Nobelhart & Schmutzig – reduziert, schmutzig und hart

Nobelhart & Schmutzig – Berlin – Deutschland

Die Easy Jet Maschine ist bei dem Flug nach Berlin bereits mit einer Vielzahl von Hipster jeglicher Couleur gefüllt. Junge Menschen mit Rauschebärten, gereiftere Typen mit vergilbten, schlechten Tätowierungen, Freaks und solche, die es werden wollen haben hier das Speedy Boarding oder das normale Check in mit Bravour überwunden, um in die coole, deutsche Metropole Berlin zu bereisen und diese mit ihrer Anwesenheit zu beglücken oder gar ein zukunftsweisendes Start Up zu gründen.

So eine Art Start Up wurde auch Anfang 2015 aus kulinarischer Sichtweise gegründet. Weder Fotoapparate, Handys noch Waffen sind in Billy Wagners Restaurant Nobelhart & Schmutzig im Berliner Stadtteil Kreuzberg erlaubt. Und AFD Sympathisanten wird mit einem deutlichen, vor der Eingangstür angebrachten Verbotsschild ebenfalls nahe gelegt, dieses Lokal besser nicht zu betreten.

Das Im Nobelhart und Schmutzig gelebte und gekochte Konzept nennt sich zwar „Brutal Lokal“, bezieht sich aber hier auf die Beschaffung von lokalen Zutaten aus Berlin, dem Spreewald, der Uckermark oder der Müritz. Lokale Zutaten von engagierten Bauern und Handwerksbetrieben werden vom Chefkoch Micha Schäfer und seinem Team in einer sehr reduzierten Art und Weise präsentiert und dann souverän serviert. Hier ist tatsächlich das Produkt und die Menschen, die dahinter stehen, der tatsächliche Star.

Die meisten Gäste nehmen dabei an einer großen Hufeisen- förmigen Bar Platz. Diese aus hellem Holz gezimmerte Bar umschließt die offene Küche, in der neben den Köchen auch der Service so nur sehr kurze Wege zum Gast zurücklegen muss. Den Service übernehmen die fleißigen Küchenmeister allerdings meistens höchst persönlich. Das spart Personal und es ist auch direkt der richtige Ansprechpartner an der Theke, um die einzelnen Gänge akribisch und locker dem Gast zu erklären. Das „Was, Wieso, Warum und Woher“ ist so keine leere Phrase mehr, sondern ein Bekenntnis zur lokalen Natur und deren Produkten.

Insgesamt herrscht im Nobelhart & Schmutzig eine grandiose heimelige Wohlfühlatmosphäre. Das einzige, was in den Räumen des Nobelhart und Schmutzig nicht „Brutal Lokal“ ist, sind dann letztendlich die Gäste, die aus allen Teilen der Republik und dem ein oder anderen Land dieser Erde hierhin pilgern. Und spätestens dann wird einem klar, wie verrückt unsere Welt geworden ist. Selbst ein gutes, schmackhaftes Projekt wie das Nobelhart und Schmutzig kann sich wahrscheinlich nur tragen, wenn viele Gäste mit dem Billigjet aus anderen Gegenden heranfliegen, um ein eigentlich zeitgemäßes und bewundernswertes Projekt erleben zu dürfen.

Gegessen und genossen wurden an diesem Abend folgende Gänge: Hafertee und Eisenkraut, Topinambur, Chicorée mit Rosenblättern, Roggen-Sauerteigbrot & Rohmilchbutter, Sellerie, Rosenkohl mit Walnüssen, Zander Zwiebel Dill, Himmel und Erde Kartoffel und Apfel, Landhuhn Sauerkraut Saft, Schweinebauch mit Karotte, Milch / Schwarze Walnuss, Haselnussschnitte.

