Der Weinjahrgang 2018 in den deutschen Anbaugebieten

Der Weinjahrgang 2018 in den deutschen Anbaugebieten

Der diesjährige Weinjahrgang hat bundesweit erstklassige Qualitäten hervorgebracht. Derzeit hoffen viele rheinland-pfälzische Winzer noch auf eine erfolgreiche Eisweinlese, die im vergangenen Jahr so gut wie ausgefallen war. Auf 532 Hektar haben sie noch Trauben für diese edelsüße Spezialität hängen lassen.

Ahr: (561 ha)

Die Regentage im Sommer konnte man an der Ahr an den Fingern einer Hand ablesen. Zum Glück hatte es im Januar und Februar noch ausgiebige Niederschläge gegeben, die mit 120 l/m² die Wasservorräte auffüllten. Ab Mitte März stieg dann das Thermometer, was zu einer sehr frühen Blüte der Reben ab dem 25. Mai führte. Erst am 23. September fiel erneut nennenswerter Regen. Doch der Sommer war nicht ganz so heiß wie im vergleichbaren Jahr 2003; 40° Celsius wurden nicht erreicht. Mit der langen sommerlichen Trockenheit kamen die Reben besser als erwartet zurecht, nur einige Junganlagen mussten bewässert werden. Der Vorteil der sehr heißen und trockenen Witterung war das fast völlige Ausbleiben von Krankheiten wie Oidium und Peronospora. Auch die vor allem bei Rotweinerzeugern gefürchtete japanische Kirschessigfliege richtete keine Schäden an. Geerntet wurden kerngesunde, wenn auch eher kleine Beeren mit Mostgewichten von 94 Grad Oechsle; auch 120 Grad wurden nicht selten erreicht. Die Reben hatten viele Trauben gebildet, sodass der Ertrag beispielsweise beim Spätburgunder über den Erwartungen bei 90 hl/ha lag. Die Ernte fand drei Wochen früher als im Durchschnitt statt; sie hatte Mitte August begonnen und endete am 15. Oktober. „Eine Zuckerleistung in noch nicht gekannter Form“ attestiert den Reben Reinhold Kurth vom Weinbauverband der Ahr. Allerdings lagen die Säurewerte niedriger als sonst. Die Erntemenge wird insgesamt auf 55.000 Hektoliter geschätzt – 2017 hatte es nur 38.000 Hektoliter gegeben.

Baden:
(15.834 ha)

Baden gilt als wärmstes Anbaugebiet Deutschlands. Vielleicht waren die Reben dort besser an die extremen Wetterbedingungen des letzten Jahres angepasst. Denn so schnell wie noch nie – nach nur 30 Tagen – folgte nach dem Austrieb die Blüte, die am 25. Mai und damit 14 Tage früher als gewöhnlich einsetzte. Schon der April war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Das sollte nicht der einzige Rekord bleiben. Der Siebenschläfertag (27. Juni) machte seinem Namen alle Ehre und leitete eine weitere mehr als siebenwöchige Hitzeperiode mit Temperaturen an die 40° Celsius ein. Doch die meisten Reben kamen mit der Trockenheit gut zurecht und bildeten viele gesunde Trauben, die schnell reiften. Nur Junganlagen mussten bewässert werden, da deren Wurzeln noch nicht tief genug reichten. Die Ernte Ende August ein und ging ruhig, ohne Stress vonstatten. Krankheitsdruck war so gut wie nicht vorhanden. Die Erntemenge von geschätzt 1,55 Millionen Hektoliter bei einem Durchschnittsertrag von 90 bis 95 hl/ha liegt um fast 30 Prozent über dem langjährigen Mittel. Dass aber bei einem überdurchschnittlichen Ertrag eine so hohe Traubenqualität eingefahren werden konnte, ist nach Angaben des Badischen Weinbauverbandes „wohl noch nie“ vorgekommen. Die Weine sind fruchtbetont, kraftvoll und strukturiert durch den hohen Zuckergehalt der Beeren. So hat der Jahrgang mehr „Power“ als der 2017er. Als I-Tüpfelchen mag gelten, dass in manchen Anlagen auch noch Trauben für hochwertige Süßweine geerntet werden konnten.

Franken: (6.139 ha)

Auch die fränkischen Winzer beobachteten eine frühe Blüte und eine schnelle Reifeentwicklung bei sehr heißem und trockenen Wetter. Nur vereinzelte Niederschläge oder Gewitter genügten nicht, um die Wasserspeicher im Boden aufzufüllen. In manchen Steillagen heizte sich der Boden auf bis zu 60° Celsius auf. „Tröpfchenbewässerung für die Jungpflanzen, die noch ein paar Jahre brauchen, um ihre Wurzeln in die Tiefe zum Wasser zu treiben, ist mittlerweile Standard – natürlich gezielt, um sie nicht zu verwöhnen“, berichtet der Winzer Hans Wirsching aus Iphofen. Das bedeutet viel Arbeit, denn es müssen viele Kilometer Schläuche gelegt werden. Bis zu 40 Liter Wasser bekommt eine Pflanze über mehrere Stunden hinweg, und das sehr gezielt ohne Verdunstungsverlust.

