Axarquía – ¿al-Andalus Grand Cru?

Axarquía – ¿al-Andalus Grand Cru?

Es ist nicht so ganz exakt geklärt, wer denn nun die ersten Rebstöcke in die wilden Felsen gesetzt hat. Die Phönizier waren es wohl nicht, denn die waren eher an Häfen und Siedlungen interessiert. Somit kommen eigentlich nur die Griechen und die Römer infrage. Für die Griechen spricht, dass es dort auch eine Rebsorte gibt, welche die Einheimischen Vijiriega nennen. Ein findiger Weinprediger hat mal gesagt, dass man nur das zweite „i“ streichen und das „j“ durch ein „g“ ersetzen müsse, um der Lösung nahezukommen: Vigriega. Gut, mit der gleichen Philosophie könnte man auch behaupten, dass Koma aus Roma stamme. Lassen wir das…

Die Axarquía ist ein großer Bogen, der östlich von Málaga beginnt und in Nerja, wenige Kilometer von der Provinzgrenze gen Granada wieder endet. Die Küste gehört dazu, auch wenn man dort vor lauter Bebauung keine Reben findet, das Hinterland ebenso. Dort findet man Rebstöcke ohne Ende, dafür kaum Bebauung.

Wie viele Gegenden in al-Andalus ist auch die Axarquía äußerst dünn besiedelt. Mit Vélez-Málaga gibt es einen etwas größeren Ort, alle anderen Dörfer haben sich dort angesiedelt, wo man bauen kann. Und das sind nicht viele Stellen. Denn das, was sich zwischen der Sierra de Málaga im Westen und den Sierras de Tejeda und Almijara im Osten befindet, ist steilstes Land. Und alles ist Schiefer, rotbrauner Schiefer, ölhaltig, kleinblättrig, nicht selten leicht verwittert.

Dort stehen Reben, in der Regel handelt es sich um Moscatel de Alejandría, Pedro Ximén(ez) folgt mit respektvollem Abstand, auf steilem Geläuf. Die Römer, vielleicht auch die Griechen, die Mauren, die Rückeroberer und die Andalusier aller Zeiten kultivierten Rebstöcke, weil sie an den Trauben interessiert waren und es auch heute noch sind. Rosinen ist das Zauberwort, kann man doch mit perfekt getrockneten Trauben wesentlich mehr Geld verdienen als mit dem Abliefern der Trauben in einer Genossenschaft oder einer Großkellerei. Die Herbstsonne trocknet schnell, man kann die Trauben einfach in großen Becken schrumpfen lassen, ein Netz darüber gespannt, um die Vögel abzuhalten.

Weingüter findet man, von der Großkellerei Ucopaxa aus Vélez einmal abgesehen, nur an den Rändern der Region, im Osten und im Westen. Um in den Osten zu gelangen, an die Füße der Sierra de Almijara und der Sierra de Tejeda, muss man von Vélez oder von Nerja aus gen Cómpeta den Berg hoch, von dort geht es dann am Rand des Gebirges weiter, Kurve nach Kurve; gut, dass Bären Auto fahren dürfen.

