Das Weinglas: vom Nuppenbecher zur Industrialisierung

Aller Anfang ist schwer

Knubbelig, gedrungen, kaum Füllvermögen – die Weingläser längst vergangener Jahrhunderte haben optisch so gar nichts gemein mit den elegant langstieligen, dünnwandigen und voluminösen Kelchen, die heutzutage eine Tafel zieren. Am ehesten erinnert der eigentlich aus dem Orient stammende schaftlose Nuppenbecher des Hochmittelalters und auch sein Nachfolger, der schneller zu fertigende „Krautstrunk“, noch an das pfälzische Dubbeglas, mit dem Unterschied, dass die Nuppen bei diesem nach innen eingedrückt sind, bei den historischen Vorgängern jedoch an der Außenseite aufgeschmolzen wurden. Immerhin ist der Zweck – neben dem Ziereffekt – derselbe: wird beim Mahl viel Fettiges aufgetragen und dann auch noch mit den Händen verzehrt, dient ein haptischer Widerstand dazu, dass einem das Glas nicht aus den schmierigen Fingern rutscht. Der Name des spätmittelalterlichen Gefäßes ist dabei übrigens Programm: mit den oft nicht gerade handschmeichlerischen, sondern viel mehr stachligen, nach oben weisenden Spitznuppen lässt sich am ehesten der entblätterte Innenteil eines Kohlkopfes in Verbindung bringen.

Blassgrün durch das Mittelalter

Dabei fällt auf, dass die Gläser des Mittelalters und der frühen Neuzeit in deutschen Landen entweder in einem leicht bräunlichen oder aber wesentlich häufiger einen blassgrünen Farbton schimmern. Dieses sogenannte „Waldglas“ ist jedoch keine Modeerscheinung der Zeit, sondern den Rohstoffen geschuldet: der Quarzsand, der häufig aus Bachläufen gewonnen wurde, enthielt fast immer kleine Anteile Eisenoxid und konnte daher nie die makellose Reinheit erlangen, die für venezianisches Glas typisch war, das schon ab 1250 wie auch heute noch auf der Insel Murano gefertigt wurde und aus sehr viel feinerem weißen Sand entstand. Kaiser Karl IV. erkannte den eklatanten Fachkräftemangel bei sich nördlich der Alpen schnell und holte viele Meister ihrer Zunft nach Böhmen, von wo aus sich das Gewerbe nach Westen ausbreitete. In Böhmen selbst kam die Schleifkunst zu ihrer Hochform – war sie am Anfang nur ein kosmetischer Eingriff, um von Lufteinschlüssen im Glas abzulenken, ging man in der Barockzeit dazu über, durch gezielte Lichtbrechung den Wein besonders eindrucksvoll funkeln zu lassen.

Die Wanderjahre der Glasmacher

Da die Schmelztemperatur des Quarzsandes gesenkt werden musste und die zunächst zu diesem Zweck verwendete Soda durch verlorene Handelsrouten in den Nahen Osten nicht mehr zur Verfügung stand, griff man auf die selbst herstellbare Pottasche zurück. Gerade dadurch aber erforderte der Betrieb einer Waldglashütte, die nicht in erster Linie Trinkgefäße, sondern Butzenscheiben produzierte, unglaubliche Mengen an Holz. Von den etwa 30 Hektar Wald, die eine gut laufende Hütte jährlich fraß, ging der Großteil allein für die Veräscherung drauf, weswegen die Glasmacher meist nach einigen Jahren weiterwandern und neue Holzvorkommen erschließen mussten. Die Landesherren sahen das gern: Umweltzerstörung war noch kein Thema, ganz im Gegenteil war man froh über die Urbarmachung früher unzugänglicher Gebiete und natürlich die hohen Steuern. Um diese zu erwirtschaften, musste hart geschuftet werden. Die Arbeit an einer Glashütte war im Schichtbetrieb organisiert und lief Tag und Nacht – der gesamte Schmelzprozess dauerte immerhin etwa 18 Stunden, das Formen und Veredeln der zwischendurch über 1000 Grad heißen Masse noch einmal zwölf. Der Hüttenbesitzer war nach heutigen Maßstäben ein Unternehmer, die vielen Angestellten hochspezialisierte Profis mit klar umgrenzten Aufgabenbereichen wie der Mischung der Rohstoffe im richtigen Verhältnis, was stets ein strengst gehütetes Geheimnis war, oder der konstanten Beheizung der Schmelzöfen. Besonders begabte Glasmacher durften sogar darauf hoffen, einen Adelstitel verliehen zu bekommen.

