Axarquía – ¿al-Andalus Grand Cru?

Axarquía – ¿al-Andalus Grand Cru?

Es ist nicht so ganz exakt geklärt, wer denn nun die ersten Rebstöcke in die wilden Felsen gesetzt hat. Die Phönizier waren es wohl nicht, denn die waren eher an Häfen und Siedlungen interessiert. Somit kommen eigentlich nur die Griechen und die Römer infrage. Für die Griechen spricht, dass es dort auch eine Rebsorte gibt, welche die Einheimischen Vijiriega nennen. Ein findiger Weinprediger hat mal gesagt, dass man nur das zweite „i“ streichen und das „j“ durch ein „g“ ersetzen müsse, um der Lösung nahezukommen: Vigriega. Gut, mit der gleichen Philosophie könnte man auch behaupten, dass Koma aus Roma stamme. Lassen wir das…

Die Axarquía ist ein großer Bogen, der östlich von Málaga beginnt und in Nerja, wenige Kilometer von der Provinzgrenze gen Granada wieder endet. Die Küste gehört dazu, auch wenn man dort vor lauter Bebauung keine Reben findet, das Hinterland ebenso. Dort findet man Rebstöcke ohne Ende, dafür kaum Bebauung.

Wie viele Gegenden in al-Andalus ist auch die Axarquía äußerst dünn besiedelt. Mit Vélez-Málaga gibt es einen etwas größeren Ort, alle anderen Dörfer haben sich dort angesiedelt, wo man bauen kann. Und das sind nicht viele Stellen. Denn das, was sich zwischen der Sierra de Málaga im Westen und den Sierras de Tejeda und Almijara im Osten befindet, ist steilstes Land. Und alles ist Schiefer, rotbrauner Schiefer, ölhaltig, kleinblättrig, nicht selten leicht verwittert.

Dort stehen Reben, in der Regel handelt es sich um Moscatel de Alejandría, Pedro Ximén(ez) folgt mit respektvollem Abstand, auf steilem Geläuf. Die Römer, vielleicht auch die Griechen, die Mauren, die Rückeroberer und die Andalusier aller Zeiten kultivierten Rebstöcke, weil sie an den Trauben interessiert waren und es auch heute noch sind. Rosinen ist das Zauberwort, kann man doch mit perfekt getrockneten Trauben wesentlich mehr Geld verdienen als mit dem Abliefern der Trauben in einer Genossenschaft oder einer Großkellerei. Die Herbstsonne trocknet schnell, man kann die Trauben einfach in großen Becken schrumpfen lassen, ein Netz darüber gespannt, um die Vögel abzuhalten.

Weingüter findet man, von der Großkellerei Ucopaxa aus Vélez einmal abgesehen, nur an den Rändern der Region, im Osten und im Westen. Um in den Osten zu gelangen, an die Füße der Sierra de Almijara und der Sierra de Tejeda, muss man von Vélez oder von Nerja aus gen Cómpeta den Berg hoch, von dort geht es dann am Rand des Gebirges weiter, Kurve nach Kurve; gut, dass Bären Auto fahren dürfen.

