Valentin Zusslin Riesling 2016 – besonderer Typ

Valentin Zusslin Riesling 2016 – Elsaß – Frankreich

Dieser von dem Weingut Valentin Zusslin nach der biodynamischen Lehre produzierte Riesling aus dem Elsass beschwingt und überzeugt mit seiner frischen und cremigen Art.

Noten diverser Steinobstfrüchte, ein bisschen Zitrus, ein gutes Spiel am Gaumen und eine tolle Mineralität mit herzhaftem Abgang verleihen diesem eleganten Vertreter dieser wandelbaren Rebsorte höchsten Respekt ab. Mit Luftkontakt wird der Wein dann noch knackiger und facettenreicher, um letztendlich in einem sauberen und klaren Nachhall zu münden. Ein in dieser Preisklasse und seiner ganzen Art besonderer Wein Typus, den man so nicht jeden Tag ins Glas bekommt.

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Weine

Emmanuel Giboulot Rully 1er Cru La Pucelle 2023 BIO

Weißwein · Rully Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Rully · 1er Cru La Pucelle Côte Chalonnaise 2023 · Bio (FR-BIO-01) 18 Monate Feinhefe · gebrauchtes Holz

Der Rully 1er Cru La Pucelle 2023 von Emmanuel Giboulot ist ein biodynamischer Chardonnay aus der Côte Chalonnaise. Ungestüm und zugleich elegant, mit weißen Blüten, reifem Apfel, Zitrus und feinster Mineralität – getragen von cremiger Hefetextur und einem langen, salzigen Nachhall.


La Pucelle – Premier Cru in Rully

La Pucelle ist eine Premier-Cru-Lage von Rully in der Côte Chalonnaise. Die Parzelle ist nach Osten ausgerichtet und liegt gegenüber dem historischen Château de Rully. Die Reben wachsen auf klassischen Ton-Kalkstein-Böden mit kiesigem Untergrund, die dem Chardonnay Struktur, Spannung und Mineralität geben.

Emmanuel Giboulot arbeitet seit vielen Jahren konsequent biologisch und biodynamisch und gehört zu den Pionieren dieser Arbeitsweise im Burgund. Terroir, eine intakte ökologische Umgebung und unverfälschte Weine sind seine Maxime (FR-BIO-01).

Jahrgang 2023 – Côte Chalonnaise

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieses Rully.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, biodynamisch (FR-BIO-01). Im Keller wird mit großer Zurückhaltung gearbeitet: Die ganzen Trauben werden schonend gepresst, der Most rund 24 Stunden kalt geklärt.

Die Gärung erfolgt in gebrauchten Eichenfässern, sodass das Holz Struktur gibt, ohne die Aromen zu überdecken. Anschließend reift der Wein 18 Monate auf der Feinhefe – das gibt zusätzliche Tiefe und Textur.

Im Glas

Ein ungestümer, eleganter Chardonnay mit weißen Blüten, reifem Apfel, Zitrus und feinster Mineralität, begleitet von subtiler Würze und cremiger Textur aus dem Hefekontakt. Am Gaumen verbinden sich Frische und burgundische Finesse mit einem langen, salzigen Nachhall. Der Wein braucht viel Luft, wird dann fester und bringt viel Frucht und Klasse.

Weiße Blüten, reifer Apfel und feinste Mineralität über cremiger Hefetextur – unaufdringlich, unspektakulär spektakulär.

Vor dem Genuss großzügig belüften; jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, feine Gemüseküche und Ziegenkäse. Die salzige Mineralität und Frische machen ihn vielseitig am Tisch.


Lage: La Pucelle (1er Cru), Rully (Côte Chalonnaise); Ton-Kalk mit kiesigem Untergrund, Ostlage gegenüber Château de Rully
Klassifikation: Rully Premier Cru; Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Chardonnay; Ganztraubenpressung, gebrauchtes Eichenfass, 18 Monate Feinhefe

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USA

Force Majeure Walla Walla Estate Cabernet Sauvignon 2018

Rotwein · Walla Walla Valley AVA · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon · kleine Anteile Merlot und Petit Verdot Estate-Lage, Walla Walla Valley Löss über Flutsedimenten Spontangärung rund 22 Monate neue französische Eiche 2018

Der Force Majeure Walla Walla Estate Cabernet Sauvignon 2018 ist der erste Jahrgang dieses Weins aus der Estate-Lage neben der Kellerei im Walla Walla Valley. Spontan vergoren, rund 22 Monate in fast ausschließlich neuer französischer Eiche, ungeschönt und unfiltriert: tiefdunkel, kraftvoll und vielschichtig, mit blauer Frucht, Cassis, Veilchen und Bleistiftmine.


