Kulinarische Streifzüge durch Lissabon

Lissabon und seine Gastronomie im Wandel der Zeit

Die portugiesische Hauptstadt Lissabon hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Gebeutelt durch Erdbeben, Tsunamis, schwere Feuersbrünste, bis hin zur Pest, einem traumatischen Cholera Ausbruch und einer schlimmen Typhus Epidemie hat sich die Stadt, welche am Flusse Tejo liegt, immer wieder berappelt und neu erfunden. Strukturelle Probleme, die alte Bausubstanz und die Wirtschaftskrise im Jahr 2008 haben Lissabon auch in der Neuzeit noch einmal schwer zugesetzt. Doch seitdem geht es stetig steil bergauf. Ausländische Investoren wurden mit Steuergeschenken angelockt, eine junge Start Up Szene hat Lissabon durch seine im europäischen Vergleich sehr günstigen Mietpreise und Lebenshaltungskosten angezogen sowie ein florierendes Tourismusgeschäft spült reichlich Geld in die leeren Kassen.

Auch kulinarisch hat sich in den letzten Jahren sehr viel in Lissabon getan. Geprägt durch eine meist schlichte, authentische Bauernküche, die hier in der Regel von Hunderten verschiedenen Stockfischgerichten lebt und in kleinen Tavernen mit Reis und Gemüse serviert wird, hat der Tourismus neben Fast Food auch internationale Speisen und Zutaten in die Stadt getragen. Aber wo verschiedene Kulturen, Wissen und neue Menschen aufeinander treffen, entsteht sehr häufig auch großes Neues. Eine junge, gebildete und motivierte Köche und Köchinnen Generation treibt hier den Aufschwung zu ganz neuen Blüten.

Der Klassiker: Pastéis de Nata

Der kulinarische Klassiker in Lisboa, wie Lissabon auf portugiesisch genannt wird, sind die Pastéis de Nata. Ein göttliches Blätterteig Törtchen mit Pudding Füllung. Diese wurden schon im 18. Jahrhundert von Mönchen erfunden und haben seitdem ihren Siegeszug als Frühstück und Süßspeise in ganz Portugal angetreten.

Das Mosteiro dos Jerónimos.

Das Original kommt aus dem Lissabonner Stadtteil Belem. Hier haben die Mönche im Mosteiro dos Jerónimos das Rezept entwickelt, um dann die Rechte an dem Gebäck an die Bäckerei Pastéis de Belém zu verkaufen. Seit dem Jahr 1837 werden hier nun im Café direkt neben dem alten Hieronymuskloster die kleinen „Dickmacher“ zum Kaffee gereicht. Da die Warteschlangen vor dem Café meistens sehr lang sind, empfiehlt es sich, schnell eine Pastéis de Nata auf die Hand „to go“ zu erwerben. Obwohl es sich bei diesem Pastéis de Nata um eine absolute Touristenattraktion handelt, schmecken diese dennoch sehr, sehr gut.

Pastéis de Belém, R. de Belém 84 92, 1300-085 Lisboa, Portugal, +35 121 363 7423, https://pasteisdebelem.pt/

Eine der berühmten Trams von Lissabon.

Im Café Gelo, welches streng genommen rund um die Uhr Touristen mit Fast Food und süßen Backwaren versorgt, ist die Pastel de Nata wirklich gut. Schon seit 1890 wird hier diesem Klassiker in der Backstube der letzte Schliff gegeben, um dann von süßen Schleckermäulern vernascht zu werden.

Café Gelo, Praça Dom Pedro IV 64, 1100-200 Lisboa, Telefon: +351 21 342 6288, https://cafe-gelo.negocio.site/

Straßenkunst in Gedenken an die alten Einwohner des Stadtteils Alfama in Lissabon.

Die Pastelaria Santo Antonio im Lissabonner Stadtteil Alfama ist 2019 für die beste Pastéis de Nata ausgezeichnet worden, und auch hier schmeckt das kleine Blätterteig Törtchen hervorragend, wird in der kleinen Backstube noch handwerklich selbst gefertigt und an Einheimische und Touristen lauwarm im Café oder auf die Hand serviert. Schmeckt etwas süßer als die alten Klassiker, aber dies entspricht ja auch dem Zeitgeist und Geschmacksbild.

Pastelaria Santo Antonio, Rua do Milagre de Santo Antonio 10, Lissabon 1100-351, Portugal, Telefon: +351 21 887 1717

Die Marisqueiras: Meeresfrüchte in Hülle und Fülle

Marisqueiras sind Meeresfrüchte Restaurants, wo auch Fisch serviert werden. Diese findet man in Lissabon in einfachen Tavernen mit rustikalem Flair bis hin zu gediegenen Etablissements mit gehobenem Service und verlockenden Weinkarten. Wie bei so vielen Dingen ist hier das Grundprodukt der Star, dem die jeweiligen Köche und Köchinnen nur den richtigen Grill- und Garpunkt entlocken müssen. So schlicht dieses Essen für viele auch anmuten mag, Krustentiere und Fische kann man eigentlich nur so in seiner reinsten Form perfekt geniessen. Authentischer und besser geht es nicht.

