Das Weinglas: vom Nuppenbecher zur Industrialisierung

Aller Anfang ist schwer

Knubbelig, gedrungen, kaum Füllvermögen – die Weingläser längst vergangener Jahrhunderte haben optisch so gar nichts gemein mit den elegant langstieligen, dünnwandigen und voluminösen Kelchen, die heutzutage eine Tafel zieren. Am ehesten erinnert der eigentlich aus dem Orient stammende schaftlose Nuppenbecher des Hochmittelalters und auch sein Nachfolger, der schneller zu fertigende „Krautstrunk“, noch an das pfälzische Dubbeglas, mit dem Unterschied, dass die Nuppen bei diesem nach innen eingedrückt sind, bei den historischen Vorgängern jedoch an der Außenseite aufgeschmolzen wurden. Immerhin ist der Zweck – neben dem Ziereffekt – derselbe: wird beim Mahl viel Fettiges aufgetragen und dann auch noch mit den Händen verzehrt, dient ein haptischer Widerstand dazu, dass einem das Glas nicht aus den schmierigen Fingern rutscht. Der Name des spätmittelalterlichen Gefäßes ist dabei übrigens Programm: mit den oft nicht gerade handschmeichlerischen, sondern viel mehr stachligen, nach oben weisenden Spitznuppen lässt sich am ehesten der entblätterte Innenteil eines Kohlkopfes in Verbindung bringen.

Blassgrün durch das Mittelalter

Dabei fällt auf, dass die Gläser des Mittelalters und der frühen Neuzeit in deutschen Landen entweder in einem leicht bräunlichen oder aber wesentlich häufiger einen blassgrünen Farbton schimmern. Dieses sogenannte „Waldglas“ ist jedoch keine Modeerscheinung der Zeit, sondern den Rohstoffen geschuldet: der Quarzsand, der häufig aus Bachläufen gewonnen wurde, enthielt fast immer kleine Anteile Eisenoxid und konnte daher nie die makellose Reinheit erlangen, die für venezianisches Glas typisch war, das schon ab 1250 wie auch heute noch auf der Insel Murano gefertigt wurde und aus sehr viel feinerem weißen Sand entstand. Kaiser Karl IV. erkannte den eklatanten Fachkräftemangel bei sich nördlich der Alpen schnell und holte viele Meister ihrer Zunft nach Böhmen, von wo aus sich das Gewerbe nach Westen ausbreitete. In Böhmen selbst kam die Schleifkunst zu ihrer Hochform – war sie am Anfang nur ein kosmetischer Eingriff, um von Lufteinschlüssen im Glas abzulenken, ging man in der Barockzeit dazu über, durch gezielte Lichtbrechung den Wein besonders eindrucksvoll funkeln zu lassen.

Die Wanderjahre der Glasmacher

Da die Schmelztemperatur des Quarzsandes gesenkt werden musste und die zunächst zu diesem Zweck verwendete Soda durch verlorene Handelsrouten in den Nahen Osten nicht mehr zur Verfügung stand, griff man auf die selbst herstellbare Pottasche zurück. Gerade dadurch aber erforderte der Betrieb einer Waldglashütte, die nicht in erster Linie Trinkgefäße, sondern Butzenscheiben produzierte, unglaubliche Mengen an Holz. Von den etwa 30 Hektar Wald, die eine gut laufende Hütte jährlich fraß, ging der Großteil allein für die Veräscherung drauf, weswegen die Glasmacher meist nach einigen Jahren weiterwandern und neue Holzvorkommen erschließen mussten. Die Landesherren sahen das gern: Umweltzerstörung war noch kein Thema, ganz im Gegenteil war man froh über die Urbarmachung früher unzugänglicher Gebiete und natürlich die hohen Steuern. Um diese zu erwirtschaften, musste hart geschuftet werden. Die Arbeit an einer Glashütte war im Schichtbetrieb organisiert und lief Tag und Nacht – der gesamte Schmelzprozess dauerte immerhin etwa 18 Stunden, das Formen und Veredeln der zwischendurch über 1000 Grad heißen Masse noch einmal zwölf. Der Hüttenbesitzer war nach heutigen Maßstäben ein Unternehmer, die vielen Angestellten hochspezialisierte Profis mit klar umgrenzten Aufgabenbereichen wie der Mischung der Rohstoffe im richtigen Verhältnis, was stets ein strengst gehütetes Geheimnis war, oder der konstanten Beheizung der Schmelzöfen. Besonders begabte Glasmacher durften sogar darauf hoffen, einen Adelstitel verliehen zu bekommen.

