Banzao- Silvia Marrao- Bierzo

Lagenweine aus El Bierzo

Das neue Klassifizierungssystem der Weinbauregion Bierzo sorgt dafür, dass Weine auftauchen, die man vorher nicht gefunden hätte, die es vorher wohl auch nicht gegeben hätte. Denn damals, also bis vor drei Jahren, gab es ja nur Joven, Crianza und Reserva, inzwischen gibt es die Lagenklassifikation mit Vinos de Villa und Vinos de Paraje, letzteres sind Einzellagen. Das hilft, wenn man nicht vor den Parkerinis den tiefen Bückling machen will. Außerdem ist das System so gestrickt, dass man bei den Lagenweinen nicht wirklich schummeln kann. Das hilft den Ehrlichen.

Silvia Marrao begann mit ihrem Projekt im Jahr siebzehn, zuvor war sie in einer Bodega in Bierzo, dann in Rías Baixas und in Ribera del Duero aktiv. Ihre Idee war und ist es, eine Ecke von El Bierzo in den Fokus zu stellen, die dort vorher nicht auftauchte: das Tal des Ancares als Region und San Pedro de Olleros als Weinbauort. Diese Ecke findet man, so man sie denn findet, ganz im Norden der Region Bierzo, an der Grenze zu Asturien und zu Galicien. Weinbau wurde dort schon seit Jahrhunderten betrieben, allerdings wurden dort in den letzten siebzig Jahren keine neuen Weinberge angelegt. Alles ist alt, uralt oder steinalt. Die Bevölkerung oder der Rest, der noch da ist, ist auch steinalt. Man kultiviert die Parzellen, die man hat, weil es ja sonst nichts zu tun gibt.

Silvia kennt diesen Ort, weil Godelia, die Bierzo-Bude, in der sie früher arbeitete, dort ein paar Trauben kaufte. Das aber ist für Bodegas aus der Mitte von El Bierzo nicht wirklich rentabel, denn die Erträge sind extrem klein, zweitausend Kilo pro Hektar ist schon eine Hausnummer, die Parzellen sind klein, zweitausend Quadratmeter sind schon eine Hausnummer, und die Distanzen gen Zentrum sind groß. Daher hat sie dort eine kleine Bodega installiert, sie beackert aktuell insgesamt gut drei Hektar Rebland, hat aber die Möglichkeit, von den Weinbauern des Ortes weitere Parzellen zu übernahmen. Wenn sie wollte, könnte sie alles nehmen, das wären dann gut zehn Hektar Rebland, aber da sie alles selber mit ihrem kleinen Team beackert, ist das eher ein Wunschtraum. Und dennoch: die eine oder andere Erweiterung wird es geben.

San Pedro de Olleros, das ist Schiefer, großenteils Verwitterungsschiefer (Xistos), zu geringem Teil auch Schieferplatten (Lajas), brauner Schiefer. Darüber etwas Lehm, darüber Steine. Erosionsmaterial gibt es auch, die umliegenden Gebirge erreichen ja zweitausend Meter, Kieselsteine indes gibt es nicht, den Ancares-Bach sprudelt weit unter dem Ort.

Wie nicht anders zu erwarten, handelt es sich bei dem, was da in den Weinbergen steht, um traditionelle Klone, insbesondere in Sachen Godello und Mencía spielt dies eine große Rolle. Der Weinbau indes ist so ganz einfach nicht. Viele Parzellen waren halb verwildert als Silvia sie übernahm, in den ersten Jahren gab es dort nur ganz schwache Ernten.


Das ganze erinnert an Corullón (die Álvaro-Ecke), wobei die klimatischen Gegebenheiten fast noch besser sind. Denn San Pedro ist, wenn auch im Gebirge gelegen, ein welliges Hügelland, die Sonne spielt eine etwas größere Rolle als in Corullón, während die Höhenlage, etwa achthundert Meter über Meeresniveau, nahezu identisch ist.

