Das Weinbaugebiet Kremstal

Das Kremstal

Kremstal … achja, wie die Stadt! Die Assoziation ist naheliegend, wenn auch nicht ganz korrekt. Denn das niederösterreichische Weinbaugebiet verdankt seinen Namen nicht dem Ort, sondern dem Fluss Krems, einem 80 Kilometerlanger Zufluss der Donau. Obwohl das Gebiet in seiner Mittellage zwischen Wachau und Kamptal mit 2300 Hektar relativ klein ist, erweist es sich als äußerst vielfältig, und das auf engstem Raum, denn von Nord nach Süd beträgt die Ausdehnung nur 15 Kilometer, von West nach Ost gerade einmal zehn. Zentrum ist das quirlige Krems mit seiner Fülle an historischen Gebäuden, seiner Universität, seinen Kunstmuseen, seiner Gastronomie und der dort sinnigerweise eingerichteten Weinbauschule. Die Stadt, die sich selbst gern als österreichische Weißweinhauptstadt vermarktet, wird zwar landläufig oft der Wachau zugerechnet, diese beginnt aber erst westlich davon. In Zeiten noch nicht so eindeutiger Weingesetzgebung sorgte das oft für Ärger bei den sehr eigenen Wachauer Winzern, die es gar nicht gern hatten, dass Wein aus Krems unter dem Begriff „Wachau“ vermarktet wurde.

Dass Krems das Potential des in seiner Umgebung wachsenden Weines sehr genau einzuschätzen vermag, belegt die Tatsache, dass die Stadt sich schon seit fast 600 Jahren ein eigenes Weingut hält. Hinzu kommt mit den „Winzern Krems“ eine der größten Genossenschaften des Landes mit knapp 1000 Mitgliedern. Sie steht in der Tradition der schon 1447 gegründeten „Hauerinnung St. Paul“ – Weinhauer ist der alte österreichische Begriff für Winzer. Drei Viertel der Bürger bestritten im Spätmittelalter ihren Lebensunterhalt mit dem Weinbau, und mehrmals mussten sie durch Verordnungen daran gehindert werden, alle möglichen landwirtschaftlichen Flächen mit Rebstöcken zu bepflanzen und so ihre Versorgung mit Nahrungsmitteln zu gefährden. Besonders die Namen der berühmten Rieden rund um den westlichen Stadtteil Stein vermitteln noch immer ein anschauliches, oft humorvolles Bild des früheren Alltagslebens einer Region, in der die Menschen seit jeher Sagen und Anekdoten lieben. Wie etwa die vom Bauern, der während einer der häufigen Hungersnöte schweren Herzens seinen geliebten Hofhund verkaufen musste und dem treuen Tier im „Steiner Hund“ ein Denkmal für die Ewigkeit setzte. Etwas derber leitet sich der „Steiner Schreck“ her: damals standen die Rebstöcke sehr dicht, sodass man nicht ins Innere der Anpflanzungen schauen konnte. Um dennoch wirkungsvoll den Diebstahl von Trauben kurz vor Lesebeginn zu verhindern, schrie der Türmer der gegenüberliegenden Kirche von Zeit zu Zeit anlasslos herum, was etwaige Langfinger vertrieb, die er gar nicht hatte sehen können. Auch der „Piri“ erfreut sich dank seines putzigen Namens bei Touristen großer Beliebtheit, allerdings hat er nichts mit der scharfen portugiesischen Soße zu tun, sondern ist schlicht der aus dem Ungarischen stammende Begriff für etwas sehr Altes, hier also einen schon sehr lang genutzten Weinberg.

