Sherry – Mächte und Märkte

Eigentlich sollte hier ein ganz anderer Text erscheinen, einer über Fondillón. ¿Fondi-wer? Das ist ein sherryähnliches Produkt aus dem Südosten Spaniens, genauer gesagt aus der Region um Alicante. Da es, je nach Zählweise, gerade einmal neun oder doch nur sechs Erzeuger dieses Produktes gibt (weltweit!), ist das schon eine Bäruntersuchung wert. Nur:  zumindest die fünf, die der Bär besucht hat, erzählen alle unterschiedliche Geschichte, wie durch eine unsichtbare Hand genau auf das zugeschnitten, was es dann zu verkosten gibt. So etwas mag der Bär nun gar nicht, es braucht also erst einmal eine grundlegende Grundlagenforschung. Fondillón ist nun mehr als zweihundert Jahre alt, da kommt es auf ein paar Monate mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Desderweing und douderhalb (obärfrenggisch) bleiben wir noch ein wenig beim Thema Sherry. Heute soll es aber nicht um Sherrytypen gehen, sondern um die Typen jedweden Geschlechts, die Sherry trinken oder saufen oder gerade eben dies nicht mehr tun. Eine kleine Marktanalyse also. Der Grundtenor: die Verkaufszahlen schießen gen Boden und das Produkt banalisiert sich auf erbärmliche (hat nix mit bär zu tun) Weise. Zwei Zahlen, die das ganze Elend perfekt beschreiben: vor fünfunddreißig Jahren verkauften die zu Jerezanien und Sanlúcarien einhunder neunundzwanzig Millionen Liter Sherry, oder was da halt so alles mit dranhängt. Im letzten Geschäftsjahr für das Zahlen vorliegen, zwanzig siebzehn also, waren es gerade einmal noch zweiunddreißig Millionen fünfhundertsechzig Tausend Liter; drei Viertel des Marktes sind weg. Wech! Einfach so. Einfach so? Na ja, da haben schon viele am Rad gedreht.

Gut, auch der nationale Markt ist geschrumpft, von zwanzig Millionen Liter auf derer zwölf, oder elf, oder vierzehn, in diesem Rahmen schwanken die Absätze. Export kommt von einhundertfünfzehn und ist aktuell bei zwanzig, mehr als achtzig Prozent Schwund!

Schuld haben natürlich zunächst einmal die Weingüter. Um einen guten Amontillado oder Oloroso zu fabrizieren, braucht man Zeit und Geduld. In Wirtschaftssprech übersetzt: man muss für eine gewisse Zeit auf Geld verzichten, sollte das dann aber später durch geeignete Preise wieder hereinholen. Ersteres klappt, letzteres nicht. Man kann keinen Wein im Durchschnitt zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre reifen lassen, um ihn dann für zehn Euro den halben Liter im Weingeschäft zu verkaufen, sorry: zu verramschen. Nun wird aber der Sherrymarkt von ein paar Giganten beherrscht, die oftmals ihr Geld nicht nur mit Sherry verdienen. Im Gegenteil: man leistet sich eine Sherrybodega aus Imagegründen, das Geld wird woanders verdient, von Pernod Ricard, etwa, Seagram oder wer auch immer. Die drücken dann einen Billigoloroso auf den Markt, damit der Lagerbestand nicht explodiert und die eher kleinen Produzenten können gar nicht anders als mitzuziehen. Nur haben diese Betriebe eben kein zweites, besser gesagt erstes Standbein, um Geld zu verdienen. Deswegen wechseln viele Sherryhäuser dann und wann den Eigentümer.

