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15. März 2022

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Whisky

Octomore Edition 07.01_208 Progressive Hebridean Distillers

Whisky · Single Malt · Islay · Octomore

Octomore Edition 07.1_208 ist ein super-stark getorfter Islay Single Malt der Bruichladdich Distillery. Octomore fordert seit 2008 die gängige Whisky-Weisheit heraus: fünf Jahre gereift, extrem hoch getorft und nahe der Fassstärke abgefüllt. Mit 208 ppm zählt diese Edition zu den am stärksten getorften Whiskys der Welt. Wegen seiner überraschenden Eleganz trotz dieser Wucht nennt Bruichladdich ihn „die unmögliche Gleichung".


Islay

Die Bruichladdich Distillery steht seit 1881 auf den Rhinns of Islay. Octomore ist nach einem ehemaligen Brennerei- und Hofgut oberhalb von Port Charlotte benannt. Für diese Edition wird Gerste vom schottischen Festland verwendet; der außergewöhnlich hohe Torfgehalt entsteht beim Mälzen.

Herstellung und Reifung

Der Single Malt ist mit 208 ppm super-stark getorft und reifte fünf Jahre in American Oak (ehemalige Bourbon- bzw. American-Whiskey-Fässer). Abgefüllt wurde er ungefärbt und nicht kühlgefiltert nahe der Fassstärke.

Im Glas

Helles Strohgold in natürlicher Farbe. In der Nase Seeluft, Toffee und Zitrus, dann dichter Torfrauch mit Pfirsich, Vanille, Nuss und Tabak. Am Gaumen samtig-weich, mit viel Torf und eleganter Süße, Honig, Vanille und Leder. Der Abgang ist sehr lang, rauchig und salzig.

Zum Genuss

Pur in einem Nosing-Glas genießen; etwas Zeit im Glas lohnt sich, Wasser nur sehr vorsichtig zugeben. Ein Whisky für erfahrene Liebhaber rauchiger Islay-Malts.

Passt außerdem zu geräuchertem Fisch, kräftigem Hartkäse und dunkler Schokolade.


Herkunft: Islay, Schottland (Bruichladdich Distillery)
Art: Super-stark getorfter Islay Single Malt, 208 ppm
Reifung: 5 Jahre in American Oak (Bourbonfässer)

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Spirituosen

Cognac Seguinot VSOP 1er Cru de Cognac

Spirituose · Cognac · Grande Champagne · Frankreich

Seguinot Cognac VSOP ist ein 1er-Cru-Cognac aus der Grande Champagne. Seine bernsteinfarbene Erscheinung mit goldenen Reflexen offenbart delikate Aromen von getrockneten Früchten, Mandeln und Haselnüssen, begleitet von ausgeprägter Sanftheit und Finesse – mehrfach international ausgezeichnet.


Herkunft / Grande Champagne

Der VSOP stammt aus der Grande Champagne, dem 1er Cru und besten Cru der Cognac-Region. Das Haus Seguinot steht für Tradition und handwerkliche Qualität. Die kalkreichen Böden der Grande Champagne bringen besonders feine, langlebige Eaux de Vie hervor.

Herstellung und Reifung

Aus Eaux de Vie der Grande Champagne (1er Cru). Nach der Destillation reift der Cognac zunächst ein Jahr in neuen Eichenholzfässern, wodurch er kräftige Tannine aufnimmt, bevor er nahezu vier Jahre in älteren Fässern weiter ausgebaut wird. Mehrfach international ausgezeichnet.

Im Glas

Bernstein mit goldenen Reflexen. In der Nase und am Gaumen delikate Aromen von getrockneten Früchten, Mandeln und Haselnüssen, getragen von ausgeprägter Sanftheit und Finesse; harmonischer, langer Abgang.

Pur und im Drink

Pur bei Zimmertemperatur im Cognac-Schwenker genießen – oder als Basis für gehobene Cocktails.

Ideal: pur als Digestif, zu Schokolade oder in klassischen Cognac-Cocktails.


