Almansa, València und Alacant …

Zwei Pfoten in drei Regionen

Für die Versuchsanordnung braucht man zum einen zwei große Pfoten, Bären sind da latent im Vorteil, sowie ein exaktes Orientierungshilfsmittel, Gockl schnapps kriegt das nicht hin. Aber irgendwie schafften wir es und der Bär stand mit der linken Hintertatze in der Weinbauregion Almansa, mit rechten Hintertatze genau auf der Trennlinie zwischen den Weinbauregionen València und Alacant. Oder so… Toll, ¿wa? Blöd nur, dass es da überhaupt keine Unterschiede gibt, die Böden sind gleich, der Wind pfeift auch aus der gleichen Ecke, aber das spanische Weinbaugesetz redet von drei Regionen. Und wehe, eine Traube macht sich des Nachts bei Wind und ohne Nebel auf den Weg von einer in die andere.

Weinbauregionen sind in Spanien ähnlich klug strukturiert wie in Deutschland, wobei dort zumindest regionale Gesichtspunkte eine Rolle spielen. So trennte man Rheinhessen von der Pfalz, was in der südlichen Region mit drei Tagen Saumagen gefeiert wurde. Abgesehen von Pfalz und Württemberg, die bekanntlich manches nicht können, nicht nur Hochdeutsch, kleben die Weinbauregionen Deutschlands an Flüssen, samt deren Nebenflüssen, auch wenn die Regionen dann und wann anders genannt werden. In Spanien kleben die Weinbauregionen am Amtsschimmel respektive an den Amtsschimmelreitern.

Wenn man Spezialregionen wie Cava oder die diversen Großlandregionen (Castilla y León, Castilla, Catalunya, València) mal außen vorlässt, dann ist jeder Quadratmeter, auf dem auch nur Reben stehen könnten, genau einer Weinbauregion zugeordnet. In Frankreich, insbesondere aber in Italien ist das anders. Im Piemont gibt es Dörfer, über denen sich fünf Weinbauregionen türmen, die armen Etikettierinnen und Etikettierer müssen da schon genau aufpassen. In weiser Voraussicht haben die spanischen Amtsschimmelreiter diese Stressgefahr gebannt. Aber sie haben den Deibl mit dem Düvel ausgetrieben!

Nehmen wir den Ebro zwischen Logroño und Alfaro mal als Beispiel heran. Als das mit den Denominaciones de Origen ernst wurde, fragte man die Orte, die auf der linken Seite des Ebro hausen, ob sie denn lieber der D.O. Rioja angehören wollen oder dann doch der D.O. Nafarroa, die während der Franco-Diktatur aber nicht so genannt werden durfte; Navarra also. Und die einen sagten R, die anderen hingegen N. Natürlich kann man der Landschaft nicht ansehen, wo Gemeindegrenzen gezogen sind. Es ging wohl vor allem darum, wohin die Weinbauern ihre Trauben lieferten. So die Abnehmer in Haro, Cenicero oder sonstwo in der Rioja saßen, stimmten die Orte natürlich für die Anbindung an die Rioja. Einige dicke, fette Rioja-Bodegas sind in Nafarrioja angesiedelt, natürlich beziehen sie Trauben aus der ganzen Rioja. Aber wie können wir eine Region als Einheit begreifen, wenn es keine auf natürliche Gegebenheiten basierende Grundlage gibt?

Als die Weinbauregion Rías Baixas ins Leben gesoffen wurde, wollten die Weinbauern drei getrennte Regionen: Salnés, O Rosal, Condado do Tea. Manuel Fraga Iribarne, von der Regierungsbank der Franquisten auf den Ministerpräsidentenstuhl von Galiza gewechselt, meinte „Ihr habt wohl einen im Tee!!!“ Und es gab nur eine Makroregion. In Ribera del Duero pferchte man einhundert und sechzig breite Kilometer, von Quintanilla de Abajo bis Atauta sinnfrei in eine Region, während sich in Toro die Altvorderen erfolgreich gegen die Eingemeindung von herumliegenden Randdörfern wehrten. Dafür musste dann mühsam die Region IGP Tierra del Vino de Zamora erfunden werden. Die geht nun am Stock.