Der zweite Trottel in diesem Spiel ist der Verbraucher, t’schuldigung für die klare Ansage. Denn wenn mehr als die Hälfte des Sherry-Umsatzvolumens auf extrem gesüßte Produkte entfällt, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in allen wichtigen Abnehmerländern, dann darf man sich über die Konsequenzen nicht wundern. Addiert man die Exportvolumina für Cream, Pale Cream, Medium und Dry (eine etwas diffuse Kategorie, die eigentlich nur im Land der Angelsachsen getrunken wird), dann ist man bei siebzig Prozent angekommen, Fino, großenteils Industriefino, macht noch einmal fast zweiundzwanzig Prozent aus, der „Rest“ ist dann wirklich nicht viel mehr als ein Rest.

Und genau diese drei Produkte sind es, die den Markt kaputt machen: Medium, Cream und Pale Cream, denn hier reden wir nicht mehr von Terroir, von individueller Stilistik, von irgendetwas, das als Unterscheidungskriterium dient. Pale Cream basiert auf Amontillado (meistens zumindest, ist nicht verbindlich geregelt), der durch Zugabe von Alkohol auf bis zu zweiundzwanzig Prozent aufgespritzt werden kann und durch Zugabe von Süß, in welcher Form auch immer, bis zu einhundert fünfzehn Gramm Restzucker enthalten darf. Bären mögen Zucker, aber nicht in dieser Form! Glücklicherweise ist die Welt von diesem Produkt nicht wirklich betroffen, denn sechsundneunzig Prozent der gut zwei Millionen Liter werden gen UK verkauft, den Rest trinken Angelsachsinnen und Angelsachsen, die in Spanien weilen.

Schlimmer, viel schlimmer ist die Sache mit dem Cream, denn hier kommt Farbe ins Spiel. Cream basiert auf Oloroso, der Rest wie oben. Nur: während man beim Pale Cream ein British-Bleich behalten will, darf der Cream durchaus dunkel daherkommen. Wie man hellen Wein dunkel macht, das kann man sich in Málaga ohne größere Probleme anschauen. Sirup, Melasse, den Träumen sind nur wenige legale Grenzen gesetzt. Und hier reden wir dann von sieben Millionen Litern, die Jahr für Jahr über den Tresen gehen, knapp ein Viertel der gesamten Verkaufsmenge.

T’schuldigung (schon wieder), aber das Zeuch schmeckt einfach nur banal, eine süße, likörartige Flüssigkeit, die der am besten verkaufen kann, der die niedrigsten Produktionskosten hat. Je größer, desto Cream! Natürlich muss so etwas dann bei Discountern stehen, denn so richtig Geld ausgeben muss man für so etwas eigentlich nicht. Zufällig mitlesende Weinhandelnde sollten still und leise die eventuell vorhandenen Restbestände entsorgen. Nein, nicht in der Küche, Cream kann dort nur noch verschlimmbessern.

Wer nun glauben mag, dass damit alle dunklen Wolken beschrieben sind, sollte mal vorsichtig gen den mittleren Rand des Horizonts blicken, denn dort türmt sich eine dicke, fette, tief dunkle, fast schwarze Wolke auf. Ihr Name: Medium. Schlimmer geht es dann wirklich nimmer. Für Meduim kann man alles nehmen, Amontillado, Oloroso, verunglückter Manzanilla, labbriger Fino, selbst ein paar Botas Pedro Jiménez können zum Einsatz kommen, Alkohol und Zucker, siehe oben, natürlich auch. Zu Medium Sherry wird all das verarbeitet, was zu wirklich nichts anderem taugt. Und dann ist da noch diese bodenlose Frechheit, einen pappsüßen Medium mit vierundvierzig Gramm Restzucker als Medium Dry zu etikettieren. Das sollte man nicht mit mitteltrocken oder halbtrocken übersetzen, sondern das Wort Medium (der Sherry-Typ) stehen lassen, um nur das Dry in trocken zu verwandeln. Trocken auf dem Etikett und pappsüß in der Gurgel. O Herr, lass Hirn regnen. Natürlich gibt es auch Medium Sweet, der ist dann halt wirklich süß, da sind wir wieder bei bis zu einhundert und fünfzehn Gramm Zucker. Bei all diesen astronomischen Zuckerwerten sollte man im Kopf behalten, dass das Ausgangsprodukt ein durchgegorener Palomino-Wein ist, mit deutlich weniger als fünf Gramm Restzucker. Der ganze, hmmm, Rest an Zucker ist wie auch immer hinzugeschüttet. Und dieses Produkt macht knapp ein Viertel des Sherry-Umsatzes aus, international sogar mehr als dreißig Prozent, Medium ist somit das wichtigste Export-Produkt der Region. Sozusagen das Aushängeschild des Sherry. Wenn nun aber das simpelste Produkt einer Region deren Aushängeschild ist und wenn die Summe der drei simplen, komplett terroir- und personalitätsbefreiten Typen sieben von zehn Flaschen ausmacht, dann brauchen wir uns nicht zu wundern. Über gar nichts! Die Zahlen sprechen für sich selbst.

