Das Weinbaugebiet Pfalz

Die Geschichte von dem Weinbaugebiet Pfalz

„Zum Wohl. Die Pfalz.“ – die 3600 pfälzischen Winzer verbinden in ihrem berühmten Slogan geschickt Understatement und kerniges Selbstbewusstsein. Und das steht ihnen auch zu, denn aus der Region, die historisch gesehen vor allem für recht gewöhnlichen Landwein stand, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten dank einer ambitionierten neuen Generation zu einem kleinen Eldorado gemausert, das auf internationalen Wettbewerben eine ernsthafte Konkurrenz für italienische und französische Spitzenanbaugebiete darstellt. Vor kühlen Westwinden geschützt durch umgebende Berge, sicher vor Spätfrost und zu harten Niederschlägen, ja allgemein verwöhnt durch sehr milde Temperaturen werden hier vor allem Weine erzeugt, die restzuckerarm, dabei dennoch sehr fruchtig sind – das kann man umso mehr nachvollziehen, wenn man sich die deutsch-französische Grenze bei Wissembourg wegdenkt und den 80 Kilometer langen, recht schmalen Streifen, der das Gebiet Pfalz ist, als die nördliche Fortsetzung der Weinberge des Elsass betrachtet.

Obwohl mit fast 24 000 Hektar das zweitgrößte Weinbaugebiet Deutschlands, nimmt es doch nur fünf Prozent der geografischen Pfalz ein. Auch unterteilt es sich, anders als manche viel kleinere Weinbaugebiete, die oft sehr viel ausdifferenzierter sind, lediglich in zwei Regionen: die Mittelhaardt und die Südliche Weinstraße. Qualitatives Zentrum des Pfälzer Weinbaus ist erstere: unterhalb des Pfälzer Waldes gedeihen hier in einer Handvoll Orten herrlich knackige Rieslinge. Kallstadt, Wachenheim, Ungstein und andere profitieren von den leichten Böden, welche die Wärme der 1800 Sonnenstunden jährlich länger speichern und die Rebstöcke tief hinab in sehr mineralhaltige Schichten wurzeln lassen. Der Lehmanteil in den Böden ist hier geringer als an der Südlichen Weinstraße, was die Weine weniger schwer, dafür mineralischer werden lässt: der Boden speichert das Wasser hier nicht so nachhaltig, sodass die Reben nicht dauerhaft nasse Füße haben – dafür ist aber auch der Ertrag geringer.

Der gelungene Spagat zwischen Tradition und Moderne ist vielleicht das Geheimnis der Pfalz. Das mit bis zu 700 000 Besuchern größte Weinfest der Welt, der Dürkheimer Wurstmarkt, lockt jeden September mit dem Klimpern der Dubbegläser, in denen das pfälzische Lebenselixier, die Rieslingschorle, schimmert. Seit über 600 Jahren findet er statt, damals entstanden, als Bauern und Winzer Pilger mit Wegzehrung versorgten. Seit 1934 ist nicht nur der Markt, sondern der ganze Ort um eine im wahrsten Sinne des Wortes große Attraktion reicher: das Dürkheimer Riesenfass läuft mit sagenhaften 1,7 Millionen Litern Fassungsvermögen dem vorigen Rekordhalter im Heidelberger Schloss bei Weitem den Rang ab. Anders als in diesem wurde in der Dürkheimer Version niemals wirklich Wein gelagert, dafür finden 430 Gäste Platz in der heimeligen Holzkonstruktion.

