Neues und Leckeres aus dem Baskenland

Bilbao, eine Stadt die entdeckt werden möchte

So klangvoll wie der Name Diego López V de Haro ist auch die Gründung der Stadt Bilbao zu betrachten. Im Jahre 1300 hat der als „Herr über die Bizkaia“ genannte Adelige den Grundstein für die heutige baskische Metropole gelegt. „Zwei Seiten“ bedeutet Bi albo auf baskisch und legt den Schluss Nahe, dass der Gründervater damit die beiden Seiten der Flussmündung gemeint hat. Die Stadt Bilbao hat viele Tiefen und Höhen erlebt und nach dem Ende der Industrialisierung und dem Niedergang der Industrie musste sich Bilbao wieder einmal neu erfinden. Mit dem Bau und der Fertigstellung des Guggenheim Museums 1997 durch den Stararchitekten Frank Owen Gehry wurde in der Stadt dann ein gänzlich neues Kapitel aufgeschlagen. Der monströse Titanbau schlängelt sich an die Ufer des Flußes und ist ein Statement für die Moderne, eine Zeitenwende und der Mut der hiesigen Basken, in schwierigen Zeiten ihr wahres Gesicht zu zeigen.

Bilbao ist eine Stadt, die entdeckt werden möchte. Ummantelt von vielen grünen Bergen, entdeckenswerten Vierteln, einer quirligen Altstadt und mit dem über 10.000 qm2 großen Ribera Markt, einem der größten Lebensmittelmärkte Europas, ist nicht nur der Bauch der Stadt, sondern auch die wahre Liebe der Basken zum „essen und trinken“ kurz zusammengefasst. Dieser Markt bedient nicht nur unzählige Privathaushalte, er versorgt auch die zahllosen Kneipen, Bars und Restaurants der Stadt mit seinen frischen Köstlichkeiten. Nicht so mondän und schick herausgeputzt wie in anderen Städten, verhält sich Bilbao ein wenig wie das hässliche Entlein. Hat man die Stadt und seine ganzen Facetten erst einmal inhaliert und verstanden, wird ein stolzer und mannigfaltiger Schwan daraus.

Der spanisch-schweizer Architekt und Künstler Santiago Calatrava Valls ist für viele Bauwerke bekannt und berüchtigt, unter anderem auch für den Flughafen Loiu in Bilbao. Dieser architektonische Hingucker soll an eine Taube erinnern und lässt direkt bei der Landung in Bilbao das Herz schneller schlagen. Denn keine fünf Minuten vom Flughafen entfernt lässt es sich wahrlich gut tafeln.

Die Tankstellen Gaststätte am Flughafen Bilbao

Hinter einer Tankstelle, keine fünf Gehminuten vom Flughafen von Bilbao entfernt, liegt dann das Restaurant Asador Taskas versteckt. Sage und schreibe elf Jahre schon wird hier in einem recht skurrilen Ambiente eine äußerst schmackhafte Produktküche serviert. Überall stehen wertvollste Champagner und Spirituosen herum, ein Zigarren Humidor scheint von den Besuchern und Besucherinnen auch gerne nach dem eingenommenen Mahl in Anspruch genommen zu werden. Fußball Trophäen und Bilder der Spieler des hiesigen Fußballvereins Athletic Bilbao sprechen für eine gewisse Zuneigung für diesen Club. Natürlich werden hier auch frische Fische und Meerestiere öffentlich zur Schau gestellt und stolz feilgeboten.

Dieser Ort ist so kurios, dass wirklich niemand hier so ein gutes Restaurant vermuten würde. Aber in diesem Punkt ticken die Basken nun einmal komplett anders und der eine oder andere bekannte Sterne Koch lässt es vor seinem Abflug oder nach seiner Ankunft im Asador Taskas auch so richtig krachen. Bester hausgemachter Lachs in einer Orangenmarinade, beste Muscheln in Gemüse Sud, ein Tomatensalat, der für die winterliche Jahreszeit erstaunlich gut mundet, gegrillte Artischocken zum Verlieben und die hausgemachten Paprikaschoten sind allesamt wahre Gedichte. Der abschließende Cortado gar eine Sensation. So wie der Asador Taskas sollten alle Tankraststätten kulinarisch aufgestellt sein. Die Welt würde ein leckerer und besserer Ort sein.