So ein Projekt ans Laufen zu bringen und dann auch am Laufen zu halten, so ganz einfach ist das nicht. Daher hat sich Silvia früh entschlossen, auf die Karte Vinos de Paraje zu setzen, individuelle Lagenweine, kleine Mengen, perfekt herausgearbeitetes Terroir. Abgerundet wird alles durch einen roten und einen weißen Ortswein, wobei diese beiden Weine ebenfalls nur in kleiner Auflage entstehen. Von dem roten Ortswein gab es vom Jahrgang neunzehn, der üppigste in der Geschichte, nicht viel mehr als dreitausend Flaschen; vom Nachfolgejahrgang die Hälfte und vom Jahrgang einundzwanzig (der Wein ist noch nicht abgefüllt), wohl auch nicht viel mehr. Im Jahr neunzehn nutzte Silvia einen Teil der Lagenweine, um den Ortswein zu machen. Das hat sie inzwischen abgestellt. Denn wenn es da für einen Lagenwein keine eintausend Liter gibt, kann man nicht noch einmal einen Teil davon für den Ortswein abzweigen. Irgendwie muss die Bodega das ja alles auch finanziell stemmen.

Es gibt, was es gibt. Dies in etwa ist das Motto der Bodega. Es gibt Trauben der Rebsorten, die in den alten Anlagen stehen. Gut, ein Teil des Alicante Bouschet, den es nach der Reblaus in das Tals des Ancares geweht hat, wird sie durch Mencía ersetzen, vielleicht auch etwa Palomino durch Godello. Wobei: die paar Stöcke Palomino findet man verstreut in etwa zwanzig Parzellen, die alle einzeln mühsam zu ersetzen stiftet nur wenig Sinn.

Natürlich könnte man neue Weinberge anlegen. Silvia ist jung genug, um das auch irgendwann einmal zu machen. Aber erst einmal geht es darum, all die alten Weinberge, die exzellente Qualität liefern, zu erhalten und in das Programm zu integrieren. Damit ist sie schon einmal zehn Jahre lang beschäftigt. Dann kann man ja weiter sehen.

Silvia Marrao.

Auch wenn alles in San Pedro de Olleros stattfindet, eine jede Parzelle ist eine Welt für sich. Das Besondere an diesen Welten kann man an der Top-Parzelle Penedón erkennen: diese Parzelle ist insgesamt schon ein paar Hektar groß, sie ist in siebenundvierzig Einheiten unterteilt. In derer fünfundvierzig stehen keine Reben, die anderen beiden beackert Silvia. Das Ergebnis: ein Barrique, fünfhundert Liter, in wirklich guten Jahren derer zwei zu je vierhundert Liter. Mencía, aber auch ein paar Stöcke anderer Sorten, etwa achtzig Prozent blaue Trauben, der Rest Godello und Doña Blanca. Das gibt dann sechshundert und fünfzig Flaschen, in guten Jahren neunhundert; heute und morgen und in zehn Jahren auch. Penedón ist die absolute Top-Parzelle in San Pedro für Rotweine: Schieferverwitterungsboden, knappe Lehmkrume, eine dezente Steinauflage, die Parzelle fällt leicht gen Südwesten ab. Das ist schon einer der feinsten Bierzos, die es gibt; kein Typ Moncerbal, sondern eher Las Lamas, also elegant und ausbalanciert, nicht unbedingt wuchtig und kräftig. Wobei, so wirklich wuchtig und kräftig ist auch der Moncerbal nicht.

La Capilla befindet sich am gleichen Hang, aber auf der anderen Seite der Kuppe, von Penedón durch einen Feldweg getrennt. Hier, das Paraje ist etwas größer als Penedón, gibt es auch nur zwei Parzellen. Eine ist halb tot, die andere beackert Silvia. Das Problem: diese Parzelle ist mitten in einem kleinen Wald, die Tiere haben Heimspiel. Und: ein Teil der Parzelle ist mit Alicante Bouschet bestockt, aber zumindest das wird sich in absehbarer Zeit ändern. Denn wenn man diesen Teil mit klassischen Sorten neu pfropft, dann, ja dann, könnte es irgendwann auch einmal zwei Barricas von dieser Parzelle geben. Vom Jahrgang zwanzig gab es diesen Wein nicht, die Tiere hatten zu viel Hunger. Die kärglichen Reste landeten im Ortswein.


