Zweisame Rufer ohne Wüste

Zweisame Rufer ohne Wüste

Nun ist dies ja keine unbekannte Weinregion, gleichwohl: itzerdla (frenggisch für heutzutage) kennt man sie für ihre angereicherten Palominos, trocken in al-Andalus, süß vor allem in all-Emannien. Blätter man indes im Buch der Weingeschichte, dann findet man schon Erstaunliches.

Anfang des achtzehnten Jahrhundert entstand ein Atlas der in al-Andalus verwendeten Rebsorten. Natürlich gab es die Klassiker: Palomino, Mantúo, auch Airén, ganz Kanarien ist voll von Rebsorten aus al-Andalus. Dass sie Kanarienvögel dorthin gebracht hätten, stimmt übrigens nicht. Über einhundert und dreißig Sorten sind aufgelistet, wobei da schon jeder Klon und jede Halbmutation einzeln zählt.

Eine durchaus interessante Sorte nennt sich Tintilla (de Rota), andernorts kennt man sie auch als Graciano. Und wie kommt Graciano gen Rota (und Sanlúcar und die ganze Ecke)? Gute Frage. Der Landweg war es wohl nicht, sonst würde man die Sorte auch in der Mancha oder in València finden. Iss nich. Die bislang nicht widerlegte Bärentheorie besagt, dass die Sorte wohl an der Küste der Comunitat Valenciana oder in Catalunya angekommen ist, um dann den Ebro hochzuwandern, gen Rioja, oder aber per Boot weiterzureisen, bis gen Cadiz, in jener Zeit der einzige wirklich wichtige Seehafen der Mittelmeerküste von al-Andalus. Neu-Carthago war gerade in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, Málaga war nur bedingt wichtig und der Prinz von und zu Hohenlohe, der aus der Bretterbude Marbella das machte, was es heute immer noch ist, kam später. Eine ähnliche Theorie, etwas besser bestätigt, gibt es auch für Merseguera (aus València), die in Galiza Doña Branca heißt, auch Boot!

Und so baute man munter an Tintilla, Garnacha, Mantúo, Jaén negro, auch etwas Tempranillo, sowie etwas Cabernet Franc und etwas Cabernet Sauvignon. Alicante Bouschet, das nur nebenbei, mied Cadiz, das Boot driftete weiter bis an die portugiesische Westküste. Irgendwann jedoch war Schluss mit lustig, nicht nur, aber vor allem die Reblaus sorgten für ein Ende des Rotweinanbaus im Westen von al-Andalus. Es blieben ein paar vereinzelte Weinberge, insbesondere Romé hielt sich, wie etwa jener, über den an dieser Stelle schon berichtet wurde (Bodega Sedella). Viel mehr war da nicht. Dann kam Ronda, was die Dinge komplizierter machte. Und dann kam erst einmal wieder lange Zeit nichts.

In Sachen Weißwein war das nicht viel anders. Es gab ein paar minderprächtige Weine aus Montilla-Moriles, die dem Aufspriter entgangen waren, es gab wenige Weißweine aus Málaga, die nicht von Sirup ermordet wurden, und es gab und gibt den Castillo de San Diego, Spaniens Nummer eins (oder zwei, die liefern sich da mit dem Blanc Pescador von Perelada ein Wettrennen) in Sachen Flaschenproduktion; Qualität geht anders. Und dann kam schon wieder nichts.

Und dann begannen ein paar, sie machten dies und ließen das, meistens waren diese Betriebe, die schnell wieder von der Bildfläche verschwanden; niemand wollte das Zeuch kaufen.

Und dann begann ein Paar, das alles nicht viel anders zu machen, aber viel besser. Außerdem kamen sie in der Welt herum, einer der Beiden kam sogar in der Welt auf die Welt, die andere kennt die Welt zumindest. Sie ließen sich nieder auf der sanften Kuppe eines welligen Hügels und beschlossen, dort für lange zu bleiben, For Long, würden Angelsachsen raunen.

