Sherry – Mächte und Märkte

Eigentlich sollte hier ein ganz anderer Text erscheinen, einer über Fondillón. ¿Fondi-wer? Das ist ein sherryähnliches Produkt aus dem Südosten Spaniens, genauer gesagt aus der Region um Alicante. Da es, je nach Zählweise, gerade einmal neun oder doch nur sechs Erzeuger dieses Produktes gibt (weltweit!), ist das schon eine Bäruntersuchung wert. Nur:  zumindest die fünf, die der Bär besucht hat, erzählen alle unterschiedliche Geschichte, wie durch eine unsichtbare Hand genau auf das zugeschnitten, was es dann zu verkosten gibt. So etwas mag der Bär nun gar nicht, es braucht also erst einmal eine grundlegende Grundlagenforschung. Fondillón ist nun mehr als zweihundert Jahre alt, da kommt es auf ein paar Monate mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Desderweing und douderhalb (obärfrenggisch) bleiben wir noch ein wenig beim Thema Sherry. Heute soll es aber nicht um Sherrytypen gehen, sondern um die Typen jedweden Geschlechts, die Sherry trinken oder saufen oder gerade eben dies nicht mehr tun. Eine kleine Marktanalyse also. Der Grundtenor: die Verkaufszahlen schießen gen Boden und das Produkt banalisiert sich auf erbärmliche (hat nix mit bär zu tun) Weise. Zwei Zahlen, die das ganze Elend perfekt beschreiben: vor fünfunddreißig Jahren verkauften die zu Jerezanien und Sanlúcarien einhunder neunundzwanzig Millionen Liter Sherry, oder was da halt so alles mit dranhängt. Im letzten Geschäftsjahr für das Zahlen vorliegen, zwanzig siebzehn also, waren es gerade einmal noch zweiunddreißig Millionen fünfhundertsechzig Tausend Liter; drei Viertel des Marktes sind weg. Wech! Einfach so. Einfach so? Na ja, da haben schon viele am Rad gedreht.

Gut, auch der nationale Markt ist geschrumpft, von zwanzig Millionen Liter auf derer zwölf, oder elf, oder vierzehn, in diesem Rahmen schwanken die Absätze. Export kommt von einhundertfünfzehn und ist aktuell bei zwanzig, mehr als achtzig Prozent Schwund!

Schuld haben natürlich zunächst einmal die Weingüter. Um einen guten Amontillado oder Oloroso zu fabrizieren, braucht man Zeit und Geduld. In Wirtschaftssprech übersetzt: man muss für eine gewisse Zeit auf Geld verzichten, sollte das dann aber später durch geeignete Preise wieder hereinholen. Ersteres klappt, letzteres nicht. Man kann keinen Wein im Durchschnitt zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre reifen lassen, um ihn dann für zehn Euro den halben Liter im Weingeschäft zu verkaufen, sorry: zu verramschen. Nun wird aber der Sherrymarkt von ein paar Giganten beherrscht, die oftmals ihr Geld nicht nur mit Sherry verdienen. Im Gegenteil: man leistet sich eine Sherrybodega aus Imagegründen, das Geld wird woanders verdient, von Pernod Ricard, etwa, Seagram oder wer auch immer. Die drücken dann einen Billigoloroso auf den Markt, damit der Lagerbestand nicht explodiert und die eher kleinen Produzenten können gar nicht anders als mitzuziehen. Nur haben diese Betriebe eben kein zweites, besser gesagt erstes Standbein, um Geld zu verdienen. Deswegen wechseln viele Sherryhäuser dann und wann den Eigentümer.

Der zweite Trottel in diesem Spiel ist der Verbraucher, t’schuldigung für die klare Ansage. Denn wenn mehr als die Hälfte des Sherry-Umsatzvolumens auf extrem gesüßte Produkte entfällt, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in allen wichtigen Abnehmerländern, dann darf man sich über die Konsequenzen nicht wundern. Addiert man die Exportvolumina für Cream, Pale Cream, Medium und Dry (eine etwas diffuse Kategorie, die eigentlich nur im Land der Angelsachsen getrunken wird), dann ist man bei siebzig Prozent angekommen, Fino, großenteils Industriefino, macht noch einmal fast zweiundzwanzig Prozent aus, der „Rest“ ist dann wirklich nicht viel mehr als ein Rest.