Eine der wenigen Regionen auf kastilischem Boden, die halbwegs passt, ist Rueda. Gut, auch da wird Unfug getrieben. Jedoch konnte man auf die „Asociación de Viticultores de Medina del Campo“ aufbauen, die schon im siebzehnten Jahrhundert erfolgreich agierte. 

Alles, was nicht wirklich auf eine lange Tradition zurückgreifen kann, wurde politisch entschieden. Und da kennen Spanierinnen und Spanier nur Feinde, sich abgrenzen und anderen etwas aus den Händen reißen, dies sind zwei Lieblingsbeschäftigungen Spanischer Funktionärinnen und Funktionäre. Gut, Geld verstreuen und Strafen verhängen, das können sie auch.

Und was bedeutet dies für Weinfreudende? Gibt es nicht auch in Deutschland große Regionen wie Mosel oder Rheinhessen? Und steht nicht auf gefühlt jeder zweiten Flasche im Regal der französischen Weine „bohr dou“? Schon, aber die Dinge sind anders gelagert. Wer nur Bordeaux ohne jede weitere Klassifikation auf das Etikett pinselt, ist entweder ein Negotiant, der überall zukauft (und es dann auch nicht besser verdient hat), oder aber ein kleines Weingut, da aus irgendeinem Grund mit den regionalen Klassifikationen nicht auskommt. Und in Deutschland findet man eigentlich fast immer den Ortsnamen auf dem Etikett, von Bernkastel Green Label mal abgesehen. Natürlich kann man einen Saint Estèphe als Haut-Médoc, als Médoc oder als Bordeaux etikettieren, nur wer macht das schon, wenn mit der engsten Beschreibung das meiste Geld gescheffelt werden kann. Wir wissen also, dass, wenn da eine weitläufigere Bezeichnung steht, ein Grund dafür vorliegt.

In Spanien wissen wir erst einmal gar nichts. Zu einem Problem könnte das erst auf den zweiten Schluck werden. Denn, wer einmal einen fast schwarzen, zugeholzten Süßling im Glas hatte, der sich „Toro“ nennt, und dieses Geschmacksbild im Hinterkopf abgespeichert hat, ist für lange Zeit konditioniert. Die Weine aus Wehlen haben ein Geschmacksbild, jene aus Menetou-Salon auch, das Geschmacksbild von Toro ist breiter als die Straße des 17. Juni…

Und es kommt noch schlimmer: über französische, zentralitalienische, österreichische oder deutsche Weine gibt es jede Menge Literatur. Nicht alles, was darin zu lesen steht, ist wahr, manches wurde wohl des Nachts am schlecht beleuchteten Schreibtisch erfunden. Aber es gibt eine grobe Information. Für Spanien gilt das nicht, die wenigen Bücher, die es gibt, triefen derart vor lauter Ehrfürchtigskeitsexzessen, dass die Lebensmittelampel von Julia K. ohne Verzögerung auf dunkelrot springen würde.

Gut (oder schlecht), die Verbraucher scheinen auch nicht willens zu sein, mal einen halben Fuffi für ein ordentliches Buch über spanische Weine auf den Tisch zu legen. Dann müssen sie halt weiter „Rioja“ trinken, ohne zu ahnen, was sie da wirklich im Glas haben.

Wir lernen: regionsnamen sollte man nur mit der langen Zange anfassen!