Als Alejandro Narváez und Rocío Áspera die Stangen ihres Zeltes im Niemandsland zwischen Jerez de la Frontera, El Puerto de Santa María und Sanlúcar de Bär-rameda aufschlugen, man schrieb das Jahr zweitausend und sieben, waren sie in Sachen Qualität allein in einem riesigen Meer von oftmals belanglosen Produkten. Sie bestockten die Parzelle nahe der Bodega, ein paar verlodderte Palominostöcke waren schon da, und sie pachteten zwei weitere Parzellen, eine davon in der durchaus guten Lage Lomopardo. 

Die weißen Sorten sind gute Bekannte: Palomino und Pdro Ximén. Daraus zaubern Rocío und Alejandro nicht weniger als fünf Weine, und alle sind hochgradig spannend. Dies ist erwähnenswert, weil mehr als iggsundneunzig Prozent aller sonstigen Palominos aus Spanien hochgradig unspannend sind. Der Forlong Blanco ist der einzige Wein, der neben Palomino auch etwa zehn Prozent PX enthält, das gibt ihm ein wetterfestes Gerüst, die Säure ist gut ausbalanciert. Bären, die sich erst einmal an derartige Weine gewöhnen müssen, können eine Weile mit diesem Wein spielen, PPBs (Profipalominobären) machen gleich weiter.

Der nächste Wein ist ein Kind der Weinbastelstube. Einhundert Prozent Palomino steht auf dem Etikett. So so. Nun gut, es ist einhundert Prozent Palomino. Nur: in den Most kippen die Beiden Schalen vom Pedro Pedro Ximénez! Das bringt ein paar Bitterstoffe, der Wein ist vielschichtig, deutlich komplexer als der kleine Fürlang. Und: diesem Wein wird kein Schwefel zugefügt (schwefelfreie Weine gibt es nicht…), was man aber nicht merkt oder schmeckt. Bärenregel: wenn man deutlich schmeckt, dass ein Wein keinen Schwefel abbekommen hat, dann besser Schnauze weg vom Glas…

Danach beginnt etwas, das dem Bären Kopfzerbrechen bereitet, denn der Bär liebt es, Dinge, vor allem Weine, ausgiebig zu beurteilen und zu kritisieren. Aber wie soll man Weine kritisieren, die Mon Amour oder Amigo Imaginario heißen? Wobei, so sonderlich viel zu kritisieren gibt es da gar nicht.

Gäbe es in der Xérès-Ecke klassischen Weißweinanbau, dann würde der Mon Amour ein Klassiker der Klassiker sein: nur Palomino, im Barrique vergoren und dann im Barrique gereift. Abär Obacht: diese große Liebe kann ohne Luft nicht leben (welche kann das schon?)! Man sollte ihm schon so eine halbe Stunde in einer Karaffe gönnen oder halt den Wein zehn Jahre im Keller liegen lassen. Dann öffnet sich da eine Wundertüte von mineralischen Noten. Zum Verlieben.

Der imaginäre Freund scheint in einer Kalkhöhle zu leben, zumindest lässt der Wein dies vermuten. Das ist dann schon ganz großes Kino, da sind wir schnell bei den nicht ganz so vielen großen Weißweinen Spaniens. Frisch, komplex, sehr lang, neben Kalk auch noch andere mineralische Noten. Und ein kleiner Sherrytouch. ¿Hep? Nun: der imaginäre Freund ruht nicht in einer Kalkhöhle, er reift in gebrauchten Oloroso-Fässern, fast ein ganzes Jahr lang. Wie mag so etwas wohl nach zehn Jahren Flaschenreife schmecken?

Der fünfte Wein ist wieder einer aus der Bastelstube: La Fleur. Alles beginnt ganz normal: einhundert Prozent Palomino. Dann aber geht die Post ab! Sorgfältig werden die Trauben in die Sonne gelegt, damit sie faul auf der Haut herumliegen und Flüssigkeit verlieren. Sobald fünfzehn natürliche Umdrehungen erreicht sind, wird gepresst, sodann vergärt der Most, natürlich nur mit traubeneigenen Hefen. Einmal fertig kommt er in Sherryfässer, wahrscheinlich Amontillado oder Manzanilla, dort reift der Wein satte zwei Jahre unter einer dicken Hefeschicht, bajo flor würden Naturweinfanatiker sagen. Dann wird gefüllt. Was diesen Wein angeht, so würde ich es mit der Flaschenreife nicht zu stark übertreiben: in den ersten fünfundzwanzig Jahren seines Lebens sollte die Blüte in den Magen.