Wein, Weib und Gesang

Es grenzt jedoch an ein kleines Wunder, dass sich nach den Wirren der Völkerwanderung und dem damit einhergehenden Verlust vieler antiker Techniken überhaupt wieder eine Glasbläserkunst in Mitteleuropa etablierte. Im Frühmittelalter trank man noch aus sogenannten Tümmlern – das Tumbler-Glas ist ein Verwandter -, simplen kleinen Schalen, kugelig und mit abgeflachtem Boden, die an eine Suppentasse erinnern, oder aber aus Trinkhörnern. Damit war man wieder ungefähr auf dem Stand des frühen Ägyptens, das als erste Kultur in großer Zahl Gefäße für den Wein- und Bierkonsum produzierte. Diese wurden aus recht einfach zu bearbeitenden Naturmaterialien wie Ton oder Alabaster gefertigt und orientierten sich an Formen aus der Natur, insbesondere an Blütenkelchen, etwa dem des Lotus. Die Schlichtheit des Materials und der Form blieben größtenteils erhalten, als die Griechen die Vorherrschaft im Mittelmeerraum übernahmen, allerdings wurden die Kelche nun häufig mit aufwendigen Malereien verziert und erlangten dadurch eine gewisse Verspieltheit, die dem Kult um Wein, Weib und Gesang, den ausschweifenden Festen und rauschenden Orgien der Hellenen nur gerecht wurden.

Die Römer begehren das Glas mehr als Gold und Silber

Der Siegeszug des Glases ließ auf sich warten, bis die Römer das Zepter übernahmen und durch die Erfindung der knapp anderthalb Meter langen Glaspfeife einen Quantensprung auslösten: konnte das sehr zähflüssige Glas vorher nur mehr schlecht als recht in primitive Formen gedrückt und mühevoll nachbearbeitet werden, war es nun möglich, auch kompliziert geschwungene und verzierte Gefäße herzustellen. In der modebewussten römischen Stadtgesellschaft löste dies einen wahren Boom aus und verdrängte Silber und Gold nach und nach.

Das Luxusprodukt Glas

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Glas zu dieser Zeit ein absolutes Luxusprodukt darstellte und dies auch noch bis in die Neuzeit bleiben sollte. Seltsam mutet da an, dass trotz der ausufernden Prunksucht im Hinblick auf die Form das Fassungsvermögen durchweg relativ konstant niedrig blieb. Denn dass Rot- und Weißweine, trockene und süße Tropfen jeweils sehr unterschiedlicher Glasformen bedürfen, um ihr geschmackliches Potential voll entfalten zu können, interessierte die Konsumenten über viele Jahrhunderte nicht sonderlich. Dieser Umstand hatte seine Ursache aber nicht nur darin, dass die damaligen Zeitgenossen geschmacklich nicht besonders geschult gewesen wären oder die Gäste an ihrer Tafel zur Mäßigung erziehen wollten, sondern vor allem darin, dass der Wein sehr sauer war und erst mithilfe von Gewürzen oder Honig halbwegs trinkbar wurde. Es gab also wenig Grund, das nicht gerade ansprechende natürliche Aroma des Weines durch bauchige Gläser noch zusätzlich zu betonen.

Der Römer

Dies änderte sich erst mit der Entwicklung des Römers, der seinen Namen wahrscheinlich von der Angewohnheit hat, Bruchstücke römischen Glases, die man damals bei Bauarbeiten noch massenhaft fand, einzuschmelzen und neue Gläser aus ihnen zu fertigen. Unter Kaiser Nero war die Glasbläserei nämlich in fast alle westlichen und nördlichen Provinzen gekommen, so auch in die Römerstädte in Germanien, insbesondere Köln und Trier.

