Banzao- Silvia Marrao- Bierzo

Lagenweine aus El Bierzo

Das neue Klassifizierungssystem der Weinbauregion Bierzo sorgt dafür, dass Weine auftauchen, die man vorher nicht gefunden hätte, die es vorher wohl auch nicht gegeben hätte. Denn damals, also bis vor drei Jahren, gab es ja nur Joven, Crianza und Reserva, inzwischen gibt es die Lagenklassifikation mit Vinos de Villa und Vinos de Paraje, letzteres sind Einzellagen. Das hilft, wenn man nicht vor den Parkerinis den tiefen Bückling machen will. Außerdem ist das System so gestrickt, dass man bei den Lagenweinen nicht wirklich schummeln kann. Das hilft den Ehrlichen.

Silvia Marrao begann mit ihrem Projekt im Jahr siebzehn, zuvor war sie in einer Bodega in Bierzo, dann in Rías Baixas und in Ribera del Duero aktiv. Ihre Idee war und ist es, eine Ecke von El Bierzo in den Fokus zu stellen, die dort vorher nicht auftauchte: das Tal des Ancares als Region und San Pedro de Olleros als Weinbauort. Diese Ecke findet man, so man sie denn findet, ganz im Norden der Region Bierzo, an der Grenze zu Asturien und zu Galicien. Weinbau wurde dort schon seit Jahrhunderten betrieben, allerdings wurden dort in den letzten siebzig Jahren keine neuen Weinberge angelegt. Alles ist alt, uralt oder steinalt. Die Bevölkerung oder der Rest, der noch da ist, ist auch steinalt. Man kultiviert die Parzellen, die man hat, weil es ja sonst nichts zu tun gibt.

Silvia kennt diesen Ort, weil Godelia, die Bierzo-Bude, in der sie früher arbeitete, dort ein paar Trauben kaufte. Das aber ist für Bodegas aus der Mitte von El Bierzo nicht wirklich rentabel, denn die Erträge sind extrem klein, zweitausend Kilo pro Hektar ist schon eine Hausnummer, die Parzellen sind klein, zweitausend Quadratmeter sind schon eine Hausnummer, und die Distanzen gen Zentrum sind groß. Daher hat sie dort eine kleine Bodega installiert, sie beackert aktuell insgesamt gut drei Hektar Rebland, hat aber die Möglichkeit, von den Weinbauern des Ortes weitere Parzellen zu übernahmen. Wenn sie wollte, könnte sie alles nehmen, das wären dann gut zehn Hektar Rebland, aber da sie alles selber mit ihrem kleinen Team beackert, ist das eher ein Wunschtraum. Und dennoch: die eine oder andere Erweiterung wird es geben.

San Pedro de Olleros, das ist Schiefer, großenteils Verwitterungsschiefer (Xistos), zu geringem Teil auch Schieferplatten (Lajas), brauner Schiefer. Darüber etwas Lehm, darüber Steine. Erosionsmaterial gibt es auch, die umliegenden Gebirge erreichen ja zweitausend Meter, Kieselsteine indes gibt es nicht, den Ancares-Bach sprudelt weit unter dem Ort.

Wie nicht anders zu erwarten, handelt es sich bei dem, was da in den Weinbergen steht, um traditionelle Klone, insbesondere in Sachen Godello und Mencía spielt dies eine große Rolle. Der Weinbau indes ist so ganz einfach nicht. Viele Parzellen waren halb verwildert als Silvia sie übernahm, in den ersten Jahren gab es dort nur ganz schwache Ernten.


Das ganze erinnert an Corullón (die Álvaro-Ecke), wobei die klimatischen Gegebenheiten fast noch besser sind. Denn San Pedro ist, wenn auch im Gebirge gelegen, ein welliges Hügelland, die Sonne spielt eine etwas größere Rolle als in Corullón, während die Höhenlage, etwa achthundert Meter über Meeresniveau, nahezu identisch ist.

