Almansa, València und Alacant …

Zwei Pfoten in drei Regionen

Für die Versuchsanordnung braucht man zum einen zwei große Pfoten, Bären sind da latent im Vorteil, sowie ein exaktes Orientierungshilfsmittel, Gockl schnapps kriegt das nicht hin. Aber irgendwie schafften wir es und der Bär stand mit der linken Hintertatze in der Weinbauregion Almansa, mit rechten Hintertatze genau auf der Trennlinie zwischen den Weinbauregionen València und Alacant. Oder so… Toll, ¿wa? Blöd nur, dass es da überhaupt keine Unterschiede gibt, die Böden sind gleich, der Wind pfeift auch aus der gleichen Ecke, aber das spanische Weinbaugesetz redet von drei Regionen. Und wehe, eine Traube macht sich des Nachts bei Wind und ohne Nebel auf den Weg von einer in die andere.

Weinbauregionen sind in Spanien ähnlich klug strukturiert wie in Deutschland, wobei dort zumindest regionale Gesichtspunkte eine Rolle spielen. So trennte man Rheinhessen von der Pfalz, was in der südlichen Region mit drei Tagen Saumagen gefeiert wurde. Abgesehen von Pfalz und Württemberg, die bekanntlich manches nicht können, nicht nur Hochdeutsch, kleben die Weinbauregionen Deutschlands an Flüssen, samt deren Nebenflüssen, auch wenn die Regionen dann und wann anders genannt werden. In Spanien kleben die Weinbauregionen am Amtsschimmel respektive an den Amtsschimmelreitern.

Wenn man Spezialregionen wie Cava oder die diversen Großlandregionen (Castilla y León, Castilla, Catalunya, València) mal außen vorlässt, dann ist jeder Quadratmeter, auf dem auch nur Reben stehen könnten, genau einer Weinbauregion zugeordnet. In Frankreich, insbesondere aber in Italien ist das anders. Im Piemont gibt es Dörfer, über denen sich fünf Weinbauregionen türmen, die armen Etikettierinnen und Etikettierer müssen da schon genau aufpassen. In weiser Voraussicht haben die spanischen Amtsschimmelreiter diese Stressgefahr gebannt. Aber sie haben den Deibl mit dem Düvel ausgetrieben!

Nehmen wir den Ebro zwischen Logroño und Alfaro mal als Beispiel heran. Als das mit den Denominaciones de Origen ernst wurde, fragte man die Orte, die auf der linken Seite des Ebro hausen, ob sie denn lieber der D.O. Rioja angehören wollen oder dann doch der D.O. Nafarroa, die während der Franco-Diktatur aber nicht so genannt werden durfte; Navarra also. Und die einen sagten R, die anderen hingegen N. Natürlich kann man der Landschaft nicht ansehen, wo Gemeindegrenzen gezogen sind. Es ging wohl vor allem darum, wohin die Weinbauern ihre Trauben lieferten. So die Abnehmer in Haro, Cenicero oder sonstwo in der Rioja saßen, stimmten die Orte natürlich für die Anbindung an die Rioja. Einige dicke, fette Rioja-Bodegas sind in Nafarrioja angesiedelt, natürlich beziehen sie Trauben aus der ganzen Rioja. Aber wie können wir eine Region als Einheit begreifen, wenn es keine auf natürliche Gegebenheiten basierende Grundlage gibt?

Als die Weinbauregion Rías Baixas ins Leben gesoffen wurde, wollten die Weinbauern drei getrennte Regionen: Salnés, O Rosal, Condado do Tea. Manuel Fraga Iribarne, von der Regierungsbank der Franquisten auf den Ministerpräsidentenstuhl von Galiza gewechselt, meinte „Ihr habt wohl einen im Tee!!!“ Und es gab nur eine Makroregion. In Ribera del Duero pferchte man einhundert und sechzig breite Kilometer, von Quintanilla de Abajo bis Atauta sinnfrei in eine Region, während sich in Toro die Altvorderen erfolgreich gegen die Eingemeindung von herumliegenden Randdörfern wehrten. Dafür musste dann mühsam die Region IGP Tierra del Vino de Zamora erfunden werden. Die geht nun am Stock.

Eine der wenigen Regionen auf kastilischem Boden, die halbwegs passt, ist Rueda. Gut, auch da wird Unfug getrieben. Jedoch konnte man auf die „Asociación de Viticultores de Medina del Campo“ aufbauen, die schon im siebzehnten Jahrhundert erfolgreich agierte. 

