Das Weinland Österreich

Nur einen kleinen Blick auf die Oberseite des Verschlusses getätigt und man erkennt sie sofort: Weine aus Österreich mit dem Rot-Weiß-Rot ihrer Landesflagge. Das ist bei der Einführung 1985 nicht etwa eine Marketing-Idee gewesen, sondern Folge eines ungeheuren Skandals, der dem österreichischen Weinbau fast den Garaus gemacht hätte: die hohe Nachfrage nach süßen Weinen in den 80ern brachte einige Winzer auf die verhängnisvolle Idee, einfachen Weinen durch künstliche Süßung den Anschein edler Auslesen zu geben – allerdings nutzten sie dafür keinen Zucker, sondern das Frostschutzmittel Diethylenglykol. Als ein Winzer Unmengen davon von der Steuer absetzen wollte, wurden die Behörden jedoch misstrauisch und das ganze Ausmaß der Panscherei offenbar: auch ins Ausland war der manipulierte Wein exportiert worden, besonders nach Deutschland, wo er mit heimischen Weinen verschnitten wurde. Obwohl keine gesundheitlichen Schäden durch den Konsum nachgewiesen werden konnten, kam es zu einem gigantischen Image-Schaden – Abermillionen Flaschen wurden vernichtet, etliche kleine Weinbauern gingen bankrott.

Claus Preisinger, Burgenland

Die Konsequenz aus alledem ist eines der strengsten Weingesetze der Welt. In der Strukturierung der Qualitätsstufen ist es dem deutschen recht ähnlich, insofern es eine Pyramide errichtet zunächst aus dem einfachen Wein ohne Angabe von Sorte und Jahrgang, darauf aufbauend dem Wein aus Österreich, dem Landwein und dem Qualitätswein. Zwei Drittel macht diese beste Kategorie aus, ein verglichen mit anderen Nationen sehr hoher Wert. Für all diese Weine ist eine künstliche Alkoholerhöhung von höchstens zwei Volumenprozent zulässig, für den Kabinett und die Prädikatsweine an der Spitze der Pyramide nicht mehr. Diese lassen sich anhand der verlangten Mindestmostgewichte in vier Stufen einteilen: die Spätlese, die Auslese, die Stufe Eiswein/ Strohwein/ Beerenauslese und die Stufe Trockenbeerenauslese/ Ausbruch.

Moment, Strohwein und Ausbruch? Regelmäßige Österreich-Touristen werden es wissen: obwohl man eine gemeinsame Sprache teilt, haben unsere Nachbarn im Süden doch für viele Dinge ganz eigene Bezeichnungen. Die Weinwelt ist da keine Ausnahme: der in Deutschland als Lemberger bekannte Rotwein ist dort der Blaufränkisch, Scheurebe wird als Sämling 88 bezeichnet und der weltberühmte Chardonnay muss auf diesen Namen zugunsten vom zugegeben nicht weniger edel klingenden Morillon verzichten. Hinzu kommen lokale Besonderheiten, die sich vor Ort ausgesprochen großer Beliebtheit erfreuen, im Ausland aber faktisch unbekannt sind. Dazu gehören der Uhudler, ein heller Rotwein aus amerikanischen, unveredelten Wildreben, die sich als besonders schädlingsresistent erwiesen und so die Reblausplage überlebt haben. Der als Fox-Ton bezeichnete, sehr eigenwillige Geschmack hat zu allerhand Legendenbildung beigetragen, so werden die Reben oft als „Rabiatperle“ bezeichnet, da Uhudler-Konsum angeblich sehr aggressiv mache. Ebenfalls hellrot kommt der steirische Schilcher daher, ein Rosé aus der Rebsorte Blauer Wildbacher, der den Namen seinem schillernden Farbspektrum verdankt.