Die Pfälzer sind streng auf Regionalität bedacht: heutzutage muss jeder Wurstmarkt-Stand mindestens einen Riesling im Angebot haben, und erst seit etwa 20 Jahren sind auch Rotweine zugelassen. Das können verlässliche Klassiker wie Dornfelder und Portugieser sein, geschmacklich interessant wird es aber besonders bei den Spätburgundern, die nach einer ordentlichen Reifezeit eine fast magische Kräuterwürze entfalten können. Aber auch für Deutschland untypische Rebsorten wie Cabernet oder Merlot können in den sehr warmen Sommern gut heranreifen und zu Weinen werden, die sich – wie fast alle Pfälzer Weine – sowohl jung genießen als auch jahrelang lagern lassen. Zu verdanken ist das oft experimentierfreudigen Jungwinzern, die sich Jahr für Jahr gegenseitig anstacheln, radikal Neues zu wagen – mit viel Ehrgeiz, aber ganz ohne Neid und Missgunst. Einen Riesling muss man natürlich immer im Portfolio haben und versucht dabei, die Restzuckerschraube stets noch ein bisschen weiter Richtung Null zu drehen. Aber auch aus Weißburgundern und Muskatellern lässt sich Enormes herausarbeiten – wobei nicht die typische bombige Fruchtfülle dieser Rebsorten im Vordergrund steht, sondern sehr detailverliebt an immer mehr Reduktion gearbeitet wird. Ihr jüngstes Lieblingsspielzeug ist der Chardonnay, erst seit etwa 30 Jahren Im Lande, aber die Pfälzer haben schon verstanden, dass zu intensives Toasting-Aroma vom Fass ihm eher schadet als nützt. So rustikal die Jungs bei der Arbeit im „Wengert“, im Weinberg, oder als derbe Lieder singende „Kerweburschen“ zu den sehr zünftig begangenen Kirchweihfesten daherkommen, so behutsam puristisch sind sie in der Arbeit danach. Viele Betriebe arbeiten mittlerweile biodynamisch und wollen Eingriffe am Rebstock wie am Most so gering wie möglich halten. Und diese Feinheit passt sowohl in die Deidesheimer Edelrestaurants wie zu Leberknödel und Sauerkraut nach einer Wanderung durch den Pfälzer Wald.

Die Zeiten, in denen man Pfälzer Wein mit minderwertigem Moselwein verschnitt, um die Säure in letzterem zu mildern, sind lange vorbei, ebenso die geschmackliche Epoche der recht erdigen, eher süßlichen Weine. Ein stählerner Charakter mit einem zuverlässig tragenden Säuregerüst ist das Gebot der Stunde, und orientierte man sich da anfangs noch am Rheingau, hat man nun schon länger zu einem völlig eigenen Stil gefunden. Gerade an der Mittelhaardt war man schon sehr früh auf diesem Trip, denn während besonders in der Südpfalz der Landwein noch bis lange in die Nachkriegszeit allgemein üblich war, setzte man hier schon seit den 1830ern auf Qualitätswein. Zu verdanken ist das vor allem Andreas Jordan. Als er 1848 starb, ohne vorher sein Erbe geregelt zu haben, kam es zur sogenannten Jordanschen Teilung, welche die Geburtsstunde von drei der wohl berühmtesten Pfälzer Weingüter ist: Bassermann-Jordan, von Winning und Reichsrat von Buhl. Alle im malerischen Deidesheim beheimatet, haben ihre Lagen aber auch in umliegenden Gemeinden, etwa in Forst, auf dessen gerade einmal 3,6 Quadratkilometern Fläche 180 Hektar dem Wein vorbehalten sind. Um viele Lagennamen wie das Forster Ungeheuer ranken sich wilde Legenden, die von den Einheimischen gern mit einem Augenzwinkern an staunende Touristen aus aller Welt weitergegeben werden.

