Alter Bär trifft alten Mann

Alter Bär trifft alten Mann

Als Felipe begann, damals noch in einer Art Höhle in Xàbia, gab es in der Provinz Alicante nicht viele ernsthaft gute Weinmacher. Natürlich kann in einer Region, in der schon seit mehr als zweitausend Jahren Wein gekeltert wird, niemand wirklich ein Pionier sein, aber dennoch: in gewissem Sinne ist es Felipe Gutiérrez de la Vega dann doch.

Felipe Gutierrez de la Vega.

Fünfundvierzig Jahre ist das nun her, er begann damals, gemeinsam mit seiner Frau Pilar, die alten familiären Rebanlagen wieder instand zu setzen; gleichzeitig kelterte er seine ersten Weine. Ein Jahrzehnt später zogen Felipe und Pilar dann gen Parcent, und das Abenteuer begann.

Gutiérrez de la Vega ist bekannt für Weine, die sich Fondillón nennen, sie gibt es nur dort, in Alicante, zwischen der Sierra de Salinas an der Grenze zu Jumilla und Xàbia, an den Füßen des Montgó. Fondillón, das ist zunächst einmal süßer Wein, gewonnen aus sehr reif gelesenen Trauben, vergoren in offenen Tonneaus, zehn Jahre in Barricas gereift. Dann erst kommt der Wein in die Solera, wie man sie aus Jerez oder Sanlúcar kennt. Oftmals ist es eine Solera mit integrierter Criadera. Denn es gibt in der Regel nur eine Stufe, aus der fertiger Fondillón entnommen wird. Aufgefüllt wird mit dem, was zumindest zehn Jahre in Barricas reifte. Den Umfüllprozess, der in Sanlúcar oder in Jerez als Criadera-Stufen bekannt ist, entfällt hier. Felipe hat in seinem Keller Jahrgangsfondillóns aus mindestens zehn Jahren liegen, immer ein kleines Barrique. Sobald es ans Abfüllen geht, wird ein kleiner Teil als Jahrgangsfondillón gefüllt, ein Teil wird mit dem Wein aus anderen Barricas assembliert, um einen Fondillón aus drei Jahrgängen anzubieten, Fondillón Único Especial, sozusagen. Theoretisch gibt es auch noch ganz alte Fässer, denn Felipe hat in jedem Jahr, in dem eines seiner drei Kinder zur Welt kam, ein kleines Fass angelegt, mal zehn Liter fassend, dann wieder dreißig. Mal entnimmt er einen Liter, mal keinen. Womit er auffüllt, das bleibt ein Betriebsgeheimnis.

So hätte man diesen Text vor etwa drei oder fünf Jahren lesen können. Heute indes nicht mehr. Denn Felipe Gutiérrez de la Vega hat vor ein paar Jahren die Weinbauregion Alicante verlassen und darf nun, da das Wort Fondillón auf den Namen der Weinbauregion registriert ist und damit geschützt ist, Fondillón nicht mehr so nennen. Es ging um Zucker, um Alkohol, um Farbe, aber letztendlich ging es wohl darum, innerhalb der Weinbauregion Alicante einen Typ Fondillón durchzusetzen, der zumindest mit dem, was Felipe jahrzehntelang gemacht hat, nicht viel zu tun hat. So sonderlich scheint Felipe das aber nicht zu kümmern, er nennt seine Spezialweine ohnehin lieber Alicante, was er so natürlich auch nicht auf das Etikett schreiben darf.

Vielleicht ging es bei dem Streit mit dem Consejo aber auch darum, dass der alte, durchaus von sich überzeugte Winzer, nicht so richtig in die moderne Welt der Alicante-Weine passt, eine Welt, die von der Riesencooperative Bocopa dominiert wird, gefolgt von zwei oder drei anderen Genossenschaften, komplettiert von ein paar größeren Privatbodegas und einigen wenigen nicht ganz so großen Kellereien.

Imagine – Giró mit Haus in den Bergen.