Die Zukunft sieht diesbezüglich nicht unbedingt rosig aus, denn in Spanien gibt es einer Tendenz hin zur Verfettung: große Bodegas werden immer fetter, García Carrión ist das Megabeispiel. Die sind inzwischen in fast zwanzig Regionen Spaniens vertreten, ihnen geht es aber nicht darum, die Eigenheiten jeder Region zu visualisieren. Sie wollen nur Weine auf den Markt bringen, die anders heißen als jene, die sie schon auf den Markt gebracht haben. Zusätzlich sollen sie zumindest ein klein wenig anders schmecken. Und: sie wollen alle zumindest halbwegs bekannten Regionsnamen besetzen, damit die geliebten Wettbewerber nichts anbieten können, was man selber nicht auch hat.

Schöne neue Welt! Text: el oso alemán

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Rebsorten

Henri Bourgeois Petit Bourgeois Sauvignon Blanc

Weißwein · Sauvignon Blanc · Loire · Frankreich

Henri Bourgeois Petit Bourgeois Sauvignon Blanc ist ein frischer, fruchtbetonter Weißwein von der Loire. Das Haus Henri Bourgeois steht seit über zehn Generationen für qualitätsorientierten Loire-Weinbau. Ein unkomplizierter, ausdrucksvoller Sauvignon Blanc – knackig und frisch.


Loire

Der Petit Bourgeois stammt von der Loire (Val de Loire) aus dem Umfeld der renommierten Lagen von Henri Bourgeois rund um Sancerre. Die feuerstein- und tonhaltigen Böden geben dem Sauvignon Blanc seine frische, fruchtbetonte Prägung.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont im Edelstahltank, was die knackige Frische und die klare Frucht in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Stachelbeeren und Pfirsichduft. Am Gaumen ausdrucksvoll und intensiv nach reifen Früchten, knackig und frisch. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchte und Salate.


Lage: Val de Loire (Frankreich); Silex/Ton
Klassifikation: IGP Val de Loire – Sauvignon Blanc
Ausbau: Sauvignon Blanc, Edelstahl, fruchtbetont

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Rebsorten

Le Moine Criots Bâtard Montrachet Grand Cru 2022

Weißwein · Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru Chassagne-Montrachet nur 1,57 ha Appellation Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru 2022 stammt aus einer der kleinsten Appellationen Frankreichs – ein rarer, feiner Chardonnay von außergewöhnlicher Eleganz und mineralischer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Criots-Bâtard-Montrachet – winziger Grand Cru in Chassagne

Criots-Bâtard-Montrachet ist eine als Grand Cru klassifizierte Weißwein-Lage an der Côte de Beaune, gänzlich in der Gemeinde Chassagne-Montrachet gelegen. Mit nur 1,57 Hektar gehört sie zu den kleinsten Appellationen Frankreichs und erzeugt ausschließlich Weißwein. Sie liegt südlich des Grand Cru Bâtard-Montrachet, auf rund 240 Metern Höhe in süd- bis südöstlicher Ausrichtung, geschützt vor späten Frösten.

Der Boden besteht im unteren Bereich aus einer dünnen Schicht braunen Kalksteinverwitterungsschutts über einem Sockel aus dem Bathonium – die Reben treiben ihre Wurzeln tief ins Gestein. Dieses Terroir bringt Weißweine von außergewöhnlicher Finesse: feine Frucht, delikate Blütennoten und eine ausgeprägte mineralische Struktur. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Textur und Tiefe betont, ohne Klarheit und Präzision zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. In einem Grand Cru wie Criots ergibt das einen dichten, vielschichtigen Chardonnay mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im generösen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der Most kommt unmittelbar nach der Pressung von einem ausgesuchten Erzeuger ins Fass und wird lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dünnem Kalkverwitterungsboden über Bathonium-Fels gewachsen, zeigt dieser Grand Cru die Finesse seiner winzigen Lage: helle gelbe Frucht und Zitrus, dazu delikate florale Noten und eine feine, kreidig-mineralische Würze. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz binden eine cremige, vielschichtige Textur und einen Hauch nussiger Röstwürze ein. Am Gaumen elegant und präzise, getragen von salziger Mineralität und feiner Säure, mit langem, spannungsreichem Nachhall.