Herkunft: Grande Champagne, 1er Cru (Frankreich); Maison Seguinot
Art: Cognac Grande Champagne VSOP
Reifung: 1 Jahr in neuen Eichenfässern, anschließend knapp 4 Jahre in älteren Fässern
Auszeichnungen: mehrfach international prämiert

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Frankreich

Bertheau Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses · 1er Cru Chambolle-Musigny unterhalb Le Musigny · SO-Lage 2019

Der Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2019 der Domaine François Bertheau stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage von Chambolle – einem Weinberg auf Grand-Cru-Niveau. In der Jugend verschlossen, läuft Bertheaus Amoureuses über die Jahre zur Hochform auf: Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und ein unendlich sanfter Nachhall.


Les Amoureuses – der berühmteste Premier Cru von Chambolle

Les Amoureuses („die Liebenden") gilt als bester Premier Cru der Gemeinde und als einer der großen Weinberge der Welt – bei einer Neuklassifizierung wäre ein Grand-Cru-Status kaum fraglich. Die Lage liegt am südlichen Ende von Chambolle-Musigny, direkt oberhalb des Dorfes Vougeot und unterhalb des Grand Cru Le Musigny; im Norden grenzt Les Charmes, südlich Les Petits Vougeots.

Der kalkhaltige Boden ist hier leichter: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in Felsspalten zwingt. Das begrenzt Wuchskraft und Ertrag und führt zu kleinen, konzentrierten Beeren. Die meist südöstliche Ausrichtung und das kühle Klima sichern Reife bei erhaltener Säure. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Trotz der Wärme bewahrten die Trauben eine bemerkenswerte Frische; die Reben lieferten konzentrierte, vollreife Frucht.

Für die roten Burgunder steht 2019 für Tiefe und reife, dichte Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der zur balancierten Art der Amoureuses passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

In der Jugend verschlossen und subtil. Mit Reife entfalten sich Samt und Seide, reinste, kernige Himbeerfrucht, ein erdiger Charakter und feste, zugleich seidige Tannine. Der Abgang ist unendlich sanft und lang.

Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und feste, seidige Tannine – ein Kult-Premier-Cru mit unendlich sanftem Nachhall.

In der Jugend noch verschlossen; sein volles Potenzial entfaltet der Wein über viele Jahre, oft Jahrzehnte. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein eleganter Wein für den besonderen Anlass.


Lage: Les Amoureuses (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); unterhalb Le Musigny, dünner Felsboden über hartem Kalkstein, SO-Lage
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Weine

Porta Nova Vinho Verde

Weißwein · Vinho Verde · Loureiro & Trajadura · Portugal

Porta Nova Vinho Verde ist ein frischer, leichter Weißwein aus dem Norden Portugals, erzeugt von Casa Ermelinda Freitas. Er wird aus den regionalen Rebsorten Loureiro und Trajadura gekeltert. Mit feiner Spritzigkeit, niedrigem Alkohol und klarer Frucht ist er ein typischer Vinho Verde. Im Glas zarte Aromen von Zitrus und Honigmelone.


Vinho Verde

Die DOC Vinho Verde liegt im grünen, regenreichen Nordwesten Portugals, nahe dem Atlantik. Das kühle Klima und die Meeresbrisen sorgen für frische, säurebetonte Weißweine mit moderatem Alkohol. „Vinho Verde" – grüner Wein – verweist auf den jungen, frischen Stil.

Assemblage und Ausbau

Der Wein vereint die regionalen Rebsorten Loureiro und Trajadura. Nach der Lese wird er rasch und kühl im Edelstahltank vergoren; die typische, leichte Spritzigkeit und die frische Frucht bleiben so erhalten. Kein Holzausbau.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Aromen von süßem Zitronenöl, Zitrus und fruchtiger Honigmelone. Am Gaumen leicht und frisch, mit zarter Spritzigkeit und frischer Säure. Der Abgang ist sauber und unkompliziert.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; jung und unkompliziert zu genießen, auch als Apéritif.