Claus Preisinger, Burgenland

Das große Aushängeschild für die Alpenrepublik ist aber natürlich der Grüne Veltliner. Fast die Hälfte der österreichischen Weißweine entstammen seinen Trauben, der frische Tropfen mit der Zitrusnase und der animierenden Pfeffernote passt einfach zu jedem Anlass, ob nun als zünftiger Schoppenwein oder Weinkeller-Rarität. Besonders in der Wachau, der Schatzkammer des österreichischen Weines, kann er zu sehr beachtlichen, jahrzehntelang lagerfähigen Ergebnissen heranwachsen, ebenso wie der Riesling, der hier oft körperreicher und fruchtiger, dafür weniger säurebetont als in Deutschland gerät. Nicht verwandt mit diesem, der zur besseren Unterscheidung auch oft als Rheinriesling bezeichnet wird, ist der Welschriesling. Ähnlich wie der Grauburgunder in Deutschland glänzt er besonders als unkomplizierter Alltagswein, der mit seinem spritzigen Apfel-Bukett jeden glücklich zu machen versteht. Eine weitere österreichische Spezialität ist, obwohl dies im Mittelalter in ganz Europa die etablierte Art der Weinerzeugung darstellte, der Gemischte Satz. Besonders in Wien wird er kultiviert, der weltweit einzigen Hauptstadt mit eigenem Weinbau in nennenswertem Umfang – etwa 270 Winzer bestellen 1,2 Prozent der Stadtfläche, von den großen Rieden in Döbling bis zum kleinsten Weingarten Wiens am zentral gelegenen Schwarzenbergplatz, der gerade einmal 50 Flaschen abwirft. Anders als beim Cuvée werden verschiedene Rebsorten nicht einzeln gekeltert und dann miteinander verschnitten, sondern direkt gemeinsam eingemaischt. Mindestens drei Rebsorten müssen im als Wiener Gemischter Satz bezeichneten Wein enthalten sein, es können aber gut und gern auch über ein Dutzend verarbeitet werden.

Auf der roten Seite, die ein Drittel der Gesamtproduktion ausmacht, beansprucht der Blaue Zweigelt Platz 1 für sich. Als gezüchteter Abkömmling der beiden autochthonen Rebsorten Blaufränkisch und St. Laurent ist er quasi die Quintessenz österreichischen Rotweins und überzeugt mit einem sanften Aroma von Kirsche und Vanille. Auch seine Eltern sind nicht zu verachten: der tiefdunkelrote Blaufränkisch gilt als hervorragender Botschafter seines jeweiligen Terroirs und betört mit eleganter Säurestruktur und dunkelbeerigen Tanninen. Als recht anspruchslose Traube verfügt er über deutlich mehr Fläche als der empfindliche St. Laurent, der in seinen geringen und unsicheren Erträgen dem Spätburgunder ähnlich ist. Geschmacklich rangiert er mit seiner kirschigen Herbheit zwischen dem fruchtigen Zweigelt und dem vornehm-kühlen Blaufränkisch. Gerade in diesen Rotweinen zeigt sich die Scharnierposition Österreichs zwischen Mittel- und Südeuropa sehr gut.