Das Luxushotel Hotel Tivoli liegt direkt an der Prachtstraße Avenida da Liberdade in Lissabon. In dem Hotel ist mit dem Restaurant Cervejaria Liberdade eine der besten Marisqueiras der Stadt untergebracht. Austern, Krabben, Langusten und Hummer werden hier im stilvollen Ambiente zuvorkommend und flott serviert. Das schmeckt gut und bereitet mit oder ohne guten Wein einfach sehr gute Laune.

Hotel Tivoli, Cervejaria Liberdade, Av. da Liberdade 185, 1269-050 Lisboa, Telefon: +351933 001 457, https://www.tivolihotels.com/en/tivoli-avenida-liberdade-lisboa/restaurants/cervejaria-liberdade

Ein guter Meeresfrüchte Reiseintopf ist eins der meist unterschätzten Gerichte schlechthin. Mit dem richtigen Sud, dem richtigen Reis und dem perfekten Garpunkt der Schalentiere und Muscheln, der gut gekühlten Flasche Weiß- oder Roséwein und einem lauschigen, sonnigen Plätzchen im Freien gehört es immer wieder zu einem echten Schlemmer Highlight. Das Restaurant Mar ao Largo kann genau so etwas bieten. Gelegen im Stadtteil Bairro Alto in Lissabon sitzen die Gäste auf der Terrasse und können sich dieser Leckerei voll und ganz hingeben.

Mar ao Largo, Largo Rafael Bordalo Pinheiro 28, 1200-369 Lisboa, Portugal, Telefon: +351 21 052 3906

Grelles Licht, eine einfache rustikale Einrichtung, eine Theke mit Schalentieren in Hülle und Fülle, gemütliche und nette Kellner sind die Haupteigenschaften der im Jahre 1947 an der Av. da Liberdade eröffneten Marisqueira Cervejaria Ribadouro. Trotz Happy Hour und einem florierenden Lieferservice sind es genau diese Lokale, die allerbeste Grundprodukte verarbeiten. Austern, Entenmuscheln, Krebse und Krabben aller Art werden zur Preisfindung gewogen und dann auf den richtigen Garpunkt gekocht oder gegrillt. Das schmeckt hier himmlisch gut und stellt wie so oft die Frage, was man eigentlich noch mehr für ein perfektes, leckeres Essen benötigt?

Cervejaria Ribadouro, Av. da Liberdade 155, 1250-144 Lisboa, Portugal, Telefon: +351 21 354 9411, https://www.cervejariaribadouro.pt/

Die modernen Restaurant Konzepte in Lissabon

Der gebürtige Brasilianer Francisco Martins, der sich auch kurz und knapp Chef Kiko nennt, gehört zu den kreativsten Köchen Portugals. Der als Fernsehkoch und Kochbuchautor bekannt gewordene Chef Kiko schafft es spielend, in einem hippen und modernen Restaurantumfeld seine Kreativität auszuleben und umzusetzen. In seinem Restaurant A Cevicheria bietet er beste klassische, peruanische Küche mit einem Hauch von der Seele Portugals. Hier geht es sehr locker zu und es schmeckt einfach ausgezeichnet. Der Pisco Sour ist womöglich sogar der beste in ganz Lissabon. Außergewöhnlich munden hier auch die Ceviche Kombinationen wie zum Beispiel Lachs, Tapioka, Cashew, Ananas und Kokosnuss oder Rote Bete, Thunfisch, Lychee und Gänseleber. Auch das Dessert aus Maisküchlein, Guave Eis und Popcorn ist kreativ und betört die Sinne.

A Cevicheria, R. Dom Pedro V 129, 1250-096 Lisboa, Portugal, Telefon: +351 21 803 8815, https://www.acevicheria.pt/

Prado ist ein Restaurantkonzept in Lissabon mit ausschließlich ausgewählten Produzenten. Für die hier gekochten Gerichte werden nur Lebensmittel verwendet, die gerade Saison haben. Die Weinkarte setzt auf Bio- und Naturweine. Die Küche ist offen und der Service nett, wissend und flott unterwegs. Solch ein Lokal könnte auch in Berlin, Paris oder Kopenhagen erfolgreich seine Gäste in den Bann ziehen und folgt den Regeln zeitgemäßer Gastronomie. Kleine leckere und gut bezahlbare Portionen auf den Tellern, alle Speisen gerne auch zum Teilen und alles weitestmögliche nachhaltig und fair. Dass es im vor gut vier Jahren eröffneten Restaurant Prado auch noch sehr gut schmeckt, die Gerichte harmonisch und kreativ munden und es sich bei der Weinauswahl um eine der besten der Stadt handelt, versteht sich da schon fast von selbst. 

Restaurant Prado, Tv. Pedras Negras 2, 1100-404 Lisboa, Portugal, Telefon: +351 21 053 4649, https://pradorestaurante.com/

Der 1990 geborene Koch Vítor Adão stammt aus der nordportugiesischen Ortschaft Chavas. Nach seinen Lehr- und Wanderjahren hat er mit dem Restaurant Plano im August 2019 in Lissabon als Chefkoch sein erstes eigenes Restaurant eröffnet. Hier im Restaurant Plano interpretiert Vítor Adão seine Version von einer gesunden, zeitgemässen und leckeren portugiesischen Küche. Viele Zutaten und Ideen stammen aus seiner Heimat Chavas, der er sich immer noch sehr verbunden fühlt. Das Ambiente ist im vorderen Teil einer Weinbar nachempfunden und der hintere Raum erinnert an einen Gewölbekeller. Die Einrichtung wird dabei bewusst schlicht gehalten, um den Fokus auf das hier gereichte Degustations Menü zu lenken, welches in einer mittleren oder größeren Version bestellt werden kann.