Asador Taskas, Parque Parque Empresarial Aeropuerto de Bilbao, 48160 Derio, Bizkaia, Spanien, Telefon: +34 946 74 12 10, https://www.asadortaskas.com/

Die sozialen Medien und das Trüffel Gericht

Ob es gefällt oder nicht, die sozialen Medien beeinflussen einen dann doch viel mehr als man es eigentlich wahrhaben möchte. Da poppt auf dem Handy nach dem Öffnen der App ein Tellergericht auf, bei dem sich sofort die Magensäfte regen und Erinnerungen an alte Gelage hochkommen, und der unwiderstehliche Drang nach „das möchte ich sofort haben und essen“ wird aktiviert. Praktisch ist es, dass man gerade vor Ort in der Stadt und nicht unweit von dem Restaurant entfernt ist, um dort einmal kurz vorbei zu schauen und zu fragen, ob es das Kartoffel-Eier- Trüffel Gericht aktuell noch zu essen gibt.

Dem ist so, der letzte Platz im Restaurant Narru in Donostia-San Sebastián wird im Bar Bereich für den Abend reserviert und die Vorfreude auf das kommende Kulinarische ist immens groß und wird in überhaupt keiner Art und Weise enttäuscht. Vorab noch ein Ochsenschwanz Ravioli mit Trüffel und Leber, ein Hummer Salpicón, danach noch ein bisschen Ananas und Apfelkuchen mit Eis und schon fühlt man sich wie im Himmel auf Erden und muss dem Internet und sozialen Medien für den vorab getätigten virtuellen Impuls auch einmal von Herzen danken!

Narru – San Martin Kalea, 22 – 20005 Donostia-San Sebastián – Spanien – Telefon: +34 843 93 14 05 – https://narru.es/

Eine schlechtere Kopie vom Original

Die beiden Jungköche Gorka Rico und Javier Rivero haben mit ihrem Restaurant Ama taberna in der baskischen Stadt Tolosa schon für viel kulinarischen Gesprächsstoff gesorgt. Was liegt da näher, als eine Kooperation mit dem Hotel Zenit in Donostia-San Sebastián einzugehen und gemeinsam ein gutes Hotel Restaurant Projekt zu verwirklichen. So wurde kürzlich das Restaurant Enea im Untergeschoss des Hotels Zenit eröffnet. Das Ambiente ist dort großzügig offen, wird von hellem Holz und einer warmen Illumination geprägt. Herzlich auch der Service und baskisch flott die Küche mit der Umsetzung der bestellten Wünsche.

Die Speisen selber wirken auch perfekt auf dem Reisbrett geplant, kommen aber bei weitem nicht an die Küchenleistungen in der Ama taberna in Tolosa heran. Ein wenig lieblos, nicht richtig abgestimmt wirkte das ganze Arrangement hier im Restaurant Enea an diesem Abend. Ob Zufall oder Konzept wissen in diesem Moment nur das Team und die anderen Gäste dieser Lokalität.

Enea, Antonio Maria Labaien Kalea, nº1, 20009 Donostia-San Sebastian, Gipuzkoa, Spanien, Telefon: +34 943 56 39 09, https://www.enea.eus/

Zwei Schritte zurück in die richtige Richtung

Zunächst ein wenig rückwärts gewandt versucht der Krebs aus der Gattung der Gliederfüßer seine Situation zu erfassen, um dann die richtige Entscheidung zu treffen und wieder vorwärts tippelnd jeglicher Gefahr zu entgehen. Das im Dezember 2021 in der baskischen Hafenstadt Zumaia gegründete Restaurant Hamarratz (baskische Bezeichnung für Krebs) hat sich daher für genau diesen Namen entschieden. Es muss in die Vergangenheit geschaut werden, um für die Zukunft die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Umgesetzt bedeutet dies, dass viele der hier verarbeiteten Produkte traditionell konserviert werden, um diese dann auch noch viele Monate später den Gästen anbieten zu können. Es wird geschaut, was für Fische, außer den beliebten Vertretern unserer Zeit, früher auf den Grill und dann auf den Tisch kamen. Mit einheimischen Fischern werden diese dann gefischt und im Lokal Hamarratz liebevoll serviert. Eine lokale Produktküche, mit eigenem großen Nutzgarten, ein paar Tischen, einer stets erklärenden, voller Enthusiasmus explodierenden Gastgeberin und eine tolle Küche laden hier im Hamarratz zum langen Verweilen ein. Geht zurück und genießt das aufregend Leckere von gestern und morgen!

