Das Weinland Österreich

Nur einen kleinen Blick auf die Oberseite des Verschlusses getätigt und man erkennt sie sofort: Weine aus Österreich mit dem Rot-Weiß-Rot ihrer Landesflagge. Das ist bei der Einführung 1985 nicht etwa eine Marketing-Idee gewesen, sondern Folge eines ungeheuren Skandals, der dem österreichischen Weinbau fast den Garaus gemacht hätte: die hohe Nachfrage nach süßen Weinen in den 80ern brachte einige Winzer auf die verhängnisvolle Idee, einfachen Weinen durch künstliche Süßung den Anschein edler Auslesen zu geben – allerdings nutzten sie dafür keinen Zucker, sondern das Frostschutzmittel Diethylenglykol. Als ein Winzer Unmengen davon von der Steuer absetzen wollte, wurden die Behörden jedoch misstrauisch und das ganze Ausmaß der Panscherei offenbar: auch ins Ausland war der manipulierte Wein exportiert worden, besonders nach Deutschland, wo er mit heimischen Weinen verschnitten wurde. Obwohl keine gesundheitlichen Schäden durch den Konsum nachgewiesen werden konnten, kam es zu einem gigantischen Image-Schaden – Abermillionen Flaschen wurden vernichtet, etliche kleine Weinbauern gingen bankrott.

Claus Preisinger, Burgenland

Die Konsequenz aus alledem ist eines der strengsten Weingesetze der Welt. In der Strukturierung der Qualitätsstufen ist es dem deutschen recht ähnlich, insofern es eine Pyramide errichtet zunächst aus dem einfachen Wein ohne Angabe von Sorte und Jahrgang, darauf aufbauend dem Wein aus Österreich, dem Landwein und dem Qualitätswein. Zwei Drittel macht diese beste Kategorie aus, ein verglichen mit anderen Nationen sehr hoher Wert. Für all diese Weine ist eine künstliche Alkoholerhöhung von höchstens zwei Volumenprozent zulässig, für den Kabinett und die Prädikatsweine an der Spitze der Pyramide nicht mehr. Diese lassen sich anhand der verlangten Mindestmostgewichte in vier Stufen einteilen: die Spätlese, die Auslese, die Stufe Eiswein/ Strohwein/ Beerenauslese und die Stufe Trockenbeerenauslese/ Ausbruch.

Moment, Strohwein und Ausbruch? Regelmäßige Österreich-Touristen werden es wissen: obwohl man eine gemeinsame Sprache teilt, haben unsere Nachbarn im Süden doch für viele Dinge ganz eigene Bezeichnungen. Die Weinwelt ist da keine Ausnahme: der in Deutschland als Lemberger bekannte Rotwein ist dort der Blaufränkisch, Scheurebe wird als Sämling 88 bezeichnet und der weltberühmte Chardonnay muss auf diesen Namen zugunsten vom zugegeben nicht weniger edel klingenden Morillon verzichten. Hinzu kommen lokale Besonderheiten, die sich vor Ort ausgesprochen großer Beliebtheit erfreuen, im Ausland aber faktisch unbekannt sind. Dazu gehören der Uhudler, ein heller Rotwein aus amerikanischen, unveredelten Wildreben, die sich als besonders schädlingsresistent erwiesen und so die Reblausplage überlebt haben. Der als Fox-Ton bezeichnete, sehr eigenwillige Geschmack hat zu allerhand Legendenbildung beigetragen, so werden die Reben oft als „Rabiatperle“ bezeichnet, da Uhudler-Konsum angeblich sehr aggressiv mache. Ebenfalls hellrot kommt der steirische Schilcher daher, ein Rosé aus der Rebsorte Blauer Wildbacher, der den Namen seinem schillernden Farbspektrum verdankt.