Plano, Rua da Bela Vista à Graça 126, 1170-055 Lisboa, Portugal, +351 933 404 461, https://en.planorestaurante.com/

Für ein ausgefallenes Catering, Hochzeiten, Feiern jeder Art, ein großes Restaurant mit famoser Terrasse und noch ein bißchen mehr steht das SUD Lisboa. Modern und zeitgemäß liegt es direkt am Flusse Tejo und bietet zeitgemässe mediterrane und italienische Küche an. Restaurant und Terrasse sind stylish designed und der Blick auf den Tejo begeistert. Es ist ein Ort, an dem man gerne sitzt und wohl auch gerne gesehen werden möchte; so erklären sich wohl auch die hier aufgerufenen Preise für Speis und Trank, die sich leider am oberen Ende der Preisskala bewegen.

SUD Lisboa, MAAT, Pavilhão Poente (ao lado do, Av. Brasília, 1300-598 Lisboa, Telefon: +351 21 159 2700, https://sudlisboa.com/de/

Der portugiesische Koch Henrique Sá Pessoa ist in Lissabon kein Unbekannter. Führt er doch mit seinem Restaurant Alma (die Seele) eines der besten Restaurants der Stadt. Viele Jahre arbeitete er in Spanien, unter anderem im Restaurant Evo in Barcelona und bei den drei Roca Brüdern im berühmten Restaurant El Cellar de Can Roca in Girona. Was liegt da näher, auch in Lissabon ein Restaurant nach spanischem Vorbild zu eröffnen? So wurde mit dem Restaurant Tapisco genau so ein Konzept etabliert. Eine lange Bar, hinter denen die Köche kleine Tapas für die Gäste kreieren, und ein paar Tische in dem schlauchartigen Restaurant Raum, und fertig ist eines der lockersten und unkompliziertesten Essvergnügen Lissabons. Die Kreationen sind nicht neu, aber sorgfältig, schmackhaft und mit dem richtigen Schuss Liebe bereitet. Ein bisschen Spanien in Portugal kann nie schaden.

Tapisco, R. Dom Pedro V 81, 1250-096 Lisboa, Portugal, Telefon: +351 21 342 0681, https://www.tapisco.pt/

Über 1000 Quadratmeter Genuss und Gastronomie und das ganze noch in komplett unterschiedliche Restaurant Konzepte unterteilt. Portugals Starkoch José Avillez hat sich hier in Lissabon mit dem Bairro do Avillez ein eigenes Deckmal gesetzt. Ob portugiesisch, eine klassische mediterrane Meeresfrüchte Küche, Tapas im Avillez Stil, Italienisches mit Pizza und Co., Veranstaltungen, eine trendige Bar oder eine imposante Schinken, Wurst und Käse Theke. Hier wird jeder Hungrige und Durstige ganz nach seiner Fasson fündig. Das komplette Konzept ist in verschiedenen Hallen untergebracht, wirkt mit ein wenig Industriehallen Flair, Loft Design, pfiffigen und jeweils thematisch passenden Kachelmotiven und den richtigen Accessoires zu den jeweiligen Konzepten gut in Szene gesetzt, und ist vor allen Dingen von den hier gereichten Qualitäten auf der Höhe der Zeit. Das ist urban, schmeckt gut und lädt mal zum schnellen oder auch zum längeren Verweilen ein. So geht und schmeckt moderne Gastronomie ohne Qualitätsverlust.

Bairro do Avillez, R. Nova da Trindade 18, 1200-303 Lisboa, Portugal, Telefon: +351 21 583 0290, https://www.bairrodoavillez.pt/pt/

Time Out Market: schnell und unkompliziert essen und trinken

2014 wurde in Lissabon der Time Out Market eröffnet. Direkt neben dem bekannten, klassischen Markt Mercado da Ribeira, der seit dem 19. Jahrhundert alles von Land, Fluß und Meer frisch für die Restaurants und Einwohner Lissabons anbietet, wurde hier ein großes und neues Gastronomie Konzept entwickelt. Um die dreißig verschiedene Anbieter kochen, backen, braten hier in ihren kleinen Verkaufsständen und bieten so den hier hin strömenden Besuchern kleine Köstlichkeiten an. Diese können sich dann mit den erworbenen Speisen in die Mitte des Time Out Market setzten und mit Freunden, Familie oder Geschäftspartnern geniessen. Obwohl der Time Out Market als lokale Attraktion gefeiert wird, finden die Gäste mit Burgern, Pizza, Sushi und Co. dennoch vorwiegend international bekannte Essenskonzepte vor. Aber auch die in Lissabon omnipräsenten Pastéis de Nata, Stockfisch Kreationen und Meeresfrüchte Buden sind hier würdevoll am Start. Inzwischen feiert das Time Out Market internationale Erfolge und wurde auch schon in anderen Städten in den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada etabliert.