Um die schnell voranschreitende Reifung der Trauben, manchmal bei Temperaturen von 38 oder 39° Celsius, und die damit einhergehende Zuckerproduktion etwas zu bremsen, haben die Winzer oftmals viele Blätter entfernt. Denn allzu schwere Weine wie sie etwa der Ausnahmejahrgang 2003 hervorgebracht hat, sind heute weniger gefragt. „Viel Trinkspaß“ versprechen die Erzeuger ihren Kunden: etwas kräftiger als der 2017er Jahrgang werden die Weine, aber dennoch finessenreich. Man hat schon ein Stück weit gelernt, sich dem Klimawandel anzupassen. Viel Trinkspaß gilt übrigens auch für die Menge: Mit rund 523.000 hl dürfte es 20 Prozent mehr als vom 2017er Jahrgang geben. Gute Zeiten für Frankenwein-Fans.

Hessische Bergstraße:
(462 ha)

Die Hessische Bergstraße gilt als verwöhnt in Sachen Wetter. Schließlich erwacht in dem kleinsten deutschen Anbaugebiet der Frühling eher als anderswo. Man kann also fast erwarten, dass in einem heißen und trockenen Jahrgang wie 2018 alles zum Besten bestellt ist. Doch auch dort mussten die Winzer darauf achten, dass die Weine nicht zu schwer ausfallen. Durchschnittliche Mostgewichte von rund 86 Grad Oechsle beim größten Erzeuger, den Bergsträßer Winzern in Heppenheim, klingen von daher vielversprechend und bedeuten für die Region eine sehr hohe Qualität. Nicht selten gab es auch Spitzenmostgewichte mit über 100 Grad Oechsle. Der Herbst verlief bei idealem Erntewetter mit trockenen, warmen Tagen und kühleren Nächten sehr entspannt. Ohne Krankheitsdruck konnten die Trauben viele Aromen sammeln, obwohl die Lese am 15. August und damit so früh wie noch nie begonnen hatte. Es zeigte sich, dass die große Trockenheit den meisten Reben nichts hatte anhaben können, tief reichenden Wurzeln sei Dank. Für Reinhard Antes, den Vorstandsvorsitzenden der Bergstäßer Winzer, ist der Jahrgang „vielleicht der Beste der vergangenen 15 Jahre“. Die geschätzte Erntemenge liegt im Anbaugebiet bei 42.000 Hektolitern, 45 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mittelrhein:
(469 ha)

Von allen Anbaugebieten bescherte der Jahrgang 2018 dem Mittelrhein die höchste Mengenzunahme. Mit geschätzten 46.000 Hektoliter liegt die Ernte 64 Prozent über dem Ergebnis von 2017 (28.000 hl). Kein Wunder, dass die Winzer sehr zufrieden sind, waren ihre Keller doch weitgehend leer getrunken. Der regenarme Sommer dauerte von April bis September. Ein ersehnter Landregen stellte sich nicht ein, zum Glück blieben aber auch Hagelschäden und Starkregen aus. Selbst der Rhein führte Niedrigwasser. Trockenstress gab es aber nur vereinzelt bei jungen oder flachgründigen Anlagen. Der Vegetationsvorsprung betrug gegen Ende der Reifeperiode fast drei Wochen. Durch gezielte Laubarbeiten im Weinberg steuerten die Winzer gegen das allzu kräftige Wachstum der Pflanzen. Die Gefahr von Krankheiten war durch die niedrige Luftfeuchtigkeit so gut wie nicht gegeben, was die Winzer wieder etwas entlastete. Die Trauben erreichten im Schnitt perfekte 88 Grad und 8 g/l Säure. Auch bei den Rotweinen konnten sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Die Lese verlief insgesamt ohne Hektik. „Selbst die ältesten Winzer können sich kaum daran erinnern, so viele Trauben bei dieser hervorragenden Qualität und in vollkommen gesundem Zustand geerntet zu haben“, meldete der Weinbauverband Mittelrhein und stellt „Spannende Verkostungen mit viel Weingenuss“ in Aussicht.

Mosel: (8.870 ha)

Wenn Trauben bei der Lese „wie gemalt“ aussehen, lässt das auf hervorragende Weine hoffen. 2018 war das an der Mosel so. Und nicht nur das: Auch die geschätzte Menge von rund einer Million Hektoliter war sehr erfreulich, gab es im Vorjahr doch rund ein Drittel weniger. Doch bis es so weit kam, hielten Trockenheit und Hitze sowie die Angst vor Hagelunwettern oder Starkregen die Winzer in Atem. An der Mittelmosel gab es zwar etwas Regen und manche Gewitter, doch es war überall vor allem die Trockenheit das Thema Nummer eins. Auch an der Mosel hatte die Entwicklung einen großen Vorsprung gegenüber den durchschnittlichen Werten; die Lese begann schon im August für die früh reifenden Sorten und Mitte September für den Riesling. Gesunde Trauben, die wirklich wie gemalt an den Trieben hingen, weckten bei den Winzern große Vorfreude. Der Regen im September, der Dank der kühlen Nächte keine Fäulnis zur Folge hatte, erhöhte die Saftausbeute, was auch zu dem bemerkenswerten Mengenergebnis beitrug. Mit Mostgewichten, die etwa beim Riesling mit durchschnittlich 85 Grad Oechsle im Spätlesebereich lagen, zeichnen sich die Moselweine des Jahrgangs 2018, durch reiches Aroma, eine harmonische Struktur bei moderater Säure und eleganter, vollsaftiger Fruchtigkeit aus. Vom ansprechenden Sektgrundwein bis zu grandiosen Beeren- und Trockenbeerenauslesen, bietet der Jahrgang eine große Bandbreite für Genießer. Winzer Matthias Lay aus Pünderich fasst es so zusammen: „Beim Jahrgang 2018 hat es der liebe Gott mit den Moselwinzern sehr gut gemeint.“