So ein Projekt ans Laufen zu bringen und dann auch am Laufen zu halten, so ganz einfach ist das nicht. Daher hat sich Silvia früh entschlossen, auf die Karte Vinos de Paraje zu setzen, individuelle Lagenweine, kleine Mengen, perfekt herausgearbeitetes Terroir. Abgerundet wird alles durch einen roten und einen weißen Ortswein, wobei diese beiden Weine ebenfalls nur in kleiner Auflage entstehen. Von dem roten Ortswein gab es vom Jahrgang neunzehn, der üppigste in der Geschichte, nicht viel mehr als dreitausend Flaschen; vom Nachfolgejahrgang die Hälfte und vom Jahrgang einundzwanzig (der Wein ist noch nicht abgefüllt), wohl auch nicht viel mehr. Im Jahr neunzehn nutzte Silvia einen Teil der Lagenweine, um den Ortswein zu machen. Das hat sie inzwischen abgestellt. Denn wenn es da für einen Lagenwein keine eintausend Liter gibt, kann man nicht noch einmal einen Teil davon für den Ortswein abzweigen. Irgendwie muss die Bodega das ja alles auch finanziell stemmen.

Es gibt, was es gibt. Dies in etwa ist das Motto der Bodega. Es gibt Trauben der Rebsorten, die in den alten Anlagen stehen. Gut, ein Teil des Alicante Bouschet, den es nach der Reblaus in das Tals des Ancares geweht hat, wird sie durch Mencía ersetzen, vielleicht auch etwa Palomino durch Godello. Wobei: die paar Stöcke Palomino findet man verstreut in etwa zwanzig Parzellen, die alle einzeln mühsam zu ersetzen stiftet nur wenig Sinn.

Natürlich könnte man neue Weinberge anlegen. Silvia ist jung genug, um das auch irgendwann einmal zu machen. Aber erst einmal geht es darum, all die alten Weinberge, die exzellente Qualität liefern, zu erhalten und in das Programm zu integrieren. Damit ist sie schon einmal zehn Jahre lang beschäftigt. Dann kann man ja weiter sehen.

Silvia Marrao.

Auch wenn alles in San Pedro de Olleros stattfindet, eine jede Parzelle ist eine Welt für sich. Das Besondere an diesen Welten kann man an der Top-Parzelle Penedón erkennen: diese Parzelle ist insgesamt schon ein paar Hektar groß, sie ist in siebenundvierzig Einheiten unterteilt. In derer fünfundvierzig stehen keine Reben, die anderen beiden beackert Silvia. Das Ergebnis: ein Barrique, fünfhundert Liter, in wirklich guten Jahren derer zwei zu je vierhundert Liter. Mencía, aber auch ein paar Stöcke anderer Sorten, etwa achtzig Prozent blaue Trauben, der Rest Godello und Doña Blanca. Das gibt dann sechshundert und fünfzig Flaschen, in guten Jahren neunhundert; heute und morgen und in zehn Jahren auch. Penedón ist die absolute Top-Parzelle in San Pedro für Rotweine: Schieferverwitterungsboden, knappe Lehmkrume, eine dezente Steinauflage, die Parzelle fällt leicht gen Südwesten ab. Das ist schon einer der feinsten Bierzos, die es gibt; kein Typ Moncerbal, sondern eher Las Lamas, also elegant und ausbalanciert, nicht unbedingt wuchtig und kräftig. Wobei, so wirklich wuchtig und kräftig ist auch der Moncerbal nicht.

La Capilla befindet sich am gleichen Hang, aber auf der anderen Seite der Kuppe, von Penedón durch einen Feldweg getrennt. Hier, das Paraje ist etwas größer als Penedón, gibt es auch nur zwei Parzellen. Eine ist halb tot, die andere beackert Silvia. Das Problem: diese Parzelle ist mitten in einem kleinen Wald, die Tiere haben Heimspiel. Und: ein Teil der Parzelle ist mit Alicante Bouschet bestockt, aber zumindest das wird sich in absehbarer Zeit ändern. Denn wenn man diesen Teil mit klassischen Sorten neu pfropft, dann, ja dann, könnte es irgendwann auch einmal zwei Barricas von dieser Parzelle geben. Vom Jahrgang zwanzig gab es diesen Wein nicht, die Tiere hatten zu viel Hunger. Die kärglichen Reste landeten im Ortswein.


