Claus Preisinger – Weinnatur entdecken

Claus Preisinger – Burgenland – Österreich

Wie ein modernes UFO ragt das 2009 gebaute Weingut des Golser Winzers Claus Preisinger aus dem Rebfeld hervor. Die vordere Seite mit offenem Blick auf den Neusiedlersee ausgerichtet und von außen her mit viel Holz und Glaselementen verkleidet, passt es trotz seiner ansprechenden, futuristischen und modernen Architektur hervorragend in die burgenländische Landschaft hinein.

Gut 20 Hektar bester Rebfelder mit den Rebsorten Grüner Veltliner, Weißburgunder, Zweigelt, Blaufränkisch, Sankt Laurent, Merlot, Pinot Noir und ein bisschen Muskat, Scheurebe und Welschriesling zieren seine Weinberge, die auf der pannonischen Seeplatte liegen und als Rebunterlage Schiefer und Kalkformationen aus längst vergessenen Tagen bieten.

Sein erster Wein entstand im Jahr 2000 mit gerade einmal zwanzig Lenzen, seine Arbeitsweise folgt seit dem Jahr 2006 streng nach den biodynamischen Lehren von Rudolf Steiner. „Weniger ist mehr“, ist sein Motto im Weinberg und auch in der Kellertechnik. Gravitationstechnik, Ganztraubengärung, Fermentation in grossen Amphoren, Ausbau in großen Holzfässern, keine Zusätze von jeglichen Hilfsmitteln bei der Weinbereitung und bis auf den Puszta Libre (bei diesem Wein auch nur minimal) wird den Weinen auch kein zusätzlicher Schwefel mehr zugesetzt. So entstehen durch und durch Naturweine. Komplexe Tropfen, die spannungsgeladen, voller subtiler Frische, natürlichen Gerbstoffen, einer vibrierenden Säurestruktur und einer intensiven Kraft in den Mund und dann an den Gaumen knallen. Es sind keine Schmeichler, keine Weine die man achtlos und bedenkenlos in sich hineinschüttet. Nein, es sind kleine Naturwunder, die man erforschen muss, die sich erst nach vielen Flaschen ergründen lassen, die dann aber ihre himmlische Seele, perfekten Feingeist und exemplarische Natürlichkeit freilegen, die es so ungeschminkt fast gar nicht mehr gibt.

Claus´ Arbeitsweise ist dabei weder dogmatisch noch belehrend. Er versucht immer wieder Neues aus, wirkt zwar wie ein sehr ruhiger Zeitgeist, der aber innerlich permanent unter Strom, Dampf und Druck steht; der immer den Kick des Besonderen und Außergewöhnlichen sucht und letztendlich durch seinen Instinkt und sein Bauchgefühl wirklich Großartiges schafft. Ein großes Hoch auf einen Verteidiger und Bewahrer der absoluten Natürlichkeit im Weinanbau. Danke!

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Ungeheuer Forst GC 2025 BIO Magnum

Weißwein · Forst, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Forster Ungeheuer 0,9 ha im historischen Kern Basalt, Sandstein, Ton Spontangärung Magnum 1,5 l, DE-ÖKO-003

Ungeheuer G.C. 2025 in der Magnum kommt aus der einzigen Bodenformation, die in der Mittelhaardt wirklich aus dem Rahmen fällt: Vulkanischer Basalt liegt hier inmitten des allgegenwärtigen Buntsandsteins. Dr. Bürklin-Wolf bewirtschaftet 0,9 Hektar im historisch wertvollsten Teil der knapp 33 Hektar großen Forster Lage – und füllt daraus einen Riesling, der zu den kraftvollsten des Guts zählt.


Ungeheuer – Basalt im Sandsteinland

Die Lage liegt am Fuß des Haardtgebirges zwischen 130 und 170 Metern, nach Süden und Südosten ausgerichtet, mit bis zu dreißig Prozent Hangneigung; etwa ein Drittel der Flächen ist terrassiert. Was den Ungeheuer geologisch von seinen Nachbarn trennt, liegt darunter: Zum verwitterten Buntsandstein mit Kalkgeröll tritt vulkanischer Basalt. Dieses dunkle, dichte Gestein erwärmt sich schnell und speichert Wärme über die Nacht – zusammen mit der südöstlichen Neigung erklärt das, warum die Reben hier früh in die Blüte gehen und die Reife zügig beginnt. Darunter liegen dichte Ton- und Sandschichten, die tiefgründig Wasser halten und die Nährstoffversorgung sichern.