Nahe: (4.225 ha)

2018 waren die Trauben auch an der Nahe früher reif als üblich, die Lese begann bereits Ende August. Insbesondere für die hochwertigen Weine warteten einige Winzer mit der Ernte der später reifenden Sorten jedoch bis Oktober, um die Phenolreife der Trauben zu fördern. Möglich machte dies der sehr heiße und trockene Sommer mit einem optimalen Herbstwetter – ein „Super-Sommer“ nannte ihn Weinbaupräsident Thomas Höfer. Das Warten war auch deshalb möglich, weil Probleme wie Fäulnis, Mehltau oder tierische Schädlinge praktisch nicht existierten. Perfekt ausgereifte und vollständig gesunde Trauben, nicht selten mit Mostgewichten von 100 Grad Oechlse, waren die Belohnung und Grundlage für herausragende Weine. Sie spiegeln das vielfältige und für die Naheregion typische Terroir sehr schön wider. Mit 440.000 Hektoliter Most wurde eine um 40 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt liegende Menge eingefahren. Ein guter und lang ersehnter Ausgleich für die beiden zurückliegenden, viel mengenärmeren Jahrgänge 2017 und 2016. Das Fazit des Weinbaupräsidenten für 2018 lautet: „Ein extremer Ausnahmejahrgang“. Ausnahmen, wie sie der Weinliebhaber sicherlich zu schätzen wissen wird.

Pfalz: (23.652 ha)

Wenn‘s läuft, dann läuft‘s. Der Spruch passt auf den 2018er Jahrgang in der Pfalz. Kaum Schäden trotz extremer sommerlicher Hitze und Trockenheit, fast keine Wetterkatastrophen, kerngesundes Traubenmaterial in üppiger Menge, tolles Lesewetter mit edelsüßen Kreszenzen als Krönung. Besser geht‘s kaum. Kein Wunder, dass sich die Vertreter des Weinbauverbandes geradezu euphorisch zeigten. „Einzigartig“ oder „fast zu schön, um wahr zu sein“, urteilten selbst die Fachleute. Die rekordverdächtige Warmwetterperiode hatte schon im April begonnen, sodass beim Riesling die Blüte bereits Ende Mai einsetzte. Im Wonnemonat gab es übrigens etlichen Niederschlag, in der Südpfalz leider auch etwas Hagel. Die eigentliche Hitzeperiode herrschte dann im Juli und August. Die Lese für den ersten Federweißen begann bei hochsommerlichen Temperaturen schon Anfang August, der Start für die Hauptlese zwei Wochen später und so früh wie noch nie. Im September herrschte ideales, weitgehend trockenes und ruhiges Wetter, besonders die roten Sorten durften noch länger an den Stöcken reifen. Das ergibt farbintensive, tiefgründige Rotweine, nicht nur beim Spätburgunder. Die Weißweine haben eine moderate Säure, der Alkoholgehalt ist trotz der vielen Sonne selbst für viele Winzer überraschend verhältnismäßig moderat geblieben. Die Winzer freuen sich über eine Gesamterntemenge von geschätzten 2,5 Millionen Hektolitern, die 17 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Nach Jahren kleiner Erntemengen sei es gut, so Weinbaupräsident Reinhold Hörner, „wenn wir die Märkte wieder einmal ohne Einschränkungen bedienen können“.

Rheingau: (3.191 ha)

Als im Rheingau der goldene Oktober einsetzte, waren viele Winzer mit der Lese schon so gut wie fertig. Sie hatte in diesem Jahr vier Wochen früher begonnen als normal. Der Grund dafür lag an dem heißen Sommer 2018, der zwar nicht ganz den Spitzenwert des Jahres 2003 erreichte, aber die Rekorde des letzten Jahrhunderts von 1947, 1994 und 1976 noch übertraf. Die Trockenheit, die übrigens den meisten Weinbergen nur wenig zusetzen konnte, verhinderte den Befall mit Pilzkrankheiten oder der gefürchteten Kirschessigfliege. „Den Tieren war es einfach zu heiß“, meinte der Weinbauberater Berthold Fuchs. Dafür mussten die Junganlagen durch Bewässerung aufwändig unterstützt werden. Überhaupt war der Trockenstress wohl die größte Gefahr für die Weinqualität. Dennoch hatten die Reben einen üppigen Traubenbehang. Dadurch konnte eine große Erntemenge einfahren werden. Sie wird auf 285.000 Hektoliter geschätzt, während es im Vorjahr 210.000 hl waren. Erfreulicherweise hielt die Quantität des 2018ers auch Schritt mit der Qualität. Denn die ist hervorragend dank der sehr gesunden und hochreifen Trauben, die geerntet wurden. „Ein Spitzenjahrgang“, sagt Weinbauberater Berthold Fuchs. Das gilt nicht nur für den Riesling, auch für die Spätburgunder aus dem Rheingau, die besonders farbkräftig und intensiv ausfallen werden.

