Das Weinbaugebiet Kremstal

Das Kremstal

Kremstal … achja, wie die Stadt! Die Assoziation ist naheliegend, wenn auch nicht ganz korrekt. Denn das niederösterreichische Weinbaugebiet verdankt seinen Namen nicht dem Ort, sondern dem Fluss Krems, einem 80 Kilometerlanger Zufluss der Donau. Obwohl das Gebiet in seiner Mittellage zwischen Wachau und Kamptal mit 2300 Hektar relativ klein ist, erweist es sich als äußerst vielfältig, und das auf engstem Raum, denn von Nord nach Süd beträgt die Ausdehnung nur 15 Kilometer, von West nach Ost gerade einmal zehn. Zentrum ist das quirlige Krems mit seiner Fülle an historischen Gebäuden, seiner Universität, seinen Kunstmuseen, seiner Gastronomie und der dort sinnigerweise eingerichteten Weinbauschule. Die Stadt, die sich selbst gern als österreichische Weißweinhauptstadt vermarktet, wird zwar landläufig oft der Wachau zugerechnet, diese beginnt aber erst westlich davon. In Zeiten noch nicht so eindeutiger Weingesetzgebung sorgte das oft für Ärger bei den sehr eigenen Wachauer Winzern, die es gar nicht gern hatten, dass Wein aus Krems unter dem Begriff „Wachau“ vermarktet wurde.

Dass Krems das Potential des in seiner Umgebung wachsenden Weines sehr genau einzuschätzen vermag, belegt die Tatsache, dass die Stadt sich schon seit fast 600 Jahren ein eigenes Weingut hält. Hinzu kommt mit den „Winzern Krems“ eine der größten Genossenschaften des Landes mit knapp 1000 Mitgliedern. Sie steht in der Tradition der schon 1447 gegründeten „Hauerinnung St. Paul“ – Weinhauer ist der alte österreichische Begriff für Winzer. Drei Viertel der Bürger bestritten im Spätmittelalter ihren Lebensunterhalt mit dem Weinbau, und mehrmals mussten sie durch Verordnungen daran gehindert werden, alle möglichen landwirtschaftlichen Flächen mit Rebstöcken zu bepflanzen und so ihre Versorgung mit Nahrungsmitteln zu gefährden. Besonders die Namen der berühmten Rieden rund um den westlichen Stadtteil Stein vermitteln noch immer ein anschauliches, oft humorvolles Bild des früheren Alltagslebens einer Region, in der die Menschen seit jeher Sagen und Anekdoten lieben. Wie etwa die vom Bauern, der während einer der häufigen Hungersnöte schweren Herzens seinen geliebten Hofhund verkaufen musste und dem treuen Tier im „Steiner Hund“ ein Denkmal für die Ewigkeit setzte. Etwas derber leitet sich der „Steiner Schreck“ her: damals standen die Rebstöcke sehr dicht, sodass man nicht ins Innere der Anpflanzungen schauen konnte. Um dennoch wirkungsvoll den Diebstahl von Trauben kurz vor Lesebeginn zu verhindern, schrie der Türmer der gegenüberliegenden Kirche von Zeit zu Zeit anlasslos herum, was etwaige Langfinger vertrieb, die er gar nicht hatte sehen können. Auch der „Piri“ erfreut sich dank seines putzigen Namens bei Touristen großer Beliebtheit, allerdings hat er nichts mit der scharfen portugiesischen Soße zu tun, sondern ist schlicht der aus dem Ungarischen stammende Begriff für etwas sehr Altes, hier also einen schon sehr lang genutzten Weinberg.

