Die Sache mit dem Quadrukarampel

Rias Baixas und einige Eigenheiten

Es soll ja nun schon dann und wann vorkommen, dass uns in Spanien Dinge spanisch vorkommen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass immer dann, wenn Spanier lustige Dinge machen, die Menschen aus Galiza immer noch einen Hut draufsetzen können. Der lustigste dieser Hüte nennt sich Rías Baixas.

Erst einmal zur Namensklärung: anders als Werbetreibende der Region (und auch das ICEX [Argh!!] gerne verlauten lassen: Rías baixas sind nicht die Unterläufe der Fjorde, sondern die südlichen Fjorde, von Finisterre bis Portugal; die Rías altas sind somit nicht etwa die Oberläufe der Fjorde, sondern die nördlichen Fjorde, alles zwischen Finisterre bis Asturias. Das war noch einfach.

Das Eingemachte: als man die Region gründete, knapp vier Jahrzehnte ist das nun her, gab es dort nur wenige Rebanlagen und noch weniger Weingüter. Daher warf man alles, was sich in der Provinz Pontevedra an Weinberge auftreiben ließ, in einen großen Kessel, man rührte einmal um, entfernte, was man aus politischen Gründen nicht in der Suppe haben wollte, und nannte das Tellergericht dann Rias Baixas: achtzig Kilometer zwischen der Miño-Mündung und der Grenze zur Provinz Ourense, und noch einmal so viele Kilometer von Tui bis Padrón, wo nicht nur grüne, bissige Pimientos wachsen, sondern auch Reben stehen. Und das alles mit nur einer Rebsorte: Albariño.

Natürlich kann das nicht klappen, zumindest dann nicht, wenn man kein wirklich fundiertes Lagensystem oder Großlagensystem oder was auch immer für ein System hat. Über den ganz fetten Daumen gepeilt: im Süden (Rosal und Condado) gibt es Alk, aber wenig Säure, in der Mitte (Salnés) gibt es etwas Säure und etwas Salz in der Luft, im Norden (Ulla) gibt es nur Säure. Da nun alle alles mit allem mischen können, schmeckt der Großteil der Weine aus Rías Baixas wie eine Sauerscharfsuppe mit etwas Fett. Na prima!

Der Consejo macht zwar einen auf Teilregionen, man veröffentlicht tapfer die Erntezahlen und die in jeder Teilregion verarbeiteten Trauben, man nennt das Vertickern von Trauben zwischen Region A und Region B exportieren und importieren (sicsic!!). Nur: was dann an Fasswein von einer Bodega zu einer anderen verschoben wird, das wird nicht mehr erfasst. Wenn nun also Martín Códax Wein aus Condado mit Wein aus Rosal vermischt und dann noch ein paar Dutzend Hektoliter aus Vilariño in den Bottich schüttet, kriegt der Consejo das nicht erfasst. Oder will es nicht erfasst bekommen. Der Konsument weiß, was auf dem Etikett steht (Albariño), dann ist aber auch schon Ende Gelände. Gut, die Menge an importierten Verdejo hat in den letzten Jahrzehnten abgenommen und in Nordportugal gibt es so viel verfügbaren Albariño dann doch nicht. Außerdem droht die Guardia Civil mit Kontrollen. Die aber kann man umgehen.

Will man nun also besondere Dinge entdecken, dann muss man die Nase schon tief in den Boden stecken. Fast überall stehen die Reben auf Granit, Sandstein und kalkhaltige Böden sind selten. Ein Streifen ist anders, dazu mehr ein paar Zeilen weiter unten. Den Unterschied macht die Krume, und die Nähe zum Meer. Es gibt humushaltige, fette Scholle, Schwemmland, Lehm, aber auch schon einmal gar keine Krume. Und je genauer die Böden herausgearbeitet werden, desto unterschiedlicher schmecken die Weine.