Von diesem tollen Abend gibt es keine Fotos, da das Handy tatsächlich in der Tasche blieb und es im Nobelhart & Schmutzig ja auch noch das Fotoverbot gibt. Gehalten haben sich daran aber dann doch nicht alle Gäste und selbst die Crew und der Wirt hatten das eine oder andere mal ihr Handy in der Hand, um nur „einmal etwas kurz nachzuschauen“. 🙂

Nobelhart & Schmutzig – Friedrichstraße 218 – 10969 Berlin – Deutschland – Telefon: +49 30 25940610 – www.nobelhartundschmutzig.com

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269

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Rebsorten

Fratelli Revello Barbera d Alba

Rotwein · Barbera d'Alba DOC · Barbera

Barbera Barbera d'Alba DOC Lage Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben seit 1995 reiner Stahlausbau

Der Revello Fratelli Barbera d'Alba wurde nur im Stahltank ausgebaut und bewahrt so seinen ureigenen Traubengeschmack: eigenständige balsamische Noten und vollreife Kirschfrucht, vollmundig, aber nicht überladen. Ein vornehmer Essensbegleiter.


Barbera aus La Morra – Frucht pur aus dem Stahl

Die Trauben stammen aus den Weinbergen Annunziata in La Morra. Die 1,8 Hektar große Parzelle ist nach Osten (270 m) und Westen (240 m) ausgerichtet; die Barbera-Reben wurden 1995 gepflanzt. Der Boden aus Kalk und Ton gibt dem Wein Struktur und Frische.

Barbera ist neben Nebbiolo und Dolcetto die wichtigste Rotweinsorte des Piemont – bekannt für saftige, dunkle Frucht und eine lebendige, erfrischende Säure bei moderatem Tannin. Im reinen Stahlausbau, ganz ohne Holz, zeigt sie ihren ureigenen, fruchtbetonten Charakter besonders klar.

Charakter und Lese – Langhe

Als fruchtbetonte, im Stahl ausgebaute Barbera zeigt dieser Wein klare, frische Frucht ohne Holzeinfluss. Die Lese erfolgt Anfang Oktober bei voller Reife – das bewahrt die vollreife Kirschfrucht, die balsamische Würze und die saftige, lebendige Art des Weins.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortige Barbera, Barbera d'Alba DOC, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa acht bis zehn Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein 10 Monate im Edelstahl – ganz ohne Holz, um die reine, ureigene Frucht in den Vordergrund zu stellen. Abfüllung im Juli.

Im Glas

Dieser Barbera wurde nur im Stahltank ausgebaut und hat somit seinen ureigenen Traubengeschmack bewahrt. Er besticht zudem durch eigenständige balsamische Noten und eine vollreife Kirschfrucht. Vollmundig, aber nicht überladen am Gaumen und im Abgang. Ein vornehmer Essensbegleiter, bei dem Kraft und Frucht in wunderbarer Harmonie übereinstimmen.

Balsamische Noten und vollreife Kirschfrucht – vollmundig, aber nicht überladen, mit Kraft und Frucht in wunderbarer Harmonie.

Schon jung zugänglich; bei 16–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftiger Pasta und Risotto, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Salami und Hartwurst sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Weinberge Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); 1,8 ha, Ost- (270 m) und West-Ausrichtung (240 m); Kalk-Ton-Boden; Reben gepflanzt 1995
Klassifikation: Barbera d'Alba DOC, Barbera (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (8–10 Tage), Gärung in Edelstahl (~10 Tage), Malo in Stahl; 10 Monate Edelstahl (ohne Holz)

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Weine

Occhipinti SM Vino di Contrada Grillo 2020 BIO

Orange Wine · Grillo · Sizilien

Grillo 100 % Sicilia DOC · Bianco Orange Wine (48 h Maischestand) Contrada Santa Margherita (~490 m) biodynamisch · Bio (IT-BIO-014) 12 Monate österr. Eichenfass

Der Occhipinti SM Vino di Contrada 2020 ist ein reinsortiger Grillo und der jüngste Neuzugang im Portfolio von Arianna Occhipinti. „SM" steht für die Einzellage Santa Margherita am Fuß der Monti Iblei bei Chiaramonte Gulfi – rund 490 Meter hoch, kühl und windig. Durch eine 48-stündige Maischestandzeit entsteht ein strahlend oranger Wein (Orange Wine). Biodynamisch bewirtschaftet, ohne Schönung und Filtration. 8.436 Flaschen.