Fein und präzise – helle gelbe Frucht, florale Anklänge und kreidige Mineralität mit salziger, langer Spannung.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, Chassagne-Montrachet, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); ~1,57 ha (eine der kleinsten Appellationen Frankreichs), ~240 m, süd-/südöstliche Ausrichtung; dünner Kalkverwitterungsschutt über Bathonium-Fels
Klassifikation: Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Feinkost

Condimento Balsamico ROSE dolce 0,250 Liter

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Condimento Balsamico Rosé dolce ist ein rosafarbenes, liebliches Balsamico-Condimento der Acetaia del Casato Bertoni aus Reggio Emilia. Es entsteht aus konzentriertem Traubenmost und Weinessig und zeigt eine zarte rosé Farbe mit fruchtiger Beerennote. Der Geschmack ist süß-säuerlich und mild, die Konsistenz fein viskos. Ein vielseitiges Würzmittel für Salate, Gemüse und Obst.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige und Condimenti her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Für den Rosé wird konzentrierter Traubenmost mit Weinessig vermählt; die schonende Verarbeitung gibt dem Condimento seine helle, rosafarbene Tönung.

Anbau und Verarbeitung

Konzentrierter Traubenmost wird mit Weinessig kombiniert und schonend verarbeitet, sodass die zarte rosé Farbe und die fruchtige Note erhalten bleiben. Zutaten: Weinessig, konzentrierter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Zarte rosé Farbe mit feiner Viskosität. Im Geschmack süß-säuerlich ausbalanciert, fruchtbetont mit Anklängen roter Beeren und mild abgestimmtem Essigsäuregehalt. Der Abgang bleibt fein und fruchtig.

Am Tisch

Klassisch zu Salaten, Gemüse und frischem Obst. Gut auch zu Frischkäse, Erdbeeren oder über Vanilleeis und Desserts. Pur als Finish über das fertige Gericht träufeln. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Condimento Balsamico Rosé dolce (rosafarbenes, liebliches Balsamico-Condimento)
Zutaten konzentrierter Traubenmost, Weinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Reggio Emilia, Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung konzentrierter Traubenmost mit Weinessig, schonend verarbeitet
Mindesthaltbarkeit (MHD) 02.2030

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Weine

Wagner-Stempel Heerkretz Riesling Großes Gewächs 2021 BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen · Siefersheim Heerkretz VDP.Grosses Gewächs Porphyr / Rhyolith Stahl & Stückfass Biodynamie / Bio (DE-ÖKO-022) 2021

Das Wagner-Stempel Heerkretz Riesling Großes Gewächs 2021 ist ein wahres Meisterwerk – einer der großen trockenen Rieslinge Deutschlands. Filigran und komplex im Duft, am Gaumen trocken, frisch und druckvoll, mit prägnantem mineralischem Körper, großem Volumen und bemerkenswerter Länge.


Heerkretz – Porphyr aus der rheinhessischen Schweiz

Das Weingut Wagner-Stempel in Siefersheim zählt zu den Spitzenadressen Rheinhessens. Seit 1845 in Familienhand, heute in 9. Generation von Daniel Wagner geführt, arbeitet das VDP-Gut konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Im äußersten Nordwesten Rheinhessens, am Übergang zur Nahe, prägen vulkanische Porphyrböden eine unverwechselbare, mineralisch-würzige Stilistik.

Die nach Süden geneigte Heerkretz ist eine VDP.Große Lage und mit 250–280 m eine der höchsten und kühlsten Lagen Rheinhessens – ein wieder erweckter, wilder Steilhang mit Felsmauern und Heidelandschaft. Eine selektive, späte Handlese aus den ältesten und besten Parzellen verleiht dem Wein seinen Charakter. Die steinigen, skelettreichen Schotter- und Lehmböden mit dem anstehenden Porphyrfels im Untergrund tragen zur besonderen Qualität bei.