Time Out Market Lisboa, Av. 24 de Julho 49, 1200-479 Lisboa, Portugal, Telefon: +351 21 395 1274, https://www.timeoutmarket.com/lisboa/

Rund um Lissabon: Ausflugsziel Cascais am Meer

Cascais ist einer dieser kleineren, hübschen Küstenorte, der sich durch seine Strände und Sehenswürdigkeiten einen Namen gemacht hat. Hier in Cascais hat sich der portugiesische Adel und die, die sich dafür halten, seine Sommerresidenzen aufgebaut. Nach und nach hat sich der „normale“ Tourismus noch dazu gesellt und das Städtchen zu einem der typischen Touristen Hochburgen der Welt gemacht. Bausünden, Fressmeilen und Fast Food inklusive.

Dennoch hat sich dieser Ort seinen Charme bewahrt. Ob die mittelalterliche Festung Nossa Senhora da Luz, der hübsche Palast der Zitadelle, die feine, mit den so typisch portugiesischen weiß-blauen Azulejo-Kacheln verkleidete Kirche, Nossa Senhora da Assunção, der schützende Leuchtturm Farol de Guia oder die beeindruckende Atlantik Meeresschlucht Boca de Inferno, alles Hingucker. Und genau hier, wo die Atlantikflut die imposanten Wellen in den Teufelsschlund prallen lässt und für ein außergewöhnliches Naturspektakel sorgt, gibt es das klassische Restaurant Mar do Inferno, welches beste Meeresfrüchte und Fischgerichte auftischt.

Noch viel imposanter und erst seit Anfang Juli 2021 in der Ortschaft Cascais mit einem kleinen Restaurant vertreten, ist das Restaurant Kappo. Japanese Cuisine ist hier das Schlagwort und wird in vollkommener Vollendung zelebriert. Kappo steht für einen traditionellen japanischen Küchenstil, bei dem die Gäste an einer Theke rund um die offene Küche sitzen, um die Köche und Köchinnen bei ihrer Kochkunst zu bewundern. Hier im Restaurant Kappo berührt Chefkoch Tiago Penão die kulinarischen Seele der Speisenden. Klassische japanische Küchentechniken mit behutsam und perfekt integrierten, europäischen Zutaten sorgen für einprägsame, spektakuläre Genussmomente. Jeder Happen für sich ein kleines Fest und die Jakobsmuschel in Tempura mit frischen Trüffel sind die besten bisher genossenen Sushi. Und die Auster auf Gänseleber und Haselnuss Sauce werden auf ewig unvergesslich bleiben.

KAPPO | Japanese Cuisine, Av. Emídio Navarro N.23 A, 2750-337 Cascais, Portugal

Die Tavernen: die wahre gastronomische Seele Lissabons

Die wahre gastronomische Seele sind in Lissabon die unzähligen Tabernen. Hier sitzen die Einheimischen drinnen und draußen mit einem Glas Wein in der Hand, diskutieren lebhaft und melancholisch über Politik und Fußball und erfreuen sich bei zünftigem Essen des Lebens. Werden die Tabernen auch immer mehr von internationalen Gastronomie Konzepten verdrängt, findet man die „Tabernas“ in Lissabon dennoch an vielen Plätzen, Straßen und Ecken. Hier wird dann eine traditionelle Hausmannskost ohne großes Brimborium schlicht, einfach und lecker aufgetischt. Die Taberna Anti Dantas auf der schönen Rua São José ist so eine kleine schmucke Lokalität. Hier sitzen die Gäste in einem spannenden Interieur, in dem die Wände mit Zeitungsartikeln und politischen Karikaturen gespickt sind. Die Atmosphäre wirkt einzigartig, die aus den Boxen swingende Jazzmusik ist top und der Salat und das Reisgericht mit Fisch schmeckten so wie es sein muss: Wie von Muttern und zum Finger abschlecken gut.

Taberna Anti Dantas, R. São José 206, 1150-326 Lisboa, Portugal, Telefon: +351 917 494 749

Mit der Taberna do Calhau und dem Restaurant â ma go sollen hier zwei weitere portugiesische Restaurant Tipps nicht verschwiegen werden. Die Taberna do Calha bietet eine moderne, mediterrane Küche an. Hier ist das Produkt der Star. Diese Taberna möchte explizit als Restaurant betrachtet werden; man fühlt sich allerdings wie in einer klassischen Taberna. Auch die Weinauswahl ist hier grandios und beinhaltet sehr viele Naturweine. Das Restaurant â ma go besteht lediglich aus einem kleinen Raum mit einem großen Tisch, an dem bis zu maximal zehn Gäste Platz nehmen können. Aus der offenen Küche wird dann ein mehrgängiges Überraschungsmenü gezaubert. Fine Dining in einem sehr intimen Rahmen.

Christo Rei: die Jesus Statue, eine Skulptur von Francisco Franco de Sousa, die Lissabon vom südlichen Ufer der Tejo Mündung aus segnet.
Christo Rei: die Jesus Statue, eine Skulptur von Francisco Franco de Sousa, die Lissabon vom südlichen Ufer der Tejo Mündung aus segnet.

Erlebt im Dezember 2021.

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Spirituosen

Faude feine Brände Himbeergeist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Himbeergeist ist ein kraftvoller Frucht-Geist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus frischen, handgepflückten Gartenhimbeeren – intensiv und ausdrucksstark, mit dem vollen Aroma reifer Himbeeren.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden), bekannt für sortenreine, handwerkliche Edeldestillate. Verarbeitet werden frische, handgepflückte Gartenhimbeeren aus der Region – tagesfrisch und in bester Qualität.