Nun kommen die Weinkritiker und sagen, dass das, was im Süden von Cambados und an manchen Stellen in Meaño gelesen werde, das beste sei und das deshalb die Güte der Weine daran gemessen werde, wie sehr sie sich an diesen Typus annähern. Auf Rieslingdeutsch: wenn man nun sagen würde, dass Eltville der beste Platz für Riesling sei, müssten sich alle anderen Rieslinge Deutschlands daran messen lassen, wie nahe man Eltville komme. Die aus Ihringen, die aus Wehlen und die mit einem Stein in der Würzburg würden sich herzlich bedanken!

Wenn man auf der Terrasse eine Flasche Albariño leert, dann ist der mineralische Typus eventuell gar nicht so gut geeignet, dann sollte es eher ein fruchtbetonter Albariño sein, etwa aus dem Inneren von Salnés, oder aus Arbo. Wenn man hingegen ein Ma Po Do Fu vor sich dampfen hat, dann kann der Albariño gar nicht genug Säure haben. Und dann gibt es da noch zwölfzig Zwischenstufen. Albariño kann ziemlich viel, wenn man ihn nur machen lässt.

Eine ganz besondere Besonderheit findet man in einem Streifen, der sich von Finisterre bis weit gen Portugal zieht, fast bis hinunter zum Douro. Immer dann, wenn Granit die vorherrschende Bodenform ist, gibt es dann und wann Risse und Brüche, die aus Schiefer bestehen. Man findet dies in Empordà, in Calatayud, in der Sierra de Gredos, in Arribes, in Amandi – und eben auch im Westen der unteren Fjorde. Es handelt sich um einen Art Verwitterungsschiefer, den man in der Sierra de Francia Corneana nennt. Albariño von dort schmeckt einfach anders als Albariño, der auf Granit wuchert.

Nun gibt es in Salnés genau einen kleinen Streifen dieses Bodentypes, die Fortsetzung findet man in Rosal. In Rosal gibt es nur wenige Weingüter, solche mit Reben auf Schiefer sind noch seltener, solche aus Rosal mit Reben auf Schiefer und Weinen, die nur von dort stammen, sind schon fast vom Aussterben bedroht. Terras Gauda nicht, dort mischen sich Böden; Altos de Torona teilweise, aber deren einhundert Hektar sind großflächig konzentriert, und man mischt fleißig A mit B. Wirklichen Albariño (und Rosal-Cuvées) von Schieferböden gibt es nur bei Do Vimbio, eine Minibodega, die ihre Weine zudem noch als Tafelweine verkauft, mit dem Consejo Regulador haben Martin und Patricia nicht viel am Hut. Die Weine sind anders – und sehr gut. Aber weil die veröffentlichte Meinung nun einmal Castrelo als Nonplusultra…

Gleichwohl kommt diese Strategie des Nonplusultra aktuell in arge Schwierigkeiten. Denn der Ort, in dem in Salnés Reben auf Corneana stehen, is Sanxenxo, zumindest der mittlere Teil, und dort steht eine Bodega namens Fulcro, die nun selbst die gläubigsten Castrelojünger nicht ignorieren können. In Fulcro gibt es einen Wein, sozusagen der Wein für die Castrelojünger, der aus dem Norden von Meaño stammt, Albariño auf Granit: der A Pedreira. Das ist Oberklasse der Granitfraktion mit ganz leichtem Touch von Salz.

Aber dann ist da der Fulcro und dann ist da der A Cesteira, beides Weine, die aus Trauben gekeltert werden, die sich am Hang befinden: Fulcro fällt gen Nordwesten ab, A Cesteira sanft gen Nordosten. Letzteres ist schon wichtig, da die Sonne dann am Morgen schnell mal die Nachtfeuchtigkeit einsammeln kann. In beiden Fällen findet man verwitterten Schiefer, wobei der in der Fucro-Parzelle schon arg verwittert ist, selbst junge Bären können das Gestein mit der Pfote zerreiben.