Rheinhessen:
(26.617 ha)

Schon am 6. August 90 Oechslegrade für den ersten Federweißen: Das hat es im größten Anbaugebiet Deutschlands noch nie gegeben. Eine sehr frühe Rebblüte, verursacht durch den wärmsten April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, hatte eine frühe Lese erwarten lassen. Doch das trocken-heiße und sonnenreiche Sommerwetter wirkte wie ein zusätzlicher Reifebeschleuniger. Da auch während der Lese sehr günstiges, ruhiges Wetter herrschte, konnten manche Trauben bis in den Oktober, teilweise sogar bis in den November hinein hängen bleiben. Natürlich hatte die Trockenheit die Winzer in manchen Lagen vor große Herausforderungen gestellt. Insbesondere in den Hanglagen musste teilweise bewässert werden. Die rheinhessischen Winzer waren jedoch überwiegend von der Leistung ihrer Reben angenehm überrascht. Die Erntemenge liegt mit geschätzten 2,95 Millionen Hektoliter fast 20 Prozent über dem langjährigen Mittel. Ein Jahrgang wie 2018 ist besonders für Rotweine ideal, weil sich die Trauben schon sehr früh verfärbten und sehr lange ausreifen konnten. Aber auch die 2018er Weißweine aus Rheinhessen werden aromenreich und sortentypisch vollfruchtig ausfallen, bei moderaten Fruchtsäuregehalten. Zahlreiche edelsüße Spezialitäten sind ebenfalls dabei. Dass „der unerwartete Ausnahmejahrgang den Winzern noch lange in Erinnerung bleiben wird“, vermutet der Rheinhessische Weinwirtschaftsrat. Auf die Ergebnisse dürften Weinfreunde schon ganz gespannt sein.

Saale-Unstrut:
(772 ha)

An Saale und Unstrut haben einige wenige Winzer in diesem Jahr zweimal gelesen – nämlich Eisweintrauben vom 2017er Jahrgang in der Nacht vom 5. zum 6. Februar und dann bereits im August die ersten Trauben vom 2018er. So früh hatte die Weinlese im nördlichsten deutschen Weinbaugebiet noch nie begonnen. Der Grund dafür lag in dem Sommer, der bereits im April einsetzte: „Der Frühling in den Weinbergen fiel praktisch aus“, resümiert man beim Weinbauverband Saale-Unstrut. Die Hitze brachte einen fast explosionsartigen Entwicklungsschub mit einer Bilderbuchblüte Ende Mai, ähnlich früh, wie zuletzt 2007. Zum Glück hatte es im Mai auch etwas geregnet. Dennoch war die Trockenheit ein Hauptthema, das die Winzer in den Sommermonaten beschäftigte. Sie wird „zukünftig eine große Rolle spielen“, ist man sich beim Weinbauverband sicher. Sonnenbrand, Trockenstress und zu kleine Beeren waren die größten Gefahren für die Weinqualität, während Pilzdruck und Schädlinge dieses Jahr so gut wie ausblieben. So hielt sich die Arbeit im Weinberg einigermaßen in Grenzen. Die Hauptlese wurde in den ersten Wochen des Oktobers abgeschlossen. Die voraussichtlichen 46.000 Hektoliter liegen nur wenig über dem Vorjahresergebnis (44.000 hl) und anderen zurückliegenden Jahren. Dafür wird die Qualität der Weine als herausragend eingeschätzt. Gehaltvolle, aromatische Weißweine und kraftvolle Rotweine erwartet man beim Weinbauverband.

Sachsen:
(497 ha)

Selbst in Sachsen waren in diesem Jahr Anfang Oktober bereits fast alle Rebflächen abgeerntet, nur manche Traminer- oder Rieslinganlagen warteten noch auf Auslese-Mostgewichte. Der Sommer war für die Winzer teilweise sehr arbeitsintensiv, weil viele Weinberge bewässert werden mussten, nicht zuletzt auch weil Sachsen reich an Steillagen ist. Mit geschätzten 56,5 hl/ha war der Ertrag im Mittel der zweithöchste seit 2000. Rund 22.500 Hektoliter Most wurden nach den jüngsten Schätzungen erreicht, sieben Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Im Vergleich zu den übrigen Anbaugebieten bleiben die sächsischen Weine mit dieser Erntemenge aber immer noch eine Rarität. Da die Trauben wegen der Trockenheit in diesem Herbst kleiner als sonst blieben, war der Saft darin konzentrierter, was zu entsprechend guten Mostgewichten führte. Und der Grundsatz Qualität statt Quantität ist in Sachsen sowieso die Regel. „Es sind Weine mit einer ausgeprägten Fruchtigkeit zu erwarten. An diesen Jahrgang wird man sich lange erinnern“ heißt es in sächsischen Winzerkreisen. Für sächsische Verhältnisse werden die Weine zudem relativ kräftig ausfallen. Auf den Klimawandel haben die Winzer an der Elbe schon reagiert und bauen neue Sorten wie Chardonnay und Sauvignon Blanc an. Nicht nur sie werden 2018 zeigen, was sie können.