Jahrgang 2021 – Rheinhessen

2021 gilt als klassischer, kühler Riesling-Jahrgang mit lebendiger Säure, großer Präzision und klarer Mineralität. In der hochgelegenen, kühlen Heerkretz ergibt das einen besonders spannungsreichen, druckvollen und langlebigen Wein, der das Porphyr-Terroir mustergültig spiegelt.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Ausbau: Der Wein reifte sowohl im Edelstahltank als auch in traditionellen Stück- und Halbstückfässern aus deutscher Eiche. Ökologische Bewirtschaftung (DE-ÖKO-022).

Im Glas

Klare, hellgelbe Farbe; ein filigraner, komplexer Duft. Fruchtaromen wie Pfirsich und Maracuja dominieren das Bouquet und werden von subtilen vegetativen und kräuterigen Noten wie Minze und Zitronenmelisse untermalt. Im Geschmack überzeugt der Wein mit trockener, frischer und druckvoller Säure. Sein prägnanter mineralischer Körper verleiht ihm ein beeindruckendes Volumen und eine bemerkenswerte Länge, während die Balance perfekt harmoniert.

Trocken, frisch und druckvoll – ein prägnanter mineralischer Körper mit großem Volumen und bemerkenswerter Länge.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit Kellerreife deutlich; profitiert von Luft und einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur würzig-asiatischen Küche sowie zu reiferem Hartkäse.


Lage: Rheinhessen, Siefersheim, Heerkretz (Deutschland); südexponierte Steillage, 250–280 m (eine der höchsten Lagen Rheinhessens); steinige Schotter- und Lehmböden über Porphyr/Rhyolith; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; selektive späte Handlese, Ausbau im Edelstahltank sowie in Stück- und Halbstückfässern aus deutscher Eiche; ökologischer Anbau (DE-ÖKO-022)

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Feinkost

Sapori di Montagna Funghi Secchi Porcini Steinpilze getrocknet

Feinkost · Getrocknete Steinpilze · Italien

Sapori di Montagna Funghi Secchi Porcini sind getrocknete Steinpilze (Boletus edulis) – ein intensives Aroma-Konzentrat für die italienische Küche.


Herkunft

Steinpilze (italienisch porcini) wachsen wild in den Wäldern der Berg- und Hügelregionen. Durch das schonende Trocknen wird ihr Aroma konzentriert und haltbar gemacht – so steht der charakteristische Pilzgeschmack das ganze Jahr über zur Verfügung.

Zutaten und Herstellung

Bestehen aus 100 % Steinpilzen (Boletus edulis), in Scheiben geschnitten und schonend getrocknet – ohne Zusätze. Vor der Verwendung werden die Pilze in warmem Wasser eingeweicht; das aromatische Einweichwasser lässt sich gefiltert als Fond mitverwenden.

Geschmack

Intensives, erdig-nussiges Umami-Aroma – deutlich kräftiger und konzentrierter als frische Pilze. Schon eine kleine Menge verleiht Gerichten viel Tiefe.

In der Küche

Die Pilze rund 20–30 Minuten in warmem Wasser einweichen, abtropfen lassen und das gefilterte Einweichwasser als Fond nutzen. Anschließend in der Küche vielseitig einsetzbar.

Ideal für: Risotto, Pasta, Saucen, Schmorgerichte und Suppen.


Hersteller: Sapori di Montagna (Italien)
Produkt: getrocknete Steinpilze (Funghi Secchi Porcini)
Zutaten: 100 % Steinpilze (Boletus edulis)
Herkunft: Italien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 22.06.2027

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Frankreich

Domaine Latour-Giraud Meursault Les Narvaux 2022

Weißwein · Meursault · Chardonnay

Chardonnay Meursault · Lieu-dit Les Narvaux über Genevrières · steiniger Oberhang Côte de Beaune 2022

Der Meursault Les Narvaux 2022 der Domaine Latour-Giraud ist ein Chardonnay aus einer der besten Village-Lagen von Meursault, hoch am Hang oberhalb des Premier Cru Genevrières. Mineralisch und frisch, mit weißen Blüten, Mandel und feiner Länge.