Danach sollte man den Rosado verkosten, er räumt mit allem auf, was im Mund hängengeblieben ist, bringt aber selbst nichts Neues. Ein Rosado halt.

In Sachen Rotwein ist das Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die beiden „normalen“ Weine bestehen aus Syrah und Merlot, Mischungsverhältnis zwei zu eins, einmal so und einmal so, dazu immer zehn Prozent Tintilla. Beide Weine reifen erst einmal ein halbes Jahr in Lehmgebinden (tinaja), danach in Barricas. Das sind die Weine, mit denen De Forlong vor allem auf den Märkten punktet, die eher nicht so speziell ausgerichtet sind. Deutschland, zum Beispiel. Die beiden wirklich spannenden Rotweine werden aus Tintilla gewonnen, einer reift in einer Tinaja, der andere, neu im Programm, in einer Amphore. Derzeit gewinnt die tinaja, was aber wohl nicht zuletzt daran liegt, dass dieser Wein for schon relativ long gemacht wird, während der Amphorenwein das Erstlingswerk ist. Das wird keine fünf Jahre dauern, dann gewinnt die Amphore.

Bei den Rotweinen merkt man, dass die Bodega dann halt doch noch relativ jung ist. Ein Teil der Parzellen ist gepachtet, die Rebsorten sind vorgegeben. Das Pflanzen von neuen „alten“ Sorten, Romé, vielleicht Garnacha, ¿Jaén? und so weiter, das stand alles erst einmal nicht zur Debatte. Das kann aber ja noch kommen. Schließlich sind Alejandro und Rocío ja gekommen, um Forlong zu bleiben. Text: el oso alemán

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Länder/Regionen

Le Moine Charmes Chambertin Grand Cru 2017

Rotwein · Charmes-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Charmes-Chambertin Grand Cru Gevrey-Chambertin · Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2017

Der Lucien Le Moine Charmes-Chambertin Grand Cru 2017 stammt aus einem der großen Grand Crus von Gevrey-Chambertin – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir mit Tiefe und Charme. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Charmes-Chambertin – Grand Cru von Gevrey

Charmes-Chambertin ist eine der großen Grand-Cru-Lagen von Gevrey-Chambertin in der Côte de Nuits, südlich des Dorfes am Hang unterhalb des Chambertin gelegen und ausschließlich mit Pinot Noir bepflanzt. Es ist einer der größeren und damit variableren Grands Crus Gevreys; in die Appellation darf auch der benachbarte Mazoyères-Chambertin einfließen. Stilistisch verbindet Charmes-Chambertin die Kraft und Fülle Gevreys mit einer zugänglichen, charmanten Eleganz – daher der Name.

Die kalkstein- und tonhaltigen Böden am gut exponierten Hang bringen tiefe, körperreiche und zugleich harmonische Pinot Noirs hervor. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Reinheit, Textur und Tiefe betont.

Jahrgang 2017 – Côte de Nuits

2017 war an der Côte de Nuits ein klassischer, ausgewogener Rotwein-Jahrgang mit reifer, klar definierter Frucht, feiner Säure und seidigem Tannin. In einem körperreichen Grand Cru wie Charmes-Chambertin ergibt das einen tiefgründigen, zugleich eleganten und harmonischen Pinot Noir mit gutem Reifepotenzial – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2017, Charmes-Chambertin Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom kalk-tonigen Hang von Gevrey lebt dieser Grand Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Aus dem ausgewogenen Jahrgang 2017 zeigt er reife Frucht und samtiges Tannin, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen körperreich und zugleich harmonisch, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und feine Röstwürze – körperreich und seidig, mit samtigem Tannin und langer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Charmes-Chambertin Grand Cru, Gevrey-Chambertin, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); Hang südlich des Dorfes unterhalb des Chambertin; kalkstein- und tonhaltige Böden (Mazoyères-Chambertin darf einfließen)
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Schaumweine