Wein, Weib und Gesang

Es grenzt jedoch an ein kleines Wunder, dass sich nach den Wirren der Völkerwanderung und dem damit einhergehenden Verlust vieler antiker Techniken überhaupt wieder eine Glasbläserkunst in Mitteleuropa etablierte. Im Frühmittelalter trank man noch aus sogenannten Tümmlern – das Tumbler-Glas ist ein Verwandter -, simplen kleinen Schalen, kugelig und mit abgeflachtem Boden, die an eine Suppentasse erinnern, oder aber aus Trinkhörnern. Damit war man wieder ungefähr auf dem Stand des frühen Ägyptens, das als erste Kultur in großer Zahl Gefäße für den Wein- und Bierkonsum produzierte. Diese wurden aus recht einfach zu bearbeitenden Naturmaterialien wie Ton oder Alabaster gefertigt und orientierten sich an Formen aus der Natur, insbesondere an Blütenkelchen, etwa dem des Lotus. Die Schlichtheit des Materials und der Form blieben größtenteils erhalten, als die Griechen die Vorherrschaft im Mittelmeerraum übernahmen, allerdings wurden die Kelche nun häufig mit aufwendigen Malereien verziert und erlangten dadurch eine gewisse Verspieltheit, die dem Kult um Wein, Weib und Gesang, den ausschweifenden Festen und rauschenden Orgien der Hellenen nur gerecht wurden.

Die Römer begehren das Glas mehr als Gold und Silber

Der Siegeszug des Glases ließ auf sich warten, bis die Römer das Zepter übernahmen und durch die Erfindung der knapp anderthalb Meter langen Glaspfeife einen Quantensprung auslösten: konnte das sehr zähflüssige Glas vorher nur mehr schlecht als recht in primitive Formen gedrückt und mühevoll nachbearbeitet werden, war es nun möglich, auch kompliziert geschwungene und verzierte Gefäße herzustellen. In der modebewussten römischen Stadtgesellschaft löste dies einen wahren Boom aus und verdrängte Silber und Gold nach und nach.

Das Luxusprodukt Glas

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Glas zu dieser Zeit ein absolutes Luxusprodukt darstellte und dies auch noch bis in die Neuzeit bleiben sollte. Seltsam mutet da an, dass trotz der ausufernden Prunksucht im Hinblick auf die Form das Fassungsvermögen durchweg relativ konstant niedrig blieb. Denn dass Rot- und Weißweine, trockene und süße Tropfen jeweils sehr unterschiedlicher Glasformen bedürfen, um ihr geschmackliches Potential voll entfalten zu können, interessierte die Konsumenten über viele Jahrhunderte nicht sonderlich. Dieser Umstand hatte seine Ursache aber nicht nur darin, dass die damaligen Zeitgenossen geschmacklich nicht besonders geschult gewesen wären oder die Gäste an ihrer Tafel zur Mäßigung erziehen wollten, sondern vor allem darin, dass der Wein sehr sauer war und erst mithilfe von Gewürzen oder Honig halbwegs trinkbar wurde. Es gab also wenig Grund, das nicht gerade ansprechende natürliche Aroma des Weines durch bauchige Gläser noch zusätzlich zu betonen.