Das Gebiet um die Stadt herum ist wie die Wachau geprägt von den südlichen Ausläufern der Böhmischen Masse, die als Österreichisches Gneis- und Granithochland vor allem Rieslinge mit der Mineralik von verwitterten Urgesteinböden versorgen, auch wenn die terrassierten Hänge meist nicht ganz so steil sind wie einige Kilometer weiter westlich. Der Riesling ist wie in den benachbarten Gebieten auch eine der beiden Leitsorten, an deren außergewöhnliche Qualität die geringen Bestände Muskateller, Müller-Thurgau und diverser Burgunder nicht heranreichen. Die andere ist – natürlich – der Grüne Veltliner, der sich eher auf den kalkreichen Lössterrassen östlich von Krems in Richtung Gedersdorf wohl fühlt, die Wasser für längere Zeit speichern können und ihn so mit der Feuchtigkeit versorgen, die er zur Ausbildung seines berühmten „Pfefferls“ benötigt, das ihm mit seiner prickligen Würzigkeit einen interessanten Kontrast zur zitrischen Säure verleiht. Die beiden sind denn nach DAC-Regeln auch die einzigen Rebsorten, auf deren Etiketten explizit „Kremstal“ ausgewiesen werden darf, alle anderen müssen sich mit einem allgemeineren „Niederösterreich“ begnügen.

Gegenüber thront das 1000 Jahre alte Benediktinerstift Göttweig über der Landschaft, nach einem Brand Anfang des 18. Jahrhunderts in ein wahres Wunderwerk des Barock verwandelt, auf dessen Restaurant-Terrasse man einen herrlichen Blick über das Donautal genießt. Das Kloster, ja überhaupt alle der über 50 Klöster, die im Laufe der Geschichte Besitzungen im Kremstal hatten, waren seit jeher verlässliche Abnehmer für Wein, den man für die Zelebration des Messopfers benötigte. Um nicht nur auf Zukauf angewiesen zu sein, betätigen die Mönche sich schon lange selbst im Weinbau, der neben der Forstwirtschaft zur tragenden wirtschaftlichen Säule des Klosterbetriebes wurde – auch wenn die Weinberge mittlerweile verpachtet sind, damit sich die noch knapp 40 Brüder der Seelsorge widmen können. Aktuell stellt der Bezug von dem kirchlichen Reinheitsgebot genügenden Tropfen kein Problem dar, alle Prädikatsweine im deutschsprachigen Raum erfüllen die Anforderungen der Naturbelassenheit. Das war damals, als zudem ausschließlich Rotwein für die Eucharistie verwendet werden durfte, ganz anders: die künstliche Süßung, schönende Färbung und der Zusatz von allerhand Kräutern und Gewürzen stellte die Regel dar – gut also, dass man seit jeher auf eigene Weinberge zurückgreifen konnte. Heute keltert man Messwein auch für den Handel, dessen Erzeugung allerdings nach wie vor vom Bischof ausdrücklich genehmigt werden muss.

Hier südlich der Donau mit den Weinbaugemeinden Furth und Göttweig dominieren Donauschotter und Lehm, auf denen sich der genügsame Zweigelt als hektarreichster Botschafter Kremstaler Rotweins wohlfühlt. Der Einfluss der mollig-warmen Luftmassen aus der in Ungarn liegenden pannonischen Tiefebene ist hier stärker zu spüren und die kühlen Einflüsse aus dem nördlichen, höher gelegenen Waldviertel machen sich nicht so sehr bemerkbar wie auf der anderen Seite des Flusses. Dieser sorgt ohnehin für einen sanften Ausgleich im für heiße Tage und kalte Nächte bekannten Gebiet und ermöglicht auch anspruchsvolleren Rotweinreben wie Spätburgunder oder St. Laurent Wachstum. Einige Winzer halten noch den traditionsreichen Roten Veltliner hoch – trotz seines Namens ist er eine Weißweinrebe und nicht mit dem Grünen Veltliner verwandt -, obwohl er eine ziemliche Diva unter den Rebsorten ist und sehr viel Zuwendung erfordert: schneidet man den Massenträger nicht radikal zurück, gerät der Wein später flach und gesichtslos. Überdies bereitet seine Anfälligkeit für diverse Krankheiten und seine hohe Frostempfindlichkeit den Winzern Kopfzerbrechen. Findet man allerdings einen geeigneten Standort und lässt ihm genug Pflege angedeihen, wird man mit einer außergewöhnlichen Spezialität entschädigt, die mit pikanter Würze und sehr langer Lagerfähigkeit zu überraschen weiß. Als Elternteil der ebenfalls autochthonen Trauben Rotgipfler, Neuburger und Zierfandler ist er im wahrten Sinne des Wortes tief verwurzelt in Niederösterreich.