Claus Preisinger, Burgenland

Das große Aushängeschild für die Alpenrepublik ist aber natürlich der Grüne Veltliner. Fast die Hälfte der österreichischen Weißweine entstammen seinen Trauben, der frische Tropfen mit der Zitrusnase und der animierenden Pfeffernote passt einfach zu jedem Anlass, ob nun als zünftiger Schoppenwein oder Weinkeller-Rarität. Besonders in der Wachau, der Schatzkammer des österreichischen Weines, kann er zu sehr beachtlichen, jahrzehntelang lagerfähigen Ergebnissen heranwachsen, ebenso wie der Riesling, der hier oft körperreicher und fruchtiger, dafür weniger säurebetont als in Deutschland gerät. Nicht verwandt mit diesem, der zur besseren Unterscheidung auch oft als Rheinriesling bezeichnet wird, ist der Welschriesling. Ähnlich wie der Grauburgunder in Deutschland glänzt er besonders als unkomplizierter Alltagswein, der mit seinem spritzigen Apfel-Bukett jeden glücklich zu machen versteht. Eine weitere österreichische Spezialität ist, obwohl dies im Mittelalter in ganz Europa die etablierte Art der Weinerzeugung darstellte, der Gemischte Satz. Besonders in Wien wird er kultiviert, der weltweit einzigen Hauptstadt mit eigenem Weinbau in nennenswertem Umfang – etwa 270 Winzer bestellen 1,2 Prozent der Stadtfläche, von den großen Rieden in Döbling bis zum kleinsten Weingarten Wiens am zentral gelegenen Schwarzenbergplatz, der gerade einmal 50 Flaschen abwirft. Anders als beim Cuvée werden verschiedene Rebsorten nicht einzeln gekeltert und dann miteinander verschnitten, sondern direkt gemeinsam eingemaischt. Mindestens drei Rebsorten müssen im als Wiener Gemischter Satz bezeichneten Wein enthalten sein, es können aber gut und gern auch über ein Dutzend verarbeitet werden.

Auf der roten Seite, die ein Drittel der Gesamtproduktion ausmacht, beansprucht der Blaue Zweigelt Platz 1 für sich. Als gezüchteter Abkömmling der beiden autochthonen Rebsorten Blaufränkisch und St. Laurent ist er quasi die Quintessenz österreichischen Rotweins und überzeugt mit einem sanften Aroma von Kirsche und Vanille. Auch seine Eltern sind nicht zu verachten: der tiefdunkelrote Blaufränkisch gilt als hervorragender Botschafter seines jeweiligen Terroirs und betört mit eleganter Säurestruktur und dunkelbeerigen Tanninen. Als recht anspruchslose Traube verfügt er über deutlich mehr Fläche als der empfindliche St. Laurent, der in seinen geringen und unsicheren Erträgen dem Spätburgunder ähnlich ist. Geschmacklich rangiert er mit seiner kirschigen Herbheit zwischen dem fruchtigen Zweigelt und dem vornehm-kühlen Blaufränkisch. Gerade in diesen Rotweinen zeigt sich die Scharnierposition Österreichs zwischen Mittel- und Südeuropa sehr gut.