Das Gebiet um die Stadt herum ist wie die Wachau geprägt von den südlichen Ausläufern der Böhmischen Masse, die als Österreichisches Gneis- und Granithochland vor allem Rieslinge mit der Mineralik von verwitterten Urgesteinböden versorgen, auch wenn die terrassierten Hänge meist nicht ganz so steil sind wie einige Kilometer weiter westlich. Der Riesling ist wie in den benachbarten Gebieten auch eine der beiden Leitsorten, an deren außergewöhnliche Qualität die geringen Bestände Muskateller, Müller-Thurgau und diverser Burgunder nicht heranreichen. Die andere ist – natürlich – der Grüne Veltliner, der sich eher auf den kalkreichen Lössterrassen östlich von Krems in Richtung Gedersdorf wohl fühlt, die Wasser für längere Zeit speichern können und ihn so mit der Feuchtigkeit versorgen, die er zur Ausbildung seines berühmten „Pfefferls“ benötigt, das ihm mit seiner prickligen Würzigkeit einen interessanten Kontrast zur zitrischen Säure verleiht. Die beiden sind denn nach DAC-Regeln auch die einzigen Rebsorten, auf deren Etiketten explizit „Kremstal“ ausgewiesen werden darf, alle anderen müssen sich mit einem allgemeineren „Niederösterreich“ begnügen.

Gegenüber thront das 1000 Jahre alte Benediktinerstift Göttweig über der Landschaft, nach einem Brand Anfang des 18. Jahrhunderts in ein wahres Wunderwerk des Barock verwandelt, auf dessen Restaurant-Terrasse man einen herrlichen Blick über das Donautal genießt. Das Kloster, ja überhaupt alle der über 50 Klöster, die im Laufe der Geschichte Besitzungen im Kremstal hatten, waren seit jeher verlässliche Abnehmer für Wein, den man für die Zelebration des Messopfers benötigte. Um nicht nur auf Zukauf angewiesen zu sein, betätigen die Mönche sich schon lange selbst im Weinbau, der neben der Forstwirtschaft zur tragenden wirtschaftlichen Säule des Klosterbetriebes wurde – auch wenn die Weinberge mittlerweile verpachtet sind, damit sich die noch knapp 40 Brüder der Seelsorge widmen können. Aktuell stellt der Bezug von dem kirchlichen Reinheitsgebot genügenden Tropfen kein Problem dar, alle Prädikatsweine im deutschsprachigen Raum erfüllen die Anforderungen der Naturbelassenheit. Das war damals, als zudem ausschließlich Rotwein für die Eucharistie verwendet werden durfte, ganz anders: die künstliche Süßung, schönende Färbung und der Zusatz von allerhand Kräutern und Gewürzen stellte die Regel dar – gut also, dass man seit jeher auf eigene Weinberge zurückgreifen konnte. Heute keltert man Messwein auch für den Handel, dessen Erzeugung allerdings nach wie vor vom Bischof ausdrücklich genehmigt werden muss.

Hier südlich der Donau mit den Weinbaugemeinden Furth und Göttweig dominieren Donauschotter und Lehm, auf denen sich der genügsame Zweigelt als hektarreichster Botschafter Kremstaler Rotweins wohlfühlt. Der Einfluss der mollig-warmen Luftmassen aus der in Ungarn liegenden pannonischen Tiefebene ist hier stärker zu spüren und die kühlen Einflüsse aus dem nördlichen, höher gelegenen Waldviertel machen sich nicht so sehr bemerkbar wie auf der anderen Seite des Flusses. Dieser sorgt ohnehin für einen sanften Ausgleich im für heiße Tage und kalte Nächte bekannten Gebiet und ermöglicht auch anspruchsvolleren Rotweinreben wie Spätburgunder oder St. Laurent Wachstum. Einige Winzer halten noch den traditionsreichen Roten Veltliner hoch – trotz seines Namens ist er eine Weißweinrebe und nicht mit dem Grünen Veltliner verwandt -, obwohl er eine ziemliche Diva unter den Rebsorten ist und sehr viel Zuwendung erfordert: schneidet man den Massenträger nicht radikal zurück, gerät der Wein später flach und gesichtslos. Überdies bereitet seine Anfälligkeit für diverse Krankheiten und seine hohe Frostempfindlichkeit den Winzern Kopfzerbrechen. Findet man allerdings einen geeigneten Standort und lässt ihm genug Pflege angedeihen, wird man mit einer außergewöhnlichen Spezialität entschädigt, die mit pikanter Würze und sehr langer Lagerfähigkeit zu überraschen weiß. Als Elternteil der ebenfalls autochthonen Trauben Rotgipfler, Neuburger und Zierfandler ist er im wahrten Sinne des Wortes tief verwurzelt in Niederösterreich.