Les Narvaux – Top-Lieu-dit über den Premier Crus

Les Narvaux liegt hoch auf dem steinigen Hang über dem Dorf Meursault, unmittelbar oberhalb des Premier Cru Genevrières. Der kalkhaltige, tonarme Boden ist dünn – nur wenige Zentimeter über dem Felsgestein – und sehr gut durchlässig, was den Weinen eine ausgeprägte Mineralität gibt. Die Lage fängt viel Sonne, bleibt durch eine Brise aber frisch.

Les Narvaux zählt zu den besten Village-Lieux-dits von Meursault und reift hervorragend. Die Domaine Latour-Giraud gehört zu den renommierten Adressen der Gemeinde.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – die Grundlage für die mineralische, frische Art dieses Narvaux.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Eichenfass, im Stil des Guts – mit maßvollem Holzeinsatz, ganz auf Mineralität und Frische ausgerichtet.

Im Glas

Weiße Blüten, Mandel und Zitrus über zerriebenem Stein. Am Gaumen schmeichelnd und ausbalanciert, getragen von einer schönen Mineralität, klarer Frische und feiner Länge.

Weiße Blüten, Mandel und zerriebener Stein – schmeichelnd, mineralisch und mit feiner Länge.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Krustentiere, Geflügel, Kalb, dazu reifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine weiße Küche.


Lage: Les Narvaux (Lieu-dit), Meursault (Côte de Beaune); steiniger Oberhang über Genevrières, dünne kalkige Böden, gut durchlässig
Klassifikation: Meursault AOC (Village-Lieu-dit)
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau

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Weine

Schloss Lieser Brauneberger Juffer Riesling GG 2022

Weißwein · Brauneberger Juffer (Mosel) · Riesling

Riesling Brauneberger Juffer Brauneberg · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) blauer Devonschiefer Südsteillage · alte Reben Großes Gewächs · trocken 2022

Der Schloss Lieser Brauneberger Juffer Riesling Großes Gewächs 2022 stammt von einer der berühmtesten Steillagen der Mittelmosel – einer reinen Südlage auf blauem Devonschiefer mit teils über 100 Jahre alten Reben. Ein trockener Riesling von feiner Eleganz, moderatem Alkohol und lebhaft-spannender Säure, geprägt von der rauchigen Mineralität des Schiefers.


Brauneberger Juffer – Südlage auf Devonschiefer

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – übernahm 1992 mit seiner Frau Ute das Weingut Schloss Lieser an der Mittelmosel und führte es in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Aus einem Portfolio großer Steillagen keltert er klassische, feine und elegante Moselrieslinge – naturnah bewirtschaftet, mit strengster selektiver Handlese und konsequent niedrigen Erträgen.

Die Lage Brauneberger Juffer erstreckt sich am Südufer der Mosel um die Gemeinde Brauneberg – ein steiler Weinberg in ausschließlicher Südausrichtung auf verwittertem blauem und grauem Devonschiefer. Ihr ungewöhnlicher Name geht auf das Jahr 1790 zurück und die drei unverheirateten „Juffern" (Jungfern), die Töchter des kurpfälzischen Kammerherrn Wunderlich. Schon historisch zählte der Brauneberg zu den gerühmtesten Weinen der Mosel.