Contrada Santa Margherita

Santa Margherita liegt am Fuß der Monti Iblei bei Chiaramonte Gulfi, deutlich höher als Occhipintis Lagen rund um Vittoria. Auf rund 490 Metern wurzeln die Grillo-Reben auf weißlichem, kalkhaltigem Mergel und sandigen Kalkstein-Sedimenten (Calcarenit) marinen Ursprungs. Der kleine Weingarten ist von Pinienwäldern, Eichen und alten Olivenbäumen umgeben; kühle Winde und Höhe sorgen für Frische und Salzigkeit. Erzogen werden die Reben im klassischen Alberello, dessen Laub die Trauben vor der sizilianischen Sonne schützt.

Assemblage und Ausbau

Der Wein ist reinsortiger Grillo, einer autochthonen weißen Rebsorte Siziliens. Nach zwei Jahren Experiment im Keller entschied sich Arianna Occhipinti für eine kurze Maischestandzeit von 48 Stunden, eine Spontangärung im Betontank und in ovalen österreichischen Eichenfässern. Darin reift der Wein anschließend rund 12 Monate. Abgefüllt wird ohne Schönung und Filtration. Der Schalenkontakt verleiht ihm die orange Farbe und feine Gerbstoffe.

Im Glas

Strahlendes Orange. Der Wein zeigt sich zunächst verhalten und gewinnt mit Luft an Intensität. In Nase und Gaumen herbe mediterrane Gewürze, Orange und Zitrusnoten, Oregano und Steinobst, getragen von einer markanten Salzigkeit. Dezente Gerbstoffe untermalen die würzige Frucht. Der Nachhall ist frisch, elegant und von kräftiger Länge.

Am Tisch

Bei 12–14 °C servieren. Durch Struktur und Gerbstoff ein vielseitiger Essensbegleiter: Pasta con le Sarde, gegrillter Fisch und Calamari, Caponata, würzige Gemüsegerichte sowie Pecorino Siciliano. Schon jetzt zugänglich, mit Reifepotenzial über mehrere Jahre.



Lage: Contrada Santa Margherita, Chiaramonte Gulfi (Sizilien), ~490 m
Klassifikation: Sicilia DOC (Bianco), Orange Wine
Ausbau: 48 h Maischestand, Spontangärung in Beton/österr. Eiche, 12 Monate österr. Eichenfass, ohne Schönung/Filtration

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Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Baudes 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Baudes · 1er Cru Chambolle-Musigny steiniger Mergel/Kalk · 3,4 ha 2021

Der Chambolle-Musigny Les Baudes 1er Cru 2021 der Domaine Ghislaine Barthod vereint Kraft, Finesse, Seidigkeit und Vielschichtigkeit zu einem virtuosen Ganzen. Ein dichter, mineralischer Pinot Noir aus einer Höhenlage zwischen Chambolle und Morey-Saint-Denis.


Les Baudes – Höhenlage zwischen Chambolle und Morey

Les Baudes ist ein 3,4 Hektar großer Premier Cru, der auf einer Höhe und auf halber Strecke zwischen Chambolle-Musigny und Morey-Saint-Denis liegt. Steiniger Mergel mit hohem Kalkstein- und Tonanteil prägt die Lage und verleiht den Weinen hohe Dichte, Mineralität und Kraft.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt als Inbegriff von Eleganz und Finesse. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – der die Dichte und Mineralität von Les Baudes mit Spannung verbindet.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Dicht und mineralisch, mit roter Frucht und floralen Noten. Am Gaumen vereinen sich Kraft und Finesse zu einer seidigen, vielschichtigen Struktur, getragen von frischer Säure und einem langen, mineralischen Abgang.

Kraft, Finesse, Seidigkeit und Vielschichtigkeit – ein dichter, mineralischer Chambolle als virtuoses Ganzes.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter mit Spannung.