Neben Monastrell für den Fondillón, der heute nicht mehr so heißen darf, und Moscatel d’Alexandria für die Weißweine, kultiviert er mit größter Begeisterung Giró, eine blaue Sorte, die es auch auf den Balearen und in Nordafrika gibt. Man sagt, es sei ein lokaler Klon der Garnacha, selbst in einer gar noch nicht so alten Broschüre des Weingutes liest man davon. Nur: es stimmt nicht, die DNA ist schlicht und ergreifend zu verschieden. Eigentlich reicht es, die Blätter, die Triebspitzen und die Trauben zu betrachten, niemand käme auf die Idee, dass dies eine einzige Rebsorte sein soll.

In Xaló, im flachen Teil des Gemeindegebietes, gibt es jede Menge Giró, Garnacha auch. Eigentlich besitzt Felipe dort keinen einzigen Weinberg, alles gehört lokalen Weinbauern, die ihre Trauben an die lokale Cooperative liefern. Eigentlich. Denn zunächst darf Felipe durch viele dieser Weinberge laufen und das ernten (lassen), was ihm gefällt. Er bezahlt besser als die Cooperative und die braucht keine hohen Qualitäten. Auf diese Art und Weise kommen immer so knapp zehntausend Kilo Giró zusammen, aus ihnen entsteht der Rojo & Negro, einer der zwei Flachlandrotweine. Der andere Viña Ulises, stammt auch aus dem Xaló-Tiefland, früher handelte es sich um Garnacha und Monastrell, jetzt ist das Giró aus Xaló und Monastrell aus der Sierra de Salinas, knapp vor Jumilla gelegen. Ein frischer, jugendlicher Wein, der nicht in Barricas reift, unkompliziert, gut zu saufen.

Um den Rest zu verstehen, wuchten sich der alte Mann und der alte Bär in einen Geländewagen, wir erkunden die Sierra del Ferrer. Parcent liegt auf gerade einmal zweihundert Metern über Meeresniveau, die Bergweinberge indes befinden sich auf mehr als sechshundert Höhenmetern. Die Bodentypen wechseln alle paar Meter, Weinberge findet man indes kaum. In manchen Ecken ist Felipe der einzige, der noch Reben kultiviert. Viele haben längst aufgegeben. In einer Parzelle steht nur Giró, er landet in einem Wein, der an John Lennon erinnern soll: Imagine.

Felipe drängt, er will noch weiter in die Wildnis vordringen. Wieder geht es über Stock und Stein, das Mobiltelephon hat schon längst kapituliert. Und noch eine Kurve, noch eine Schotterpiste, dann ruht da ein kleines Hinweisschild: Planises steht da zu lesen. Gefühlt drei Jahre später kommen wir dann auch dort an; und es ist wirklich eine spektakuläre Parzelle. Jede Zeile Reben klammert sich an eine Felsmauer, es sieht fast so aus, als ob die Reben aus den Felsen sprießen. Hier entsteht der Recóndita Armonía, einer der spektakulären Weine der Bodega. Und auch ein Teil der Trauben für die nicht mehr Fondillóns wird hier gewonnen.

Planises, die Steinweinparzelle.

Zurück in der Zivilisation bleib keine Zeit mehr, die Weißweine zu verkosten. Gut, dass wir dies schon drei Wochen zuvor erledigten, als eine auf sechzig Minuten angesetzte Verkostiung auch nach drei Stunden kein Ende fand. Casta Diva nennt sich der Einstiegswein, ein frischer Moscatel, gut strukturiert, ganz anders als jener von Les Freses, über den wir vor ein paar Wochen sprachen. Gelbe Frucht, sehr dicht, gute Länge. Zwanzig tausend Flaschen, das reicht zur Not auch für fünf Bären. Neu ist der Monte Diva, ein „brisado“; so nennen die Katalanen ihre mit Stielen getretenen Moste, die dann mehrere Tage auf den Schalen maischen. Waldkräuter, sehr würzig, dunkles Obst, so hat es der Bär vermerkt. Ebenfalls etwas extrem, aber sehr gut gemacht, ist der Tío Raimundo, ein Moscatel, der, ähnliche einem Manzanilla, unter eine Hefeschicht reift. Zwei Jahre, nur gestört durch diverse Verkostungen. Spannend! Ob man davon auch eine ganze Flasche, also eine der dreihundert und vierundsechzig Flaschen, trinken kann, muss bei Gelegenheit erkundet werden.