Die mit der Renaissance auftretende Entwicklungsstufe zwischen Krautstrunk und Römer, der Berkemeyer aus der Zeit um 1600, hatte schon deutlich an Nuppen eingebüßt, die sich nur noch auf dem – ebenfalls neu hinzugekommenen – hohlen Kurzschaft finden. Überdies kommen sie mittlerweile glatt abgerundet und nicht mehr dornig daher, während die Kuppa nach wie vor kegelförmig gehalten ist. Der Römer bricht dann endlich mit dieser seit Jahrhunderten tradierten Form und wagt sich an eine ausladendere, bauchigere Erscheinung, die letztlich die Etablierung der heute üblichen einläutet. So wächst das Volumen während der letzten 300 Jahre von durchschnittlich 70 ml auf nunmehr 450 ml an – mehr als eine Versechsfachung.

Die Moderne, das Bürgertum und die Industrialisierung verändern das Weinglas

So gestalterisch fortschrittlich der Römer auch gewesen sein mag, so sehr bäumt sich die Nostalgie im 19. Jahrhundert noch einmal gegen die beginnende Moderne auf. Mit den gesellschaftlichen Umwälzungen der Zeit war das Bürgertum weitgehend an die Stelle des alten Adels getreten und hatte schnell Gefallen an dessen Opulenz gefunden. Im Historismus verbanden sich schwärmerische Nationalromantik wie Humpenmalerei mit überbordendem Pomp, insbesondere grellen Farbkombinationen, gewagtem Glasschnitt, Teilvergoldungen oder antikisierendem Fuß. Das sollte barock daherkommen, war aber letztlich wilde Fantasie ohne historische Vorbilder. Und wurde vom Kapitalismus letztlich auch in einem Handstreich weggewischt. Die Industrialisierung hatte die Möglichkeiten erschaffen, Gebrauchsgegenstände billig in großer Stückzahl zu produzieren, was es der breiten Masse erstmals ermöglichte, auch ihre bescheidenen Haushalte mit Glas einzudecken. Erwartungsgemäß litt unter dem Kostendruck das Erscheinungsbild, sodass bereits nach wenigen Jahrzehnten Kunstgewerbeschulen eröffneten, um den nun günstigen, aber nichtssagenden Gläsern wieder Charakter zu verleihen. Doch außer während des kurzen Jugendstil-Intermezzos kamen die Ornamente und Farben nicht zurück. Serien aus den Anfangsdekaden des 20. Jahrhunderts wirken in ihrer grazil dahingehauchten Vornehmheit wie aus dem Hier und Jetzt. Und als nach dem Zweiten Weltkrieg noch die Philosophie hinzukam, dass die Form der Funktion zu folgen habe und experimentierfreudige Designer wie Prof. Claus Josef Riedel mit ihren Entwürfen alle olfaktorischen Möglichkeiten aus dem Werkstoff herauskitzelten, ja, da offenbarten sich für Weinenthusiasten völlig neue, bisher nie betretene Welten des Genusses. Darauf kann man ruhig mal anstoßen – und dabei nicht vergessen, neben dem edlen Tropfen auch dessen Träger zu würdigen. Es stecken schließlich weit über 5000 Jahre Handwerkskunst darin. Text: Dario Sellmeier

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Schaumweine

Sekthaus Krack Blanc de Blancs Brut Nature

Reiner Weißburgunder aus der Pfalz steckt im Sekthaus Krack Blanc de Blancs Brut Nature. Spontan vergoren, in der Flasche zum zweiten Mal gegoren und mehr als zwei Jahre mit der Hefe gereift – danach ohne einen Gramm Zucker gefüllt. Ein Sekt, der nichts kaschiert.

Im Glas

Hellgelb mit lebhafter, feiner Perlage. Der Duft ist zurückhaltend und präzise: feuchter Stein, junge Birne, Zitrone und geröstete Mandeln. Im Mund straff gespannt und fokussiert, nie hart. Ein langes, trockenes Finale mit feiner Salzigkeit.