Josef Dockner, Niederösterreich

Die 17 Anbaugebiete befinden sich fast ausnahmslos im Osten des Landes, wo der Alpenraum in die Pannonische Tiefebene übergeht. Die Landschaft hat hier nicht mehr viel alpine Wildheit, ist stattdessen eher flach bis gleich hügelig, die Weinberge liegen in aller Regel zwischen 200 und 400 Meter Seehöhe. Donau und Neusiedlersee sorgen zwar für ein gewisses Maß an Grundwärme, allerdings kommt es hier an der Grenze zwischen maritimen Atlantik- und trockenem Kontinentalklima zu hohen Temperaturschwankungen. Trotz der Ballung der Gebiete – keines liegt für sich allein, sondern grenzt immer an mindestens zwei andere – sind die Böden sehr variantenreich und ermöglichen überhaupt erst den Anbau so vieler verschiedener Rebsorten. Einteilen lassen sich die Gebiete am sinnigsten in einen Bereich Niederösterreich und Wien mit Urgestein und dicken Lössschichten, der vor allem für frische und leichte Veltliner und Rieslinge bekannt ist, einen kalkigen und schiefrigen Bereich Burgenland, aus dem die gehaltvollen Rotweine zum großen Teil stammen, und einen vulkanstein- und braunerdedominierten Bereich Steiermark, dessen Spezialitäten insbesondere Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Chardonnay und sehr duftige Muskateller sind. Ihre jeweilige Größe liegt zwischen knapp 300 und bis zu 14 000 Hektar, was aber eine Ausnahme darstellt – die meisten Gebiete liegen im untersten vierstelligen oder gar dreistelligen Bereich, sind also meist eher überschaubar. Vergleicht man die Jahresproduktion von 2,5 Millionen Hektolitern mit den deutschen 8 Millionen und setzt dies in Relation dazu, dass Deutschlands Weinbaufläche aber gar nicht über drei Mal, sondern lediglich doppelt so groß ist wie die österreichische, fällt schnell auf, dass die Erträge in Österreich deutlich geringer sein müssen. Das liegt mitnichten am Klima, das hier sogar deutlich geeigneter ist, sondern schlicht daran, dass das Weingesetz einen Höchstertrag von 67,5 Hektolitern pro Hektar vorschreibt – in Deutschland liegt der durchschnittliche Ertrag bei 80 Hektolitern. Hinzu kommt, dass die Erträge oft massiv reduziert werden, um aus stark tragenden Rebsorten genug Aromatik herauszuholen. Die viele liebevolle Handarbeit hat ihren Preis – gerade in der Einstiegskategorie liegt dieser oft über dem in Deutschland üblichen, dafür ist im unteren Mittelfeld die Qualität im Schnitt aber auch wesentlich höher. Als ein Hauptgrund dafür kann das seit 20 Jahren etablierte DAC-System (Districtus Austriae Controllatus) gelten, das besonders gebietstypische Weine hervorhebt – im Bemühen, das jeweilige Terroir stärker als die Rebsorte zu gewichten, orientiert man sich mehr am romanischen Weinrecht, etwa an der französischen AOP-Klassifizierung. Auch die Nennung der Rieden, also der Einzellagen, wird bei höherklassigen Weinen immer mehr forciert, an erster Stelle durch die ÖTW, die Österreichischen Traditionsweingüter, die eine ähnliche Philosophie wie der deutsche VDP verfolgen, jedoch erst in sieben der 17 Anbaugebiete präsent sind.

Anders als in Deutschland ist es in Österreich üblich, fast ausschließlich einheimische Weine zu trinken – und für sich selbst will man ja stets das Beste. Gerade im Sommer erfreut sich der „Spritzer“ großer Beliebtheit, die Mischung aus Wein und Sprudel, die man sich am liebsten selbst mischt, um das Verhältnis der beiden Flüssigkeiten der Tageszeit, der Außentemperatur und dem noch vor einem liegenden Arbeitspensum anpassen zu können. Genossen wird der Spritzer am liebsten im Heurigen, einem mal bodenständig-urigen, auch von Einheimischen gern frequentierten, mal für Touristen auf Attraktion gebürsteten Lokal, das den süddeutschen Strauß- und Besenwirtschaften ähnlich ist und seinen Namen deshalb trägt, weil dort der „heurige“, also diesjährige Wein ausgeschenkt wird. Bis zum Ende des Folgejahres ist das erlaubt, und die „echten“ Heurigen haben auch nur saisonal geöffnet – dann aber gibt es keinen Ort, an dem man die österreichische Seele besser erforschen könnte. Die dort mit Vorliebe zum Besten gegebenen sogenannten Wienerlieder, die mit einer einzigartigen Mischung aus melancholischem Weltschmerz und derb-hintergründigem Humor die Stadt und ihre Bewohner beschreiben, haben nicht ohne Grund sehr häufig den – auch übermäßigen – Weinkonsum zum Thema. Titel wie „Mei Oide sauft so vü wia i“, „Mei Naserl is so rot, weil i so blau bin“ oder „Mei Gurgl hat heut Waschtag“ zeugen vom großen Einfluss, den der Wein zu aller Zeit auf das österreichische Gemüt hatte. 30 Liter werden im Schnitt pro Kopf und Jahr konsumiert, was im internationalen Vergleich für einen sehr ansehnlichen fünften Platz reicht.