Württemberg:
(11.360 ha)

Hohe Mostgewichte sind für ein Anbaugebiet wie Württemberg mit fast 70 Prozent Rotweinanteil kein Problem, schließlich dürfen Rotweine ja gerne etwas kräftiger sein. Von daher, kann man sich ganz besonders auf den 2018er Jahrgang aus Württemberg freuen. Denn aus den gesunden roten Trauben mit Mostgewichten von oftmals über 100 Grad Oechsle, die zwar ungewöhnlich frühzeitig, jedoch ohne Hast und Stress eingebracht wurden, entstanden aromenreiche, fruchtbetonte Weine mit guter Struktur. Nur die weißen Sorten musste relativ zügig geerntet werden. 80 Prozent der Weine liegen im Prädikatsbereich, sogar Beerenauslesen mit Mostgewichten um 250 Grad Oechsle wurden geerntet. Trockenschäden gab es kaum, glücklicherweise hatte es im Laufe des heißen Sommers zweimal ganz ordentlich geregnet, aber im Raum Ludwigsburg auch gehagelt. Hermann Hohl, der Präsident des Württembergischen Weinbauverbandes, zeigte sich mit dem Jahrgang „rundum zufrieden“. Das ideale Lesewetter sorgte für Entspannung. Die Weingärtner mussten nicht „auf das letzte Grad Oechsle schielen“, meinte der Weinbaupräsident. Mit geschätzten 1,2 Millionen Hektolitern liegt die Menge erfreulich über dem Vorjahresergebnis. Der Verbraucher könne sich Top-Qualitäten zu erschwinglichen Preisen freuen, kündigt der Weinbauverband an. Quelle: DWI

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Marguet Ambonnay Rosé 2020 Brut Nature BIO

Champagner · Rosé · Ambonnay Grand Cru · Brut Nature · Bio

Marguet Ambonnay Rosé Brut Nature ist ein Bio-Rosé-Champagner aus dem Grand-Cru-Dorf Ambonnay. Benoît Marguet keltert ihn biodynamisch und baut ihn im Holz aus; der Verzicht auf Dosage sorgt für Klarheit und Spannung. Ein Rosé mit Ecken und Kanten. Im Glas ein faszinierender Rosé-Pfirsichton mit lachsfarbenen Reflexen.


Ambonnay Grand Cru

Ambonnay ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde der Montagne de Reims. Die kalkreichen Böden geben dem Rosé Tiefe, Würze und Spannung. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Der Rosé vereint Pinot Noir und Chardonnay aus Ambonnay; die Roséfarbe entsteht durch die Assemblage. Der Ausbau erfolgt im Holz, was ihm zusätzliche Tiefe verleiht. Abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature – für Klarheit und Spannung.

Im Glas

Faszinierender Rosé-Pfirsichton mit leicht lachsfarbenen Reflexen. In der Nase Walderdbeeren, rote Äpfel, Blutorange und zitrische Würze, dazu Zimt, Nelke und eine deutliche Zedernnote. Am Gaumen druckvoll, würzig und texturiert, mit fast cremig-glänzender Art, Erdbeere, Apfel, Orangenzeste und feinen herben Anklängen. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Krustentiere und würzige Gerichte.


Lage: Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Rosé Brut Nature
Ausbau: Pinot Noir/Chardonnay, Holzausbau, ohne Dosage

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Ungeheuer GC 2020 BIO

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling (Grand Cru)

Riesling Forster Ungeheuer G.C. (Grand Cru) Dr. Bürklin-Wolf Forst · Pfalz vulkanischer Basalt · Ton/Sand trocken biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Dr. Bürklin-Wolf Forster Ungeheuer Riesling G.C. 2020 stammt aus dem historisch wertvollsten Teil einer der großen Forster Lagen. Ein Grand-Cru-Riesling vom Basalt – körperreich, salzig und tief.


Forster Ungeheuer – Riesling auf Basalt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. stehen für die wertvollsten Lagen, darunter folgen Orts- und Gutsrieslinge.