Mach was draus

Austern, Muscheln, Sashimi, Forelle oder Hähnchen mit Zitrone. Auch zu kleinen Snacks wie Gougères oder Radieschen mit Butter macht er Freude. Ein Aperitif für Puristen und alle, die Sekt einmal ganz ohne Zucker erleben wollen. Serviere ihn kühl, bei 6 bis 8 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Wer Brut Nature liebt, sollte diesen Weißburgunder probieren. Ganz pur, ganz klar.“

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Kurz gefragt

Was heißt Brut Nature? Nach der Hefereife wird kein Zucker zugegeben. Der Restzucker liegt bei 0 g/l.

Wie arbeitet das Sekthaus? Die Trauben werden von Hand gelesen und als ganze Trauben gepresst. Der Grundwein gärt überwiegend im Holzfass und bleibt bis zum folgenden Sommer auf der Vollhefe. Gerüttelt und degorgiert wird im eigenen Haus.

Warum Weißburgunder? Weißburgunder bringt Struktur und eine ruhige, mineralische Art mit – ideal für einen Sekt ohne Dosage.

100 % Weißburgunder · Pfalz, Deidesheim · Spontangärung · Hefelager mehr als 2 Jahre · traditionelle Flaschengärung · Jahrgang 2022 · Brut Nature, 0 g/l · Sekthaus Krack, Deidesheim · Stand: Oktober 2026

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Schaumweine

Domaine Vincey Champagne Auge Grand Cru 2018

Auge heißt das Stück Weinberg, aus dem der Domaine Vincey Champagne Auge Grand Cru 2018 stammt: gerade 0,3 Hektar, 1971 bepflanzt, gelegen in Le Mesnil-sur-Oger. Kein Dorf der Champagne liefert strengeren Chardonnay. Vincey verzichtet auf Malo wie auf Dosage und lässt diese Strenge unverstellt stehen. Gefüllt wurden 1.375 Flaschen.

Im Glas

Hellstrohfarben, grün schimmernd, mit feinem Mousseux. Der Duft ist karg und genau: Zitrone, grüner Apfel, Austernschale, Kreide und Feuerstein, im Hintergrund etwas Brioche und Haselnuss vom Fass. Im Mund straff, salzig und schneidend frisch. Die Hefe bringt eine leise Cremigkeit. Filigranes, sehr langes Finale.

Mach was draus

Austern aus der Bretagne, rohe Langustinen, Ceviche, Sashimi oder Fisch aus der Pfanne. Auch junger Hartkäse passt. Cremige Saucen eher meiden. Serviere ihn bei 9 bis 11 °C im großen Glas und gib ihm Luft – und gern noch einige Jahre im Keller.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Auge ist nichts für Einsteiger. Wer kompromisslosen Blanc de Blancs liebt, wird ihn feiern.“

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Kurz gefragt

Wie wird er ausgebaut? Die Gärung läuft spontan im Holz, danach liegt der Grundwein ein Jahr lang mit seiner Hefe in französischen Eichenfässern; den biologischen Säureabbau lässt Vincey aus. Rütteln und Degorgieren erledigt das Paar per Hand.

Was bedeutet Brut Nature? Es wird kein Zucker zugegeben: 0 g/l Dosage.

Rebsorte Chardonnay · Einzellage Auge (Le Mesnil-sur-Oger, Grand Cru) · Fläche 0,3 ha, Pflanzjahr 1971 · Kreide unter Ton und Kalkstein · Jahrgang 2018 · Spontangärung im Holz · ein Jahr Feinhefe im Eichenfass · kein Säureabbau · Handrüttelung · Dosage null · Auflage 1.375 Flaschen · Domaine Vincey, Oger · Stand: Oktober 2026

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USA

Saxum Broken Stones 2013

Rotwein · Paso Robles · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Broken Stones Multi-Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden überwiegend neue Barriques 2013

Der Saxum Broken Stones 2013 ist die einzige Multi-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum – Syrah-basiert, aus allen Lagen, die das Gut bezieht. Vollgewichtig, reich und intensiv, dabei von großer Reinheit, Fokus und Komplexität, mit der mineralischen Prägung des Kalksteins. Mit der Reife des Jahrgangs 2013 zeigt er heute zusätzliche Tiefe.