Alles, was nicht wirklich auf eine lange Tradition zurückgreifen kann, wurde politisch entschieden. Und da kennen Spanierinnen und Spanier nur Feinde, sich abgrenzen und anderen etwas aus den Händen reißen, dies sind zwei Lieblingsbeschäftigungen Spanischer Funktionärinnen und Funktionäre. Gut, Geld verstreuen und Strafen verhängen, das können sie auch.

Und was bedeutet dies für Weinfreudende? Gibt es nicht auch in Deutschland große Regionen wie Mosel oder Rheinhessen? Und steht nicht auf gefühlt jeder zweiten Flasche im Regal der französischen Weine „bohr dou“? Schon, aber die Dinge sind anders gelagert. Wer nur Bordeaux ohne jede weitere Klassifikation auf das Etikett pinselt, ist entweder ein Negotiant, der überall zukauft (und es dann auch nicht besser verdient hat), oder aber ein kleines Weingut, da aus irgendeinem Grund mit den regionalen Klassifikationen nicht auskommt. Und in Deutschland findet man eigentlich fast immer den Ortsnamen auf dem Etikett, von Bernkastel Green Label mal abgesehen. Natürlich kann man einen Saint Estèphe als Haut-Médoc, als Médoc oder als Bordeaux etikettieren, nur wer macht das schon, wenn mit der engsten Beschreibung das meiste Geld gescheffelt werden kann. Wir wissen also, dass, wenn da eine weitläufigere Bezeichnung steht, ein Grund dafür vorliegt.

In Spanien wissen wir erst einmal gar nichts. Zu einem Problem könnte das erst auf den zweiten Schluck werden. Denn, wer einmal einen fast schwarzen, zugeholzten Süßling im Glas hatte, der sich „Toro“ nennt, und dieses Geschmacksbild im Hinterkopf abgespeichert hat, ist für lange Zeit konditioniert. Die Weine aus Wehlen haben ein Geschmacksbild, jene aus Menetou-Salon auch, das Geschmacksbild von Toro ist breiter als die Straße des 17. Juni…

Und es kommt noch schlimmer: über französische, zentralitalienische, österreichische oder deutsche Weine gibt es jede Menge Literatur. Nicht alles, was darin zu lesen steht, ist wahr, manches wurde wohl des Nachts am schlecht beleuchteten Schreibtisch erfunden. Aber es gibt eine grobe Information. Für Spanien gilt das nicht, die wenigen Bücher, die es gibt, triefen derart vor lauter Ehrfürchtigskeitsexzessen, dass die Lebensmittelampel von Julia K. ohne Verzögerung auf dunkelrot springen würde.

Gut (oder schlecht), die Verbraucher scheinen auch nicht willens zu sein, mal einen halben Fuffi für ein ordentliches Buch über spanische Weine auf den Tisch zu legen. Dann müssen sie halt weiter „Rioja“ trinken, ohne zu ahnen, was sie da wirklich im Glas haben.

Wir lernen: regionsnamen sollte man nur mit der langen Zange anfassen!

Die Zukunft sieht diesbezüglich nicht unbedingt rosig aus, denn in Spanien gibt es einer Tendenz hin zur Verfettung: große Bodegas werden immer fetter, García Carrión ist das Megabeispiel. Die sind inzwischen in fast zwanzig Regionen Spaniens vertreten, ihnen geht es aber nicht darum, die Eigenheiten jeder Region zu visualisieren. Sie wollen nur Weine auf den Markt bringen, die anders heißen als jene, die sie schon auf den Markt gebracht haben. Zusätzlich sollen sie zumindest ein klein wenig anders schmecken. Und: sie wollen alle zumindest halbwegs bekannten Regionsnamen besetzen, damit die geliebten Wettbewerber nichts anbieten können, was man selber nicht auch hat.

Schöne neue Welt! Text: el oso alemán

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico Tradizionale di Modena 25 Jahre

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico Tradizionale di Modena 25 Jahre ist der traditionell gereifte Balsamico schlechthin. Über 25 Jahre reift dieses dickflüssige, süße Elixier in kleinen Holzfässern der Acetaia del Casato Bertoni. Hergestellt allein aus eingekochtem Traubenmost, ohne Zusatz von Weinessig, gewinnt er seine Tiefe und dichte Textur. Sehr intensiv und lang im Geschmack – tropfenweise eingesetzt.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Tradizionale di Modena entsteht ausschließlich aus eingekochtem Traubenmost und reift über viele Jahre in einer Reihe kleiner Fässer aus unterschiedlichen Hölzern.

