Das Weinbaugebiet Kremstal

Das Kremstal

Kremstal … achja, wie die Stadt! Die Assoziation ist naheliegend, wenn auch nicht ganz korrekt. Denn das niederösterreichische Weinbaugebiet verdankt seinen Namen nicht dem Ort, sondern dem Fluss Krems, einem 80 Kilometerlanger Zufluss der Donau. Obwohl das Gebiet in seiner Mittellage zwischen Wachau und Kamptal mit 2300 Hektar relativ klein ist, erweist es sich als äußerst vielfältig, und das auf engstem Raum, denn von Nord nach Süd beträgt die Ausdehnung nur 15 Kilometer, von West nach Ost gerade einmal zehn. Zentrum ist das quirlige Krems mit seiner Fülle an historischen Gebäuden, seiner Universität, seinen Kunstmuseen, seiner Gastronomie und der dort sinnigerweise eingerichteten Weinbauschule. Die Stadt, die sich selbst gern als österreichische Weißweinhauptstadt vermarktet, wird zwar landläufig oft der Wachau zugerechnet, diese beginnt aber erst westlich davon. In Zeiten noch nicht so eindeutiger Weingesetzgebung sorgte das oft für Ärger bei den sehr eigenen Wachauer Winzern, die es gar nicht gern hatten, dass Wein aus Krems unter dem Begriff „Wachau“ vermarktet wurde.

Dass Krems das Potential des in seiner Umgebung wachsenden Weines sehr genau einzuschätzen vermag, belegt die Tatsache, dass die Stadt sich schon seit fast 600 Jahren ein eigenes Weingut hält. Hinzu kommt mit den „Winzern Krems“ eine der größten Genossenschaften des Landes mit knapp 1000 Mitgliedern. Sie steht in der Tradition der schon 1447 gegründeten „Hauerinnung St. Paul“ – Weinhauer ist der alte österreichische Begriff für Winzer. Drei Viertel der Bürger bestritten im Spätmittelalter ihren Lebensunterhalt mit dem Weinbau, und mehrmals mussten sie durch Verordnungen daran gehindert werden, alle möglichen landwirtschaftlichen Flächen mit Rebstöcken zu bepflanzen und so ihre Versorgung mit Nahrungsmitteln zu gefährden. Besonders die Namen der berühmten Rieden rund um den westlichen Stadtteil Stein vermitteln noch immer ein anschauliches, oft humorvolles Bild des früheren Alltagslebens einer Region, in der die Menschen seit jeher Sagen und Anekdoten lieben. Wie etwa die vom Bauern, der während einer der häufigen Hungersnöte schweren Herzens seinen geliebten Hofhund verkaufen musste und dem treuen Tier im „Steiner Hund“ ein Denkmal für die Ewigkeit setzte. Etwas derber leitet sich der „Steiner Schreck“ her: damals standen die Rebstöcke sehr dicht, sodass man nicht ins Innere der Anpflanzungen schauen konnte. Um dennoch wirkungsvoll den Diebstahl von Trauben kurz vor Lesebeginn zu verhindern, schrie der Türmer der gegenüberliegenden Kirche von Zeit zu Zeit anlasslos herum, was etwaige Langfinger vertrieb, die er gar nicht hatte sehen können. Auch der „Piri“ erfreut sich dank seines putzigen Namens bei Touristen großer Beliebtheit, allerdings hat er nichts mit der scharfen portugiesischen Soße zu tun, sondern ist schlicht der aus dem Ungarischen stammende Begriff für etwas sehr Altes, hier also einen schon sehr lang genutzten Weinberg.

Das Gebiet um die Stadt herum ist wie die Wachau geprägt von den südlichen Ausläufern der Böhmischen Masse, die als Österreichisches Gneis- und Granithochland vor allem Rieslinge mit der Mineralik von verwitterten Urgesteinböden versorgen, auch wenn die terrassierten Hänge meist nicht ganz so steil sind wie einige Kilometer weiter westlich. Der Riesling ist wie in den benachbarten Gebieten auch eine der beiden Leitsorten, an deren außergewöhnliche Qualität die geringen Bestände Muskateller, Müller-Thurgau und diverser Burgunder nicht heranreichen. Die andere ist – natürlich – der Grüne Veltliner, der sich eher auf den kalkreichen Lössterrassen östlich von Krems in Richtung Gedersdorf wohl fühlt, die Wasser für längere Zeit speichern können und ihn so mit der Feuchtigkeit versorgen, die er zur Ausbildung seines berühmten „Pfefferls“ benötigt, das ihm mit seiner prickligen Würzigkeit einen interessanten Kontrast zur zitrischen Säure verleiht. Die beiden sind denn nach DAC-Regeln auch die einzigen Rebsorten, auf deren Etiketten explizit „Kremstal“ ausgewiesen werden darf, alle anderen müssen sich mit einem allgemeineren „Niederösterreich“ begnügen.