Jahrgang 2022 – Mosel

Die Riesling Großen Gewächse von Schloss Lieser aus dem Jahr 2022 sind das Ergebnis eines bemerkenswerten Wachstumsjahres, das durch seine extreme Trockenheit in Erinnerung bleibt. Nach einem regnerischen Mai setzte eine lange Hitze- und Dürreperiode ein, die die bis zu über 100 Jahre alten Reben bis an ihre Grenzen forderte. Dank ihrer tiefen Verwurzelung und ausgezeichneter Wasserreserven konnten die Reben diesen Bedingungen jedoch standhalten. Der späte Wetterumschwung kurz vor der Ernte – kühle Nächte und regnerische Tage – half, die Frische und Zartheit der Trauben zu bewahren. Durch akkurate Selektion und hundertprozentige Handarbeit entstand ein GG mit moderatem Alkoholgehalt, feiner Eleganz und einer lebhaften, spannenden Säurestruktur.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Lage Brauneberger Juffer, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von teils über 100 Jahre alten Reben.

Nach strengster, selektiver Handlese in mehreren Durchgängen gelangen nur vollreife, gesunde Trauben in den Keller. Der Wein wird spontan mit den eigenen Hefen vergoren und schonend auf der Feinhefe ausgebaut, um das Terroir der Lage unverfälscht zur Geltung zu bringen. So entsteht ein präziser, glasklarer und tiefgründiger Riesling mit ausgeprägter Schiefermineralität.

Im Glas

Aus der reinen Südlage auf blauem Devonschiefer lebt dieser Riesling von Präzision und Mineralität: gelbe Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, Apfel und Quitte, untermalt von floralen Anklängen und einer rauchig-feuersteinigen, salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen trocken, vollmundig und doch elegant, mit moderatem Alkohol und einer lebhaften, präzisen Säure, die dem Wein Spannung und Länge verleiht – ein glasklarer, mineralischer Nachhall.

Gelbe Steinfrucht, Zitrus und Quitte über rauchig-salziger Schiefermineralität – trocken, elegant und moderat im Alkohol, mit lebhafter, präziser Säure und langem Nachhall.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Brauneberger Juffer, Brauneberg an der Mittelmosel; reine Südsteillage auf verwittertem blauem und grauem Devonschiefer; teils über 100 Jahre alte Reben; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strengste selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, schonender Ausbau auf der Feinhefe

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Frankreich

Domaine Duroche Gevrey Chambertin Champ 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin AOC Lieu-dit En Champs · 0,71 ha Reben ab 1969 2023

Der Gevrey-Chambertin En Champs 2023 von Pierre Duroché stammt aus einer 0,71 Hektar großen Parzelle, bepflanzt zwischen 1969 und 1973. Auf Kalk und sandigem Mergel entsteht ein fein strukturierter, tiefgründiger Pinot Noir – dicht, energiegeladen und klar fruchtbetont.


En Champs – Lieu-dit in Gevrey-Chambertin

Die Lage En Champs liegt in Gevrey-Chambertin, der größten Gemeinde der Côte de Nuits. Die 0,71 Hektar wurden zwischen 1969 und 1973 bepflanzt; der Boden aus Kalk und sandigem Mergel bietet ideale Voraussetzungen für fein strukturierte, tiefgründige Pinot Noirs.

Pierre Duroché zählt zu den gesuchten Adressen von Gevrey-Chambertin; seine Handschrift zielt auf Finesse, Präzision und einen klaren Terroir-Ausdruck.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von rund 50 Jahre alten Reben (ab 1969).

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Klarheit, Spannung und einen präzisen Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Dicht und energiegeladen, mit klarer, fruchtbetonter Stilistik. In der Nase Himbeere, Cassis und Pfingstrose, untermalt von einer subtilen mineralischen Note. Am Gaumen klar und präzise, mit Tiefe und vibrierender Frische – ein vielschichtiger, spannungsgeladener Gevrey, der Eleganz und Kraft verbindet.

Himbeere, Cassis und Pfingstrose über mineralischer Spannung – dicht, präzise und energiegeladen.

In der Jugend zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: En Champs (Lieu-dit), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Kalk und sandiger Mergel, 0,71 ha, Reben ab 1969
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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