Der dritte Depp in diesem Trio ist der Consejo Regulador, und zwar der von der D.O. Jerez-Xérès-Sherry. Da die D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda mehr als neunzig Prozent der Produktion in Spanien und dort vor allem in al-Andalus verkauft, spielen die international keine Rolle. Dass der Sherry-Consejo, der natürlich von den Einnahmen via Rückenetiketten lebt, die drei Simpelsherries bewerben muss, keine Frage. Aber mit der Qualitätsweinklassifikation, die im Jahr zweitausend eingeführt wurde, hat man sich selbst ins Knie geschossen! Damals führte man die Kategorien VORS (mehr als dreißig Jahre reife [im Durchschnitt]) und VOS (das Gleiche mit zwanzig) ein, dazu kamen noch die beiden Jahresklassifikationen I.E.12 und I.E.15, die Zahl verweist auf die durchschnittliche Reifedauer in den Botas. Das hat man sich beim Whisky abgeguckt, beim Sherry funktioniert das eben nicht. Die Idee war, dass Bodegas mittels dieser Klassifizierung ihre „Top-Produkte“ teurer verkaufen können, weil der Kunde ja so dämlich sei und dies nicht selber beurteilen könne. Sorry, aber das ist Kwark! In jeder Region sieht man, dass als Gran Reserva etikettierte Weine nicht zwangsweise die teuersten oder die besten sein müssen. Nun gut, das ganze Theater brauchte ein paar Jahre, um anzulaufen. Im Jahr zweitausend und sechs war man bei dreihundert und fünfunddreißig tausend Litern dieser Kategorien angelangt, das Allzeithoch, VORS, älter als dreißig Jahre und der I.E.12 dominierten, das ist nicht sonderlich verwunderlich. Damals gab es dies aber auch nur als Amontillado, Oloroso, Palo Cortado und Pedro Ximénez. Heute gibt es auch Medium VORS und VORS Cream. Kann man so etwas nicht unterbinden? ¡Argh!

Und noch eines: gerade mal auf der Web-Seite einer im Herzen Madrids angesiedelten Weinhandlung (hat die viña im Namen) herumgelaufen. Reliquia Amontillado kostet dort neunhundert und fünfzig Euro die Flasche. Gut, nicht ganz billig. Nur: Pingus kostet sechshundert Euro mehr, gleiches Flaschenvolumen. Auch wenn man die Flasche Pingus noch so hegt und pflegt, einmal geöffnet ist allerspätestens nach sieben Tagen Schicht im Schacht: entweder Flasche leer oder Wein um. Den Reliquia, maßvoll eingenommen, kann man ein Jahr ziehen, noch länger, wenn es denn unbedingt sein muss. Und andere durchaus gute Produkte findet man für ’nen Hunni oder noch weniger. Für Produkte, die achtzig Jahre oder noch mehr auf dem Buckel haben und wirklich weltklasse sind, ist das kein hoher Preis, für einen ernsthaft guten Barolo Jahrgang zwanzig dreizehn muss man tiefer in die Tasche greifen. Text: El oso alemán

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Rebsorten

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Riesling Spätlese 2017 Late Release

Weißwein · Mosel · Riesling Spätlese (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch Mosel Spätlese · fruchtsüß Late Release · gereift

Der Thörnicher Ritsch Riesling Spätlese 2017 Late Release von Hermann Ludes ist ein bereits gereifter, mineralischer Mosel-Riesling von alten Reben – spät freigegeben und damit trinkreif, mit der kühlen Frucht und der rassigen Säure, für die die Ritsch berühmt ist.