Der Römer

Dies änderte sich erst mit der Entwicklung des Römers, der seinen Namen wahrscheinlich von der Angewohnheit hat, Bruchstücke römischen Glases, die man damals bei Bauarbeiten noch massenhaft fand, einzuschmelzen und neue Gläser aus ihnen zu fertigen. Unter Kaiser Nero war die Glasbläserei nämlich in fast alle westlichen und nördlichen Provinzen gekommen, so auch in die Römerstädte in Germanien, insbesondere Köln und Trier.

Die mit der Renaissance auftretende Entwicklungsstufe zwischen Krautstrunk und Römer, der Berkemeyer aus der Zeit um 1600, hatte schon deutlich an Nuppen eingebüßt, die sich nur noch auf dem – ebenfalls neu hinzugekommenen – hohlen Kurzschaft finden. Überdies kommen sie mittlerweile glatt abgerundet und nicht mehr dornig daher, während die Kuppa nach wie vor kegelförmig gehalten ist. Der Römer bricht dann endlich mit dieser seit Jahrhunderten tradierten Form und wagt sich an eine ausladendere, bauchigere Erscheinung, die letztlich die Etablierung der heute üblichen einläutet. So wächst das Volumen während der letzten 300 Jahre von durchschnittlich 70 ml auf nunmehr 450 ml an – mehr als eine Versechsfachung.

Die Moderne, das Bürgertum und die Industrialisierung verändern das Weinglas

So gestalterisch fortschrittlich der Römer auch gewesen sein mag, so sehr bäumt sich die Nostalgie im 19. Jahrhundert noch einmal gegen die beginnende Moderne auf. Mit den gesellschaftlichen Umwälzungen der Zeit war das Bürgertum weitgehend an die Stelle des alten Adels getreten und hatte schnell Gefallen an dessen Opulenz gefunden. Im Historismus verbanden sich schwärmerische Nationalromantik wie Humpenmalerei mit überbordendem Pomp, insbesondere grellen Farbkombinationen, gewagtem Glasschnitt, Teilvergoldungen oder antikisierendem Fuß. Das sollte barock daherkommen, war aber letztlich wilde Fantasie ohne historische Vorbilder. Und wurde vom Kapitalismus letztlich auch in einem Handstreich weggewischt. Die Industrialisierung hatte die Möglichkeiten erschaffen, Gebrauchsgegenstände billig in großer Stückzahl zu produzieren, was es der breiten Masse erstmals ermöglichte, auch ihre bescheidenen Haushalte mit Glas einzudecken. Erwartungsgemäß litt unter dem Kostendruck das Erscheinungsbild, sodass bereits nach wenigen Jahrzehnten Kunstgewerbeschulen eröffneten, um den nun günstigen, aber nichtssagenden Gläsern wieder Charakter zu verleihen. Doch außer während des kurzen Jugendstil-Intermezzos kamen die Ornamente und Farben nicht zurück. Serien aus den Anfangsdekaden des 20. Jahrhunderts wirken in ihrer grazil dahingehauchten Vornehmheit wie aus dem Hier und Jetzt. Und als nach dem Zweiten Weltkrieg noch die Philosophie hinzukam, dass die Form der Funktion zu folgen habe und experimentierfreudige Designer wie Prof. Claus Josef Riedel mit ihren Entwürfen alle olfaktorischen Möglichkeiten aus dem Werkstoff herauskitzelten, ja, da offenbarten sich für Weinenthusiasten völlig neue, bisher nie betretene Welten des Genusses. Darauf kann man ruhig mal anstoßen – und dabei nicht vergessen, neben dem edlen Tropfen auch dessen Träger zu würdigen. Es stecken schließlich weit über 5000 Jahre Handwerkskunst darin. Text: Dario Sellmeier

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Schaumweine

Schwedhelm Zellertal Pinot brut

Sekt · Flaschengärung · Zellertal

Schwedhelm Zellertal Pinot Brut zählt zu den ambitionierten Winzersekten aus der Nordpfalz. Das Weingut Schwedhelm in Zell keltert ihn nach dem Vorbild der Champagne: früh gelesen, schonend gepresst, in der Flasche vergoren. Das Ergebnis ist ein Schaumwein mit klarer Kalksteinprägung und kühler Statur, der ohne Dosage auskommt.