La Cruz ist ein Paraje, das La Capilla und Penedón miteinander verbindet. Dort stehen die Reben auf einer etwas dickeren Lehmschicht, die Parzelle ist etwas näher am Ort, es gibt dort auch noch die eine oder andere Einheit, die auf der Einkaufsliste der Bodega steht. Um das nicht falsch zu interpretieren: das wären dann vielleicht drei- oder vierhundert Kilo mehr. In La Cruz beackert Silvia zwei Parzellen, eine mit Mencía, die andere mit Doña Blanca. Erstere ist ganz gut in Schuss, ein Großteil der Stöcke gibt Ertrag, in einem guten Jahr gibt das dann schon einmal fünfzehnhundert Flaschen. Im Jahr zwanzig gab es ein Problem mit Hagel, will sagen: es gibt keinen zwanziger Paraje rot aus La Cruz. Den zwanziger weiß gab es, er war aber schnell ausverkauft. Demnächst kommt der Jahrgang einundzwanzig: vierhundert Flaschen, im Stahltank ausgebaut. Aber dennoch vielleicht der spannendste Doña Blanca in ganz Bierzo. Die Menge dieses Weines kann ansteigen, denn in dem Doña Blanca-Teil von La Cruz befindet sich ein Teil in der Phase der Wiederbelebung. Dort kann man derzeit noch nichts einsammeln. Aber vielleicht gibt es in ein paar Jahren zumindest so viele Trauben, dass man auch mal ein Barrique füllen kann.


Almorelle befindet sich etwas weiter im Norden, die Parzelle ist zweigeteilt: Hang und Flachteil (oben). Am Hang steht Godello, fünf Parzellen uralter Godello, natürlich teilweise aufgegeben. Drei Parzellen bewirtschaftet Silvia seit dem ersten Jahr, zwei weitere hat sie gerade übernommen, eine davon ist allerdings halb tot, mal sehen, was das in ein paar Jahren gibt. Bislang war die Ernte dort so gering, dass sie nicht daran dachte, einen weißen Almorelle Vino de Paraje zu keltern. Jetzt hat sich dies geändert. Dies aber hat auch Auswirkungen auf den weißen Ortswein, der nur aus Godello besteht. Denn der ist aktuell etwa zu zwei Drittel aus Almorelle, zu einem Viertel aus Campín, der Rest der Trauben stammt aus diversen Parzellen. Dieser Ortswein wird sich ändern, und nein, von Campin wird es keinen Vino de Paraje geben, denn da gibt es nur eine Parzelle, die nicht einmal dann groß genug für einen Paraje-Wein wäre, wenn man den Palomino und den Doña Blanca in Godello umpfropfen würde.


Von Almorelle gibt es übrigens auch einen roten Lagenwein, er stammt aus dem flachen Teil der Lage. Ein großes Barrique, in ein paar Jahren vielleicht auch einmal derer zwei oder drei, was dann wieder zu Lasten des roten Ortsweines gehen wird.

Und schließlich ist da noch die Paraje Eras La Ermita, nicht verwandt oder verschwägert mit l’Ermita aus Dankbarwolf. Diese Parzelle befindet sich genau gegenüber von der Bodega, bis auf ein kleines Stück gehört das alles Silvia. Die Trauben landen in einem Lagenwein, der Rest im Ortswein. Das Prinzip kennen wir inzwischen schon. Im Unterschied zu den anderen Parzellen ist Eras La Ermita etwas besser mit Reben gesegnet, man kann von dem Vino de Paraje schon bis zu viertausend Flaschen machen. Womit man dann den Ortswein macht? Gute Frage.