Thörnicher Ritsch – Monument aus Schiefer

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel, an denen die Reben seit Jahrhunderten individuell kultiviert werden.

Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit in Terroir und Ausdruck dieser besonderen Lage.

Jahrgang 2017 – Mosel

2017 brachte an der Mosel nach Aprilfrösten und Ertragsverlusten einen warmen, früh verlaufenden Vegetationszyklus mit frühem Lesebeginn. Unterm Strich ein guter bis sehr guter Jahrgang mit reifen, zugleich frischen Rieslingen und tragender Säure.

Als „Late Release" wurde dieser Wein erst nach mehrjähriger Reife freigegeben – er zeigt heute bereits die ersten Reifenoten, ohne die Spannung der Ritsch zu verlieren.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2017, klassischer Prädikatswein (Spätlese, fruchtsüß).

Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung, Schraubverschluss. Vor der Freigabe reifte der Wein mehrere Jahre – Ludes füllt und veröffentlicht seine Weine bewusst dann, wenn sie ihm am besten gefallen.

Im Glas

Über der kühlen Mosel-Frucht aus Apfel und Weinbergspfirsich zeigen sich beginnende Reifenoten von Honig und getrocknetem Obst, dazu feine Schieferwürze. Am Gaumen balanciert die rassige, gaumenreinigende Säure die fruchtige Süße; salzig-mineralisch und lang im Abgang, mit der Reife eines bereits trinkreifen Rieslings.

Kühle Frucht und beginnende Reife, getragen von rassiger Säure und salziger Mineralität.

Bereits trinkreif, mit weiterem Reifepotenzial. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, Geflügelcurry, kräftigem Fisch oder reifem Käse. Auch ein eleganter Solist mit etwas Flaschenreife.


Lage: Thörnicher Ritsch (Mittelmosel); steile Schiefer-Steillage, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Spätlese (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, mehrjährige Reife vor Freigabe, Schraubverschluss

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Schaumweine

Champagne Girard-Bonnet Recueil Extrait N° 2 Grand Cru

Champagner · Côte des Blancs · Chardonnay · Grand Cru

Girard-Bonnet Recueil Extrait N° 2 Grand Cru ist die zweite Kreation der limitierten Recueil-Reihe. Die Trauben stammen von alten Chardonnay-Reben aus zwei renommierten Grand-Cru-Lagen der Côte des Blancs – je zur Hälfte aus Le Mesnil-sur-Oger und Oger. Eine einmalige Cuvée, die ausschließlich für diesen Jahrgang entstand. Im Glas präzise, tiefgründig und salzig-mineralisch.


Côte des Blancs

Die Trauben stammen aus den Grand-Cru-Dörfern Le Mesnil-sur-Oger und Oger in der Côte des Blancs. Die Ton-Kalk-Böden auf Campanien-Kreide sorgen für Struktur und Finesse, die alten Reben für Ausdruck und Dichte.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs) von alten Reben. Beide Partien wurden direkt am Presshaus vereint und in nur einem einzigen Edelstahltank ausgebaut. Nach zehn Monaten im Tank ruhte der Wein über 50 Monate auf der Hefe, bevor er degorgiert wurde.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Am Gaumen präzise und tiefgründig, mit kühler Mineralität, saliner Frische und eleganter Reife. Struktur und Dichte treffen auf Finesse. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, edler Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Le Mesnil-sur-Oger & Oger (Grand Cru), Côte des Blancs (Champagne); Ton/Kalk über Campanien-Kreide
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Blanc de Blancs
Ausbau: ein einzelner Edelstahltank, 10 Monate Tank + über 50 Monate Hefelager