Josef Dockner, Niederösterreich

Die 17 Anbaugebiete befinden sich fast ausnahmslos im Osten des Landes, wo der Alpenraum in die Pannonische Tiefebene übergeht. Die Landschaft hat hier nicht mehr viel alpine Wildheit, ist stattdessen eher flach bis gleich hügelig, die Weinberge liegen in aller Regel zwischen 200 und 400 Meter Seehöhe. Donau und Neusiedlersee sorgen zwar für ein gewisses Maß an Grundwärme, allerdings kommt es hier an der Grenze zwischen maritimen Atlantik- und trockenem Kontinentalklima zu hohen Temperaturschwankungen. Trotz der Ballung der Gebiete – keines liegt für sich allein, sondern grenzt immer an mindestens zwei andere – sind die Böden sehr variantenreich und ermöglichen überhaupt erst den Anbau so vieler verschiedener Rebsorten. Einteilen lassen sich die Gebiete am sinnigsten in einen Bereich Niederösterreich und Wien mit Urgestein und dicken Lössschichten, der vor allem für frische und leichte Veltliner und Rieslinge bekannt ist, einen kalkigen und schiefrigen Bereich Burgenland, aus dem die gehaltvollen Rotweine zum großen Teil stammen, und einen vulkanstein- und braunerdedominierten Bereich Steiermark, dessen Spezialitäten insbesondere Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Chardonnay und sehr duftige Muskateller sind. Ihre jeweilige Größe liegt zwischen knapp 300 und bis zu 14 000 Hektar, was aber eine Ausnahme darstellt – die meisten Gebiete liegen im untersten vierstelligen oder gar dreistelligen Bereich, sind also meist eher überschaubar. Vergleicht man die Jahresproduktion von 2,5 Millionen Hektolitern mit den deutschen 8 Millionen und setzt dies in Relation dazu, dass Deutschlands Weinbaufläche aber gar nicht über drei Mal, sondern lediglich doppelt so groß ist wie die österreichische, fällt schnell auf, dass die Erträge in Österreich deutlich geringer sein müssen. Das liegt mitnichten am Klima, das hier sogar deutlich geeigneter ist, sondern schlicht daran, dass das Weingesetz einen Höchstertrag von 67,5 Hektolitern pro Hektar vorschreibt – in Deutschland liegt der durchschnittliche Ertrag bei 80 Hektolitern. Hinzu kommt, dass die Erträge oft massiv reduziert werden, um aus stark tragenden Rebsorten genug Aromatik herauszuholen. Die viele liebevolle Handarbeit hat ihren Preis – gerade in der Einstiegskategorie liegt dieser oft über dem in Deutschland üblichen, dafür ist im unteren Mittelfeld die Qualität im Schnitt aber auch wesentlich höher. Als ein Hauptgrund dafür kann das seit 20 Jahren etablierte DAC-System (Districtus Austriae Controllatus) gelten, das besonders gebietstypische Weine hervorhebt – im Bemühen, das jeweilige Terroir stärker als die Rebsorte zu gewichten, orientiert man sich mehr am romanischen Weinrecht, etwa an der französischen AOP-Klassifizierung. Auch die Nennung der Rieden, also der Einzellagen, wird bei höherklassigen Weinen immer mehr forciert, an erster Stelle durch die ÖTW, die Österreichischen Traditionsweingüter, die eine ähnliche Philosophie wie der deutsche VDP verfolgen, jedoch erst in sieben der 17 Anbaugebiete präsent sind.

Anders als in Deutschland ist es in Österreich üblich, fast ausschließlich einheimische Weine zu trinken – und für sich selbst will man ja stets das Beste. Gerade im Sommer erfreut sich der „Spritzer“ großer Beliebtheit, die Mischung aus Wein und Sprudel, die man sich am liebsten selbst mischt, um das Verhältnis der beiden Flüssigkeiten der Tageszeit, der Außentemperatur und dem noch vor einem liegenden Arbeitspensum anpassen zu können. Genossen wird der Spritzer am liebsten im Heurigen, einem mal bodenständig-urigen, auch von Einheimischen gern frequentierten, mal für Touristen auf Attraktion gebürsteten Lokal, das den süddeutschen Strauß- und Besenwirtschaften ähnlich ist und seinen Namen deshalb trägt, weil dort der „heurige“, also diesjährige Wein ausgeschenkt wird. Bis zum Ende des Folgejahres ist das erlaubt, und die „echten“ Heurigen haben auch nur saisonal geöffnet – dann aber gibt es keinen Ort, an dem man die österreichische Seele besser erforschen könnte. Die dort mit Vorliebe zum Besten gegebenen sogenannten Wienerlieder, die mit einer einzigartigen Mischung aus melancholischem Weltschmerz und derb-hintergründigem Humor die Stadt und ihre Bewohner beschreiben, haben nicht ohne Grund sehr häufig den – auch übermäßigen – Weinkonsum zum Thema. Titel wie „Mei Oide sauft so vü wia i“, „Mei Naserl is so rot, weil i so blau bin“ oder „Mei Gurgl hat heut Waschtag“ zeugen vom großen Einfluss, den der Wein zu aller Zeit auf das österreichische Gemüt hatte. 30 Liter werden im Schnitt pro Kopf und Jahr konsumiert, was im internationalen Vergleich für einen sehr ansehnlichen fünften Platz reicht.