Der nächste Wein ist natürlich etwas für Bären, schließlich heißt er Casta Diva Cosecha Miel. Schleckckckck! Der Most vergärt sechs Monate lang in einem Barrique. Irgendwann beginnt Felipe, Alkohol zuzufügen, immer ein klein wenig, aber irgendwann haben die Hefen dann die Schnauze voll. Es bleibt ordentlich Zucker und der Alkohol pendelt sich auf mittlerem Niveau ein. Kein klassischer Cabezera, bei dem auf einmal all der nötige und gelegentlich auch der unnötige Alkohol hinzugefügt wird.

Und schließlich ist da noch die Solera 2002, drei kleine Barricas, die Solera wurde im Jahr zweitausend und zwei aufgesetzt. Der Wein trägt den Beinamen Real, weil er zur Hochzeit des anderen Felipe, des Bourbonen, ausgeschenkt wurde. Jedes Jahr wird jedem Barrique ein Zehntel entnommen und abgefüllt. Aufgefüllt wird mit aktuellem Wein.

Und die Zukunft? Nun, Violeta, seine Tochter, ist auch im Familienbetrieb aktiv. Zudem keltert sie zwei Weine, die unter dem Namen Curii vertrieben werden.Auch wenn das als eigenständiges Weingut getarnt ist, scheint es sich in Wirklichkeit um eine Art Warteschleife zu handeln, bis dann, irgendwann, der Platz an der Spitze von Gutiérrez de la Vega neu zu besetzen ist. Aber mit fünfundvierzig Dienstjahren ist für Felipe noch lange nicht schluss! Text: El oso alemán

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Clos de Vougeot Grand Cru 2021

Rotwein · Clos de Vougeot Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos de Vougeot · Grand Cru unterer Clos · 240 m Reben ~50 Jahre · 1.500 Flaschen 18 Monate Holz · 70% neu

Der Clos de Vougeot Grand Cru 2021 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir von seltener Eleganz. Auf 240 Metern im unteren Bereich des Clos wurzeln die rund 50 Jahre alten Reben in tiefem, mergeligem Boden – das gibt dem Wein einen dichten, erdverbundenen Charakter.


Clos de Vougeot – Grand Cru der Côte de Nuits

Der Clos de Vougeot wurde im 11. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt und 1937 als Grand Cru klassifiziert. Mit rund 50 Hektar ist er nach Corton der zweitgrößte Grand Cru der Côte d'Or, aufgeteilt in 18 Lieux-dits und über 80 Eigentümer; das Terroir ist entsprechend uneinheitlich.

Mortets Parzelle liegt auf 240 Metern im unteren Bereich des Clos. Die 50 Jahre alten Reben wurzeln in tiefgründigem, mergeligem Tertiärboden mit hohem Ton- und feinem Schluffanteil, was dem Wein Dichte und Erdverbundenheit verleiht. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 forderte die Winzer. Auf einen milden Winter folgten kalte Phasen und Ende März kurze Wärme bis 27 °C, die einen frühen Austrieb auslöste. Drei Frostperioden im April mit Tiefstwerten bis −8 °C und nächtlichem Schneefall richteten erhebliche Schäden an; starke Hagelgewitter im Juni und Fruchtansatzabfall reduzierten den Ertrag weiter.

Sommerliches Wetter in der ersten Septemberhälfte ließ die Trauben gut ausreifen; die Lese begann am 17. September. Die Erntemenge war etwa halbiert, die Trauben jedoch gesund und reif. Für 2021 stehen eine feine Tanninqualität sowie ein ausgewogener, frischer Charakter.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, von Hand in kleinen Kisten gelesen und streng selektiert. Die Gärung erfolgt ausschließlich mit wilden Hefen, bei sehr moderater Extraktion.