Die Estate-Lage – Böden aus der Eiszeit

Das Walla Walla Valley liegt im Südosten des Bundesstaats Washington und reicht über die Grenze nach Oregon. Es liegt im Regenschatten der Cascade Mountains: Das Klima ist trocken und kontinental, mit heißen Sommertagen, kühlen Nächten und einer langen Vegetationszeit – Bedingungen, unter denen Cabernet Sauvignon vollständig ausreift und seine Säure behält.

Die Estate-Lage grenzt an die Kellerei und wurde Ende der 1990er-Jahre bepflanzt. Ihre Böden sind ein Erbe der Missoula-Fluten: Am Ende der letzten Eiszeit brachen aufgestaute Gletscherseen im heutigen Montana wiederholt durch und überschwemmten weite Teile des pazifischen Nordwestens. Zurück blieben tiefgründige, lehmige Sedimente, durchsetzt mit kleinen Brocken aus zerbrochenem Basalt, verfestigter Vulkanasche und Granit – Material, das die Fluten aus Hunderten Kilometern Entfernung heranschwemmten. Diese Mischung speichert Wasser, ohne zu verdichten, und gibt den Reben gleichmäßige Bedingungen durch den trockenen Sommer.

Force Majeure hat sich mit Einzellagenweinen im Stil von Bordeaux und Rhône einen Namen gemacht, zunächst von der eigenen Lage auf Red Mountain, später auch aus dem Walla Walla Valley. Die Weine dieser Zeit entstanden unter Kellermeister Todd Alexander, der zuvor im Napa Valley bei Bryant Family Vineyard tätig war. Gearbeitet wird mit weinbergseigenen Hefen, gefüllt ohne Schönung und Filtration.

Jahrgang 2018 – Walla Walla Valley

Der Jahrgang 2018 war in Washington ein warmes, gleichmäßiges Jahr. Nach einem frühen Austrieb verlief der Sommer heiß, aber ohne die extremen Hitzespitzen anderer Jahre; die Nächte blieben kühl genug, um die Säure zu halten. Ein langer, trockener Herbst erlaubte es, jede Parzelle zum richtigen Zeitpunkt zu lesen.

Die Trauben kamen gesund und vollreif in den Keller, mit dichter Frucht und reifen Gerbstoffen. Für Cabernet Sauvignon bedeutet das Konzentration und Tiefe bei erhaltener Balance – ein Jahr, das in Washington zu den besten des Jahrzehnts gezählt wird. Für die Estate-Lage war es zugleich der erste Jahrgang, der als eigener Cabernet abgefüllt wurde.

Lange Gärung und neue französische Eiche

Cabernet Sauvignon mit kleinen Anteilen Merlot und Petit Verdot, Jahrgang 2018. Vergoren wird spontan mit den eigenen Hefen, lang und warm; ausgewählte Partien bleiben nach der Gärung noch länger auf den Schalen. Diese verlängerte Standzeit löst mehr Gerbstoffe, die sich dabei zugleich zu längeren, weicheren Ketten verbinden – der Wein wird dichter, aber nicht härter.

Danach reift er rund 22 Monate in nahezu vollständig neuer französischer Eiche. Ein so hoher Neuholzanteil verlangt einen Wein mit viel Frucht und Gerbstoff, damit das Holz eingebunden wird statt zu dominieren; die Konzentration des Jahrgangs 2018 liefert genau das. Gefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.

Im Glas

Tiefes Purpur-Rubin. In der Nase blaue Frucht, Cassis, Veilchen, Bleistiftmine und Tabak, dazu eine erdige Tiefe, die sich mit Luft entfaltet; das neue Holz zeigt sich als feine Würze im Hintergrund. Am Gaumen vollmundig, dicht und kraftvoll, mit seidigen Tanninen, einem vollen Mittelgaumen und einem langen Finale. Fülle und Spannung stehen im Gleichgewicht.

