Restaurant Marqués de Riscal – Elciego – Rioja – Spanien

Marqués de Riscal – von Schein und Sein

Die Kellerei Marqués de Riscal wurde bereits im Jahr 1858 gegründet und ist somit nach der Bodega Marques de Murrieta die zweitälteste Bodega der ganzen Rioja. Gleichzeitig ist Riscal auch einer der bekanntesten spanischen Weinmarken und war in der Weinregion Rueda der Vorreiter für leicht zu trinkende, fruchtbetonte Weissweine aus der Rebsorte Verdejo und der aus Frankreich importierten Rebsorte Sauvignon Blanc.

Im Jahr 2000 wurde der bekannte kanadisch- amerikanische Architekt Frank O. Gehry dafür gewonnen, ein neues, spektakuläres Bauwerk auf dem Kellereigelände zu entwerfen. So entstand kurz darauf in dem kleinen, verschlafenen Weinort Elciego in der Rioja Alavesa ein neues, wie aus einer anderen Welt stammendes Gebäude, welches jährlich jede Menge Touristen zu Marqués de Riscal reisen lässt.

Neben einem Hotel sind in dem futuristisch- geschwungenen Bau auch noch die beiden Restaurants Bistro 1860 und Marqués de Riscal untergebracht. Das zweite Restaurant erhebt dabei den Anspruch einer Hochküche und wird von dem bekannten spanischen Koch Francis Paniego, der hier als Kreativdirektor engagiert wurde, geleitet. Der Gast hat bei der Reservierung die Qual der Wahl, zwischen einem Menüs aus 14 oder 21 Kleinigkeiten auszuwählen. Da im fortgeschrittenen Alter 14 Gänge mehr als genug sind, wird an einem heißen Sommertag in gut klimatisiertem und kunstvoll designten Ambiente die moderne Küche im Marqués de Riscal getestet.

Im Großen und Ganzen kann man den Gerichten ein gutes Niveau bescheinigen, auch wenn es ziemlich stark an eine perfekt inszenierte Konzeptküche erinnert. Durchgestylte Teller, seriös und minutiös agierende Kellner und Kellnerinnen sowie neuste Küchentechniken wirkten zwar auf den ersten Blicken und Bissen beeindruckend, konnten aber auch eine gewisse Seelenlosigkeit nicht verhehlen. Als katastrophal muss die begleitende Weinreise bezeichnet werden. Nichts gegen die Weine und historischen Leistungen der Weine von Marqués de Riscal, aber einen einfachen Sauvignon Blanc zu Carabinero oder Spargel mit Pilzen und Kaviar zu servieren, macht geschmacklich einfach keinen Sinn. Auch der zu den Seehechtbäckchen angepriesene Barrique Verdejo kann nur als suboptimale Wahl bezeichnet werden; dieser Barrique Wein hätte sicher viel besser zu dem besten Gang des ganzen Menüs, dem Seehechtfilet gepasst. Aber dazu gab es dann wiederum einen modernen, „seelenlosen“ Rotwein. Wer es mag und auf Markenweine anspringt, ist hier durchaus an der richtigen Adresse, aber alleine diese Weinbegleitung entlarvt eigentlich das ganze Konzept „Marques de Riscal“.

Begeistert hat das persönlich nicht wirklich, und lässt die berechtigte Frage aufkommen, ob diesen Gemäuern nicht doch ein wenig mehr Schein als Sein innewohnt.

Rote Beerensmoothie.
Falsche Oliven mit einer Käsecreme Füllung.
Cremiger Russischer Salat.
Hühnerfleisch und Schinkenkroketten.
Bocado de Tondeluna: Ein kleiner Snack mit Gewürzen, Nüssen und Blüten aus der Region.
Frische Kräuter aus den Bergen in verschiedenen Texturen.
Carpaccio von der roten Krabbe.
Spargel, Imperial Kaviar, Ritterling (Pilz).
Seehechtbäckchen unter einem Vanilleschaum, der mit der baskischen Pfefferschote aromatisiert wurde. Leicht pikant.
Ravioli mit Chipirones gefüllt.
Seehecht auf einer Brühe von roten Pimientos (gegrillte Paprikaschoten).
Taube mit diversen Cremes, die wie ein Rioja Rotwein der Klassifikation Gran Reserva schmecken. Zimt, Vanille und Co. grüßen hier.
Pfirsich in verschiedenen Texturen.
Weisse Schokolade.
Petit Fours.