Ja, eine Historie dieses Landes würde ohne Erwähnung des Weinbaus und seiner vielen Auswirkungen gar nicht auskommen können. Als um die Zeitenwende die Provinzen Noricum und Pannonien, die den größten Teil des heutigen österreichischen Gebiets ausmachten, in das Römische Reich eingegliedert wurden, sorgte man sehr schnell dafür, neben der Errichtung von Kastellen und Heerstraßen auch die Rebkultur in Gang zu setzen. In der römischen Geschichtsschreibung wird die Qualität zwar eher als minderwertig bezeichnet und recht sicher wurde Wein aus diesem Teil des Reiches nicht nach Rom exportiert, sondern nur zur Versorgung der Soldaten vor Ort genutzt, aber der Grundstein war gelegt und an ihm konnten auch die Verheerungen der Völkerwanderungszeit nicht nachhaltig rütteln. Ab dem Mittelalter begann, angestoßen durch Karl den Großen, die Herrschaft der Geistlichkeit über die Rebpflege: große Klöster wie die Stifte Melk in der Wachau, Göttweig im Kremstal sowie Heiligenkreuz und Klosterneuburg bei Wien unterhielten riesige Flächen, allgemein blühte der Weinbau dank der damaligen Warmzeit: die Klimagrenze lag 200 Meter höher, was die Rebstöcke auch in den bergigen Regionen Salzburgs, Kärntens und Tirols und insgesamt auf einem Vielfachen der heutigen 47 000 Hektar gedeihen ließ.

Die weltliche Obrigkeit in Person der Herzöge von Österreich erkannte früh das Potential des Weins als Wirtschaftsfaktor und schuf im 14. Jahrhundert einerseits Rechtssicherheit in vielen den Weinbau betreffenden Fragen, andererseits begann man, mit dem sogenannten Ungeld Weinkonsum zu besteuern – die Erfindung der ersten indirekten Steuer Europas. Einmal auf den Geschmack gekommen, übertrieb man es aber irgendwann damit und würgte in der Frühen Neuzeit das Weinwesen, das ohnehin schon durch die Konkurrenz des preiswerteren Bieres, den Dreißigjährigen Krieg und die Kleine Eiszeit gebeutelt war, recht radikal ab. Die daraufhin einsetzende Billigwein-Schwemme konnte von Maria Theresia immerhin ein bisschen gebremst werden, indem sie die Verwertung desselben für die Herstellung von Schnaps, Senf und Essig verfügte und damit eine Tradition begründete, die bis heute fortreicht und sich im Angebot dutzender solcher Erzeugnisse auch in den allerländlichsten Kleinstbetrieben niederschlägt. Ihr Sohn, Kaiser Joseph II., etablierte durch seinen Erlass, selbst erzeugte Lebensmittel auch in den eigenen vier Wänden verkaufen zu dürfen, dann schließlich die Heurigen-Kultur, sehr zur Freude der einfachen arbeitenden Bevölkerung, deren liebste Sonntagsbeschäftigung der Gang dorthin in der Folgezeit wurde. Doch auch für sich selbst wollte der Adel etwas haben: dass das Kaiserhaus und die sonstige Upper Class des Habsburger-Reiches seit jeher Champagner besonders schätzte, machte sich 1842 Robert Schlumberger zunutze, als er in Bad Vöslau ein Unternehmen gründete, das erstmals österreichischen Schaumwein in Flaschengärung herstellte.

Ein Unternehmen von der Größe Schlumbergers ist allerdings eher ungewöhnlich. Über zwei Drittel der österreichischen Winzer betreiben den Weinbau lediglich als Nebenerwerb, bei einer durchschnittlichen Anbaufläche von nur drei Hektar je Betrieb können die wenigsten vom Wein allein leben. Nur etwas über ein Dutzend Betriebe fährt überhaupt einen Jahresertrag von über einer Million Liter ein. Diese kleinteilige Struktur ist es aber wohl auch, was die unglaubliche Vielfalt dieses kleinen Weinlandes ausmacht. Viele der autochthonen Trauben und Spezialitäten, für die vinophile Touristen in die Alpenrepublik pilgern, wären ohne den Einsatz heimatverbundener Winzerfamilien nicht möglich, die auf gerade mal drei Prozent der landwirtschaftlichen Fläche 20 Prozent des gesamten Agrarumsatzes erwirtschaften. Text: Dario Sellmeier

Jetzt Newsletter abonnieren und keinen Blog Beitrag mehr verpassen:

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Finca Milena Rosé Castilla BIO

Roséwein · Bio-Cuvée · Castilla-La Mancha · Spanien

Finca Milena Rosé ist ein trockener Bio-Roséwein von Hammeken Cellars aus Spanien. Die Cuvée aus Bobal und Tempranillo zeigt sich frisch, fruchtig und sehr aromatisch.


