Zweisame Rufer ohne Wüste

Zweisame Rufer ohne Wüste

Nun ist dies ja keine unbekannte Weinregion, gleichwohl: itzerdla (frenggisch für heutzutage) kennt man sie für ihre angereicherten Palominos, trocken in al-Andalus, süß vor allem in all-Emannien. Blätter man indes im Buch der Weingeschichte, dann findet man schon Erstaunliches.

Anfang des achtzehnten Jahrhundert entstand ein Atlas der in al-Andalus verwendeten Rebsorten. Natürlich gab es die Klassiker: Palomino, Mantúo, auch Airén, ganz Kanarien ist voll von Rebsorten aus al-Andalus. Dass sie Kanarienvögel dorthin gebracht hätten, stimmt übrigens nicht. Über einhundert und dreißig Sorten sind aufgelistet, wobei da schon jeder Klon und jede Halbmutation einzeln zählt.

Eine durchaus interessante Sorte nennt sich Tintilla (de Rota), andernorts kennt man sie auch als Graciano. Und wie kommt Graciano gen Rota (und Sanlúcar und die ganze Ecke)? Gute Frage. Der Landweg war es wohl nicht, sonst würde man die Sorte auch in der Mancha oder in València finden. Iss nich. Die bislang nicht widerlegte Bärentheorie besagt, dass die Sorte wohl an der Küste der Comunitat Valenciana oder in Catalunya angekommen ist, um dann den Ebro hochzuwandern, gen Rioja, oder aber per Boot weiterzureisen, bis gen Cadiz, in jener Zeit der einzige wirklich wichtige Seehafen der Mittelmeerküste von al-Andalus. Neu-Carthago war gerade in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, Málaga war nur bedingt wichtig und der Prinz von und zu Hohenlohe, der aus der Bretterbude Marbella das machte, was es heute immer noch ist, kam später. Eine ähnliche Theorie, etwas besser bestätigt, gibt es auch für Merseguera (aus València), die in Galiza Doña Branca heißt, auch Boot!

Und so baute man munter an Tintilla, Garnacha, Mantúo, Jaén negro, auch etwas Tempranillo, sowie etwas Cabernet Franc und etwas Cabernet Sauvignon. Alicante Bouschet, das nur nebenbei, mied Cadiz, das Boot driftete weiter bis an die portugiesische Westküste. Irgendwann jedoch war Schluss mit lustig, nicht nur, aber vor allem die Reblaus sorgten für ein Ende des Rotweinanbaus im Westen von al-Andalus. Es blieben ein paar vereinzelte Weinberge, insbesondere Romé hielt sich, wie etwa jener, über den an dieser Stelle schon berichtet wurde (Bodega Sedella). Viel mehr war da nicht. Dann kam Ronda, was die Dinge komplizierter machte. Und dann kam erst einmal wieder lange Zeit nichts.

In Sachen Weißwein war das nicht viel anders. Es gab ein paar minderprächtige Weine aus Montilla-Moriles, die dem Aufspriter entgangen waren, es gab wenige Weißweine aus Málaga, die nicht von Sirup ermordet wurden, und es gab und gibt den Castillo de San Diego, Spaniens Nummer eins (oder zwei, die liefern sich da mit dem Blanc Pescador von Perelada ein Wettrennen) in Sachen Flaschenproduktion; Qualität geht anders. Und dann kam schon wieder nichts.

Und dann begannen ein paar, sie machten dies und ließen das, meistens waren diese Betriebe, die schnell wieder von der Bildfläche verschwanden; niemand wollte das Zeuch kaufen.

Und dann begann ein Paar, das alles nicht viel anders zu machen, aber viel besser. Außerdem kamen sie in der Welt herum, einer der Beiden kam sogar in der Welt auf die Welt, die andere kennt die Welt zumindest. Sie ließen sich nieder auf der sanften Kuppe eines welligen Hügels und beschlossen, dort für lange zu bleiben, For Long, würden Angelsachsen raunen.