Das sind auch die vielen kleinen Heurigenbetriebe, die dazu einladen, in rustikaler Atmosphäre bei einem Spritzer zu verweilen und setzen so einen urigen Kontrapunkt zu den feinen Vinotheken in der Kremser Altstadt. Das beständige Nebeneinander von traditionell und modern, von bewährt und experimentell macht wesentlich den Reiz des Kremstals aus: alte Familienweingüter existieren neben umtriebigen Jungwinzern, die sich an Cool Climate und biodynamischem Weinbau versuchen, der durch die frischen Winde aus dem Norden begünstigt wird. Sie trocknen auf natürliche Weise die Trauben und lassen sie so weniger anfällig für Krankheiten werden, wodurch wiederum auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden kann.

Aus der kleinen Gemeinde Rohrendorf bei Krems stammt ein gewisser Lorenz Moser, der vielen vor allem als Namensgeber der Weinkellerei Lenz Moser bekannt sein dürfte, deren Erzeugnisse man in Österreich in jedem Supermarkt kaufen kann. Deutlich interessanter als diese Weine sind allerdings Prof. Dr. h.c. Mosers Beiträge zur Entwicklung des Weinbaus allgemein: mit seiner Überzeugung, der Weinberg habe sich den Maschinen anzupassen und nicht umgekehrt, ebnete er der Mechanisierung des jahrtausendelang auf reiner Handarbeit basierenden Zweiges der Landwirtschaft den Weg. Moser war aufgewachsen mit der seit ewigen Zeiten etablierten Stockkultur, bei der jede Rebe für sich an einem Stecken hochgezogen wurde. Dieses System, bei dem auf jeden Quadratmeter eine Pflanze kam, hatte viele Nachteile: die Reben bekamen wenig Sonnenlicht ab, standen sehr eng, was es unmöglich machte, sie mit größerem Gerät zu bewirtschaften, und sie waren in der Regel kaum mehr als hüfthoch, wodurch Pflege und Lese hohe körperliche Anstrengung erforderten. Überdies begünstigte die Nähe zum Erdboden und die der Enge geschuldete schlechte Belüftung die Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten. Moser setzte dem die Hochkultur entgegen: er zog die Rebstöcke auf in Reihe gespannten Drähten auf knapp anderthalb Meter hoch, zwischen den Reihen ließ er ausreichend Raum für Fuhrwerke. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als Helfer in der Landwirtschaft knapp waren, eine willkommene Erleichterung. Wie bei allen Neuerungen brauchte es aber ein einschneidendes Ereignis, um die vielen Skeptiker zu überzeugen. Das kam in Gestalt eines klirrend kalten Winters Mitte der 50er: die allermeisten Reben in Stockkultur erfroren elendig, während jene in Hochkultur zum Großteil überlebten. Die neue Anbautechnik, die jedem Rebstock nun drei und mehr Quadratmeter Platz zubilligte, verbreitete sich daraufhin schnell und wurde – außer in Steillagen, die ohnehin nicht mit Maschinen bearbeitet werden können, wie an manchen Bereichen der Mosel – nach und nach zum Standard. Jenem eisigen Winter ist übrigens auch die heutige Vorherrschaft des Veltliners und des Zweigelts sowohl im Kremstal als auch in ganz Österreich zu verdanken, denn beide erwiesen sich als sehr frostresistent und überdies hervorragend für den Anbau in der neuen „Lenz Moser Erziehung“ geeignet.

Das Kremstal ist mitnichten die langweilige kleine Schwester im stetigen Schatten der Wachau, auch wenn deren Winzer das die Kundschaft manchmal gern denken lassen würden. Hier kann man noch wahre Entdeckungen machen, die den Wachauer Weinen gerade in Sachen Reifepotential in nichts nachstehen. Ihren eigenen Charakter – filigran, würzig, konzentriert – behaupten sie wacker, und sind dabei oft auch ein wenig preisgünstiger als ihre Verwandten aus dem bekannteren Gebiet im Westen. Aber nun Schluss mit den ständigen Vergleichen, das haben die Kremstaler Weine ja gar nicht nötig! Text: Dario Sellmeier

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Rebsorten

Etienne Sauzet Puligny Montrachet La Garenne 1er Cru 2023

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay La Garenne · 1er Cru Puligny-Montrachet (Blagny) Sauzet-Parzelle 0,99 ha (1989) 2023

Der Puligny-Montrachet La Garenne 1er Cru 2023 der Domaine Etienne Sauzet ist ein delikater, kühler und knisternder Chardonnay mit begeisterndem Finish. Die Domaine bepflanzte hier 1989 ein 0,99 Hektar großes Teilstück; La Garenne steht für präzise, steinige und geradlinige Weißweine.


