Demel Flughafen Wien – Österreich

Demel Flughafen Wien – respektabel

Der „Figlmüller“ ist schon da und der „Sacher“ in Form seiner weltbekannten Torten eh schon längst. Der „Demel“ ist natürlich auch dabei, und so balgen sich neben weltweit operierenden Fastfood Ketten auch ein paar Wiener Gastrogrößen am Wiener Flughafen um die Gunst der auf ihren Flug wartenden Durstigen und Hungrigen.

Das weltweite Niveau auf diesen Flugsteigen ist in der Regel lausig, obwohl der umworbene Gast bei den hier aufgerufenen Preisen eigentlich eine gute Qualität erhalten müsste. Erstaunlicherweise gibt es am Wiener Flughafen (fast) überall sogar sehr gute Weine; und auch ein schnelles Mahl beim „Demel“ entpuppte sich als weitaus besser als erwartet. Eine ordentliche Gulaschsuppe, ein respektables Wiener Schnitzel und ein frisch zubereiteter Kaiserschmarrn zu fairen Preisen ließen wirklich keine Wünsche offen. Die nette Kellnerin hätte auch in der Top Gastronomie einen gute Figur abgegeben, und für den einzigen Wermutstropfen, den deutschen Nachbarn am Nebentisch, welcher auf seinem Tablet in Endlautstärke Youtube Sensationsreportagen verbreitete, konnte weder der „Demel“ noch sonst wer was dafür.

Aber an diesem Ort gibt es ja ganz guten Wein, und so hört man auch gerne zu …

Demel – Flughafen Wien – 1300 Schwechat – Österreich – Telefon: +43 664 807774002 –

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Weine

Vanita Vigneti del Salento Puglia Primitivo Nero di Troia

Rotwein · Cuvée · Apulien · Bag-in-Box

Vanita Primitivo Nero di Troia ist eine fruchtbetonte Rotwein-Cuvée von Vigneti del Salento (Fantini Group) aus Apulien – hier in der praktischen 3-Liter-Box. Die Komposition aus Primitivo und Nero di Troia zeigt reife, dunkle Früchte von Pflaume und Brombeere mit würzigen Anklängen und vollmundigem Nachhall.


Apulien

Die Trauben stammen aus Apulien, dem sonnigen Süden Italiens (Vigneti del Salento). Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens; das warme, mediterrane Klima bringt reife, vollmundige Weine hervor.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Primitivo und Nero di Troia, zwei autochthonen Rotweinsorten Apuliens. Der Primitivo bringt reife Frucht und Fülle, der Nero di Troia Würze und Struktur. Der fruchtbetonte Ausbau bewahrt die dunkle Frucht.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase reife, dunkle Früchte von Pflaume und Brombeere mit würzigen Anklängen. Am Gaumen vollmundig und saftig, mit reifer Frucht und vollmundigem Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Die Bag-in-Box bleibt nach dem Öffnen über den Zapfhahn mehrere Wochen frisch, ideal für den glasweisen Genuss.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, rotes Fleisch, Pasta mit Fleischsauce und Hartkäse.


Lage: Apulien (Italien)
Klassifikation: Puglia IGT – Rotwein-Cuvée (trocken)
Ausbau: fruchtbetont
Inhalt: 3-Liter-Bag-in-Box (entspricht 4 Flaschen)

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Frankreich

Jacques-Frédéric Mugnier Nuits St. Georges Clos de la Marechale 1er Cru 2023

Rotwein · Nuits-Saint-Georges 1er Cru · Pinot Noir

Nuits-Saint-Georges Premier Cru Monopol, 9,76 ha Älteste Reben aus den 1910ern 100 % entrappt Offene Holzgärbottiche 18 Monate Pièce ca. 15 % neues Holz

Jacques-Frédéric Mugnier Nuits-Saint-Georges 1er Cru Clos de la Maréchale 2023 kommt aus dem einzigen Weinberg des Guts außerhalb von Chambolle-Musigny: einem ummauerten Premier Cru in Premeaux-Prissey, der seit 1902 der Familie Mugnier allein gehört. Fünf Jahrzehnte lang bewirtschaftete ein anderes Haus den Clos. Seit dem Jahrgang 2004 vinifiziert ihn Frédéric Mugnier selbst, mit der gleichen Zurückhaltung wie seine Musigny und Amoureuses. 2023 hat er die schwächer strukturierten Fässer als Clos des Fourches ausgesondert – der Premier Cru bleibt so ganz auf seinen Kern konzentriert.