La Cruz ist ein Paraje, das La Capilla und Penedón miteinander verbindet. Dort stehen die Reben auf einer etwas dickeren Lehmschicht, die Parzelle ist etwas näher am Ort, es gibt dort auch noch die eine oder andere Einheit, die auf der Einkaufsliste der Bodega steht. Um das nicht falsch zu interpretieren: das wären dann vielleicht drei- oder vierhundert Kilo mehr. In La Cruz beackert Silvia zwei Parzellen, eine mit Mencía, die andere mit Doña Blanca. Erstere ist ganz gut in Schuss, ein Großteil der Stöcke gibt Ertrag, in einem guten Jahr gibt das dann schon einmal fünfzehnhundert Flaschen. Im Jahr zwanzig gab es ein Problem mit Hagel, will sagen: es gibt keinen zwanziger Paraje rot aus La Cruz. Den zwanziger weiß gab es, er war aber schnell ausverkauft. Demnächst kommt der Jahrgang einundzwanzig: vierhundert Flaschen, im Stahltank ausgebaut. Aber dennoch vielleicht der spannendste Doña Blanca in ganz Bierzo. Die Menge dieses Weines kann ansteigen, denn in dem Doña Blanca-Teil von La Cruz befindet sich ein Teil in der Phase der Wiederbelebung. Dort kann man derzeit noch nichts einsammeln. Aber vielleicht gibt es in ein paar Jahren zumindest so viele Trauben, dass man auch mal ein Barrique füllen kann.


Almorelle befindet sich etwas weiter im Norden, die Parzelle ist zweigeteilt: Hang und Flachteil (oben). Am Hang steht Godello, fünf Parzellen uralter Godello, natürlich teilweise aufgegeben. Drei Parzellen bewirtschaftet Silvia seit dem ersten Jahr, zwei weitere hat sie gerade übernommen, eine davon ist allerdings halb tot, mal sehen, was das in ein paar Jahren gibt. Bislang war die Ernte dort so gering, dass sie nicht daran dachte, einen weißen Almorelle Vino de Paraje zu keltern. Jetzt hat sich dies geändert. Dies aber hat auch Auswirkungen auf den weißen Ortswein, der nur aus Godello besteht. Denn der ist aktuell etwa zu zwei Drittel aus Almorelle, zu einem Viertel aus Campín, der Rest der Trauben stammt aus diversen Parzellen. Dieser Ortswein wird sich ändern, und nein, von Campin wird es keinen Vino de Paraje geben, denn da gibt es nur eine Parzelle, die nicht einmal dann groß genug für einen Paraje-Wein wäre, wenn man den Palomino und den Doña Blanca in Godello umpfropfen würde.


Von Almorelle gibt es übrigens auch einen roten Lagenwein, er stammt aus dem flachen Teil der Lage. Ein großes Barrique, in ein paar Jahren vielleicht auch einmal derer zwei oder drei, was dann wieder zu Lasten des roten Ortsweines gehen wird.

Und schließlich ist da noch die Paraje Eras La Ermita, nicht verwandt oder verschwägert mit l’Ermita aus Dankbarwolf. Diese Parzelle befindet sich genau gegenüber von der Bodega, bis auf ein kleines Stück gehört das alles Silvia. Die Trauben landen in einem Lagenwein, der Rest im Ortswein. Das Prinzip kennen wir inzwischen schon. Im Unterschied zu den anderen Parzellen ist Eras La Ermita etwas besser mit Reben gesegnet, man kann von dem Vino de Paraje schon bis zu viertausend Flaschen machen. Womit man dann den Ortswein macht? Gute Frage.

Abgerundet wird alles durch einen spannenden Süßwein aus Pa-lo-mi-no, durch einen Clarete aus Mencía und Palomino und durch einen Doña Blanca, für den Trauben in der gesamten Ecke eingesammelt werden. Dies ist der einzige Wein, für den Silvia Trauben zukauft. So kommt sie zumindest auf zwölfhundert Flaschen. Text: El oso alemán

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Spanien

Envinate Palo Blanco Las Molinas blanco 2024

Weißwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Blanco

100 % Listán Blanco Teneriffa · Los Realejos Lage Las Molinas (seit 1897) Envínate Vulkanboden · ~550 m 100-J.-Reben 1.500-l-Holzfass 2024

Der Envínate Palo Blanco Las Molinas 2024 ist ein reinsortiger Listán Blanco aus dem Filetstück eines uralten Vulkan-Weinbergs – unfassbar straff, mit mineralischer Struktur und gletschergleicher Säure. Ein authentisches, kleines Meisterwerk.