Hier begann vor langer Zeit ein gewisser Telmo R., seine Mountain Wines zu fabrizieren, fast zwanzig Jahre gibt es die nun schon. Eine eigene Bodega indes hat Telmo nicht, die Weine entstehen in einer Halle in Cómpeta, ein viertausend Einwohner umfassendes Dorf, von denen mehr als die Hälfte nicht aus Spanien stammt. Holländer dominieren. Es gibt auch ein Weingut mitsamt Restaurant, Bodegas Bentomiz, etwas weiter unten am Hang gelegen, das von einer Holländerin geleitet wird. Sie mag Merlot, der Bär eher nicht. Die wirklich richtig spannenden Weine findet man weiter nördlich am Hang, gefühlt siebenhundert und dreiundzwanzig Kurven von Cómpeta entfernt, nördlich von Sedella, in einer Bodega Namens Bodega Sedella, ein besseres Hobby von Lauren Rosillo. Über seine beiden Rotweine Sedella und Laderas de Sedella hat der Bär vor einigen Monaten schon einmal berichtet; man kann dies eine Arche Noah der Weinkultur nennen, weil dies wohl die einzige Parzelle in ganz al-Andalus ist, in der viele alte Rebsorten, sonst fast überaus herausgerissen, überlebt haben und in zwei Weinen den Weg zum Weinfreund finden. Inzwischen gibt es einen dritten Wein, so richtig spannend. Und weiß. Lauren hat den Weinbauern des Ortes ein paar Parzellen weißer Anlagen abgeschwatzt, Weinberge (yesss, die hängen an Hängen), in denen diverse alte weiße Sorten stehen: Doradilla, Mantúo blanca, Vijiriega, Romá blanca, Moscatel und noch einige mehr. Diese Weinberge nennen die Einheimischen Vidueños, sie wurden vor vielen Jahrzehnten bestockt, heute würde das wohl kaum jemand mehr machen. Die Erträge sind mickrig, wenn man an die Dinge mit Sachverstand herangeht, dann  können da große Weine entstehen, nicht süß, sondern eher dicht, kompakt, stoffig, ein wenig erinnern sie an die nördliche Rhône. Ein Teil des Weines wird in einem Zementei ausgebaut, der Rest in einem Barrique. Nicht viel mehr als dreizehnhundert Flaschen des Sedella Vidueño gibt es derzeit, wobei die Menge steigen kann, da es da schon noch ein paar Parzellen gibt und Lauren durchaus gut schwatzen kann…


Eine ganz andere Revolution findet derzeit im Westen der Region statt, in Moclinejo. Neuerdings wagen sich auch Jorge Ordóñez und, mit eigener Bodega, Victoria Ordóñez in die Gegend, sagen sie zumindest. Aber eigentlich sind beide eher in der granitgeprägten Sierra de Málaga, etwas weiter im Westen gelegen, zuhause. Aber die beiden leben ohnehin in ihren eigenen Welten. Zurück auf diese Erde!

Das einzige Dorf im Westen der Axarquía, in dem eine Bodega zu finden ist, nennt sich Moclinejo. Man findet es am Steilhang, ängstlich klammern sich die kleinen Häuser an den Boden, fürchtend, der starke Wind könne sie ins Meer tragen. Dort steht Dimobe, ein Getränke- und Sonstwasgroßhändler mit einer eigenen Bodega. Deren normale Weine sind bestenfalls normal, die Olorosos und Soleras und andere traditionellen Weine indes sind großartig, sie können durchaus mit denen aus Jerez oder Sanlúcar mithalten. 

Das ist aber nicht die wirkliche Neuigkeit. In dieser Bodega hat sich auch ein aus Ronda bekannter Winzer eingerichtet, Vicente Inat, dort als Önologe diverser Bodegas beschäftigt. Da Vicente für seine inzwischen vier Weine nur die steilsten aller steilen Lagen sucht, hat er sein Projekt Viñedos Verticales getauft. Neuerdings gibt es einen verticalen Rotwein aus Romé, eine der klassischen roten Sorten aus al-Andalus. So richtig geht die Post aber bei den Weißweinen ab. Schon der Einstiegswein La Raspa ist ein frischer, fruchtbetonter, aber nicht üppig daherkommender Wein. Zwar besteht La Raspa zu achtzig Prozent aus Moscatel de Alejandría, jedoch sorgen die übrigen zwanzig Prozent Doradilla dafür, dass der Weine komplex und auch etwas körperbetonter daherkommt. Kleiner Nachteil: irgendwo im Körper der Flasche muss eine zweite Öffnung versteckt sein, denn kaum öffnet man eine Flasche ist die Flüssigkeit auch schon wieder weg. Und auch wenn es davon immerhin vierzehntausend Flaschen gibt: durstige Chinesen, Amis, Nordeuropäer und Andalusier sorgen dafür, dass Vicente kein großes Lager braucht. 

Ein anderer Wein nennt sich Filitas y Lutitas, Phyllit und Lutit, Schiefer das eine, Tonstein das andere. Hier vereinen sich Moscatel de Alejandría und Pedro Ximén in eine Holzfuder, das Ergebnis ist ein stoffiger, körperbetonter Wein, der, vor kurzem ausprobiert, elegant neben einer Tüte bester Katoffelchips bestehen kann (Bonilla a la Vista aus A Coruña, zum Beispiel). Abgerundet wird das Programm durch einen klassischen Süßwein, nur aus Moscatel de Alejandría gewonnen. Dafür lässt der Bär dann auch einmal vom Honig ab. Aber nur kurz.