Abgerundet wird alles durch einen spannenden Süßwein aus Pa-lo-mi-no, durch einen Clarete aus Mencía und Palomino und durch einen Doña Blanca, für den Trauben in der gesamten Ecke eingesammelt werden. Dies ist der einzige Wein, für den Silvia Trauben zukauft. So kommt sie zumindest auf zwölfhundert Flaschen. Text: El oso alemán

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Rebsorten

Conte di Campiano Sangiovese del Conte

Rotwein · Sangiovese · Emilia-Romagna · Italien

Conte di Campiano Sangiovese del Conte ist ein rubinrot funkelnder Rotwein aus der Emilia-Romagna, der drei Monate in kleinen Barriques reifte. In allen Facetten duftet und schmeckt er nach reifer Kirschfrucht. Für einen Sangiovese ist er ungemein reif und vollmundig – mit geschmeidigem Abgang.


Emilia-Romagna

Die Emilia-Romagna in Norditalien ist für ihre fruchtbetonten, zugänglichen Rotweine bekannt. Sangiovese, die klassische Rotweinsorte Mittelitaliens, bringt hier einen reifen, vollmundigen Stil hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Sangiovese. Er reift drei Monate in kleinen Barriques, bevor er auf die Flasche gezogen wird – das gibt ihm Struktur und einen geschmeidigen Charakter.

Im Glas

Rubinrot funkelnd. In Nase und Geschmack durchgehend reife Kirschfrucht. Am Gaumen für einen Sangiovese ungemein reif und vollmundig, mit großer Konzentration und einem geschmeidigen, weichen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Pasta mit Tomatensugo, Grillfleisch, Pizza und mittelreifer Käse.


Lage: Emilia-Romagna (Italien)
Klassifikation: Sangiovese (Emilia-Romagna)
Ausbau: Sangiovese, 3 Monate Barrique

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Weine

De Sousa Champagne Tradition Brut BIO

Der De Sousa Tradition Brut ist der Champagner, mit dem du De Sousa kennenlernst: drei Rebsorten, viel Reservewein, bio und biodynamisch bewirtschaftet. Frisch, ausgewogen und für fast jeden Anlass.

Im Glas

Hellgold, feine Perlen. Blüten und Zitrone, dann reife Birne und eine Spur rote Beeren. Im Mund frisch und ausbalanciert, zwischen Klarheit und Frucht. Zum Schluss Honig und Zitrusschale. Die Reserveweine geben ihm Tiefe, die Mischung der Rebsorten Fülle und Frische.

Mach was draus

Afterwork, Brunch, Hähnchen-Wraps, Fischtacos oder Ziegenfrischkäse mit Kräutern. Er funktioniert beim Geburtstag im Garten genauso wie beim Dinner zu zweit. Wenn spontan Besuch kommt, ist er der Champagner, den du ohne Nachdenken öffnen kannst – und der trotzdem nach mehr schmeckt als nach Standard. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Die Tradition ist mein Hauschampagner für spontane Abende. Sie passt zum Aperitif genauso wie zum Fisch danach.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Welche Rebsorten stecken drin? Halb Chardonnay, dazu Pinot Noir (40 %) und Meunier (10 %), von Reben mit 25 bis 30 Jahren.

Wie viel Zucker hat er? Brut mit 5 g/l laut Steckbrief, also trocken mit einer Spur Rundung.

Chardonnay 50 %, Pinot Noir 40 %, Meunier 10 % · Reben ca. 25–30 Jahre · ca. 40 % Reservewein · Edelstahltank · ungeschönt, unfiltriert · Brut, 5 g/l Restzucker · Champagne De Sousa, Avize · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Weine

Ribera del Duero Tinto Probierpaket

Unser Probierpaket besteht aus: einem Rotwein ohne Holzfassausbau, einem Selektionswein, der über 12 Monate in französischen Barrique Fässern ausgebaut wurde und einer klassischen Reserva, welche über 18 Monate in Eichenholzfässern aus amerikanischer und französischer Eiche selektioniert wurde, um dann noch weitere drei Jahre in der Flasche reifen zu dürfen!