La Garenne – Premier Cru in der Blagny-Zone

Mit 10 Hektar ist La Garenne einer der größten Premier Crus in der Blagny-Zone von Puligny-Montrachet. Der Weinberg liegt an einem ostwärts gerichteten Hang, etwas südwestlich des Weilers Blagny; im Westen grenzt die Gemeinde Saint-Aubin an. Nicht zu verwechseln mit dem Clos de la Garenne, einem kleinen ummauerten Abschnitt rund 500 Meter östlich.

Die kühlere Höhenlage bringt äußerst präzise, steinige und geradlinige Chardonnays hervor. Die Familie Sauzet bepflanzte hier 1989 eine 0,99 Hektar große Parzelle. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der die kühle, präzise Art von La Garenne unterstreicht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Delikat, kühl und knisternd: Zitrus und weiße Blüten treffen auf steinige Mineralität. Am Gaumen präzise und geradlinig, mit klarer Säure und einem begeisternden, langen Finish.

Kühl, knisternd und steinig – ein präziser, geradliniger Puligny mit begeisterndem Finish.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Die steinige Frische passt besonders zu Schalentieren.


Lage: La Garenne (1er Cru), Puligny-Montrachet (Blagny-Zone, Côte de Beaune); Ostlage, kühl, kalksteinreich; Sauzet 0,99 ha (1989), 10 ha gesamt
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Weine

Metzger Saumagen Riesling 2020 Magnum

Weißwein · Riesling · trocken · Magnum · Pfalz

Metzger Saumagen Riesling Magnum ist ein Lagen-Riesling vom Weingut Metzger aus dem Kallstadter Saumagen in der Pfalz – hier in der 1,5-Liter-Magnum. Die Trauben stammen aus dem ursprünglichen Teil der Lage, wurden selektiv von Hand gelesen und im Halbstückfass vergoren. Kalkige Mineralität, feine Würze und harmonische Säure prägen den Wein. Ein präziser Riesling mit Lagencharakter.


Kallstadter Saumagen

Der Kallstadter Saumagen zählt zu den großen Riesling-Lagen der Pfalz. Die Trauben stammen aus dem ursprünglichen Teil der Lage, deren kalkreiche Böden seit jeher für mineralische, würzige Weine mit harmonischer Säure stehen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling, selektiv von Hand gelesen und mit der Korbpresse abgepresst. Die Gärung erfolgt im Halbstückfass, um das Terroir der Lage präzise einzufangen. Die Magnum lässt den Wein besonders langsam reifen.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase Zitrus, gelber Apfel und feine kräutrige Würze über kalkiger Mineralität. Am Gaumen straff und mineralisch, mit harmonischer Säure, Würze und langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren. Mit Luft gewinnt der Wein an Tiefe; die Magnum eignet sich zum Reifen im Keller.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Spargel, Geflügel und feine Käse.


Lage: Kallstadter Saumagen, Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Riesling, trocken (Lagenwein)
Ausbau: Handlese, Korbpresse, Gärung im Halbstückfass; 1,5-l-Magnum

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Weine

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d´Aix en Provence Rosé BIO

Roséwein · Coteaux d'Aix-en-Provence · Provence · Bio

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d'Aix-en-Provence Rosé ist eine sommerlich-beerige Bio-Rosé-Cuvée aus Grenache, Syrah und Cinsault aus der Provence. Hellrosa in der Farbe, besticht er durch Fruchtnoten von Grapefruit, Erdbeeren und Kirschen. Frucht und Mineralität vereinen sich harmonisch.


Coteaux d'Aix-en-Provence

Die Coteaux d'Aix-en-Provence in Südfrankreich bietet beste klimatische Voraussetzungen für ausgewogene, feine Rosés. Das mediterrane Klima und die kalkgeprägten Böden lassen Frucht und Mineralität harmonisch zusammenfinden. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Grenache, Syrah und Cinsault. Der Ausbau bewahrt die frische, beerige Frucht und die feine Mineralität des Weins.