Die Stöcke sind alt, weil sich beide Parzellen in Privatgärten der etwas größeren Art befinden. Jeweils eine Parzelle, ungefähr siebentausend Quadratmeter die Fulcro-Parzelle, noch etwas größer A Cesteira. Beides Mal ein Maul voll Wein, aber beide Weine durchaus verschieden. Und das kommt nicht vom Ausbau, denn der ist in beiden Fällen mehr oder weniger gleich: Trauben ernten, Trauben pressen, Most in Barricas und dann gute Reise! Wein keltern kann ziemlich einfach sein…

Beide Weine haben nicht weniger Säure als die aus Barrantes, Castrelo oder Nord-Meaño, aber halt anders gestrickt. Da darf es dann durchaus auch mal ein feines Krustentier dazu geben oder einen steinernen Butt, ein ge-Bresse-tes Huhn tut es auch, selbst ein Fleckviehkotlett hält wacker mit.

Der neue Topwein der Bodega, Nas Dunas, die Dünen, ist dann wieder ganz anders. Denn das ist Südsanxenxo, dort stehen die Reben auf Granit, die Krume besteht aus feinem Strandsand, den der Wind kontinuierlich gen Hang schaufelt.

Könnte es in Salnés mehr Fulcro-Bodegas geben? Im Prinzip ja, da wären schon so sechs oder acht Kandidaten. Nur: selbst gut beleumundete Weingüter stehen dann halt doch auf fette Sauersalzsuppe und kaufen mal hier, mal dort schnell noch etwas Fasswein ein. Text: El oso alemán

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Weine

Eric Rodez Champagne Blanc de Noirs Ambonnay Grand Cru extra brut BIO

Der Eric Rodez Blanc de Noirs Ambonnay Grand Cru Extra Brut ist Pinot Noir mit Tiefgang: fünf bis sechs Jahrgänge in einer Flasche, im Holz gereift. Ein Champagner für Herbstabende mit kräftigem Essen.

Im Glas

Hellgold, feine Bläschen. Reife Himbeere und Kirsche in der Nase, dazu Brioche und ein Hauch Gewürz. Am Gaumen voll und cremig, aber nicht schwer – die kalkige Frische hält ihn in Balance. Ein langer, ruhiger Abgang.

Mach was draus

Ente mit Rotkohl, Coq au Vin blanc, Wildschwein-Ragout oder ein reifer Brie de Meaux. Auch ein einfaches Brathähnchen am Sonntag macht ihn glücklich. Ein Glas davon, und der Herbst darf kommen. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Für mich ist er ein Champagner zum Essen. Zu Geflügel oder einem gereiften Käse zeigt er seine ganze Fülle.“

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Kurz gefragt

Warum mehrere Jahrgänge? Eric Rodez verschneidet hier Weine aus fünf bis sechs Jahren. So gewinnt der Champagner an Komplexität – eine Technik, die Rodez bei Krug gelernt hat.

Wie trocken ist er? Extra Brut, also höchstens 6 g Zucker pro Liter. Er schmeckt trocken, wirkt durch seine Fülle aber nie karg.

100 % Pinot Noir · Ambonnay Grand Cru · Assemblage aus 5–6 Jahrgängen · Méthode Traditionnelle · Holzfass · langes Hefelager · Extra Brut · Champagne Eric Rodez, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Weine

Battenfeld Spanier Blanc de Noirs 2017 Extra Brut BIO

Weiß gekelterter Spätburgunder von den Kalkhängen bei Hohen-Sülzen bildet den Battenfeld-Spanier Blanc de Noirs 2017 Extra Brut. Gelesen wird früh, der Grundwein gärt mit wilden Hefen im Tonneau. Dann folgen sieben Jahre auf der Hefe.

Im Glas

Sehr feine, ausdauernde Perlen. Im Duft Brioche und Melone, dazu reife helle Frucht. Im Mund straff und präzise, mit elegantem Schmelz aus der langen Reife und einem langen, klaren Abgang.

Mach was draus

Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, helles Fleisch, Charcuterie oder ein gereifter Hartkäse. Auch als Aperitif eine Klasse für sich. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Spätburgunder vom Kalk, sieben Jahre auf der Hefe – das ist Blanc de Noirs mit Ruhe und Kraft.“

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Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Die Trauben kommen früh vom Stock, der Most gärt mit wilden Hefen im Tonneau, die zweite Gärung findet in der Flasche statt; sieben Jahre Hefelager, Handrüttelung und eine minimale Dosage.