Und genau diese drei Produkte sind es, die den Markt kaputt machen: Medium, Cream und Pale Cream, denn hier reden wir nicht mehr von Terroir, von individueller Stilistik, von irgendetwas, das als Unterscheidungskriterium dient. Pale Cream basiert auf Amontillado (meistens zumindest, ist nicht verbindlich geregelt), der durch Zugabe von Alkohol auf bis zu zweiundzwanzig Prozent aufgespritzt werden kann und durch Zugabe von Süß, in welcher Form auch immer, bis zu einhundert fünfzehn Gramm Restzucker enthalten darf. Bären mögen Zucker, aber nicht in dieser Form! Glücklicherweise ist die Welt von diesem Produkt nicht wirklich betroffen, denn sechsundneunzig Prozent der gut zwei Millionen Liter werden gen UK verkauft, den Rest trinken Angelsachsinnen und Angelsachsen, die in Spanien weilen.

Schlimmer, viel schlimmer ist die Sache mit dem Cream, denn hier kommt Farbe ins Spiel. Cream basiert auf Oloroso, der Rest wie oben. Nur: während man beim Pale Cream ein British-Bleich behalten will, darf der Cream durchaus dunkel daherkommen. Wie man hellen Wein dunkel macht, das kann man sich in Málaga ohne größere Probleme anschauen. Sirup, Melasse, den Träumen sind nur wenige legale Grenzen gesetzt. Und hier reden wir dann von sieben Millionen Litern, die Jahr für Jahr über den Tresen gehen, knapp ein Viertel der gesamten Verkaufsmenge.

T’schuldigung (schon wieder), aber das Zeuch schmeckt einfach nur banal, eine süße, likörartige Flüssigkeit, die der am besten verkaufen kann, der die niedrigsten Produktionskosten hat. Je größer, desto Cream! Natürlich muss so etwas dann bei Discountern stehen, denn so richtig Geld ausgeben muss man für so etwas eigentlich nicht. Zufällig mitlesende Weinhandelnde sollten still und leise die eventuell vorhandenen Restbestände entsorgen. Nein, nicht in der Küche, Cream kann dort nur noch verschlimmbessern.

Wer nun glauben mag, dass damit alle dunklen Wolken beschrieben sind, sollte mal vorsichtig gen den mittleren Rand des Horizonts blicken, denn dort türmt sich eine dicke, fette, tief dunkle, fast schwarze Wolke auf. Ihr Name: Medium. Schlimmer geht es dann wirklich nimmer. Für Meduim kann man alles nehmen, Amontillado, Oloroso, verunglückter Manzanilla, labbriger Fino, selbst ein paar Botas Pedro Jiménez können zum Einsatz kommen, Alkohol und Zucker, siehe oben, natürlich auch. Zu Medium Sherry wird all das verarbeitet, was zu wirklich nichts anderem taugt. Und dann ist da noch diese bodenlose Frechheit, einen pappsüßen Medium mit vierundvierzig Gramm Restzucker als Medium Dry zu etikettieren. Das sollte man nicht mit mitteltrocken oder halbtrocken übersetzen, sondern das Wort Medium (der Sherry-Typ) stehen lassen, um nur das Dry in trocken zu verwandeln. Trocken auf dem Etikett und pappsüß in der Gurgel. O Herr, lass Hirn regnen. Natürlich gibt es auch Medium Sweet, der ist dann halt wirklich süß, da sind wir wieder bei bis zu einhundert und fünfzehn Gramm Zucker. Bei all diesen astronomischen Zuckerwerten sollte man im Kopf behalten, dass das Ausgangsprodukt ein durchgegorener Palomino-Wein ist, mit deutlich weniger als fünf Gramm Restzucker. Der ganze, hmmm, Rest an Zucker ist wie auch immer hinzugeschüttet. Und dieses Produkt macht knapp ein Viertel des Sherry-Umsatzes aus, international sogar mehr als dreißig Prozent, Medium ist somit das wichtigste Export-Produkt der Region. Sozusagen das Aushängeschild des Sherry. Wenn nun aber das simpelste Produkt einer Region deren Aushängeschild ist und wenn die Summe der drei simplen, komplett terroir- und personalitätsbefreiten Typen sieben von zehn Flaschen ausmacht, dann brauchen wir uns nicht zu wundern. Über gar nichts! Die Zahlen sprechen für sich selbst.