Pertois-Lebrun Champagne Le Fond Du Bateau Chouilly Grand Cru

Der Pertois-Lebrun Le Fond du Bateau 2013 ist der erste Lagen-Champagner des Hauses: 1,44 Hektar ganz im Süden der Chouilly-Lagen, 1955 vom Großvater gepflanzt. Mindestens neun Jahre lag er auf der Hefe – ein gereifter Blanc de Blancs mit viel Spannung.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel, Ananas, Litschi, eine Spur Vanille, Röstbrot und etwas Lakritz. Im Mund präzise und klar, dabei geschmeidig und cremig. Die Kreide und eine feine Salzigkeit tragen bis zum langen Ausklang.

Mach was draus

Steinbutt mit Beurre blanc, Hummer, Kalbsbries, Bresse-Huhn mit Morcheln oder ein alter Comté. Ein Champagner für ein besonderes Essen – oder für den Moment, in dem man eine reife Flasche mit Freunden teilt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Nach neun Jahren auf der Hefe ist er cremig und doch frisch. Genau so stelle ich mir gereiften Chardonnay vor.“

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Kurz gefragt

Woher kommt der Name? Le Fond du Bateau ist der Name der Parzelle. Die Reben sind über 50 Jahre alt, nach Osten ausgerichtet und wurzeln tief in kalkreichem Boden.

Wie wird er ausgebaut? Der Grundwein ruht zehn Monate auf der feinen Hefe, etwas mehr als die Hälfte im Stahl, der Rest im Holz. Geschönt und gefiltert wird nicht.

100 % Chardonnay · Lage Le Fond du Bateau, Chouilly Grand Cru · 1,44 ha, gepflanzt 1955, Ostlage · Kreide und Kalk · nur erste Pressung · 10 Monate Feinhefe, 53 % Stahl, 47 % Holz · ungeschönt, unfiltriert · mind. 9 Jahre Hefelager · Jahrgang 2013 · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · Champagne Pertois-Lebrun, Cramant · Stand: Oktober 2026

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Weine

Dönnhoff Oberhäuser Leistenberg Riesling Kabinett 2023

Weißwein · Oberhausen (Nahe) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Oberhäuser Leistenberg Kabinett · fruchtsüß Dönnhoff Nahe grauer Tonschiefer Süd-Ost-Steillage 2023

Der Dönnhoff Oberhäuser Leistenberg Riesling Kabinett 2023 stammt aus einer Süd-Ost-Steillage auf grauem Tonschiefer – der perfekten Lage für Kabinettweine. Ein filigraner, frischer und mineralischer Kabinett.


Oberhäuser Leistenberg – perfekte Lage für Kabinett

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Der Leistenberg gilt als ideale Lage für filigrane, fruchtsüße Kabinettweine.

Die Rebstöcke gedeihen in einer Süd-Ost-Steillage mit grauem Tonschieferboden. Die Morgensonne trocknet die Trauben, während die Nachmittagssonne weniger direkt einfällt – so bleiben die Trauben gesund und reifen sehr lange, ohne überreif zu werden. Ideale Voraussetzungen für einen leichten, frischen Kabinett.

Jahrgang 2023 – Nahe

2023 war an der Nahe ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure – ideale Voraussetzungen für einen filigranen, fruchtsüßen Kabinett mit klarer Balance aus Süße und Säure.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett aus dem Oberhäuser Leistenberg, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von grauem Tonschiefer.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Säure des Kabinetts bewahrt.

Im Glas

Ein filigraner, fruchtsüßer Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.

Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salziger Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger, klarer Säure.

Ein filigraner, frischer Nahe-Kabinett. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Oberhäuser Leistenberg, Nahe; Süd-Ost-Steillage; grauer Tonschieferboden
Klassifikation: Riesling Kabinett, Nahe (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, kühle Gärung, herkunftsbetonter Ausbau im Stil des Guts

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Weine

Metzger Saumagen Riesling 2020 Magnum

Weißwein · Riesling · trocken · Magnum · Pfalz

Metzger Saumagen Riesling Magnum ist ein Lagen-Riesling vom Weingut Metzger aus dem Kallstadter Saumagen in der Pfalz – hier in der 1,5-Liter-Magnum. Die Trauben stammen aus dem ursprünglichen Teil der Lage, wurden selektiv von Hand gelesen und im Halbstückfass vergoren. Kalkige Mineralität, feine Würze und harmonische Säure prägen den Wein. Ein präziser Riesling mit Lagencharakter.