Als Alejandro Narváez und Rocío Áspera die Stangen ihres Zeltes im Niemandsland zwischen Jerez de la Frontera, El Puerto de Santa María und Sanlúcar de Bär-rameda aufschlugen, man schrieb das Jahr zweitausend und sieben, waren sie in Sachen Qualität allein in einem riesigen Meer von oftmals belanglosen Produkten. Sie bestockten die Parzelle nahe der Bodega, ein paar verlodderte Palominostöcke waren schon da, und sie pachteten zwei weitere Parzellen, eine davon in der durchaus guten Lage Lomopardo. 

Die weißen Sorten sind gute Bekannte: Palomino und Pdro Ximén. Daraus zaubern Rocío und Alejandro nicht weniger als fünf Weine, und alle sind hochgradig spannend. Dies ist erwähnenswert, weil mehr als iggsundneunzig Prozent aller sonstigen Palominos aus Spanien hochgradig unspannend sind. Der Forlong Blanco ist der einzige Wein, der neben Palomino auch etwa zehn Prozent PX enthält, das gibt ihm ein wetterfestes Gerüst, die Säure ist gut ausbalanciert. Bären, die sich erst einmal an derartige Weine gewöhnen müssen, können eine Weile mit diesem Wein spielen, PPBs (Profipalominobären) machen gleich weiter.

Der nächste Wein ist ein Kind der Weinbastelstube. Einhundert Prozent Palomino steht auf dem Etikett. So so. Nun gut, es ist einhundert Prozent Palomino. Nur: in den Most kippen die Beiden Schalen vom Pedro Pedro Ximénez! Das bringt ein paar Bitterstoffe, der Wein ist vielschichtig, deutlich komplexer als der kleine Fürlang. Und: diesem Wein wird kein Schwefel zugefügt (schwefelfreie Weine gibt es nicht…), was man aber nicht merkt oder schmeckt. Bärenregel: wenn man deutlich schmeckt, dass ein Wein keinen Schwefel abbekommen hat, dann besser Schnauze weg vom Glas…

Danach beginnt etwas, das dem Bären Kopfzerbrechen bereitet, denn der Bär liebt es, Dinge, vor allem Weine, ausgiebig zu beurteilen und zu kritisieren. Aber wie soll man Weine kritisieren, die Mon Amour oder Amigo Imaginario heißen? Wobei, so sonderlich viel zu kritisieren gibt es da gar nicht.

Gäbe es in der Xérès-Ecke klassischen Weißweinanbau, dann würde der Mon Amour ein Klassiker der Klassiker sein: nur Palomino, im Barrique vergoren und dann im Barrique gereift. Abär Obacht: diese große Liebe kann ohne Luft nicht leben (welche kann das schon?)! Man sollte ihm schon so eine halbe Stunde in einer Karaffe gönnen oder halt den Wein zehn Jahre im Keller liegen lassen. Dann öffnet sich da eine Wundertüte von mineralischen Noten. Zum Verlieben.

Der imaginäre Freund scheint in einer Kalkhöhle zu leben, zumindest lässt der Wein dies vermuten. Das ist dann schon ganz großes Kino, da sind wir schnell bei den nicht ganz so vielen großen Weißweinen Spaniens. Frisch, komplex, sehr lang, neben Kalk auch noch andere mineralische Noten. Und ein kleiner Sherrytouch. ¿Hep? Nun: der imaginäre Freund ruht nicht in einer Kalkhöhle, er reift in gebrauchten Oloroso-Fässern, fast ein ganzes Jahr lang. Wie mag so etwas wohl nach zehn Jahren Flaschenreife schmecken?