Das sind auch die vielen kleinen Heurigenbetriebe, die dazu einladen, in rustikaler Atmosphäre bei einem Spritzer zu verweilen und setzen so einen urigen Kontrapunkt zu den feinen Vinotheken in der Kremser Altstadt. Das beständige Nebeneinander von traditionell und modern, von bewährt und experimentell macht wesentlich den Reiz des Kremstals aus: alte Familienweingüter existieren neben umtriebigen Jungwinzern, die sich an Cool Climate und biodynamischem Weinbau versuchen, der durch die frischen Winde aus dem Norden begünstigt wird. Sie trocknen auf natürliche Weise die Trauben und lassen sie so weniger anfällig für Krankheiten werden, wodurch wiederum auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden kann.

Aus der kleinen Gemeinde Rohrendorf bei Krems stammt ein gewisser Lorenz Moser, der vielen vor allem als Namensgeber der Weinkellerei Lenz Moser bekannt sein dürfte, deren Erzeugnisse man in Österreich in jedem Supermarkt kaufen kann. Deutlich interessanter als diese Weine sind allerdings Prof. Dr. h.c. Mosers Beiträge zur Entwicklung des Weinbaus allgemein: mit seiner Überzeugung, der Weinberg habe sich den Maschinen anzupassen und nicht umgekehrt, ebnete er der Mechanisierung des jahrtausendelang auf reiner Handarbeit basierenden Zweiges der Landwirtschaft den Weg. Moser war aufgewachsen mit der seit ewigen Zeiten etablierten Stockkultur, bei der jede Rebe für sich an einem Stecken hochgezogen wurde. Dieses System, bei dem auf jeden Quadratmeter eine Pflanze kam, hatte viele Nachteile: die Reben bekamen wenig Sonnenlicht ab, standen sehr eng, was es unmöglich machte, sie mit größerem Gerät zu bewirtschaften, und sie waren in der Regel kaum mehr als hüfthoch, wodurch Pflege und Lese hohe körperliche Anstrengung erforderten. Überdies begünstigte die Nähe zum Erdboden und die der Enge geschuldete schlechte Belüftung die Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten. Moser setzte dem die Hochkultur entgegen: er zog die Rebstöcke auf in Reihe gespannten Drähten auf knapp anderthalb Meter hoch, zwischen den Reihen ließ er ausreichend Raum für Fuhrwerke. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als Helfer in der Landwirtschaft knapp waren, eine willkommene Erleichterung. Wie bei allen Neuerungen brauchte es aber ein einschneidendes Ereignis, um die vielen Skeptiker zu überzeugen. Das kam in Gestalt eines klirrend kalten Winters Mitte der 50er: die allermeisten Reben in Stockkultur erfroren elendig, während jene in Hochkultur zum Großteil überlebten. Die neue Anbautechnik, die jedem Rebstock nun drei und mehr Quadratmeter Platz zubilligte, verbreitete sich daraufhin schnell und wurde – außer in Steillagen, die ohnehin nicht mit Maschinen bearbeitet werden können, wie an manchen Bereichen der Mosel – nach und nach zum Standard. Jenem eisigen Winter ist übrigens auch die heutige Vorherrschaft des Veltliners und des Zweigelts sowohl im Kremstal als auch in ganz Österreich zu verdanken, denn beide erwiesen sich als sehr frostresistent und überdies hervorragend für den Anbau in der neuen „Lenz Moser Erziehung“ geeignet.