Ausbau über 18 Monate im Eichenfass, davon 70 % neu. Gesamtproduktion: rund 1.500 Flaschen; seinen Höhepunkt erreicht der Wein 12 bis 14 Jahre nach der Ernte.

Im Glas

Aromen von Kirschen, Veilchen und roten Beeren. Der Wein mündet in ein langes Finale und zeigt mit der Zeit eine immer präzisere und seidigere Textur – ein Ausdruck von Terroir und Handwerk.

Kirsche, Veilchen und rote Beeren, ein langes Finale und eine mit der Zeit immer seidigere Textur.

In der Jugend dicht und noch verschlossen; sein Potenzial entfaltet der Wein über 12 bis 14 Jahre. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Clos de Vougeot, unterer Bereich (240 m); tiefer mergeliger Tertiärboden (Ton/Schluff), Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Clos de Vougeot Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir, Spontangärung; 18 Monate Holz (70% neu)

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Rebsorten

Florent Garaudet Meursault Vieilles Vignes 2022

Weißwein · Meursault · Chardonnay

Chardonnay Meursault AOC Côte de Beaune 2022 Reben ~50 Jahre

Der Meursault Vieilles Vignes 2022 von Florent Garaudet ist ein exzellenter Chardonnay von den ältesten Reben des Guts – kraftvoll und zugleich karg, mit cremiger Textur und viel mineralischer Tiefe. Burgund und Chardonnay, wie es leibt und lebt.


Meursault Vieilles Vignes – alte Reben rund ums Dorf

Meursault ist die berühmteste Weißwein-Gemeinde der Côte de Beaune, bekannt für cremige, nussige Chardonnays von großer Fülle. Garaudets Vieilles Vignes vereint Frucht von mehreren Lagen rund um den Ort – darunter En Gargouillot, Les Forges, Limozin und Sous la Velle – mit im Schnitt rund fünfzig Jahre alten Reben.

Die Böden aus kalkreichem Ton mit Kreideanteil und das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefern Konzentration, Salz und Tiefe – das Fundament dieses Weins.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gesunder, gehaltvoller Jahrgang, der zur kraftvoll-kargen Art dieses Meursault passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, manuell gelesen und selektioniert.

Der Ausbau erfolgte 18 Monate auf der Feinhefe in neuen und gebrauchten französischen Barriques. Die malolaktische Gärung und die Holzreife geben dem Wein seine leichtfüßig-cremige Textur.

Im Glas

Leicht goldgelb im Glas. Das Bouquet zeigt weiße Blüten, Birne, grünen Apfel, Haselnuss und eine ganz leichte Vanillenote. Am Gaumen eine gute Säurestruktur und cremige Textur, getragen von Zitrusfrüchten, exotischen gelben Früchten, viel salziger Mineralität und einer sehr dezenten Holznote.

Kraftvoll und dennoch karg – Burgund und Chardonnay, wie es leibt und lebt.

Schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalb oder reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Meursault (Côte de Beaune); kalkreicher Ton mit Kreide, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Meursault AOC
Ausbau: Chardonnay; 18 Monate Feinhefe in neuen und gebrauchten Barriques · Lutte raisonnée

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Rebsorten

Kaufmann Riesling Trockenbeerenauslese Hattenheimer Hassel

Weißwein edelsüß · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau Hattenheimer Hassel Trockenbeerenauslese edelsüß Bio (Demeter) 2018

Die Kaufmann Hattenheimer Hassel Riesling Trockenbeerenauslese 2018 ist ein göttlich edelsüßer Riesling aus dem Rheingau – dicht, massiv, voller reifer Frucht und mit dem richtigen Maß an Säure. Ein Meisterwerk der Natur, für die Ewigkeit gemacht.