Clos de la Maréchale: Monopol zwischen Premeaux und Comblanchien

Der Clos liegt an der alten Nationalstraße zwischen Premeaux und Comblanchien, am südlichen Ende der Côte de Nuits. Mit 9,76 Hektar ist er nach Angaben des Guts das größte Monopol der Côte d'Or. Die Rebzeilen sind nach Osten ausgerichtet, der Boden ist ein Ton mit Kieseln aus oolithischem Kalk. In der Nordwestecke stehen rund 0,6 Hektar Chardonnay für den weißen Clos de la Maréchale, der übrige Clos ist mit Pinot Noir bepflanzt. Die Kalkschicht unter dem Clos taucht wenige hundert Meter weiter südlich unter die Oberfläche ab. Erst zwischen Puligny und Chassagne tritt sie wieder zutage.

Die ältesten Stöcke pflanzten Mugniers Vorfahren um die Zeit des Ersten Weltkriegs. 1950 verpachtete die Familie den Clos langfristig an die Domaine Faiveley in Nuits, der Vertrag lief 53 Jahre. Am 1. November 2003 kehrte die Lage zurück, und das Gut wuchs über Nacht von 4 auf 14 Hektar. Beim Aufstellen des neuen Torbogens über der Einfahrt montierte der Handwerker das erste „a“ in „Maréchale“ spiegelverkehrt. Mugnier ließ es so, und das Etikett übernahm den Fehler. In alten Karten hieß der Weinberg noch 1855 „Clos des Fourches“, 1892 „Clos Maréchal“. Woher der heutige Name stammt, ist bis heute nicht geklärt.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Mugnier nennt 2023 einen komplizierten Jahrgang. Bis Juli glich die Saison dem trockenen Vorjahr: früher Vegetationsschub ab Mai, anhaltendes Wasserdefizit. Dann setzte Regen ein, der 2022 ausgeblieben war. Die Beeren nahmen Wasser auf, das Traubengewicht stieg, die Erträge lagen deutlich über denen der Vorjahre. Ende August folgte eine Hitzephase mit über 35 °C, die bis in die erste Septemberwoche anhielt.

Am 7. September begann die Lese im Clos. Mugnier setzt keinen Sortiertisch ein. Seine Lesehelfer entfernen unreife, faule oder sonnenverbrannte Beeren direkt am Stock. Um die großen Beeren auszugleichen, zog er bei den meisten Cuvées vor der Gärung einen Teil des Saftes ab. Die üppige Ernte machte es möglich, erstmals seit 2008 wieder einen Clos des Fourches abzutrennen.

Offene Holzbottiche, 18 Monate Pièce, Tank vor der Abfüllung

Die Trauben werden vollständig entrappt, Stiele verwendet Mugnier nicht. Gegoren wird spontan in offenen Holzbottichen, die Maische bleibt 15 bis 20 Tage auf den Schalen. Die malolaktische Gärung war 2023 bereits vor dem Winter abgeschlossen.

Der Wein reift 18 Monate in Burgunderfässern, etwa 15 Prozent davon neu, und wird in dieser Zeit zweimal abgestochen. Im April des zweiten Jahres kommt er in Edelstahltanks und ruht dort weitere drei Monate. Abgefüllt wird im Juni oder Juli. Mugnier, ausgebildeter Ingenieur und früher Linienpilot, führt das 1863 gegründete Gut seit 1985 im Château de Chambolle-Musigny.

Im Glas: Nuits ohne rustikales Tannin

Seit 1902 im Besitz der Familie, 53 Jahre verpachtet, seit 2004 wieder im eigenen Keller – der Clos de la Maréchale ist Mugniers Nuits-Saint-Georges.

Mittleres bis dunkles Rubin. Die Tonböden mit Oolithkalk geben dem Wein mehr Dichte und Gerüst als die Chambolle-Lagen des Hauses, die großzügige Ernte 2023 und der Mostabzug sorgen für Konzentration. In der Nase dunkle Kirsche, Cassis und Himbeere, dazu Veilchen und feine Würze. Durch das Entrappen bleibt die Frucht klar, das neue Holz tritt kaum hervor. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, das Tannin reif und feinkörnig, die Säure frisch. Das Gut beschreibt den Clos als geradlinigen Nuits ohne die Härte der Lagen im Zentrum des Ortes, der nach einigen Jahren Flaschenreife florale Töne entwickelt.