Bodegas Marqués de Riscal – Calle Torrea Kalea 1 – 01340 Elciego – Spanien – Telefon: +34 945 18 08 88 – https://www.restaurantemarquesderiscal.com/

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68

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Weine

Schloss Lieser Terroir GG Kiste 2024

Weißwein · Mittelmosel · Riesling (6er-GG-Kollektion)

6 Große Gewächse · Riesling handsigniert von Thomas Haag exkl. Bernkasteler Doctor GG Wehlener Sonnenuhr · Graacher Himmelreich Niederberg Helden · Juffer Sonnenuhr Piesporter Goldtröpfchen edle Holzkiste · limitiert 2024 · trocken

Die Schloss Lieser Terroir GG Kiste 2024 vereint die Großen Gewächse der besten Terroirs der Mittelmosel in einer edlen Holzkiste. Nur in dieser Kiste erhält man exklusiv das aktuelle Bernkasteler Doctor Große Gewächs – zusammen mit den GGs Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich, Niederberg Helden, Brauneberger Juffer Sonnenuhr und Piesporter Goldtröpfchen. Alle sechs Einzelflaschen sind von Thomas Haag handsigniert.


Schloss Lieser & die Terroir-Kiste 2024

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Handarbeit in den Steillagen und die spontane Vergärung der Weine sind das Markenzeichen für den sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Diese limitierte Kiste ist die einzige Möglichkeit, das aktuelle Bernkasteler Doctor GG zu erhalten, und versammelt sechs der berühmtesten Einzellagen der Mittelmosel in einer handsignierten Kollektion – ein Terroir-Querschnitt für Kenner und Sammler.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein kühler, klassischer Jahrgang. Nach einem anspruchsvollen, wechselhaften Wachstumsjahr bewahrte die langsame Reife eine lebendige, präzise Säure. Das Ergebnis sind besonders frische, filigrane und spannungsgeladene Große Gewächse mit klarer Struktur – ein Jahrgang wie geschaffen für die elegante, mineralische Stilistik von Schloss Lieser.

Die sechs Großen Gewächse

Bernkasteler Doctor: Eine der berühmtesten und exklusivsten Einzellagen der Welt, hoch über Bernkastel-Kues auf feinstem Devonschiefer in extremer Steillage. Schloss Lieser bewirtschaftet eine kleine Parzelle mit teils über hundertjährigen Reben in reiner Handarbeit – ein kraftvoller, präziser Riesling mit vielschichtiger Würze, druckvoller Struktur und langem, salzigem Nachhall.

Wehlener Sonnenuhr: Legendäre Südwestlage gegenüber Wehlen mit 60–100 % Neigung auf reinem Devonschiefer-Verwitterungsboden, in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Hier entstehen einige der langlebigsten und feinsten Rieslinge der Welt – filigran, tiefgründig und von kristalliner Mineralität.

Graacher Himmelreich: Steile Südwest-Exposition zwischen Bernkastel und Wehlen auf reinem Devonschiefer, der tagsüber Wärme speichert und nachts abgibt. In der Jugend etwas zugänglicher als die Nachbarlagen, mit klarer Mineralität, feiner Säure und großem Reifepotenzial – druckvoll und präzise, mit vibrierender Frische.

Niederberg Helden: Mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben auf 100 % blauem Schiefer und Steigungen bis 80 %. Diese lange vernachlässigte Lage zählt heute zu den facettenreichsten der Mosel und bringt expressive Spitzenrieslinge mit außergewöhnlichem Reifepotenzial hervor.

Brauneberger Juffer Sonnenuhr: Renommierte Steillage in perfekter Süd-Südwest-Ausrichtung mit bis zu 80 % Neigung auf kargem, eisenhaltigem Devonschiefer. Aus den ältesten Parzellen, traditionell im Edelstahl mit langem Feinhefelager ausgebaut – tiefgründig und vielschichtig, mit feinen Steinobstnoten, kühler Schiefermineralität und brillanter, salziger Länge.

Piesporter Goldtröpfchen: Steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater oberhalb von Piesport auf tiefgründigem Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen. Spontan vergoren, meist im Edelstahltank – kühl, präzise und kraftvoll, mit rauchiger Steinigkeit, feinen Zitrusnoten und langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Im Glas

So unterschiedlich die sechs Lagen sind, so klar eint sie die Handschrift von Thomas Haag: glasklare, präzise Rieslinge mit lebendiger Säure, feiner Frucht und einer packenden, salzig-mineralischen Schieferprägung. Vom kraftvoll-würzigen Doctor über die filigrane Wehlener Sonnenuhr bis zum kühl-rauchigen Piesporter Goldtröpfchen zeigt die Kollektion die ganze Bandbreite großer Mosel-Terroirs – trocken, tiefgründig und mit enormem Reifepotenzial.