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Schaumweine

Pertois-Lebrun Champagne Le Fond Du Bateau Chouilly Grand Cru

Champagner · Chouilly Grand Cru · Chardonnay · Extra Brut

Pertois-Lebrun Le Fond du Bateau Grand Cru Extra Brut ist die erste Einzellagen-Cuvée der Kollektion „Les Fidèles" und stammt aus der gleichnamigen Parzelle am südlichen Ende der Grand-Cru-Weinberge von Chouilly. Der 1,44 Hektar große Weinberg wurde 1955 von Großvater Paul Pertois angelegt. Im Glas ein präziser, cremiger Blanc de Blancs mit kreidiger Spannung.


Chouilly Grand Cru

Chouilly ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde der Côte des Blancs. Die ostexponierten, über 50 Jahre alten Reben wurzeln tief in kalkhaltigen, siltig-kreidehaltigen Böden aus der Oberkreidezeit, was dem Wein Spannung, Frische und salzige Mineralität verleiht. Die Bewirtschaftung erfolgt naturnah mit organischen Düngern, mechanischer Bodenbearbeitung und biodynamischen Grundsätzen.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs) und ausschließlich aus der ersten Pressung (Cuvée). Nach der Gärung bei 17 °C reift der Grundwein zehn Monate auf der Feinhefe, zu 53 % im Edelstahltank und 47 % im Holzfass, ohne Schönung und Filtration. Nach mindestens neun Jahren Hefelager mit 2 g/l Dosage als Extra Brut abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel und exotische Noten von Litschi und Ananas, dazu Vanille, geröstetes Brot und Lakritz. Am Gaumen präzise und klar, zugleich geschmeidig und cremig; klare Zitrusfrische verbindet sich mit ausgeprägter Kreidigkeit und feiner salziger Spannung bis in den langen, eleganten Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, edler Fisch, Meeresfrüchte und Geflügel.


Lage: Le Fond du Bateau, Chouilly Grand Cru, Côte des Blancs (Champagne); Kalk/Kreide, Ostlage
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Extra Brut, Blanc de Blancs (Einzellage)
Ausbau: Erstpressung, 53 % Edelstahl / 47 % Holzfass, 10 Monate Feinhefe, mind. 9 Jahre Hefelager, 2 g/l

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Weine

Calalenta Pecorino Terre di Chieti Bianco

Weißwein · Pecorino · Abruzzen · Italien

Calalenta Pecorino ist ein frischer, trockener Weißwein der Fantini Group aus den Abruzzen. Reinsortiger Pecorino aus den Terre di Chieti – hellgelb, mit dem Duft weißer Früchte, vor allem Birne, elegant und saftig am Gaumen.


Terre di Chieti

Die Trauben stammen aus den Terre di Chieti in den Abruzzen. Pecorino ist eine autochthone Weißweinsorte der Region – nicht zu verwechseln mit dem Käse – die frische, aromatische Weine hervorbringt. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Pecorino. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die sortentypische Frische und die feine Fruchtaromatik. So entsteht ein eleganter, zugänglicher Weißwein.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase der Duft weißer Früchte, vor allem Birne. Am Gaumen elegant, mit Frische und Saftigkeit, gut eingebundener Säure und harmonischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zu leichter Küche.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Antipasti, Geflügel und Pasta mit hellen Saucen.


Lage: Abruzzen (Italien)
Klassifikation: Terre di Chieti IGT – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Feinkost

Vigilante Sardinas en Tomate - Sardinen in Tomaten

Feinkost · Sardinen · Spanien

Vigilante Sardinas en Tomate sind Sardinen in Tomatensauce aus Spanien – ein herzhafter, unkomplizierter Klassiker der Vorratskammer.