Hier begann vor langer Zeit ein gewisser Telmo R., seine Mountain Wines zu fabrizieren, fast zwanzig Jahre gibt es die nun schon. Eine eigene Bodega indes hat Telmo nicht, die Weine entstehen in einer Halle in Cómpeta, ein viertausend Einwohner umfassendes Dorf, von denen mehr als die Hälfte nicht aus Spanien stammt. Holländer dominieren. Es gibt auch ein Weingut mitsamt Restaurant, Bodegas Bentomiz, etwas weiter unten am Hang gelegen, das von einer Holländerin geleitet wird. Sie mag Merlot, der Bär eher nicht. Die wirklich richtig spannenden Weine findet man weiter nördlich am Hang, gefühlt siebenhundert und dreiundzwanzig Kurven von Cómpeta entfernt, nördlich von Sedella, in einer Bodega Namens Bodega Sedella, ein besseres Hobby von Lauren Rosillo. Über seine beiden Rotweine Sedella und Laderas de Sedella hat der Bär vor einigen Monaten schon einmal berichtet; man kann dies eine Arche Noah der Weinkultur nennen, weil dies wohl die einzige Parzelle in ganz al-Andalus ist, in der viele alte Rebsorten, sonst fast überaus herausgerissen, überlebt haben und in zwei Weinen den Weg zum Weinfreund finden. Inzwischen gibt es einen dritten Wein, so richtig spannend. Und weiß. Lauren hat den Weinbauern des Ortes ein paar Parzellen weißer Anlagen abgeschwatzt, Weinberge (yesss, die hängen an Hängen), in denen diverse alte weiße Sorten stehen: Doradilla, Mantúo blanca, Vijiriega, Romá blanca, Moscatel und noch einige mehr. Diese Weinberge nennen die Einheimischen Vidueños, sie wurden vor vielen Jahrzehnten bestockt, heute würde das wohl kaum jemand mehr machen. Die Erträge sind mickrig, wenn man an die Dinge mit Sachverstand herangeht, dann  können da große Weine entstehen, nicht süß, sondern eher dicht, kompakt, stoffig, ein wenig erinnern sie an die nördliche Rhône. Ein Teil des Weines wird in einem Zementei ausgebaut, der Rest in einem Barrique. Nicht viel mehr als dreizehnhundert Flaschen des Sedella Vidueño gibt es derzeit, wobei die Menge steigen kann, da es da schon noch ein paar Parzellen gibt und Lauren durchaus gut schwatzen kann…


Eine ganz andere Revolution findet derzeit im Westen der Region statt, in Moclinejo. Neuerdings wagen sich auch Jorge Ordóñez und, mit eigener Bodega, Victoria Ordóñez in die Gegend, sagen sie zumindest. Aber eigentlich sind beide eher in der granitgeprägten Sierra de Málaga, etwas weiter im Westen gelegen, zuhause. Aber die beiden leben ohnehin in ihren eigenen Welten. Zurück auf diese Erde!

Das einzige Dorf im Westen der Axarquía, in dem eine Bodega zu finden ist, nennt sich Moclinejo. Man findet es am Steilhang, ängstlich klammern sich die kleinen Häuser an den Boden, fürchtend, der starke Wind könne sie ins Meer tragen. Dort steht Dimobe, ein Getränke- und Sonstwasgroßhändler mit einer eigenen Bodega. Deren normale Weine sind bestenfalls normal, die Olorosos und Soleras und andere traditionellen Weine indes sind großartig, sie können durchaus mit denen aus Jerez oder Sanlúcar mithalten. 

Das ist aber nicht die wirkliche Neuigkeit. In dieser Bodega hat sich auch ein aus Ronda bekannter Winzer eingerichtet, Vicente Inat, dort als Önologe diverser Bodegas beschäftigt. Da Vicente für seine inzwischen vier Weine nur die steilsten aller steilen Lagen sucht, hat er sein Projekt Viñedos Verticales getauft. Neuerdings gibt es einen verticalen Rotwein aus Romé, eine der klassischen roten Sorten aus al-Andalus. So richtig geht die Post aber bei den Weißweinen ab. Schon der Einstiegswein La Raspa ist ein frischer, fruchtbetonter, aber nicht üppig daherkommender Wein. Zwar besteht La Raspa zu achtzig Prozent aus Moscatel de Alejandría, jedoch sorgen die übrigen zwanzig Prozent Doradilla dafür, dass der Weine komplex und auch etwas körperbetonter daherkommt. Kleiner Nachteil: irgendwo im Körper der Flasche muss eine zweite Öffnung versteckt sein, denn kaum öffnet man eine Flasche ist die Flüssigkeit auch schon wieder weg. Und auch wenn es davon immerhin vierzehntausend Flaschen gibt: durstige Chinesen, Amis, Nordeuropäer und Andalusier sorgen dafür, dass Vicente kein großes Lager braucht. 