Der Name führt in die Irre, und das gleich doppelt. Die markanten Sandsteinfiguren am Ortseingang von Forst legen ein Fabelwesen nahe, sind aber jüngeren Datums und reine Publikumsattraktion. Tatsächlich geht der Lagenname auf den Familiennamen eines Deidesheimer Stadtschreibers zurück, wobei eine Flurbezeichnung „an dem ungehuwern" bereits aus dem 14. Jahrhundert überliefert ist. Die Anekdote, Otto von Bismarck habe Ende der 1880er-Jahre befunden, dieses Ungeheuer schmecke ihm ungeheuer, hat zur Bekanntheit beigetragen – die königlich-bayerische Lagenklassifikation hatte den Weinberg allerdings schon 1828 als Spitzenlage geführt.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im Mittel, Spätfrost blieb vereinzelt. Der Sommer war sehr heiß und trocken bei außergewöhnlich niedrigem Pilzdruck – für einen biodynamisch geführten Betrieb ein entspanntes Pflanzenschutzjahr. Die Beeren blieben klein und gewannen aromatisch. Ab Mitte Juli setzten flächendeckende Niederschläge ein und regten den Wuchs noch einmal an. Auf dem Ungeheuer trifft Hitze auf einen Boden, der Wärme ohnehin verstärkt; entscheidend war deshalb der tiefgründige Ton- und Sanduntergrund, der Wasser hält, wo flachgründigere Lagen früher in den Stress geraten.

Anfang September beschleunigte die Hitze die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig, ab Mitte September brachten Niederschläge stellenweise Botrytis und erzwangen schnelles Lesen der hochreifen Trauben. Um den 23. September war die pfälzische Ernte abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig bleibt 2025 klein: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter Vorjahr. In den Keller kamen kleine Beeren mit hohen Mostgewichten bei ausgewogener Säure – auf einer warmen Basaltlage die Konstellation, bei der die Kraft nicht in Breite umschlägt.

Spontangärung, Doppelstück und das Magnumformat

Im Januar 2005 stellte Dr. Bürklin-Wolf alle Weinberge auf biologisch-dynamische Bewirtschaftung um, zertifiziert durch die Kontrollstelle LACON und als erster deutscher Betrieb Mitglied der französischen Vereinigung SIVCBD mit der Marke Biodyvin. Die rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bewirtschaftet das Gut ausschließlich selbst, ohne Traubenzukauf; die G.C.-Lesegüter werden von Hand gelesen und selektioniert.

Im Keller gilt für alle Grands Crus dasselbe Verfahren: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, danach ein langer Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Beim Ungeheuer hat dieser lange Fassausbau eine besondere Funktion – er nimmt der Lage die jugendliche Ungestümheit, für die sie bekannt ist, und formt aus Kraft Struktur. Das Magnumformat setzt diese Logik fort: In der 1,5-Liter-Flasche ist das Verhältnis von Sauerstoffeintrag zu Weinmenge kleiner als in der 0,75er, die Entwicklung läuft entsprechend langsamer und gleichmäßiger. Gerade bei einem Wein, der Zeit ohnehin gut verträgt, ist das kein kosmetisches Format, sondern eine andere Reifekurve.

Im Glas

Kräftiges Gelb mit grünem Rand. Die Nase ist dunkler getönt als bei den Deidesheimer Lagen des Guts: gelbe Steinfrucht und Zitrusschale, dahinter eine rauchig-erdige Note und eine deutliche Würze, wie sie basaltgeprägte Böden häufig mitbringen. Am Gaumen zeigt der Wein Masse – breite Schultern, viel Extrakt aus den kleinen Beeren des Jahrgangs, ein fester, fast salziger Kern. Die Säure ist reif und steht der Kraft nicht entgegen, sondern gibt ihr Richtung. Der Abgang ist lang, mineralisch unterlegt und trocken, mit einem griffigen, leicht phenolischen Schluss. In der Magnum wirkt alles noch etwas verschlossener als im Normalformat.

Kein Wein, der Feinheit vorführt – einer, der sie sich erarbeitet.