Am Tisch: Rind, Wild, Trüffel

Dichte und Struktur tragen kräftige Gerichte: Rinderfilet mit Rotweinjus, Rehrücken mit Sellerie, geschmorte Ochsenbacke oder Kalbsbries mit Trüffel. Zum Käse Époisses mit mittlerer Reife oder Langres. In den ersten Jahren eine Stunde vorher dekantieren, Serviertemperatur 16 °C.


Produzent Domaine Jacques-Frédéric Mugnier, Château de Chambolle-Musigny

Rebsorte Pinot Noir

Lage Clos de la Maréchale (Monopol, 9,76 ha), Premeaux-Prissey; Ton mit oolithischen Kalkkieseln, Ost-Exposition

Klassifikation Nuits-Saint-Georges Premier Cru AOC

Jahrgang 2023

Vinifikation Handlese ab 7. September, Selektion im Weinberg, 100 % entrappt, Saignée, Spontangärung in offenen Holzbottichen, 15–20 Tage Maischestandzeit

Ausbau 18 Monate Pièces (ca. 15 % neu), zweimal abgestochen, anschließend 3 Monate Edelstahltank, Abfüllung Juni/Juli

Trinkreife 2030–2045

Rebenalter Älteste Reben aus den 1910er-Jahren, Durchschnitt ca. 45 Jahre (Stand 2008)

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USA

Saxum Paderewski Vineyard 2019

Rotwein · Paderewski Vineyard · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Paderewski Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden gemeinsam vergoren französische Eiche 2019

Der Saxum Paderewski Vineyard 2019 ist eine rare Single-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus einem historischen, kalkreichen Weinberg von Paso Robles. Syrah-dominiert und gemeinsam vergoren, zeigt er sich vielschichtig und parfümiert, vollgewichtig und zugleich frisch – mit nahtlos verwobener Textur.


Paderewski Vineyard – Kalkstein mit Geschichte

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Neben der Heimatlage James Berry bezieht das Gut Frucht von einigen ausgesuchten Spitzenlagen – darunter das Paderewski Vineyard westlich von Paso Robles an der Peachy Canyon Road. Der historische Weinberg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom weltberühmten Pianisten und polnischen Staatsmann Ignacy Jan Paderewski bewirtschaftet; Justin Smith hat ihn mit wiederbelebt und neu bestockt.

Die Lage ist von kargen, steinig-kalkhaltigen Böden geprägt, die in Paso Robles selten sind und den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe geben. Kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Saxum arbeitet organisch im Weinberg und minimalistisch im Keller – von Hand gelesen, mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2019 – Paso Robles

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, klassischer Jahrgang. Anders als die wärmeren Jahre des vorangegangenen Jahrzehnts brachte er hier einen besonders frischen, mineralisch geprägten und fein gezeichneten Stil – mit klar definierter Frucht, lebendiger Säure und kühler Eleganz, ohne die Tiefe und Fülle der Lage einzubüßen.

Assemblage und Ausbau

Gemeinsam vergorene Cuvée aus 53 % Syrah, 18 % Mataro (Mourvèdre), 11 % Zinfandel, 8 % Graciano, 7 % Tempranillo und 3 % Viognier, Jahrgang 2019, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle Fruchtrückgrat, Pfeffer und Würze; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Tiefe; Zinfandel saftige rote Frucht und Gewürz; Graciano Farbe, florale Frische und Säure; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; der mitvergorene Viognier hebt die Aromatik floral an. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen – die gemeinsame Gärung der Sorten verwebt sie zu einem nahtlosen Ganzen.

Im Glas

Aus der gemeinsam vergorenen Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: dunkle und rote Frucht wie Brombeere, Blaubeere und Kirsche, dazu florale Anklänge von Veilchen und Orangenblüte, Lakritz, süße Gewürze und eine herzhaft-würzige Note. Am Gaumen vollgewichtig und vielschichtig, mit einer nahtlosen, geschmeidigen Textur ohne harte Kanten, getragen von feinem Tannin, einer kalkig-mineralischen Frische und langem, parfümiertem Nachhall.