Ein anderer Wein nennt sich Filitas y Lutitas, Phyllit und Lutit, Schiefer das eine, Tonstein das andere. Hier vereinen sich Moscatel de Alejandría und Pedro Ximén in eine Holzfuder, das Ergebnis ist ein stoffiger, körperbetonter Wein, der, vor kurzem ausprobiert, elegant neben einer Tüte bester Katoffelchips bestehen kann (Bonilla a la Vista aus A Coruña, zum Beispiel). Abgerundet wird das Programm durch einen klassischen Süßwein, nur aus Moscatel de Alejandría gewonnen. Dafür lässt der Bär dann auch einmal vom Honig ab. Aber nur kurz.

Rechnet man die Großkopferten Rodríguez und Ordóñez dazu, dann gibt es in der Axarquía heute fünf gute Weingüter. Da können in ein paar Jahren oder Jahrzehnten auch derer fünfundzwanzig stehen. Es bleibt spannend! Text: El oso alemán

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Spanien

Antonio Arraez Mala Vida tinto

Rotwein · D.O. Valencia · Ostspanien

Cuvée: Monastrell, Tempranillo, Syrah, Cabernet D.O.P. Valencia Subzone Clariano Reben über 30 Jahre 8 Monate Barrique

Der Antonio Arráez Mala Vida 2022 ist ein Rotwein der D.O. Valencia und das bekannteste Gewächs des valencianischen Familienbetriebs Antonio Arráez. Hinter dem augenzwinkernden Namen – dem „Wein fürs lockere Leben" – steckt eine ernsthafte Cuvée aus vier mediterranen Rebsorten: Cabernet Sauvignon, Syrah, Tempranillo und Monastrell. Sie reift acht Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche und zeigt rote Früchte über balsamischen Noten. Der zurückhaltende Holzeinsatz hält den Ostspanier frisch und lang.


Terres dels Alforins

Der Wein stammt aus den Terres dels Alforins rund um La Font de la Figuera im Landesinneren der Provinz Valencia – Teil der Subzone Clariano der D.O. Valencia in Ostspanien. Hier herrscht ein kontinental-mediterranes Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Die Reben sind über 30 Jahre alt und wurzeln in kalkhaltigen Lehmböden, die dem Wein Struktur und Frische geben. Der Wein trägt die Klassifikation D.O.P. Valencia.

Assemblage und Ausbau

Der Coupage des Jahrgangs 2022 setzt sich aus 30 % Monastrell, 30 % Tempranillo, 20 % Syrah und 20 % Cabernet Sauvignon zusammen. Die Trauben stammen von über 30 Jahre alten Anlagen. Anschließend reift der Wein acht Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche. Das Holz ist dosiert eingesetzt und stützt die Frucht, statt sie zu überlagern. Hinter dem Wein steht die seit 1950 tätige Familie Arráez.

Im Glas

Kirschrote Farbe mit violetten Reflexen. In der Nase rote Früchte, ergänzt um balsamische Noten sowie Gewürze und feine Röstaromen aus dem Fass. Am Gaumen runde, seidige Tannine, saftige Frucht und eine klare, frische Säure. Der Abgang ist frisch und lang.

Am Tisch

Bei 16–17 °C servieren. Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Rind, Tapas, Charcuterie, Pasta mit Fleischsauce und mittelkräftiger Käse. Ein Rotwein, der sich gut glasweise trinkt; der 2022 ist jetzt zugänglich und hält bei guter Lagerung noch einige Jahre, etwa bis 2027.



Lage: Terres dels Alforins, La Font de la Figuera
Klassifikation: D.O.P. Valencia (Subzone Clariano)
Ausbau: 8 Monate Barrique, amerikanische & französische Eiche

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Spanien

Izadi Crianza

Rotwein · Tempranillo · Rioja · Spanien

Izadi Crianza ist ein reinsortiger Tempranillo aus der Rioja Alavesa. Aus alten Reben, 14 Monate im Eichenfass gereift – butterweich und mit viel Schmelz, mit Noten von Sahne, Karamell und edlem Holz. Samtiger, lang anhaltender Abgang.