Im Glas

Helles Rosa. In der Nase und am Gaumen Fruchtnoten von Grapefruit, Erdbeeren und Kirschen, abgerundet von leichten Zitrus- und Cassisnoten. Frisch, fein und ausgewogen, mit harmonischem Frucht-Mineralität-Spiel.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ideal als sommerlicher Apéritif oder Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: mediterrane Gerichte, Salate, Fisch und Gegrilltes.


Lage: Coteaux d'Aix-en-Provence, Provence (Frankreich)
Klassifikation: Coteaux d'Aix-en-Provence AOP – Rosé
Ausbau: Grenache/Syrah/Cinsault, fruchtbetonter Ausbau

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Weine

Knab Endinger Engelsberg Weißer Burgunder

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Knab Endinger Engelsberg Weißer Burgunder ist ein mineralischer, spritziger Weißburgunder vom Kaiserstuhl. Mit Aromen von saftigen Birnen, frischem Blütenduft und einer zarten Mineralität zeigt er sich klar und animierend.


Baden / Endinger Engelsberg

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet – einer der wärmsten Weinbauregionen Deutschlands mit vulkanisch geprägten Böden. Die Lage Endinger Engelsberg vereint Vulkangestein und Löss und bringt Weißburgunder von feiner Mineralität und Frische hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißburgunder. Der Ausbau bewahrt die spritzige Frische, die klare Frucht und die zarte Mineralität der Lage. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase saftige Birne und frischer Blütenduft. Am Gaumen mineralisch und spritzig, mit klarer Frucht, animierender Säure und einer zarten mineralischen Prägung im Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Spargel und mildem Käse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endinger Engelsberg (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: 100 % Weißburgunder, trocken
Ausbau: frische- und mineralitätsbetont (Vulkangestein, Löss)

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Weine

1928 Martinez Gutierrez Gran Reserva

Generoso · sherryartig · trocken · Spanien

1928 Martínez Gutiérrez Gran Reserva ist ein sherryartig ausgebauter, trockener Altwein aus Spanien von Bodegas del Señorío. Bernsteinfarben und mit 17 % vol., eignet er sich als perfekter, trockener Apéritif. Er ist trinkfertig und entwickelt sich nicht mehr durch weitere Flaschenlagerung.


Spanien

Bodegas del Señorío erzeugt diesen Wein in Spanien im sherryartigen, oxidativen Stil. Die lange Reife prägt seinen Charakter als trockener, gereifter Generoso-Wein.

Herstellung und Reifung

Der Wein ist sherryartig (oxidativ) ausgebaut und über lange Zeit gereift, woraus seine bernsteinfarbene Tönung und der trockene, gereifte Charakter resultieren. Der Alkoholgehalt liegt bei 17 % vol. Er ist trinkfertig.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase und am Gaumen trocken und gereift, mit nussigen, oxidativen Noten im sherryartigen Stil. Vollmundig und ausdrucksstark, mit langem Abgang.

Zum Genuss

Leicht gekühlt servieren – ein perfekter, trockener Apéritif. Trinkfertig.

Klassische Begleitung: Tapas, Oliven, Mandeln, Schinken und gereifter Käse.


Herkunft: Spanien
Art: sherryartiger Generoso (trocken), 17 % vol.
Reifung: oxidativ, lange gereift (Gran Reserva)

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Länder/Regionen

Valerio Zenato Le Morette Lugana Mandolara

Wein · Weißwein · Lugana DOC · Italien

Le Morette Lugana Mandolara ist ein eleganter Weißwein vom südlichen Gardasee. Reinsortig aus Trebbiano di Lugana (Turbiana) der Einzellage Vigneto Mandolara – strahlend strohgelb, mineralisch, mit sehr gut eingebundener Säure und der typischen Mandelnote.