 

Der Wein Tinto Joven:

Die Kellerei Monteabellon: Die Familie García Aparicio gründete im Jahre 2000 in dem kleinen Örtchen Nava de Roa die Kellerei Monteabellón. Inzwischen gehören sechzig Hektar zur Bodegas Monteabellon und obwohl die Kellerei in der Größe gewachsen ist, wird die Qualität Jahr für Jahr besser. Dies liegt zum einen an der sehr sorgfältigen Weinberg Arbeit (hier wird viel Wert auf eine intensive Laubarbeit gelegt) und zudem sind die niedrigen Erträge für die Qualitäten immens wichtig. Zum anderen finden die Erntearbeiten hier nur nachts statt; dies sorgt dafür, dass die Erntetemperaturen gleichbleibend sind und die Trauben nicht schon in der Sonne „verglühen“. So gelangt also nur vollreifes Lesegut in die Bodega. Der Sohn des Hauses, Juan Manuel, hat gemeinsam mit Juan Manuel Burgos (Avan) die Schulbank gedrückt, und so entstand die Idee, Señor Burgos als Weinberater einzustellen. Die Beratung hat sich prompt auch in der Qualität der Weine niedergeschlagen. Als beratender Önologe wurde Isaac Fernandez (Ex-Mauro) verpflichtet. Juan Manuel Garcia will mit allem Ehrgeiz an die Qualitätsspitze der Region vorpreschen

 

Der Wein Monteabellon Avaniel tinto: Der Avaniel ist ein Wein aus jungen Tempranillo Trauben ohne Barriquesausbau. Massive Frucht in Nase und Geschmack! Schwarze Frucht auch im Nachhall. Leichte Würze und sehr gute Länge!

 

Tinto 12 Monate Barrique Ausbau:

Die Kellerei Juan Manuel Burgos: Geboren ist Juan Manuel Burgos in Fuentelcesped, einem Dorf, wie man es in Deutschland kaum noch kennt. Hier sieht alles noch wie vor hundert Jahren aus. Juanma, wie er stets gerufen wird, war ein typischer Junge dieser Gegend. Er wuchs mit den Traditionen der Region auf und mit zunehmendem Alter interessierte er sich für die modernen Dinge des Lebens. So ist auch heute sein Weinstil zu erklären. Er bekam von seiner Familie Rebparzellen im Alter von 40 bis 100 Jahren zur Verfügung gestellt, und nachdem er mehrere Jahre bei Felix Lorenzo Cachazo in Rueda und danach bei der Kellerei Cachopa seinen Sporen verdient hatte, begann er seinen eigenen Wein auszubauen: Avan. In der Weinbergsarbeit ist er ganz Traditionalist. Nur die alten Trauben bringen bei sorgfältigster Pflege das beste Ergebnis. Im Weinkeller ist er hingegen der absolute Technik-Freak. Er arbeitet in seiner 2005 fertig gestellten Kellerei nur mit der Gravitationstechnik, d. h., die Reben kommen oben in die Kellerei rein und der Verarbeitungsprozess läuft in jedem Arbeitsschritt immer weiter abwärts. Die Trauben werden so schonender und stressfreier verarbeitet. Jede einzelne Traube läuft zudem über ein Sortierband, wobei nicht perfektes Lesegut manuell aussortiert wird. Die Gärung erfolgt in extra vorgefertigten, konischen Edelstahltanks, damit die Farbgewinnung und die Extraktwerte noch optimiert werden. Der Wein erlangt dann seine Vollendung durch die Lagerung in besten französischen Eichenfässern. Avan ist Ribera del Duero in seiner modernsten Art mit dem Wissen der Vergangenheit.

 

Der Wein Avan 2023: Vielschichtiger Tempranillo mit intensiv- roten Beerenfruchtaromen, der 12 Monate in Barriques aus französischer Eiche reifte. Neben seiner jugendlichen Frische und seiner Fruchtfülle besticht er durch seine subtile Eleganz und Feinheit, die den Avan zu einem der besten Tempranillos der Ribera del Duero machen.