Zellertal

Das Zellertal liegt im äußersten Norden der Pfalz, an der Grenze zu Rheinhessen, und gehört zu den kühleren Lagen der Region. Kalkmergel und Kalkstein prägen die Böden und geben dem Sekt seine mineralische, salzige Kontur. Kühle Nächte erhalten die Säurestruktur, die ein Schaumwein dieser Machart braucht.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht hauptsächlich aus Spätburgunder mit einem kleinen Anteil Weißburgunder. Die Trauben wurden früh gelesen, gemeinsam schonend gepresst und nach der klassischen Flaschengärung zwei Jahre auf der Hefe gelagert. Degorgiert wurde ohne Dosage, sodass keine Restsüße den Charakter überdeckt.

Im Glas

In der Nase Kalkstein und nasser Stein, dazu Walderdbeere, etwas Heidelbeere und ein Hauch Zitruszeste. Am Gaumen frisch und präzise: grüner Apfel, Limette und dezente Spätburgunder-Frucht, getragen von einer feinen Brioche-Note aus dem Hefelager. Der Abgang ist herb-trocken und zupackend, ohne Restsüße.

Am Tisch

Als Aperitif solo oder zu hellem Geflügel, kräftigem Fisch und gebackenem Ziegenkäse. Nach dem Degorgieren trinkreif, hält sich kühl und dunkel gelagert noch einige Jahre.

Klassische Begleitung: Austern, Sashimi, frittierte Vorspeisen. Kühl bei 10–12 °C servieren.


Lage: Zellertal, Pfalz
Klassifikation: Deutscher Sekt, traditionelle Flaschengärung
Ausbau: 2 Jahre Hefelager, ohne Dosage degorgiert

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Whisky

Kilchoman Islay Vintage 2013 Tequila Single Cask 52,30 %

Spirituose · Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Kilchoman Islay Vintage 2013 Tequila Single Cask ist ein getorfter Islay Single Malt der Kilchoman-Farmdestillerie mit Tequila-Finish. Gebrannt 2013 – hier trifft der maritime Torfrauch Islays auf den Agave-Charakter mexikanischer Tequila-Fässer.


Herkunft

Kilchoman ist eine Farmdestillerie an der Westküste der Insel Islay (gegründet 2005, bei Machir Bay) – die erste neue Brennerei Islays seit 124 Jahren. Sie verfolgt das Prinzip „100 % Islay – barley to bottle" und brennt getorfte, küstenwürzige Malts (rund 50 ppm).

Destillation und Reifung

Getorfter Islay Single Malt, gebrannt 2013. Als Single Cask der „Uniquely Islay Series" reifte er zunächst im Ex-Bourbon-Fass und wurde anschließend in einem Tequila-Fass aus Mexiko finished – möglich seit der Regeländerung von 2019. Naturbelassen: ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert. Tequila und Islay-Whisky ergänzen sich über ihre würzig-süßen, agavigen bzw. rauchigen Noten.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase Torfrauch und Zitrus, dazu Agave, Limette und ein vegetabiler Tequila-Touch. Am Gaumen cremig und würzig, mit süßem Rauch, Vanille, Zitrus und einer feinen Agavennote. Langer Abgang mit Torf und fruchtiger Süße.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein seltenes, experimentelles Einzelfass für Liebhaber getorfter Islay-Malts und Agave-Spirituosen – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Islay (Schottland); Destillerie Kilchoman
Art: Islay Single Malt Whisky (getorft), Single Cask – Uniquely Islay Series
Reifung: Ex-Bourbon, Finish im Tequila-Fass (Mexiko); ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert
Edition: Destillation 2013

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2014

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2014

Der Feuerheerd's Colheita 2014 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2014 – Douro

Die Wachstumsperiode 2014 war von Schwierigkeiten wie extrem starken Regenfällen geprägt; entsprechend gaben nur wenige Häuser klassische Vintage Ports frei. Die meisten verwendeten die Ernte für Verschnitte oder Single-Quinta-Abfüllungen.