Ja, eine Historie dieses Landes würde ohne Erwähnung des Weinbaus und seiner vielen Auswirkungen gar nicht auskommen können. Als um die Zeitenwende die Provinzen Noricum und Pannonien, die den größten Teil des heutigen österreichischen Gebiets ausmachten, in das Römische Reich eingegliedert wurden, sorgte man sehr schnell dafür, neben der Errichtung von Kastellen und Heerstraßen auch die Rebkultur in Gang zu setzen. In der römischen Geschichtsschreibung wird die Qualität zwar eher als minderwertig bezeichnet und recht sicher wurde Wein aus diesem Teil des Reiches nicht nach Rom exportiert, sondern nur zur Versorgung der Soldaten vor Ort genutzt, aber der Grundstein war gelegt und an ihm konnten auch die Verheerungen der Völkerwanderungszeit nicht nachhaltig rütteln. Ab dem Mittelalter begann, angestoßen durch Karl den Großen, die Herrschaft der Geistlichkeit über die Rebpflege: große Klöster wie die Stifte Melk in der Wachau, Göttweig im Kremstal sowie Heiligenkreuz und Klosterneuburg bei Wien unterhielten riesige Flächen, allgemein blühte der Weinbau dank der damaligen Warmzeit: die Klimagrenze lag 200 Meter höher, was die Rebstöcke auch in den bergigen Regionen Salzburgs, Kärntens und Tirols und insgesamt auf einem Vielfachen der heutigen 47 000 Hektar gedeihen ließ.

Die weltliche Obrigkeit in Person der Herzöge von Österreich erkannte früh das Potential des Weins als Wirtschaftsfaktor und schuf im 14. Jahrhundert einerseits Rechtssicherheit in vielen den Weinbau betreffenden Fragen, andererseits begann man, mit dem sogenannten Ungeld Weinkonsum zu besteuern – die Erfindung der ersten indirekten Steuer Europas. Einmal auf den Geschmack gekommen, übertrieb man es aber irgendwann damit und würgte in der Frühen Neuzeit das Weinwesen, das ohnehin schon durch die Konkurrenz des preiswerteren Bieres, den Dreißigjährigen Krieg und die Kleine Eiszeit gebeutelt war, recht radikal ab. Die daraufhin einsetzende Billigwein-Schwemme konnte von Maria Theresia immerhin ein bisschen gebremst werden, indem sie die Verwertung desselben für die Herstellung von Schnaps, Senf und Essig verfügte und damit eine Tradition begründete, die bis heute fortreicht und sich im Angebot dutzender solcher Erzeugnisse auch in den allerländlichsten Kleinstbetrieben niederschlägt. Ihr Sohn, Kaiser Joseph II., etablierte durch seinen Erlass, selbst erzeugte Lebensmittel auch in den eigenen vier Wänden verkaufen zu dürfen, dann schließlich die Heurigen-Kultur, sehr zur Freude der einfachen arbeitenden Bevölkerung, deren liebste Sonntagsbeschäftigung der Gang dorthin in der Folgezeit wurde. Doch auch für sich selbst wollte der Adel etwas haben: dass das Kaiserhaus und die sonstige Upper Class des Habsburger-Reiches seit jeher Champagner besonders schätzte, machte sich 1842 Robert Schlumberger zunutze, als er in Bad Vöslau ein Unternehmen gründete, das erstmals österreichischen Schaumwein in Flaschengärung herstellte.