Der fünfte Wein ist wieder einer aus der Bastelstube: La Fleur. Alles beginnt ganz normal: einhundert Prozent Palomino. Dann aber geht die Post ab! Sorgfältig werden die Trauben in die Sonne gelegt, damit sie faul auf der Haut herumliegen und Flüssigkeit verlieren. Sobald fünfzehn natürliche Umdrehungen erreicht sind, wird gepresst, sodann vergärt der Most, natürlich nur mit traubeneigenen Hefen. Einmal fertig kommt er in Sherryfässer, wahrscheinlich Amontillado oder Manzanilla, dort reift der Wein satte zwei Jahre unter einer dicken Hefeschicht, bajo flor würden Naturweinfanatiker sagen. Dann wird gefüllt. Was diesen Wein angeht, so würde ich es mit der Flaschenreife nicht zu stark übertreiben: in den ersten fünfundzwanzig Jahren seines Lebens sollte die Blüte in den Magen.

Danach sollte man den Rosado verkosten, er räumt mit allem auf, was im Mund hängengeblieben ist, bringt aber selbst nichts Neues. Ein Rosado halt.

In Sachen Rotwein ist das Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die beiden „normalen“ Weine bestehen aus Syrah und Merlot, Mischungsverhältnis zwei zu eins, einmal so und einmal so, dazu immer zehn Prozent Tintilla. Beide Weine reifen erst einmal ein halbes Jahr in Lehmgebinden (tinaja), danach in Barricas. Das sind die Weine, mit denen De Forlong vor allem auf den Märkten punktet, die eher nicht so speziell ausgerichtet sind. Deutschland, zum Beispiel. Die beiden wirklich spannenden Rotweine werden aus Tintilla gewonnen, einer reift in einer Tinaja, der andere, neu im Programm, in einer Amphore. Derzeit gewinnt die tinaja, was aber wohl nicht zuletzt daran liegt, dass dieser Wein for schon relativ long gemacht wird, während der Amphorenwein das Erstlingswerk ist. Das wird keine fünf Jahre dauern, dann gewinnt die Amphore.

Bei den Rotweinen merkt man, dass die Bodega dann halt doch noch relativ jung ist. Ein Teil der Parzellen ist gepachtet, die Rebsorten sind vorgegeben. Das Pflanzen von neuen „alten“ Sorten, Romé, vielleicht Garnacha, ¿Jaén? und so weiter, das stand alles erst einmal nicht zur Debatte. Das kann aber ja noch kommen. Schließlich sind Alejandro und Rocío ja gekommen, um Forlong zu bleiben. Text: el oso alemán

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Südafrika

Steenberg Catharina

Wein · Rotwein · Constantia · Südafrika

Steenberg Catharina ist die Bordeaux-Cuvée des Hauses, benannt nach der Gründerin Catharina Ras. Sie besticht mit Aromen von Pflaume, schwarzer Johannisbeere und dunkler Schokolade, getragen von dichten, samtigen Tanninen.


Constantia / Südafrika

Das Weingut Steenberg liegt im Constantia-Tal bei Kapstadt und ist das älteste Weingut der Region (1682 von Catharina Ras gegründet, der diese Cuvée ihren Namen verdankt). Das kühle, maritim geprägte Klima sorgt für langsame Reife und elegante, strukturierte Rotweine.

Assemblage und Ausbau

Eine Bordeaux-Cuvée auf Basis von Merlot und Cabernet Sauvignon, je nach Jahrgang ergänzt durch weitere Bordeaux-Sorten wie Cabernet Franc oder Malbec – eine Fassselektion der besten Partien. 19 Monate Reife in französischer Eiche verleihen Noten von Rauch, mediterranen Gewürzen und Zeder. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Pflaume, schwarze Johannisbeere und dunkle Schokolade, dazu Brombeere, Rauch, mediterrane Gewürze und Zeder aus dem Holzausbau. Am Gaumen elegante Frucht mit dichten, samtigen Tanninen – reif und harmonisch, auf den Punkt gereift.