Hattenheimer Hassel – edelsüße Spitze bei Kaufmann

„Freude, schöner Götterfunken" – wahrscheinlich hatte Friedrich Schiller einen Wein wie diese 2018er Riesling Trockenbeerenauslese im Krug und labte sich an dessen kühlem Nass, als er diese Worte niederschrieb. Denn göttlich ist dieser edelsüße Riesling aus dem Rheingau vom Weingut Kaufmann in jedem Fall.

Das VDP.Weingut Kaufmann in Eltville-Hattenheim zählt zu den Top-Adressen des Rheingaus. Die Quereinsteiger Urban Kaufmann und Eva Raps führen das traditionsreiche Bio-Gut konsequent biodynamisch (Demeter). Die Lage Hattenheimer Hassel – eine VDP.Grosse Lage – bietet mit ihrem besonderen Mikroklima ideale Voraussetzungen für die Edelfäule (Botrytis) und damit für eine konzentrierte, langlebige Trockenbeerenauslese.

Jahrgang 2018 – Rheingau

2018 war im Rheingau ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit kerngesundem, vollreifem Lesegut. Für edelsüße Spitzenweine schuf er ideale Bedingungen: Die Trockenbeerenauslese zeigt sich entsprechend dicht und konzentriert, getragen von einer feinen Säure, die der opulenten Süße Balance und Spannung verleiht.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2018, Prädikat Trockenbeerenauslese, edelsüß.

Selektive Lese einzelner, edelfaul (botrytis) eingeschrumpfter Beeren von Hand, in mehreren Durchgängen – die höchste und aufwendigste Stufe der Prädikatsweine. Schonende Gärung, die einen sehr großen Teil der natürlichen, hochkonzentrierten Fruchtsüße im Wein belässt. Biodynamischer Anbau (Demeter), DE-ÖKO-003. Aufgrund der winzigen Erntemenge eine echte Rarität.

Im Glas

Dem Glücklichen, der diesen Wein im Glas haben darf, fällt zunächst ein starker Marillenduft auf. Etwas Pfirsich, reife Quitten und geniale Honigaromen gesellen sich hinzu. Im Geschmack dann die perfekte Weintraube: dicht, massiv, voller reifer Frucht und mit dem richtigen Maß an Säure, sodass dieser Süßwein in keinem Moment pappig wirkt.

Ein Meisterwerk der Natur, welches für die Ewigkeit gemacht ist.

Der lange, vielschichtige Nachhall verweist auf das praktisch unbegrenzte Reifepotenzial. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als großer Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Desserts mit Aprikose oder Quitte sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: Rheingau, Hattenheimer Hassel (Deutschland); VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheingau, Riesling Trockenbeerenauslese (Prädikatswein), edelsüß
Ausbau: Riesling; selektive Handlese edelfauler Beeren, schonende Gärung, natürliche Restsüße; biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-003

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Weine

La Tire by Jeff Carrel Fitou rouge BIO

Wein · Rotwein · Fitou · Frankreich

Jeff Carrel La Tire Fitou Rouge ist ein biozertifizierter Rotwein aus dem Fitou. Die handselektionierte Cuvée aus Carignan und Syrah hat Biss und jede Menge Würze: dunkle Schokolade, Kräuter der Provence, Kirschen und ein wenig dunkler Pfeffer, abgerundet von gut eingebundenen Gerbstoffen.


Fitou / Languedoc

Das Fitou ist die älteste Rotwein-Appellation des Languedoc und stand einst – wie die „Ente" als Automobil – für französische Lebensart und bezahlbaren Genuss. Jeff Carrel lässt dieses Lebensgefühl mit La Tire wieder aufleben. Der Wein ist biozertifiziert (FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 60 % Carignan und 40 % Syrah, von Hand selektioniert und gelesen. Carignan bringt würzige Kraft und Biss, Syrah dunkle Frucht und Pfeffrigkeit. Der Ausbau bewahrt die fruchtbetonte, würzige Stilistik mit gut eingebundenen Gerbstoffen. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase Kirsche, dunkle Schokolade, Kräuter der Provence und ein wenig dunkler Pfeffer. Am Gaumen würzig und saftig, mit Biss, reifer Frucht und gut eingebundenen, samtigen Tanninen; runder Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter, geselliger Begleiter.