Wie viele andere pfälzische Ortschaften ist Forst ein Straßendorf, mitten hindurch führte früher also nur ein einziger Weg. Ein Erfolgsmodell, das mittlerweile von anderen Gebieten kopiert wurde, hat auch in diesen städtebaulichen Gegebenheiten seinen Ursprung: die Deutsche Weinstraße, die Werbeidee schlechthin. Wie alle guten Einfälle aus der Not geboren: die Besatzung des Rheinlandes nach dem Ersten Weltkrieg durch Frankreich brachte es mit sich, dass der Pfälzer Wein nur eingeschränkt in den freien Teil des Reiches ausgeführt werden durfte. Der Export nach Frankreich war aber ebenso unmöglich, weil man dort von deutschem Wein schlicht nichts wissen wollte. Hinzu kam, dass der Ertrag im Jahr 1934 weit über dem der Vorjahre lag, was die Preise noch weiter drückte. Nachdem die Idee zu einer Weinstraße schon einige Jahre kursiert hatten, griff Gauleiter Bürckel sie 1935 angesichts der finanziellen Not der Winzer auf und beschloss sehr pragmatisch, einfach diejenige Strecke zur Weinstraße zu machen, die in Süd-Nord-Richtung durch die meisten Weinorte führte. Die Eröffnung wurde zwar sehr pompös begangen, mit kilometerlangem Autokorso und weihevollen Reden, das bekannte Deutsche Weintor in Schweigen war jedoch nur notdürftig aus Holz zusammengezimmert, das in Grünstadt gar aus Pappmaché in Form gekleistert worden – das ist heute freilich ganz anders, gerade das Haus der Deutschen Weinstraße in Bockenheim kann sich sehen lassen.

Die vielen Rebstöcke, die sich heute an den Häusern am Rande der Weinstraße emporranken, stammen oft noch aus ebenjener Anfangszeit und bieten zusammen mit den Feigensträuchern, Mandelbäumen und Zitruspflanzen, ja sogar Kiwis und Bananenstauden eine träumerische, fast unwirkliche Riviera-Atmosphäre. Das markante gelb-schwarze Quadrat mit der stilisierten Weintraube am Wegesrand ist im wahrsten Sinne des Wortes zum Aushängeschild der Region geworden, so sehr, dass sich der ehemalige Landkreis Landau-Bad Bergzabern im Zuge der Gebietsreform kurzerhand in Südliche Weinstraße umbenannte und seitdem mit seinem „SÜW“ auf jeder Autobahn als Tourismus-Botschafter fungiert.

Nicht an der Weinstraße, ja nicht einmal im Weinbaugebiet lag Pirmasens, der Wohnort Ruth Bachrodts. Ein weiterer Marketing-Coup war nämlich schon ein paar Jahr früher gelandet worden: die Kür der ersten Weinkönigin. Diese war bis Anfang der 50er Jahre in Personalunion pfälzische und gesamtdeutsche Regentin, denn erst ab dann wurde das Konzept auch von anderen Weinbaugebieten adaptiert. Ist der Status der Weinkönigin heute mit vielerlei Repräsentationspflichten auch im Ausland verbunden und der Anspruch an Bildung und Persönlichkeit der Kandidatinnen dementsprechend hoch, genügte es damals, schlicht und einfach die Hübscheste zu sein und dann über die Weinfeste zu tingeln, etwa in Landau und Neustadt, mit jeweils knapp über 2000 Hektar auf dem Stadtgebiet so viel Anbaufläche wie die Hälfte der Nahe oder fast viermal das gesamte Gebiet Ahr.

Dem gleichen Zweck wie die Weinkönigin geht, wenn auch auf ganz andere Weise, die Weinbruderschaft der Pfalz nach. Die etwa 1000 Mitglieder organisieren sich nach Art mittelalterlicher Ritterorden und haben sich die Pflege allen mit dem Wein in Zusammenhang stehenden Brauchtums auf die Fahnen geschrieben. Die allermeisten Mitglieder sind seit jeher keine Winzer, sondern Journalisten, Schriftsteller oder bildende Künstler. Vielleicht ist es auch ihnen zu verdanken, dass es kaum eine Region in Deutschland gibt, in der Weinkultur und alltägliche Lebensart so sehr miteinander verschränkt sind. Berühmtestes Mitglied und gleichzeitig wohl bekanntester Genuss-Botschafter der Pfalz war Bundeskanzler Helmut Kohl, der gern zu Wein und Saumagen zu sich nach Hause in Oggersheim einlud und einmal den „Angriff“ eines politischen Gegners, der ihm ein Glas Wein über den Kopf geschüttet hatte, lapidar kommentierte: „Nur schade, dass es kein Pfälzer Wein war.“ Auch, wenn viele der jungen Talente auf den Weingütern Kohl gar nicht mehr bewusst als Kanzler erlebt haben dürften – in puncto Selbstbewusstsein stehen sie ihm in nichts nach, ebenso wenig im Hinblick auf (aromatische) Kompromisslosigkeit. Den Mut zu den entsprechenden Resultaten sollte man als Weintrinker keinesfalls vermissen lassen! Text: Dario Sellmeier