Sechs große Lagen, eine Handschrift: glasklare, präzise Rieslinge mit lebendiger Säure und packender Schiefermineralität – trocken, tiefgründig und langlebig.

Ideal für eine vergleichende Terroir-Probe der Mittelmosel. Junge GGs profitieren vom Dekantieren; alle mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse – und nicht zuletzt als Sammlerstück und handsigniertes Geschenk für Liebhaber großer Moselrieslinge.


Lage: sechs VDP.GROSSE LAGEN der Mittelmosel – Bernkasteler Doctor, Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich, Niederberg Helden, Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Piesporter Goldtröpfchen; steile Devonschiefer-Lagen
Klassifikation: 6× VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken), 100 % Riesling, Jahrgang 2024; alle Flaschen von Thomas Haag handsigniert; limitierte Holzkiste
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, Ausbau auf der Feinhefe (überwiegend Edelstahl)

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Rebsorten

Quattro Conti Tre Forte Rosso Puglia

Rotwein · Cuvée · Puglia · Italien

Conti Zecca Tre Forte Rosso Puglia ist eine fruchtbetonte Rotwein-Cuvée aus dem sonnenverwöhnten Apulien im Süden Italiens. Sie vereint Primitivo, Negroamaro und Cabernet Sauvignon. Saftig, fruchtig und klar zeigt sich der Wein, trocken in seinen Aromen. Ein zugänglicher, vollmundiger Rotwein aus dem Salento.


Puglia

Apulien (Puglia) bildet den „Stiefelabsatz" Italiens. Das warme, sonnenreiche Mittelmeerklima und die Nähe zum Meer bringen reife, fruchtbetonte Rotweine hervor – allen voran aus den heimischen Sorten Primitivo und Negroamaro.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Primitivo, Negroamaro und Cabernet Sauvignon. Primitivo gibt Frucht und Fülle, Negroamaro Würze und Struktur, Cabernet Sauvignon Halt und Tiefe. Der Ausbau bewahrt die klare, fruchtbetonte Art.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Beeren, Kirsche und Pflaume, dazu mediterrane Würze. Am Gaumen saftig, fruchtig und trocken, mit weichem Tannin, klarer Frucht und rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Pasta mit kräftigen Saucen, gegrilltes Fleisch, Lamm, Pizza und mittelalter Käse.


Lage: Puglia / Salento (Italien)
Klassifikation: Puglia IGT – Rotwein-Cuvée
Ausbau: Primitivo, Negroamaro & Cabernet Sauvignon

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USA

Cayuse Camaspelo 2018

Rotwein · Bordeaux-Cuvée · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Camaspelo 2018 ist die seltene Bordeaux-Cuvée des Kultweinguts Cayuse aus dem Walla Walla Valley – im Jahrgang 2018 nur gut 4.700 Flaschen. Warm und großzügig im Duft, mit Cassis, Pflaume und Kirschkompott, vollmundig und seidig am Gaumen: ein Wein, der Luft und etwas Geduld belohnt.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im „Rocks District of Milton-Freewater“ im Walla Walla Valley – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, erkannte in diesen Steinböden ein Terroir wie in den großen französischen Appellationen. Er bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und keltert daraus charaktervolle, eigenständige Weine.

Assemblage und Ausbau

Im Jahrgang 2018 eine Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc mit einem Hauch Tempranillo. Der Wein reifte rund 19 Monate im Barrique aus französischer Eiche, etwa 35 % davon neu.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Crème de Cassis, Pflaumenhaut, Kirschkompott und gewürzte Brombeere, dazu violette Blüten, Backgewürze, Tabak und erdige Töne. Am Gaumen vollmundig und rund, mit seidigen, noch aufbauenden Tanninen, saftiger dunkler Frucht und langem Abgang. Anfangs etwas zurückhaltend – mit viel Luft öffnet er sich am besten.