Brombeere, Blaubeere, Veilchen und Orangenblüte über Lakritz und Würze – vollgewichtig, nahtlos und frisch, mit langem, parfümiertem Nachhall.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Paderewski Vineyard, westlich von Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, steinig-kalkhaltige Böden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; gemeinsam vergorene Cuvée aus 53 % Syrah, 18 % Mataro, 11 % Zinfandel, 8 % Graciano, 7 % Tempranillo, 3 % Viognier (trocken)
Ausbau: Spontangärung (Co-Fermentation), Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; zurückhaltende, minimalistische Kellerarbeit

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Rebsorten

La Belle Angele Sauvignon Blanc

Die typischen Aromen der Sauvignon Traube wie Johannisbeere, Zitrusfrüchte und Holunderblüte sind schmeckbar. Leicht, mit einer frischen Mineralität versehen und einer saftigen Frucht. Der Frühling kann kommen.

Der La Belle Angèle Rosé präsentiert sich mit einer etwas dunkleren, intensiven Roséfarbe – ein erster Hinweis auf seine ausdrucksstarke Persönlichkeit. In der Nase duften frische Erdbeeren, Himbeeren und ein Hauch weißer Blüten – ein Bouquet, das an einen sonnigen Nachmittag an der Côte d’Azur erinnert. Ein unkomplizierter Begleiter für den Sommer – ob als Aperitif, zum leichten Salat oder einfach so auf der Terrasse.

 

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Weine

Pitthan Blanc de Noir Syrah

Weißwein aus roten Trauben · Rheinhessen · Blanc de Noir

Syrah Zotzenheim, Rheinhessen 2025 Kalkmergel · Pararendzina Südwest-Exposition Direktpressung Ausbau ohne Holz

Der Pitthan Blanc de Noir Syrah 2025 kommt vom Weingut Pitthan in Zotzenheim, Rheinhessen – und ist in seiner Kategorie eine Rarität. Blanc de Noirs entstehen fast immer aus Spätburgunder; Syrah weiß gekeltert findet man kaum. Das Ergebnis behält die Würze der Sorte, ohne ihre Gerbstoffe: rote Frucht, Pfeffer, mittlerer Körper.


Zotzenheim – warme Südwesthänge auf Kalkmergel

Zotzenheim liegt im Landkreis Mainz-Bingen am nordwestlichen Rand Rheinhessens, mit den Gemarkungslagen Johannisberg (36 Hektar) und Klostergarten (49 bis 51 Hektar). Die Rebflächen stehen zwischen 120 und 190 Metern über dem Meer auf sandigem Lehm und Ton über tiefgründigem, kalkreichem Mergel vom Typ Pararendzina. Das Weingut Pitthan bewirtschaftet hier 23 Hektar mit 13 Rebsorten – Syrah gehört zu den ungewöhnlicheren davon.

Dass Syrah in Zotzenheim überhaupt ausreift, liegt an der südwestlichen Exposition der Hänge. Diese Parzellen bekommen die volle Nachmittagssonne, die Kalkmergelböden speichern die Tageswärme und geben sie nachts ab. Eine spät reifende Rhône-Sorte braucht in Rheinhessen genau diese Kombination, sonst bleibt sie grün und krautig.

Für einen Blanc de Noir arbeitet die Höhenlage in die entgegengesetzte Richtung: Die kühleren Nächte der Hügelzüge um Zotzenheim halten die Säure oben, während die Sonne die Aromatik ausreifen lässt. Ohne diese Säure wäre ein weiß gekelterter Syrah plump – die Sorte bringt Extrakt und Würze mit, aber wenig eigenen Zug. Zotzenheim gehört weinrechtlich zur Großlage St. Rochuskapelle; die Familie Pitthan arbeitet hier seit über 150 Jahren.

Jahrgang 2025 – Rheinhessen

Bis in den Mai waren die Böden gut mit Wasser versorgt, danach folgte eine ausgedehnte Trockenphase bis zu den kräftigen Niederschlägen Ende Juli. Der trockene August hielt den Krankheitsdruck niedrig – Rheinhessen meldete den gesündesten Traubenzustand seit Jahren, was gerade bei dünnhäutigen roten Sorten über die Frage entscheidet, ob eine Ganztraubenpressung ohne Fehltöne gelingt. Ab Mitte September setzte erneut Regen ein, zu diesem Zeitpunkt war die Hauptlese großteils gelaufen.