Klassische Begleitung: leichte Gerichte, Fisch, Meeresfrüchte und Salate.


Lage: Vinho Verde (Minho), Nordportugal
Klassifikation: Vinho Verde DOC
Ausbau: Kaltvergärung im Edelstahl, ohne Holz, leichte Spritzigkeit

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Weine

Jose Gil Vinedos En San Vicente de la Sonsierra 2024

Rotwein · Rioja DOCa · Tempranillo

Tempranillo mit ~20 % Garnacha & 5 % Viura Rioja DOCa Viñedos en San Vicente San Vicente de la Sonsierra José Gil Höhenlagen > 500 m 2024

Der José Gil Viñedos en San Vicente de la Sonsierra 2024 ist der Village-Wein des Hauses – ein „Einstiegswein" auf hohem Niveau: präzise, feinmaschig, frisch und zutiefst terroirgeprägt. So schmeckt der perfekte Rotwein aus San Vicente.


Viñedos en San Vicente – der Village-Wein von José Gil

José Gil zählt mit seiner Partnerin Vicky zu den gefeierten jungen Terroir-Winzern der Rioja (Tim Atkin „Young Winemaker of the Year 2021"). Geprägt von Praktika in Burgund und an der Mosel, vinifiziert er in San Vicente de la Sonsierra village- und lagenspezifische Weine aus alten Buschreben – organisch, mit burgundischer Eleganz statt traditioneller Holzlastigkeit.

2024 markiert einen wichtigen Schritt in der kontinuierlichen Präzisionsarbeit von José und Vicky Gil: Das Weingut erweitert seinen Besitz um einen weiteren Hektar – drei Parzellen unterhalb der Sierra Cantabria, darunter ein alter Garnacha-Weinberg bei Peciña sowie zwei Tempranillo-Lagen im Valle de La Canoca. Das erlaubt eine feinere Selektion und hebt die Qualität des Village-Weins auf ein nochmals höheres Niveau. Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen rund um San Vicente, meist auf über 500 Metern Höhe; die vielfältigen Böden aus Lehm, Kalk, Sand und feineren Sedimenten geben dem Wein zusätzliche Tiefe und Komplexität.

Jahrgang 2024 – Rioja

2024 war ein Jahr mit gut wassergesorgten Böden und vergleichsweise kühlem Sommer, das zu einer späten, präzise gelesenen Reife führte. Im Viñedos en San Vicente ergibt das einen frischen, saftig gespannten Wein mit klarer Frucht und feinmaschiger Struktur – ein Village-Wein, der für seine Kategorie Maßstäbe setzt.

Assemblage und Ausbau

Tempranillo als Basis, ergänzt von rund 20 % Garnacha und 5 % Viura, gemeinsam vergoren, aus dem Jahrgang 2024, Rioja DOCa, trocken.

Die Lese erfolgt vollständig von Hand; nach dem Entrappen bleiben etwa 20 % Rappenanteil erhalten, um Struktur und Würze zu betonen. Vergoren wird im Stahltank, bevor der junge Wein zehn Monate lang in Beton sowie gebrauchten 300- und 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche reift. Dieser sanfte Ausbau bewahrt die Klarheit der Frucht und unterstreicht die Herkunft der einzelnen Parzellen. Abgefüllt im September 2025; insgesamt 17.200 Flaschen.

Im Glas

Ein präziser, feinmaschiger Village-Tempranillo: frische rote Frucht, florale und würzige Nuancen aus dem Ganztraubenanteil, getragen von saftiger Spannung und lebendiger Säure. Am Gaumen klar, balanciert und terroirgeprägt, mit feinem Tannin und gutem Trinkfluss – die vielen Böden und Lagen zeigen sich in aromatischer Vielfalt und Tiefe.

Präzise, feinmaschig, frisch und zutiefst terroirgeprägt – so schmeckt der perfekte Rotwein aus San Vicente.