Broken Stones – die Multi-Vineyard-Cuvée

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Der Broken Stones ist der einzige Wein des Guts, der als Multi-Vineyard-Blend aus allen Lagen entsteht, die Saxum bezieht – im Willow Creek District westlich von Paso Robles und darüber hinaus. Der Name verweist auf die gebrochenen, kalkreichen Steine dieser Böden. Der Name Saxum selbst ist lateinisch für „Stein".

Die kargen Kalkböden geben den Weinen Mineralität, eine kreidige Textur, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2013 – Paso Robles

2013 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender, ausgewogener Jahrgang mit reifer Frucht und besonders feiner, polierter Tanninqualität. Im Broken Stones 2013 stieg ausnahmsweise der Anteil an Petite Sirah – erstmals lag Syrah unter 50 % –, was dem Wein zusätzliche Farbe, Dichte und Struktur gab. Mit über einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt er sich heute in einer ersten Reifephase: Die primäre Frucht weicht zunehmend würzig-erdigen Sekundäraromen, während die Kalksteinmineralität für anhaltende Frische sorgt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 48 % Syrah, 22 % Petite Sirah, 17 % Grenache, 6 % Mourvèdre, 4 % Tempranillo und 3 % Roussanne, Jahrgang 2013, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Petite Sirah – in diesem Jahrgang ungewöhnlich stark vertreten – Farbe, dunkle Frucht und festes Tannin; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit; Mourvèdre Struktur und herzhafte Erdigkeit; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; der mitvergorene Roussanne hebt Aromatik und Textur. Der Ausbau dauert 18 bis 20 Monate in überwiegend neuen französischen Barriques. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der Syrah-basierten Multi-Vineyard-Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Tiefe und Mineralität: tiefes, tintiges Purpur im Glas, dazu dichte schwarze und rote Frucht wie Cassis, schwarze Kirsche, Brombeere und Himbeere, florale Anklänge von Veilchen, Lakritz, geräucherte Erde, Graphit und eine zartbittere Schokoladennote. Mit der Reife treten erdig-würzige Sekundärnoten hinzu. Am Gaumen vollgewichtig, dicht und vielschichtig, mit reifem, poliertem Tannin und einer kreidig-mineralischen Frische, die in einen langen, würzigen Nachhall mündet.

Tintiges Purpur, Cassis, schwarze Kirsche und Veilchen über Lakritz, geräucherter Erde und Graphit – dicht und mineralisch, mit poliertem Tannin.

Jetzt in schöner Reife; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu Short Ribs und kräftigen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Multi-Vineyard-Cuvée aus den Lagen, die Saxum bezieht; Willow Creek District und weitere, Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, kalkreiche Böden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; Cuvée aus 48 % Syrah, 22 % Petite Sirah, 17 % Grenache, 6 % Mourvèdre, 4 % Tempranillo, 3 % Roussanne (trocken)
Ausbau: 18–20 Monate in überwiegend neuen französischen Barriques; nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Spirituosen

Herz Dame Kreuzritter Premium Likör aus Früchten

Spirituose · Fruchtlikör · Niedersachsen · Deutschland

Kreuzritter Herz Dame ist ein Premium-Fruchtlikör aus Brombeeren, Holunderbeeren und Schlehen, ergänzt um den Geist von Himbeere und Zwetschge. Etwas Zitronensaft und ein Hauch echter Minze sorgen für Frische, Auszüge der Galgant-Wurzel für geschmackliche Kraft.


Herkunft / Mühlen

Die Kreuzritter GmbH & Co. KG wurde Ende 2004 im niedersächsischen Mühlen gegründet – als Gemeinschaftsprojekt eines Mediziners, eines Ernährungswissenschaftlers und eines Spirituosenexperten. Das Haus stellt klassische deutsche Spirituosen auf hohem Niveau her und verwendet ausschließlich natürliche Zutaten, ohne künstliche Aromen oder Zusatzstoffe. Bei der International Wine & Spirit Competition wurde die Herz Dame mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Brombeeren, Holunderbeeren und Schlehen, ergänzt um Himbeer- und Zwetschgengeist. Zitronensaft und Minze bringen Frische, Auszüge der Galgant-Wurzel sorgen für Tiefe und Kraft. Ausschließlich natürliche Zutaten, ohne künstliche Aromen oder Zusatzstoffe.