Rioja Alavesa

Bodegas Izadi liegt in Villabuena de Álava im Herzen der Rioja Alavesa. Die Trauben stammen aus dem „Triángulo" zwischen Villabuena, Samaniego und Ábalos – aus alten Reben (im Schnitt rund 45 Jahre) auf Ton-Kalk-Böden. „Izadi" heißt auf Baskisch „Natur".

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Nach der Gärung im Edelstahl reift der Wein 14 Monate im Eichenfass – überwiegend amerikanische, ergänzt um französische Eiche (rund 20 % neue Fässer). Der Crianza-Ausbau gibt ihm cremige Fülle und feine Holzwürze, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Glänzendes Rubinrot. In der Nase Sahne, Karamell und edle Holznoten, dazu rote Frucht, Lakritz und Gewürze. Am Gaumen butterweich und mit viel Schmelz, mit reifer Frucht, feinen Tanninen und gut eingebundenem Holz. Samtiger, lang anhaltender Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein vielseitiger, eleganter Begleiter zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: gegrilltes rotes Fleisch, Lamm, Schmorgerichte, Hülsenfrüchte und Manchego.


Lage: Villabuena de Álava, Rioja Alavesa (Spanien); D.O.Ca. Rioja
Klassifikation: Crianza – Tempranillo, Rotwein (trocken)
Ausbau: 14 Monate im Eichenfass (überwiegend amerikanische, dazu französische Eiche)

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Deutschland

Dietrich ABC ... Buchstabensalat

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich ABC … Buchstabensalat ist eine Cuvée aus 70 % Riesling und 30 % Sauvignon Blanc. Vollreife, selektierte Trauben aus klimatisch bevorzugten Lagen der Pfalz, schonend vinifiziert und sorgsam cuvéetiert, lassen den Wein in seinen ganzen Facetten erstrahlen.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für vollreife Trauben aus klimatisch bevorzugten Lagen – die Basis für diese ausdrucksstarke Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 70 % Riesling und 30 % Sauvignon Blanc. Der Riesling bringt klare Frucht und ein lebendiges Säurespiel, der Sauvignon Blanc krautig-fruchtige Würze und Aromatik. Schonend vinifiziert und sorgsam cuvéetiert.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase klare Frucht nach Pfirsich und Zitrus, dazu krautig-würzige Anklänge und ein Hauch Stachelbeere vom Sauvignon Blanc. Am Gaumen saftig und fruchtbetont, mit feinem Säurespiel und animierendem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Salaten, Spargel, Geflügel und leichten Sommergerichten.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus 70 % Riesling & 30 % Sauvignon Blanc
Ausbau: schonende Vinifikation, fruchtbetont

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Feinkost

Agrigenus Pomodoro San Marzano geschälte ganze Tomaten

Feinkost · Tomaten · Kampanien

Die Agrigenus Pomodoro San Marzano sind geschälte ganze Tomaten der Sorte San Marzano aus Kampanien. Die San-Marzano-Tomate wächst auf dem fruchtbaren Vulkanboden rund um den Vesuv und gilt als besonders delikate, aromatische Sorte. Sie behält ihren Geschmack auch nach dem Einkochen und eignet sich für Sugo, Pizza und Schmorgerichte. Fruchtig, mild in der Säure und vielseitig.


Herkunft

Die San-Marzano-Tomate stammt aus dem Agro Sarnese-Nocerino, einer fruchtbaren Ebene zwischen Vesuv und Sarno in Kampanien. Der vulkanische Boden und das milde Klima prägen die längliche, dünnhäutige Frucht mit ihrer typischen Süße und feinen Säure. Die Sorte ist empfindlich und wird mit großer Sorgfalt angebaut und geerntet.