Las Molinas – uralter Weinberg über Los Realejos

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Las Molinas ist ein uralter Weinberg in der Gegend von Los Realejos (Valle de la Orotava), der 1897 erstmals dokumentiert wurde – wahrscheinlich sind die Listán-Blanco-Reben hier noch deutlich älter. Sie wachsen auf vulkanischen Böden in rund 550 Metern Höhe. Aus dem Filetstück dieses alten Weinbergs wird der Palo Blanco Las Molinas gewonnen.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2024 einen vertikalen, mineralisch-straffen Weißwein von großer Frische und Spannung. Die uralten Reben und der schonende Ausbau betonen die kompromisslose, herkunftsgenaue Stilistik dieser Einzellage.

Ausbau

Reinsortiger Listán Blanco aus dem Jahrgang 2024, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Nach sorgfältiger Selektion reift dieser straffe, mineralisch strukturierte Weißwein in einem 1.500-Liter-Holzfass – im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Ein unfassbar straffer Weißwein mit mineralischer Struktur: Fenchel, knackiger Apfel, Würze, weißer Tee und leichte oxidative Noten. Am Gaumen lang und explodierend, mit einem ellenlangen Abgang. Die Säure ist prägnant und gletschergleich – ein authentisches, kleines Meisterwerk.

Unfassbar straff und mineralisch – lang und explodierend, mit prägnanter, gletschergleicher Säure.

Profitiert vom Dekantieren; gewinnt mit etwas Luft und Reife. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Tapas und Reisgerichten, zu Geflügel sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava, Lage Las Molinas (Los Realejos; Kanaren, Spanien); ~550 m, vulkanische Böden; über 100 Jahre alte Reben, Weinberg erstdokumentiert 1897
Klassifikation: Weißwein, Teneriffa; 100 % Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Selektion aus dem Filetstück der Lage, Reife im 1.500-l-Holzfass; minimal-invasiv, organischer Anbau

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Rebsorten

Conte di Campiano Appassimento Negroamaro

Rotwein · Negroamaro · Appassimento · Puglia · Italien

Conte di Campiano Appassimento Negroamaro ist ein kräftiger Rotwein aus 100 % Negroamaro nach der Appassimento-Methode: Die Trauben werden nach der Lese angetrocknet, um die Zuckerkonzentration in den Beeren zu erhöhen. Im Glas dunkel orange-rot schimmernd, mit viel Power.


Puglia

Negroamaro ist die klassische Rotweinsorte des Salento in der Region Puglia (Apulien). Das warme, mediterrane Klima bringt vollreife, kraftvolle Trauben hervor, die sich besonders gut für den Appassimento-Stil eignen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Negroamaro und wird nach der Appassimento-Methode erzeugt: Die Trauben werden nach der Lese angetrocknet, was Zucker, Konzentration und reife Frucht verstärkt. Das Ergebnis ist ein kraftvoller Wein mit weichen Tanninen.

Im Glas

Dunkel orange-rot schimmernd. Im Bouquet intensiver Duft nach reifen Pflaumen, Zartbitterschokolade und Kräutern. Am Gaumen sehr kräftig und voller Power, mit langem Abgang und weichen Tanninen.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: dunkles Fleisch, Schmorgerichte, Grillfleisch und gereifter Käse.


Lage: Puglia / Salento (Italien)
Klassifikation: Negroamaro – Appassimento (Puglia)
Ausbau: 100 % Negroamaro, Appassimento (angetrocknete Trauben)

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Frankreich

Clos Beauregard Pomerol 2021

Rotwein · Pomerol · Merlot · Bordeaux

Clos Beauregard Pomerol ist ein klassischer Bordeaux-Rotwein vom kleinen, aber feinen Pomerol-Gut Clos Beauregard – ein echter Geheimtipp am rechten Ufer der Gironde. Hauptdarsteller ist die Merlot, ergänzt um etwas Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Im Glas üppig, samtig und tief.