 

Der klassische Reserva:

Die Kellerei Protos: Als es die D. O. Ribera del Duero noch gar nicht gab, haben sich im Jahr 1927 bereits elf Winzer aus der Region zusammengetan, um das ehrgeizige Qualitätsprojekt Protos ins Leben zu rufen. Der Anspruch, mit die besten Weine der Region zu produzieren, hat sich dabei nie geändert. Für dieses Ziel können die Winzer heute mit auf die ältesten Parzellen aus der Ribera del Duero zurück greifen. Die Weine werden fast ausschließlich aus der Edelrebsorte Tempranillo vinifiziert. Auch der Ausbau folgt ganz der nun fast einhundert Jahre alten Tradition. Er erfolgt vornehmlich in Fässern aus amerikanischer Eiche, aber auch französische Eiche wird inzwischen eingesetzt. Wer einmal in dieses Anbaugebiet fährt, sollte einen Abstecher in das Dorf Peñafiel machen. Nicht nur die auf einem Bergrücken aus dem 11ten Jahrhundert liegende Burg Peñafiel ist einen Aufstieg wert, auch die neue, im Jahre 2008 fertiggestellte Kellerei von Protos ist einen Besuch mit anschließender Weinprobe mehr als wert.

 

Der Wein Protos Reserva 2020 tinto:

Sehr eleganter und feiner Rotwein, dessen klare Fruchtaromen perfekt mit dem Holz harmonieren. Die Aromen erinnern an reife, dunkle Beerenfrüchte, ein wenig Sandelholz, Kokosnuss und zartes Karamell. Der Wein wird zu 100 % aus der Rebsorte Tempranillo gewonnen, begeistert mit viel Kraft am Gaumen und einem stattlichen, ellenlangen Abgang. Der Protos Reserva ist einer der absoluten Klassiker aus der Ribera del Duero.

 

Versankostenfrei innerhalb Deutschlands.

 

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2000

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2000

Der Feuerheerd's Colheita 2000 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – aus dem legendären Jahrgang 2000, in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2000 – Douro

Der Winter war so kalt und trocken, dass der Austrieb stark behindert wurde. April und Mai brachten willkommene, aber kräftige Regenfälle; die Blüte verlief kühl und feucht, was zu Verrieselung führte. Der Sommer war warm und trocken, bis im September leichte Regenfälle einsetzten. Die Lese begann Ende September pünktlich und ohne Zwischenfälle – eine kleine, aber makellose Weinlese im Douro.

2000 gilt als legendärer Jahrgang: brillant konzentriert, reich an Frucht und Struktur. Die besten Häuser erzeugten komplexe, aromatische Weine von großer Klasse.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2000.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Weine

Martin Waßmer Grauer Burgunder

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Martin Waßmer Grauer Burgunder ist ein saftiger, fruchtbetonter Grauburgunder aus Baden. In der Nase sauber mit feiner Frucht, am Gaumen reif und harmonisch mit einem Hauch Honig.


Baden / Markgräflerland

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet und zählt zu den führenden Erzeugern der Region. Das milde Klima und die kalk- und lössgeprägten Böden bringen saftige, gehaltvolle Burgunderweine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder. Der Ausbau bewahrt die reife, saftige Frucht und die harmonische, zugängliche Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase sauber, mit feinen Fruchtnoten von Williamsbirne, reifem Boskop und etwas Zitronat sowie dezenten nussigen Noten im Hintergrund. Am Gaumen saftig, mit mittlerer Dichte und Länge, reifer Frucht und einem Hauch Honig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta und mildem Käse.


Lage: Baden, Markgräflerland (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Gutswein – 100 % Grauburgunder, trocken
Ausbau: saftig und fruchtbetont

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Spirituosen

Eden Mill Love Gin

Gin · Botanicals · Schottland

Eden Mill Love Gin ist ein schottischer Gin der Eden Mill Distillery in St Andrews. Neben Wacholder prägen rote Rosenblätter, Eibisch, Goji-Beeren und ganze Hibiskusblüten den Charakter. Das Ergebnis ist ein fruchtig-florales Profil mit Noten von roten Früchten und Zitrus. Im Glas zeigt sich ein zarter rosa Schimmer.


Herkunft

Die Eden Mill Distillery liegt in St Andrews an der schottischen Ostküste und vereint Brennerei und Brauerei unter einem Dach. Der Love Gin zählt zu den bekanntesten Abfüllungen des Hauses.