Anbau und Verarbeitung

Die Tomaten werden ähnlich wie Reben kultiviert und nur vollreif geerntet – von Anfang August bis Ende September in mehreren Durchgängen, drei- bis viermal oder öfter. Verarbeitet werden ausschließlich reife Früchte; sie werden geschält und ganz konserviert, um Aroma und Struktur zu erhalten.

Geschmack

Fruchtige, vollmundige San-Marzano-Tomaten mit feiner Süße und milder Säure. Das Fruchtfleisch ist dicht, die Haut wird vor dem Einlegen entfernt. Der Geschmack bleibt auch nach dem Einkochen lang und intensiv.

Am Tisch

In der Küche rund 10 Minuten köcheln lassen, dann mit Salz und einem Schuss nativem Olivenöl extra abschmecken. Klassisch für Sugo, Pizza Napoletana, Schmorgerichte und Suppen. Kühl und trocken lagern, nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und rasch verbrauchen.


Hersteller Agrigenus, Kampanien (Italien)
Produkt Geschälte ganze Tomaten (Pomodori pelati)
Sorte San Marzano
Herkunft Agro Sarnese-Nocerino, Kampanien
Verarbeitung geschält, ganz konserviert
Mindesthaltbarkeit (MHD) 31.12.2027

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Weine

Claus Preisinger Bonsai 2022 BIO

Rotwein · Blaufränkisch · Burgenland · Naturwein · Bio

Claus Preisinger Bonsai ist ein leichter Bio-Blaufränkisch aus dem Burgenland, der nur kurz auf der Maische lag. Eher zart und fruchtig, erinnert er an einen Pinot Noir. Der Wein wird ohne gesetzliche Ursprungsbezeichnung gefüllt. Im Glas hell, fruchtig und würzig-kräutrig.


Burgenland

Claus Preisinger hat seinen Sitz in Gols im Burgenland (Österreich). Die Reben profitieren vom pannonischen Klima und den vielfältigen Böden der Region. Claus Preisinger arbeitet naturnah; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AT-BIO-402).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Blaufränkisch und lag nur kurz auf der Maische, was ihm seinen zarten, fruchtigen, fast burgundischen Charakter gibt. Abgefüllt ohne gesetzliche Ursprungsbezeichnung, naturnah erzeugt.

Im Glas

Helles Rot. In der Nase zart und fruchtig, mit Anklängen an Pinot Noir. Am Gaumen strukturierter als die Nase vermuten lässt: vollfruchtig, würzig-kräutrig und mit dezenten Tanninen. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Bei rund 14–16 °C, leicht gekühlt servieren. Ein vielseitiger, geselliger Rotwein.

Klassische Begleitung: Charcuterie, Geflügel, leichte Fleischgerichte und Gemüse.


Lage: Burgenland (Österreich)
Klassifikation: Wein ohne geschützte Ursprungsbezeichnung (Österreich) – Rotwein
Ausbau: Blaufränkisch, kurze Maischestandzeit, naturnah

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Spanien

Radio Boka Monastrell rosado

Roséwein · Monastrell · Castilla · Spanien

Radio Boka Monastrell Rosado ist ein vollmundiger, halbtrockener Roséwein von Hammeken Cellars aus Spanien. Reinsortig aus der Monastrell-Traube gekeltert, zeigt er sich lachsrosa, fruchtbetont und frisch.


Castilla

Radio Boka ist die unkomplizierte Linie von Hammeken Cellars, dessen Heimat an der sonnigen Mittelmeerküste bei Valencia liegt. Der Rosado trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla; die Monastrell stammt von alten Reben.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortige Monastrell. Die früh gelesenen Trauben werden abgebeert, leicht angequetscht und rund 16 Stunden auf der Maische mazeriert. Vergoren wird temperaturkontrolliert im Edelstahl; der Wein bleibt halbtrocken.