Eiszeitliche Flutsedimente, ein warmes, ausgeglichenes Jahr und 22 Monate neue Eiche: Kraft, die Struktur behält.

Ein bis zwei Stunden vorher dekantieren. Bei 16–18 °C servieren. Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen. Besonders gut zu Rinderrippe vom Grill, Lammkarree mit Kräuterkruste und Hirschrücken.


Produzent Force Majeure Vineyards, Walla Walla Valley
Rebsorte Cabernet Sauvignon mit kleinen Anteilen Merlot und Petit Verdot
Lage Estate-Lage angrenzend an die Kellerei, Walla Walla Valley, USA · tiefgründiger Lehm mit Basalt-, Asche- und Granitbrocken aus den Missoula-Fluten · gepflanzt Ende der 1990er-Jahre
Klassifikation Walla Walla Valley AVA · trocken
Jahrgang 2018
Vinifikation Spontangärung · lange, warme Gärung · verlängerte Schalenstandzeit bei ausgewählten Partien
Ausbau rund 22 Monate in nahezu vollständig neuer französischer Eiche · ungeschönt · unfiltriert
Trinkempfehlung jetzt bis 2040

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Spanien

Bitacora Rueda Verdejo

Weißwein · Rueda · Spanien

Der Cuatro Rayas Bitácora Rueda Verdejo ist ein frischer, reinsortiger Verdejo aus der D.O. Rueda in Kastilien-León. Erzeugt wird er von Cuatro Rayas, einer traditionsreichen Genossenschaft aus La Seca im Herzen des Rueda-Gebiets. Im Bukett intensiv-fruchtig nach Stachelbeere, Kiwi und Zitrus, dazu florale Aromen mit leicht herben Nuancen. Am Gaumen sehr saftig.


D.O. Rueda – Kastilien-León

Die D.O. Rueda liegt auf der Hochebene Kastilien-Leóns, südlich des Duero, auf rund 700 bis 800 Metern Höhe. Steinige, kiesige Böden sowie heiße Tage und kühle Nächte prägen die frische, aromatische Stilistik des Verdejo – der Leitsorte der Region. Cuatro Rayas hat seinen Sitz in La Seca, einer der Kerngemeinden Ruedas.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Verdejo. Gelesen wird kühl, häufig in den Nachtstunden, um die Aromatik zu erhalten. Die Vergärung erfolgt bei kontrollierter Temperatur im Edelstahltank, der die frische Frucht bewahrt. Enthält Sulfite.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensiv-fruchtig nach Stachelbeere, Kiwi und Zitrus, ergänzt um florale Noten und eine leicht herbe Nuance. Am Gaumen sehr saftig und frisch, mit klarer Frucht. Der Abgang bleibt animierend und trocken.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und Ziegenkäse. Auch als Aperitif oder zu hellem Geflügel und Gemüse. Serviertemperatur 8–10 °C.


Lage La Seca, D.O. Rueda (Kastilien-León, Spanien), steinig-kiesige Böden, 700–800 m
Klassifikation D.O. Rueda (Verdejo)
Ausbau Reinsortiger Verdejo, kühle (Nacht-)Lese, Vergärung im Edelstahltank

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Weine

Von Winning Ozyetra Riesling 2021

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Ozyetra (Fassselektion) Forster Pechstein von Winning · Deidesheim Basalt trocken langer Barrique-Ausbau 2021

Der von Winning Ozyetra Riesling 2021 entsteht ausschließlich aus den erlesensten Fässern des Pechstein-Weinbergs. Ein Riesling von faszinierender Komplexität und beeindruckender Konzentration – mit innerer Spannung und eleganter Feinheit.


Ozyetra – Fassselektion aus dem Forster Pechstein

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, trockene Rieslinge im Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen. Der Ozyetra ist – als Pendant zum Marmar aus dem Ungeheuer – die Selektion der allerbesten Fässer aus dem Pechstein.

Der Forster Pechstein ist eine der berühmtesten Basaltlagen der Pfalz. Das dunkle vulkanische Gestein speichert Wärme und verleiht dem Riesling eine markante, rauchig-mineralische Prägung, verbunden mit Kraft, Würze und Tiefe.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 war an der Mittelhaardt ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht – ideale Bedingungen für einen konzentrierten, zugleich rassigen Riesling. Der wärmespeichernde Basalt des Pechsteins und der lange Barrique-Ausbau bewahrten Kraft, Spannung und Feinheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Pechstein, Jahrgang 2021; 100 % Riesling vom Basalt.