Ein Unternehmen von der Größe Schlumbergers ist allerdings eher ungewöhnlich. Über zwei Drittel der österreichischen Winzer betreiben den Weinbau lediglich als Nebenerwerb, bei einer durchschnittlichen Anbaufläche von nur drei Hektar je Betrieb können die wenigsten vom Wein allein leben. Nur etwas über ein Dutzend Betriebe fährt überhaupt einen Jahresertrag von über einer Million Liter ein. Diese kleinteilige Struktur ist es aber wohl auch, was die unglaubliche Vielfalt dieses kleinen Weinlandes ausmacht. Viele der autochthonen Trauben und Spezialitäten, für die vinophile Touristen in die Alpenrepublik pilgern, wären ohne den Einsatz heimatverbundener Winzerfamilien nicht möglich, die auf gerade mal drei Prozent der landwirtschaftlichen Fläche 20 Prozent des gesamten Agrarumsatzes erwirtschaften. Text: Dario Sellmeier

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Feinkost

Deortegas Olivenöl Extra Virgen Sexta Esencia BIO

Feinkost · Olivenöl · Cuvée · Murcia · Bio

Deortegas Sexta Esencia Olivenöl Virgen Extra ist ein natives Bio-Olivenöl extra und eine Cuvée aus den Olivensorten Hojiblanca, Picual und Cornicabra aus Murcia. Der Auftakt ist kraftvoll und umhüllend, bevor sich eine harmonische Balance entfaltet. Ein neuer Geniestreich der Olivenölmanufaktur Deortegas.


Herkunft

Das Olivenöl stammt aus Murcia im Südosten Spaniens, einer für hochwertige Olivenöle bekannten Region. Es wird aus biologisch angebauten Oliven gewonnen und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle ES-ECO-024-MU).

Anbau und Verarbeitung

Sexta Esencia ist eine Cuvée aus Hojiblanca, Picual und Cornicabra. Als natives Olivenöl extra wird es schonend kalt gepresst; das Zusammenspiel der drei Sorten sorgt für Kraft, Balance und Länge.

Geschmack

Goldgrün in der Farbe. Der Auftakt ist kraftvoll und umhüllend; Bitterkeit und Schärfe bauen sich sanft auf, greifen ineinander und sorgen für Länge und Charakter. Dazu frische, pflanzliche Noten, grüne Nuancen und ein dezent würziges Finish.

Am Tisch

Vielseitig in der Küche, besonders dort, wo Aromen betont, aber nicht überdeckt werden sollen. Am besten roh und kalt verwenden.

Klassische Verwendung: gegrilltes Gemüse, Salate, Fisch, helles Fleisch und Hülsenfrüchte.


Hersteller: Deortegas
Produkt: Aceite de Oliva Virgen Extra (natives Olivenöl extra)
Sorte: Cuvée: Hojiblanca, Picual, Cornicabra
Herkunft: Murcia (Spanien)
Verarbeitung: kalt gepresst, nativ extra
Mindesthaltbarkeit (MHD): 10.2027

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Rebsorten

Le Moine Pommard Les Epenots 1er Cru 2021

Rotwein · Pommard 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Pommard 1er Cru Les Epenots Côte de Beaune Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Pommard Les Epenots 1er Cru 2021 stammt aus einem der besten Crus von Pommard und einem Grand-Cru-Kandidaten – ein strukturierter, zugleich eleganter Pinot Noir mit würziger Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Pommard Les Epenots – Eleganz aus dem Norden Pommards

Epenots ist eine renommierte Premier-Cru-Lage am nördlichen Ende von Pommard, nahe Beaune – ausschließlich mit Pinot Noir bestockt und gegliedert in Les Grands Epenots, Les Petits Epenots und den Clos des Epeneaux. Ihre Weine zeichnen sich durch subtile Kraft, gute Struktur sowie würzige und erdige Noten aus und zählen zu den Spitzenrotweinen der Côte de Beaune. Neben Les Rugiens steht Epenots zur Diskussion für eine Hochstufung zum Grand Cru.