Restaurant Hamarratz, Artadi Auz., 20750 Zumaia, Gipuzkoa, Spanien, Telefon: +34 633 64 60 86, https://hamarratz-zumaia.com/

Der Druide und sein Restaurant an der Grenze

Felix Manso Ibarla nennt man im Baskenland den Druiden. Er soll über wahre magische Zauberkräfte in Bezug auf seine Kochkünste verfügen. Unzählige Wettbewerbe hat er gewonnen und vor allen Dingen bei seinen Pintxo und Tapa Kreationen gehört er zu den innovativsten und kreativsten Köpfen weit und breit. Was liegt da näher, auch einmal sein Restaurant in Irun direkt an der französichen Grenze zu besuchen. Hier werden dann auch saisonale und frische Zutaten sehr fein zubereitet. Avocado und Thunfisch in bester Manier, frisch gegrillte Artischocken mit Gänseleber zum vernaschen, frische Pilze auf Kartoffelpüree, Bacalao und noch ein Armer Ritter zum Nachtisch und fertig ist das doch recht klassisch anmutende Druiden Zaubermahl.

Bar Restaurante Felix Manso Ibarla, Bo. Meaka, 9, 20305 Irun, Gipuzkoa, Spanien, Telefon: +34 943 84 19 64, https://www.felixmanso.com/

Erlebt im Januar 2022.

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Weine

Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Kabinett 2025 Magnum

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Graacher Himmelreich Kabinett · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–65 % Magnum 1,5 l · 2025

Der Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Kabinett 2025 in der Magnum stammt aus einer Paradelage der Mittelmosel. Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett mit feiner Schiefermineralität.


Graacher Himmelreich – Paradelage der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Graacher Himmelreich ist ein Paradebeispiel für das Potenzial der Mittelmosel-Rieslinge; teils stehen die Reben noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die nach Süd-Südwest bis Südwest ausgerichteten Weinberge (110–260 m, 45–65 % Neigung) profitieren von der reflektierenden, wärmespeichernden Wirkung der Mosel und dem natürlichen Windschutz des Tals. Die Böden aus leicht erwärmbarem Blau- und Grauschiefer prägen die Mineralität; Wasseradern im Hang sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Der Name „Himmelreich" stammt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet „kleiner Hügel".

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett aus dem Graacher Himmelreich, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure des Kabinetts bewahrt. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.

Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Ein verspielt-fruchtiger, langlebiger Mosel-Kabinett; die Magnum reift besonders harmonisch. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Graacher Himmelreich (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-Südwest- bis Südwest-Steillage, 45–65 % Neigung, 110–260 m; leicht erwärmbarer Blau- und Grauschiefer; teils Einzelpfahlerziehung
Klassifikation: Riesling Kabinett, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Rebsorten

Argentiera Poggio ai Ginepri Bolgheri 2023

Wein · Rotwein · Bolgheri · Italien

Argentiera Poggio ai Ginepri ist eine vollmundige Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot, die mit Noten von roten Beerenfrüchten und Vanille besticht. Im Geschmack leichte Anklänge von Gewürzen und Pflaume. Sehr rund, warm und mit einer knackigen Frische versehen; weiche, harmonische Tannine im Nachhall.


Bolgheri / Toskana

Die Tenuta Argentiera liegt im Süden der Bolgheri DOC an der toskanischen Maremma-Küste. Poggio ai Ginepri („Hügel der Wacholder") stammt aus den tiefer gelegenen, meeresnahen Lagen des Guts und war der erste Wein der Tenuta – heute ihr zugänglicher Signature-Rotwein. Kühlende Meeresbrisen sorgen für Frische und mediterranen Charakter.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot, jede Sorte separat im Edelstahl vergoren. Anschließend reift der Wein rund acht Monate – zur Hälfte in gebrauchten Barriques aus französischer und ungarischer Eiche (dort die malolaktische Gärung), zur Hälfte im Edelstahl. So bleibt die Frucht im Vordergrund, ergänzt um eine dezente Vanillenote. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Kräftiges Rubinrot. In der Nase rote Beerenfrüchte, weißer Pfeffer und Zimt, dazu ein Hauch Vanille. Am Gaumen rund, warm und vollmundig, mit leichten Anklängen von Pflaume und Gewürzen, knackiger Frische und weichen, harmonischen Tanninen; sauberer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein vielseitiger Essensbegleiter.