Mazeration und Destillation

Da Himbeeren zu wenig Zucker für eine vergärbare Maische liefern, entsteht ein Geist: Die Früchte werden in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, saubersten Aromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase intensiv und vollfruchtig nach frischen Himbeeren. Am Gaumen kraftvoll und ausdrucksstark, mit klarer Beerenfrucht und langem, aromatischem Nachhall.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas, als Digestif – oder als ausdrucksstarke Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, als Digestif, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Himbeergeist (Frucht-Geist) aus handgepflückten Gartenhimbeeren
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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Rebsorten

Isole e Olena Cabernet Sauvignon 2015

Rotwein · Toscana IGT · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Toscana IGT Collezione De Marchi Barberino Val d'Elsa Chianti-Classico-Zone 24 Monate Barrique 2015

Der Isole e Olena Cabernet Sauvignon 2015 ist ein reinsortiger Spitzen-Cabernet aus der Toskana – aus der Reihe Collezione De Marchi, von Paolo De Marchi in einem großen, warmen Jahrgang erzeugt. Kraftvoll und zugleich von feiner Eleganz.


Isole e Olena – Cabernet aus der Collezione De Marchi

Isole e Olena, 1956 durch Zusammenlegung der Nachbargüter Isole und Olena entstanden, liegt im westlichen Teil der Chianti-Classico-Zone bei Barberino Val d'Elsa. Paolo De Marchi prägte das Gut seit den 1970er Jahren und zählt zu den Pionieren der Qualitätsrenaissance des Chianti Classico – berühmt vor allem für den reinsortigen Sangiovese Cepparello. Der Jahrgang 2015 entstand noch unter seiner Hand.

Die Weinberge liegen auf 350–450 m über galestro und mergeligem Schiefer. Der Cabernet Sauvignon wurde ab 1984 gepflanzt – die ersten Reben auf altes Canaiolo gepfropft; heute stehen rund fünf Hektar der Sorte auf dem Gut. Unter dem Namen Collezione De Marchi (auch Collezione Privata) erscheint daraus ein reinsortiger Cabernet als Toscana IGT.

Jahrgang 2015 – Toskana

2015 gilt als einer der großen toskanischen Jahrgänge: ein warmes, sonniges Jahr mit vollreifem, gesundem Lesegut. Es brachte kraftvolle, dichte Rotweine mit reifer Frucht, satter Struktur und gut ausgereiften Tanninen – beim Cabernet Sauvignon die ideale Grundlage für Tiefe und langes Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2015.

Nach Entrappung und sanfter Pressung Maischestandzeit und Gärung über rund vier Wochen bei kontrollierter Temperatur. Anschließend etwa 24 Monate Reife in Barriques, überwiegend französische Eiche (rund zwei Fünftel neu), ein kleiner Teil amerikanische Eiche. Nach der Abfüllung reift der Wein noch mehrere Jahre im Flaschenlager, bevor er in den Verkauf kommt. Lagerpotenzial: rund 10 bis 25 Jahre.

Im Glas

Tiefes Dunkelrot. In der Nase reine Cassis- und Brombeerfrucht, dazu Kirsche, etwas Tabak, Wildkräuter und ein Hauch Eukalyptus, untermalt von feinen, würzigen Holznoten. Am Gaumen kraftvoll und fokussiert, mit einer dichten, fein gewobenen Tanninstruktur, klarer schwarzer Frucht und der frischen, höhenlagengeprägten Spannung, die für Isole e Olena typisch ist.

Ein Spitzen-Cabernet aus der Toskana – Kraft und Eleganz in vollkommener Balance.

Schon zugänglich, aber mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu dunklem Fleisch und deftigen Wildgerichten, zu Terrinen und Pasteten, zu Braten vom Rind sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Toscana IGT, Isole e Olena, Barberino Val d'Elsa, Chianti-Classico-Zone (Italien); 350–450 m, galestro und mergeliger Schiefer
Klassifikation: Toscana IGT, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; ~24 Monate Barrique (überwiegend franz. Eiche, ~2/5 neu), mehrjährige Flaschenreife vor Verkauf

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Weine

Kühling- Gillot Hipping Riesling Großes Gewächs 2024 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Hipping VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein Rotliegendes (Urgestein) Spontangärung · 1.200-l-Stückfass BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Kühling-Gillot Niersteiner Hipping Riesling GG 2024 stammt aus einem der einzigartigsten Terroirs am Roten Hang. Ein vielschichtiger, finessenreicher Riesling, der saftige Frucht mit markanter Würze und der Schiefermineralik des Rotliegenden verbindet.


Niersteiner Hipping – Amphitheater am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Hipping wurde um 1550 erstmals als „Hupbuhl" urkundlich erwähnt – mundartlich „Ziegenhügel".

Wie ein Parabolspiegel vereinen sich die beiden Parzellen des Guts im höchsten Punkt des Hipping und erinnern mit Nord-Ost- und Süd-West-Hang an ein kleines, natürliches Amphitheater. Gelegen auf 80–170 Metern mit bis zu 60 % Hangneigung genießt die Lage volle Sonneneinstrahlung. Die rund 280 Millionen Jahre alten, kargen Urgesteinsböden des Rotliegenden speichern die Tageswärme, während die kühlen Nachtwinde des Seitentals die Säure erhalten.