Ein besonderes Merkmal ist der flachere Oberboden über eisenreichem, kiesig-mergeligem Untergrund, der sehr gut entwässert: Das fördert tief verwurzelte Reben und konzentrierte Beeren. Die sanfte, südöstliche Neigung bringt milde Morgensonne und schützt vor der Mittagshitze; kühle Nächte und langsame Reife begünstigen einen ausgewogenen, elegant strukturierten und lagerfähigen Pinot Noir – feiner als der oft wuchtige Pommard-Stil.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war an der Côte de Beaune ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer strukturierten, zugleich eleganten Lage wie Les Epenots ergibt das einen fein gezeichneten, würzigen Pinot Noir mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Pommard Les Epenots 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom eisenreichen, kiesig-mergeligen Boden von Epenots lebt dieser Pommard: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzig-erdige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen strukturiert und vielschichtig, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – kraftvoll und zugleich elegant.

Dunkle Frucht und würzig-erdige Tiefe – strukturiert und seidig, mit festem, feinkörnigem Tannin und langer Mineralität.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Pommard Les Epenots 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); nördliches Pommard nahe Beaune, sanfte südöstliche Neigung; flacher Oberboden über eisenreichem, kiesig-mergeligem Untergrund
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken); Grand-Cru-Kandidat
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Battenfeld Spanier Frauenberg Riesling GG 2022 BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Frauenberg VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen Kalk · Kalkschotter · Kalkfels Südkamm · späte Lese BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Battenfeld-Spanier Frauenberg Riesling GG 2022 stammt von einem Bergkamm aus reinem Kalkfels. Ein kompromisslos gradliniger Riesling – salzig, mineralisch und tief.


Frauenberg – Kalkfels-Kamm im Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Der Frauenberg ist eine VDP.Große Lage auf 190 bis 200 Metern, mit rund 40 % Neigung und einem Boden aus Kalk und Kalkschotter; die klassifizierte Fläche misst 17,68 Hektar.

H. O. Spanier hat die berühmte Lage aus der Vergessenheit zurückgeholt. Sie liegt exponiert auf einem Bergkamm aus reinem Kalkfels mit südlicher Ausrichtung; stete Winde lassen die Trauben wie in einem Windkanal stehen und ermöglichen alljährlich eine späte Lese bei optimaler Reife. Die kompromisslos gradlinigen Weine belegen seit 2001 die wieder errungene Größe des Frauenbergs.

Jahrgang 2022 – Zellertal (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der reine Kalkfels und die windexponierte Südlage sicherten reifes Lesegut bei später Lese, während die stete Windkühlung für Frische, salzige Spannung und Gradlinigkeit sorgte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus der Lage Frauenberg, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von Kalk, Kalkschotter und reinem Kalkfels.

Nach später Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Gradlinigkeit, salzige Mineralität und Tiefe ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein gradliniger, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Quitte, feine Kräuterwürze und eine markante, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen straff und präzise, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über Quitte, feiner Kräuterwürze und salzig-mineralischer Kalksteinnote – straff und präzise, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und langem, salzigem Nachhall.

Ein gradliniger, sehr langlebiger Kalkstein-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Frauenberg (VDP.Große Lage), Mölsheim/Zellertal, Rheinhessen; windexponierter Südkamm, 190–200 m, ~40 % Neigung; Kalk, Kalkschotter, reiner Kalkfels; klassifizierte Fläche 17,68 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: späte Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d´Aix en Provence blanc BIO

Weißwein · Coteaux d'Aix-en-Provence · Provence · Bio

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d'Aix-en-Provence Blanc ist eine florale Bio-Weißwein-Cuvée aus Sauvignon Blanc, Clairette und Rolle (Vermentino) aus der Provence. Im Glas frische Aromen von Zitrus, Lindenblüten und Apfel. Am Gaumen frisch und knackig mit leichter Mineralität.


Coteaux d'Aix-en-Provence

Die Coteaux d'Aix-en-Provence in Südfrankreich bietet beste Bedingungen für frische, aromatische Weißweine. Das mediterrane Klima und die kalkgeprägten Böden verleihen dem Wein Frische und eine feine Mineralität. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Sauvignon Blanc, Clairette und Rolle (Vermentino). Der Ausbau stellt die frische, florale Aromatik in den Vordergrund und bewahrt die knackige Frische des Weins.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase floral, mit Zitrus, Lindenblüten und Apfel. Am Gaumen frisch und knackig, mit leichter Mineralität. Der Abgang ist klar und animierend.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und mediterrane Vorspeisen.