Castilla-La Mancha

Die Trauben stammen von der Finca Milena im Herzen von La Mancha, dem zentralspanischen Hochland. Hinter dem Wein steht Hammeken Cellars (Jávea/Alicante), das zunehmend auf Bio-Qualität setzt. Wein aus biologischem Anbau, ES-ECO-002-CM.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Bobal und Tempranillo aus ökologischem Anbau. Die Trauben werden temperaturkontrolliert im Edelstahl vergoren, um die frische, fruchtbetonte Aromatik zu bewahren.

Im Glas

Hellrosa. In der Nase und am Gaumen ein Potpourri roter Früchte – Erdbeere, Kirsche und Himbeere. Frisch, saftig und sehr aromatisch, mit frischer Säure.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder leichter Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Salate, Gemüsegerichte, leichte Pasta und Sommerküche.


Lage: La Mancha, Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Roséwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, jung gefüllt

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

USA

J Dusi Wines Model M 2023

Rotwein · Cuvée · Paso Robles · Kalifornien

J Dusi Model M ist eine kalifornische Rotwein-Cuvée aus Paso Robles an der Central Coast. Winzerin Janell Dusi vereint die klassischen roten Rebsorten der Region rund um die Dusi-Heritage-Sorte Zinfandel – satte dunkle Beeren, Kirsche und etwas Vanille, weich und saftig am Gaumen.


Paso Robles

J Dusi Wines wird von Janell Dusi in Paso Robles an Kaliforniens Central Coast geführt. Die Familie baut hier seit den 1920er-Jahren Reben an; ihr alter Zinfandel-Weinberg (Dante Dusi Vineyard) ist bei Spitzenerzeugern begehrt. Paso Robles bietet große Tag-Nacht-Temperaturunterschiede – ideal für aromatische, ausgewogene Rotweine. Der Name „Model M" erinnert an den Model-M-Traktor von 1939, den Arbeitsesel der Familie über drei Generationen.

Assemblage und Ausbau

Klassische Cuvée aus den roten Leitrebsorten der Central Coast – auf Basis der Dusi-Heritage-Sorte Zinfandel, ergänzt u. a. um Petite Sirah und Cabernet Sauvignon. Aus trocken bewirtschafteten (dry-farmed) Reben mit kleinen, konzentrierten Beeren entsteht ein vollmundiger, zugleich saftig-zugänglicher Rotwein.

Im Glas

Tiefes Dunkelblau-Violett, dabei ohne Schwere. In der Nase satte dunkle Beeren, Schwarzkirsche, Cassis und Blaubeere mit etwas Vanille und Backgewürz. Am Gaumen weich, saftig und vollmundig, mit viel Frucht, nur dezenter Würze und geschmeidigen Tanninen. Charmant und mit großer Trinkfreude.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; an heißen Sommertagen verträgt er auch ein paar Minuten im Kühlschrank. Ein vielseitiger Allrounder für Terrasse und Grillsaison – und einer der besten Pizzaweine überhaupt.

Klassische Begleitung: Pizza, Burger, Gegrilltes, Lamm und herzhafte Pasta.


Lage: Paso Robles, Central Coast, Kalifornien (USA)
Klassifikation: Rotwein-Cuvée (trocken)
Ausbau: Cuvée auf Zinfandel-Basis, u. a. mit Petite Sirah und Cabernet Sauvignon; dry-farmed

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Christian Ottenbreit Silvaner Marktbreit O wie schön ist Franken 2025

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Silvaner Deutscher Qualitätswein Marktbreit · Franken Spontangärung Barrique

Der Silvaner „O wie schön ist Franken" 2025 ist der barriquegereifte Silvaner von Christian Ottenbreit aus Marktbreit in Franken. Spontan vergoren und im kleinen Barriquefass ausgebaut, zeigt der Wein herbe, vegetabile Aromen mit einer rauchigen Spur. Reife, saftige Frucht trifft auf Säurebiss und den Griff eines mürben Gerbstoffs. Trocken, mineralisch und würzig im Stil.