Für den Ozyetra werden die erlesensten Fässer selektiert; der lange Ausbau im Barrique verleiht dem Wein eine subtile, stützende Holznote, Schmelz und Tiefe, ohne die Frucht zu überlagern. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Noten von frischen Limetten, Bergamotte und Apfel prägen den Auftakt, ergänzt um eine rauchig-basaltige Mineralität. Im Geschmack zeigt er sich wild, würzig und äußerst kraftvoll, mit deutlichem Druck und einer subtilen, stützenden Präsenz von feinem Holz aus dem langen Barrique-Ausbau. Das verleiht ihm eine sagenhafte Länge und ein riesiges Potenzial.

Limette, Bergamotte und Apfel über rauchig-basaltiger Mineralität – wild, würzig und kraftvoll, mit deutlichem Druck, feinem Holz und sagenhafter Länge.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Pechstein, Forst, Pfalz; Basalt; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, langer Ausbau im Barrique; Handarbeit im Weinberg

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Spanien

Sierra de Tolono NAHIKUN Blanco 2025 BIO

Weißwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa · Feldblend

Rojal · Malvasía · Viura Villabuena de Álava · 5 Parzellen karge Kalkböden alte Buschreben Jahrgang 2025 Feinhefe im gebrauchten Barrique BIO · ES-ECO-026-VAS

Der Sierra de Toloño Nahikun blanco 2025 ist ein Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura von fünf kleinen Parzellen oberhalb von Villabuena de Álava. Sandra Bravo liest die alten Buschreben gemeinsam und baut den Wein mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriques aus. Ein weißer Rioja, der über Salz und Spannung funktioniert, nicht über Frucht und Holz.


Fünf Parzellen über Villabuena de Álava

Villabuena de Álava liegt im Herzen der Rioja Alavesa, eingebettet zwischen dem Ebro und dem Kamm der Sierra de Toloño. Die Hänge oberhalb des Dorfes tragen karge Kalkböden mit geringer Krume und hohem Steinanteil – Böden, die wenig Wasser halten und die Reben zu kleinen Beeren und kleinsten Erträgen zwingen. Genau dort liegen die fünf Parzellen, aus denen der Nahikun blanco entsteht, bestockt mit alten Buschreben, teils fast hundertjährig.

Die Anlagen sind kein sortenreiner Weinberg, sondern ein gemischter Satz: Rojal, Malvasía und Viura stehen Stock an Stock und werden gemeinsam gelesen und vergoren. Rojal ist dabei die Rarität – eine alte Weißsorte, die in der Alavesa fast nur noch in solchen historischen Mischanlagen überlebt hat. Malvasía bringt Textur und Würze, Viura das Säuregerüst. Der Blend entsteht im Weinberg, nicht am Verschnitttisch.

Das Mikroklima am Fuß der Sierra de Toloño ist der zweite Faktor: Der Bergzug hält den kalten Nordwind ab, lässt aber kühle atlantische Luft über die Pässe ziehen. Die Nächte kühlen stark ab, die Reife verlangsamt sich, die Säure bleibt erhalten. Sandra Bravo bewirtschaftet die Parzellen biologisch und biodynamisch (ES-ECO-026-VAS), mit Handarbeit im Weinberg und minimalem Schwefeleinsatz im Keller. Nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat arbeitet sie seit ihrer Rückkehr in die Alavesa konsequent parzellenweise.

Jahrgang 2025 – Rioja Alavesa

2025 war in der Rioja ein Jahr, das im Weinberg entschieden wurde. Ein überdurchschnittlich nasses Frühjahr erzeugte während des gesamten Vegetationszyklus hohen Falschen-Mehltau-Druck, dazu trafen Hagelzüge große Teile der Anbaufläche. Alte Buschreben auf kargem Kalk hatten dabei zwei Vorteile: geringe Wüchsigkeit und offene Laubwände, die nach Regen schnell abtrocknen. In den Höhenlagen vor der Sierra de Toloño blieb der Pilzdruck dadurch beherrschbar, während tiefere und dichter belaubte Anlagen stärker zu kämpfen hatten.