Das Kremstal ist mitnichten die langweilige kleine Schwester im stetigen Schatten der Wachau, auch wenn deren Winzer das die Kundschaft manchmal gern denken lassen würden. Hier kann man noch wahre Entdeckungen machen, die den Wachauer Weinen gerade in Sachen Reifepotential in nichts nachstehen. Ihren eigenen Charakter – filigran, würzig, konzentriert – behaupten sie wacker, und sind dabei oft auch ein wenig preisgünstiger als ihre Verwandten aus dem bekannteren Gebiet im Westen. Aber nun Schluss mit den ständigen Vergleichen, das haben die Kremstaler Weine ja gar nicht nötig! Text: Dario Sellmeier

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Wachenheimer Altenburg PC 2019 BIO

Weißwein · Wachenheim (Pfalz) · Riesling (Premier Cru)

Riesling Wachenheimer Altenburg P.C. (Premier Cru) Dr. Bürklin-Wolf Mittelhaardt · Pfalz kühlste Lage · Osthang am Waldrand Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2019

Der Dr. Bürklin-Wolf Wachenheimer Altenburg Riesling P.C. 2019 stammt aus der kühlsten Lage des Guts. Ein Premier-Cru-Riesling mit typischer eleganter Cremigkeit und frischer Mineralität – ausgewogen, präzise und sehr lagerfähig.


Wachenheimer Altenburg – die kühlste Lage des Guts

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen.

Die Altenburg ist eine 1,22 Hektar große Wachenheimer Toplage (130–150 m über NN), deren Ursprung ins hohe Mittelalter zurückreicht; der Anteil des Guts beträgt 0,4 Hektar. Sie ist die kühlste Lage des Weinguts: Die östliche Hangneigung und die Lage direkt am Waldrand bringen Sonne bis in den Nachmittag und eine frühere Beschattung als in allen anderen Lagen – die Grundlage für Frische und Eleganz.

Jahrgang 2019 – Pfalz

2019 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und markanter, lebendiger Säure. Die kühle Ostlage und die biodynamische Arbeit bewahrten Frische, Eleganz und mineralische Präzision – Reife und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation P.C./Premier Cru) aus der Wachenheimer Lage Altenburg, Jahrgang 2019; 100 % Riesling von Buntsandstein-Verwitterung mit tonig-lehmigen Anteilen.

Selektive Handlese gesunder, vollreifer Trauben, anschließend schonende Kelterung. Spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein eleganter, ausgewogener Riesling: gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine frische, mineralische Ader. Am Gaumen von typischer cremiger Textur, getragen von einer lebendigen Säure und feiner Struktur, mit einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und frischer Mineralität – elegant cremig, getragen von lebendiger Säure und feiner Struktur, mit langem, mineralisch-frischem Nachhall.

Ein eleganter, sehr lagerfähiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Wachenheimer Altenburg, Mittelhaardt (Pfalz); kühlste Lage des Guts, Osthang am Waldrand, 130–150 m über NN; Buntsandstein-Verwitterung mit tonig-lehmigen Anteilen; Gutsanteil 0,4 ha (Lage gesamt 1,22 ha)
Klassifikation: Riesling P.C. (gutseigene Premier-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, schonende Kelterung, Spontangärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, Vollhefelager bis kurz vor der Füllung; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Rebsorten

Markus Schneider Weissburgunder

Duft und Geschmack nach Birne bestimmen diesen sehr trinkfreudigen und knackigen Weißburgunder. Weich am Gaumen und spritzig im Abgang!

 

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Weine

Claus Preisinger Ordinaire 2022 BIO

Perlwein · Rosé · Pét-Nat · Gemischter Satz · Burgenland · Bio

Claus Preisinger Ordinaire Rosé ist ein Bio-Pét-Nat (Pétillant Naturel): Der gärende Most eines Gemischten Satzes wurde direkt in die Flasche gefüllt und dort fertig vergoren. Das Ergebnis ist ein leichter, trinkreifer Rosé-Perlwein mit feiner Kohlensäure, der jeden Sommerabend aufwertet.


Burgenland

Claus Preisinger hat seinen Sitz in Gols im Burgenland (Österreich) und zählt zu den profiliertesten Naturwein-Erzeugern des Landes. Der Gemischte Satz – mehrere gemeinsam ausgepflanzte und gelesene Rebsorten – stammt aus der Region. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AT-BIO-402).