Das Ungeheuer liegt am Fuße des Haardtgebirges in Forst; der Anteil des Guts beträgt 0,9 Hektar im historisch wertvollsten Teil der Lage. Der Name geht auf den Familiennamen eines ehemaligen Deidesheimer Stadtschreibers zurück. Die südöstliche Hangneigung sorgt für rasche Erwärmung des vulkanischen Basaltgesteins; dichte Ton- und Sandschichten regeln den Wasserhaushalt und die Mineralstoffaufnahme.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 verlief in Teilen ähnlich wie 2019 und blieb doch eigenständig: ein strahlendes Frühjahr, zeitiger Austrieb und eine homogene Blüte. Die Sommermonate brachten warmes, nicht zu heißes Wetter; die Weinberge profitierten von den Winterniederschlägen und gelegentlichem Sommerregen. Aus gesunden Trauben wurde früh gelesen – ein Jahrgang mit reifer Frucht und klarer Frische.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation G.C./Grand Cru) aus der Forster Lage Ungeheuer, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von vulkanischem Basalt mit Ton- und Sandschichten.

Der Wein wird herkunftsbetont im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf die basaltgeprägte Mineralität, Körper und Tiefe ausgerichtet. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein körperreicher, tiefer Basalt-Riesling: reife gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine markante, rauchig-salzige Mineralität. Am Gaumen dicht und straff, mit lebendiger Säure, kühler Präzision und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und rauchig-salziger Basaltmineralität – dicht und straff, mit lebendiger Säure, kühler Präzision und langem, salzigem Nachhall.

Ein großer, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Ungeheuer, Forst (Pfalz); südöstlicher Hang; vulkanischer Basalt mit dichten Ton- und Sandschichten; Gutsanteil 0,9 ha im historisch wertvollsten Teil
Klassifikation: Riesling G.C. (gutseigene Grand-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: herkunftsbetonter Ausbau im Stil des Guts; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Sottimano Barbaresco Pajoré 2021 DOCG

Rotwein · Barbaresco DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barbaresco DOCG Cru Pajoré (Treiso) alte Reben (40–50 J.) Sottimano sehr lange Maische nur 6.000 Flaschen 2021

Der Sottimano Barbaresco Pajoré 2021 stammt aus der renommierten Treiso-Lage Pajoré – ein kühler, puristischer Cru-Nebbiolo, der weniger auf Opulenz als auf Präzision, Mineralität und Langlebigkeit setzt. Straff und spannungsvoll, mit ausgeprägter Salzigkeit und exakt gezeichneten Tanninen.


Pajoré – kühle Strenge aus Treiso

Sottimano in Neive zählt zu den Top-Adressen des Barbaresco. Das Familienweingut – von Rino Sottimano ab Ende der 1960er aufgebaut, heute von Andrea und seinen Geschwistern geführt – arbeitet seit über vierzig Jahren biozertifiziert und konsequent traditionell: Spontangärung mit wilden Hefen, sehr lange Maischestandzeiten, Ausbau im Holz, ungeschönt und ungefiltert.

Die Trauben für diesen Barbaresco stammen aus der renommierten Lage Pajoré in Treiso. Die nur 1,5 Hektar große Parzelle ist von hellen, weißen Böden geprägt und mit 40 bis 50 Jahre alten Reben bestockt. Pajoré ist bekannt für seine eher kühle, strenge Stilistik, die weniger auf Opulenz als auf Präzision, Mineralität und Langlebigkeit setzt. Die Produktion ist auf rund 6.000 Flaschen begrenzt.

Jahrgang 2021 – Barbaresco

2021 gilt im Piemont als herausragender, klassischer Nebbiolo-Jahrgang von großer Präzision: kühl geprägt, mit feiner Frucht, lebendiger Säure und einer festen, edlen Tanninstruktur. In der hochgelegenen Lage Pajoré in Treiso ergibt das einen besonders straffen, mineralischen und langlebigen Wein.

Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2021, Barbaresco DOCG, trocken.

Nach sorgfältiger Selektion erfolgt die alkoholische Gärung spontan mit natürlichen Hefen. Der Wein verbringt außergewöhnlich lange Zeit auf der Maische, wobei die Gärung unter untergetauchtem Tresterhut bis zum 20. Januar 2022 andauerte – eine der längsten Maischestandzeiten des Weinguts. Anschließend reift der Wein im Holz, wo auch die malolaktische Gärung stattfindet. Eine weitere Flaschenreife von etwa einem Jahr verleiht dem Barbaresco zusätzliche Tiefe und Ausdruck.

Im Glas

In der Nase zeigt sich der Wein klar und fokussiert, mit Noten von Gewürzen, Tabak und einer kühlen, steinigen Mineralität. Am Gaumen wirkt er straff und präzise, mit ausgeprägter Salzigkeit und Frische sowie Nuancen von Sauerkirsche, Cassis, Pfeffer und Minze. Die Struktur ist fest und spannungsvoll, getragen von griffigen, exakt gezeichneten Tanninen. Der lange Abgang vereint fruchtige, balsamische und mineralische Anklänge und unterstreicht den puristischen, langlebigen Charakter dieses Barbaresco aus Treiso.

Straff und präzise, mit ausgeprägter Salzigkeit und exakt gezeichneten Tanninen – puristisch und langlebig.