Am Tisch

Bei rund 18 °C servieren, jung am besten karaffieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: rotem Fleisch, Lamm, Wild, Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Constantia, Kapstadt (Südafrika)
Klassifikation: Wine of Origin Constantia – Bordeaux-Cuvée (überwiegend Merlot & Cabernet Sauvignon), trocken
Ausbau: 19 Monate Reife in französischer Eiche

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Spanien

Jade Gross Time is on my side 2023

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo / Graciano

Tempranillo / Graciano Rioja Alavesa La Cantera (Labastida) · Laguardia Jade Gross 17 Monate Foudre nur 1.380 Flaschen 2023

Der Jade Gross Time is on my Side 2023 ist ein handwerklicher Rioja aus der Rioja Alavesa, der erstmals Graciano in den Blend integriert und dem Wein mehr Reifezeit einräumt als in der Region üblich – mit satter, präziser Frucht, fest integrierten Tanninen und straffer Säurestruktur.


Jade Gross – Terroir-Rioja mit Handschrift

Jade Gross ist eine in Hongkong geborene, chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin, die nach einer Laufbahn in der Spitzengastronomie (u. a. Mugaritz) 2019 ihr eigenes Weinprojekt in der Rioja begann – unter der Mentorschaft des Ikonen-Winzers Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich und mit minimaler Intervention, mit autochthonen Hefen und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Time is on my Side vereint Tempranillo aus dem Weinberg La Cantera in Labastida (auf rund 600 m) mit Graciano aus Laguardia, dem geografischen Zentrum der Rioja Alavesa. Beide Parzellen liegen auf kalkhaltigen Tonböden, die Mineralität fördern, Struktur und aromatische Tiefe liefern und die natürliche Frische der Trauben erhalten.

Jahrgang 2023 – Rioja Alavesa

Der Jahrgang 2023 zeigt den Wein mit satter, präziser dunkler Frucht und straffer Säure. Die kalkhaltigen Tonböden und die Höhenlage bewahren auch in einem warmen Jahr Frische und Spannung – die Grundlage für einen Rioja, der Tiefe und Zug verbindet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo und Graciano, Jahrgang 2023, trocken.

Der Graciano wird vollständig entrappt; rund 30 % des Tempranillos vergären als ganze Trauben in offenen Behältern. Der Ausbau erfolgt über 17 Monate in einem 1.000-Liter-Foudre aus französischer Eiche, gefolgt von 15 Monaten Flaschenreife vor der Markteinführung. Gesamtproduktion: 1.380 Flaschen.

Im Glas

Die Nase zeigt dunkle Beerenfrucht – Brombeere, schwarze Kirsche –, unterlegt von getrockneten Kräutern, Graphit und einer deutlichen mineralischen Note. Am Gaumen präsentiert sich der Wein mit satter, präziser Frucht, fest integrierten Tanninen und einer straffen Säurestruktur, die Spannung und Zug bis in den langen Abgang trägt.

Erstmals Graciano im Blend, mehr Reifezeit als üblich – Spannung und Zug bis in den langen Abgang.

Durch den ausgedehnten Keller- und Flaschenausbau bei Erscheinen gut zugänglich, mit deutlichem Lagerpotenzial. Dekantieren empfohlen (30–60 Minuten). Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lammrücken mit Kräuterkruste, Ibérico-Schwein, gereifter Manchego. Der Graciano-Anteil bringt Würze ins Glas, die kräftig gewürzten Gerichten entgegenkommt.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Tempranillo aus La Cantera, Labastida (~600 m), Graciano aus Laguardia; kalkhaltige Tonböden
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo/Graciano (trocken); nur 1.380 Flaschen
Ausbau: Graciano voll entrappt, ~30 % Tempranillo als Ganztrauben; 17 Monate 1.000-l-Foudre (franz. Eiche) + 15 Monate Flaschenreife; handwerklich, autochthone Hefen

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Weine

Jörg Geiger Alkoholfrei Prickelnd Cuvee Nr. 11

Alkoholfrei · Prickelnd · Streuobstwiese · Deutschland

Jörg Geiger Prickelnd Cuvée Nr. 11 ist ein alkoholfreies, prickelndes Getränk: eine schlanke, leichte und spritzige Komposition mit wenig Süße, dafür viel Frische. Der Duft wird von reifen Zitrusfrüchten und frischen Äpfeln mit einem Hauch Vanille geprägt.