Kallstadter Saumagen

Der Kallstadter Saumagen zählt zu den großen Riesling-Lagen der Pfalz. Die Trauben stammen aus dem ursprünglichen Teil der Lage, deren kalkreiche Böden seit jeher für mineralische, würzige Weine mit harmonischer Säure stehen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling, selektiv von Hand gelesen und mit der Korbpresse abgepresst. Die Gärung erfolgt im Halbstückfass, um das Terroir der Lage präzise einzufangen. Die Magnum lässt den Wein besonders langsam reifen.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase Zitrus, gelber Apfel und feine kräutrige Würze über kalkiger Mineralität. Am Gaumen straff und mineralisch, mit harmonischer Säure, Würze und langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren. Mit Luft gewinnt der Wein an Tiefe; die Magnum eignet sich zum Reifen im Keller.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Spargel, Geflügel und feine Käse.


Lage: Kallstadter Saumagen, Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Riesling, trocken (Lagenwein)
Ausbau: Handlese, Korbpresse, Gärung im Halbstückfass; 1,5-l-Magnum

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Frankreich

Raquillet Mercurey Les Veleys 1er Cru blanc 2021

Weißwein · Mercurey Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Mercurey · 1er Cru Les Veleys Côte Chalonnaise Reben 55 Jahre · 0,7 ha 2021

Der Mercurey Les Veleys 1er Cru Blanc 2021 von François Raquillet ist ein Chardonnay von einer 0,7 Hektar großen Parzelle mit 55 Jahre alten Reben. Kraft und Eleganz treffen auf frische florale Frucht, mineralische Länge und ein herausragendes Preis-Genuss-Verhältnis – ein noch unentdeckter weißer Burgunder.


Mercurey – Premier Cru der Côte Chalonnaise

Mercurey in der Côte Chalonnaise ist eine von fünf Gemeinde-Appellationen der Region; angebaut werden vor allem Pinot Noir und Chardonnay. Die Appellation (gegründet 1936, inklusive Saint-Martin-sous-Montaigu) umfasst rund 650 Hektar auf vielen kleinen Kalksteinhügeln, davon 32 Hektar als Premier Cru. Historisch zählten die Mercurey-Weine zu den besten und lagerfähigsten der Côte Chalonnaise.

Deutlich wärmer als die nördlichen Burgunder Appellationen, gelingt hier eine zuverlässige Reife. Die Reben für Les Veleys sind rund 55 Jahre alt; François Raquillet zählt zu den führenden Erzeugern von Mercurey.

Jahrgang 2021 – Côte Chalonnaise

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der die Mengen reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure und moderatem Alkohol – passend zur mineralischen, frischen Art dieses Mercurey.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, von rund 55 Jahre alten Reben.

Der Wein reift im Holzfass; der dezente Holzeinsatz gibt feine Vanille- und Toastnoten, ohne Frucht und Mineralität zu überdecken.

Im Glas

Kraft und Eleganz mit frischer, floraler Frucht: weiße Blüten, Vanille und Toast. Am Gaumen geschmeidig, aber komplex, mit Haselnuss und Honig. Der Abgang ist intensiv und frisch, mit mineralischer Länge.

Weiße Blüten, Haselnuss und Honig über geschmeidigem Gaumen – ein Chardonnay mit intensiver, mineralischer Länge.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu milder Weichkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger Begleiter mit gutem Preis-Genuss-Verhältnis.


Lage: Les Veleys (1er Cru), Mercurey (Côte Chalonnaise); Kalksteinhügel; Reben 55 Jahre, 0,7 ha
Klassifikation: Mercurey Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau (dezenter Holzeinsatz)

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Rebsorten

Weingut Metzger Riesling Am Hesselbrunen Lagenwein 2023

Weißwein · Riesling · Lagenwein · Pfalz

Weingut Metzger Riesling Am Hesselbrunnen Lagenwein besticht durch feine Eleganz und Finesse. Die Reben wachsen auf kargen, kalkhaltigen Böden, die dem Wein seine charakteristische Mineralität und klare Struktur verleihen. In der Nase saftiger Apfel und spritzige Zitrusfrüchte.