Jahrgang 2024 – Roter Hang (Rheinhessen)

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Die strenge Handselektion und die wärmespeichernden Rotliegend-Böden sicherten reifes Lesegut, während die kühlen Nachtwinde für Frische und Säurespannung sorgten – Kraft und Eleganz im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Hipping, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Urgestein des Rotliegenden.

Die Trauben werden streng selektiert von Hand gelesen, der Most spontan vergoren und behutsam im 1.200-Liter-Stückfass ausgebaut. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

In sattem Gelb strahlend, duftet er nach Steinobst mit würzigen Akzenten, die an Sesam und grünen Tee erinnern. Die extraktreich reduzierte Frucht ist sofort präsent, die markante Säure agiert im Hintergrund. Am Gaumen baut er rasch enormen Druck auf und verbindet mit viskoser Haptik saftige Frucht und markante Würze: gelbe und rote Früchte sowie Orangennoten, engmaschig verwoben mit langem rotem Kampot-Pfeffer, Kräutern und der typischen Schiefermineralik des Rotliegenden. Ein vielschichtiger Typ mit kühlem Finish und frappanter Länge.

Steinobst mit Sesam und grünem Tee, gelbe und rote Früchte und Orangennoten, verwoben mit rotem Kampot-Pfeffer, Kräutern und Rotliegend-Mineralik – druckvoll und viskos, mit kühlem Finish und frappanter Länge.

Ein vielschichtiger, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Leitmotiv des Hipping ist die Verbindung von Frucht und Würze: zu würziger asiatischer Küche, zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Hipping (VDP.Große Lage), Roter Hang, Rheinhessen; 80–170 m, bis 60 % Hangneigung; Urgestein des Rotliegenden
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im 1.200-l-Stückfass; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Huber Malterdingen Spätburgunder Qba 2023

Rotwein · Malterdingen (Baden) · Spätburgunder

Spätburgunder Malterdingen (Ortswein) Bernhard Huber Baden · Breisgau Muschelkalk-Verwitterung · Lösslehm traditionelle Maischegärung gebrauchtes Barrique · unfiltriert 2023

Der Bernhard Huber Malterdinger Spätburgunder 2023 ist der Ortswein eines der besten Pinot-Erzeuger Deutschlands. Auf Muschelkalk gewachsen, zeigt er sich burgundisch: elegant, würzig und dicht, mit feiner dunkler Frucht.


Malterdingen – badisches Burgunderterroir

Das VDP-Weingut Bernhard Huber in Malterdingen (Breisgau, Baden) zählt zu den führenden Spätburgunder-Erzeugern Deutschlands; nach dem frühen Tod Bernhard Hubers 2014 führt Sohn Julian mit seiner Mutter Barbara das Gut auf höchstem Niveau. Schon vor über 700 Jahren brachten Zisterziensermönche den Spätburgunder aus dem Burgund nach Malterdingen, weil sie hier dasselbe Terroir vorfanden: verwitterten Muschelkalk.

Der Malterdinger ist der Ortswein des Guts, zu 100 % aus Malterdinger Parzellen. Die Reben stehen auf Muschelkalk-Verwitterungsböden mit dünner Lösslehm-Auflage – ideal für einen mineralisch geprägten, herkunftsklaren Pinot Noir.

Jahrgang 2023 – Baden

2023 war in Baden ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Bei Huber wurden die Trauben 2023 komplett entrappt; eine sorgfältige Extraktion sorgte für Dichte und ein feines Gerbstoffgerüst. So entstand ein eleganter, saftiger Spätburgunder mit klarer Malterdinger Herkunft.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (VDP.Ortswein) aus Malterdingen, Jahrgang 2023; 100 % Spätburgunder vom Muschelkalk-Verwitterungsboden.

Traditionelle Maischegärung, 2023 komplett entrappt; der Ausbau erfolgt in gebrauchten Barriquefässern, sodass Holz nur dezent stützt und die Frucht im Vordergrund bleibt. Unfiltrierte Füllung.

Im Glas

Ein burgundisch geprägter Spätburgunder: dunkle Beeren und rote Kirsche, dazu Cassis, feine Würze und ein Hauch Holz. Am Gaumen mittelkräftig, saftig und elegant, mit feinem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und einem salzig-mineralischen, frischen Nachhall von guter Länge.

Dunkle Beeren, rote Kirsche und Cassis über feiner Würze – saftig und elegant, mit feinem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und salzig-mineralischem, frischem Nachhall.

Ein eleganter, herkunftsklarer Pinot mit gutem Reifepotenzial. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Geflügel, zu Kalb und Wild, zu Pilzgerichten sowie zu mittelkräftigem, gereiftem Käse.


Herkunft: Malterdingen, Breisgau (Baden); Muschelkalk-Verwitterungsboden mit dünner Lösslehm-Auflage
Klassifikation: Spätburgunder, VDP.Ortswein (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: traditionelle Maischegärung, komplett entrappt, Ausbau in gebrauchten Barriquefässern, unfiltrierte Füllung

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USA

Margerum M5 Red 2019

Rotwein · Santa Barbara County · Rhône-Cuvée

Grenache · Syrah · Mourvèdre · Cinsault · Counoise Santa Barbara County Central Coast, Kalifornien neutrale Puncheons und Barriques trocken

Margerum M5 Red ist die Grenache-basierte Rhône-Cuvée der Margerum Wine Company aus dem Santa Barbara County, komponiert nach dem Vorbild des Châteauneuf-du-Pape. Funkelndes Granatrot, im Bouquet Pflaume, Brombeere und Cassis mit leichten Röstaromen und kühlem Lift. Am Gaumen saftig und straff, vollmundig und fein ausbalanciert.