Schwäbische Streuobstwiesen

Die Manufaktur Jörg Geiger aus Schlat in Baden-Württemberg ist bekannt für ihre kunstvollen alkoholfreien Cuvées von der Streuobstwiese – Frucht, Frische und Handwerk in jeder Kreation.

Zutaten und Herstellung

Eine alkoholfreie Cuvée mit dem Schwerpunkt auf reifer Zitrusfrucht und Apfel, bewusst schlank und mit wenig Süße komponiert. Die feine Kohlensäure macht das Getränk spritzig und fein prickelnd.

Im Glas

In der Nase reife Zitrusfrucht mit intensiven Blütennoten und frischen Äpfeln, dazu ein Hauch Vanille. Am Gaumen viel zitronige Frische und kaum spürbare Süße, getragen von feinen Blütennoten – schlank, leicht und spritzig.

Zum Genießen

Gut gekühlt als spritziger, alkoholfreier Apéro oder als leichter Begleiter durchs Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, leichten Vorspeisen und Salaten.


Hersteller: Manufaktur Jörg Geiger GmbH (Schlat, Deutschland)
Produkt: alkoholfreies, prickelndes Fruchtgetränk (Cuvée Nr. 11)
Zutaten: reife Zitrusfrucht, Apfel, Blüten
Herkunft: Schwäbische Streuobstwiesen (Deutschland)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 21.01.2028

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Frankreich

Domaine Duroche Gevrey Chambertin 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin AOC 9 Parzellen · 3,15 ha Reben ab 1934 2023

Der Gevrey-Chambertin 2023 von Pierre Duroché entsteht aus neun Parzellen mit insgesamt 3,15 Hektar, bepflanzt zwischen 1934 und 1980. Das Zusammenspiel kalk- und mergelreicher, teils sandiger Böden gibt dem reinsortigen Pinot Noir Tiefe, Spannung und eine natürliche Eleganz.


Gevrey-Chambertin – neun Parzellen alter Reben

Gevrey-Chambertin ist die größte Gemeinde der Côte de Nuits und Heimat berühmter Grand Crus rund um Chambertin. Dieser Dorfwein stammt aus neun unterschiedlichen Parzellen mit kalk- und mergelreichen, teils sandigen Böden, gepflanzt zwischen 1934 und 1980 – das Zusammenspiel der Lagen prägt Tiefe und Spannung.

Pierre Duroché zählt zu den gesuchten Adressen von Gevrey-Chambertin; seine Handschrift zielt auf Finesse, Präzision und einen klaren Terroir-Ausdruck.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, eine Assemblage aus neun Parzellen mit teils sehr alten Reben (ab 1934).

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Saftigkeit, feinkörniges Tannin und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase reife Waldbeeren, feine Blütenaromen und ein Hauch von Rauch und Erde. Am Gaumen saftig, geschmeidig und harmonisch, getragen von klarer Frische und feinkörnigem Tannin. Der Abgang ist präzise, mineralisch und anhaltend salzig.

Reife Waldbeeren und feine Blüten über feinkörnigem Tannin – ein charmanter Gevrey mit präzisem, salzigem Abgang.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); 9 Parzellen, kalk-/mergelreich, teils sandig, 3,15 ha, Reben ab 1934
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Guillermas 2017

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo (Single Parcel)

Tempranillo & Viura Escondite del Ardacho · Las Guillermas Single Parcel · 0,62 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltiger Lehm · 60+ J. Reben ungeschönt & unfiltriert nur 971 Flaschen · 2017

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Guillermas" 2017 ist ein Single-Parcel-Tempranillo von nur 0,62 Hektar in der Rioja Alavesa. Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein und salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider – sicherlich einer der speziellsten und großartigsten Tempranillos der Rioja.


Las Guillermas – 0,62 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Gebiet um Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Die Einzellage Las Guillermas besteht aus lediglich 0,62 Hektar, bestockt mit 0,40 Hektar Tempranillo und 0,20 Hektar Viura. Die Reben haben inzwischen ein Alter von über sechzig Jahren erreicht, fußen auf kalkhaltigem Lehmgrund und sind einem stark atlantischen Klima ausgesetzt – die Grundlage für den kühlen, salzigen und mineralischen Charakter des Weins.