Botanicals und Destillation

Kernbotanicals sind Wacholder, rote Rosenblätter, Eibisch, Goji-Beeren und ganze Hibiskusblüten. Die Hibiskusblüten geben dem Gin seinen zart-rosa Ton. Abgefüllt mit

Im Glas

In der Nase rote Früchte, Rosenblüte und ein Hauch Zitrus über klarer Wacholderbasis. Am Gaumen fruchtig und blumig, mit Beerennoten und feiner Zitrusfrische. Der Abgang ist weich und floral.

Im Drink

Spirituose ohne Flaschenreifung – kühl und dunkel gelagert über Jahre stabil. Gut gekühlt servieren, pur auf Eis oder im Gin & Tonic; mit hellem Tonic und einer Erdbeere oder Rosenblüte kommt der florale Charakter zur Geltung.

Klassische Begleitung: Tonic Water, rote Beeren, Rosé-Aperitifs und leichte Sommerküche. Auch als Basis fruchtiger Cocktails.


Herkunft: St Andrews, Schottland
Art: Gin
Botanicals: Wacholder, Rosenblätter, Eibisch, Goji-Beeren, Hibiskus

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Weine

Peter Jakob Kühn Oestrich Riesling Quarzit 2022 BIO

Weißwein · Oestrich (Rheingau) · Riesling

Riesling Oestrich „Quarzit" Peter Jakob Kühn Doosberg · Klosterberg · Lenchen Lösslehm mit grauem Quarzit trocken spontane Fassgärung BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2022

Der Peter Jakob Kühn Oestrich Riesling „Quarzit" 2022 hat seinen Ursprung in den Oestricher Lagen Doosberg, Klosterberg und Lenchen. Ein typischer Riesling aus den tiefgründigen Oestricher Lagen: saftig und tief, mit reifer Frucht und erdiger Würze.


Oestrich „Quarzit" – Ortsriesling aus drei Lagen

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau in traditionellen Stückfässern mit langem Hefelager, der den Weinen Tiefe und Anmut verleiht.

Der „Quarzit" stammt aus den Lagen Oestricher Doosberg, Klosterberg und Lenchen. Im Boden findet sich humoser, teils etwas toniger Lösslehm, der von grauem Quarzit durchzogen wird. Die optimale Wasserführung im Doosberg versorgt die Reben auch in heißen Sommermonaten ausreichend – die Grundlage für einen saftigen, tiefen Riesling, der den Boden widerspiegelt, auf dem er gewachsen ist.

Jahrgang 2022 – Rheingau

2022 war im Rheingau von Sonne geprägt, mit spärlichem Regen in Juli und August. Begrünung zur Beschattung und Kühlung der Böden sowie eine bewusst schützende Laubwand halfen, Trockenstress und Sonnenbrand zu vermeiden; die älteren Anlagen mit ausgewachsenem Wurzelsystem meisterten das Jahr souverän. Ein nachhaltiger Wetterumschwung zur Rieslinglese und eine strenge Selektion in mehreren Durchgängen reduzierten die Menge deutlich. Das Ergebnis überrascht: nichts deutet auf einen warmen Jahrgang hin – die Weine sind feingliedrig, unbeschwert, schwebend und zart.

Ausbau

Trockener Ortsriesling aus den Oestricher Lagen Doosberg, Klosterberg und Lenchen, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von quarzitdurchzogenem Lösslehm.

Der Wein wird im herkunftsbetonten Stil des Guts vinifiziert; die Fässer vergären leise und spontan, ganz auf Saftigkeit, Tiefe und die schmeckbare Herkunft der Oestricher Lagen ausgerichtet. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein saftiger, tiefer Riesling, der den Quarzitboden widerspiegelt: reife gelbe Frucht nach Apfel und Pfirsich, dazu Zitrus, eine erdige Würze und feine, steinig-mineralische Anklänge. Am Gaumen saftig und schwebend, zugleich tief und griffig, mit lebendiger Säure und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Saftig und tief, mit reifer Frucht und erdiger Würze – reifer Apfel und Pfirsich über Zitrus und steinig-mineralischer Prägung, schwebend und griffig zugleich, mit langem Nachhall.