Am Tisch

Die Magnum ist ein Tischwein für größere Runden und verlangt entsprechend kräftige Gerichte. Gut passen Bresse-Poularde und Perlhuhn aus dem Ofen, Kalbsbraten, Schweinebauch mit Kruste, Wildgeflügel, Saibling und Steinbutt mit Speck oder Brotkruste, Pilzrisotto mit Steinpilzen. Auch gereifter Hartkäse trägt der Wein mühelos. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren; jung gehört diese Flasche in die Karaffe und braucht dort mindestens eine Stunde.


Lage: Forst a. d. Weinstraße, Ungeheuer (VDP.Große Lage; gutsintern G.C.) – Einzellage knapp 33 ha, 130–170 m ü. NHN, süd- bis südostexponiert, bis 30 % Hangneigung, rund ein Drittel terrassiert; davon 0,9 ha im historisch wertvollsten Teil im Besitz des Weinguts; verwitterter Buntsandstein mit Kalkgeröll und vulkanischem Basalt über dichten Ton- und Sandschichten; 1828 als Spitzenlage klassifiziert
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Handlese und Selektion, temperaturkontrollierte Spontangärung, langer Ausbau im Doppelstück-Holzfass; Abfüllung in der Magnum (1,5 l); biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit Januar 2005, LACON-zertifiziert, Mitglied SIVCBD / Biodyvin / DE-ÖKO-003

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Rebsorten

Ziereisen Jaspis Zipsin Spätburgunder 2023

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Jaspis Zipsin Spätburgunder 2023 ist ein sortenreiner Pinot Noir von Weingut Ziereisen aus Efringen-Kirchen im südlichen Markgräflerland. Hanspeter Ziereisen vinifiziert ihn ausschließlich aus alten Reben der Lage Zipsin – handgelesen, spontan vergoren und unfiltriert abgefüllt. Ein Wein, der Terroir konsequent vor Holz stellt.


Markgräflerland / Lage Zipsin

Die Lage Zipsin liegt in Efringen-Kirchen auf Muschelkalk und Lösslehm mit südseitiger Exposition. Der kühlende Einfluss des Rheintals verlangsamt die Reife und bewahrt Säure und Mineralität; das kontinentale Klima am Dreiländereck D/F/CH wird durch atlantische und alpine Einflüsse gemäßigt. Klassifiziert als Landwein Oberrhein. Die „Jaspis"-Linie umfasst die Einzellagen-Spitzenweine des Guts.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinot Noir von alten Reben. Spontan vergoren, im großen Holzfass ausgebaut und unfiltriert abgefüllt. Der zurückhaltende Holzeinsatz stellt die Frucht und die Mineralität der Lage in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dunkles Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase Schwarzkirsche, Brombeere, feine Erde und Kräuter. Am Gaumen präsente, dabei seidige Tannine, straffe Säure und ein mineralischer Kern. Der Abgang ist lang, würzig und zeigt klare Frucht ohne Schwere.

Am Tisch

Aktuell trinkbar, entwickelt sich bis etwa 2032. Eine Stunde Dekantieren empfohlen; kühl, liegend und lichtgeschützt lagern.

Passt zu: Entenbrust, Rehrücken, Pilzrisotto und gereiftem Comté.


Lage: Markgräflerland, Lage Zipsin, Efringen-Kirchen (Baden, Deutschland); Weingut Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Spätburgunder (Pinot Noir, alte Reben), trocken
Ausbau: Spontangärung, großes Holzfass, unfiltriert
Jahrgang: 2023

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Rebsorten

Ziereisen Jaspis Bürgin Spätburgunder 2021

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Jaspis Bürgin Spätburgunder 2021 ist ein Pinot Noir aus alten Reben, den das Weingut Ziereisen im Dreiländereck erzeugt. Hannes Ziereisen bewirtschaftet seine Lagen in Efringen-Kirchen am Hochrhein. Unfiltriert abgefüllt, mit straffer Struktur und mineralischem Zug.


Markgräflerland / Parzelle Bürgin

Efringen-Kirchen liegt im äußersten Südwesten Badens, unmittelbar am Rheinknick zum Dreiländereck D/F/CH. Die Parzelle Bürgin – ein alteingesessener Familienname der Region – steht auf verwitterten Muschelkalk- und Lössböden mit guter Wasserhaltung. Die Hanglage sorgt für Drainage und thermischen Ausgleich durch die Rheinnähe. Klassifiziert als Landwein Oberrhein. Die „Jaspis"-Linie umfasst die Einzellagen-Spitzenweine des Guts.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder (Pinot Noir) von alten Reben, handgelesen. Traditionell ausgebaut und unfiltriert abgefüllt, was dem Wein Textur und Tiefe verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Das Bouquet zeigt reife Kirsche, Pflaume und etwas getrocknete Kräuter, unterlegt von einer feinen erdigen Note. Am Gaumen mittlerer Körper, straffe Struktur, präsente, aber nicht harsche Tannine. Der Abgang ist lang und würzig, mit einem leichten mineralischen Zug.