Am Tisch

Gewinnt mit einigen Jahren Flaschenreife und trinkt sich bis etwa 2035 hervorragend. Eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: Tomahawk-Steak, Lamm, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Bordeaux-Cuvée
Jahrgang: 2018 (ca. 4.700 Flaschen)
Ausbau: Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, etwas Tempranillo; ca. 19 Monate Barrique, ca. 35 % neu

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Feinkost

Croix Verte Huile de Noisette Haselnussöl

Feinkost · Haselnussöl · Frankreich

La Tourangelle Croix Verte Huile de Noisette ist ein feines Haselnussöl aus dem Hause La Tourangelle in Frankreich. Aus gerösteten Haselnüssen schonend gepresst – mit warmem Nussaroma, ideal für Kartoffelpüree, Mousse au Chocolat, Schokoladenkuchen und Karottensalat.


Herkunft

La Tourangelle ist ein Familienunternehmen aus dem Loire-Tal in Frankreich und stellt seit über 150 Jahren handwerkliche Speiseöle her – darunter dieses Haselnussöl der Linie „Croix Verte".

Gewinnung und Herstellung

Aus sorgfältig ausgewählten Haselnüssen, die geröstet und schonend gepresst werden. So entsteht ein goldgelbes Öl mit feinem, ausgeprägtem Haselnussaroma – 100 % Haselnussöl, ohne Zusätze.

Geschmack

Goldgelb im Glas. Im Geschmack fein und nussig, mit dem warmen, leicht süßlichen Aroma gerösteter Haselnüsse. Aromatisch und harmonisch.

In der Küche

Vielseitig in süßer und herzhafter Küche: zum Verfeinern von Kartoffelpüree und Karottensalat, über Salate und Gemüse, sowie für Mousse au Chocolat und Schokoladenkuchen. Nicht stark erhitzen, damit das Aroma erhalten bleibt.

Passt zu: Kartoffelpüree, Karottensalat, Mousse au Chocolat, Schokoladenkuchen und Salaten.


Hersteller: La Tourangelle (Frankreich)
Produkt: Haselnussöl (Huile de Noisette), Linie „Croix Verte"
Zutat: 100 % Haselnussöl (aus gerösteten Haselnüssen)
Herkunft: Loire-Tal (Frankreich)
Verarbeitung: geröstet, schonend gepresst
Mindesthaltbarkeit (MHD): 03.07.2027

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USA

Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2011

Rotwein · Walla Walla Valley · Syrah

Syrah The Rocks District Walla Walla Valley (USA) 2011

Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2011 ist der allererste Jahrgang dieses Kult-Syrah von Christophe Baron (Cayuse) – ein klassisch nordrhôneartiger, mineralisch-würziger Wein von den Basaltsteinen des Rocks District.


The Tribe Vineyard – Basalt im Rocks District

Der drei Acre kleine Syrah-Weinberg liegt nahe Christophe Barons En-Chamberlin-Lage im Rocks District of Milton-Freewater – der einzigen US-Appellation, deren Grenzen allein über den Bodentyp definiert sind. Große, alte Basalt-Gerölle wie im Châteauneuf-du-Pape speichern die Sonnenwärme und strahlen sie an die Trauben zurück, was den unverwechselbar würzig-umamihaften Charakter dieser Syrahs prägt.

Gepflanzt ist The Tribe ultra-dicht im „sur echalas"-Stil – eine Rebe pro Pfahl, rund 3.555 Stöcke pro Acre. Die Enge zwingt die Reben zu intensivem Wettbewerb und schafft bemerkenswerte Spannung und Konzentration.

Jahrgang 2011 – Walla Walla Valley

2011 war einer der kühlsten und spätesten Jahrgänge der Region – ein ausgesprochen klassisches Jahr mit niedrigeren Alkoholgraden, lebendiger Säure und einem nordrhôneartig zurückhaltenden, eleganten Stil.

Zugleich ist 2011 der allererste Jahrgang von Horsepower Vineyards – der Beginn einer der gesuchtesten Syrah-Serien Nordamerikas.

Anbau und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2011.

Christophe Baron gehörte ab 2002 zu den Ersten, die in Walla Walla mit Pferdezug und Kompostwirtschaft arbeiteten. Horsepower wird nach einem astrologischen Kalender und vollständig ohne Herbizide, synthetische Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel bearbeitet. Namensgebend sind die Zugpferde, die die eng gepflanzten Reihen kultivieren – Handarbeit im Stil des 19. Jahrhunderts.