Wer steht dahinter? Hans-Oliver Spanier, der das Weingut Battenfeld-Spanier in Hohen-Sülzen führt, zusammen mit seiner Frau Carolin Spanier-Gillot. Schon 1993 stellte der Betrieb auf ökologischen Anbau um.

Was ist ein Blanc de Noirs? Ein weißer Sekt aus roten Trauben. Der Saft wird schnell von den Schalen getrennt und bleibt hell.

100 % Spätburgunder (Blanc de Noirs) · Hohen-Sülzen, Rheinhessen · Kalk · Jahrgang 2017 · Spontangärung im Tonneau · Flaschengärung · 7 Jahre Hefelager · Handrüttelung · Extra Brut · bio, Kontrollstelle DE-ÖKO-006 · Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen · Stand: Oktober 2026

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Weine

Le Petit Victor rouge Bag in Box Merlot Grenache

Wein · Rotwein · Pays d'Oc · Frankreich

Le Petit Victor Rouge ist eine fruchtbetonte Cuvée aus Merlot und Grenache aus dem Süden Frankreichs – praktisch abgefüllt in der 5-Liter-Bag-in-Box.


Pays d'Oc / Languedoc

Der Wein stammt aus dem Languedoc im Süden Frankreichs, wo das mediterrane Klima reife, fruchtbetonte Rotweine hervorbringt. Erzeuger ist die renommierte Vereinigung Vignobles Foncalieu.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Merlot und Grenache. Merlot bringt Schmelz und weiche Frucht, Grenache reife rote Frucht und Wärme. Abgefüllt in der 5-Liter-Bag-in-Box: Der Beutel zieht sich beim Zapfen zusammen, sodass kein Sauerstoff an den Wein gelangt – nach dem Anbruch bleibt er mehrere Wochen frisch. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Rubinrot. In der Nase reife rote und dunkle Frucht mit feiner Würze. Am Gaumen saftig, weich und unkompliziert, mit milden Tanninen und rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein geselliger Alltagswein, ideal glasweise dank Bag-in-Box.

Passt zu: gegrilltem Fleisch, Pasta, Pizza, Aufschnitt und mittelreifem Käse.


Lage: Pays d'Oc / Languedoc (Frankreich); Vignobles Foncalieu
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Merlot & Grenache, trocken
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau
Gebinde: Bag-in-Box, 5,0 Liter

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 2

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 2 ist ein Aceto Balsamico di Modena IGP der Acetaia del Casato Bertoni, der fünf bis sechs Jahre in Holzfässern gereift ist. „Scudo 2" steht für die mittlere Stufe der Bertoni-Reifeskala – ausgewogen, mit kraftvollem Körper und feiner Süße. Aus Weinessig und gekochtem Traubenmost, mit Noten von frischem Obst und Traubenaroma.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Aceto Balsamico di Modena IGP entsteht aus Weinessig und gekochtem Traubenmost und reift in Holzfässern.

Anbau und Verarbeitung

Weinessig und gekochter Traubenmost reifen rund fünf bis sechs Jahre in Holzfässern. Die zusätzliche Reife gibt „Scudo 2" mehr Körper und Tiefe als der jüngeren Stufe. Zutaten: Weinessig, gekochter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Dunkelbraun und glänzend, mit guter Viskosität. Im Geschmack ausgewogen, mit kraftvollem Körper und feiner Süße. Noten von frischem Obst und Traubenaroma ergänzen das Spektrum; der Abgang bleibt lang.