Santa Barbara County – Querkette zum Pazifik

Die Margerum Wine Company wurde 2001 von Doug Margerum gegründet. Er kennt Wein aus mehreren Blickwinkeln: aus dem Handel, als Sommelier und Inhaber eines Restaurants mit Grand Award und als Winzer. Beratend war er unter anderem für Chêne Bleu an der südlichen Rhône tätig. Der M5 ist das Flaggschiff des Hauses.

Die Bergketten im Santa Barbara County verlaufen ungewöhnlich von Ost nach West. Dadurch öffnen sich die Täler direkt zum Pazifik, kühle Meeresluft und Nebel ziehen weit ins Landesinnere. Entlang dieser Täler entsteht ein deutliches Temperaturgefälle: von den warmen Lagen im östlichen Happy Canyon bis zu den kühlen Weinbergen der Sta. Rita Hills im Westen.

Für den M5 nutzt Margerum diese Bandbreite. Die Trauben stammen überwiegend von eigenen Weinbergen, ergänzt durch Zukauf. Für den Jahrgang 2023 kamen sie aus Santa Ynez Valley, Ballard Canyon, Santa Maria Valley, Los Alamos und Foxen Canyon. Wärmere Lagen liefern Reife und Fülle, kühlere die Frische, die den Wein trägt.

Assemblage und Ausbau

Das Kürzel ist Programm: M für Margerum, 5 für die fünf Rhône-Sorten Grenache, Syrah, Mourvèdre, Cinsault und Counoise. Grenache bildet die Basis und liegt je nach Jahrgang zwischen rund 40 und 50 %, gefolgt von etwa einem Drittel Syrah. Jede Sorte hat ihre Aufgabe: Syrah gibt Kraft und Fülle, Mourvèdre erdige Tiefe, Cinsault Würze und Counoise ein duftiges Aroma.

Die Sorten werden getrennt vinifiziert, im reduktiven Stil. Gärung und malolaktische Umwandlung laufen im Fass. Der Wein reift rund zehn Monate zu etwa gleichen Teilen in neutralen Puncheons und neutralen Barriques, dazu nur wenige neue Fässer. Erst danach werden die Partien assembliert. Das Holz bleibt im Hintergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Funkelndes Granatrot. In der Nase Pflaume, Brombeere und Cassis mit leichten Röstaromen und feinem Lift. Am Gaumen kühle Aromatik mit Heidelbeere, Maulbeere und Brombeere, dazu ein Hauch Kakao vom Syrah und erdige Noten vom Mourvèdre. Saftig und straff, mittlerer bis voller Körper, vielschichtig und mit klassischen Proportionen.

Fünf Rhône-Sorten aus kühlen und warmen Tälern des Santa Barbara County, in neutralem Holz gereift: Grenache-Frucht mit Syrah-Kraft und kühler Spannung.

Jung zugänglich, mit Potenzial für einige Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, mediterrane Küche und gereifter Hartkäse. Ein vielseitiger Essensbegleiter.


Produzent Margerum Wine Company, Santa Barbara County
Rebsorte Grenache, Syrah, Mourvèdre, Cinsault, Counoise
Lage Santa Barbara County, Central Coast, Kalifornien, USA · eigene Weinberge und Zukauf aus mehreren Tälern
Klassifikation Santa Barbara County · Rhône-Cuvée · trocken
Vinifikation sortenweise, reduktiv · Gärung und malolaktische Umwandlung im Fass
Ausbau ca. 10 Monate · je zur Hälfte neutrale Puncheons und neutrale Barriques · wenig Neuholz

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Rebsorten

Josef Dockner Grüner Veltliner 1,00 Liter

Wein · Weißwein · Niederösterreich · Österreich

Josef Dockner Grüner Veltliner in der praktischen 1-Liter-Flasche ist ein typischer Grüner Veltliner aus Niederösterreich, Österreichs größtem Weinbaugebiet. Duftig und fruchtig in der Nase, am Gaumen leicht pfeffrig und zart würzig – ein unkomplizierter Wein für jeden Tag.


Niederösterreich / Kremstal

Der Winzerhof Familie Dockner liegt in Theiß im Kremstal (Niederösterreich). Die wärmespeichernden Lössböden der Region bringen fruchtbetonte, saftige Weißweine hervor. Grüner Veltliner ist die Leitsorte Österreichs und steht für klare Frucht mit feinem Pfefferl.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grünem Veltliner. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont im Edelstahltank, um Frische und sortentypische Würze zu bewahren. Abgefüllt in der praktischen 1-Liter-Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase duftig und fruchtig, mit grünem Apfel und Zitrusnoten. Am Gaumen saftig, leicht pfeffrig und zart würzig, mit klarer Frische und unkompliziertem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als süffiger Alltagswein, zur Jause oder zum Essen.

Passt zu: Schnitzel, Geflügel, Fisch, Gemüsegerichten und leichter Küche.