Im Glas

Tiefes Dunkelrot. In der Nase intensive dunkle Beerenfrucht – Brombeere, Holunder, Schlehe – mit einem frischen Hauch Minze. Am Gaumen kraftvoll fruchtig und vollmundig, mit einer feinen würzigen Galgant-Note, ausgewogener Süße und einem langen, von Zitrus und Minze frisch gehaltenen Abgang.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen – als fruchtiger Digestif.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, über Vanilleeis und Desserts, im Glas Sekt oder Prosecco sowie in fruchtigen Cocktails und Longdrinks.


Hersteller: Kreuzritter GmbH & Co. KG, Mühlen (Deutschland)
Art: Premium-Fruchtlikör (Herz Dame)
Zutaten: Brombeeren, Holunderbeeren, Schlehen, Himbeer- und Zwetschgengeist, Minze, Zitronensaft, Galgant-Wurzel
Auszeichnung: Silbermedaille International Wine & Spirit Competition (IWSC)
Füllmenge: 0,5 Liter

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Weine

Cazé-Thibaut Les Leriens 2021 Extra Brut BIO

Der Cazé-Thibaut Les Leriens 2021 Extra Brut kommt aus einer gemischt bepflanzten Lage in Châtillon-sur-Marne: Chardonnay, Meunier und Pinot Noir wachsen dort nebeneinander. Gepresst wird nur der erste, feinste Most.

Im Glas

Feine Perlen. Am Gaumen bewusst karg, salzig und mineralisch, dabei vielschichtig. Er erinnert fast an einen strengen Blanc de Blancs, obwohl zwei rote Sorten drinstecken. Die gebrauchten Fässer geben Struktur, das Holz bleibt leise. Lang und puristisch im Ausklang. Ein echter Charakterkopf.

Mach was draus

Austern, Carpaccio vom Wolfsbarsch, Krabbensalat oder ein gereifter Gruyère. Ein Champagner für Leute, die es pur und präzise mögen. Er ist der Champagner, den du Freunden einschenkst, die glauben, schon alles probiert zu haben. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ich mag ihn als anspruchsvollen Begleiter zu Meeresfrüchten. Pur zeigt er dir, wie salzig Champagner sein kann.“

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Kurz gefragt

Was heißt gemischt bepflanzt? In der Lage stehen mehrere Rebsorten durcheinander, hier Chardonnay, Meunier und Pinot Noir. Sie werden gemeinsam gelesen und verarbeitet.

Wie viel Dosage hat er? Extra Brut mit nur 1,5 g/l laut Steckbrief, also fast trocken wie ein Brut Nature.

gemischter Satz aus Chardonnay, Meunier und Pinot Noir · Châtillon-sur-Marne · Jahrgang 2021 · nur Erstmost · gebrauchte Fässer · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, 1,5 g/l Restzucker · Champagne Cazé-Thibaut, Châtillon-sur-Marne · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Angerville Volny Clos Des Ducs Monopole 1er Cru 2020

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Volnay 1er Cru Monopole 2,15 ha Côte de Beaune 2020

Der Volnay Clos des Ducs Monopole 1er Cru 2020 ist das große Gewächs der Domaine Marquis d'Angerville – ein ikonischer Monopol von grand-cru-würdiger Intensität, seidig und mineralisch zugleich. Volnay im Glas, in seiner reinsten Form.


Clos des Ducs – der Monopol-Klassiker der Domaine

Der Clos des Ducs ist ein echter, von Mauern umschlossener Clos und seit Generationen Alleinbesitz (Monopole) der Domaine Marquis d'Angerville. Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die Parzelle mit ihren 52 „ouvrées" im Besitz der Herzöge von Burgund verzeichnet – daher der Name.