Der dritte Depp in diesem Trio ist der Consejo Regulador, und zwar der von der D.O. Jerez-Xérès-Sherry. Da die D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda mehr als neunzig Prozent der Produktion in Spanien und dort vor allem in al-Andalus verkauft, spielen die international keine Rolle. Dass der Sherry-Consejo, der natürlich von den Einnahmen via Rückenetiketten lebt, die drei Simpelsherries bewerben muss, keine Frage. Aber mit der Qualitätsweinklassifikation, die im Jahr zweitausend eingeführt wurde, hat man sich selbst ins Knie geschossen! Damals führte man die Kategorien VORS (mehr als dreißig Jahre reife [im Durchschnitt]) und VOS (das Gleiche mit zwanzig) ein, dazu kamen noch die beiden Jahresklassifikationen I.E.12 und I.E.15, die Zahl verweist auf die durchschnittliche Reifedauer in den Botas. Das hat man sich beim Whisky abgeguckt, beim Sherry funktioniert das eben nicht. Die Idee war, dass Bodegas mittels dieser Klassifizierung ihre „Top-Produkte“ teurer verkaufen können, weil der Kunde ja so dämlich sei und dies nicht selber beurteilen könne. Sorry, aber das ist Kwark! In jeder Region sieht man, dass als Gran Reserva etikettierte Weine nicht zwangsweise die teuersten oder die besten sein müssen. Nun gut, das ganze Theater brauchte ein paar Jahre, um anzulaufen. Im Jahr zweitausend und sechs war man bei dreihundert und fünfunddreißig tausend Litern dieser Kategorien angelangt, das Allzeithoch, VORS, älter als dreißig Jahre und der I.E.12 dominierten, das ist nicht sonderlich verwunderlich. Damals gab es dies aber auch nur als Amontillado, Oloroso, Palo Cortado und Pedro Ximénez. Heute gibt es auch Medium VORS und VORS Cream. Kann man so etwas nicht unterbinden? ¡Argh!

Und noch eines: gerade mal auf der Web-Seite einer im Herzen Madrids angesiedelten Weinhandlung (hat die viña im Namen) herumgelaufen. Reliquia Amontillado kostet dort neunhundert und fünfzig Euro die Flasche. Gut, nicht ganz billig. Nur: Pingus kostet sechshundert Euro mehr, gleiches Flaschenvolumen. Auch wenn man die Flasche Pingus noch so hegt und pflegt, einmal geöffnet ist allerspätestens nach sieben Tagen Schicht im Schacht: entweder Flasche leer oder Wein um. Den Reliquia, maßvoll eingenommen, kann man ein Jahr ziehen, noch länger, wenn es denn unbedingt sein muss. Und andere durchaus gute Produkte findet man für ’nen Hunni oder noch weniger. Für Produkte, die achtzig Jahre oder noch mehr auf dem Buckel haben und wirklich weltklasse sind, ist das kein hoher Preis, für einen ernsthaft guten Barolo Jahrgang zwanzig dreizehn muss man tiefer in die Tasche greifen. Text: El oso alemán

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Südafrika

Fish Wives Club Merlot

Wein · Rotwein · Stellenbosch · Südafrika

The Fishwives Club Merlot ist ein klassischer Merlot: weich, geschmeidig, rund und saftig, mit beerenfruchtigen Noten von Pflaume, reifer Kirsche und dunkler Schokolade.


Stellenbosch / Südafrika

The Fishwives Club ist eine Boutique-Weinmarke aus Kapstadt, gegründet 2013 von Patrick James Robertson; die Weine entstehen mit Weinmacher Theunis Van Zyl (Imbuko Wines). Der Merlot stammt aus Stellenbosch, einer der renommiertesten Rotwein-Regionen Südafrikas.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Merlot. Die Reifung erfolgt mit französischem Eichenholz, das dem Wein Geschmeidigkeit, sanfte Würze und die Note dunkler Schokolade verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase Pflaume, reife Kirsche und dunkle Schokolade. Am Gaumen weich, geschmeidig, rund und saftig, mit feiner Beerenfrucht, samtigen Tanninen und harmonischem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter, vielseitiger Essensbegleiter.

Passt zu: rotem Fleisch, Pasta mit Fleischsauce, Geflügel, Schmorgerichten und mittelreifem Käse.


Lage: Stellenbosch (Western Cape, Südafrika); The Fishwives Club, Kapstadt
Klassifikation: Stellenbosch – 100 % Merlot, trocken
Ausbau: Reifung mit französischem Eichenholz

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Feinkost

Vigilante Sardinas en Tomate - Sardinen in Tomaten

Feinkost · Sardinen · Spanien

Vigilante Sardinas en Tomate sind Sardinen in Tomatensauce aus Spanien – ein herzhafter, unkomplizierter Klassiker der Vorratskammer.