Lage: Niederösterreich (Kremstal, Theiß); Winzerhof Familie Dockner
Klassifikation: Niederösterreich – 100 % Grüner Veltliner, trocken
Ausbau: Edelstahltank (fruchtbewahrend)
Füllmenge: 1,0 Liter

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Charmes Chambertin Grand Cru VV 2022

Rotwein · Charmes-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Charmes-Chambertin · Grand Cru Vieilles Vignes Gevrey-Chambertin 2022

Der Charmes-Chambertin Grand Cru Vieilles Vignes 2022 von Denis Bachelet stammt aus den besten Parzellen dieser Lage in Gevrey-Chambertin. Ein reinsortiger Pinot Noir, konzentriert und hocharomatisch, mit betörendem Duft roter Früchte, Tiefe und großer Länge – elegant und ausdrucksstark.


Charmes-Chambertin – Grand Cru in Gevrey-Chambertin

Charmes-Chambertin ist einer der Grand Crus von Gevrey-Chambertin und mit rund 30 Hektar einer der größeren der Chambertin-Familie. Er liegt am Mittelhang unterhalb von Chambertin auf Kalk- und Mergelböden mit Tonanteil und gilt als der zugängliche, duftige und besonders charmante unter den Chambertin-Lagen.

Denis Bachelet bezieht seine Frucht aus alten Reben in den besten Parzellen. Seine kleine, traditionell arbeitende Domaine in Gevrey-Chambertin steht für Finesse, Tiefe und lange Lagerfähigkeit.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der dem Charmes-Chambertin Substanz und Länge gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von alten Reben.

Akribische Handarbeit im Weinberg und eine präzise Vinifikation prägen den Wein; nach der Gärung reift er im Holzfass. Die Handschrift des Guts zielt auf Finesse und Langlebigkeit.

Im Glas

Betörender Duft roter Früchte, konzentriert und hocharomatisch. Am Gaumen tiefgründig und sinnlich, getragen von feinem Tannin und frischer Säure, mit großer Länge im Abgang.

Konzentriert und hocharomatisch, mit betörender roter Frucht und großer Länge – Charmes-Chambertin in eleganter Form.

In der Jugend zugänglich, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Charmes-Chambertin, Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Kalk/Mergel mit Ton, Mittelhang
Klassifikation: Charmes-Chambertin Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Spanien

Envinate Benje tinto 2021

Rotwein · Teneriffa · D.O. Ycoden-Daute-Isora · Listán Prieto

Listán Prieto mit etwas Tintilla D.O. Ycoden-Daute-Isora Santiago del Teide Envínate Vulkanboden · ~1.000–1.100 m Beton & gebrauchte Barriques 2021

Der Envínate Benje Tinto 2021 ist ein schlanker, eleganter Cool-Climate-Rotwein aus Vulkanhöhe bei Santiago del Teide – hauptsächlich aus der autochthonen Listán Prieto, mit etwas Tintilla. Leicht und doch fest und lang, mit prägnanter, vulkanisch tanzender Säure.


Benje – Cool-Climate-Rot aus Santiago del Teide

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff. „Benje" ist das Guanchen-Wort für den nahen Krater.

Die D.O. Ycoden-Daute-Isora liegt im Nordwesten Teneriffas; die Böden sind vulkanischen Ursprungs. Die mit wurzelechten Reben bepflanzten Weinterrassen liegen spektakulär bis rund 1.100 Meter über dem Meeresspiegel, werden täglich von straffen Atlantikwinden umweht und wurzeln auf steinigem Vulkangeröll. Der Benje stammt aus solchen alten, ungezogenen Buschreben rund um Santiago del Teide.

Jahrgang 2021 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die hohen Vulkanlagen prägen 2021 einen schlanken, frischen Cool-Climate-Rotwein mit klarer, fast unreif-roter Frucht, feiner Würze und lebendiger, prägnanter Säure. Die kühle Höhe hält den Alkohol moderat und betont die spannungsreiche, herkunftsgenaue Stilistik.

Assemblage und Ausbau

Hauptsächlich Listán Prieto, abgerundet durch eine kleine Coupage Tintilla, aus dem Jahrgang 2021, D.O. Ycoden-Daute-Isora, trocken.

Der Ausbau erfolgt zunächst in Zementtanks und danach über ein halbes Jahr in gebrauchten Barriquefässern – im minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Gewürze, Teer, laktische Noten und unreife rote Früchte begeistern im Geruchsbild. Leicht und doch fest und lang mundet dieser außergewöhnliche Rotwein. Die Säure ist prägnant und tanzt wie ein ausbrechender Vulkan im Mund auf und ab. Für alle Weintrinker, die einmal einen außergewöhnlichen „Cool Climate"-Wein erforschen möchten, ist dies genau der richtige Tropfen.

Leicht und doch fest und lang – Gewürz, Teer, rote Frucht und eine Säure, die wie ein Vulkan im Mund tanzt.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, D.O. Ycoden-Daute-Isora, Santiago del Teide (Kanaren, Spanien); ~1.000–1.100 m, steiniges Vulkangeröll; wurzelechte, ungezogene Altreben
Klassifikation: D.O. Ycoden-Daute-Isora; hauptsächlich Listán Prieto mit etwas Tintilla (trocken)
Ausbau: Gärung/Ausbau im Zementtank, anschließend ~6 Monate in gebrauchten Barriques; organischer Anbau

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