Anbau und Verarbeitung

Ausschließlich eingekochter Traubenmost, ohne Zusatz von Weinessig. Der Most reift über 25 Jahre in einer Batterie kleiner Holzfässer verschiedener Hölzer; durch die jährliche Verdunstung und das Umfüllen konzentriert er sich zu einer dickflüssigen, dunklen Essenz. Enthält Sulfite.

Geschmack

Tiefdunkel und glänzend, von dickflüssiger, sirupartiger Textur. Im Geschmack konzentriert süß mit ausgewogener Säure, vielschichtig und mit reifer Fruchttiefe. Der Nachgeschmack ist sehr lang und intensiv.

Am Tisch

Tropfenweise pur genießen – klassisch zu lange gereiftem Parmigiano Reggiano, ebenso zu Erdbeeren, Vanilleeis oder als Finish über Risotto und Carpaccio. Nicht zum Kochen, sondern roh über das fertige Gericht. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico Tradizionale di Modena, 25 Jahre gereift
Zutaten eingekochter Traubenmost (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 25 Jahre Reifung in kleinen Holzfässern verschiedener Hölzer
Mindesthaltbarkeit (MHD) 28.06.2033

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Frankreich

Le Moine Grands Echézeaux Grand Cru 2022

Rotwein · Grands-Échézeaux Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Grands-Échézeaux Grand Cru Côte de Nuits · Flagey-Échézeaux Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Grands-Échézeaux Grand Cru 2022 stammt aus einer der ranghöchsten Lagen der Côte de Nuits, direkt oberhalb des Clos de Vougeot – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir von großer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Grands-Échézeaux – Grand Cru über dem Clos de Vougeot

Grands-Échézeaux liegt in der Gemeinde Flagey-Échézeaux, unmittelbar oberhalb des Clos de Vougeot und nördlich von Vosne-Romanée. Mit nur rund 9 Hektar ist er deutlich kleiner, einheitlicher und ranghöher als der benachbarte, weitläufige Échézeaux – auf gut dränierten Kalk-Ton-Böden am Mittelhang. Das ergibt Pinot Noirs am vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums: viel rote und dunkle Frucht, Gewürz- und Unterholznoten, festes Tannin und große Lagerfähigkeit, dabei mehr Tiefe und Struktur als der einfache Échézeaux.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und Tiefe, ohne Klarheit und Eleganz zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 brachte an der Côte de Nuits eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Ernte mit tiefer, klar definierter Frucht, samtigem Tannin und guter Balance. In einem strukturreichen Grand Cru wie Grands-Échézeaux ergibt das einen kraftvollen, dichten und zugleich eleganten Pinot Noir mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, Grands-Échézeaux Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dem gut dränierten Kalk-Ton-Hang oberhalb des Clos de Vougeot lebt dieser Grand Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Aus dem reifen Jahrgang 2022 gewinnt er Dichte und Substanz, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen kraftvoll und tiefgründig, mit festem, samtigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Wein für die lange Reife.

Dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und feine Röstwürze – kraftvoll und seidig, mit samtigem Tannin und langer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Grands-Échézeaux Grand Cru, Flagey-Échézeaux, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~9 ha unmittelbar oberhalb des Clos de Vougeot; gut dränierte Kalk-Ton-Böden am Mittelhang
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Schaumweine

Dietrich Sekt Pinot Noir Rosé brut

Wein · Sekt · Pfalz · Deutschland

Dietrich Sekt Pinot Noir Rosé brut ist ein frischer Rosé-Sekt aus der Pfalz, hergestellt in klassischer Flaschengärung. Elegante Perlage und fruchtig-herbe Veilchenfrucht harmonieren auf feine Weise.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr bringen reife, aromatische Trauben hervor. Pinot Noir (Spätburgunder) ist die klassische Grundlage für hochwertigen Rosé-Sekt.

Rebsorte und Herstellung

Aus Pinot Noir. Der Sekt entsteht in klassischer Flaschengärung (méthode traditionnelle): Die zweite Gärung findet in der Flasche statt, was für eine besonders feine, elegante Perlage und Komplexität sorgt. In der Geschmacksrichtung brut ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa mit eleganter, feiner Perlage. In der Nase rote Beerenfrucht und ein Hauch Veilchen. Am Gaumen frisch und fruchtig-herb, mit feiner Mousseux, klarer roter Frucht und animierendem, trockenem Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als festlicher Aperitif oder zum Anstoßen.