Passt zu: Pasta, Suppen, gebratenem und gegrilltem rotem Fleisch, Aufschnitt und mittelreifem Käse.


Lage: Bolgheri DOC, Maremma (Toskana, Italien); Tenuta Argentiera
Klassifikation: Bolgheri Rosso DOC – Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Syrah & Merlot, trocken
Ausbau: ~8 Monate, zur Hälfte in gebrauchten Barriques (französische/ungarische Eiche), zur Hälfte im Edelstahl

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Weine

Von Winning Marmar Riesling 2021

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Marmar (Fassselektion) Forster Ungeheuer von Winning · Deidesheim kalkreiche, kühle Parzelle trocken im Holz ausgebaut 2021

Der von Winning Marmar Riesling 2021 ist eine expressive, kraft- und druckvolle Selektion der allerbesten Fässer aus einer kalkreichen, kühlen Parzelle der Einzellage Forster Ungeheuer. Ein Riesling, der vor Kraft strotzt – konzentriert, intensiv und mit unglaublicher Länge.


Marmar – Fassselektion aus dem Forster Ungeheuer

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, die trockenen Rieslinge vollständig im großen Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen. Der Marmar ist eine besondere Selektion der allerbesten Fässer.

Die Trauben stammen aus einer kalkreichen, kühlen Parzelle der berühmten Einzellage Forster Ungeheuer. Der hohe Kalkanteil und die kühle Ausrichtung dieser Parzelle verleihen dem Wein trotz seiner Kraft und Konzentration Frische, Spannung und eine markante Mineralität.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 war an der Mittelhaardt ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht – ideale Bedingungen für einen konzentrierten, zugleich rassigen Riesling. Die kalkreiche, kühle Parzelle im Ungeheuer und der lange Holzfassausbau bewahrten Kraft, Frische und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Ungeheuer, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von kalkreichem Boden.

Für den Marmar werden die allerbesten Fässer selektiert. Wie bei von Winning üblich, reift der Wein im Holz lange auf der Feinhefe – das verleiht ihm Schmelz, Tiefe und Struktur, ohne die Frucht mit Holz zu überlagern. Naturnahe Bewirtschaftung.

Im Glas

Ein Riesling, der vor Kraft strotzt – konzentriert und intensiv: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu eine rauchige Zitrusaromatik und feine Kräuterwürze über kalkig-salziger Mineralität. Am Gaumen kraft- und druckvoll, dabei frisch und rassig; der Abgang hat Spiel und eine unglaubliche Länge.

Kraft- und druckvoll, konzentriert und intensiv – rauchige Zitrusaromatik und Kräuterwürze über kalkig-salziger Mineralität, mit Spiel und unglaublicher Länge im Abgang.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Lagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: kalkreiche, kühle Parzelle im Forster Ungeheuer, Forst, Pfalz; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, Ausbau im Holz auf der Feinhefe; naturnahe Bewirtschaftung

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Spanien

Sekka 2015

Weißwein · Rueda · Verdejo · Spanien

Vidal Soblechero Sekka ist eine Cuvée aus 85 % Verdejo und 15 % Viura aus Rueda. Claudio Vidal wollte einen gereiften Verdejo – aber nicht im Barrique, sondern langsam im Stahltank gereift. Trotz seiner Reife steckt er noch in einer jugendlichen Phase. Ein außergewöhnlicher spanischer Blanco.