Lage: Coteaux d'Aix-en-Provence, Provence (Frankreich)
Klassifikation: Coteaux d'Aix-en-Provence AOP – Blanc
Ausbau: Sauvignon Blanc/Clairette/Rolle, fruchtbetonter Ausbau

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Weine

Weinreich Rosengarten Riesling 2021 BIO

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Rosengarten Riesling 2021 ist ein biozertifizierter Lagen-Riesling aus der Bechtheimer Einzellage Rosengarten. Auf Lösslehm und Kalkgestein gewachsen, zeigt er reiche Fruchtaromen, mineralische Tiefe und eine konzentrierte, lang am Gaumen spürbare Art – die klare Handschrift einer der besten Bechtheimer Lagen.


Rheinhessen / Bechtheimer Rosengarten

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, dem Süden Rheinhessens. Die Einzellage Rosengarten wurde bereits um 1500 als „ym roß garten" urkundlich erwähnt. Ihre Böden aus Lösslehm und Kalkgestein bringen Weine hervor, die reich an Fruchtaromen, konzentriert und lange am Gaumen spürbar sind. Das Gut arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling, von Hand gelesen. Die Vergärung erfolgt überwiegend spontan mit weinbergseigenen Hefen, ohne Schönungsmittel – eine natürliche Arbeitsweise, die Boden und Herkunft in den Vordergrund stellt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis sattes Gelb. In der Nase reife Frucht – Apfel, Pfirsich und Zitrus – mit klaren mineralischen Noten. Am Gaumen konzentriert und vielschichtig, getragen von der Kalkstein-geprägten Mineralität und einer animierenden, präzisen Säure; langer, nachhaltiger Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und der feinen Küche.


Lage: Rheinhessen, Einzellage Bechtheimer Rosengarten (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: Handlese, überwiegend Spontangärung; Böden aus Lösslehm und Kalkgestein
Jahrgang: 2021

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Spanien

Equipo Navazos de Fino Amontillado Bota 45

Generoso · Fino-Amontillado · Montilla-Moriles · Spanien

Equipo Navazos La Bota de Fino 45 ist ein reifer Fino auf dem Weg zum Amontillado – ganz natürlich und ohne Aufspritung. Aus Montilla-Moriles, mit reifen Aromen von Nüssen, Hefe, frischem Brot und Karamell. Sehr komplex und vielschichtig.


Montilla-Moriles

Equipo Navazos wählt herausragende Fässer aus und füllt sie nummeriert ab. Dieser „Fino, der zum Amontillado wird" stammt aus Montilla-Moriles (Bodega Pérez Barquero) im Süden Spaniens. Hier wird – anders als im Jerez – aus Pedro Ximénez ein trockener Fino erzeugt, der von Natur aus genug Alkohol erreicht und nicht aufgespritet wird.

Bereitung und Reifung

Reinsortig aus Pedro Ximénez, trocken vergoren. Der Wein reifte sehr lange – rund 15 Jahre – biologisch unter dem Flor; mit nachlassender Florschicht beginnt eine sanfte Oxidation, sodass er sich auf natürliche Weise vom Fino zum Amontillado entwickelt (ein „Fino-Amontillado"). Unfiltriert abgefüllt, um Farbe und Charakter zu bewahren.

Im Glas

Tiefes Gold. In der Nase reif und komplex, mit Hefe, Kreide, Brotteig, gerösteten Nüssen und einem Hauch Karamell. Am Gaumen geschmeidig und salzig, mit feiner Würze und leichter Rustikalität; sehr langer Abgang, der trocken ausklingt.

Am Tisch

Kühl bei 10–13 °C servieren – je kühler, desto frischer; je wärmer, desto komplexer.