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Feinkost

Jacques Gonidec Pikante Sardinen Olivenöl 115 gr. BIO

Feinkost · Sardinen · Bio · Frankreich

Gonidec Pikante Sardinen in Olivenöl sind pikante Bio-Sardinen aus der Bretagne, eingelegt in nativem Olivenöl extra. Handwerklich hergestellt von der Conserverie Gonidec – mit feuriger Chili-Note, ideal als Apéritif oder Snack. 115 g.


Herkunft

Die Conserverie Gonidec in Concarneau (Bretagne), gegründet 1959, ist die letzte Fischkonservenfabrik der Stadt und führt ihre Premiummarke „Les Mouettes d'Arvor" in dritter Generation. Die Sardinen stammen aus nachhaltigem Küstenfang vor der Bretagne. Bio-Qualität, FR-BIO-10.

Zutaten und Herstellung

Sardinen in nativem Olivenöl extra aus biologischem Anbau, verfeinert mit Chili und Kräutern. Die frisch gefangenen Sardinen werden von Hand gereinigt, getrocknet, gebraten und von Hand in die Dose gelegt – traditionelles bretonisches Handwerk.

Geschmack

Festes, sanftes Sardinenfleisch im fruchtigen Olivenöl, mit deutlicher Chili-Schärfe und kräutriger Würze. Reich an Omega-3. Pikant, aber ausgewogen.

Zum Genießen

Direkt aus der Dose als Apéritif oder Snack, auf frischem Baguette oder geröstetem Brot. Ebenso in Salaten oder zu Pasta. Vor dem Öffnen kurz kühlen.

Passt zu: Baguette, geröstetem Brot, Salaten und Pasta.


Hersteller: Conserverie Gonidec (Concarneau, Bretagne)
Marke: Les Mouettes d'Arvor
Produkt: pikante Sardinen in nativem Olivenöl extra
Herkunft: Frankreich (Bretagne)
Inhalt: 115 g
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.10.2029

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Weine

Vanita Nero d' Avola Sicilia BIO

Rotwein · Bio · Nero d'Avola · Sizilien

Vanita Nero d'Avola ist ein trockener Bio-Rotwein der Fantini Group aus Sizilien. Reinsortiger Nero d'Avola mit komplexem Duft nach roten Früchten und floralen Noten – vielschichtig, mit dunklen Beeren, Eukalyptus und dezenten, harmonisch eingebundenen Tanninen.


Sizilien

Die Trauben stammen aus Sizilien, der größten Insel im Mittelmeer. Nero d'Avola ist die wichtigste autochthone Rotweinsorte der Insel. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese. Wein aus biologischem Anbau, IT-BIO-009.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Nero d'Avola aus ökologischem Anbau. Der fruchtbetonte Ausbau im Stahltank bewahrt die dunkle Frucht und sorgt für die harmonische, vollmundige Art des Weins.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase ein komplexer Duft nach roten Früchten und floralen Noten, dazu dunkle Beeren und ein Hauch Eukalyptus. Am Gaumen vollmundig, mit dezenten, harmonisch eingebundenen Tanninen und vollmundigem Finale.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein vollmundiger, fruchtbetonter Sizilianer zu herzhafter, mediterraner Küche.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, rotes Fleisch, Pasta mit Fleischsauce und Hartkäse.


Lage: Sizilien (Italien)
Klassifikation: Sicilia DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: fruchtbetont, im Stahltank

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Feinkost

Le Tresor des Dieux Les Petites Sablaises Kleine Sardinen

Feinkost · Sardinen · Vendée · Frankreich

Le Trésor des Dieux Les Petites Sablaises sind kleine, feine Sardinen aus Frankreich in nativem Olivenöl extra. Von der Familienkonserve Gendreau an der Vendée-Atlantikküste, nach alter Art zubereitet.