Passt zu: Baguette und Charcuterie, gegrilltem Fleisch, mediterranen Schmorgerichten und mittelreifem Käse.


Lage: Fitou AOP, Languedoc (Frankreich); Jeff Carrel
Klassifikation: Fitou AOP – Cuvée aus 60 % Carignan & 40 % Syrah, trocken
Ausbau: fruchtbetont, mit gut eingebundenen Gerbstoffen

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Weine

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d´Aix en Provence Rosé BIO

Roséwein · Coteaux d'Aix-en-Provence · Provence · Bio

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d'Aix-en-Provence Rosé ist eine sommerlich-beerige Bio-Rosé-Cuvée aus Grenache, Syrah und Cinsault aus der Provence. Hellrosa in der Farbe, besticht er durch Fruchtnoten von Grapefruit, Erdbeeren und Kirschen. Frucht und Mineralität vereinen sich harmonisch.


Coteaux d'Aix-en-Provence

Die Coteaux d'Aix-en-Provence in Südfrankreich bietet beste klimatische Voraussetzungen für ausgewogene, feine Rosés. Das mediterrane Klima und die kalkgeprägten Böden lassen Frucht und Mineralität harmonisch zusammenfinden. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Grenache, Syrah und Cinsault. Der Ausbau bewahrt die frische, beerige Frucht und die feine Mineralität des Weins.

Im Glas

Helles Rosa. In der Nase und am Gaumen Fruchtnoten von Grapefruit, Erdbeeren und Kirschen, abgerundet von leichten Zitrus- und Cassisnoten. Frisch, fein und ausgewogen, mit harmonischem Frucht-Mineralität-Spiel.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ideal als sommerlicher Apéritif oder Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: mediterrane Gerichte, Salate, Fisch und Gegrilltes.


Lage: Coteaux d'Aix-en-Provence, Provence (Frankreich)
Klassifikation: Coteaux d'Aix-en-Provence AOP – Rosé
Ausbau: Grenache/Syrah/Cinsault, fruchtbetonter Ausbau

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Rebsorten

Eimermann Riesling Roter Hang

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Eimermann Riesling Roter Hang zeigt deutlich, was den Roten Hang besonders macht: aromatisch sehr dicht und druckvoll. Zitronentarte, Limetten, Minze und Mirabellen – bei jedem Schluck entdeckt man eine neue Nuance.


Rheinhessen / Roter Hang

Das Weingut Eimermann (Familie Werner und Thore Eimermann) liegt in Nierstein-Schwabsburg am berühmten Roten Hang in Rheinhessen, direkt am Rhein. Der charakteristische rote Tonschiefer (Rotliegendes) dieser steilen Rheinfront-Lagen prägt Rieslinge von besonderer Mineralität, Dichte und Ausdruckskraft. Alle Weine des Guts sind vegan.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling von Lagen des Roten Hangs. Der Ausbau betont die dichte, druckvolle und vielschichtige Stilistik mit klarer Frucht und mineralischem Zug. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase Zitronentarte, Limette, Minze und Mirabelle. Am Gaumen dicht und druckvoll, aromatisch vielschichtig, mit klarer Frucht, animierender Säure und mineralischem, langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und asiatischer Küche.


Lage: Rheinhessen, Nierstein / Roter Hang (Deutschland); Weingut Eimermann
Klassifikation: Gutswein – 100 % Riesling, trocken (vegan)
Ausbau: dicht und druckvoll, mineralitätsbetont (roter Tonschiefer)

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Spanien

Envinate Táganan Teneriffa blanco 2024

Weißwein · Teneriffa · Táganan (Anaga) · Field Blend

Listán Blanco (Basis) Albillo · Forastera · Gual · Malvasía · Marmajuelo Teneriffa · Táganan (Anaga) Envínate Vulkangestein · wurzelechte Reben 2024

Der Envínate Táganan Blanco 2024 ist ein erdig-mineralischer Field Blend von der wilden Nordostküste Teneriffas – Listán Blanco als Basis, abgerundet durch Albillo, Forastera, Gual, Malvasía und Marmajuelo. Kühl und zupackend, mit markanter Säure als Frischeelixier. Ein Weißwein zum Meditieren, Schwärmen und guten Essen.