Gegenüber thront das 1000 Jahre alte Benediktinerstift Göttweig über der Landschaft, nach einem Brand Anfang des 18. Jahrhunderts in ein wahres Wunderwerk des Barock verwandelt, auf dessen Restaurant-Terrasse man einen herrlichen Blick über das Donautal genießt. Das Kloster, ja überhaupt alle der über 50 Klöster, die im Laufe der Geschichte Besitzungen im Kremstal hatten, waren seit jeher verlässliche Abnehmer für Wein, den man für die Zelebration des Messopfers benötigte. Um nicht nur auf Zukauf angewiesen zu sein, betätigen die Mönche sich schon lange selbst im Weinbau, der neben der Forstwirtschaft zur tragenden wirtschaftlichen Säule des Klosterbetriebes wurde – auch wenn die Weinberge mittlerweile verpachtet sind, damit sich die noch knapp 40 Brüder der Seelsorge widmen können. Aktuell stellt der Bezug von dem kirchlichen Reinheitsgebot genügenden Tropfen kein Problem dar, alle Prädikatsweine im deutschsprachigen Raum erfüllen die Anforderungen der Naturbelassenheit. Das war damals, als zudem ausschließlich Rotwein für die Eucharistie verwendet werden durfte, ganz anders: die künstliche Süßung, schönende Färbung und der Zusatz von allerhand Kräutern und Gewürzen stellte die Regel dar – gut also, dass man seit jeher auf eigene Weinberge zurückgreifen konnte. Heute keltert man Messwein auch für den Handel, dessen Erzeugung allerdings nach wie vor vom Bischof ausdrücklich genehmigt werden muss.

Hier südlich der Donau mit den Weinbaugemeinden Furth und Göttweig dominieren Donauschotter und Lehm, auf denen sich der genügsame Zweigelt als hektarreichster Botschafter Kremstaler Rotweins wohlfühlt. Der Einfluss der mollig-warmen Luftmassen aus der in Ungarn liegenden pannonischen Tiefebene ist hier stärker zu spüren und die kühlen Einflüsse aus dem nördlichen, höher gelegenen Waldviertel machen sich nicht so sehr bemerkbar wie auf der anderen Seite des Flusses. Dieser sorgt ohnehin für einen sanften Ausgleich im für heiße Tage und kalte Nächte bekannten Gebiet und ermöglicht auch anspruchsvolleren Rotweinreben wie Spätburgunder oder St. Laurent Wachstum. Einige Winzer halten noch den traditionsreichen Roten Veltliner hoch – trotz seines Namens ist er eine Weißweinrebe und nicht mit dem Grünen Veltliner verwandt -, obwohl er eine ziemliche Diva unter den Rebsorten ist und sehr viel Zuwendung erfordert: schneidet man den Massenträger nicht radikal zurück, gerät der Wein später flach und gesichtslos. Überdies bereitet seine Anfälligkeit für diverse Krankheiten und seine hohe Frostempfindlichkeit den Winzern Kopfzerbrechen. Findet man allerdings einen geeigneten Standort und lässt ihm genug Pflege angedeihen, wird man mit einer außergewöhnlichen Spezialität entschädigt, die mit pikanter Würze und sehr langer Lagerfähigkeit zu überraschen weiß. Als Elternteil der ebenfalls autochthonen Trauben Rotgipfler, Neuburger und Zierfandler ist er im wahrten Sinne des Wortes tief verwurzelt in Niederösterreich.