Rebsorte und Ausbau

Der Perlwein entsteht aus einem Gemischten Satz nach der Méthode ancestrale (Pét-Nat): Der noch gärende Most wird direkt in die Flasche gefüllt, wo die Gärung endet und die feine Kohlensäure auf natürliche Weise entsteht. Abgefüllt ohne gesetzliche Ursprungsbezeichnung.

Im Glas

Helles, leicht trübes Lachsrosa mit feiner, sanfter Kohlensäure. In der Nase frische rote Frucht und ein Hauch Hefe. Am Gaumen leicht, frisch und unkompliziert, mit feiner Perlage und saftiger Frucht. Der Abgang ist frisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – der ideale Begleiter für laue Sommerabende und als Aperitif.

Klassische Begleitung: leichte Vorspeisen, Salate, Fingerfood und sommerliche Küche.


Lage: Burgenland (Österreich)
Klassifikation: Pét-Nat (Perlwein), Rosé, ohne geschützte Ursprungsbezeichnung
Ausbau: Gemischter Satz, Méthode ancestrale (Flaschengärung)

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Gevrey Chambertin Les Corbeaux 1er Cru VV 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Corbeaux · 1er Cru Vieilles Vignes · 0,42 ha Reben ~80 Jahre 2023

Der Gevrey-Chambertin Les Corbeaux 1er Cru VV 2023 von Denis Bachelet ist ein Pinot Noir von feiner Eleganz und Finesse. Die rund 80 Jahre alten Reben auf 0,42 Hektar geben ihm Struktur und Tiefe. Statt mit Opulenz überzeugt er mit Raffinesse, seidiger Textur und präziser Definition.


Les Corbeaux – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Les Corbeaux ist eine Premier-Cru-Lage von Gevrey-Chambertin, direkt benachbart zum Grand Cru Mazis-Chambertin. Die Lage liegt am Hang auf Kalk- und Mergelböden und bringt feingliedrige, präzise Weine hervor.

Denis Bachelet bewirtschaftet hier eine nur 0,42 Hektar große Parzelle mit rund 80 Jahre alten Reben. Seine kleine, traditionell arbeitende Domaine in Gevrey-Chambertin steht für Finesse, Tiefe und lange Lagerfähigkeit.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von rund 80 Jahre alten Reben.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der auf Finesse und Präzision ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Feine Eleganz und Finesse prägen den Wein. Die aromatische Intensität des benachbarten Mazis-Chambertin erreicht er nicht ganz, brilliert aber mit feingliedriger Balance, seidiger Textur und präziser Definition. Er entfaltet sich mit jedem Schluck weiter.

Statt mit Opulenz verführt dieser Gevrey-Chambertin mit Raffinesse: seidige Textur und präzise Definition.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein eleganter Begleiter für gehaltvollere Gerichte.


Lage: Les Corbeaux (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); neben Grand Cru Mazis-Chambertin, 0,42 ha, Reben ~80 Jahre
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Spirituosen

Mono Anis Dulce

Spirituose · Anislikör · Badalona · Spanien

Anís del Mono Dulce ist ein süßer Anislikör aus Spanien, nach traditionellem Rezept hergestellt. Nach dem Essen pur zu genießen – oder man „veredelt" einen Kamillentee mit ein paar Tropfen Anis.


Herkunft / Badalona

Die Marke Anís del Mono wurde 1870 von den Brüdern Bosch in Badalona bei Barcelona gegründet und gehört seit 1975 zur Osborne-Gruppe. Die modernistische Fabrik am Meer und das berühmte Affen-Etikett – dessen Gesicht an Charles Darwin erinnert – machen den Anislikör zu einem Klassiker der spanischen Trinkkultur.

Zutaten und Destillation

Hergestellt nach der Originalrezeptur: natürlicher Anis und weitere aromatische Pflanzen werden in den historischen Kupferbrennblasen aus dem 19. Jahrhundert destilliert, um die ätherischen Öle zu gewinnen. Diese werden mit Zucker(rohr), neutralem Alkohol und Wasser vermählt, leicht gerührt, filtriert und abgefüllt. Die Dulce-Variante (rotes Etikett) ist die süße, mildere Version.