Im Glas

Ein klassisches Nord-Rhône-Profil: Brombeere und Cassis treffen auf Eisen, flüssiges Mineral, geräuchertes Fleisch und eine fast blutige Note, dazu Speck, Jod und kreidige Salinität. Am Gaumen vollmundig, geschichtet und fabelhaft konzentriert, mit

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Spanien

Lopez de Haro Reserva

Rotwein · Rioja · Spanien

Der Hacienda López de Haro Reserva ist ein klassischer Rioja-Rotwein der Bodega Classica aus San Vicente de la Sonsierra. Die Cuvée besteht hauptsächlich aus Tempranillo mit etwas Graciano und reift zwanzig Monate in kleinen Eichenfässern aus amerikanischem und französischem Holz. Das Bukett ist erdig, mit zarten Noten von Kokosnuss und frischer Vanille. Am Gaumen frische Brotkruste und reife Beeren, in reifer, runder Art.


Rioja Alta – San Vicente de la Sonsierra

Die Bodega Classica liegt in San Vicente de la Sonsierra in der Rioja Alta, oberhalb des Ebro. Das 2003 gegründete Gut arbeitet mit alten Reben aus verschiedenen Lagen der Rioja, viele auf kargen Böden der Ebro-Terrassen. Das Klima der Rioja Alta verbindet kontinentale, mediterrane und atlantische Einflüsse und sorgt für eine ausgewogene Reife der Trauben.

Assemblage und Ausbau

Cuvée hauptsächlich aus Tempranillo mit etwas Graciano. Der Ausbau erfolgt über zwanzig Monate in kleinen Eichenfässern aus amerikanischem und französischem Holz, gefolgt von weiterer Flaschenreife. Enthält Sulfite.

Im Glas

Tiefes Kirschrot mit Reifetönen. In der Nase erdig, mit zarter Kokosnuss, frischer Vanille und frischer Brotkruste. Am Gaumen reife Beeren, rund und harmonisch, mit feinen Tanninen aus der langen Fassreife. Der Abgang bleibt lang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: kräftige Speisen wie Lamm, Rind, Wild und Schmorgerichte, ebenso gereifter Käse. Durch seine runde Reife auch solo zu genießen. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta (Spanien), alte Reben auf Ebro-Terrassen
Klassifikation DOCa Rioja (Reserva)
Ausbau Cuvée Tempranillo/Graciano, 20 Monate in kleinen Fässern aus amerikanischer und französischer Eiche, anschließend Flaschenreife

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Weine

Marguet Bouzy 2020 Grand Cru Extra Brut BIO

Der Marguet Bouzy 2020 Grand Cru Extra Brut ist Pinot Noir aus Bouzy, dem Nachbardorf von Ambonnay, gewachsen in Marguets eigenen Weinbergen. Saftig, salzig und mit einem Hauch Dosage – eine Spur weicher als die Brut-Nature-Cuvées des Hauses.

Im Glas

Blassgelb mit lachsfarbenem Schimmer. In der Nase weißer Pfirsich, Erdbeere und Zitruszeste, dazu Gewürze und Walnuss. Am Gaumen saftig und cremig, die Säure ist gut eingebunden, der Zug salzig. Der Ausbau im Holz gibt Struktur, das Finale ist lang.

Mach was draus

Ein Herbstabend mit Kalbsbraten und Pfifferlingen, Ente aus dem Ofen oder Flammkuchen mit Speck. Auch zu Lachs mit Teriyaki-Glasur passt seine rote Frucht. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Zu Geflügel und Gerichten mit etwas Würze ist er für mich ideal. Die rote Frucht vom Pinot Noir fängt Gewürze schön auf.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was unterscheidet Extra Brut von Brut Nature? Brut Nature bekommt keine Dosage, Extra Brut darf bis zu 6 g Zucker pro Liter enthalten. Der Steckbrief nennt für diesen Bouzy 6 g/l.

Warum gerade Bouzy? Bouzy zählt wie Ambonnay zu den großen Pinot-Noir-Dörfern der Montagne de Reims. Marguet besitzt dort rund 0,7 Hektar.

100 % Pinot Noir · Bouzy Grand Cru, eigene Weinberge · Méthode Traditionnelle · Holzausbau · Extra Brut, 6 g/l Restzucker · Champagne Marguet, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Länder/Regionen

Angerville Volnay Fremiet 1er Cru 2019

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

100 % Pinot Noir · Pinot d'Angerville Volnay 1er Cru Fremiet 1,57 ha · steilster Hangabschnitt flachgründig über Mergel 15–18 Monate Fass · höchstens 20 % neu 2019

Der Volnay Fremiet 1er Cru 2019 der Domaine Marquis d'Angerville stammt aus einer der steilsten Lagen von Volnay, am Übergang Richtung Pommard. Kraftvoll und zugleich fein gezeichnet: tiefe, dunkle Frucht, getragen von salziger Mineralität – aus einem warmen, trockenen Jahr mit kleinen Erträgen.