Pomerol

Pomerol am rechten Ufer der Gironde bringt aus der Rebsorte Merlot einige der gesuchtesten Weine der Welt hervor. Clos Beauregard ist ein noch eher unbekanntes, kleines Château und gilt als echter Geheimtipp. Die lehm- und kiesgeprägten Böden verleihen den Merlot-Weinen Dichte und Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Hauptdarsteller ist die Merlot, ergänzt um Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Nach selektiver Handernte erfolgt die klassische Fermentation in wärmeregulierten Holzbottichen; anschließend reift der Wein in besten französischen Eichenfässern – das garantiert den typischen Bordeaux-Stil.

Im Glas

Tiefes Rot. Der Duft ist sehr üppig, mit starken Weichseltönen und den unverkennbaren Pflaumennoten der Merlot, dazu Mokka, Wintertrüffel, dunkle Schokolade und Röstaromen aus dem Eichenfass. Im Geschmack mediterrane Kräuter, Rumtopf und Pflaumenkompott. Der Abgang ist lang, mit weichen Gerbstoffen und großer Intensität.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Schon jetzt ein großer Trinkgenuss, mit immensem Lagerpotenzial.

Klassische Begleitung: Rind, Lamm, Wild und geschmortes Fleisch.


Lage: Pomerol (Bordeaux); Lehm/Kies
Klassifikation: Pomerol AOC
Ausbau: Merlot-dominiert mit Cabernet Sauvignon/Franc, Holzbottich-Gärung, französisches Eichenfass

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Weine

Markus Schneider Grey

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Grey ist „von Grund auf GREY": ein neu interpretierter Grauburgunder, flankiert von Roussanne, Grenache Blanc und Weißburgunder. Burgunder durch und durch, mit dem Hedonismus des französischen Südens – aufgewachsen im Cool Climate der Pfalz.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Das Cool Climate der Region verleiht dieser Cuvée Frische und Klarheit, während die südfranzösischen Rebsorten für Fülle und Hedonismus sorgen.

Assemblage und Ausbau

Eine Cuvée auf Basis Grauburgunder, ergänzt um Roussanne, Grenache Blanc und Weißburgunder. Die Kombination verbindet die burgundische Herkunft mit der Aromatik des französischen Südens und der Frische der Pfalz. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Strohgelb. In der Nase reife Birne und Steinobst, ergänzt um florale und würzige Noten der südlichen Sorten. Am Gaumen gehaltvoll und hedonistisch, zugleich frisch und klar, mit weichem Schmelz und einem langen, harmonischen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Geflügel, hellem Fleisch, edlem Fisch, Pasta in cremigen Saucen und mildem Käse.


Lage: Pfalz, Ellerstadt (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Weißwein-Cuvée – Grauburgunder mit Roussanne, Grenache Blanc & Weißburgunder, trocken
Ausbau: Cool-Climate-Stilistik mit südfranzösischer Fülle

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Weine

Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2018

Weißwein · Kanzemer Altenberg (Saar) · Riesling

Riesling Kanzemer Altenberg Saar · Mosel Van Volxem Devonschiefer & Rhyolith bis 70 % Steillage · alte Reben Großes Gewächs · trocken 2018

Der Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2018 stammt aus dem Kanzemer Altenberg – einer der steilsten Schieferlagen der Saar. Von uralten, teils wurzelechten Reben: ein unheimlich mächtiger, kraftvoller und würziger Riesling, der wie ein ganz großer weißer Burgunder schmeckt, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.


Kanzemer Altenberg – Grauschiefer in extremer Steillage

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen, einst verfallenen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen und zu den ältesten Steillagen der Welt zählen.