Lage: Les Baudes (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Höhenlage zwischen Chambolle & Morey-Saint-Denis, steiniger Mergel mit hohem Kalk- und Tonanteil, 3,4 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Rebsorten

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc 2024

Weißwein · Chardonnay · Burgund

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc ist der Einstieg in das Weißwein-Sortiment einer der präzisesten Adressen von Meursault. Fichet arbeitet mit der Genauigkeit eines Feinmechanikers und behandelt diesen regionalen Wein mit derselben Sorgfalt wie seine Village-Lagen. Das Ergebnis ist ein straffer, geradliniger Weißwein, der die aromatische Reinheit der Frucht in den Mittelpunkt stellt.


Rund um Meursault

Der Bourgogne Blanc stammt aus kühlen Parzellen rund um Meursault an der Côte de Beaune. Die Reben wachsen auf kalk- und mergelreichen Böden, die dem weißen Burgund seine Mineralität und Frische geben. Im Weinberg setzt Fichet auf viel Handarbeit, verzichtet auf Herbizide und arbeitet biodynamisch, ohne Zertifizierung.

Assemblage und Ausbau

Bis zu zwölf Stunden Maischestandzeit und eine schonende Pressung stehen am Anfang; danach bleibt der Wein bis zur Füllung auf der Feinhefe. Ausgebaut wird er – wie Fichets übrige „kleinere" Weine – überwiegend in Demi-muids und gebrauchten Barriques mit sehr sparsamem Anteil neuen Holzes. Das lange Hefelager gibt Textur und Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

In der Nase Zitrus und weißfleischiges Steinobst, dazu eine dezente Mandel- und Feuersteinnote. Am Gaumen geradlinig und straff, mit zupackender Säure und einer feinen Stoffigkeit aus dem Hefelager. Der Abgang bleibt trocken, salzig-mineralisch und klar.

Am Tisch

Ein Allrounder am Tisch: zu Meeresfrüchten, gebratenem Fisch, hellem Geflügel und mittelreifem Hartkäse. Jung bereits zugänglich, in den ersten drei bis fünf Jahren am besten; kühl und liegend lagern.

Klassische Begleitung: Austern, gebratener Zander, Geflügel in heller Sauce. Bei 11–12 °C servieren.


Lage: Rund um Meursault, Côte de Beaune
Klassifikation: AOC Bourgogne (regionale Appellation)
Ausbau: Demi-muids und gebrauchte Barriques, langes Feinhefelager, wenig neues Holz

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Rebsorten

Casa Ermelinda Tinto

Rotwein · Península de Setúbal · Cuvée · Portugal

Casa Ermelinda Tinto ist eine portugiesische Rotwein-Cuvée vom Familienweingut Casa Ermelinda Freitas von der Península de Setúbal. Der Wein strotzt vor klarer, roter Frucht – Kirsch- und Brombeeraromen verbinden sich genial. Mittlerer Körper, modern vinifiziert, mit feinstem Finish.


Península de Setúbal

Die Halbinsel Setúbal liegt südlich von Lissabon und zählt zu den ältesten Weinbaugebieten Portugals. Das Weingut Casa Ermelinda Freitas in Fernando Pó (Palmela) keltert seine Rotweine vor allem aus der regionaltypischen Sorte Castelão und weiteren portugiesischen Reben. Sandige Böden und mediterranes Klima mit atlantischem Einfluss prägen den fruchtigen Stil.

Assemblage und Ausbau

Der Tinto ist eine Cuvée aus portugiesischen Rebsorten mit Castelão als regionaltypischem Rückgrat. Modern und fruchtorientiert vinifiziert, bleibt die klare rote Frucht im Vordergrund.

Im Glas

Klares Rubinrot. In der Nase und am Gaumen klare rote Frucht mit Kirsche und Brombeere. Mittlerer Körper, saftig und unkompliziert, mit weichem Tannin. Der Abgang ist fein und sauber.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jung und unkompliziert zu genießen.

Klassische Begleitung: gegrilltes Fleisch, Pasta, Pizza und mittelkräftiger Käse.