Das sind auch die vielen kleinen Heurigenbetriebe, die dazu einladen, in rustikaler Atmosphäre bei einem Spritzer zu verweilen und setzen so einen urigen Kontrapunkt zu den feinen Vinotheken in der Kremser Altstadt. Das beständige Nebeneinander von traditionell und modern, von bewährt und experimentell macht wesentlich den Reiz des Kremstals aus: alte Familienweingüter existieren neben umtriebigen Jungwinzern, die sich an Cool Climate und biodynamischem Weinbau versuchen, der durch die frischen Winde aus dem Norden begünstigt wird. Sie trocknen auf natürliche Weise die Trauben und lassen sie so weniger anfällig für Krankheiten werden, wodurch wiederum auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden kann.

Aus der kleinen Gemeinde Rohrendorf bei Krems stammt ein gewisser Lorenz Moser, der vielen vor allem als Namensgeber der Weinkellerei Lenz Moser bekannt sein dürfte, deren Erzeugnisse man in Österreich in jedem Supermarkt kaufen kann. Deutlich interessanter als diese Weine sind allerdings Prof. Dr. h.c. Mosers Beiträge zur Entwicklung des Weinbaus allgemein: mit seiner Überzeugung, der Weinberg habe sich den Maschinen anzupassen und nicht umgekehrt, ebnete er der Mechanisierung des jahrtausendelang auf reiner Handarbeit basierenden Zweiges der Landwirtschaft den Weg. Moser war aufgewachsen mit der seit ewigen Zeiten etablierten Stockkultur, bei der jede Rebe für sich an einem Stecken hochgezogen wurde. Dieses System, bei dem auf jeden Quadratmeter eine Pflanze kam, hatte viele Nachteile: die Reben bekamen wenig Sonnenlicht ab, standen sehr eng, was es unmöglich machte, sie mit größerem Gerät zu bewirtschaften, und sie waren in der Regel kaum mehr als hüfthoch, wodurch Pflege und Lese hohe körperliche Anstrengung erforderten. Überdies begünstigte die Nähe zum Erdboden und die der Enge geschuldete schlechte Belüftung die Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten. Moser setzte dem die Hochkultur entgegen: er zog die Rebstöcke auf in Reihe gespannten Drähten auf knapp anderthalb Meter hoch, zwischen den Reihen ließ er ausreichend Raum für Fuhrwerke. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als Helfer in der Landwirtschaft knapp waren, eine willkommene Erleichterung. Wie bei allen Neuerungen brauchte es aber ein einschneidendes Ereignis, um die vielen Skeptiker zu überzeugen. Das kam in Gestalt eines klirrend kalten Winters Mitte der 50er: die allermeisten Reben in Stockkultur erfroren elendig, während jene in Hochkultur zum Großteil überlebten. Die neue Anbautechnik, die jedem Rebstock nun drei und mehr Quadratmeter Platz zubilligte, verbreitete sich daraufhin schnell und wurde – außer in Steillagen, die ohnehin nicht mit Maschinen bearbeitet werden können, wie an manchen Bereichen der Mosel – nach und nach zum Standard. Jenem eisigen Winter ist übrigens auch die heutige Vorherrschaft des Veltliners und des Zweigelts sowohl im Kremstal als auch in ganz Österreich zu verdanken, denn beide erwiesen sich als sehr frostresistent und überdies hervorragend für den Anbau in der neuen „Lenz Moser Erziehung“ geeignet.

Das Kremstal ist mitnichten die langweilige kleine Schwester im stetigen Schatten der Wachau, auch wenn deren Winzer das die Kundschaft manchmal gern denken lassen würden. Hier kann man noch wahre Entdeckungen machen, die den Wachauer Weinen gerade in Sachen Reifepotential in nichts nachstehen. Ihren eigenen Charakter – filigran, würzig, konzentriert – behaupten sie wacker, und sind dabei oft auch ein wenig preisgünstiger als ihre Verwandten aus dem bekannteren Gebiet im Westen. Aber nun Schluss mit den ständigen Vergleichen, das haben die Kremstaler Weine ja gar nicht nötig! Text: Dario Sellmeier

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Feinkost

Senchou Pur Ketchup mit Piment d´Espelette Pfeffer

Feinkost · Ketchup · Frankreich

Compagnie des Pyrénées Senchou Pur Ketchup mit Piment d'Espelette ist ein fruchtiger Tomatenketchup mit baskischem Piment-d'Espelette-Pfeffer aus Frankreich. Die reife Tomate trifft auf die feine, leicht rauchige Schärfe des Espelette-Pfeffers. Würzig, fruchtig und aromatisch. Eine charaktervolle Alternative zum klassischen Ketchup.