Ein tiefer, herkunftsklarer Rheingau-Ortsriesling. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Oestricher Doosberg, Klosterberg und Lenchen, Rheingau; humoser, teils toniger Lösslehm, von grauem Quarzit durchzogen
Klassifikation: Ortsriesling „Quarzit", Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: spontane Fassgärung im Stil des Guts, langes Hefelager; biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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Frankreich

Ponsot Griotte Chambertin Cuvée du Saule Grand Cru 2019

Rotwein · Griotte-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Griotte-Chambertin Grand Cru Cuvée du Saule Côte de Nuits Maison Laurent Ponsot 2019

Der Laurent Ponsot Griotte-Chambertin Grand Cru „Cuvée du Saule" 2019 stammt aus einem der kleinsten und parfümiertesten Grands Crus des Burgunds – ein seidiger, verführerischer Pinot Noir mit dem unverwechselbaren Wildkirsch-Charakter der Lage. Ponsot nennt ihn augenzwinkernd „die Lolita der Grands Crus".


Griotte-Chambertin – der parfümierte Zwerg unter den Grands Crus

Laurent Ponsot ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Burgunds. 2017 verließ er die berühmte Familien-Domaine Ponsot in Morey-Saint-Denis und gründete – gemeinsam mit seinem Sohn Clément – sein eigenes Haus, Maison Laurent Ponsot. Sein Stil ist unverkennbar: späte Lese, vollständige Entrappung und der konsequente Verzicht auf neues Holz, für Weine von großer Reinheit, Konzentration und Langlebigkeit. Seine Cuvées tragen poetische Namen; „Saule" ist das französische Wort für Weide.

Griotte-Chambertin ist mit nur rund 2,56 Hektar einer der kleinsten Grands Crus von Gevrey-Chambertin – berühmt für seinen parfümierten, an Wildkirsche („griotte") erinnernden Charakter und seine seidige Eleganz. Ponsot bewirtschaftet davon rund einen Hektar, einen bedeutenden Anteil der winzigen Appellation. Die Lage liegt am Hang in unmittelbarer Nachbarschaft zu Chambertin-Clos de Bèze und Chapelle-Chambertin.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 gilt an der Côte de Nuits als hervorragender Jahrgang, der reife, konzentrierte und zugleich frische Pinots mit feiner Tanninstruktur hervorbrachte. Im Griotte-Chambertin ergab das einen Wein von ausdrucksstarker roter und schwarzer Frucht mit einem Hauch Würze – am Gaumen frisch und seidig, mit genug festem Tannin, um über viele Jahre würdevoll zu reifen. Eine wunderbare Balance für den Jahrgang.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, trocken, Griotte-Chambertin Grand Cru.

Im typischen Ponsot-Stil: späte Lese, vollständige Entrappung und Ausbau ohne neues Holz, um die parfümierte Frucht und die seidige Textur der Lage unverfälscht zu bewahren. Der Verzicht auf Holzwürze stellt die Reinheit der Griotte ganz in den Mittelpunkt.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase ein betörendes, reifes und zugleich kühles Bukett von würziger, erdiger Wildkirsche (Kirschlikör), floralen Anklängen und einer Spur frisch gewendeter Erde. Am Gaumen von feiner Konzentration, seidig und doch muskulös, mit mundfüllendem Extrakt, einer fast salzigen Mineralität und einem überaus langen, fein strukturierten Abgang – kraftvoll und „schwebend" zugleich.

Die „Lolita der Grands Crus" – seidig, parfümiert und verführerisch, von schwebender Eleganz.

Schon jung verführerisch, aber für eine lange Reife über viele Jahre gebaut; profitiert vom Dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel (Reh, Taube), zu Ente und Kalb, zu Gerichten mit Pilzen und Trüffel sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Griotte-Chambertin Grand Cru, Gevrey-Chambertin, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); einer der kleinsten Grands Crus (~2,56 ha), Ponsot-Anteil ~1 ha
Klassifikation: Griotte-Chambertin Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; späte Lese, vollständig entrappt, Ausbau ohne neues Holz; auf Reinheit und Transparenz ausgerichteter Stil

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