Jahrgang 2017 – Rioja

2017 war an der Rioja ein früher, warmer Jahrgang, der reife, konzentrierte Trauben hervorbrachte. Die Höhenlage mit ihrem stark atlantischen Einfluss und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten dennoch Frische, Salzigkeit und die mineralische Prägung des Lehmkalkbodens. Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, zugänglichen Phase.

Assemblage und Ausbau

Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (0,40 ha Tempranillo / 0,20 ha Viura), Jahrgang 2017, trocken; von über 60 Jahre alten Reben.

Der Wein wird kompromisslos natürlich vinifiziert und – wie immer bei Tentenublo – ungeschönt und unfiltriert abgefüllt. So bleibt das große Terroir der kleinen Parzelle unverfälscht erhalten. Gesamtproduktion: nur 971 Flaschen.

Im Glas

Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein, salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider. Die Fruchtaromen sind vorhanden und brillieren mit Kirsche, Weichsel und feinem Kräuterduft. Diese Aromen unterstützen die Mineralik nuancenreich und münden in einen satten, langen Nachhall. Es gibt viele Einzellagenweine aus der Rioja, aber sicherlich keinen so speziellen und großartigen Tempranillo wie diesen.

Trotz stattlicher Alkoholwerte kühl, fein und salzig – Kirsche, Weichsel und feiner Kräuterduft stützen nuancenreich die Mineralik und münden in einen satten, langen Nachhall.

Ein terroirgeprägter Tempranillo in reifer Phase; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzellage Las Guillermas (0,62 ha), Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltiger Lehmgrund, stark atlantisches Klima; über 60 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (trocken)
Ausbau: kompromisslos natürliche Vinifikation, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt; 971 Flaschen

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Rebsorten

Le Moine Criots Bâtard Montrachet Grand Cru 2022

Weißwein · Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru Chassagne-Montrachet nur 1,57 ha Appellation Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru 2022 stammt aus einer der kleinsten Appellationen Frankreichs – ein rarer, feiner Chardonnay von außergewöhnlicher Eleganz und mineralischer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Criots-Bâtard-Montrachet – winziger Grand Cru in Chassagne

Criots-Bâtard-Montrachet ist eine als Grand Cru klassifizierte Weißwein-Lage an der Côte de Beaune, gänzlich in der Gemeinde Chassagne-Montrachet gelegen. Mit nur 1,57 Hektar gehört sie zu den kleinsten Appellationen Frankreichs und erzeugt ausschließlich Weißwein. Sie liegt südlich des Grand Cru Bâtard-Montrachet, auf rund 240 Metern Höhe in süd- bis südöstlicher Ausrichtung, geschützt vor späten Frösten.

Der Boden besteht im unteren Bereich aus einer dünnen Schicht braunen Kalksteinverwitterungsschutts über einem Sockel aus dem Bathonium – die Reben treiben ihre Wurzeln tief ins Gestein. Dieses Terroir bringt Weißweine von außergewöhnlicher Finesse: feine Frucht, delikate Blütennoten und eine ausgeprägte mineralische Struktur. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Textur und Tiefe betont, ohne Klarheit und Präzision zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. In einem Grand Cru wie Criots ergibt das einen dichten, vielschichtigen Chardonnay mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im generösen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der Most kommt unmittelbar nach der Pressung von einem ausgesuchten Erzeuger ins Fass und wird lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dünnem Kalkverwitterungsboden über Bathonium-Fels gewachsen, zeigt dieser Grand Cru die Finesse seiner winzigen Lage: helle gelbe Frucht und Zitrus, dazu delikate florale Noten und eine feine, kreidig-mineralische Würze. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz binden eine cremige, vielschichtige Textur und einen Hauch nussiger Röstwürze ein. Am Gaumen elegant und präzise, getragen von salziger Mineralität und feiner Säure, mit langem, spannungsreichem Nachhall.