Am Tisch

Klassisch zu Salaten und Parmigiano Reggiano. Verfeinert ebenso Mayonnaise, Soßen und Dips, passt zu gegrilltem Gemüse und reifem Käse. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico di Modena IGP, Stufe „Scudo 2"
Zutaten Weinessig, gekochter Traubenmost (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 5–6 Jahre Reifung in Holzfässern
Mindesthaltbarkeit (MHD) 2035

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Weine

Strauch Blanc Pur Schäumendes entalkoholisiertes Getränk

Riesling, dem der Alkohol entzogen wurde, mit feiner Kohlensäure: Das ist der Strauch Blanc Pur. Die Trauben stammen aus biologischem Anbau, werden von Hand gelesen und als ganze Trauben gepresst. Ausgebaut wird der Grundwein im Stahltank, danach wird ihm der Alkohol schonend entzogen.

Im Glas

Helle Farbe, feine Perlen. Riesling pur in der Nase: weißer Pfirsich und Apfel, dazu ein Hauch Birne und Holunderblüte. Im Mund frisch und spritzig, mit lebendiger Frucht. Er ist nicht ganz trocken, eine feine Süße fängt die Säure des Rieslings auf.

Mach was draus

Ein Aperitif für alle, die auf Alkohol verzichten, aber nicht auf Genuss. Dazu Fingerfood, Salate, leichte Vorspeisen oder ein Stück Obstkuchen. Auch als Basis für einen alkoholfreien Spritz eignet er sich. Gut gekühlt servieren.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Blanc Pur ist für mich die beste alkoholfreie Alternative zum Riesling-Sekt. Ein echter Durstlöscher mit Stil.“

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Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Aus Riesling-Wein: Ganztraubenpressung, Ausbau im Edelstahltank, dann schonende Entalkoholisierung und Verperlung.

Ist er vegan? Ja, der Blanc Pur ist vegan.

Wer steht dahinter? Die Sektmanufaktur Strauch aus Osthofen in Rheinhessen – ein Bio-Betrieb, der sich ganz auf Sekt konzentriert.

100 % Riesling · Rheinhessen · bio · Handlese, Ganztraubenpressung · Edelstahltank · schonend entalkoholisiert, verperlt · vegan · Strauch Sektmanufaktur, Osthofen · Stand: Oktober 2026

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Weine

Jörg Geiger Alkoholfrei Prickelnd Rosenzauber

Jörg Geiger Rosenzauber ist die blumigste der alkoholfreien Cuvées aus Schlat: Apfel, Brombeere und Himbeere, dazu Rosenduft, Gartenminze und Gewürzen. Ein prickelndes Getränk, das schon beim Einschenken nach Sommergarten duftet.

Im Glas

Feines Prickeln. In der Nase frischer Apfel, Himbeere und ein intensives Rosenbukett. Am Gaumen fruchtig mit Himbeere und Brombeere und einem lebendigen Spiel aus Süße und Säure. Minze und Gewürze sorgen für einen langen, duftigen Nachhall. Trotz der Frucht wirkt er nie schwer oder klebrig.

Mach was draus

Beerendesserts, Panna cotta mit Himbeeren, Obstsalat, Rosenkuchen oder leichtes Gebäck. Auch als alkoholfreier Aperitif auf der Gartenparty, zum Muttertag oder zur Babyparty passt er wunderbar. Gut gekühlt im Weinglas servieren, gern mit ein paar frischen Himbeeren im Glas. Die Farbe der Beeren und der Rosenduft machen ihn zu einem kleinen Hingucker auf jedem Tisch.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Rosenzauber ist für mich der schönste Begleiter zu Himbeer-Desserts. Ein Minzblatt im Glas, und es ist perfekt.“

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Kurz gefragt

Wonach schmeckt Rosenzauber? Nach Apfel, Himbeere und Brombeere, getragen von Rosenduft und einer frischen Note Minze.

Wann passt er am besten? Vor dem Essen als duftiger Aperitif ohne Alkohol – oder danach zu allem mit Beeren.

Apfel, Himbeere, Brombeere · Rose, Gartenminze, Gewürze · alkoholfrei, mit Kohlensäure · Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb · Manufaktur Jörg Geiger, Schlat · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Ziereisen MUS Grauer Burgunder 2023

Ziereisen MUS 23 Grauer Burgunder ist ein weißer Landwein Oberrhein vom Weingut Ziereisen in Efringen-Kirchen am Dreiländereck Deutschland/Frankreich/Schweiz. Der Jahrgang 2023 stammt ausschließlich aus handgelesenen Trauben von Reben im Alter von über 45 Jahren. Vinifikation und Ausbau folgen dem handwerklichen Ansatz des Betriebs: keine Filtration, kein technischer Eingriff.