Die Reifephase drehte den Jahrgang. Ein trockener, sonniger Herbst mit ausgeprägten Tag-Nacht-Kontrasten brachte gesunde Trauben bei moderaten Zuckerwerten und hoher Säure. In der Rioja Alavesa begann die Lese ab dem 10. bis 15. September und zog sich in gestaffelten Durchgängen bis Ende Oktober. Die Menge blieb klein: 225,5 Millionen Kilo in der gesamten DOCa Rioja, davon nur 33,8 Millionen Kilo Weißtrauben. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang nach der Blindverkostung von 2.176 Proben als „Excelente" ein und beschreibt die Weißweine als klar, blumig und mit tragender Säure – das Profil, auf das dieser Feldblend angelegt ist.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura, Jahrgang 2025, trocken. Die Sorten werden gemeinsam von Hand gelesen und selektiert, anschließend folgt eine schonende Gärung ohne aggressive Extraktion – die Aromatik soll aus Traube und Hefe kommen, nicht aus dem Gefäß.

Der Wein reift mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriquefässern. Gebraucht ist hier die entscheidende Angabe: Das Holz gibt Sauerstoff und Textur, aber keinen Vanille- oder Röstton. Die Feinhefe liefert das Volumen am Gaumen, das ein Wein mit dieser Säure braucht. Ausbau und Füllung erfolgen mit minimalem Schwefeleinsatz.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Frühlingsblüten, frische Kräuter, Zitrusschale und weißer Tee, dahinter der kühle, fast metallische Ton von Quellwasser. Am Gaumen zieht der Wein straff durch: deutliche Salzigkeit, feine Bitternote im Mittelteil, cremige Textur aus dem Hefelager, dazu die Säure des Jahrgangs 2025 als Rückgrat. Das Finish bleibt trocken und lang.

Drei Sorten, ein Weinberg, ein Fass ohne Holzton: Der Nahikun blanco zeigt Kalk und alte Reben statt Sortencharakter.

Bei 10 bis 12 °C servieren, im großen Glas öffnet er sich deutlich weiter. Trinkreif ab sofort; die Säure und der Hefeausbau tragen ihn bis etwa 2031, wobei die würzige Malvasía-Seite mit den Jahren an Gewicht gewinnt.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, gegrilltem Gemüse und Spargel, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu cremigen Käsen. Die Salzigkeit passt zu Anchovis und Austern, die Textur aus dem Hefelager trägt auch Gerichte mit Butter oder Aioli.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura
Lage fünf Parzellen oberhalb von Villabuena de Álava, Rioja Alavesa
Klassifikation DOCa Rioja blanco
Jahrgang 2025
Vinifikation selektive Handlese · gemeinsame Gärung des Feldblends
Ausbau mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriques
Boden karge Kalkböden mit hohem Steinanteil
Rebanlage alte Buschreben, teils fast hundertjährig, kleinste Erträge
Bewirtschaftung biologisch und biodynamisch · ES-ECO-026-VAS
Trinkempfehlung 2026–2031

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Schaumweine

Dietrich Sekt Pinot Noir Rosé brut

Für den Dietrich Sekt Pinot Noir Rosé brut setzt der Weinhof Dietrich in Großkarlbach ganz auf Spätburgunder. Die zweite Gärung findet nach der Méthode traditionnelle in der Flasche statt. Das Ergebnis: feine Perlen, frische Frucht und ein trockener Stil.

Im Glas

Die Farbe: ein helles Lachsrosa, dazu feine, elegante Bläschen. Rote Beeren und eine Spur Veilchen steigen in die Nase. Im Mund frisch und fruchtig, gleichzeitig herb, mit klarer roter Frucht und cremigem Mousseux. Ein trockenes, lebendiges Finale, das schön sauber ausklingt und den nächsten Schluck vorbereitet. Fruchtig genug für Einsteiger, trocken genug für Kenner.

Mach was draus

Ein Sekt für festliche Momente: zum Anstoßen, zum Aperitif oder zum ersten Gang. Dazu Lachs, Garnelen, Fingerfood, helles Fleisch oder ein Dessert mit Erdbeeren und Himbeeren. Ideale Trinktemperatur: 6 bis 8 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ein Rosé-Sekt mit schöner Frucht und trockenem Ende. Passt zu fast jedem Fest.“

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Kurz gefragt

Was ist der Unterschied zu einem Perlwein? Sekt aus Flaschengärung hat mehr Druck und eine feinere, länger anhaltende Perlage als Perlwein.