Mit 2,15 Hektar liegt der Clos am höchsten Punkt des Volnay-Hangs, nördlich des Dorfes, und steigt über weißen Mergel steil an. Der stark kalkhaltige, steinige Boden und die ideale südöstliche Exposition ergeben einen Wein von feiner, mineralischer Rasse – nicht so wuchtig wie die Lagen südlich des Dorfes, dafür von seidiger Eleganz.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 war einer der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahrgänge überhaupt. Guillaume d'Angerville las als einer der Ersten in Volnay – sehr früh um den 23.–25. August –, um die Frische zu bewahren, und bezeichnet 2020 als seinen besten Jahrgang seit der Übernahme 2003.

Das Ergebnis sind rote Burgunder von präziser Balance: reif und zugleich frisch, mit feinem Tannin und tragender Spannung – wie geschaffen für die langlebige Art dieses Clos des Ducs.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, vom hauseigenen „Pinot d'Angerville"-Klon.

Vollständig entrappt, klassische Maischegärung mit zweimal täglichem Remontage, um das Tannin fein zu extrahieren – bewusst ohne Pigeage, um die Finesse zu wahren. Der Ausbau erfolgte im Fass mit rund 20 % neuem Holz. Das gesamte Gut wird seit 2006 von Hand bewirtschaftet.

Im Glas

Tiefes Purpur. Ein hochparfümiertes Bouquet aus Rosenblättern, roter Kirsche, Himbeere und Weihrauch, dazu Anklänge von Unterholz, Trüffel und süßem Zimt. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, vielschichtig und nahtlos, getragen von feiner Säure, mit langem, anmutig gleitendem und salzigem Finale.

Volnay im Glas – nicht ein Haar daneben: grand-cru-würdige Intensität in seidiger Eleganz.

Profitiert von Flaschenreife; über viele Jahre hervorragend lagerfähig. Bei 16 °C servieren, vorab dekantieren.

Am Tisch

Ente, Reh, Geflügel in feiner Sauce, Lamm oder reifer Weichkäse. Ein großer Pinot Noir für besondere Anlässe.


Lage: Volnay „Clos des Ducs" (Monopole, 2,15 ha; Côte de Beaune); steiler oberer Hang, weißer Mergel, kalk-steinig
Klassifikation: Volnay 1er Cru · Monopole
Ausbau: Pinot Noir; ~20 % neues Holz, kein Pigeage · Handarbeit im Weinberg (seit 2006)

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Weine

Château Pigoudet Coteaux d´Aix en Provence

Wein · Rosé · Coteaux d'Aix-en-Provence · Frankreich

Château Pigoudet Coteaux d'Aix-en-Provence Rosé schimmert in heller, klassischer Rosé-Farbe im Glas. Im hellen, frischen Provence-Stil begeistert er mit Frische, Leichtigkeit und Würzigkeit. Die Cuvée aus Grenache, Cinsault, Syrah und etwas Cabernet Sauvignon besitzt die nötige Harmonie und Säurespannung, um nicht nur als Solokünstler, sondern auch zu mediterranen Gerichten und Salaten zu brillieren.


Coteaux d'Aix-en-Provence

Das familiengeführte Château Pigoudet liegt im nördlichsten Teil der AOC Coteaux d'Aix-en-Provence, zwischen Jouques und Rians am Fuß der Sainte-Victoire auf rund 400 Metern Höhe. Tonig-kalkhaltige Böden, der Mistral und die frischen Nächte sorgen für das Markenzeichen der Pigoudet-Weine: Frische und Reife zugleich.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache, Cinsault, Syrah und etwas Cabernet Sauvignon. Die Nachtlese bewahrt die frische Aromatik der Trauben; der Ausbau erfolgt im Edelstahltank, um den hellen, klaren Provence-Stil zu erhalten. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles, klassisches Lachsrosa. In der Nase rote Beeren und frischer Pfirsich, dazu Zitrus, florale Noten und eine feine Würze. Am Gaumen frisch, saftig und leicht, mit feiner Säurespannung und sauberem, animierendem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif und Solokünstler oder zum Essen.

