Erntebericht 2020 vom Weinhof Mayer von der Nahe
Der Beginn unserer diesjährigen Weinernte war wieder außergewöhnlich früh.
Am 10. September starteten wir mit den Burgundersorten, die zu diesem Zeitpunkt schon sehr reif waren.
Bedingt durch kühles Wetter während der Rebenblüte im Juni war der Fruchtansatz bei den Burgundersorten etwas geringer wie in anderen Jahren.
Die kleine Erntemenge und die hochsommerlichen Temperaturen im August und September ließen die Mostgewichte bei den Weiß- und Grauburgundertrauben schnell ansteigen.
Damit der Alkoholgehalt im späteren Wein nicht allzu hoch wird, war in der ersten Erntewoche etwas Eile angesagt.
Nachdem die Burgundersorten alle im Keller waren ging es dann ruhiger zur Sache.
Vor allem die Rieslinge und unsere Scheurebe konnten in aller Ruhe weiter die Septembersonne genießen.
Die Erntemenge war insgesamt ca. 20 % niedriger als im letzten Jahr.
Die Trauben aller Sorten waren aber kerngesund und wunderbar ausgereift, so dass ein hervorragender Jahrgang mit ausdrucksstarken Weinen zu erwarten ist.
Ungewöhnlich waren die heißen Tagestemperaturen während der Ernte von bis zu 35 °C.
Wir waren wieder sehr froh, dass wir auf die Schlagkraft der Erntemaschine zurückgreifen konnten und hatten bevorzugt nachts oder in den frühen Morgenstunden gelesen.
Das erspart uns eine teure und aufwendige Kühlung im Kelterhaus.
Irgendwann kommt bei sehr warmen Trauben auch die beste Kühlanlage an ihre Grenzen.
Durch die perfekte und homogene Traubenqualität in diesem Jahr war eine Selektion im Weinberg auch nicht notwendig, so dass der Vollerntereinsatz keine Qualitätsminderung darstellt. Text: G. Mayer