Herkunft / Spanien

Konservierte Sardinen gehören zu den beliebten Meereskonserven Spaniens. In Tomatensauce eingelegt, sind sie ein herzhafter Klassiker – schnell verfügbar und vielseitig einsetzbar. Hier von der Marke Vigilante.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Sardinen in einer Tomatensauce, abgerundet mit Öl und Gewürzen. Die Tomatensauce gibt den Sardinen ihre fruchtig-würzige Note. (Genaue Zutatenliste laut Etikett.)

Geschmack

Herzhaft und würzig, mit dem kräftigen, meerigen Aroma der Sardine und der fruchtigen Säure der Tomate. Saftige, zarte Textur.

In der Küche

Direkt aus der Dose oder kurz erwärmt genießen.

Ideal: auf geröstetem Brot, zu Reis, in Pasta, zu Kartoffeln oder als herzhafte Tapa.


Hersteller: Vigilante (Spanien)
Produkt: Sardinas en Tomate – Sardinen in Tomatensauce
Zutaten: Sardinen, Tomate, Öl, Salz, Gewürze (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Spanien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 01.01.2029

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Länder/Regionen

Michel Sarrazin Givry 1er Cru Blanc Champs Lalot 2024

Weißwein · Givry 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Givry 1er Cru Champs Lalot Côte Chalonnaise Ostlage 2024

Der Michel Sarrazin Givry 1er Cru Blanc „Champs Lalot" 2024 stammt aus einer besonders hochwertigen Parzelle der Côte Chalonnaise – elegant und mineralisch, getragen von einer formidablen Frische und einer feinen, harmonischen Länge.


Givry 1er Cru „Champs Lalot"

Das Domaine Michel Sarrazin et Fils in Jambles zählt zu den großen Referenzen der Appellation Givry in der Côte Chalonnaise – ein Familiengut mit Wurzeln im 17. Jahrhundert, heute geführt von den Brüdern Guy und Jean-Yves Sarrazin und kontrolliert bewirtschaftet (reduzierter Pflanzenschutz).

Der Givry Premier Cru „Champs Lalot" stammt aus einer besonders hochwertigen Parzelle der gleichnamigen Lage; ein Teil des Weinbergs wurde erst Anfang der 2010er-Jahre aufgrund seiner Qualität in den Rang eines Premier Cru erhoben. Die Reben der Domaine befinden sich im höher gelegenen, nach Osten ausgerichteten Abschnitt der Lage. Die Böden sind von tonreichen Kalksteinstrukturen geprägt, die Wasser gut speichern und selbst in trockenen Jahren eine stabile Versorgung der Reben gewährleisten.

Jahrgang 2024 – Burgund

Das Weinjahr 2024 im Burgund war ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter und ein früher Austrieb, gefolgt von einem feucht-kühlen Frühjahr mit vereinzelten Frostnächten und regionalem Hagel. Der hohe Krankheitsdruck verlangte intensive Weinbergsarbeit, die Erträge sanken teils um bis zu 60 %. Ein trockenerer Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese fiel später aus als in den warmen Vorjahren und erforderte strenge Selektion.

Die Mostgewichte blieben im gemäßigten Bereich, sodass balancierte, eher leichtere Weine entstanden. Die Weißweine zeigen sich klar, fein strukturiert und von pikanter Frische, mit präziser Linienführung und kühler, herkunftstypischer Eleganz – 2024 ist ein Jahr des Winzers, in dem sorgfältige Arbeit den Unterschied machte.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Die Trauben werden schonend verarbeitet und sorgfältig vinifiziert; der Ausbau erfolgt behutsam. Die Abfüllung geschieht mit minimaler Klärung, um möglichst viel Ausdruck und Substanz zu erhalten – ein leichter Bodensatz kann daher ganz natürlich auftreten.

Im Glas

Klar und brillant mit goldenen Reflexen. Die Nase öffnet sich mit feinen floralen Noten, begleitet von Zitrusfrüchten, weißen Blüten und einem Hauch von Steinobst. Am Gaumen elegant und mineralisch, getragen von einer formidablen Frische und einer feinen, harmonischen Länge.

Elegant und mineralisch, getragen von formidabler Frische und harmonischer Länge.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Pilzgerichten sowie zu jungem Hartkäse.