Lage & Terroir

Das Weingut Ziereisen bewirtschaftet Lagen im südlichsten Zipfel Badens, direkt am Dreiländereck. Die Böden sind von Kalk und Lösslehm geprägt, das Klima durch die Nähe zum Oberrhein und zum Schwarzwald beeinflusst. Der Wein trägt die Herkunftsbezeichnung Landwein Oberrhein – eine Klassifikation, die Ziereisen bewusst wählt, um außerhalb restriktiver Weingesetz-Vorgaben arbeiten zu können.

Rebsorte: Grauer Burgunder (Pinot Gris). Die Trauben wurden in einer Korbpresse schonend gepresst. Die Gärung verlief spontan mit rebeneigenen Hefen im großen traditionellen Holzbehälter. Anschließend reifte der Wein 20 Monate auf der Hefe – ohne Filtration abgefüllt. Ein kleines Depot in der Flasche ist produktionstypisch.

Verkostungsnotiz

Die Nase zeigt sich zurückhaltend: reife Birne, weißer Pfirsich, ein Hauch Quitte, unterlegt von Brioche-Tönen aus dem Hefelager. Am Gaumen gradlinig und dicht, mit einer straffen, frischen Säurestruktur, die dem Wein Spannung verleiht. Der Abgang ist lang, mineralisch und salzig – typisch für die Markgräflerland-Basis der Ziereisen-Weine.

Reifepotenzial & Speisenempfehlung

Jetzt trinkbar, mit optimalem Potenzial bis ca. 2030. Der Wein profitiert von 30–45 Minuten Dekantieren oder Belüften im Glas. Kühl lagern bei 10–12 °C in einer erschütterungsfreien, dunklen Umgebung. Das Depot vor dem Servieren absetzen lassen.

Klassische Begleitung: Flusskrebs, Zanderfilet, Ziegenkäse, weißer Spargel, Rindertatar. Der Wein trägt kraftvolle Aromatik, hält aber auch gegenüber würzigeren Gerichten stand.

Häufige Fragen

Was macht den Ziereisen MUS 23 Grauer Burgunder besonders?
Die Kombination aus über 45 Jahre alten Reben, Korbpressung, spontaner Gärung mit rebeneigenen Hefen und 20 Monaten Hefelager ohne Filtration ergibt einen handwerklich konsequent produzierten Naturwein mit ausgeprägter Mineralität.
Welche Rebsorten enthält der Ziereisen MUS 23?
100 % Grauer Burgunder (Pinot Gris) aus alten Reben des Weinguts Ziereisen in Efringen-Kirchen, Landwein Oberrhein.
Wie lange kann der Ziereisen MUS 23 gelagert werden?
Empfohlenes Trinkreifefenster: 2025–2030. Der unfiltrierte Ausbau und die straffe Säurestruktur stützen eine weitere Entwicklung im Keller.

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Rebsorten

Von Winning Sauvignon Blanc II

Weißwein · Pfalz · Sauvignon Blanc

100 % Sauvignon Blanc Pfalz, Mittelhaardt von Winning, Deidesheim Buntsandstein · Kalk · Lösslehm trocken 2025

Der von Winning Sauvignon Blanc II 2025 ist der Einstieg in die Sauvignon-Blanc-Reihe des Deidesheimer Guts: sortentypische Stachelbeere und Limette, grasige Nuancen und eine kernige Mineralität aus den Böden der Mittelhaardt. Ein trockener Weißwein, der Frucht und Frische in der Balance hält.


