Mares Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Rebsorten

Domaine Malet Touraine Sauvignon

Weißwein · Touraine · Sauvignon Blanc · Loire

Domaine Malet Touraine Sauvignon ist ein leichter Sauvignon Blanc aus der Appellation Touraine im französischen Val de Loire. Aromatisch und sortentypisch, zeigt er intensive Zitrusaromen. Im Glas frisch, klar und unkompliziert.


Touraine (Val de Loire)

Die Touraine liegt im Val de Loire in Frankreich und ist für ihre frischen, fruchtbetonten Sauvignon Blancs bekannt. Das kühle Klima und die kalk- und sandgeprägten Böden verleihen dem Wein seine klare Frische und Zitrusaromatik.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont, was die sortentypische Zitrusaromatik und die leichte, frische Stilistik in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase aromatisch und sortentypisch, mit intensiven Zitrusaromen. Am Gaumen leicht, frisch und klar. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchte und Salate.


Lage: Touraine, Val de Loire (Frankreich)
Klassifikation: Touraine AOC – Sauvignon Blanc
Ausbau: Sauvignon Blanc, fruchtbetonter Ausbau

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Weine

Kühling-Gillot Pettenthal Riesling Großes Gewächs 2023 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Pettenthal VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Schieferton (Rotliegendes) steilste Parzelle Rheinhessens BIO (DE-ÖKO-006) · 2023

Der Kühling-Gillot Niersteiner Pettenthal Riesling GG 2023 stammt von der steilsten Weinbergsparzelle Rheinhessens am Roten Hang. Ein Riesling von fast burgundischem Charakter, in dem der Stein dominiert: Tabak, Würze, Wildheit – schmelzig am Gaumen, mit schier unendlichem Nachhall.


Niersteiner Pettenthal – wo der Stein dominiert

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Südlich an den Rothenberg anschließend liegt das Pettenthal; beide Lagen gehen als Teil des Roten Hangs ineinander über, mit fast identischer Ausrichtung, Hangneigung und Bodenzusammensetzung. Der Name rührt vermutlich aus der Zeit kirchlichen Besitzes (Paters Tal = Tal der Mönche).

Auch hier dominiert der rote Schieferton, das berühmte „Rotliegende". Mit rund 170 Metern liegt das Pettenthal etwas höher als der Rothenberg, der Boden ist dadurch noch einen Tick karger; die Reben müssen tief in den weichen Stein wurzeln. Die Gutsparzelle ist mit mehr als 70 % Neigung die steilste Weinbergsparzelle Rheinhessens: Das Felsband des Roten Hangs tritt hier am ausgeprägtesten zutage, die Humusschicht ist extrem dünn, Nährstoffe finden sich nur tief im steinigen Boden. Mechanische Bewirtschaftung ist unmöglich – hier kann nur von Hand gearbeitet werden.

Jahrgang 2023 – Roter Hang (Rheinhessen)

2023 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Der karge rote Schieferton und die extreme Steillage bewahrten Würze, steinige Tiefe und salzige Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Pettenthal, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von rotem Schieferton (Rotliegendes).

Nach reiner Handarbeit im Steilhang und strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf steinige Würze, Tiefe und Schmelz ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein steingeprägter Riesling von fast burgundischem Charakter: Statt vordergründiger Frucht dominieren Tabak, Würze und eine gewisse Wildheit, durchzogen von einem feinen Ton nach weißen Mandeln. Am Gaumen schmelzig und tiefgründig, mit salziger Mineralität, lebendiger Säure und einem schier unendlichen Nachhall.

Statt Frucht dominieren Tabak, Würze und Wildheit, durchzogen von einem feinen Ton nach weißen Mandeln – schmelzig und tiefgründig, mit salziger Mineralität und schier unendlichem Nachhall.

Ein tiefgründiger, sehr langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niederhäuser Pettenthal (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); ~170 m, >70 % Neigung (steilste Parzelle Rheinhessens); roter Schieferton (Rotliegendes)
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: reine Handarbeit, strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Dietrich Schwebebahn Grauburgunder

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Schwebebahn Grauburgunder ist Teil einer Sonderedition zum 125. Jubiläum der Wuppertaler Schwebebahn. Die deutsche Erfolgstraube glänzt mit vielschichtigen Aromen von frischem Apfel, etwas Birne und Melone, cremig-weichem Schmelz am Gaumen und einem zarten, von feiner Mineralität getragenen Finish.


Pfalz

Das Partnerweingut Familie Dietrich umfasst 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für ein fast mediterranes Klima – die Grundlage für ausdrucksstarke, trocken ausgebaute Weine. Geführt wird das Gut von den Brüdern Arnd und Gerrit Dietrich. Dieser Grauburgunder ist Teil der Schwebebahn-Edition, deren Etiketten die Epochen der Kabinenwagen aufgreifen – die helle „Generation 15" steht für moderne Mobilität und Zukunftsorientierung.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder. Der sorgfältig selektierte Wein wird trocken ausgebaut und betont die klare Frucht sowie den cremigen Schmelz der Sorte, getragen von einer feinen Mineralität.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase vielschichtig, mit frischem Apfel, etwas Birne und Melone. Am Gaumen cremiger, weicher Schmelz, rund und fein, mit einem zarten, von einer „schwebenden" Mineralität getragenen Finish.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta in cremigen Saucen und mildem Käse.


Lage: Pfalz, Großkarlbach/Weisenheim am Sand/Laumersheim (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Grauburgunder, trocken
Edition: Sonderedition „125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn"

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