Herkunft

Hergestellt von der Conserverie Familiale Gendreau in Saint-Gilles-Croix-de-Vie an der Vendée-Atlantikküste (gegründet 1903). Die kleinen Sardinen werden in Küstennähe der Insel Noirmoutier gefangen – Gendreau betreibt eigene Sardinenboote und garantiert eine handwerkliche, lokale Fischerei. Le Trésor des Dieux war Pionier der Label-Rouge-Sardine.

Zutaten und Herstellung

Zutaten: ausgewählte Sardinen, natives Olivenöl extra und Salz. Die Sardinen werden nach traditioneller Art („à l'ancienne") von Hand verarbeitet und in der Dose haltbar gemacht. Eine Dose enthält rund 7–12 kleine Sardinen.

Geschmack

Zartes, schmelzendes Sardinenfleisch im fruchtigen Olivenöl. Fein im Geschmack, mild-salzig, mit der typischen Qualität atlantischer Sardinen.

Zum Genießen

Klassisch auf geröstetem Baguette oder Landbrot, mit etwas Fleur de Sel, Zitrone oder Butter. Pur als Apéritif-Häppchen oder in Salaten.

Passt zu: Baguette, Landbrot, Zitrone, Fleur de Sel und einem trockenen Weißwein.


Hersteller: Conserverie Familiale Gendreau – Le Trésor des Dieux, Saint-Gilles-Croix-de-Vie (Vendée, Frankreich)
Produkt: Kleine Sardinen in nativem Olivenöl extra (Konserve)
Zutaten: Sardinen, natives Olivenöl extra, Salz
Herkunft: Vendée / Atlantikküste (Frankreich)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 21.05.2035

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Weine

Christian Ottenbreit Weißburgunder Marktbreit O wie schön ist Franken 2024

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Weißburgunder Qualitätswein Marktbreit · Franken trocken · Barrique + Edelstahl

Der Weißburgunder „O wie schön ist Franken" ist der Pinot Blanc von Christian Ottenbreit aus Marktbreit in Franken. Der Jahrgang 2024 orientiert sich stilistisch am französischen Burgund: selektive Lese, spontane Gärung und der Ausbau im gebrauchten Barrique prägen den Wein. Im Glas nussige und kräuterige Aromen, Kernobst und Zitrus, dazu feine Säure und straffe Mineralität. Trocken ausgebaut, mit klarer Struktur.


Marktbreit – Maindreieck, Franken

Die Reben für diesen Weißburgunder stehen in Marktbreit im fränkischen Maindreieck, auf Muschelkalk- und Keuperböden; der Hof des Weinguts Ottenbreit liegt im benachbarten Obernbreit. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett.

Assemblage und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Weißburgunder (Pinot Blanc). Nach selektiver Lese und spontaner Gärung reift er in mehrfach belegten Barriquefässern, anschließend wird er verschnitten und ruht im Edelstahltank.

Im Glas

Nussiger Duft mit vegetabilen und angedeutet floralen Noten, dazu Kernobst und Zitrusnuancen. Am Gaumen herbe Frucht mit nussigen, leicht kräuterigen und gelb-würzigen Aromen, ein Hauch Tabak und eine ganz leicht reduktive Note, die das Bild ergänzt. Feine Säure, deutlicher Zug und straffe Mineralität sorgen für Frische, der Abgang bleibt herb und klar.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, Wild und Käse. Der Barrique-Ausbau und die straffe Struktur tragen auch kräftigere Gerichte. Trinkreif ab sofort, mit Reifepotenzial bis etwa 2027. Ein kurzes Dekantieren öffnet den Wein. Serviertemperatur rund 10–12 °C.