Was heißt brut? Brut steht für trocken: Der Sekt hat nur wenig Restzucker.

Pinot Noir (Spätburgunder) · Pfalz, Großkarlbach · Rosé · traditionelle Flaschengärung · brut · Weinhof Dietrich, Großkarlbach · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Chateau La Fagnouse St. Emilion Grand Cru 2018

Rotwein · St-Émilion Grand Cru · Bordeaux · Frankreich

Château La Fagnouse St-Émilion Grand Cru ist ein reifer, voller Rotwein aus dem Bordeaux – eine Cuvée aus Cabernet Franc und Merlot. Er bietet viel Extrakt bei großer Fruchtfülle und ist zugleich ein stattlicher Gaumenschmeichler. Warme, etwas erdige Töne prägen den Wein. So passt dieser St-Émilion Grand Cru perfekt zu Wildgerichten.


St-Émilion Grand Cru

St-Émilion liegt am rechten Ufer der Dordogne im Bordeaux. Die Appellation Grand Cru steht für gehaltvolle, Merlot- und Cabernet-Franc-geprägte Weine; die kalk- und lehmhaltigen Böden geben ihnen Struktur, Tiefe und Reifepotenzial.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Franc und Merlot. Der Ausbau im Eichenfass verleiht dem Wein Struktur, feine Tannine und seine warmen, würzigen Noten – appellationstypisch für einen St-Émilion Grand Cru.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Beeren und Pflaume, dazu würzige, etwas erdige Töne und feines Holz. Am Gaumen voll und extraktreich, mit großer Fruchtfülle, reifem Tannin und langem, warmem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren. Gut gelagert reift der Wein weiter.

Klassische Begleitung: Wild, Reh, Lamm, Rinderbraten und gereifter Hartkäse.


Lage: St-Émilion, Bordeaux (Frankreich)
Klassifikation: AOC St-Émilion Grand Cru
Ausbau: Cabernet Franc & Merlot, Eichenfass

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Weine

Forlong Burbuja PetNat Blanco 2021 BIO

Burbuja heißt Bläschen – und genau das ist dieser Wein: der erste Schaumwein der Bodega de Forlong. Reiner Palomino Fino aus der Lage Pago de Balbaína Alta bei El Puerto de Santa María, gewachsen auf hellem Albariza-Kalk und als Pet-Nat abgefüllt. Es gibt nur 668 Flaschen.

Im Glas

Gelb mit feinem, zartem Mousseux. Der erste Eindruck erinnert an gereifte, oxidative Weine, dann weht eine Brise Meer heran. Dahinter Frühlingswiese, weißer Tee, Nüsse und Kräuter aus der Wildnis. Im Mund leicht und präzise, kräuterwürzig, mit langem, klarem Nachhall.

Mach was draus

Ein Allrounder für den Tisch: Tapas, Gemüse, Reis, Fisch und Meeresfrüchte, auch exotische Küche oder Schmorgerichte. Pur als Aperitif genauso schön. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Burbuja ist für mich Andalusien in der Flasche. Ein Hauch Meer, ein Hauch Sherry-Seele, ganz viel Leben.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Der Most gärt zunächst im Tank und wird abgefüllt, bevor die Gärung zu Ende ist. Dort entsteht die Kohlensäure von selbst. Anschließend reift er noch mehrere Monate auf seiner Hefe.

Warum kein Sherry? Er läuft als Vino de la Tierra de Cádiz, also außerhalb der geschützten Sherry-Herkunft. Ein Pet-Nat ist eben ein ganz eigener Wein.

Wer steht dahinter? Alejandro Narváez und Rocío Áspera, die die Bodega de Forlong 2007 gegründet haben und biodynamisch arbeiten.

100 % Palomino Fino · Pago de Balbaína Alta · Albariza · Jahrgang 2021 · Pet-Nat (Méthode ancestrale) · Hefelager · Vino de la Tierra de Cádiz · 668 Flaschen · bio (ES-ECO-001-AN) · enthält Sulfite · Bodega de Forlong, El Puerto de Santa María (Cádiz) · Stand: Oktober 2026

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