Rueda

Bodegas Vidal Soblechero liegt in Rueda im Norden Spaniens, der Heimat des Verdejo. Das kontinentale Klima mit kühlen Nächten und die kalkhaltigen Böden bringen mineralische, ausdrucksstarke Weißweine hervor.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 85 % Verdejo und 15 % Viura. Der Verdejo ergibt mundfüllende Weine mit vielschichtiger Struktur, die Viura bringt Frische und Mineralität. Der Ausbau erfolgt im Stahltank – bewusst ohne Barrique – mit langer Reife.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase reife Äpfel und leicht grüne Aromen, getragen von der Frische und Mineralität der Viura. Am Gaumen mundfüllend und vielschichtig, frisch und mineralisch zugleich. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren; ein größeres Glas betont die Aromatik.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und Gemüsegerichte.


Lage: Rueda (Spanien); kalkhaltige Böden
Klassifikation: Rueda DO – Blanco
Ausbau: 85 % Verdejo / 15 % Viura, Stahltank, lange Reife

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Südafrika

Groot Constantia Grand Constance 2007

Süßwein · Muscat de Frontignan · Constantia · Südafrika

Groot Constantia Grand Constance ist ein legendärer Süßwein aus dem Constantia-Tal in Südafrika. Aus rotem und weißem Muscat de Frontignan, spät gelesen und teils rosiniert – bernsteinfarben, mit opulenter Süße, getragen von feiner Säure. Die moderne Wiederbelebung des historischen „Constantia-Weins".


Constantia

Groot Constantia im Constantia-Tal bei Kapstadt ist das älteste Weingut Südafrikas (gegründet 1685). Der historische „Constantia-Wein" war an Europas Höfen begehrt – Napoleon ließ ihn sich im Exil auf St. Helena kommen. Granitverwitterungsböden und das kühle, vom Atlantik geprägte Klima sorgen für die feine Säure.

Rebsorte und Ausbau

Aus rotem und weißem Muscat de Frontignan. Die Trauben werden spät und vollreif gelesen, teils am Stock rosiniert – ohne Botrytis. Nach Maischegärung und sanfter Pressung reift der Wein rund zwei Jahre im Eichenfass. So entsteht ein natürlich süßer, unverstärkter Wein mit bernsteinfarbenem Schimmer.

Im Glas

Leuchtendes Bernsteingold. In der Nase getrocknete Aprikose, kandierte Orangenschale, Honig und Rosenblüte, dazu Feige und Gewürze. Am Gaumen üppig und cremig-süß, mit Marmelade, kandiertem Ingwer und exotischer Frucht, ausbalanciert von lebendiger Säure. Sehr langer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Dessertwein oder zu kräftigem Käse. Auch solo als edler Abschluss eines Essens.

Klassische Begleitung: Blauschimmelkäse, Foie gras, Obstdesserts und Crème brûlée.


Lage: Constantia, Westkap (Südafrika)
Klassifikation: Natural Sweet / Süßwein – Muscat de Frontignan
Ausbau: rund 2 Jahre im Eichenfass; spät gelesen, teils rosiniert, ohne Botrytis

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Feinkost

Agrigenus Pomodoro San Marzano geschälte ganze Tomaten

Feinkost · Tomaten · Kampanien

Die Agrigenus Pomodoro San Marzano sind geschälte ganze Tomaten der Sorte San Marzano aus Kampanien. Die San-Marzano-Tomate wächst auf dem fruchtbaren Vulkanboden rund um den Vesuv und gilt als besonders delikate, aromatische Sorte. Sie behält ihren Geschmack auch nach dem Einkochen und eignet sich für Sugo, Pizza und Schmorgerichte. Fruchtig, mild in der Säure und vielseitig.


Herkunft

Die San-Marzano-Tomate stammt aus dem Agro Sarnese-Nocerino, einer fruchtbaren Ebene zwischen Vesuv und Sarno in Kampanien. Der vulkanische Boden und das milde Klima prägen die längliche, dünnhäutige Frucht mit ihrer typischen Süße und feinen Säure. Die Sorte ist empfindlich und wird mit großer Sorgfalt angebaut und geerntet.

Anbau und Verarbeitung

Die Tomaten werden ähnlich wie Reben kultiviert und nur vollreif geerntet – von Anfang August bis Ende September in mehreren Durchgängen, drei- bis viermal oder öfter. Verarbeitet werden ausschließlich reife Früchte; sie werden geschält und ganz konserviert, um Aroma und Struktur zu erhalten.