Schon jung mit viel Trinkfreude, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Lamm und Geflügel, zu Salumi und Tapas sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Rioja DOCa, mehrere Weinberge rund um San Vicente de la Sonsierra (Spanien), meist >500 m; vielfältige Böden aus Lehm, Kalk, Sand und feineren Sedimenten
Klassifikation: Rioja DOCa, Tempranillo mit ~20 % Garnacha und 5 % Viura (trocken); 17.200 Flaschen
Ausbau: Handlese, ~20 % Ganztraube/Rappen, Gärung im Stahltank, 10 Monate in Beton sowie gebrauchten 300- und 500-l-Fässern (franz. Eiche); organischer Anbau

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Schaumweine

Egly-Ouriet Grand Cru Extra Brut

Der Egly-Ouriet Grand Cru Extra Brut ist das Herzstück des Hauses: 70 % Pinot Noir und 30 % Chardonnay, rund neun von zehn Trauben aus Ambonnay. Kein Jahrgang auf dem Etikett, aber der Charakter eines Millésime.

Im Glas

Birne, Pfirsich, Gebäck, Geißblatt und Orangenschale – dicht, aber nicht schwer. Im Mund kraftvoll, mit reifer Frucht und präziser Säure. Das Holz gibt Textur, ohne den Pinot zu überdecken. Lang und salzig im Abgang, mit viel Kreide.

Mach was draus

Kaninchen in Pilzrahm, Hummer, Perlhuhn, Taube oder gebratene Jakobsmuscheln. Auch gereifter Comté passt. Ein Champagner für ein festliches Menü, der vom ersten Gang bis zum Hauptgericht mitgeht. Kurz schwenken, dann öffnet sich das Bouquet. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Wer wissen will, warum Ambonnay so berühmt ist, sollte diesen Champagner probieren. Am besten zu einem Gericht mit Pilzen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum wirkt er wie ein Jahrgangschampagner? Rund die Hälfte stammt aus einem einzigen Basisjahr, der Rest aus nur zwei Vorjahren. So prägt das Jahr den Wein stärker als bei einem üblichen Brut.

Wie lange kann ich ihn lagern? Er ist trinkreif und hält bis etwa 2031. Noch zwei bis fünf Jahre im Keller machen ihn harmonischer.

70 % Pinot Noir, 30 % Chardonnay · rund 90 % aus Ambonnay, dazu Bouzy, Verzenay und teils Verzy · ein Basisjahr plus Reserve aus zwei Jahren · Spontangärung im Holz (ca. 10 % neu) · ohne biologischen Säureabbau · 48 Monate Hefelager · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, 1 g/l Restzucker · Champagne Egly-Ouriet, Ambonnay · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Domaine Francois Raveneau Chablis Foret Premier Cru 2023

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Chablis · 1er Cru Forêt(s) linkes Serein-Ufer (Montmains) Kimmeridgium-Mergel/Ton · 0,67 ha 2023

Der Chablis 1er Cru Forêt 2023 der Domaine François Raveneau ist ein reinsortiger Chardonnay am linken Serein-Ufer. In diesem Jahrgang zeigt sich Les Forêts weich, floral und elegant – von einer der legendärsten und rarsten Adressen von Chablis.


Les Forêts – Premier Cru am linken Serein-Ufer

Les Forêts ist ein Premier Cru am linken Ufer und gehört zum Verbund der Lage Montmains. Raveneaus Parzelle umfasst 0,67 Hektar in südöstlicher bis nordöstlicher Ausrichtung; die Reben stammen zu zwei Dritteln aus den frühen 1990er- und zu einem Drittel aus den frühen 2000er-Jahren. Der Boden aus kimmeridgischem Mergel und Ton bringt einen weichen, floralen und eleganten Stil hervor.

Die Domaine François Raveneau, 1948 gegründet, zählt zu den ikonischen Erzeugern von Chablis. Auf 8,9 Hektar wächst ausschließlich Chardonnay; gesetzt wird auf 100 % Ganztraubenpressung, Ausbau im Holzfass mit nur 10–15 % jährlich erneuerten Fässern und ohne technische Eingriffe. Die Weine sind rar und über Jahre lagerfähig.