Die erzeugten Jahrgangsweine waren jedoch von guter Qualität – die Grundlage für einen ausgewogenen, fassgereiften Colheita.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2014.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Rebsorten

Tamashi der Wein zum Sushi

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Tamashi ist der Wein zum Sushi – eine Cuvée aus Riesling und Grauburgunder. Der Riesling bringt Frucht, Klarheit, Finesse und Spiel hinein, der Grauburgunder komplettiert den Wein mit viel Schmelz, zarter Rundheit und einer tollen Länge.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für ausdrucksstarke, klare Weine. Tamashi wurde gezielt als Speisenbegleiter zu Sushi konzipiert.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Riesling und Grauburgunder. Der Riesling steuert klare Frucht, Finesse und ein lebendiges Säurespiel bei, der Grauburgunder Schmelz, Rundheit und Länge. So entsteht ein fruchtbetonter, saftiger Weißwein, der die feinen Aromen von Sushi und Sashimi gut aufnimmt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase klare Frucht nach Apfel, Pfirsich und Zitrus. Am Gaumen saftig, mit Frucht und feinem Säurespiel vom Riesling sowie dem cremigen Schmelz des Grauburgunders; runder, langer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Passt zu: Sushi und Sashimi, asiatischer Küche, Fisch, Meeresfrüchten und leichten Vorspeisen.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus Riesling & Grauburgunder
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau

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Rebsorten

Angerville Meursault Santenots 1er Cru 2020

Weißwein · Meursault 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault 1er Cru Côte de Beaune 2020 Santenots · Reben seit 1905

Der Meursault Santenots 1er Cru 2020 der Domaine Marquis d'Angerville ist eine absolute Rarität: ein Chardonnay aus einer der berühmtesten Rotweinlagen der Côte de Beaune, der die Mineralität dieses Terroirs in gespannter, salziger Form einfängt – fernab des buttrigen Meursault-Klischees.


Santenots – der „Volnayste" unter den Meursault-Lagen

Santenots liegt nördlich des Dorfes Meursault, an der Grenze zu Volnay. Der mergelige, sehr kalk- und eisenhaltige Boden eignet sich so gut für Pinot Noir, dass die meisten Weine hier als Volnay-Santenots gefüllt werden. Je nach Rebsorte darf der Climat den Namen Volnay (Pinot Noir) oder Meursault (Chardonnay) tragen.

Die Domaine Marquis d'Angerville besitzt hier eine rund 1,05 Hektar große Parzelle, die Sem d'Angerville bereits 1905 mit Chardonnay bestockte, um einen weißen Premier Cru zu erzeugen. Südost-Ausrichtung, moderate Hangneigung und alte Reben liefern die Grundlage für diesen außergewöhnlichen Weißwein.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 war ein warmer, trockener und sonnenreicher Jahrgang im Burgund mit früher Lese und naturgemäß geringen Erträgen. Das brachte reife, konzentrierte Trauben.

In den besten weißen Lagen bewahrten Säurespannung und Frische die Balance – Eigenschaften, die bei diesem mineralisch geprägten Santenots besonders gut zur Geltung kommen.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2020.

Vinifizierung und Ausbau erfolgen im Fass, bewusst ohne übermäßiges Bâtonnage – ein zurückhaltender Ausbau, der dem Wein zusätzliche Energie und Spannung verleiht, statt ihn mit Holz zu überlagern.

Im Glas

Das Bouquet zeigt Birne, Zitruszeste, Haselnuss und einen Hauch Honigwabe, dazu feine florale Noten und einen Anklang von Feuerstein. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, präzise und animiert von einer vibrierenden Säure, mit kreidiger Struktur und salzigem, langem Finale.