Rechnet man die Großkopferten Rodríguez und Ordóñez dazu, dann gibt es in der Axarquía heute fünf gute Weingüter. Da können in ein paar Jahren oder Jahrzehnten auch derer fünfundzwanzig stehen. Es bleibt spannend! Text: El oso alemán

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Frankreich

Florent Garaudet Monthelie Sous le Cellier blanc 2023

Weißwein · Monthelie · Chardonnay

Chardonnay Monthelie AOC Côte de Beaune 2023 kalkhaltiger Untergrund

Der Monthelie Sous le Cellier Blanc 2023 von Florent Garaudet ist eine echte Rarität: ein wilder, würziger Chardonnay aus einer winzigen Steillage oberhalb des Dorfes – getragen von fabelhafter Frische und salzig-mineralischer Tiefe.


Monthelie – Weiß als Rarität

Das Weindorf Monthelie liegt etwas oberhalb an einem Berghang, gegenüber der bekannteren Weingemeinde Meursault. In der geschützten Herkunftsbezeichnung Monthelie werden rund 90 % Rotweine und lediglich 10 % Weißweine erzeugt. Damit ist Florent Garaudets Weißwein Sous le Cellier fast schon eine Rarität.

Die Parzelle umfasst kaum 0,30 Hektar steiler Rebfläche, bestockt mit fast vierzig Jahre alten Chardonnay-Reben. Sie liegt perfekt nach Süden ausgerichtet und fußt auf sehr kalkhaltigem Untergrund mit einer weichen, lehmigen Krume. Eine wenig bekannte Lage, die sich hinter den großen Namen der Region keineswegs verstecken muss.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für klaren Fruchtkern bei tragender Frische – beides spiegelt sich in der pikanten, mineralischen Art dieses Sous le Cellier wider.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Der Ausbau erfolgte zwölf Monate lang in französischen Barriques, davon 50 % neues Holz, gefolgt von weiteren sechs Monaten Ruhezeit im Edelstahltank bis zur finalen Flaschenfüllung.

Im Glas

Im Duft und Geschmack zeigt sich der Wein wilder und würziger als viele andere Chardonnays, getragen von fabelhafter Frische, mit langem, sehnigem und zugleich vollmundigem Finish. Zitrusfrüchte, eine dezente Reduktionsnote, wilde Bergkräuter, viel nasser Stein, Sandelholz und Limette prägen sein Profil.

Wild, würzig und salzig-mineralisch – ein Chardonnay mit kühler Eleganz und sehnigem, langem Finale.

Schon jetzt zugänglich, mit Reifepotenzial über die kommenden Jahre. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel in heller Sauce, gebratener Fisch, Kalbsbäckchen oder mild gereifter Hartkäse. Auch solo ein animierender, mineralischer Aperitif.


Lage: Monthelie „Sous le Cellier" (Côte de Beaune); kalkhaltiger Untergrund, lehmige Krume
Klassifikation: Monthelie AOC (Village)
Ausbau: Chardonnay; 12 Monate französische Barriques (50 % neu), 6 Monate Edelstahl · Nachhaltige Bewirtschaftung

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Weine

Château Fouquet Saumur rouge 2018 BIO

Rotwein · Cabernet Franc · Bio · Loire

Domaine Filliatreau Château Fouquet Saumur rouge BIO ist ein eleganter Rotwein aus biologischem Anbau aus der Appellation Saumur an der Loire. Die Reben gedeihen in Brézé auf schönen Terroir-Lagen. Das Ergebnis ist ein frischer, seidiger Cabernet Franc mit feinen Gerbstoffen und viel Frucht. Gegrillte grüne Paprika, Cassis, Veilchen und süßliche Himbeere prägen das Bild.


Saumur – Brézé

Die Reben für diesen Saumur stehen in Brézé, einer für ihr Terroir geschätzten Lage an der Loire. Die kalkhaltigen Böden (Tuffeau) verleihen dem Cabernet Franc Frische, Eleganz und Finesse. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (bio-zertifiziert, Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Cabernet Franc. Der Ausbau bewahrt die seidige Textur, die feinen Gerbstoffe und die fruchtbetonte Aromatik. Mit Luftkontakt glätten sich die reifen Tannine.