Passt zu: Mandeln, Oliven, iberischer Charcuterie, Thunfisch, Reisgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Montilla-Moriles (Spanien); Bodega Pérez Barquero
Klassifikation: Fino-Amontillado (Generoso), trocken – 100 % Pedro Ximénez; Auswahl & Abfüllung Equipo Navazos „La Bota 45"
Ausbau: ~15 Jahre biologische Reifung unter Flor mit beginnender Oxidation; unfiltriert, nicht aufgespritet

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Portugal

Feuerheerd´s Late Bottled Vintage Port 2018

Portwein · Late Bottled Vintage · Douro · Portugal

Feuerheerd's Late Bottled Vintage Port ist ein trinkreifer LBV-Portwein vom traditionsreichen Haus Feuerheerd's (Barão de Vilar) aus dem Douro. Er reift vier bis sechs Jahre im Holzfass, bevor er in Flaschen abgefüllt wird. Vollmundig und extraktreich, mit intensiver, fruchtiger Aromatik.


Douro

Feuerheerd's (Barão de Vilar) ist ein traditionsreiches Portweinhaus aus dem Douro-Tal in Nordportugal, einer der ältesten Weinbauregionen der Welt mit steilen Schieferterrassen.

Herstellung und Reifung

Der Late Bottled Vintage wird aus den klassischen Douro-Sorten (u. a. Touriga Nacional, Touriga Franca, Tinta Roriz, Tinta Barroca und Tinto Cão) erzeugt. Er reift vier bis sechs Jahre im Holzfass, bevor er abgefüllt wird – so ist er bereits trinkreif.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase und am Gaumen dominieren intensive, fruchtige Aromen von Pflaumen, Kirschen und schwarzen Johannisbeeren, dazu Pinienkerne, Eukalyptus und Schokolade. Sehr vollmundig und extraktreich, mit süßem, tanninreichem Nachhall.

Zum Genuss

Bei 16–18 °C servieren; bereits trinkreif. Köstlich als Apéritif oder zum Dessert.

Klassische Begleitung: Desserts, Käse, Schokolade und Trockenfrüchte.


Herkunft: Douro (Portugal)
Art: Late Bottled Vintage Port (LBV, süß)
Reifung: 4–6 Jahre im Holzfass

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Feinkost

Sapori di Montagna Funghi Secchi Porcini Steinpilze getrocknet

Feinkost · Getrocknete Steinpilze · Italien

Sapori di Montagna Funghi Secchi Porcini sind getrocknete Steinpilze (Boletus edulis) – ein intensives Aroma-Konzentrat für die italienische Küche.


Herkunft

Steinpilze (italienisch porcini) wachsen wild in den Wäldern der Berg- und Hügelregionen. Durch das schonende Trocknen wird ihr Aroma konzentriert und haltbar gemacht – so steht der charakteristische Pilzgeschmack das ganze Jahr über zur Verfügung.

Zutaten und Herstellung

Bestehen aus 100 % Steinpilzen (Boletus edulis), in Scheiben geschnitten und schonend getrocknet – ohne Zusätze. Vor der Verwendung werden die Pilze in warmem Wasser eingeweicht; das aromatische Einweichwasser lässt sich gefiltert als Fond mitverwenden.

Geschmack

Intensives, erdig-nussiges Umami-Aroma – deutlich kräftiger und konzentrierter als frische Pilze. Schon eine kleine Menge verleiht Gerichten viel Tiefe.

In der Küche

Die Pilze rund 20–30 Minuten in warmem Wasser einweichen, abtropfen lassen und das gefilterte Einweichwasser als Fond nutzen. Anschließend in der Küche vielseitig einsetzbar.

Ideal für: Risotto, Pasta, Saucen, Schmorgerichte und Suppen.


Hersteller: Sapori di Montagna (Italien)
Produkt: getrocknete Steinpilze (Funghi Secchi Porcini)
Zutaten: 100 % Steinpilze (Boletus edulis)
Herkunft: Italien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 22.06.2027

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