Lage: Península de Setúbal (Palmela/Fernando Pó), Portugal
Klassifikation: Vinho Regional Península de Setúbal
Ausbau: modern, überwiegend im Edelstahl

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Weine

Schloss Lieser Juffer Sonnenuhr Riesling GG 2018

Weißwein · Brauneberger Juffer Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Brauneberger Juffer Sonnenuhr Brauneberg · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) eisenhaltiger Devonschiefer bis 80 % Steillage · älteste Reben Großes Gewächs · trocken 2018

Der Schloss Lieser Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Großes Gewächs 2018 entstammt kleinsten, selektierten Mengen aus den ältesten Rebbeständen dieser Spitzenlage. Ein Riesling GG von höchster Intensität und Konzentration, umspielt von Eleganz und Mineralität – ein Kraftbündel, getragen von einer rassigen, raffinierten Säure und immenser Tiefe.


Brauneberger Juffer Sonnenuhr – die Sonnenlage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Naturnahe Bewirtschaftung der Steillagen und spontane Vergärung sind das Markenzeichen für den nachhaltigen, sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Die Brauneberger Juffer Sonnenuhr zählt zu den renommiertesten Steillagen der Mosel. Ihre perfekte Süd-Südwest-Exposition, verbunden mit einer Steigung von bis zu 80 %, sorgt für maximale Sonneneinstrahlung und ein besonderes Mikroklima. Der karge, eisenhaltige Devonschiefer speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts gleichmäßig an die Reben ab – ein entscheidender Faktor für Reife und aromatische Tiefe. Der Name „Sonnenuhr" verweist auf eine historische Sonnenuhr in dieser Lage. Schloss Lieser bezieht seine Trauben ausschließlich aus den ältesten Parzellen der Lage.

Jahrgang 2018 – Mosel

2018 war an der Mosel ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der besonders reife, vollmundige und großzügige Rieslinge hervorbrachte. Auf dem kargen, eisenhaltigen Schiefer der Juffer Sonnenuhr und aus den ältesten Reben ergibt das ein besonders intensives, konzentriertes GG, dessen kraftvolle Statur von der rassigen, präzisen Säure der Lage getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Jahrgang 2018; 100 % Riesling aus den ältesten Parzellen, in kleinster selektierter Menge.

Nach strengster, selektiver Handlese wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren und traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager ausgebaut, um Herkunft und Präzision klar herauszuarbeiten. So entsteht ein glasklarer, tiefgründiger Riesling mit ausgeprägter Schiefermineralität.

Im Glas

Aus den ältesten Reben und dem eisenhaltigen Schiefer der Sonnenlage lebt dieser Riesling von Dichte und Ausdruck: reife gelbe Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, Quitte und florale Würze, untermalt von einer kühlen, rauchig-salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen ein Kraftbündel von höchster Intensität und Konzentration, das dennoch elegant bleibt – getragen von einer rassigen, raffinierten Säure mit viel Saft, immenser Tiefe und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife Steinfrucht, Zitrus und Quitte über kühler, salziger Schiefermineralität – ein Kraftbündel von höchster Konzentration, getragen von rassiger Säure und immenser Tiefe.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Brauneberg an der Mittelmosel; Süd-Südwest, karger eisenhaltiger Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; älteste Parzellen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; kleinste selektierte Menge
Ausbau: strengste selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager

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Schaumweine

Franck Bonville Pur Mesnil Champagner Grand Cru Blanc de Blancs 2019

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Franck Bonville Pur Mesnil 2019 präsentiert sich nach über fünf Jahren Reife unter Naturkork als klarer, charakterstarker Blanc de Blancs aus dem Grand Cru Le Mesnil-sur-Oger. Puristisch, gradlinig und mineralisch – ein Champagner mit Rückgrat und Persönlichkeit, absolut typisch für seinen legendären Herkunftsort.