Benötigt etwas Reife, um sein volles Potenzial zu entfalten; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem rotem Fleisch (Brasato), zu Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Barbaresco DOCG, Cru Pajoré, Treiso (Piemont, Italien); 1,5 ha Einzellage, helle, weiße Böden, Reben 40–50 Jahre
Klassifikation: Barbaresco DOCG, Nebbiolo (trocken); nur ca. 6.000 Flaschen
Ausbau: 100 % Nebbiolo; Spontangärung, außergewöhnlich lange Maische unter getauchtem Tresterhut (bis 20.01.2022), Ausbau im Holz (inkl. Malo), ~1 Jahr Flaschenreife; ungeschönt, ungefiltert

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Dietrich Im Großen Garten Riesling Gold

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Im Großen Garten Riesling Gold ist ein spontan vergorener Riesling mit wildem Duft nach Frühlingskräutern, Marille, reifem Apfel und einem Hauch Honig. Kraftvoll und druckvoll am Gaumen – ein Wein, der Zeit und Luft zum Atmen braucht.


Pfalz / Im Großen Garten

Die Trauben stammen aus der Pfälzer Lage Im Großen Garten. Erzeuger ist das Weingut Familie Dietrich, das 25 Hektar Rebfläche rund um Großkarlbach, Weisenheim am Sand und Laumersheim bewirtschaftet. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr bringen reife, ausdrucksstarke Trauben hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling, spontan vergoren mit den natürlichen Hefen des Weinbergs. Die Spontangärung verleiht dem Wein seinen wilden, vielschichtigen Charakter sowie Kraft und Druck am Gaumen. Trocken ausgebaut, mit Reifepotenzial.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase wild und vielschichtig, mit Frühlingskräutern, Marille, reifem Apfel und einem Hauch Honig. Am Gaumen kraftvoll und druckvoll, mit dichter Frucht, lebendiger Säure und langem Abgang – noch jung und entwicklungsfähig.

Am Tisch

Am besten rund eine Stunde vor dem Genuss dekantieren und bei 10–12 °C servieren.

Passt zu: kräftigem Fisch, Geflügel, hellem Fleisch in cremigen Saucen, Spargel und reifem Käse.


Lage: Pfalz, Im Großen Garten (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Riesling (Lagenwein), trocken
Ausbau: spontan vergoren, kraftvoll und reifebedürftig

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Moulin a Vent 2015 Magnum

Rotwein · Beaujolais Cru Moulin-à-Vent · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Moulin-à-Vent Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Magnum (1,5 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Moulin-à-Vent 2015 in der Magnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Moulin-à-Vent gilt als der kraftvollste, langlebigste und „burgundischste" der Beaujolais-Crus; seine Granitböden mit hohem Mangananteil verleihen dem Gamay Tiefe, Struktur und festes Tannin.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Magnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Moulin-à-Vent, trocken; abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Vom mangan­reichen Granitboden von Moulin-à-Vent und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: dunkle Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine tiefe, würzig-steinige Mineralität. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen kraftvoll und konzentriert, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein „burgundischer" Gamay mit großem Reifepotenzial.

Dunkle Frucht und tiefe, würzig-steinige Mineralität – kraftvoll und konzentriert, mit festem Tannin und langer Länge.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Moulin-à-Vent (Frankreich); Granitböden mit hohem Mangananteil; gilt als kraftvollster und langlebigster der Crus
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Magnum (1,5 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Metzger Spätburgunder vom Kalkstein

Rotwein · Spätburgunder · Pinot Noir · Pfalz

Metzger Spätburgunder vom Kalkstein ist ein eleganter Pinot Noir aus der Pfalz. Der kalkreiche Boden, die selektive Lese und die schonendste Verarbeitung bringen diesen besonderen Wein hervor und ebnen den Weg zu den Spitzengewächsen des Weinguts. Im Glas rote Frucht und feine Würze.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Die kalkreichen Böden der Heimat verleihen dem Spätburgunder Eleganz, Frische und eine feine mineralische Prägung.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Spätburgunder (Pinot Noir). Selektive Lese und schonendste Verarbeitung bewahren die feine Frucht und sorgen für einen eleganten, klaren Stil.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase rote Früchte wie Kirsche und Himbeere, dazu feine Würze. Am Gaumen elegant und saftig, mit feinen Tanninen und frischer Säure. Der Abgang ist klar.

Am Tisch

Bei 15–17 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Geflügel, Kalb, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Kalkstein
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Spätburgunder)
Ausbau: Spätburgunder, selektive Lese, schonende Verarbeitung

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Sierra de Tolono NAHIKUN Tempranillo 2022 BIO

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo

100 % Tempranillo Nahikun Sierra de Toloño (Sandra Bravo) Villabuena de Álava · 5 Mikro-Lagen über 80 J. Reben · ~200 g/Stock 1 Jahr gebrauchtes franz. Barrique BIO (ES-ECO-026-VAS) nur 676 Flaschen · 2022

Der Sierra de Toloño Nahikun Tempranillo 2022 ist ein reinsortiger Rioja von über 80 Jahre alten Reben aus fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava. Ein Wein von Dichte, Eleganz und Feinheit – ein schlafender Riese, der schon heute die Pracht und Größe eines großen Rotweins aus der Rioja Alavesa zeigt.