Lage: Givry 1er Cru „Champs Lalot", Jambles, Côte Chalonnaise (Frankreich); höher gelegener, ostexponierter Abschnitt, tonreiche Kalksteinböden
Klassifikation: Givry 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; schonende Vinifikation, behutsamer Ausbau, minimale Klärung (leichter Bodensatz möglich); reduzierter Pflanzenschutz

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Schaumweine

Dönnhoff Pinot Sekt 2021 Brut

Der Dönnhoff Pinot Sekt 2021 Brut ist ein Blanc de Noirs aus weiß gekeltertem Spätburgunder. Seine Trauben wachsen im Roxheimer Höllenpfad – als VDP.Große Lage klassifiziert – an Reben, die rund 40 Jahre alt sind. Nach 50 Monaten auf der Hefe wurde er von Hand degorgiert. Es gibt nur 1.436 nummerierte Flaschen.

Im Glas

Helles Gelb mit leichtem Kupferton, feine Perlen. Quitte und weißer Pfirsich in der Nase, dazu Haselnuss, Gebäck von der Hefe und etwas Rauch. Im Mund trocken und klar, mit kreidig-salzigem Gerüst. Vom Spätburgunder kommt hier Körper statt Frucht. Der Abgang ist lang und herb.

Mach was draus

Zu Austern, Sashimi, Kalbstatar, gebratenem Zander, Räucheraal oder Jakobsmuscheln. Auch zu Poularde in Rahmsauce oder gereiftem Comté. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas und gib ihm zehn Minuten. Er reift bis etwa 2034.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der Pinot Sekt ist für mich einer der spannendsten Sekte Deutschlands. Große Lage, viel Zeit – und das schmeckt man.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist am Höllenpfad besonders? Der Boden ist roter, verwitterter Rotliegend-Sandstein, der Wärme gut speichert. Darum wächst hier neben Riesling auch Spätburgunder.

Wie wird er gemacht? Handverlesen und sanft im Ganzen gepresst; der Grundwein reift in einem Stückfass, das 60 Jahre auf dem Buckel hat. Dann Flaschengärung, 50 Monate Hefelager, Rütteln von Hand. Degorgiert am 27. August 2026, dosiert als Brut.

Warum eine Große Lage für Sekt? Weil die Trauben auch einen großen Stillwein hergeben würden. Genau darum geht es bei dieser Flasche.

Spätburgunder als Blanc de Noirs · Roxheimer Höllenpfad (Im Mühlenberg), VDP.Große Lage · Rotliegend-Sandstein · Reben ca. 40 Jahre · Jahrgang 2021 · 60 Jahre altes Stückfass · Flaschengärung · Hefelager 50 Monate · Handrütteln · degorgiert 27.08.2026 · Brut · 1.436 Flaschen · Weingut Dönnhoff, Oberhausen an der Nahe · Stand: Oktober 2026

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Spirituosen

Thompson's Bordelais Grape Gin

Spirituose · Gin · Bordeaux · Frankreich

Thompson's Bordelais Grape Gin ist ein französischer Gin, dessen Besonderheit in der Verbindung von Wacholder und der Frucht des Bordelais liegt – ein Gin mit weinig-aromatischem Charakter aus dem Bordeaux.


Herkunft / Bordeaux

Der Gin stammt aus dem Bordelais in Frankreich – einer der berühmtesten Weinregionen der Welt. Diese Herkunft prägt den Gin, der die Tradition des Bordeaux mit der Welt der Wacholderdestillate verbindet.

Botanicals und Destillation

Wie für Gin charakteristisch steht der Wacholder im Zentrum, ergänzt um weitere Botanicals. Die Verbindung zum Bordelais verleiht dem Gin eine feine, traubig-weinige Note. (Genaue Basis, Botanicals und Destillationsangaben bitte dem Etikett/Steckbrief entnehmen.)

Im Glas

Klar. In der Nase Wacholder mit feiner, traubig-fruchtiger Note. Am Gaumen aromatisch und ausgewogen, mit der typischen Gin-Würze und einer eleganten, weinig-fruchtigen Komponente.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder als Basis für Longdrinks und Cocktails.

Ideal: im Gin Tonic, im Martini oder in fruchtigen Gin-Cocktails.


Herkunft: Bordeaux / Bordelais (Frankreich); Thompson's
Art: Gin (Bordelais Grape Gin)
Botanicals: Wacholder u. a. (genaue Liste laut Etikett)

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Weine

Etienne Sauzet Puligny Montrachet 2023 BIO

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet AOC 7 Parzellen · 3,34 ha (1989) Côte de Beaune 2023 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet 2023 der Domaine Etienne Sauzet zeigt, dass Chardonnay alles andere als eindimensional ist. Ein Kraftpaket voller Mineralität, Tiefe und Länge, dabei stets fein und elegant am Gaumen – ein Village-Chardonnay, der regelrecht durch den Mund tanzt.