Mittelhaardt – Buntsandstein, Kalk und Lösslehm

Die Trauben stammen von Lagen der Mittelhaardt rund um Deidesheim, wo Buntsandstein, Kalk und Lösslehm aufeinandertreffen. Der Haardtrand schirmt die Weinberge nach Westen ab, die Sommer sind warm und trocken – Bedingungen, unter denen Sauvignon Blanc reift, ohne seine Säure zu verlieren. Der Sandstein liefert die kernige, mineralische Prägung, der Kalk die Frische, der Lösslehm die Wasserversorgung in trockenen Phasen.

Für Sauvignon Blanc ist dieses Zusammenspiel entscheidend. Die Sorte verliert in zu warmen Lagen schnell ihre grüne, frische Aromatik und kippt ins Tropische; zu kühl gepflanzt, bleibt sie grün und kantig. Die Mittelhaardt liegt dazwischen: genug Wärme für reife Frucht, genug kühle Nächte am Haardtrand für Säure und Duft.

Das Weingut von Winning wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Neben den Rieslingen ist das Haus für seine im Holzfass vinifizierten Sauvignon Blancs bekannt – in der Pfalz eine Seltenheit. Der Sauvignon Blanc II ist der Gutswein dieser Reihe.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Auf einen milden Winter folgte in der Pfalz ein trockenes Frühjahr, das den Austrieb verzögerte. Frostschäden blieben aus, der Krankheitsdruck war das ganze Jahr über niedrig. Der Sommer verlief heiß und trocken; die Trockenphase während der Zellteilung ließ die Beeren klein bleiben. Regen Mitte Juli brachte den Reben Wasser zurück, die Augusthitze beschleunigte die Reife so stark, dass die Sorten nahezu gleichzeitig reif wurden. Regenfälle ab Mitte September erforderten dann zügiges Lesen.

Die Lese begann Mitte August und war um den 23. September abgeschlossen – einer der frühesten Lese-Abschlüsse überhaupt. Die Erntemenge lag mit rund 1,85 Millionen Hektoliter etwa 17 % unter dem Vorjahr und deutlich unter dem Zehnjahresmittel; deutschlandweit ist 2025 der kleinste Jahrgang seit 2010. Die kleinen Beeren brachten hohe Mostgewichte bei ausgewogener Säure und gesundes Lesegut – ein Jahrgang mit Struktur, Konzentration und aromatischer Dichte.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Sauvignon Blanc aus dem Jahrgang 2025, trocken ausgebaut. Bei einem warmen Jahr mit kleinen Beeren liegt die Aufgabe im Keller darin, die sortentypische Frische zu erhalten statt die Konzentration weiter zu steigern.

Vinifiziert wird schonend und herkunftsbetont im Stil des Guts – ausgerichtet auf sortentypische Frucht, grasige Frische und mineralische Struktur statt auf aromatische Überzeichnung. Das unterscheidet den Wein von vielen Sauvignon Blancs, die auf maximale Stachelbeer- und Paprikanoten zielen.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Stachelbeere und Limette, dazu ein Hauch Zitrusschale und Holunderblüte. Am Gaumen frisch und knackig, mit grasigen Nuancen, straffer Säure und kernig-mineralischem Nachhall; die kleinen Beeren des Jahrgangs zeigen sich in der aromatischen Dichte.

Ein heißes, kleines Jahr, aber Sandstein und Kalk am Haardtrand: Sauvignon Blanc mit Dichte, der trotzdem frisch bleibt.

Bei 9–11 °C servieren. Der Wein zeigt sich jung am präzisesten; die Konzentration des Jahrgangs 2025 trägt ihn zwei bis drei Jahre.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Ziegenkäse und Salaten, zu Spargel und Gemüsegerichten, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu würziger asiatischer Küche. Besonders gut zu Gerichten mit frischen Kräutern und Zitrus, wo die grasige Seite der Sorte aufgegriffen wird.


Produzent Weingut von Winning, Deidesheim
Rebsorte 100 % Sauvignon Blanc
Lage Pfalz, Mittelhaardt · Buntsandstein, Kalk, Lösslehm
Klassifikation Gutswein · trocken
Jahrgang 2025
Ausbau schonende, herkunftsbetonte Vinifikation
Trinkempfehlung jetzt bis 2028

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