Marktbreit – Maindreieck, Franken

Die Reben für diesen Silvaner stehen in Marktbreit im fränkischen Maindreieck, auf Muschelkalk- und Keuperböden; der Hof des Weinguts Ottenbreit liegt im benachbarten Obernbreit. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett. Der Wein ist als Deutscher Qualitätswein, trocken, eingestuft.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Silvaner. Nach Spontangärung reift der Wein im kleinen Barriquefass, was ihm zarte rauchige und nussige Fasstöne sowie Griff verleiht. 

Im Glas

In der Nase herbe, deutlich vegetabile Aromen mit verhaltener gelber Frucht, einer Spur Rauch, angedeuteten Kapern und kräuterigen Anklängen. Am Gaumen reife, recht saftige Frucht mit Säurebiss und dem Griff eines mürben Gerbstoffs, dazu zart rauchige, leicht nussige und kräuterige Noten, eine Spur ätherisch und im Hintergrund Salz. Der Abgang bleibt rauchig, mit pfeffrigen Nuancen.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gebratener Fisch, Geflügel mit Pilzen, Kalbsbraten, gereifter Hartkäse und Spargel. Die rauchig-würzige Art trägt auch herzhafte fränkische Küche. Trinkreif ab sofort, bei kühler, dunkler Lagerung haltbar bis etwa 2029. Serviertemperatur rund 11–12 °C.


Lage Marktbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Qualitätswein, trocken
Ausbau Spontangärung, kleines Barriquefass

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Egon Müller Riesling Wiltinger braune Kupp Kabinett 2021

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Wiltinger Braune Kupp Le Gallais Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2021

Der Egon Müller Wiltinger Braune Kupp Riesling Kabinett 2021 stammt aus dem Zweitweingut Le Gallais – ein saftiger, etwas reiferer Gegenpart zum Scharzhofberger: fruchtsüß, finessenreich und von rassiger Frische. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Wiltinger Braune Kupp – das Le-Gallais-Terroir

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Die Wiltinger Braune Kupp bewirtschaftet Egon Müller unter seinem 1954 erworbenen Zweitweingut Le Gallais. Anders als der kühle, waldumgebene Scharzhofberg liegt die Braune Kupp direkt an der Saar: Der Fluss reguliert die Temperatur und reflektiert zusätzlich Sonnenlicht, sodass die Lage etwas mehr Wärme erhält. Auf verwittertem blauem Devonschiefer entstehen so Weine, die für die Saar auf der reiferen, saftigeren Seite stehen – mit einer charakteristischen würzigen Note.

Jahrgang 2021 – Saar

2021 gilt an der Saar als herausragender, klassisch-kühler Kabinett-Jahrgang – kühl, straff und von großer Präzision. Die Braune Kupp zeigt in diesem Jahr eine bislang ungekannte Finesse und Feinheit: einen Hauch reifer und saftiger als der Scharzhofberg, mit einer feinen Mineralik und einer Balance, die diesen Wein schon jung außergewöhnlich zugänglich macht.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, Prädikat Kabinett, fruchtsüß.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase fein und präzise: Pfirsich, Mandarine und Zitrusfrucht, dazu Orangenblüte, frische Kräuter (Estragon, Minze), ein Hauch Aprikosenblüte und eine cremige Note. Am Gaumen ungemein verspielt und präzise, saftig und breit im Kern, wobei die cremige Seite von lebendiger Säure und klarer Frucht umschlossen wird – etwas reifer und runder als der Scharzhofberger, mit feiner würziger Ingwernote.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das Finale ist von beeindruckender Reinheit, fokussiert und seidig, mit einem belebenden Säurekick. Schon jung ein Genuss, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Wiltinger Braune Kupp, Wiltingen an der Saar (Deutschland); Zweitweingut Le Gallais; direkt an der Saar, verwitterter blauer Devonschiefer, etwas wärmere Lage
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Joblot Givry Le Empreinte 1er Cru 2020

Rotwein · Givry Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Givry · 1er Cru (Cuvée L'Empreinte) Cellier · Servoisine · Clos Marole · Bois Chevaux Côte Chalonnaise 2020

Der Givry L'Empreinte 1er Cru 2020 der Domaine Joblot ist eine neue Cuvée aus den vier besten Premier-Cru-Parzellen des Guts. Ein eher kantiger Pinot Noir, der viel Luft braucht – und dann Walderdbeeren, Lavendel, Veilchen und etwas Süßholz entfaltet. Lang und frisch im Abgang.