Herkunft

Compagnie des Pyrénées stammt aus dem französischen Baskenland am Fuße der Pyrenäen. Von dort kommt auch der Piment d'Espelette – ein mild-würziger Pfeffer, der der Region ihren kulinarischen Charakter verleiht.

Anbau und Verarbeitung

Reife Tomaten werden mit Piment d'Espelette zu einem würzigen Ketchup verarbeitet. Der baskische Pfeffer gibt eine feine, leicht rauchige Schärfe und aromatische Tiefe.

Geschmack

Fruchtig-tomatig mit feiner, leicht rauchiger Schärfe des Espelette-Pfeffers. Würzig und aromatisch, mit ausgewogener Balance aus Süße und Säure.

Am Tisch

Zu allem, was klassischer Ketchup begleitet – nur würziger.

Klassische Begleitung: Burger, Pommes, Grillfleisch, Würstchen und Eierspeisen.


Hersteller: Compagnie des Pyrénées (Frankreich)
Produkt: Senchou Pur Ketchup mit Piment d'Espelette
Sorte: Tomatenketchup mit Piment d'Espelette
Herkunft: Baskenland / Pyrenäen (Frankreich)
Verarbeitung: würziger Tomatenketchup
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.04.2027

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Whisky

Gordon & MacPhail Mosstowie Distilled 1979 Connoisseurs Choice

Whisky · Speyside Single Malt · Connoisseurs Choice · Schottland

Mosstowie Distilled 1979 Connoisseurs Choice ist ein rarer Speyside Single Malt Scotch Whisky, abgefüllt von Gordon & MacPhail. „Mosstowie" stammt von den heute entfernten Lomond-Stills der Miltonduff-Destillerie – eine gesuchte Rarität mit Noten von Vanille, Butterscotch und gekochten Äpfeln.


Herkunft

Mosstowie ist keine eigene Brennerei, sondern der Name des Single Malt, der zwischen 1964 und 1981 auf Lomond-Stills in der Miltonduff-Destillerie (Speyside) gebrannt wurde. Die Stills wurden 1981 entfernt; eine Originalabfüllung gab es nie. Gordon & MacPhail aus Elgin ist einer der renommiertesten unabhängigen Abfüller der Welt.

Destillation und Reifung

Destilliert 1979 auf den charakteristischen Lomond-Stills, deren verstellbare Rektifizierböden ein eigenständiges, weiches Brennprofil ergaben. Gereift in Eichenfässern und abgefüllt in der Connoisseurs-Choice-Reihe von Gordon & MacPhail.

Im Glas

Dunkles Gold. In der Nase Vanille, Butterscotch und gekochte Äpfel, dazu reife Pfirsiche, Pflaume und ein Hauch Limette. Am Gaumen öliger Körper mit roten Beeren, Pfirsich und Vanille, untermalt von dunkler Schokolade und schwarzem Pfeffer. Trocken ausklingend, mit Anis und schwarzem Tee im Abgang.

Pur genießen

Als rare Sammler- und Genießerabfüllung am besten pur bei Zimmertemperatur in einem Nosing-Glas verkosten; einige Tropfen Wasser öffnen die Aromen. Ohne Eis, um die feinen Nuancen zu bewahren.

Klassisch solo: pur oder mit wenigen Tropfen Wasser.


Herkunft: Speyside, Schottland
Art: Speyside Single Malt Scotch Whisky (Mosstowie, Miltonduff-Destillerie)
Destillation: 1979, auf Lomond-Stills
Abfüller: Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice

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Rebsorten

Marco Felluga Collio Sauvignon Blanc

Wein · Weißwein · Collio · Italien

Marco Felluga Collio Sauvignon Blanc ist ein kräftiger Sauvignon aus dem Friaul von grünlich-gelber Farbe. Blumig im Duft, erinnert sein Bukett an Holunderblüten, Brennnessel und Pfeffer. Frisch und harmonisch am Gaumen, mit leichten Aromen von grüner Paprika und Stachelbeere.