Herkunft / Spanien

Konservierte Sardinen gehören zu den beliebten Meereskonserven Spaniens. In Tomatensauce eingelegt, sind sie ein herzhafter Klassiker – schnell verfügbar und vielseitig einsetzbar. Hier von der Marke Vigilante.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Sardinen in einer Tomatensauce, abgerundet mit Öl und Gewürzen. Die Tomatensauce gibt den Sardinen ihre fruchtig-würzige Note. (Genaue Zutatenliste laut Etikett.)

Geschmack

Herzhaft und würzig, mit dem kräftigen, meerigen Aroma der Sardine und der fruchtigen Säure der Tomate. Saftige, zarte Textur.

In der Küche

Direkt aus der Dose oder kurz erwärmt genießen.

Ideal: auf geröstetem Brot, zu Reis, in Pasta, zu Kartoffeln oder als herzhafte Tapa.


Hersteller: Vigilante (Spanien)
Produkt: Sardinas en Tomate – Sardinen in Tomatensauce
Zutaten: Sardinen, Tomate, Öl, Salz, Gewürze (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Spanien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 01.01.2029

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Rebsorten

Argentiera Bolgheri Superiore 2020

Wein · Rotwein · Bolgheri · Italien

Argentiera Bolgheri Superiore ist eine spannende Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, bei der die Weinregion Bordeaux Pate steht. Dichtes, glänzendes Violettrot; intensives Bukett von Roter Grütze, schwarzer Johannisbeere, Gewürzen, Kaffee und dunkler Schokolade. Am Gaumen modern geprägt: satte Frucht, elegante Länge, finessenreich und vollmundig. Großes Potenzial!


Bolgheri / Toskana

Die Tenuta Argentiera liegt im Süden der Bolgheri DOC an der toskanischen Maremma-Küste – als meeresnächstes und zugleich höchstgelegenes Gut der Appellation (~200 m). Kalk-, Ton- und Schotterböden sowie kühlende Tyrrhenische Meeresbrisen prägen den Stil. In Nachbarschaft zu Größen wie Sassicaia und Ornellaia entsteht hier ein Bolgheri im klassischen Super-Tuscan-Geist.

Assemblage und Ausbau

Bordeaux-Cuvée mit Merlot als Hauptanteil, ergänzt um Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Jede Sorte wird separat im Edelstahl vergoren; die malolaktische Gärung findet im Barrique statt. Anschließend reift der Wein 14–16 Monate in französischen 225-Liter-Barriques (teils neu), gefolgt von einer Flaschenreife. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes, glänzendes Violettrot. In der Nase intensiv: Rote Grütze, schwarze Johannisbeere, Gewürze, Kaffee und dunkle Schokolade. Am Gaumen modern geprägt, mit satter Frucht, samtigen reifen Tanninen, eleganter Länge und vollmundigem Abgang. Großes Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei rund 18 °C servieren und vor dem Genuss dekantieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: Bistecca alla Fiorentina, Lamm, Wild, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Bolgheri DOC Superiore, Toskana (Italien); Tenuta Argentiera
Klassifikation: Bolgheri Superiore DOC – Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon & Cabernet Franc, trocken
Ausbau: 14–16 Monate in französischen Barriques (225 l, teils neu), anschließend Flaschenreife

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Feinkost

La Delicieuse Mayonnaise 250 ml

Feinkost · Mayonnaise · Belgien

Conserverie & Moutarderie Belge La Délicieuse Mayonnaise ist eine feine belgische Mayonnaise nach traditioneller Art. Belgische Mayonnaise gilt als besonders reichhaltig – mit hohem Eigelb-Anteil und cremiger Textur. Vollmundig, samtig und aromatisch. Vielseitig in der Küche einsetzbar.


Herkunft

Die Conserverie & Moutarderie Belge ist ein belgisches Traditionshaus für Senf und Feinkost-Spezialitäten. Belgien ist für seine reichhaltige, eigelbbetonte Mayonnaise bekannt – ein fester Bestandteil der Landesküche, etwa zu Pommes frites.