Mineralisch, salzig und energiegeladen – ein Meursault fernab des buttrigen Klischees.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre hervorragend lagerfähig. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Hummer und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce oder Kalb. Ein großer Weißwein für die festliche Küche.


Lage: Meursault „Santenots" (Côte de Beaune); mergeliger, kalk- und eisenhaltiger Boden, Reben seit 1905
Klassifikation: Meursault 1er Cru
Ausbau: Chardonnay; Fassausbau ohne übermäßiges Bâtonnage · Biodynamische Bewirtschaftung

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Feinkost

Terrine von der Ente mit Orangen

Feinkost · Terrine / Charcuterie · Limousin · Frankreich

Le Patron Terrine von der Ente mit Orangen ist eine klassisch französische Terrine aus dem Limousin. Zartes Entenfleisch, verfeinert mit fruchtigen Orangen – feine Charcuterie in bester Qualität.


Herkunft

Hergestellt vom Familienbetrieb Arnaud (seit 1950) in Aix-sur-Vienne im Limousin, einer Region mit großer Charcuterie-Tradition. Verarbeitet werden natürliche Zutaten – ohne künstliche Zusätze.

Zutaten und Herstellung

Auf Basis von Entenfleisch, verfeinert mit Orangen. Nach klassisch französischer Art zubereitet und in der Terrine gegart – traditionelle Charcuterie ohne künstliche Zusätze.

Geschmack

Zart und aromatisch, mit dem kräftigen Geschmack der Ente und der fruchtig-frischen Note der Orange. Die Kombination Ente und Orange – ein französischer Klassiker – sorgt für feine Balance.

Zum Genießen

Ideal auf geröstetem Baguette oder frischem Landbrot, dazu Cornichons und etwas Senf. Als Vorspeise, für die Brotzeit oder auf einer Charcuterie-Platte.

Passt zu: Baguette, Landbrot, Cornichons, Senf und einem fruchtigen Rotwein.


Hersteller: Maison Arnaud (seit 1950), Aix-sur-Vienne (Limousin, Frankreich)
Produkt: Terrine von der Ente mit Orangen (Charcuterie)
Herkunft: Limousin (Frankreich)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.01.2031

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Weine

Marie-Courtin Coteaux Champenois Le Blanc Du Tremble 2020 BIO

Weißwein · Coteaux Champenois · Pinot Noir · Côte des Bar · Bio

Marie-Courtin Le Blanc du Tremble Coteaux Champenois ist ein stiller Weißwein aus 100 % Pinot Noir, weiß gekeltert als Blanc de Noirs. Coteaux Champenois ist die stille Variante der Champagne. Die Trauben stammen aus der Côte des Bar, bekannt für kraftvolle, charaktervolle Pinot-Noir-Weine. Im Glas präzise, fokussiert und salzig-mineralisch.


Côte des Bar

Die Trauben stammen aus der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne, der für seine kraftvollen, charaktervollen Pinot-Noir-Weine bekannt ist. Die kalkig-kreidigen Böden verleihen dem Wein eine kühle, fast salzige Mineralität. Marie-Courtin (Dominique Moreau) arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-09).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Pinot Noir, weiß gekeltert als Blanc de Noirs, und wird als stiller Coteaux Champenois ausgebaut. Er reifte über elf Monate in zwei Amphoren – ohne Holzeinfluss, für eine außergewöhnlich klare, unverfälschte Stilistik.

Im Glas

Helles, klares Gelb. Die Aromatik erinnert an helle rote Früchte, etwas Cranberry und Blutorange, begleitet von einer feinen, fast salzigen Mineralität. Am Gaumen straff und frisch, mit kühler, kalkiger Struktur und subtiler phenolischer Spannung. Die selbstbewusste Säure trägt den Wein durch ein langes, geradliniges Finale.