Der Kanzemer Altenberg gegenüber dem Ort Kanzem ist eine Welt für sich: ein majestätischer, bis zu mehr als 70 % steiler Hang in idealer süd-südöstlicher Ausrichtung, dessen Nähe zur Saar für Wärme, Lichtverstärkung und kühle Nächte sorgt. Der Boden besteht aus verwittertem Devon-Grauschiefer und Rotliegendem (Rhyolith); darin stehen viele Jahrzehnte alte, teils wurzelechte Reben, die tief in den Schiefer wurzeln. Niedrige Erträge und dieses karge, dramatische Terroir geben dem Wein seine rauchig-mineralische Tiefe.

Jahrgang 2018 – Saar

2018 war an der Saar ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der besonders reife, vollmundige Weine mit großzügiger Frucht hervorbrachte. Auf dem warmen, kargen Schiefer des Altenbergs ergibt das einen besonders kraftvollen und konzentrierten Riesling, dessen mächtige, reife Statur von der klaren, mineralischen Säure der Lage getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Kanzemer Altenberg, Jahrgang 2018; 100 % Riesling von alten, teils wurzelechten Reben.

Wie alle Van-Volxem-Weine wird auch der Altenberg spontan mit den eigenen Hefen vergoren und über eine lange Reifezeit im traditionellen Fuderfass ausgebaut – handwerklich und ohne Schönung. Diese reduktive, hefebetonte Reife verleiht dem Wein Tiefe, Schmelz und eine bemerkenswerte Haltbarkeit.

Im Glas

Das von Grauschiefer geprägte Terroir verschmilzt hier mit der Riesling-Rebe zu einer fantastischen Symbiose, wie sie die Welt lange nicht mehr getrunken hat. Unheimlich mächtig, voller Kraft, Würze, reifer südländischer Frucht und von einem minutenlangen Abgang geprägt. Er schmeckt wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar und der expressiven Frucht der Riesling-Traube.

Unheimlich mächtig, voller Kraft und Würze – wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.

Unbedingt dekantieren! Ein großer Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse. Dank seiner Kraft auch ein Begleiter für würzige asiatische Küche.


Lage: Kanzemer Altenberg, Kanzem an der Saar (Mosel); verwitterter Devon-Grauschiefer mit Rotliegendem/Rhyolith, süd-südöstlich, bis über 70 % Steillage; alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; „Alte Reben"
Ausbau: Spontangärung mit eigenen Hefen, lange Reife im traditionellen Fuderfass, handwerklich und ohne Schönung

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Feinkost

Croix Verte Huile de Noisette Haselnussöl

Feinkost · Haselnussöl · Frankreich

La Tourangelle Croix Verte Huile de Noisette ist ein feines Haselnussöl aus dem Hause La Tourangelle in Frankreich. Aus gerösteten Haselnüssen schonend gepresst – mit warmem Nussaroma, ideal für Kartoffelpüree, Mousse au Chocolat, Schokoladenkuchen und Karottensalat.


Herkunft

La Tourangelle ist ein Familienunternehmen aus dem Loire-Tal in Frankreich und stellt seit über 150 Jahren handwerkliche Speiseöle her – darunter dieses Haselnussöl der Linie „Croix Verte".

Gewinnung und Herstellung

Aus sorgfältig ausgewählten Haselnüssen, die geröstet und schonend gepresst werden. So entsteht ein goldgelbes Öl mit feinem, ausgeprägtem Haselnussaroma – 100 % Haselnussöl, ohne Zusätze.

Geschmack

Goldgelb im Glas. Im Geschmack fein und nussig, mit dem warmen, leicht süßlichen Aroma gerösteter Haselnüsse. Aromatisch und harmonisch.

In der Küche

Vielseitig in süßer und herzhafter Küche: zum Verfeinern von Kartoffelpüree und Karottensalat, über Salate und Gemüse, sowie für Mousse au Chocolat und Schokoladenkuchen. Nicht stark erhitzen, damit das Aroma erhalten bleibt.

Passt zu: Kartoffelpüree, Karottensalat, Mousse au Chocolat, Schokoladenkuchen und Salaten.