L'Empreinte – Assemblage der besten 1er Crus

Givry liegt in der Côte Chalonnaise und ist für seine Pinot Noirs bekannt. L'Empreinte ist eine neue Cuvée der Domaine Joblot, die die vier besten Premier-Cru-Parzellen des Guts vereint: Cellier (aux Moines), Servoisine, Clos Marole und Bois Chevaux.

Die Domaine Joblot zählt zu den führenden Erzeugern von Givry und gilt als Maßstab der Appellation.

Jahrgang 2020 – Côte Chalonnaise

2020 war ein warmer, trockener Jahrgang mit früher Lese und kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch eine klare Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der zur Struktur dieser Cuvée passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, eine Assemblage aus Cellier, Servoisine, Clos Marole und Bois Chevaux.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Struktur und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Ein eher kantiger Pinot Noir, der viel Luft zu seiner Entfaltung braucht. Nach und nach entströmen Aromen von Walderdbeeren, Lavendel, Veilchen und etwas Süßholz. Der Abgang ist lang und frisch.

Walderdbeere, Lavendel und Veilchen mit etwas Süßholz – kantig, lang und frisch, mit Luft immer ausdrucksvoller.

In der Jugend großzügig dekantieren; über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren.

Am Tisch

Rind und Wild, Ente, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein strukturierter, vielseitiger Begleiter.


Lage: Givry (Côte Chalonnaise); Cuvée aus vier 1er-Cru-Parzellen (Cellier, Servoisine, Clos Marole, Bois Chevaux)
Klassifikation: Givry Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Gosset Champagner Grand Rosé brut

Mit dem Gosset Grand Rosé Brut zeigt das älteste Weinhaus der Champagne seine rosa Seite. Chardonnay macht gut die Hälfte aus, den Rest stellt Pinot Noir. Ein kleiner Teil davon kommt als stiller Roter aus Ambonnay und Bouzy hinzu und sorgt für Farbe und Frucht. Einen biologischen Säureabbau gibt es, wie bei allen Gosset-Champagnern, nicht.

Im Glas

Lachsrosa, kirschrot schimmernd, mit feinen Perlen. In der Nase Walderdbeere, Erdbeere, Zitrus und eine Spur Himbeere. Am Gaumen Limette und reife Beeren, Frucht und Spannung halten sich die Waage, darunter liegt feine Mineralität. Im Finale frisch, mit einem angenehm herben Hauch.

Mach was draus

Zum Anstoßen, aber auch zu Hummer, Garnelen, Wildlachs, Taramasalata, Kalb vom Grill oder Geflügel. Zum Dessert passen Erdbeeren, Himbeeren oder eine Beerentarte. Serviere ihn gut gekühlt bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der Grand Rosé hat Frucht und Rückgrat. Zu Erdbeeren im Sommer einfach unschlagbar.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommen die Trauben? Der Chardonnay kommt aus Avize, Chouilly und weiteren Orten an der Côte des Blancs, den Pinot Noir Dörfer der Montagne wie Bouzy, Ambonnay, Villers-Marmery und Verzenay. Die meisten Lagen sind Premier oder Grand Cru.

Wie wird er gemacht? Als Rosé d’Assemblage: Dem weißen Grundwein werden etwa 7 bis 9 Prozent stiller Rotwein zugesetzt, dazu Reserveweine. Holz und Malo bleiben außen vor. Er reift wenigstens drei Jahre, danach folgt ein halbes Jahr Ruhe ab dem Degorgieren.

Wie trocken ist er? Brut, mit 9 g/l Restzucker – trocken, aber mit runder Frucht.