Passt zu: Aperitif, Fingerfood, Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch und Desserts mit roter Frucht.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Sekt – Pinot Noir Rosé, brut
Herstellung: klassische Flaschengärung (méthode traditionnelle)

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Rebsorten

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Sous Le Puits 1er Cru 2023

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Sous le Puits · 1er Cru Puligny-Montrachet 400 m · Steillage 2023

Der Puligny-Montrachet Sous le Puits 1er Cru 2023 der Domaine Etienne Sauzet ist ein Chardonnay aus einer der steilsten und höchsten Premier-Cru-Lagen von Puligny-Montrachet. Mineralisch, dicht und lagerfähig – einer der präzisesten Weißweine dieser Zone.


Sous le Puits – exponierte Höhenlage

Sous le Puits („unter dem Brunnen") liegt auf 400 Metern Höhe und umfasst 6,80 Hektar. Es ist einer der steilsten Weinberge von Puligny-Montrachet; die Höhe und Steilheit bringen besonders mineralische, dichte und lagerfähige Chardonnays hervor.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune beherbergt vier Grand Crus und 17 Premier Crus. Die kalksteinreichen Böden geben feine Mineralität und feste Struktur. Die Domaine Etienne Sauzet, 1903 gegründet und in Puligny-Montrachet ansässig, zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht (Birne, Pfirsich) bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der zur straffen, mineralischen Art des Sous le Puits passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate. So gewinnt der Wein Tiefe und Textur, ohne die mineralische Linie zu überdecken.

Im Glas

Ein straffer, mineralischer Chardonnay: Zitrus und weiße Blüten treffen auf steinige Mineralität und feinen Schmelz aus dem Hefelager. Am Gaumen dicht und präzise, mit fester Struktur, klarer Säure und langem, salzigem Abgang.

Zitrus und weiße Blüten über steiniger Mineralität – dicht, präzise und mit langem, salzigem Abgang.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Sous le Puits (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); 400 m, eine der steilsten Lagen, 6,80 ha
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Rebsorten

Metzger Prago Pinot Noir 2015

Rotwein · Pinot Noir · Spätburgunder · Pfalz

Weingut Metzger Prago Pinot Noir ist ein kraftvoller, eleganter Spätburgunder aus der Pfalz – eine Spitzenabfüllung des Weinguts Metzger. Im Barrique gereift, zeigt er Tiefe und Struktur. Im Glas dunkle Kirsche, feine Würze und seidige Tannine.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima und die kalkgeprägten Böden bringen reife, ausdrucksstarke Spätburgunder hervor, die zu den anspruchsvollen Rotweinen der Region zählen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Pinot Noir (Spätburgunder) und reift im Barrique. Das verleiht ihm feine Würze, Struktur und seidige Tannine, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase dunkle Kirsche, Waldboden und feine Würze, dazu Noten aus dem Holzausbau. Am Gaumen elegant und tief, mit seidigen Tanninen und frischer Säure. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter tut dem Wein gut. Mit Reifepotenzial über mehrere Jahre.

Klassische Begleitung: Wild, Geflügel, Rind, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Spätburgunder)
Ausbau: Pinot Noir, Barriquereife

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Schaumweine

Champagne La Closerie Jérôme Prévost Les Beguines

Champagner · Gueux · Meunier · Extra Brut

Jérôme Prévost La Closerie Les Béguines Extra Brut ist ein außergewöhnlicher, puristischer Champagner aus der nur zwei Hektar großen Parzelle „Les Béguines" am Rande der Champagne-Appellation. Er besteht überwiegend aus Pinot Meunier. Das Weingut arbeitet seit 1994 konsequent ökologisch und mit minimaler Intervention im Keller. Ein Champagner für Puristen und Kenner.


Les Béguines (Gueux)

Die Parzelle Les Béguines liegt am Rande der Champagne-Appellation auf rund 120 Metern Höhe mit Nord-Süd-Ausrichtung. Der Boden besteht aus kalkhaltigem Sand aus dem Thanetium (vor 55 bis 59 Millionen Jahren). Seit 1994 ökologisch bewirtschaftet, seit 1996 ohne Herbizide; der Boden wird ausschließlich manuell bearbeitet.