2025 war extrem früh: Erste Mostgewichtsmessungen am 18. August zeigten weit fortgeschrittene Reife, die Hauptlese startete Anfang September und war zu Beginn der zweiten Septemberdekade oft abgeschlossen. Für spät reifende Sorten wie Syrah bedeutet das: volle physiologische Reife ohne Verlängerung in den regnerischen Herbst hinein. Mengenmäßig verzeichnete Rheinhessen den stärksten Rückgang aller deutschen Anbaugebiete – rund 1,93 Millionen Hektoliter, 26 Prozent unter 2024 und 23 Prozent unter dem Zehnjahresmittel. Kleine, lockerbeerige Trauben mit geringer Saftausbeute ergaben konzentrierte Moste; bei einem Blanc de Noir, der ohnehin nur den Vorlaufsaft nutzt, fällt die Ausbeute damit doppelt gering aus.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2025, weiß gekeltert. Entscheidend ist die Direktpressung ohne Maischestandzeit: Die roten Trauben gehen unmittelbar nach der Lese auf die Presse, der Saft läuft hell ab, bevor die Farbstoffe und Gerbstoffe aus den Beerenhäuten in Lösung gehen. Was in den Most übergeht, sind die Aromen – rote Frucht und der Pfefferton, den Syrah über Rotundon trägt.

Der Ausbau bleibt ohne Holz, kühl geführt. Ein Fassausbau würde die Würznoten überlagern, die den Reiz dieses Weins ausmachen. Die konzentrierten Moste des Jahrgangs 2025 liefern den mittleren Körper, ohne dass Hefelager oder Holz nachhelfen müssten.

Im Glas

Helles Strohgelb mit lachsfarbenem Schimmer. In der Nase Erdbeere, Brombeere und Johannisbeere, dahinter Pfeffer und ein Anflug Kardamom. Am Gaumen mittelschwer, die rote Frucht bleibt vorn, die Würze setzt im zweiten Zug ein und trägt in den Abgang. Keine Gerbstoffe, keine Rotweinstruktur – nur Frucht, Würze und Säure.

Die Direktpressung nimmt dem Syrah die Farbe und die Gerbstoffe, lässt ihm aber den Pfefferton – das ist der ganze Trick an diesem Wein.

Trinktemperatur 10 bis 12 Grad, kein Dekantieren. Zu kalt serviert verschwindet die Würze und es bleibt nur Frucht. Der Wein ist jetzt zugänglich und sollte bis etwa 2028 getrunken werden.

Am Tisch

Passt zu Gegrilltem – Geflügelspieße, Lammbratwurst, Gemüse vom Rost –, zu pikanten Sommersalaten mit Chorizo oder gerösteter Paprika, zu Couscous mit Kreuzkümmel und zu mittelscharfer asiatischer Küche. Funktioniert auch solo als Aperitif, wo die Pfeffernote den Unterschied zu einem gewöhnlichen Weißwein macht.


Produzent Weingut Pitthan, Zotzenheim (Rheinhessen)
Rebsorte Syrah
Lage Zotzenheimer Johannisberg und Klostergarten
Klassifikation Qualitätswein Rheinhessen
Jahrgang 2025
Vinifikation Direktpressung ohne Maischestandzeit · kühle Gärung
Ausbau ohne Holz · fruchtbetont
Trinkempfehlung 2026–2028
Boden Kalkmergel · Pararendzina · sandiger Lehm und Ton
Exposition Südwest
Höhenlage 120–190 m ü. NN
Betrieb 23 Hektar · 13 Rebsorten · Familienbetrieb seit über 150 Jahren

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Feinkost

Senchou Pur Ketchup mit Piment d´Espelette Pfeffer

Feinkost · Ketchup · Frankreich

Compagnie des Pyrénées Senchou Pur Ketchup mit Piment d'Espelette ist ein fruchtiger Tomatenketchup mit baskischem Piment-d'Espelette-Pfeffer aus Frankreich. Die reife Tomate trifft auf die feine, leicht rauchige Schärfe des Espelette-Pfeffers. Würzig, fruchtig und aromatisch. Eine charaktervolle Alternative zum klassischen Ketchup.


Herkunft

Compagnie des Pyrénées stammt aus dem französischen Baskenland am Fuße der Pyrenäen. Von dort kommt auch der Piment d'Espelette – ein mild-würziger Pfeffer, der der Region ihren kulinarischen Charakter verleiht.