Geschmack

Fruchtige, vollmundige San-Marzano-Tomaten mit feiner Süße und milder Säure. Das Fruchtfleisch ist dicht, die Haut wird vor dem Einlegen entfernt. Der Geschmack bleibt auch nach dem Einkochen lang und intensiv.

Am Tisch

In der Küche rund 10 Minuten köcheln lassen, dann mit Salz und einem Schuss nativem Olivenöl extra abschmecken. Klassisch für Sugo, Pizza Napoletana, Schmorgerichte und Suppen. Kühl und trocken lagern, nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und rasch verbrauchen.


Hersteller Agrigenus, Kampanien (Italien)
Produkt Geschälte ganze Tomaten (Pomodori pelati)
Sorte San Marzano
Herkunft Agro Sarnese-Nocerino, Kampanien
Verarbeitung geschält, ganz konserviert
Mindesthaltbarkeit (MHD) 31.12.2027

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Länder/Regionen

Dietrich Schwebebahn rosé

Wein · Roséwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Schwebebahn Rosé ist Teil einer Sonderedition zum 125. Jubiläum der Wuppertaler Schwebebahn – das blau-orange Etikett erinnert an die Gelenktriebwagen der 1970er Jahre. Die Edelrebsorte Pinot Noir steht Pate für diesen Roséwein: Frucht und Eleganz sind seine herausragenden Eigenschaften.


Pfalz

Das Partnerweingut Familie Dietrich umfasst 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für ein fast mediterranes Klima – die Grundlage für ausdrucksstarke, trocken ausgebaute Weine. Geführt wird das Gut von den Brüdern Arnd und Gerrit Dietrich.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinot Noir (Spätburgunder), gewonnen aus mehrmaliger Traubenselektion im Weinberg. Nach kurzem Schalenkontakt zur Gewinnung der zarten Farbe wird der Most schonend vergoren, was Frucht, Frische und Eleganz bewahrt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase rote Beerenfrucht mit klarer Frische. Am Gaumen fruchtig und elegant, mit roter Beere, seidigem Säurebogen und einem feinen, eleganten Finish.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif, Sommer- und Terrassenwein oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Antipasti, Fisch, hellem Fleisch und mediterraner Küche.


Lage: Pfalz, Großkarlbach/Weisenheim am Sand/Laumersheim (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Pinot Noir Rosé, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, schonende Gärung (fruchtbewahrend)
Edition: Sonderedition „125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn"

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Feinkost

Deortegas Aceite de Oliva Virgen Extra Olivenöl Cornicabra BIO

Feinkost · Olivenöl · Cornicabra · Murcia · Bio

Deortegas Aceite de Oliva Virgen Extra Cornicabra ist ein natives Bio-Olivenöl extra aus der Cornicabra-Olive aus Murcia in Spanien. Die Frucht erinnert in ihrer Form an ein kleines Horn – daher der Name „Cornicabra" (spanisch für Ziegenhorn). Das Öl schimmert gold-gelb mit einem leichten Grünton.


Herkunft

Das Olivenöl stammt aus Murcia im Südosten Spaniens, einer für hochwertige Olivenöle bekannten Region. Es wird aus biologisch angebauten Oliven gewonnen und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle ES-ECO-024-MU).

Anbau und Verarbeitung

Das Öl wird aus der Cornicabra-Olive gewonnen, deren Frucht an ein kleines Ziegenhorn erinnert. Als natives Olivenöl extra wird es schonend kalt gepresst, was seine fruchtige Aromatik bewahrt.

Geschmack

Gold-gelb mit leichtem Grünton. Im Geschmack fruchtig und leicht süß, mit einer dezenten zartbitteren Note. Ausgewogen und harmonisch.

Am Tisch

Am besten roh und kalt verwenden, um die Aromatik voll zur Geltung zu bringen.

Klassische Verwendung: zu mediterranem Gemüse und Fisch, über Salate und Brot.


Hersteller: Deortegas
Produkt: Aceite de Oliva Virgen Extra (natives Olivenöl extra)
Sorte: Cornicabra
Herkunft: Murcia (Spanien)
Verarbeitung: kalt gepresst, nativ extra
Mindesthaltbarkeit (MHD): 10.2027

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