Assemblage und Ausbau

Die Reben in dichter Bepflanzung bestehen zu rund 94 % aus Pinot Meunier (gepflanzt 1964), ergänzt um kleine Anteile Pinot Gris und Chardonnay. Die Gärung erfolgt spontan, der Ausbau über zehn Monate vollständig in Holzfässern (225–600 l) auf der vollen Hefe. Abgefüllt schonend per Schwerkraft, als Extra Brut mit minimaler Dosage.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Ein vielschichtiger, terroirgeprägter Champagner mit der charakteristischen Frucht und Würze des Meunier, getragen von Tiefe und einer feinen, salzigen Spannung. Der Abgang ist lang und puristisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; etwas Zeit im Glas lohnt sich. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Les Béguines, Gueux (Champagne); kalkhaltiger Sand (Thanetium), 120 m, Nord-Süd
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut
Ausbau: Spontangärung, 10 Monate Holzfass (225–600 l) auf voller Hefe, Schwerkraftabfüllung

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Rebsorten

Josef Dockner Grüner Veltliner 1,00 Liter

Wein · Weißwein · Niederösterreich · Österreich

Josef Dockner Grüner Veltliner in der praktischen 1-Liter-Flasche ist ein typischer Grüner Veltliner aus Niederösterreich, Österreichs größtem Weinbaugebiet. Duftig und fruchtig in der Nase, am Gaumen leicht pfeffrig und zart würzig – ein unkomplizierter Wein für jeden Tag.


Niederösterreich / Kremstal

Der Winzerhof Familie Dockner liegt in Theiß im Kremstal (Niederösterreich). Die wärmespeichernden Lössböden der Region bringen fruchtbetonte, saftige Weißweine hervor. Grüner Veltliner ist die Leitsorte Österreichs und steht für klare Frucht mit feinem Pfefferl.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grünem Veltliner. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont im Edelstahltank, um Frische und sortentypische Würze zu bewahren. Abgefüllt in der praktischen 1-Liter-Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase duftig und fruchtig, mit grünem Apfel und Zitrusnoten. Am Gaumen saftig, leicht pfeffrig und zart würzig, mit klarer Frische und unkompliziertem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als süffiger Alltagswein, zur Jause oder zum Essen.

Passt zu: Schnitzel, Geflügel, Fisch, Gemüsegerichten und leichter Küche.


Lage: Niederösterreich (Kremstal, Theiß); Winzerhof Familie Dockner
Klassifikation: Niederösterreich – 100 % Grüner Veltliner, trocken
Ausbau: Edelstahltank (fruchtbewahrend)
Füllmenge: 1,0 Liter

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Spanien

Katxina Txakolina Txakoli

Weißwein · Getariako Txakolina · Baskenland

Der Katxiña Txakoli ist ein baskischer Weißwein der Bodega Katxiña aus dem Fischerort Orio – reinsortiger Hondarrabi Zuri aus der D.O. Getariako Txakolina. Im Duft und Geschmack frische, knackige grüne Äpfel, dazu ein Hauch Meeresbrise und salziger Gischt. Harmonisch und erstaunlich saftig am Gaumen, frisch und klar. Ein Txakoli mit Biss, Druck und klarem Abgang.


Getariako Txakolina – Orio

Die Bodega Katxiña der Familie Zendoia liegt im Fischerort Orio in Gipuzkoa, nur wenige Minuten von San Sebastián. Die acht Hektar Reben stehen in südexponierten Terrassen, die zur Mündung des Oria hin abfallen und von der kühlen Brise des Kantabrischen Meeres erfasst werden. Angebaut wird ausschließlich die autochthone Sorte Hondarrabi Zuri auf ton-sandigen Böden. Das Gut wirtschaftet nachhaltig (Ecoprowine-Siegel).

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Hondarrabi Zuri, von Hand gelesen. Der Most wird schonend und mit minimalem Schalenkontakt gewonnen; nach der Gärung reift der Wein jung auf der Feinhefe, um Frische und Frucht zu bewahren. Enthält Sulfite.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase knackiger grüner Apfel, dazu eine salzige Meeresbrise. Am Gaumen frisch, klar und saftig, harmonisch und mit feinem Biss. Der Abgang bleibt trocken und klar.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gegrillter Fisch, Meeresfrüchte, Tapas und Salate. Auch als Aperitif. Jung und gut gekühlt bei 8–10 °C genießen.


Lage Orio, Gipuzkoa (Baskenland, Spanien), südexponierte Terrassen am Oria, ton-sandige Böden
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Ausbau Reinsortiger Hondarrabi Zuri, Handlese, schonende Pressung, jung auf der Feinhefe

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