Fremiet – steiler, erodierter Hang Richtung Pommard

Volnay steht für die feingliedrigste Form des Pinot Noir in der Côte de Beaune. Fremiet liegt im nördlichen Teil der Gemeinde, Richtung Pommard, und bringt etwas von dessen Kraft mit: Die Weine sind dunkler in der Frucht und fester im Gerüst als die der Lagen weiter südlich – und bleiben dennoch unverkennbar Volnay.

Angervilles 1,57 Hektar liegen im steilsten Abschnitt der Lage, unterhalb von Clos des Ducs und Pitures, oberhalb des Clos des Angles. Die Erosion hat den Boden hier fast abgetragen: Stellenweise liegen nur rund 30 Zentimeter Erde über verwitterndem Mergelgestein. Die Reben müssen sich in den Fels arbeiten, um an Wasser zu kommen. Das begrenzt den Ertrag und gibt dem Wein zugleich Kraft und eine straffe, salzige Kontur.

Die Domaine pflanzt auf ihren Parzellen den Pinot d'Angerville, eine hauseigene Selektion alter Reben mit kleinen, lockerbeerigen Trauben – ertragsarm und konzentriert.

Jahrgang 2019 – Côte de Beaune

Der Jahrgang 2019 brachte in Burgund Frost, Hitze und Trockenheit. Anfang April beschädigten Frostnächte die jungen Triebe; die Blüte im Juni verlief kühl und windig, viele Blüten setzten keine Beeren an. Ende Juni und Ende Juli folgten Hitzewellen mit Rekordtemperaturen, der Sommer blieb sehr trocken. Die Beeren blieben klein, die Erträge fielen deutlich unter das übliche Maß.

Gelesen wurde in der ersten Septemberhälfte. Die Trauben waren gesund, reif und konzentriert, und trotz der Hitze blieb die Säure erstaunlich gut erhalten. Die Rotweine des Jahrgangs verbinden dichte Frucht mit Frische; auf dem flachgründigen, steilen Boden von Fremiet kam dazu die Spannung, die solche Lagen in heißen Jahren liefern.

Entrappt, ohne Nachmazeration, zurückhaltendes Holz

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, vom Pinot d'Angerville. Die Trauben werden vollständig entrappt. Nach dem Ende der Gärung verzichtet das Gut auf eine Nachmazeration – der Wein kommt direkt ins Fass, statt noch Tage auf den Schalen zu liegen. Das hält die Gerbstoffe fein und die Frucht klar.

Der Ausbau dauert 15 bis 18 Monate, mit höchstens 20 % neuem Holz. Bei einer Frucht dieser Dichte reicht das, um Struktur zu geben, ohne dass das Fass hervortritt.

Im Glas

Tiefes Purpur. In der Nase getrocknete Blüten und Rose, dunkle Beeren und Pflaume, dazu Orangenschale, ein Hauch Kakao und Gewürz. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig und straff gebaut, mit saftiger Kirsche, Cranberry und einer Würze, die an weißen Pfeffer und Nelke erinnert. Das Tannin ist fest, aber fein; der Abgang lang und salzig.

Dreißig Zentimeter Erde über Mergel, ein heißes, knappes Jahr: Volnay mit der Kraft von Pommard und der Feinheit von Volnay.

Vorab dekantieren und bei 16 °C servieren. Auf lange Reife gebaut; das Trinkfenster reicht etwa bis 2034.

Am Tisch

Zu Ente, Reh, Rind, Geflügel in feiner Sauce oder reifem Weichkäse. Besonders gut zu Taube, Rehrücken mit Kirschen und Époisses.


Produzent Domaine Marquis d'Angerville, Volnay
Rebsorte 100 % Pinot Noir (Selektion Pinot d'Angerville)
Lage Fremiet, Volnay, Côte de Beaune · steiler, erodierter Hang unterhalb von Clos des Ducs und Pitures · rund 30 cm Boden über verwitterndem Mergel · 1,57 ha
Klassifikation Volnay Premier Cru AOC · trocken
Jahrgang 2019
Vinifikation vollständig entrappt · keine Nachmazeration
Ausbau 15–18 Monate im Fass · höchstens 20 % neues Holz
Trinkempfehlung jetzt bis 2034

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