Puligny-Montrachet – Village aus sieben Parzellen

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune ist weltberühmt für seine Chardonnays; vier Grand Crus und 17 Premier Crus haben hier ihre Heimat. Die kalksteinreichen Böden geben den Weinen feine Mineralität und feste Struktur, die sie von den Nachbarn Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Der Village-Wein von Sauzet stammt aus sieben Parzellen rund um das Dorf (rund 3,34 Hektar, gepflanzt 1989) und verbindet florale Eleganz mit mineralischem Biss. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der die mineralische Tiefe dieses Puligny trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, biologisch (FR-BIO-01), aus sieben Parzellen rund ums Dorf.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Ein Kraftpaket voller Mineralität, Tiefe und Länge, dabei fein und elegant. Florale Noten und Zitrus treffen auf steinige Mineralität; am Gaumen tänzelt der Wein leichtfüßig und endet lang.

Mineralität, Tiefe und Länge, dabei fein und elegant – ein Village-Chardonnay, der durch den Mund tanzt.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger Begleiter für die feine weiße Küche.


Lage: Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); 7 Parzellen rund ums Dorf, kalksteinreich; Sauzet 3,34 ha (1989)
Klassifikation: Puligny-Montrachet AOC; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Spanien

Hika Txinpart Txakoli Sparkling Extra Brut

Txinparta heißt auf Baskisch Funke – und der springt hier über. Der Txinpart von Hika ist ein Schaumwein aus reinem Hondarrabi Zuri, der traditionellen Sorte des Txakoli, gewachsen an den Hängen über Villabona im Oria-Tal. Die zweite Gärung passiert klassisch in der Flasche; zusammengerechnet verbringt er 26 Monate mit seiner Hefe und wird als Extra Brut gefüllt.

Im Glas

Hellgelb mit grünen Reflexen, klar, mit sehr feinen, ausdauernden Perlen. Im Duft Birne und weißer Pfirsich, dazu ein Hauch Meersalz und frischer Hefeteig. Im Mund straff und lebendig, die Perlen fügen sich cremig ein. Seine Säure zieht bis in ein langes, salziges Finale.

Mach was draus

Ein Begleiter vom Aperitif bis zum Hauptgang: Austern, Kokotxas, Meeresfrüchte und Fisch vom Grill. Dank Struktur und Hefereife verträgt er auch kräftigere Vorspeisen, Croquetas oder Frittiertes. Am besten zwischen 6 und 8 °C servieren.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Txinpart beweist, dass Txakoli auch als Schaumwein eine große Nummer ist. Salz, Frische, Tiefe.“

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Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Die Reifung läuft in ungewöhnlicher Reihenfolge: Zuerst ruht der Grundwein 14 Monate im Tank, und zwar mit seiner feinen Hefe. Erst danach geht er in die Flasche, gärt dort ein zweites Mal und reift weitere 12 Monate bei 16 °C. Gerüttelt wird von Hand am Pult.

Warum das lange Tanklager? So wird die kantige Säure dieser Rebsorte bereits gezähmt, bevor überhaupt Bläschen entstehen, und der Wein gewinnt Textur.

Wer steht dahinter? Die junge Bodega Hika oberhalb von Villabona, angestoßen von Axier Arrieta.

100 % Hondarrabi Zuri · eigene Hanglagen, Otelarre/Villabona, Oria-Tal · lehmig-tonig · D.O. Getariako Txakolina · traditionelle Flaschengärung · Tanklager auf Feinhefe: 14 Mon. · Flaschenlager: 12 Mon. bei 16 °C · Handrüttelung · Extra Brut · Bodega Hika, Villabona (Gipuzkoa, Baskenland) · Stand: Oktober 2026

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Länder/Regionen

Hensel und Gretel rot

Die HENSEL & GRETEL Parzellen befinden sich zwischen der Vorderpfälzer Ebene und dem Haardtrand auf kiesig steinigen Untergrund. Das Lesegut der einzelnen Partien wurde reif, gesund und differenziert voneinander geerntet. Anschließend traditionelle Maischevergoren, mit einer folgenden Standzeit von 1-4 Wochen, schonend und unter geringem Druck gepresst. Ohne Eingriffe von außen (Schönung o.ä.) Lagerung im Stahltank und in mehrjährigen Holzfässern aus französischer Eiche. Text: Hensel

 

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