Collio / Friaul

Das Weingut Marco Felluga (gegründet 1956) zählt zu den Pionieren des Collio DOC im Friaul-Julisch Venetien nahe der slowenischen Grenze. Die Reben wachsen auf den typischen Ponca-Böden (Flysch aus Sandstein, Mergel und Kalk); kühle Brisen von Adria und Alpen sorgen für eine langsame, aromatische Reife.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Nach Handlese und sanfter Pressung vergärt der Wein im temperaturkontrollierten Edelstahltank und reift anschließend auf der Feinhefe, was die typische Aromatik bewahrt und dem Wein Schmelz verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Grünlich-gelb. In der Nase blumig, mit Holunderblüten, Brennnessel und einer pfeffrigen Note. Am Gaumen frisch und harmonisch, kräftig strukturiert, mit leichten Aromen von grüner Paprika und Stachelbeere und sauberem, langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Spargel, Fisch, Meeresfrüchten, Ziegenkäse und Gemüsegerichten.


Lage: Collio DOC, Friaul-Julisch Venetien (Italien); Marco Felluga
Klassifikation: Collio DOC – 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: Edelstahltank, Reife auf der Feinhefe

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Weine

Porta Nova Vinho Verde

Weißwein · Vinho Verde · Loureiro & Trajadura · Portugal

Porta Nova Vinho Verde ist ein frischer, leichter Weißwein aus dem Norden Portugals, erzeugt von Casa Ermelinda Freitas. Er wird aus den regionalen Rebsorten Loureiro und Trajadura gekeltert. Mit feiner Spritzigkeit, niedrigem Alkohol und klarer Frucht ist er ein typischer Vinho Verde. Im Glas zarte Aromen von Zitrus und Honigmelone.


Vinho Verde

Die DOC Vinho Verde liegt im grünen, regenreichen Nordwesten Portugals, nahe dem Atlantik. Das kühle Klima und die Meeresbrisen sorgen für frische, säurebetonte Weißweine mit moderatem Alkohol. „Vinho Verde" – grüner Wein – verweist auf den jungen, frischen Stil.

Assemblage und Ausbau

Der Wein vereint die regionalen Rebsorten Loureiro und Trajadura. Nach der Lese wird er rasch und kühl im Edelstahltank vergoren; die typische, leichte Spritzigkeit und die frische Frucht bleiben so erhalten. Kein Holzausbau.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Aromen von süßem Zitronenöl, Zitrus und fruchtiger Honigmelone. Am Gaumen leicht und frisch, mit zarter Spritzigkeit und frischer Säure. Der Abgang ist sauber und unkompliziert.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; jung und unkompliziert zu genießen, auch als Apéritif.

Klassische Begleitung: leichte Gerichte, Fisch, Meeresfrüchte und Salate.


Lage: Vinho Verde (Minho), Nordportugal
Klassifikation: Vinho Verde DOC
Ausbau: Kaltvergärung im Edelstahl, ohne Holz, leichte Spritzigkeit

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Weine

Domaine Bretaudeau Statera 2023 BIO

Rotwein · Loire · Pinot Noir

Pinot Noir Loire (Vin de France) Quarzgranit-Böden 2023 · Bio (FR-BIO-01) Eichenfass · 35 hl/ha

Der Statera 2023 Bio von Jérôme Bretaudeau ist ein Pinot Noir der Sonderklasse – von der Loire. Die Reben wurzeln auf Böden aus weißem und rosa Quarzgranit, was dem Wein seine Frische und Mineralität gibt. Biodynamisch angebaut, fein und ausgewogen, mit finessenreicher Länge.


Loire – Pinot Noir auf Quarzgranit

Der Statera wächst an der Loire auf Böden aus weißem und rosa Quarzgranit. Diese mineralische Unterlage verleiht dem Pinot Noir seine Frische und seine klare mineralische Linie. Die Reben haben ein Durchschnittsalter von rund 18 Jahren, der Ertrag liegt bei niedrigen 35 Hektoliter pro Hektar.

Jérôme Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01). Pinot Noir ist an der Loire ungewöhnlich – der Wein wird daher als Vin de France geführt.

Jahrgang 2023 – Loire

2023 brachte an der Loire einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein feuchteres Frühjahr sorgte für vitale Reben, ein trockener, sonniger Sommer für reife Trauben.

Für die roten Weine steht 2023 für reife Frucht bei tragender Säure – eine gute Grundlage für die Frische und Finesse dieses Pinot Noir.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen und vollständig entrappt, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Der Ausbau erfolgt im Eichenfass. Der niedrige Ertrag von 35 Hektoliter pro Hektar sorgt für Konzentration, ohne die feine Linie zu überdecken.