Jahrgang 2023 – Chablis

2023 brachte in Chablis einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein kühl-feuchtes Frühjahr verlangte Wachsamkeit, ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer; eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische zurück.

Für Chablis steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der die weiche, florale Eleganz dieses Forêt unterstreicht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, mit 100 % Ganztraubenpressung.

Gärung und Ausbau erfolgen im Holzfass, von dem jährlich nur 10–15 % erneuert werden – auf der Hefe und ohne technische Eingriffe. So bleiben Frucht und mineralische Linie klar erhalten.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, weiße Blüten und Austernschale über feinem Stein. Am Gaumen weich, floral und elegant, mit sanfter Mineralität, klarer Säure und langem Abgang.

Zitrus, weiße Blüten und Austernschale über sanfter Mineralität – weich, floral und elegant.

Schon zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über mehrere Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu Ziegenkäse. Die feine Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Les Forêts (1er Cru), Chablis; linkes Serein-Ufer (Montmains), kimmeridgischer Mergel & Ton, SO-/NO-Lage, 0,67 ha, Reben aus den 1990er/2000er-Jahren
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; 100% Ganztraubenpressung; Holzfass (nur 10–15% jährlich erneuert) auf der Hefe, ohne technische Eingriffe

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Weine

Dönnhoff Kreuznacher Krötenpfuhl Riesling GG 2025

Weißwein · VDP.Großes Gewächs · Riesling trocken

100 % Riesling Kreuznacher Krötenpfuhl VDP.Große Lage · Großes Gewächs 2025 Lehmiger Kies mit Schwemmlöss Spontangärung Holzfass und Edelstahl

Der Dönnhoff Krötenpfuhl Riesling GG 2025 stammt aus einer der wärmsten Lagen des Weinguts: dem Kreuznacher Krötenpfuhl bei Bad Kreuznach, VDP.Große Lage. Kies statt Fels, Südhang statt Steilhang – ein Großes Gewächs, das seine Kraft aus der Wärmespeicherung des Bodens zieht und nicht aus der Steillage. Handlese, Spontangärung, Ausbau in Holzfass und Edelstahl.


Kreuznacher Krötenpfuhl – lehmiger Kies am Südhang

Der Krötenpfuhl liegt am Stadtrand von Bad Kreuznach auf 140 bis 153 Metern über dem Meer, nach Süden ausgerichtet, mit einer Neigung zwischen 5 und 40 Prozent. Der Boden ist lehmiger Kies mit Schwemmlössanteilen – Ablagerungen der Nahe, durchsetzt mit feinem Löss. Der Kiesanteil speichert tagsüber die Sonnenwärme und gibt sie nachts an die Reben ab; der Lehm hält so viel Wasser zurück, dass die Stöcke auch in trockenen Sommern nicht in Stress geraten.

Der Name kommt vom Hangfuß: Nach Winterregen und starken Niederschlägen sammelt sich dort Wasser in flachen Tümpeln, die Kröten anziehen. Was als Kuriosität klingt, beschreibt die Hydrologie der Lage genau – ein durchlässiger Oberboden über einem Untergrund, der Wasser bis in den Hangfuß führt. Genau diese Kombination erklärt, warum der Krötenpfuhl reife, breitschultrige Rieslinge liefert, ohne dass sie phenolisch hart werden.

Dönnhoff bewirtschaftet hier Reben im Alter von 20 bis 30 Jahren und hält den Ertrag bei rund 40 Hektolitern je Hektar. Gelesen wird zu 100 Prozent von Hand. Im Vergleich zu den Schiefer- und Vulkanlagen des Weinguts weiter flussaufwärts ist der Krötenpfuhl der wärmere, frühere Standort – innerhalb des Betriebs die Lage für Fülle und Würze, nicht für kühle Zuspitzung.