Im Glas

Helles Rubinrot. In der Nase gegrillte grüne Paprika, etwas Cassis, Veilchenpastillen und süßliche Himbeeren. Am Gaumen frisch, elegant und seidig, mit feinen Gerbstoffen und viel Frucht. Die reifen Tannine stützen einen eleganten Nachhall.

Am Tisch

Bei 15–17 °C servieren; mit etwas Luft gewinnt der Wein an Geschmeidigkeit.

Klassische Begleitung: Geflügel, Kalb, Schmorgerichte, Pilze und mittelkräftiger Käse.


Lage: Saumur – Brézé, Loire (Frankreich)
Klassifikation: AOC Saumur rouge
Ausbau: reinsortig Cabernet Franc

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Weine

Brovia Barolo 2018

Rotwein · Barolo · Nebbiolo · Piemont

Brovia Barolo ist ein klassischer, körperreicher Barolo aus 100 % Nebbiolo aus dem Piemont. Das Weingut Brovia in Castiglione Falletto produziert seit 1863 traditionelle Langhe-Weine, heute geführt von Cristina und Elena Brovia. Dieser Barolo vereint Trauben aus den Lagen des Hauses rund um Castiglione Falletto. Im Glas ein ausdrucksstarker, pur vinifizierter Nebbiolo mit vielschichtiger Frucht und rustikalen Tanninen.


Castiglione Falletto

Castiglione Falletto liegt im Herzen des Barolo-Gebiets, am Schnittpunkt der kalkhaltigen Böden im Osten und der sandigeren Böden im Westen. Das Weingut Brovia bewirtschaftet hier Lagen wie Rocche, Villero und Garblèt Sué sowie Brea in Serralunga d'Alba. Die Reben werden naturnah und von Hand gepflegt.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Nebbiolo. Die Gärung erfolgt im Beton- bzw. Edelstahltank mit langer Maischestandzeit, anschließend reift der Wein über rund zwei Jahre in großen Holzfässern (botti) aus slawonischer und französischer Eiche. Er wird klassisch, ungeschönt und unfiltriert ausgebaut.

Im Glas

Granatrot. In der Nase vielschichtige Frucht von Kirsche, Cassis, Pflaume und Veilchen, dazu Lakritz, Tabak, Pilz und Leder. Am Gaumen körperreich und klassisch, mit rustikalen, tragenden Tanninen. Der Abgang ist lang und ausdrucksstark.

Am Tisch

Schon zugänglich, gewinnt aber durch rechtzeitiges Dekantieren und reift über viele weitere Jahre. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: geschmortes Rind, Wild, Trüffelgerichte und gereifter Hartkäse.


Lage: Castiglione Falletto (Barolo), Piemont
Klassifikation: Barolo DOCG
Ausbau: Beton-/Edelstahlgärung, ca. 2 Jahre große Holzfässer (botti)

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Rebsorten

Le Moine Chambolle Musigny Les Sentiers 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Sentiers Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Chambolle-Musigny Les Sentiers 1er Cru 2021 stammt aus dem nördlichsten Premier Cru von Chambolle, direkt unter dem Grand Cru Bonnes-Mares – ein Pinot Noir, der die Finesse Chambolles mit der Kraft von Morey verbindet. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Les Sentiers – Chambolles kraftvoller Norden

Chambolle-Musigny gilt als Inbegriff von Eleganz und Finesse unter den Rotweinen der Côte de Nuits. Les Sentiers („die Pfade") ist der nördlichste Premier Cru der Appellation: Der 4,9 Hektar große Weinberg liegt nordöstlich des Dorfes, nahe Morey-Saint-Denis, direkt unterhalb des Grand Cru Bonnes-Mares und grenzt nördlich an die Reben von Morey (Les Ruchots).