Fein und präzise – helle gelbe Frucht, florale Anklänge und kreidige Mineralität mit salziger, langer Spannung.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, Chassagne-Montrachet, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); ~1,57 ha (eine der kleinsten Appellationen Frankreichs), ~240 m, süd-/südöstliche Ausrichtung; dünner Kalkverwitterungsschutt über Bathonium-Fels
Klassifikation: Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Whisky

MARS Kasei Whisky

Spirituose · Blended Whisky · Nagano · Japan

Mars Kasei ist ein leicht rauchiger Blended Whisky aus Japan – ein Verschnitt aus japanischem Malt und Grain Whisky der Mars-Shinshu-Destillerie. Fruchtig-süß mit Honig, grünen Äpfeln und weißen Trauben, im Nachklang leicht rauchig. „Kasei" ist japanisch für „Mars".


Herkunft

Die Mars-Shinshu-Destillerie (Hombo Shuzo) liegt im Hochland von Nagano in Japan. Distillery Manager Koki Takehira kreiert ausgeglichene, sanfte und komplexe Whiskys, die an ihre schottischen Verwandten erinnern. Von 1992 bis 2011 stand die Produktion still; seit der Erholung des Whiskymarktes überrascht die Brennerei mit vielfältigen Kreationen.

Verschnitt und Reifung

Kasei ist ein Blend aus japanischem Malt und Grain Whisky. Die Destillerie verarbeitet verschiedene Getreidesorten und Mälzungen – von ungetorft bis stark getorft –, woraus der leicht rauchige, fruchtig-süße Charakter dieses Blends entsteht.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase fruchtig-süß, mit Honig, grünen Äpfeln und weißen Trauben. Am Gaumen sanft und ausgewogen, mild und zugänglich, mit feiner Frucht. Im Nachklang leicht rauchig.

Pur und im Drink

Pur, on the rocks oder als japanischer Highball mit Soda und Eis – die milde, fruchtige Art macht ihn vielseitig.

Klassisch im Drink: pur, on the rocks oder als Highball.


Herkunft: Nagano (Japan); Mars-Shinshu-Destillerie
Art: Blended Whisky (Malt & Grain)
Stil: fruchtig-süß, im Nachklang leicht rauchig

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Feinkost

Conservas Rosara "Bonito del Norte“ Thunfisch in Olivenöl

Feinkost · Thunfisch · Bonito del Norte · Spanien

Conservas Rosara „Bonito del Norte" Thunfisch in Olivenöl ist weißer Thunfisch (Albacore) in Manufakturqualität von Conservas Artesanas Rosara. „Bonito del Norte" steht für die edelste Thunfischart, schonend von Hand verarbeitet und in Olivenöl eingelegt. Zart, hell und fein im Geschmack.


Herkunft

„Bonito del Norte" bezeichnet den Weißen Thun (Albacore), der vor allem im Kantabrischen Meer und Nordatlantik gefangen wird. Conservas Artesanas Rosara aus Spanien verarbeitet ihn in traditioneller Manufakturqualität.

Anbau und Verarbeitung

Verwendet wird ausschließlich Weißer Thun (Bonito del Norte / Albacore). Der Fisch wird schonend von Hand verarbeitet und in Olivenöl eingelegt, was sein zartes, helles Fleisch besonders gut bewahrt.

Geschmack

Helles, zartes Fleisch. Fein und mild im Geschmack, mit der typischen Saftigkeit des Bonito del Norte und der sanften Note des Olivenöls. Zart in der Textur.

Am Tisch

Pur, mit etwas Brot, in Salaten oder als Tapa genießen.

Klassische Verwendung: Salate, Tapas, belegte Brote und Pasta.


Hersteller: Conservas Artesanas Rosara
Produkt: Bonito del Norte – Thunfisch in Olivenöl
Art: Weißer Thun (Albacore)
Herkunft: Spanien
Verarbeitung: von Hand verarbeitet, in Olivenöl
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.12.2027

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