Lage Marktbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Qualitätswein
Ausbau Gebrauchtes Barrique, Reife im Edelstahltank

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Weine

Christian Ottenbreit Scheu To The World Scheurebe

Weingut Ottenbreit · Obernbreit, Franken

Jahrgang 2025 Scheurebe trocken Muschelkalk Lange Maischestandzeit 10 Monate Eichenholzfass Ohne Schönung

Der Ottenbreit „Scheu to the world" 2025 bringt die Scheurebe als trockenen, maischevergorenen Weißwein vom fränkischen Main ins Glas. Das Weingut Ottenbreit in Obernbreit arbeitet mit handgelesenen Trauben, langer Maischestandzeit und einem Ausbau im Eichenholzfass. Das Ergebnis ist ein kräuterbetonter, würziger Weißwein mit fester Struktur, der weit von der parfümierten Seite der Rebsorte entfernt steht.


Muschelkalk am Main

Die Reben wachsen auf Muschelkalkböden rund um Obernbreit im fränkischen Maintal. Der kalkgeprägte Untergrund liefert Wärme und eine salzig-mineralische Anlage, die im fertigen Wein erkennbar bleibt. Klassifiziert ist der Wein als Deutscher Landwein Main – bewusst außerhalb der Qualitätsweinkategorie, was dem Winzer Spielraum im Ausbau lässt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortig aus Scheurebe, handgelesen. Nach langer Maischestandzeit vergoren und über zehn Monate im Eichenholzfass gereift. Die Füllung erfolgt ohne Schönung, der Wein steht trocken bei 13 % Vol. Der lange Maischekontakt prägt Struktur und Würze stärker als die typische Scheurebe-Aromatik.

Im Glas

In der Nase kühl und kräuterbetont: gelbe Früchte, nussige und angedeutet speckige Noten, etwas Würze und eine Spur dunkler Beeren. Am Gaumen klar und fest gewirkt, mit Anklängen von Paprika und Fenchel, einem Hauch Wacholder sowie Verbene und Zitruszesten. Eine straffe, präsente Säure trägt den Wein, dahinter nussiges Holz und salzige Töne. Der Abgang ist lang und leicht wärmend.

Maischevergorene Scheurebe mit Kräutern, Wacholder und salziger Würze – fränkischer Landwein abseits der Norm.

Am Tisch

Trinkreif ab sofort, mit Reservepotenzial bis etwa 2030. Vor dem Servieren rund 30 Minuten karaffieren, damit sich Würze und Holz öffnen. Trinktemperatur 11–13 °C.

Klassische Begleitung: gereifter Hartkäse, geschmorter Schweinebauch, würzige Currys und Pilzgerichte. Die feste Säure und die kräuterige Würze halten auch kräftiger Küche stand.


Ausbau: über zehn Monate im Eichenholzfass, ungeschönt

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Feinkost

Olasagasti Filetes de Anchoa - Sardellenfilets in Olivenöl

Feinkost · Sardellen · Baskenland · Spanien

Olasagasti Filetes de Anchoa sind feinste Sardellenfilets, eingelegt in Olivenöl. Eine baskische Delikatesse von ausgeprägter Würze und zarter Textur – die klassische Anchoa aus dem Kantabrischen Meer.


Herkunft / Baskenland

Olasagasti ist eine traditionsreiche Konservenmanufaktur aus dem Baskenland (Gipuzkoa). Die Sardellen (Anchoa) stammen aus dem Kantabrischen Meer, wo sie im Frühjahr gefangen werden – die geschätzteste Saison für diese Fische. Eingelegte Anchoas zählen zu den Klassikern der baskischen Pintxo-Kultur.

Zutaten und Herstellung

Die Sardellen werden traditionell in Salz gereift und anschließend von Hand filetiert, von Gräten befreit und in Olivenöl eingelegt. Diese sorgfältige Handarbeit ergibt zarte, geschmacksintensive Filets.

Geschmack

Intensiv würzig und umami, mit der typisch salzig-meerigen Tiefe gereifter Anchoas. Die Textur ist zart und schmelzend, das Olivenöl rundet den kräftigen Geschmack ab.

In der Küche

Am besten leicht temperiert genießen, damit sich das Aroma voll entfaltet.