Anbau und Verarbeitung

Reife Tomaten werden mit Piment d'Espelette zu einem würzigen Ketchup verarbeitet. Der baskische Pfeffer gibt eine feine, leicht rauchige Schärfe und aromatische Tiefe.

Geschmack

Fruchtig-tomatig mit feiner, leicht rauchiger Schärfe des Espelette-Pfeffers. Würzig und aromatisch, mit ausgewogener Balance aus Süße und Säure.

Am Tisch

Zu allem, was klassischer Ketchup begleitet – nur würziger.

Klassische Begleitung: Burger, Pommes, Grillfleisch, Würstchen und Eierspeisen.


Hersteller: Compagnie des Pyrénées (Frankreich)
Produkt: Senchou Pur Ketchup mit Piment d'Espelette
Sorte: Tomatenketchup mit Piment d'Espelette
Herkunft: Baskenland / Pyrenäen (Frankreich)
Verarbeitung: würziger Tomatenketchup
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.04.2027

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Weine

Bermont rosé Cuvée ensoleillée

Roséwein · Cuvée · Languedoc · Frankreich

Fonjoya Bermont Rosé ist ein feinherber, süffiger Rosé-Cuvée aus dem Languedoc in Südfrankreich. Die Komposition aus Carignan, Syrah und Grenache ist feinfruchtig und rund – mit Waldbeeren, einem Hauch mediterraner Gewürze und Frühlingswiese im Duft.


Languedoc

Hinter dem Wein steht das südfranzösische Winzerkollektiv Fonjoya aus dem Hérault, am Übergang vom Larzac-Plateau zur Ebene. Die sonnenverwöhnte Mittelmeerregion bringt fruchtbetonte, zugängliche Rosés im südfranzösischen Stil hervor.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Carignan, Syrah und Grenache. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die frische, fruchtbetonte Aromatik. Mit feiner Restsüße ausbalanciert, bleibt der Rosé rund und süffig.

Im Glas

Helles Rosa. In der Nase Waldbeeren, ein Hauch mediterraner Gewürze und Frühlingswiese. Am Gaumen ein beeriges Fruchtspiel, rund und dezent in der Säurestruktur, mit feiner Restsüße und süffigem Trinkfluss.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder leichter Speisenbegleiter für laue Sommerabende.

Klassische Begleitung: frische Salate, Fingerfood, Grillgemüse und leichte Sommerküche.


Lage: Languedoc (Frankreich)
Klassifikation: IGP – Roséwein-Cuvée (feinherb)
Ausbau: Edelstahltank

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Länder/Regionen

Markus Schneider Ursprung Rotwein

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Ursprung ist eine Rotwein-Cuvée mit Geschichte: „ursprünglich modern". Die Reben stammen vom Feuerberg bei Bad Dürkheim, wo vor über hundert Jahren die ersten Rotweinreben der Pfalz gepflanzt wurden. Der Wein zeigt ausladende rote und dunkle Beerenfrüchte sowie Aromen von Schokolade und Kräutern.


Pfalz / Feuerberg bei Bad Dürkheim

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Die Reben für den Ursprung kommen aus dem Feuerberg bei Bad Dürkheim – hier wurden vor über einhundert Jahren die ersten Rotweinreben der Pfalz gepflanzt.

Assemblage und Ausbau

Eine Cuvée aus Cabernet Mitos, Cabernet Sauvignon, Merlot und Portugieser. Die Vinifikation ist bewusst einfach gehalten – nicht temperaturgesteuert und ohne Schnickschnack, ein bisschen wie vor hundert Jahren, aber mit dem Wissen und der Weinidee von heute. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase ausladende rote und dunkle Beerenfrüchte, verbunden mit Schokolade und Kräutern. Am Gaumen saftig und fruchtbetont, mit weichem Tannin und einem runden, würzigen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter, kräftiger Speisebegleiter.

Passt zu: Braten, Grillfleisch, Lamm, Pasta mit kräftigen Saucen und mittelreifem Käse.


Lage: Pfalz, Feuerberg bei Bad Dürkheim (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Rotwein-Cuvée – Cabernet Mitos, Cabernet Sauvignon, Merlot & Portugieser, trocken
Ausbau: unkomplizierte Vinifikation, nicht temperaturgesteuert

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