Am Tisch

Jetzt trinkbereit, entwickelt sich bis 2030 weiter. Vor dem Servieren mindestens 30 Minuten dekantieren; kühl, liegend bei 12–14 °C lagern.

Passt zu: Wildgeflügel, Lammrücken, Pilzgerichten und Pinot-affinem Käse.


Lage: Markgräflerland, Parzelle Bürgin, Efringen-Kirchen (Baden, Deutschland); Weingut Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Spätburgunder (Pinot Noir, alte Reben), trocken
Ausbau: Handlese, traditioneller Ausbau, unfiltriert
Jahrgang: 2021

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Spanien

Lopez de Haro Reserva

Rotwein · Rioja · Spanien

Der Hacienda López de Haro Reserva ist ein klassischer Rioja-Rotwein der Bodega Classica aus San Vicente de la Sonsierra. Die Cuvée besteht hauptsächlich aus Tempranillo mit etwas Graciano und reift zwanzig Monate in kleinen Eichenfässern aus amerikanischem und französischem Holz. Das Bukett ist erdig, mit zarten Noten von Kokosnuss und frischer Vanille. Am Gaumen frische Brotkruste und reife Beeren, in reifer, runder Art.


Rioja Alta – San Vicente de la Sonsierra

Die Bodega Classica liegt in San Vicente de la Sonsierra in der Rioja Alta, oberhalb des Ebro. Das 2003 gegründete Gut arbeitet mit alten Reben aus verschiedenen Lagen der Rioja, viele auf kargen Böden der Ebro-Terrassen. Das Klima der Rioja Alta verbindet kontinentale, mediterrane und atlantische Einflüsse und sorgt für eine ausgewogene Reife der Trauben.

Assemblage und Ausbau

Cuvée hauptsächlich aus Tempranillo mit etwas Graciano. Der Ausbau erfolgt über zwanzig Monate in kleinen Eichenfässern aus amerikanischem und französischem Holz, gefolgt von weiterer Flaschenreife. Enthält Sulfite.

Im Glas

Tiefes Kirschrot mit Reifetönen. In der Nase erdig, mit zarter Kokosnuss, frischer Vanille und frischer Brotkruste. Am Gaumen reife Beeren, rund und harmonisch, mit feinen Tanninen aus der langen Fassreife. Der Abgang bleibt lang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: kräftige Speisen wie Lamm, Rind, Wild und Schmorgerichte, ebenso gereifter Käse. Durch seine runde Reife auch solo zu genießen. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta (Spanien), alte Reben auf Ebro-Terrassen
Klassifikation DOCa Rioja (Reserva)
Ausbau Cuvée Tempranillo/Graciano, 20 Monate in kleinen Fässern aus amerikanischer und französischer Eiche, anschließend Flaschenreife

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Georgien

Samtavisi Marani Goruli Mtsvane 2021

Wein · Orange Wine · Kartli · Georgien

Samtavisi Marani Goruli Mtsvane ist ein georgischer Orange Wine aus der autochthonen Rebsorte Goruli Mtsvane. Die edel auf der Flasche prangende Feige gibt die Richtung vor: weiche, einladende Aromatik mit feinherben Fruchtnoten von Mandarine und Litschi, frisch gemahlenen Mandeln und einer milden Teenote – die Tannine sind dabei kaum spürbar.


Kartli / Georgien

Das Naturweingut Samtavisi Marani wird vom Künstler Mamuka Kikvadze im Dorf Samtavisi in der Region Kartli geführt, zwischen dem Trialeti-Gebirge und dem Hohen Kaukasus. Die Rebsorte Goruli Mtsvane stammt aus Kartli, aus der Region um Gori („Goruli"), und unterscheidet sich deutlich von der bekannteren Variante aus Kachetien („Kachuri Mtsvane"): klarer, ruhiger und weniger wild in ihrer Art. Die Weinberge werden ohne Herbizide bewirtschaftet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Goruli Mtsvane. Vinifiziert nach georgischer Tradition im Qvevri (in den Boden eingelassene Tonamphore) mit mehrmonatiger Maischestandzeit, die dem Wein seine bernsteinfarbene Tönung und sanfte Struktur verleiht; anschließend kurze Reife im Edelstahl. Unfiltriert und mit minimalem Eingriff abgefüllt.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase weich und einladend, mit feinherben Noten von Mandarine und Litschi, getrockneter Aprikose und reifem Apfel. Am Gaumen frisch gemahlene Mandeln und eine milde Teenote, getragen von einer exzellent austarierten Säure. Die Tannine sind kaum spürbar; langer, sauberer Abgang.