Stilistisch ist das Terroir hier eher mit Morey-Saint-Denis verwandt: Während Chambolle für leichte, steinige Böden bekannt ist, hat Les Sentiers einen höheren Tonanteil, gemischt mit Kalkstein und von brauner Färbung. Der Ton speichert Wasser etwas effektiver und erschließt mehr Mineralstoffe – das ergibt einen dichteren, kraftvolleren Stil, der die Finesse Chambolles mit Struktur und Tiefe verbindet.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer kräftigeren, tonreicheren Lage wie Les Sentiers ergibt das einen Pinot Noir, der Struktur und Tiefe mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin verbindet – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Chambolle-Musigny Les Sentiers 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom tonreicheren, kalkgemischten Boden im Norden Chambolles lebt dieser Sentiers: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen verbindet er Chambolle-Finesse mit morey-naher Kraft: strukturiert und vielschichtig, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Dunkle und rote Frucht, florale und würzige Tiefe – Finesse und Kraft zugleich, mit feinem Tannin und langer Mineralität.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Chambolle-Musigny Les Sentiers 1er Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); nördlichster 1er der Appellation, ~4,9 ha unterhalb Bonnes-Mares, an Morey grenzend; höherer Tonanteil mit Kalkstein
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Weingut Andres Old Skool Riesling BIO

Weißwein · Pfalz · Riesling

Riesling Old Skool (Gutsriesling) Mittelhaardt · Pfalz Weingut Andres Buntsandsteinverwitterung · Löss natürliche Hefen · Edelstahl Hefelager BIO · 2024

Der Weingut Andres Old Skool Riesling 2024 erinnert an die Weine von früher: ein klassischer Vertreter der Pfalz aus verschiedenen Lagen entlang der Mittelhaardt, der mit frischer Säure und feiner Fruchtigkeit begeistert – authentisch, klar und unkompliziert.


Old Skool – Riesling aus der Mittelhaardt

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Old Skool Riesling ist ihr Gutsriesling – ein Riesling aus den unterschiedlichen Lagen des Guts entlang der Mittelhaardt.

Die Trauben stammen von Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss. Diese Kombination gibt dem Wein saftige Frucht und eine feine mineralische Prägung – ein bodenständiger, herkunftstypischer Pfälzer, wie man ihn kennt und liebt.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Die Lagen der Mittelhaardt und der bewusst schnörkellose, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und klare Frucht – Saftigkeit und Balance im Vordergrund.

Ausbau

Gutsriesling aus verschiedenen Lagen der Mittelhaardt, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Buntsandsteinverwitterung und Löss, Ertrag 65 hl/ha.

Der Wein wird mit natürlichen Hefen vergoren und zum größten Teil im Edelstahl ausgebaut, mit anschließendem Hefelager, wie es im Weingut üblich ist. So bleiben Frische, saftige Frucht und die klare, unkomplizierte Art erhalten. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein klassischer Pfälzer Riesling: im Duft reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel und ein Hauch Pfirsich. Am Gaumen klar und unkompliziert, mit einer schönen Balance zwischen Frische und Mineralität. Die saftige Frucht und die frische Säure machen ihn zu einem authentischen, animierenden Alltagsriesling – wie man ihn kennt und liebt.

Reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel und ein Hauch Pfirsich – klar und unkompliziert, mit schöner Balance aus Frische und Mineralität und saftiger Frucht.

Ein idealer Begleiter für leichte Gerichte oder einfach zum Genießen. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu leichten Vorspeisen und Salaten, zu Fisch und hellem Fleisch sowie zu würziger asiatischer Küche und mildem Käse.


Lage: verschiedene Lagen der Mittelhaardt, Pfalz; Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss
Klassifikation: Gutsriesling, Pfalz; 100 % Riesling; 65 hl/ha
Ausbau: Vergärung mit natürlichen Hefen, größtenteils im Edelstahl mit anschließendem Hefelager; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Weine

Francois Montand Sekt Blanc de Blancs brut Magnum

Schaumwein · Jura, Frankreich · Chardonnay & Chasselas

Magnum 1,5 Liter Jura, Ostfrankreich Blanc de Blancs Traditionelle Flaschengärung 9 Monate Hefelager Brut

Francois Montand Blanc de Blancs brut Magnum ist ein in der Flasche vergorener Sekt aus dem Jura im 1,5-Liter-Format, erzeugt von Maison du Vigneron auf den Kalk- und Mergelböden zwischen Lons-le-Saunier und dem ersten Juraplateau. Die Cuvée aus 90 % Chardonnay und 10 % Chasselas setzt auf Zug und Klarheit statt auf Fülle. Unsere Hausmarke – in der Flaschengröße, die den Abend trägt.


Jura – Kalk, Mergel und kühle Nächte

Das Jura liegt zwischen Burgund und dem Schweizer Grenzgebiet, die Rebflächen auf 250 bis 400 Metern, west- bis südwestexponiert. Kalk und grauer Mergel prägen die Böden, kühle Nächte halten die Säure hoch – die Grundvoraussetzung für Schaumwein mit Rückgrat.