Táganan – Vulkanweiß über dem Atlantik

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Táganan ist der alte Name des rauen Weinbaugebiets im Nordosten Teneriffas, geschützt vom Anaga-Massiv. Hier wachsen uralte, wurzelechte Reben (die Reblaus erreichte die Kanaren nie) auf primärem Vulkangestein, an Klippen direkt über dem Atlantik – oft als gemischter Satz vieler einheimischer Sorten. Genau dieser Field Blend macht den Táganan Blanco aus: Listán Blanco als Hauptrebsorte, ergänzt um Albillo, Forastera, Gual, Malvasía und Marmajuelo.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden des Anaga prägen auch 2024 einen frischen, salzig-mineralischen Weißwein mit kühler Spannung, klarer Struktur und markanter Säure – ganz im puristischen Stil von Envínate.

Assemblage und Ausbau

Field Blend mit Listán Blanco als Basis, ergänzt durch kleine Anteile Albillo, Forastera, Gual, Malvasía und Marmajuelo, aus dem Jahrgang 2024, Teneriffa (Táganan), trocken.

Im minimal-invasiven Stil des Hauses: Handlese, getrennte Vinifikation der Parzellen, Spontangärung mit Wildhefen in Beton und Gärbehältern, schonender Ausbau – für maximale Frische und Herkunftstreue.

Im Glas

Eine erdig-mineralisch schmeckende Cuvée: Feuersteinnoten, Felsenbirne, nasses Gestein, Meeresgischt, Kreide und Tee sind ihre Hauptmerkmale. Kühl und zupackend zirkuliert der Tropfen im Mund, wobei die markante Säure dort wie ein Frischeelixier wirkt. Ein Weißwein zum Meditieren, Schwärmen oder einfach zum guten Essen.

Feuerstein, nasses Gestein, Meeresgischt und Kreide – kühl und zupackend, mit markanter Säure als Frischeelixier.

Profitiert von etwas Luft; bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Tapas und Reisgerichten, zu Geflügel sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Teneriffa, Táganan (Anaga, Kanaren, Spanien); primäres Vulkangestein an Atlantik-Klippen, uralte wurzelechte Reben
Klassifikation: Weißwein (Field Blend), Teneriffa; Listán Blanco mit Albillo, Forastera, Gual, Malvasía, Marmajuelo (trocken)
Ausbau: Handlese, getrennte Vinifikation, Spontangärung mit Wildhefen in Beton/Gärbehältern, schonender Ausbau; organischer Anbau

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Rebsorten

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2020 trocken

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2020 stammt aus der bekanntesten und einer der ältesten Lagen des Zellertals. Er besticht durch herrliche Weißfrüchte, mineralische Kalknoten und eine kräftige Würze, die in einem wahrlich druckvollen Abgang münden.


Pfalz / Schwarzer Herrgott

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Der Schwarzer Herrgott ist die bekannteste und eine der ältesten Lagen des Zellertals. Das Zellertal hat die höchsten Berge der Pfalz; die Reben tun sich an der Oberfläche schwer und suchen sich den Weg tief in die Erde, wo sie auf Tonmergel- und Kalkschichten stoßen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Durch eine lange Feinhefelagerung und die Selektion der besten Trauben besitzt dieser Riesling ein sehr langes Lagerpotenzial und entwickelt sein volles Potenzial erst nach mehreren Jahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase herrliche Weißfrüchte und mineralische Kalknoten. Am Gaumen mineralisch und kräftig gewürzt, mit klarer Frucht, feiner Struktur und einem druckvollen, langen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und gereiftem Käse.


Lage: Pfalz, Zellertal, Schwarzer Herrgott (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: lange Feinhefelagerung, Traubenselektion; Tonmergel und Kalk; langes Lagerpotenzial
Jahrgang: 2020

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