Ideal: als Pintxo auf geröstetem Brot, zu Gildas, auf Pizza, in Pasta (z. B. Puttanesca), in Salaten (Caesar, Niçoise), zu Tomaten oder pur mit gutem Brot.


Hersteller: Olasagasti, Baskenland (Spanien)
Produkt: Filetes de Anchoa – Sardellenfilets in Olivenöl
Zutaten: Sardellen (Anchoa), Olivenöl, Salz
Herkunft: Kantabrisches Meer / Baskenland (Spanien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 05.02.2027

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Länder/Regionen

Metzger Petit Rosé trocken 2024

Roséwein · trocken · Pfalz · Deutschland

Metzger Petit Rosé trocken ist ein fruchtig-frischer Roséwein vom Weingut Metzger aus der Pfalz – alles andere als gewöhnlich. Rhabarber, Paprika, Kiwi und Stachelbeere prägen das Bild, dazu eine leicht pfeffrige Art. Ein trockener Rosé, der schon im ersten Moment überzeugt. Der ideale Sommerwein zum Grillen.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus roten Trauben entsteht hier ein trockener, fruchtbetonter Rosé mit frischer, würziger Art.

Rebsorte und Ausbau

Aus roten Trauben als trockener Rosé vinifiziert. Der frische Ausbau im Edelstahl bewahrt die fruchtbetonte Aromatik und die animierende Säure.

Im Glas

Helles Lachsrosa. In der Nase Rhabarber, Paprika, Kiwi und Stachelbeere, dazu eine leicht pfeffrige Note. Am Gaumen trocken, frisch und fruchtbetont, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein Sommerwein für die Terrasse.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Salate, mediterrane Vorspeisen und leichte Sommerküche.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Roséwein, trocken
Ausbau: aus roten Trauben, Edelstahl

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Schaumweine

Schwedhelm Zellertal rosé brut

Rosésekt · Flaschengärung · Zellertal

Schwedhelm Zellertal Rosé Brut ist der Rosésekt aus der Nordpfalz, in dem die Brüder Stephan und Georg Schwedhelm den kühlen Stil ihres Hauses ins Glas bringen. Aus roten Burgundertrauben der Kalksteinhänge des Zellertals entsteht ein Schaumwein mit heller Beerenfrucht und straffer Säure. Klassische Flaschengärung und Reife auf der Hefe geben ihm Cremigkeit und ein feines Mousseux.


Zellertal

Das Zellertal liegt im äußersten Norden der Pfalz, an der Grenze zu Rheinhessen, und zählt zu den kühlsten Lagen des Anbaugebiets. Die Südhänge fallen bis zu 35 Grad steil ab; darunter liegt der kalkreiche Boden eines Urmeeres, durchsetzt mit fossilen Muscheln. Dieser Muschelkalk prägt die Schwedhelm-Sekte salzig-mineralisch und trägt ihre kühle Säurestruktur.

Assemblage und Ausbau

Der Rosé entsteht sortenrein aus früh und selektiv von Hand gelesenen roten Trauben der Kalksteinlagen. Nach schonender Pressung folgt die klassische Flaschengärung, anschließend reift der Sekt auf der Hefe, bevor er degorgiert wird. Das Hefelager bringt die cremige Textur und das feine Mousseux.

Im Glas

In der Nase helle Beerenfrucht – Himbeere und Erdbeere – mit einem Hauch Brioche. Am Gaumen ausbalanciert: frische Säure trifft auf eine subtile Cremigkeit, die an leichtes Brioche erinnert. Der Abgang bleibt trocken und klar, ohne Restsüße.

Am Tisch

Als Aperitif zu feierlichen Anlässen oder als Begleiter durchs Menü. Nach dem Degorgieren trinkreif; kühl und dunkel gelagert hält er sich einige Jahre.

Klassische Begleitung: Lachs, Sushi, helles Geflügel. Bei 10–12 °C servieren.


Lage: Zellertal, Pfalz
Klassifikation: Deutscher Sekt
Ausbau: Klassische Flaschengärung, Reife auf der Hefe

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