Anbau und Verarbeitung

Hergestellt nach traditioneller belgischer Art mit hohem Eigelb-Anteil. Das verleiht der Mayonnaise ihre cremige, vollmundige Textur und den aromatischen Geschmack.

Geschmack

Cremig und samtig, vollmundig im Mund. Aromatisch und ausgewogen, mit feiner Würze.

Am Tisch

Vielseitig: als Dip, zum Verfeinern von Salaten oder als Basis für Saucen.

Klassische Begleitung: Pommes frites, gegrilltes Fleisch, Fisch, Sandwiches und Gemüse.


Hersteller: Conserverie & Moutarderie Belge (Belgien)
Produkt: La Délicieuse Mayonnaise
Sorte: Mayonnaise nach belgischer Art
Herkunft: Belgien
Verarbeitung: traditionell hergestellt, eigelbbetont
Mindesthaltbarkeit (MHD): 19.08.2026

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Länder/Regionen

Domaine Sylvain Cathiard Hautes Cotes de Nuits Aux Chaumes 2023

Rotwein · Bourgogne Hautes Côtes de Nuits · Pinot Noir

Pinot Noir Hautes Côtes de Nuits AOC Côte de Nuits 2023 Aux Chaumes

Der Bourgogne Hautes Côtes de Nuits Aux Chaumes 2023 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist ein präziser, saftiger Pinot Noir aus einer Einzellage auf dem Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges – reine, energiegeladene Frucht mit der unverwechselbaren Cathiard-Handschrift.


Aux Chaumes – Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges

Aux Chaumes liegt auf einem Plateau oberhalb der großen Premiers Crus von Nuits-St-Georges, von Les Pruliers bis Les Saint Georges. Der Boden ist überwiegend Kalkstein mit etwas Ton; stilistisch steht die Lage zwischen der gourmandhaften Pièce Dame Marie und der mineralisch-linearen Dames Huguette – breiter und geschmeidiger.

Die in Vosne-Romanée beheimatete Domaine erwarb ab 2019 mehrere Hektar in den Hautes Côtes; 2023 ist der fünfte Jahrgang dieser Cuvée unter Sébastien Cathiard.

Jahrgang 2023 – Hautes Côtes de Nuits

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Die kühlere Höhenlage spielt gerade in warmen Jahrgängen ihren Vorteil aus: kühle Reife und nahtlose Trinkigkeit bei erhaltener Frische.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Vollständig entrappt nach sorgfältiger Selektion, rund zehn Tage Kaltmazeration, anschließend Spontangärung über 10–30 Tage. Der Ausbau dauert 15–18 Monate im Fass, mit bewusst reduziertem Anteil neuen Holzes (Regional-Niveau etwa 20–25 %). Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; biologische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert).

Im Glas

Ein subtiles, florales Bouquet mit Präzision und reiner, energiegeladener roter Frucht – Himbeere und Johannisbeere, eine Spur dunkler als beim regulären Hautes-Côtes. Am Gaumen mundfüllend und geschmeidig, mit reifen, griffigen Tanninen und einem salzig-mineralischen, saftigen Abgang.

Reine, energiegeladene Frucht auf salzig-mineralischem Grund – Hautes Côtes mit Cathiard-Präzision.

Bereits jung zugänglich; Trinkfenster etwa 2026–2032. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel, Federwild, Pilzgerichte oder mittelkräftiger Käse. Ein eleganter, saftiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Bourgogne Hautes Côtes de Nuits „Aux Chaumes"; Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges, überwiegend Kalkstein mit etwas Ton
Klassifikation: Régionale (Bourgogne Hautes Côtes de Nuits AOC)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, ~10 Tage Kaltmazeration, 15–18 Monate Fass, ca. 20–25 % neues Holz, ungeschönt und unfiltriert · biologisch (nicht zertifiziert)

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