Im Glas

Eine sehr blumige Nase mit Pfingstrose, Veilchen und Walderdbeeren. Am Gaumen rote Früchte wie Kirsche und Himbeere; der Wein ist sehr fein und ausgewogen, mit finessenreicher Länge und einem langen Nachhall.

Pfingstrose, Veilchen und Walderdbeere über roter Frucht – ein feiner, mineralischer Pinot Noir mit langem Nachhall.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, Kalb, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für die feine Küche.


Lage: Loire; Böden aus weißem und rosa Quarzgranit
Klassifikation: Vin de France (Loire); Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Pinot Noir; vollständig entrappt, Eichenfass; 35 hl/ha

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Weine

Wittmann Westhofen Brunnenhäuschen Riesling Großes Gewächs 2023 Magnum BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen Westhofen Brunnenhäuschen VDP.Grosses Gewächs Bio (Demeter) Tonmergel · Kalkstein Magnum 1,5 l 2023

Das Wittmann Westhofen Brunnenhäuschen Riesling Großes Gewächs 2023 ist ein präziser, dichter Bio-Riesling von einer der hochwertigsten Lagen Rheinhessens – geprägt von Kalkstein und einer cremigen Mineralität, mit expressivem Lagencharakter und besonderem Reifepotenzial. In der Magnum der ideale Wein für die große Reife.


Brunnenhäuschen – VDP.Grosse Lage in Westhofen

Das Weingut Wittmann in Westhofen zählt zu den führenden Adressen Rheinhessens und arbeitet seit Langem konsequent biodynamisch (Demeter). Die VDP.Grosse Lage zeichnet die hochwertigsten Weinberge Rheinhessens aus – parzellengenau abgegrenzt; hier reifen die besten Weine mit expressivem Lagencharakter und besonderem Reifepotenzial.

Wenngleich die Lage Brunnenhäuschen, östlich vom Morstein gelegen, rein nach Süden ausgerichtet ist, bringt sie doch sehr späte Reife. Das liegt an der hohen Lage bis 240 Meter über NN und der Exposition zum Westwind, der trotz intensivem Sonnenlicht die Temperatur immer kühl hält. Tonmergel mit Kalkstein sowie Kalksteinfelsen definieren den präzisen, dichten Charakter des Weines. Dazu kommen partielle Teile von Terra Rossa – rote Böden mit hohem Eisenoxidanteil –, die den Rieslingen eine cremige Mineralität verleihen.

Jahrgang 2023 – Rheinhessen

2023 brachte in Rheinhessen aromatische, reife Rieslinge mit guter Substanz und präziser Säure. In der hohen, kühl belüfteten Lage Brunnenhäuschen mit ihrer späten Reife entsteht so ein besonders klarer, dichter und mineralischer Wein – Spannung und Tiefe statt bloßer Opulenz. Die Magnum bietet dabei ideale Bedingungen für eine besonders langsame, harmonische Entwicklung.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2023, trocken, VDP.Grosses Gewächs. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Handlese, Ganztraubenpressung, Spontangärung mit eigenen Hefen und langer Ausbau auf der Vollhefe – überwiegend im traditionellen großen Holzfass und Edelstahl. Der zurückhaltende Ausbau lässt Frucht und die kalksteingeprägte Mineralität der Lage unverfälscht in den Mittelpunkt treten. Biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022.

Im Glas

Ein feines, klares Bukett von Zitrus (Grapefruit, Limette), weißem Pfirsich und Quitte, dazu weiße Blüten, Kräuter und ein deutlicher, kalkig-mineralischer Zug. Am Gaumen präzise und dicht, mit straffer, animierender Säure und der für die Terra Rossa typischen cremigen Mineralität – fokussiert, salzig und sehr lang im Abgang.

Präziser, dichter Charakter vom Kalkstein – mit cremiger Mineralität und besonderem Reifepotenzial.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit einigen Jahren Kellerreife deutlich an Tiefe – in der Magnum umso mehr; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu kräftigerem Hartkäse. Die Magnum ist der ideale Begleiter für die große Tafel.