Hersteller: La Tourangelle (Frankreich)
Produkt: Haselnussöl (Huile de Noisette), Linie „Croix Verte"
Zutat: 100 % Haselnussöl (aus gerösteten Haselnüssen)
Herkunft: Loire-Tal (Frankreich)
Verarbeitung: geröstet, schonend gepresst
Mindesthaltbarkeit (MHD): 03.07.2027

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Südafrika

Klein Constantia Vin de Constance 1998

Wein · Süßwein · Constantia · Südafrika

Klein Constantia Vin de Constance 1998 ist einer der legendärsten Süßweine der Welt – aus dem historischen Weingut Constantia bei Kapstadt. Reinsortig aus Muscat de Frontignan, dessen Trauben am Rebstock rosiniert werden. Ein gereifter Jahrgang von 1998.


Constantia / Südafrika

Das Weingut Klein Constantia liegt am Hang des Constantiabergs bei Kapstadt (Constantia, Südafrika) und reicht bis 1685 zurück. Der Vin de Constance setzt die berühmte Tradition des „Constantia"-Süßweins fort, der einst an den europäischen Höfen begehrt war und in der Weltliteratur (Austen, Dickens, Baudelaire) verewigt wurde. Die Muscat-Reben wachsen auf verwittertem Granit.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Muscat de Frontignan (Muscat Blanc à Petits Grains). Die Trauben bleiben zur natürlichen Konzentration am Rebstock und werden teils rosiniert von Hand gelesen – ohne Botrytis. Im kühlen Jahrgang 1998 wurden sie bis Ende März selektioniert; der süße, konzentrierte Most vergor temperaturkontrolliert im Edelstahl und reifte anschließend 18 Monate in französischer Eiche. Erst rund fünf Jahre nach der Ernte gefüllt.

Im Glas

Tiefes Gelb-Gold mit deutlicher Viskosität. In der Nase intensiv und komplex, mit getrockneter Aprikose, Mandarine und Muscat. Am Gaumen üppig, konzentriert und süß, getragen von feiner Säure – mit sehr langem, aromatischem Abgang. Ein gereifter Jahrgang mit zusätzlicher Tiefe.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C in kleinen Gläsern servieren – als Dessertwein oder solo als Schlusspunkt eines Menüs.

Passt zu: Foie gras, gereiftem Blauschimmelkäse, Desserts mit Aprikose oder Mandel und Tarte Tatin – oder solo.


Lage: Constantia, Kapstadt (Südafrika)
Klassifikation: Natural Sweet Wine (Süßwein), Jahrgang 1998 – 100 % Muscat de Frontignan
Ausbau: Trauben am Rebstock rosiniert (ohne Botrytis), 18 Monate französische Eiche

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Weine

Vinos de Encostas Xose Lois Sebio Superheroe MAGNUM

Wein · Rotwein · Spanien

Xosé Lois Sebio Superhéroe ist ein charaktervoller Rotwein von Vinos de Encostas – hier in der festlichen 1,5-Liter-Magnum, die dem Wein eine besonders harmonische Reifung schenkt.


Herkunft / Nordwestspanien

Xosé Lois Sebio (Vinos de Encostas) zählt zu den engagierten Erzeugern im atlantisch geprägten Nordwesten Spaniens und arbeitet mit den heimischen, oft alten Rebsorten der Region. Seine Weine stehen für kühle Eleganz, Mineralität und Frische.

Rebsorte und Ausbau

Aus autochthonen Reben des Guts vinifiziert, in einem auf Frische und Terroir ausgerichteten Stil. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l), in der der Wein dank des größeren Volumens langsamer und besonders harmonisch reift. Trocken ausgebaut. (Genaue Rebsorte, Herkunft und Ausbau laut Etikett/Steckbrief.)

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase rote Frucht, florale Noten und feine Würze mit mineralischem Anklang. Am Gaumen frisch und saftig, mit lebendiger Säure, fein gewobenen Tanninen und elegantem, langem Abgang.

Am Tisch

Bei 15–17 °C servieren, gern leicht gekühlt – die Magnum ist ideal für besondere Anlässe und Tafelrunden.

Passt zu: Geflügel, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Pilzgerichten und mittelreifem Käse.


Erzeuger: Xosé Lois Sebio (Vinos de Encostas), Nordwestspanien
Klassifikation: Rotwein aus autochthonen Reben, trocken (Details laut Etikett)
Gebinde: Magnum, 1,5 Liter

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