Champagne / Le Mesnil-sur-Oger

Franck Bonville stammt aus Avize an der Côte des Blancs. Dieser Champagner kommt aus dem berühmten Grand Cru Le Mesnil-sur-Oger – einem der größten Chardonnay-Terroirs der Welt. Die Trauben stammen aus drei Parzellen: Les Zailleux, Le Tilleul und Les Hautes Mottes, größtenteils im unteren Hangbereich, wo das Terroir Weine von Substanz, Spannung und innerer Ruhe hervorbringt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus Grand-Cru-Lagen. Der Champagner reifte über fünf Jahre auf der Hefe unter Naturkork, was ihm Tiefe, Komplexität und Präzision verleiht. Mit nur 2.000 Flaschen eine seltene Parzellen-Selektion.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase konzentriert und fast puristisch: Zitruszeste, grüne Mandel und feine Kreideanklänge, mit Tiefe und Präsenz. Am Gaumen gradlinig, druckvoll und sehr strukturiert, mit straffer Frische und dichter Textur; der markante, fast salzige mineralische Ausdruck verleiht dem langen Finale eine klare, fast kristalline Handschrift.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C in großen Gläsern servieren – als großer Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, edlem Fisch, Krustentieren und feiner Küche.


Lage: Champagne, Grand Cru Le Mesnil-sur-Oger (Parzellen Les Zailleux, Le Tilleul, Les Hautes Mottes), Frankreich; Franck Bonville
Klassifikation: Champagne Grand Cru – Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay
Ausbau: über 5 Jahre Hefereife unter Naturkork
Produktion: 2.000 Flaschen; Jahrgang 2019

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Frankreich

Desjourneys Chénas Le Jugement Dernier rouge 2017

Rotwein · Chénas (Beaujolais) · Gamay

Gamay Chénas (Beaujolais-Cru) Cuvée Le Jugement Dernier Reben 60+ Jahre 2017

Der Chénas Le Jugement Dernier 2017 der Domaine Jules Desjourneys (Fabien Duperray) ist ein reinsortiger Gamay von über sechzig Jahre alten Reben aus dem Beaujolais-Cru Chénas. Subtil und tief, mit Sauerkirschen, Graphit, Gewürzen, Herbstlaub und dunkler Schokolade – wild, fruchtig und floral.


Chénas – kleiner Cru des Beaujolais

Chénas ist der kleinste der zehn Beaujolais-Crus; auf granit- und sandgeprägten Böden entstehen strukturierte, zugleich florale Gamays. Die Reben für diesen Solitär sind über sechzig Jahre alt – eine Voraussetzung für Tiefe und Konzentration.

Die Domaine Jules Desjourneys von Fabien Duperray zählt zu den ambitioniertesten Adressen des Beaujolais und keltert ernsthafte, lagerfähige Gamays im burgundischen Geist.

Jahrgang 2017 – Beaujolais

2017 war im Beaujolais ein warmer, eher trockener Jahrgang mit gesunder, reifer Ernte.

Für die Crus steht 2017 für reife Frucht bei guter Struktur und Frische – die Grundlage für die wilde, zupackende Art dieses Chénas.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2017, von über 60 Jahre alten Reben.

Der Wein reift im Stil des Guts über längere Zeit im Holzfass – auf einen ernsthaften, burgundisch geprägten Ausdruck und Lagerfähigkeit ausgerichtet.

Im Glas

Strahlend klar mit hellen violetten Reflexen. Sauerkirschen, Graphit, Gewürze, Herbstlaub und dunkle Schokolade prägen das Bild; wild, fruchtig und floral. Die Säure zirkuliert zupackend am Gaumen und sorgt für Trinkfluss und Druck im Nachhall.

Sauerkirsche, Graphit und dunkle Schokolade über zupackender Säure – wild, fruchtig und floral, mit Druck im Nachhall.

Schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Schweinebraten, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein vielseitiger, ernsthafter Gamay am Tisch.


Lage: Chénas (Beaujolais-Cru); Granit-/Sandböden, Reben 60+ Jahre
Klassifikation: Chénas AOC (Beaujolais Cru)
Ausbau: Gamay, alte Reben; Holzfassausbau

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