Passt zu: mediterranen Gerichten, Salaten, Fisch, Meeresfrüchten und gegrilltem Gemüse.


Lage: AOC Coteaux d'Aix-en-Provence (Provence, Frankreich); Château Pigoudet
Klassifikation: Coteaux d'Aix-en-Provence AOP Rosé – Cuvée aus Grenache, Cinsault, Syrah & Cabernet Sauvignon, trocken
Ausbau: Nachtlese, Ausbau im Edelstahltank

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Weine

Forstmeister Geltz Zilliken Saarburg Rausch Riesling Großes Gewächs 2019 MAGNUM

Weißwein · Saar · Riesling

Riesling Saar Saarburger Rausch VDP.Grosses Gewächs Devonschiefer · Diabas Magnum (1,5 l) 2019

Das Forstmeister Geltz-Zilliken Saarburger Rausch Riesling Großes Gewächs 2019 – hier in der Magnum – ist Riesling in seiner reinsten, puristischen Form: voluminös und zugleich federleicht, mit reifem Säurespiel und gewaltiger Länge. Ungekünstelt, frisch, Zilliken.


Saarburger Rausch – die Paradelage der Zillikens

Forstmeister Geltz-Zilliken in Saarburg zählt zu den renommiertesten Riesling-Gütern der Saar. Der VDP-Familienbetrieb (Weinbau seit 1742) wird heute in 11. Generation von Dorothee Zilliken gemeinsam mit ihrem Vater und Kellermeister Hanno geführt – kompromisslos dem Riesling verschrieben, mit strikter Ertragsbegrenzung, Spontangärung und klassischem Ausbau im 1.000-Liter-Fuder.

Die Saarburger Rausch ist die Paradelage des Guts, in der die Zillikens mit rund 11 Hektar der größte Eigentümer sind. Hier dominiert feinblättriger, stark verwitterter Devonschiefer, durchsetzt von Quarzit und Diabas, einem grünlich schimmernden Vulkangestein. Das Traubenmaterial für das Große Gewächs stammt aus den ältesten und besten Parzellen, in denen teils bis zu 130 Jahre alte, teilweise wurzelechte Reben tief im Schiefer- und Diabasboden verwurzelt sind.

Jahrgang 2019 – Saar

2019 gilt an der Saar als herausragender Riesling-Jahrgang: ein langer, gemäßigter Reifeverlauf brachte Weine von großer Präzision, mit reifer Frucht, animierender Säure und klarer Mineralität. Im Rausch GG ergibt das einen besonders spannungsreichen, langlebigen Wein – und in der Magnum reift er noch langsamer und harmonischer.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2019, trocken, VDP.Grosses Gewächs. Magnum (1,5 l).

Spontangärung mit weingutseigenen Hefen und klassischer Ausbau im traditionellen 1.000-Liter-Fuder, wie für den Zilliken-Stil typisch – für maximale Transparenz, Mineralität und Langlebigkeit. Die Magnum begünstigt eine besonders langsame, harmonische Flaschenreife.

Im Glas

Ein Sinnes- und Geschmacksrausch: Duft nach reifen Quitten und Aprikosen, im Geschmack Apfel. Voluminös und zugleich federleicht tanzt dieser 2019er Saarburg Rausch mundfüllend über den Gaumen. Reifes Säurespiel mit einer gewaltigen Länge im Finish. Riesling in seiner reinsten, puristischen Form – ungekünstelt, frisch, Zilliken.

Riesling in seiner reinsten, puristischen Form – ungekünstelt, frisch, Zilliken.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber – gerade in der Magnum – mit Kellerreife deutlich an Tiefe; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur asiatisch inspirierten Küche sowie zu kräftigerem Hartkäse – ein idealer Wein für die große Tafel.


Lage: Saar, Saarburger Rausch (Deutschland); verwitterter Devonschiefer mit Quarzit und Diabas, älteste Parzellen (teils bis 130 J. alte, wurzelechte Reben); VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Saar, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken); Magnum (1,5 l)
Ausbau: Riesling; Spontangärung, klassischer Ausbau im 1.000-l-Fuder

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