Chardonnay gut 50 %, Pinot Noir, davon als Rotwein 7–9 % (Ambonnay, Bouzy) · Avize, Chouilly, Bouzy, Ambonnay, Villers-Marmery, Verzenay · meist Premier/Grand Cru · Rosé d’Assemblage · kein Malo · kein Holz · Kellerreife mind. 3 Jahre · ½ Jahr Ruhe nach Degorgement · Brut, 9 g/l · Champagne Gosset, Épernay · Stand: Oktober 2026

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Feinkost

Gocce Italiane Crema di Balsamico Zitrone

Feinkost · Balsamico-Creme · Italien

Gocce Italiane Crema di Balsamico Zitrone ist eine helle Balsamico-Creme mit Zitrone. Mit ihrem feinen säuerlich-fruchtigen Geschmack eignet sie sich zum Garnieren von Süßspeisen und Desserts ebenso wie zu Fisch und hellem Fleisch.


Herkunft

Gocce Italiane steht für italienische Feinkost-Spezialitäten. Die Crema di Balsamico ist eine eingedickte Balsamico-Creme zum Garnieren und Verfeinern – diese Variante auf Basis von hellem Balsamico, mit fruchtigem Zitronenaroma.

Zutaten und Herstellung

Basis ist heller italienischer Balsamessig (Condimento bianco), eingedickt mit Traubenmost zu einer streichfähigen, sirupartigen Creme. Verfeinert mit Zitronenaroma, das eine fein säuerlich-fruchtige Note beisteuert.

Geschmack

Hell und glänzend, dickflüssig-sirupartig. Im Geschmack fein säuerlich-fruchtig, mit milder Balsamico-Note und frischer Zitrone. Intensiv – schon wenige Tropfen genügen.

In der Küche

Vielseitig: zum Garnieren von Süßspeisen und Desserts ebenso wie zu Fisch und hellem Fleisch. Auch zu Salaten, Meeresfrüchten oder Ziegenkäse. Sparsam dosieren.

Passt zu: Desserts, Fisch, hellem Fleisch, Meeresfrüchten und Salaten.


Hersteller: Gocce Italiane (Italien)
Produkt: Balsamico-Creme (Crema di Balsamico), hell
Geschmack: Zitrone
Herkunft: Italien
Verarbeitung: eingedickte helle Balsamico-Creme
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2028

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Sekthaus Krack Spätburgunder Blanc de Noirs Brut

Weißer Sekt aus roten Trauben – das ist der Sekthaus Krack Spätburgunder Blanc de Noirs Brut: Spätburgunder mit einem Anteil Schwarzriesling, sanft gepresst, damit der Most hell bleibt. Nach der traditionellen Flaschengärung bekommt er eine kleine Dosage von 4 g/l.

Im Glas

Hellgoldene Farbe, feine Perlen. Duft von roten Beeren und Preiselbeere, knackiger Apfel und etwas Croissant. Am Gaumen saftig und doch mit Zug, die Säure trägt, ohne zu dominieren. Im Hintergrund eine feine, kalkige Note. Ruhig, klar und ernsthaft.

Mach was draus

Lachs, Zander, Geflügel, Kalbfleisch oder ein Flammkuchen. Er hat genug Körper fürs Essen und bleibt trotzdem frisch genug für den Aperitif. Nicht zu kalt servieren: Bei 8 bis 10 °C zeigt er am meisten.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Dieser Blanc de Noirs öffnet sich mit jedem Schluck. Gib ihm ein großes Glas.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist ein Blanc de Noirs? Ein weißer Sekt aus roten Trauben. Die Trauben werden schnell gepresst, so dass kaum Farbe aus den Schalen in den Most gelangt.

Wie arbeitet das Sekthaus? Die Trauben werden von Hand gelesen und als ganze Trauben gepresst. Der Grundwein gärt überwiegend im Holzfass und bleibt bis zum folgenden Sommer auf der Vollhefe. Gerüttelt und degorgiert wird im eigenen Haus.

Wie trocken ist er? Brut mit 4 g/l Restzucker – trocken, aber nicht karg.

Spätburgunder (Pinot Noir), Anteil Schwarzriesling · Pfalz, Deidesheim · Blanc de Noirs · traditionelle Flaschengärung · Jahrgang 2022 · Brut, 4 g/l · Sekthaus Krack, Deidesheim · Stand: Oktober 2026

Mehr erfahren ...