Lage: Rheinhessen, Westhofen Brunnenhäuschen (Deutschland); Südlage bis 240 m, westwindgekühlt, Tonmergel mit Kalkstein und Kalksteinfelsen, partiell Terra Rossa; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung, Reife auf der Vollhefe (großes Holzfass/Edelstahl); biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022

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Spirituosen

Valverde Grappa di Barolo Stravecchia in botti di rovere

Spirituose · Grappa · Barolo · Italien

Valverde Grappa di Barolo Stravecchia ist ein piemontesischer Grappa aus der Nebbiolo-Traube. Der Trester wird bei Roberto Dellavalle getrennt in kleinen Destillierblasen gebrannt, um die natürliche „Blume" der Trauben zu bewahren – ein sehr sortentypischer, weicher Grappa.


Herkunft / Piemont

Grappa ist der klassische italienische Tresterbrand. Diese Grappa stammt vom Nebbiolo aus der Barolo-Zone des Piemont – jener noblen Sorte, aus der der „König der Weine" entsteht. Hier von Valverde, gebrannt bei Roberto Dellavalle.

Trester und Destillation

Destilliert aus dem Trester von Nebbiolo-Trauben der Barolo-Zone. Die Trester werden getrennt in kleinen Destillierblasen schonend gebrannt, was die feine, sortentypische Aromatik („Blume") bewahrt. Als Stravecchia reift die Grappa besonders lange in Eichenfässern (botti di rovere) und wird dadurch weich und vielschichtig.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase sortentypisch und weinig, mit Anklängen von Trockenfrüchten, Gewürzen, Vanille und Holz. Am Gaumen vollmundig und sehr weich, mit feiner Würze, sanfter Holznote und langem, wärmendem Abgang.

Pur genießen

Bei Zimmertemperatur in einem Grappa-Glas servieren – als edler Digestif.

Ideal: pur nach dem Essen oder als „Caffè corretto" zum Espresso.


Herkunft: Piemont / Barolo-Zone (Italien); Valverde (gebrannt bei Roberto Dellavalle)
Art: Grappa (Stravecchia, lange fassgereift)
Grundlage: Trester der Nebbiolo-Traube (Barolo, sortenrein)
Reifung: lange in Eichenfässern (botti di rovere)

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Weine

Kühling-Gillot Pettenthal Riesling Großes Gewächs 2024 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Pettenthal VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Tonschiefer (Rotliegendes) steilste Lage Rheinhessens BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Kühling-Gillot Niersteiner Pettenthal Riesling GG 2024 stammt aus der ersten historischen Lage des Guts am Roten Hang – der steilsten Lage Rheinhessens. Ein tiefgründiger Riesling vom roten Tonschiefer, der wie kaum ein anderer für großes Rieslingterroir steht.


Niersteiner Pettenthal – steilste Lage Rheinhessens

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Das Pettenthal ist eine VDP.Große Lage auf 90 bis 170 Metern, mit einer imposanten Neigung von 70 bis 100 %; die klassifizierte Fläche misst 20,62 Hektar, der rote Tonschieferboden prägt ihren Charakter.

Das Pettenthal ist die erste historische Lage des Guts im Roten Hang: Ende der 1980er Jahre erwarb Carolins Vater einige Rebzeilen, als das anspruchsvolle Steilgelände vielen als zu mühsam galt. Rückblickend erwies sich das als Glücksfall – die Parzelle ist die steilste Lage in ganz Rheinhessen. Heute bewirtschaftet das Gut 110 Zeilen im Filetstück dieser einzigartigen Herkunft.

Jahrgang 2024 – Roter Hang (Rheinhessen)

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Die extreme Steillage und die wärmespeichernden Tonschiefer-Böden sicherten reifes Lesegut, während das kühle Jahr für Frische und Säurespannung sorgte – Tiefe und Eleganz zugleich.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Pettenthal, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer.

Nach strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf Tiefe, Würze und die Prägung des roten Tonschiefers ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein tiefgründiger, würziger Riesling: gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, feine Kräuterwürze und die markante, salzig-mineralische Prägung des roten Tonschiefers. Am Gaumen straff und druckvoll, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und feiner Kräuterwürze, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Tonschiefers – straff und druckvoll, mit lebendiger Säure und langem, würzigem Nachhall.

Ein tiefgründiger, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Pettenthal (VDP.Große Lage), Roter Hang, Rheinhessen; 90–170 m, 70–100 % Neigung (steilste Lage Rheinhessens); roter Tonschiefer; klassifizierte Fläche 20,62 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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