Am Hesselbrunnen (Pfalz)

Das Gewann Am Hesselbrunnen am Mühlheimer Sonnenberg in der Pfalz ist von kargen, kalkhaltigen Böden geprägt. Diese verleihen dem Riesling seine charakteristische Mineralität und klare Struktur. Das Weingut Metzger keltert hieraus einen Lagenwein mit feinem Profil.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Riesling. Der Ausbau stellt die kalkgeprägte Mineralität und die feine, frische Säure in den Vordergrund und bewahrt die klare, elegante Frucht.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase frische Aromen von saftigem Apfel und spritzigen Zitrusfrüchten, ein einladendes Bouquet. Am Gaumen eine elegante Balance zwischen Frucht, Mineralität und einer feinen, frischen Säure. Harmonisch und stilvoll, mit klarem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Sushi, Geflügel und Spargel.


Lage: Am Hesselbrunnen, Mühlheimer Sonnenberg, Pfalz; kalkhaltig
Klassifikation: Pfalz – Lagenwein (Riesling)
Ausbau: 100 % Riesling, mineralisch-eleganter Ausbau

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Feinkost

Sabores del Guijo Tomatenessig - Vinagre de tomate 0,250 Liter

Feinkost · Essig · Spanien

Casa Alonso Sabores del Guijo Tomatenessig ist ein fruchtiger Essig mit Tomate (Vinagre de Tomate) aus Spanien. Er verbindet die Säure eines feinen Essigs mit der Frucht reifer Tomaten. Aromatisch, fruchtig und vielseitig. Er gibt Dressings den besonderen Kick.


Herkunft

Casa Alonso ist ein spanischer Feinkost-Hersteller. Unter der Linie „Sabores del Guijo" entstehen aromatische Essigspezialitäten – darunter dieser fruchtige Tomatenessig.

Anbau und Verarbeitung

Grundlage ist ein fruchtiger Essig, der mit Tomate aromatisiert wird. So entsteht ein vielseitiger Vinagre de Tomate mit feiner Säure und fruchtiger Tiefe.

Geschmack

Fruchtig und aromatisch, mit klarer Säure und der reifen Note von Tomate. Würzig und vielseitig.

Am Tisch

Für Dressings, Marinaden und zum Abschmecken. Ein paar Tropfen geben Salaten und Gerichten den besonderen Kick.

Klassische Begleitung: Blattsalate, Tomatensalat, Gazpacho, gegrilltes Gemüse und Antipasti.


Hersteller: Casa Alonso (Spanien)
Produkt: Tomatenessig (Vinagre de Tomate)
Sorte: Essig mit Tomate
Herkunft: Spanien
Verarbeitung: fruchtiger, aromatisierter Essig
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.12.2027

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Rebsorten

Schwedhelm Sauvignon Blanc Zellertal trocken | Fenske's

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Sauvignon Blanc Zellertal ist ein klarer, kühler Sauvignon Blanc aus dem berühmten nordpfälzischen Zellertal. Spannungsvoll und von saftiger Mineralik geprägt – ein Wein, der animiert und Lust auf den nächsten Schluck macht.


Pfalz / Zellertal

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Die Reben gedeihen auf kalkgeprägten Böden, die dem Sauvignon Blanc seine kühle Spannung und saftige Mineralität verleihen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau stellt die klare, kühle und spannungsvolle Stilistik der Rebsorte in den Vordergrund, getragen von der Kalkmineralität des Zellertals. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase klar und kühl, rebsortentypisch mit Zitrus, Stachelbeere und grünen Kräuternoten. Am Gaumen spannungsvoll und straff, mit saftiger Mineralik, animierender Säure und klarem, frischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchten und Spargel.


Lage: Pfalz, Zellertal (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Ortswein – 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: kühl und mineralitätsbetont (Kalkböden)

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