Chasselas ist hier kein Lückenfüller, sondern historischer Bestand: Die Rebe hat im Jura und im benachbarten Bugey lange Tradition und liefert die runde Mitte, die den straffen Chardonnay auffängt.

Assemblage, Ausbau und das Magnum-Format

Die Cuvée besteht aus 90 % Chardonnay und 10 % Chasselas. Maison du Vigneron verwendet nur die erste, feine Pressfraktion; die Grundweine gären kühl im Edelstahl, ohne Holz und ohne biologischen Säureabbau. Die zweite Gärung erfolgt in der traditionellen Flaschengärung, gefolgt von mindestens neun Monaten auf der Feinhefe. Die Dosage bleibt im Bereich Brut.

Die Magnum mit 1,5 Litern ist kein reines Schaustück: Das Verhältnis von Weinvolumen zu Sauerstoffeintrag über den Korken ist günstiger als in der 0,75er, der Sekt bleibt länger frisch und die Perlage feiner. Vor dem Öffnen mindestens vier Stunden kühlen – die größere Flasche braucht deutlich mehr Zeit im Eiswasser.

Im Glas

Blasses Strohgelb mit grünlichem Rand, feine und ausdauernde Perlage. In der Nase weiße Blüten, Zitrusschale und reifer Apfel, dahinter ein Hauch frisches Hefegebäck. Am Gaumen straff und saftig zugleich: gelber Apfel, Weintraube, Zitrone, getragen von klarer Säure. Der Abgang bleibt trocken, mittellang, mit salzigem Nachhall.

Neun Monate Hefelager, 90 % Chardonnay, 1,5 Liter – dieser Sekt argumentiert mit Struktur und reicht für zwölf Gläser.

Bei 6 bis 8 °C servieren, im Weißweinglas statt in der Flöte. Aus der Magnum entwickelt sich der Wein über den Abend hinweg langsamer; angebrochen und mit gutem Verschluss hält er im Kühlschrank zwei Tage.

Am Tisch

Als Aperitif für größere Runden, zu Austern, Ceviche und Sushi, zu gebratenem Zander mit heller Sauce, zu Ziegenfrischkäse und jungem Comté. Auch zu Tempura und frittiertem Gemüse, wo die Kohlensäure das Fett aufbricht. Zwölf Gläser aus einer Flasche – die Magnum ist die Rechengröße für Empfänge, Hochzeiten und Menüs mit Aperitif-Start.


Flaschengröße 1,5 Liter (Magnum)
Herkunft Jura, Frankreich
Klassifikation Vin Mousseux · Qualitätsschaumwein
Ausbau Traditionelle Flaschengärung, mind. 9 Monate Hefelager
Geschmacksrichtung Brut
Trinktemperatur 6–8 °C

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Weine

Coste Petrai Prosecco Frizzante Colli Trevigiani

Ein ganz leichter und ehrlicher Perlwein für alle Tage. Feine Perlage, gute Frucht. Unser Hausprosecco!

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Deutschland

Metzger Rivaner trocken Liter -C-

Weißwein · Rivaner · trocken · Pfalz

Metzger Rivaner trocken Liter -C- ist ein fruchtbetonter Weißwein vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Er zeigt Noten von kleinen, saftigen Birnen und etwas Waldmeister. Am Gaumen trocken, im Nachhall bleiben würzige Apfelnoten. Ein unkomplizierter Literwein für jeden Tag.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Der Rivaner – auch Müller-Thurgau – gedeiht hier zu einem fruchtbetonten, unkomplizierten Weißwein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Rivaner (Müller-Thurgau). Der Ausbau bewahrt die fruchtbetonte Frische und den trockenen Charakter.

Im Glas

Helles, transparentes Gelb. Sehr fruchtbetont, mit Noten von kleinen, saftigen Birnen und etwas Waldmeister. Am Gaumen trocken, im Nachhall würzige Apfelnoten.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Klassische Begleitung: kräftige Gemüsesuppe oder frisches Bauernbrot mit Zwiebelschmalz und Radieschen.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein, trocken
Ausbau: reinsortig Rivaner (Müller-Thurgau)

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