Am Tisch

Nicht zu kalt servieren (14–16 °C) und atmen lassen – so öffnet sich der Wein am besten. Ein vielseitiger Begleiter kräftiger Küche.

Passt zu: Geflügel, gegrilltem Gemüse, würzigen Gerichten, Hartkäse und georgischer Küche.


Lage: Region Kartli (Shida Kartli), Samtavisi (Georgien); Naturweingut Samtavisi Marani (Mamuka Kikvadze)
Klassifikation: Orange/Amber Wine – 100 % Goruli Mtsvane, trocken
Ausbau: Maischegärung und -reifung im Qvevri (mehrere Monate), kurze Edelstahlreife; unfiltriert

Bilder: © LEPL

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Spanien

Vina Real Gran Reserva Especial 2016

Rotwein · Rioja · Tempranillo · Gran Reserva · Spanien

CVNE Viña Real Gran Reserva Especial ist die Top-Cuvée der altehrwürdigen Kellerei CVNE, die nur in außergewöhnlichen Jahrgängen auf den Markt kommt. Sie besteht aus 95 % Tempranillo und 5 % Graciano von den besten Weinbergen der Rioja Alavesa. Ein durch und durch klassischer Rioja von großer Eleganz. Im Glas vielschichtig und tief.


Rioja Alavesa

Die Trauben stammen von den besten Weinbergen der Rioja Alavesa. Die kalk- und tonhaltigen Böden und das von atlantischen Einflüssen geprägte Klima verleihen dem Wein Eleganz, Frische und erdige Tiefe. CVNE zählt zu den traditionsreichsten Häusern der Rioja.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus 95 % Tempranillo und 5 % Graciano. Der Wein reift über zwei Jahre in kleinen Barriquefässern und anschließend drei weitere Jahre in der Flasche (Gran Reserva). Diese Reife gibt ihm seinen klassischen, vielschichtigen Charakter.

Im Glas

Reifes Rot mit ziegelroten Reflexen. In der Nase Zimt, reife Beeren, Eisen, Unterholz, Steinpilze und etwas Vanille. Am Gaumen mittelschwer, vielschichtig und sehr elegant, mit erdigen und würzigen Noten, die sich mit der dezenten Frucht verbinden. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Bereits trinkreif, mit weiterem Reifepotenzial.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Gran Reserva
Ausbau: 95 % Tempranillo / 5 % Graciano, 2 Jahre Barrique, 3 Jahre Flaschenreife

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Spanien

Baynos tinto 2020

Rotwein · Rioja · Spanien

Der Baynos Tinto ist eine Cuvée aus 90 % Tempranillo und 10 % Graciano aus Baños de Ebro in der Rioja Alavesa. Baynos ist das Rioja-Projekt der Familie García rund um Bodegas Mauro. Die Trauben stammen von alten Buschreben kleiner Parzellen auf armen, lehmig-kalkigen Böden. Vergoren wird spontan im Betontank, gefolgt von 20 Monaten Reifung in französischer Eiche. Im Glas ein junger, dichter Rotwein mit dunkler Frucht, Würze und markanter Mineralität.