Jahrgang 2025 – Nahe

2025 verlief an der Nahe zunächst regelrecht: ausreichende Niederschläge im Frühjahr, leicht überdurchschnittliche Temperaturen, guter Traubenbehang, gesundes Lesegut. Lokal kosteten Spätfröste und Hagel Menge. Ein warmer und trockener August beschleunigte die Reife dann massiv – die Mostgewichte stiegen bereits Anfang September steil an. Die Säure blieb dabei erhalten, was die Winzer der Region in die Nähe von 2015 rückte.

Die Lese gehörte zu den frühesten und schnellsten in der Geschichte des Anbaugebiets und begann Anfang September. Entscheidend wurde der Regen am 23. und 24. September: Wer davor erntete, holte makelloses Material, danach war Selektion nötig. Anfang Oktober war praktisch alles gelesen. Die Erntemenge an der Nahe wurde zweimal nach unten korrigiert und landete bei 246.000 Hektolitern – drei Prozent unter dem Vorjahr und rund 21 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Ein Jahrgang mit hohen Mostgewichten, eingebundener Säure und kleiner Menge, in dem der Lesezeitpunkt mehr entschied als der Standort.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Riesling aus dem Jahrgang 2025, ausschließlich von Hand gelesen bei rund 40 hl/ha. Der Most vergärt spontan mit den weinbergseigenen Hefen – der langsamere, unebenere Gärverlauf ist gewollt, weil er dem Wein Textur gibt, die eine Reinzuchthefe so nicht liefert.

Gärung und Reife verteilen sich auf Holzfass und Edelstahl. Das gebrauchte Stückfass steuert Sauerstoffzutritt und damit Bindung bei, ohne Holzaroma abzugeben; der Edelstahlanteil hält die Frucht klar. Der Wein bleibt bis zur Füllung auf der Feinhefe. In einem Jahr wie 2025 mit hohen Mostgewichten ist diese Kombination die Bremse gegen Breite – sie hält den Wein trotz der Reife des Jahrgangs auf Linie.

Im Glas

Helles Gelb mit grünen Reflexen. In der Nase gelber Pfirsich, Aprikose und Mandarine, dazu Kräuterwürze und ein feuersteiniger Ton. Am Gaumen kraftvoll und breit angelegt, mit salziger Struktur unter der Frucht; die Säure des Jahrgangs trägt, ohne vorzustehen, der Abgang bleibt lang und würzig.

Der Kies gibt die Wärme, der Lehm hält das Wasser – deshalb wird der Krötenpfuhl in heißen Jahren reif, aber nicht hart.

Jetzt schon zugänglich, aber noch nicht am Punkt. Ein Großes Gewächs aus diesem Jahrgang gewinnt zwischen 2028 und 2035 deutlich an Tiefe; die kleine Erntemenge 2025 spricht für Konzentration und entsprechendes Potenzial bis 2040. Junge Flaschen profitieren vom Dekantieren, spätestens aber von einem großen Glas und 10–12 °C – kalt serviert verschließt sich die Würze.

Am Tisch

Zu gebratenem Zander oder Steinbutt mit Beurre blanc, zu Kalbsbries, zu Poularde mit Morcheln. Ebenso zu Schweinebauch mit Apfel, zu Räucherfisch und zu Currygerichten mit mittlerer Schärfe. Ein GG mit dieser Fülle verträgt auch Sauce – es ist kein Wein für den Aperitif.


Produzent Weingut Dönnhoff, Oberhausen an der Nahe
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Kreuznacher Krötenpfuhl, Bad Kreuznach, 140–153 m, Südausrichtung
Klassifikation VDP.Große Lage · Großes Gewächs, trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation 100 % Handlese · Spontangärung · rund 40 hl/ha
Ausbau Gärung und Reife in Holzfass und Edelstahl · Reife auf der Feinhefe
Trinkempfehlung 2028–2040
Boden Lehmiger Kies mit Schwemmlössanteilen
Rebenalter 20–30 Jahre

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