Im Glas

Lachsrosa. In der Nase und am Gaumen ein bunter Früchtekorb aus reifen Erdbeeren und Himbeeren, dazu ein Hauch Lavendel. Frisch und saftig, mit einem mineralischen Spannungsbogen und intensivem, fruchtigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder leichter Speisenbegleiter. Die feine Restsüße macht ihn auch zu würzigen Gerichten zugänglich.

Klassische Begleitung: Tapas, Salate, asiatische Küche und leicht Scharfes.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Roséwein (halbtrocken)
Ausbau: Edelstahl, kurze Maischestandzeit

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Weine

Metzger Saumagen Riesling 2020 Magnum

Weißwein · Riesling · trocken · Magnum · Pfalz

Metzger Saumagen Riesling Magnum ist ein Lagen-Riesling vom Weingut Metzger aus dem Kallstadter Saumagen in der Pfalz – hier in der 1,5-Liter-Magnum. Die Trauben stammen aus dem ursprünglichen Teil der Lage, wurden selektiv von Hand gelesen und im Halbstückfass vergoren. Kalkige Mineralität, feine Würze und harmonische Säure prägen den Wein. Ein präziser Riesling mit Lagencharakter.


Kallstadter Saumagen

Der Kallstadter Saumagen zählt zu den großen Riesling-Lagen der Pfalz. Die Trauben stammen aus dem ursprünglichen Teil der Lage, deren kalkreiche Böden seit jeher für mineralische, würzige Weine mit harmonischer Säure stehen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling, selektiv von Hand gelesen und mit der Korbpresse abgepresst. Die Gärung erfolgt im Halbstückfass, um das Terroir der Lage präzise einzufangen. Die Magnum lässt den Wein besonders langsam reifen.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase Zitrus, gelber Apfel und feine kräutrige Würze über kalkiger Mineralität. Am Gaumen straff und mineralisch, mit harmonischer Säure, Würze und langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren. Mit Luft gewinnt der Wein an Tiefe; die Magnum eignet sich zum Reifen im Keller.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Spargel, Geflügel und feine Käse.


Lage: Kallstadter Saumagen, Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Riesling, trocken (Lagenwein)
Ausbau: Handlese, Korbpresse, Gärung im Halbstückfass; 1,5-l-Magnum

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Länder/Regionen

Zenato Lugana San Benedetto

Wein · Weißwein · Lugana · Italien

Zenato Lugana San Benedetto ist ein Klassiker der Familie Zenato vom Gardasee. Aus der Rebsorte Trebbiano di Lugana besticht er durch seine klare, feinwürzige Art, feine Frucht und einen feinen Nachhall – ein vielseitiger Allrounder zu leichten Sommergerichten und Fischvariationen.


Lugana / Gardasee

Seit fast 50 Jahren schreibt die Familie Zenato rund um den Gardasee eine Erfolgsgeschichte nach der anderen. Die Trauben für den San Benedetto wachsen in der Lugana DOC am südlichen Seeufer auf lehmig-kalkhaltigen Böden. Zenatos Lugana-Weine zählen zu den besten ihrer Art und haben sich einen festen Platz in der gehobenen Gastronomie erarbeitet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Trebbiano di Lugana (lokal Turbiana). Die Gärung erfolgt im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur, gefolgt von einer Reife auf der Feinhefe, die dem Wein Schmelz und Tiefe verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Frucht von Zitrus, weißem Pfirsich und Apfel, untermalt von feinwürzigen, mandeligen Noten. Am Gaumen klar und saftig, mit feiner Säure und einem feinen, anhaltenden Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein vielseitiger Allrounder für viele Gelegenheiten.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, leichten Sommergerichten, Pasta und als Aperitif.


Lage: Lugana DOC, San Benedetto di Lugana, Gardasee (Italien); Azienda Zenato
Klassifikation: Lugana DOC – 100 % Trebbiano di Lugana (Turbiana), trocken
Ausbau: Edelstahltank, Reife auf der Feinhefe

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