Baños de Ebro – Rioja Alavesa

Baynos entsteht in Baños de Ebro in der Rioja Alavesa, wo die Familie García neun kleine Parzellen mit alten Buschreben bewirtschaftet. Die Böden sind karg und reich an Lehm und Kalk – ein Terroir, das Konzentration und Frische zugleich ermöglicht. Bewirtschaftet wird ohne Herbizide und mit Tierzug im Weinberg; die -Zertifizierung ist in Vorbereitung.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 90 % Tempranillo und 10 % Graciano. Nach der Handlese werden die Trauben entrappt, aber nicht gequetscht, um die Frucht zu schonen. Die alkoholische sowie die malolaktische Gärung finden spontan mit autochthonen Hefen im Betontank statt. Anschließend reift der Wein 20 Monate in 228-Liter-Barriques aus französischer Eiche, je zur Hälfte neu und gebraucht. Die Gesamtproduktion umfasst 11.561 Flaschen. Enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas tiefes, dunkles Rot; jung und zunächst verschlossen. Mit Luft entfaltet sich eine ausgeprägte Mineralität, gepaart mit tiefer, dunkler Frucht: Brombeere und viel Blaubeere, dazu Würze, dunkle Schokolade, Graphit, schwarzer Tee und ein Hauch Trüffel. Am Gaumen frisch und kraftvoll beerig, mit reichhaltigen, reifen Tanninen und feiner Säurestruktur. Großes Reifepotenzial.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und gereifter Hartkäse. Der Wein ist jung; vor dem Servieren großzügig dekantieren oder einige Jahre lagern. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage Baños de Ebro, Rioja Alavesa, arme lehmig-kalkige Böden, alte Buschreben
Klassifikation DOCa Rioja (Rioja Tinto)
Ausbau Cuvée Tempranillo/Graciano, Handlese, Spontangärung im Betontank, malolaktische Gärung im Beton, 20 Monate in französischer Eiche (228 l, 50 % neu / 50 % gebraucht)

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Rebsorten

Fratelli Revello Langhe Nebbiolo

Rotwein · Langhe Nebbiolo DOC · Nebbiolo

Nebbiolo Langhe DOC Lage Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben seit 1996 gebrauchte Barriques 2024

Der Revello Fratelli Langhe Nebbiolo 2024 stammt aus einer über zwanzig Jahre alten Rebanlage auf sehr kalkhaltigem Untergrund in der Lage Annunziata bei La Morra. Ein Nebbiolo voller eigener Stilistik – mit zartem Veilchenduft, klaren Ledernoten und reifer Pflaume, wie sie nur diese Rebsorte wiedergeben kann.


Annunziata – Nebbiolo aus dem Herzen von La Morra

Die Trauben stammen aus den Weinbergen Annunziata, einer Frazione von La Morra im Herzen des Barolo-Gebiets. Die 0,9 Hektar große Parzelle ist nach Südosten (230 m) und Südwesten (250 m) ausgerichtet und wurde 1996 mit Nebbiolo bestockt. Der Boden aus Kalk und Ton bietet ideale Voraussetzungen für einen klassischen, eleganten Nebbiolo.

Die Lage Annunziata ist für La-Morra-typisch parfümierte, feingliedrige Nebbioli bekannt. Der sehr kalkhaltige Untergrund verleiht dem Wein seine florale Aromatik, feine Struktur und mineralische Spannung.

Jahrgang 2024 – Langhe

Der Wein wurde Anfang Oktober gelesen, bei einem Ertrag von 8,0 t Trauben pro Hektar. Als jüngerer, früh zugänglicher Nebbiolo zeigt er klare, frische Frucht und die sortentypische florale Würze – ein eleganter Wein für den früheren Genuss, der zugleich über einige Jahre gewinnt.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2024, Langhe DOC, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein in Barriques aus französischer Eiche, die bereits 12 bis 14 Monate verwendet wurden – ein Ausbau im gebrauchten Holz, der die Frucht und florale Klarheit bewahrt, ohne sie mit Holznoten zu überdecken. Abfüllung im Juli.

Im Glas

Dieser Nebbiolo verströmt einen zarten Veilchenduft, der mit klaren Ledernoten unterlegt ist. Nach ausgiebiger Belüftung des Weines öffnet sich das Bukett, aber auch der Geschmack zu reifem Pflaumenmus. Langer und anhaltender Nachhall. Ein Nebbiolo zum guten Mahl und voller eigener Stilistik, wie sie eben nur diese Rebsorte wiedergeben kann.

Zarter Veilchenduft mit klaren Ledernoten, nach Luft reifes Pflaumenmus – langer, anhaltender Nachhall.

Profitiert von ausgiebiger Belüftung; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigen Pasta- und Risottogerichten, zu geschmortem Rind und Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Hartkäse.


Lage: Weinberge Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); 0,9 ha, Süd­ost- (230 m) und Südwest-Ausrichtung (250 m); Kalk-Ton-Boden; Reben gepflanzt 1996
Klassifikation: Langhe Nebbiolo DOC, Nebbiolo (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (~6 Tage), Gärung in Edelstahl (10–15 Tage), Malo in Stahl; Reifung in

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