Am Tisch

Bei rund 12 °C servieren; etwas Luft betont die Klarheit. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo zu genießen.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Côte des Bar (Champagne); Kalk/Kreide
Klassifikation: Coteaux Champenois AOC – Blanc (Blanc de Noirs)
Ausbau: 100 % Pinot Noir, weiß gekeltert, 11 Monate in zwei Amphoren, ohne Holz

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Weine

Tentenublo blanco BIO

Weißwein · Rioja Alavesa · Cayetana · Malvasía · Viura

Cayetana Blanca · Malvasía · Viura Blanco DOCa Rioja (Alavesa) Viñaspre · alte Buschreben Tentenublo (Roberto Oliván) ungarische Eiche · Feinhefe 40 bis 100+ J. alte Reben BIO · 2025

Der Tentenublo Blanco 2025 gehört nicht zu den Weißweinen, wie man sie aus der Rioja erwartet. Die Cuvée aus Cayetana Blanca, Malvasía und Viura stammt von 40 bis über 100 Jahre alten Reben rund um Viñaspre – ein facettenreiches, äußerst spannendes Getränk und ein Genussfeuerwerk für Weißweinliebhaber.


Tentenublo Blanco – weißer Rioja der anderen Art

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Dorf Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Sein Blanco ist eine eigenwillige Interpretation der weißen Rioja-Tradition: Die Trauben stammen aus alten, 40 bis über 100 Jahre alten Weinbergen, die auf fünf Parzellen rund um Viñaspre verstreut liegen.

Erzogen werden diese alten Reben in der klassischen Buschform (Gobelet). Ausgebaut wird der Wein in aller Form natürlich und klassisch – handwerklich, minimalistisch und mit tiefem Respekt vor dem Terroir.

Jahrgang 2025 – Rioja

Die Höhenlagen von Viñaspre mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahren Frische, Salzigkeit und Filigranität – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht. Als junger Jahrgang zeigt sich der Blanco besonders lebendig und zugänglich, mit dem für Tentenublo typischen mineralischen Zug.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cayetana Blanca, Malvasía und Viura, Jahrgang 2025, trocken; von 40 bis über 100 Jahre alten Buschreben auf fünf Parzellen.

Die Trauben werden mittels einer kleinen vertikalen Handpresse manuell zerdrückt. Anschließend gelangt der Wein in 500 Liter große Fässer aus ungarischer Eiche, um dort von wilden Hefen spontan vergoren zu werden. Danach bleibt der Blanco über fünf Monate in 300-Liter-Barriquefässern auf der Feinhefe. Diese natürliche, klassische Machart verleiht dem Wein seine Tiefe und filigrane Textur.

Im Glas

Das Resultat ist ein facettenreiches, äußerst spannendes Getränk. Duft nach Flieder, Honig, vielen Blüten und ein wenig Vanille. Im Geschmack reife Aprikosen, viel Salz und Zitrusfrüchte. Elegant, anhaltend und für einen weißen Rioja immens filigran mit zartem Nachhall. Ein Genussfeuerwerk für Weißweinliebhaber, das sich mit Luftkontakt immer besser entwickelt.

Flieder, Honig, Blüten und ein wenig Vanille, dazu reife Aprikose, viel Salz und Zitrus – elegant, anhaltend und für einen weißen Rioja immens filigran.

Entwickelt sich mit Luftkontakt immer besser – ruhig Zeit im Glas geben oder dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Reis- und Gemüsegerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: fünf Parzellen rund um Viñaspre, Rioja Alavesa (Spanien); 40 bis über 100 Jahre alte Reben in klassischer Buscherziehung
Klassifikation: DOCa Rioja; Cuvée aus Cayetana Blanca, Malvasía und Viura (trocken)
Ausbau: manuelle vertikale Handpresse, Spontangärung in 500-l-Fässern aus ungarischer Eiche, danach ~5 Monate auf der Feinhefe im 300-l-Barrique; biologisch (ES-ECO-026-VAS)

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