Lugana am Gardasee

Die Azienda Agricola Valerio Zenato – Le Morette – zählt zu den historischen Erzeugern der Lugana DOC und liegt in San Benedetto di Lugana am südlichen Gardasee. Der Wein stammt aus der Einzellage Vigneto Mandolara; die kalkhaltig-mergeligen Tonböden glazialen Ursprungs und das milde Seeklima prägen seinen Charakter.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Trebbiano di Lugana (Turbiana). Nach sanfter Pressung vergärt der Wein temperaturkontrolliert im Edelstahl und reift anschließend einige Zeit auf der Flasche. Ein klarer, frischer Stil, der Frucht und mineralische Herkunft betont. Trocken.

Im Glas

Strahlendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase grüner Apfel und ein Strauß Frühlingsblumen, dazu feine Frucht. Am Gaumen klar und saftig, mit mineralischem Touch und sehr gut eingebundener Säure; im Abgang die für Lugana typische Mandelnote.

Am Tisch

Gut gekühlt bei rund 10 °C servieren. Ein vielseitiger Begleiter – solo als Aperitif ebenso wie zu leichten Speisen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Antipasti und Pasta mit Gemüse.


Lage: Vigneto Mandolara, San Benedetto di Lugana, Gardasee (Italien)
Klassifikation: Lugana DOC – 100 % Trebbiano di Lugana (Turbiana)
Ausbau: temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahl, Flaschenreife

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Spanien

Barbadillo Cream Sherry

Der fertige Oloroso wird mit dem Süßwein Moscatel oder Pedro Ximénez verschnitten. Der Cream von Barbadillo gehört zu den Feinsten und überzeugt durch seine elegante und nachhaltige Art.

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Spanien

Envinate Migan Teneriffa tinto 2023

Rotwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Negro

100 % Listán Negro Teneriffa · Valle de la Orotava Migan (La Perdoma) Envínate Vulkanboden · bis 120-J.-Reben neutrales Holz & Beton 2023

Der Envínate Migan 2023 ist ein reinsortiger Listán Negro von bis zu 120-jährigen Rebstöcken auf den Vulkanböden Teneriffas – geprägt von sehr feiner, fast kühler Frucht nach Himbeeren und Rosen, mit dezenter Würze. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.


Migan – Listán Negro aus dem Valle de la Orotava

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs auf den Kanaren, in der Ribeira Sacra und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Migan ist der alte Name des Orts La Perdoma im Valle de la Orotava (Nordhang des Teide), woher dieser Rotwein stammt. Bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Listán-Negro-Reben – traditionell im geflochtenen „Cordón trenzado" erzogen – gedeihen hier auf Vulkanböden aus Ton, Sand und Basalt. Anders als die steilen Anaga-Lagen ist das Terrain etwas flacher, was die feine, fast kühle Frucht des Migan begünstigt.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das atlantische Klima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2023 einen frischen, hochtonigen und vibrierenden Listán Negro mit klarer roter Frucht, feiner Würze und lebendiger Säure. Migan wird bewusst ein Jahr später freigegeben, damit der Wein zugänglicher und harmonischer in die Flasche kommt.

Ausbau

Reinsortiger Listán Negro aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Handlese aus mehreren alten Parzellen, Gärung im Betontank mit (teils ganzen) Trauben, anschließend rund ein Jahr Ausbau in neutralem französischem Holz (228/600 l) und Beton. Unfiltriert, mit nur minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Geprägt von einer sehr feinen, fast kühlen Frucht nach Himbeeren und Rosen, bei der zugleich eine gewisse Würze schmeckbar ist. Im Nachhall wirken dezente ätherische Aromen wie Minze sowie weiche Tannine, die den Tinto wunderbar ausbalancieren. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.

Feine, fast kühle Frucht nach Himbeeren und Rosen – würzig, mit ätherischer Minze und weichen, balancierten Tanninen.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft im Glas. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fleisch und Geflügel, zu kräftigen Fischgerichten, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava (Gegend La Perdoma; Kanaren, Spanien); Vulkanböden mit Ton, Sand und Basalt; wurzelechte Reben bis ~120 Jahre (Cordón trenzado)
Klassifikation: Rotwein, Teneriffa / Valle de la Orotava; 100 % Listán Negro (trocken)
Ausbau: Handlese, Gärung im Beton mit teils ganzen Trauben, ~1 Jahr in neutralem franz. Holz (228/600 l) und Beton, unfiltriert; organischer Anbau

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