Nahikun Tempranillo – alte Reben aus Villabuena

Sierra de Toloño ist das Projekt von Sandra Bravo. Nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat kehrte sie in die Rioja Alavesa zurück, um in den höchsten und ältesten Lagen der Region herkunftsgetreue Weine zu erzeugen – minimalistisch, biologisch und biodynamisch, mit schonender Handarbeit und kaum Schwefel.

Die Tempranillo-Reben für den Nahikun wachsen in Villabuena de Álava auf fünf verschiedenen Mikro-Lagen und sind über 80 Jahre alt. Der Ertrag von nur rund 200 Gramm pro Rebstock ist minimal und bildet die Grundlage für die außergewöhnliche Qualität und Konzentration dieses Weins.

Jahrgang 2022 – Rioja Alavesa

2022 brachte in der Rioja durchgängig warme Temperaturen und erforderte ein sensibles Gespür für die richtige Laubarbeit. Höhenlagen mit altem Rebbestand profitierten klar gegenüber den Tallagen; Tempranillo schnitt besonders in höheren Lagen sehr gut ab. Trotz der sengenden Sommerhitze und aller Besorgnis im Vorfeld übertreffen die Weine die Erwartungen bei Weitem – sie präsentieren sich in einer reifen, genussreifen Phase, hier bewahrt durch Höhe und altes Rebmaterial mit Frische und Spannung.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo von über 80-jährigen Reben aus fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava, Jahrgang 2022, trocken.

Die Trauben werden von Hand gelesen; der Ausbau erfolgt über ein Jahr in gebrauchten Barriquefässern aus französischer Eiche, ohne prägenden Holzton. Die Reben werden biologisch/biodynamisch bewirtschaftet (ES-ECO-026-VAS). Gesamtproduktion: nur 676 Flaschen.

Im Glas

Der Wein zeichnet sich durch seine Dichte, Eleganz und Feinheit aus. Sehr feine dunkle, rote Früchte, ein Hauch von Holzwürze, Wald- und Wiesenaromen verschmelzen zu einem einheitlichen Kosmos. Rauchige Noten, Wildheit und harmonische Tannine runden das Profil ab. Eine spielerische, kräftige Säure verleiht Länge und erzeugt ein durstlöschendes Finale. Ein schlafender Riese, der bereits heute die Pracht und Größe eines großen Rotweins aus der Rioja Alavesa zeigt.

Dichte, Eleganz und Feinheit: feine dunkle und rote Früchte, ein Hauch Holzwürze, Wald- und Wiesenaromen, rauchige Noten und harmonische Tannine – eine spielerische Säure verleiht Länge und ein durstlöschendes Finale.

Ein schlafender Riese mit großem Reifepotenzial; jung gern dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava, Rioja Alavesa (Spanien); über 80 Jahre alte Reben; Ertrag nur ~200 g/Rebstock
Klassifikation: DOCa Rioja; 100 % Tempranillo (trocken)
Ausbau: Handlese, ein Jahr in gebrauchten Barriquefässern aus französischer Eiche; biologisch/biodynamisch, ES-ECO-026-VAS; 676 Flaschen

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Südafrika

Schneider Rooi Olifant Red Blend 2021

Wein · Rotwein · Stellenbosch · Südafrika

Schneider Rooi Olifant ist ein südafrikanischer Red Blend – ein gemeinsames Projekt von Markus Schneider und seinem Freund Danie Steytler von Kaapzicht. Im neuen Blend treffen Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc aufeinander, früher geerntet, kürzer im Fass gelagert und mit längerer Flaschenreife.


Bottelary Hills / Stellenbosch

Die Kaapzicht-Weinberge liegen auf den Bottelary Hills in Stellenbosch, mit direktem Blick über die gesamte Kapbucht. Die Trauben stammen von fünf differenziert geernteten Kleinparzellen, die ringsum von überdimensionalen Granit-Findlingen umgeben sind – auf der Farm „The Olifant Rocks" genannt und Namensgeber des Weins.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Händische Ernte reifer, gesunder Trauben, traditionelle Maischegärung im Rotwein-Fermenter, schonende Pressung unter geringem Druck, anschließend ohne Eingriffe von außen (keine Schönung). Die Lagerung erfolgt in mehrjährigen Holzfässern, gefolgt von einer längeren Flaschenreife. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Kräftiges Rubinrot. In der Nase dunkle Beere, Cassis und Pflaume, dazu feine Würze und ein Anklang Kräuter. Am Gaumen saftig und gut strukturiert, mit reifer Frucht, feinkörnigen Tanninen und frischer Spannung; langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kräftiger Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Bottelary Hills, Stellenbosch (Western Cape, Südafrika); Markus Schneider & Kaapzicht
Klassifikation: Stellenbosch – Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon & Cabernet Franc, trocken
Ausbau: traditionelle Maischegärung, schonende Pressung, ungeschönt; Lagerung in mehrjährigen Holzfässern, anschließend längere Flaschenreife

Mehr erfahren ...