Im Glas

Klar und kristallin. In der Nase intensives, süßliches Anis- und Lakritzaroma. Am Gaumen weich und süß mit feiner Kräuterwürze. Mit Wasser oder Eis wird der Likör milchig-trüb.

Pur und im Drink

Pur als Digestif nach dem Essen oder gekühlt mit Wasser und Eis. Ein paar Tropfen veredeln einen Kamillentee; klassisch auch als Carajillo mit Kaffee oder zum Verfeinern von Desserts und Gebäck.

Ideal: pur als Digestif, mit Wasser/Eis, im Carajillo oder zum Backen.


Herkunft: Badalona, Katalonien (Spanien); Anís del Mono (Osborne)
Art: Anislikör, süß (Dulce, rotes Etikett)
Zutaten: natürlicher Anis und aromatische Pflanzen, Zucker(rohr), neutraler Alkohol, Wasser
Destillation: Destillation in historischen Kupferbrennblasen (19. Jahrhundert)

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Spanien

Contino Rosado 2019

Roséwein · Rioja · Tempranillo · Spanien

Contino Rosado ist ein ausdrucksstarker Rosé aus der Rioja vom renommierten Einzellagen-Gut Contino. Auf Tempranillo-Basis erzeugt, zeigt er sich leuchtend orange-rot und komplex. Im Glas beerige Frucht von Erdbeere und Himbeere, dazu Tabak und Würze.


Rioja

Contino ist ein renommiertes Einzellagen-Gut in der Rioja Alavesa im Norden Spaniens. Das Zusammenspiel von kontinentalem und atlantischem Klima sowie kalk- und tonhaltigen Böden verleiht den Weinen Frische, Intensität und feine erdige Noten.

Rebsorte und Ausbau

Der Rosé basiert auf der Tempranillo-Traube, die ihm Intensität und leichte erdige Aromen verleiht. Der Ausbau bewahrt das kraftvolle, harmonische Frucht-Säure-Spiel.

Im Glas

Leuchtend orange-rot. In der Nase ausdrucksvoll und beerig: frische Erdbeeren und Himbeeren, dazu Tabak und Würze. Am Gaumen komplex, mit kraftvoll-harmonischem Frucht-Säure-Spiel und leichten erdigen Noten. Im Abgang erinnert er ein wenig an einen frischen Rotwein.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – vielseitig als Apéritif oder Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Tapas, Geflügel, Fisch, Paella und leichte Fleischgerichte.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Rosado
Ausbau: Tempranillo-basiert

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Frankreich

De Sousa Champagne Avec le Temps Grand Cru Extra Brut

Champagner · Côte des Blancs · Chardonnay · Grand Cru · Extra Brut

De Sousa Avec le Temps Grand Cru Extra Brut ist ein reiner Chardonnay-Champagner (Blanc de Blancs) aus den besten Grand-Cru-Lagen der Côte des Blancs – vor allem Avize, Oger, Le Mesnil-sur-Oger und Cramant. Die Trauben stammen von alten, biodynamisch bewirtschafteten Reben und werden von Hand gelesen. Im Glas hellgolden mit feiner Perlage.


Côte des Blancs

Die Côte des Blancs ist das Kerngebiet des Chardonnay in der Champagne, geprägt von reinen Kreideböden. Die Grand-Cru-Dörfer Avize, Oger, Le Mesnil-sur-Oger und Cramant zählen zu den besten Lagen für Blanc de Blancs und verleihen dem Champagner seine kalkige Spannung und salzige Mineralität.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay von alten Reben. Nach der Flaschengärung reift er lange auf der Hefe, was ihm eine cremige Textur gibt. Mit dezenter Dosage von rund 5 g/l bleibt er als Extra Brut balanciert, ohne die straffe Mineralität zu überdecken.

Im Glas

Hellgolden mit feiner Perlage. In der Nase reife Äpfel, Birnen und Zitronenzesten, dazu frisch gebackene Brioche, geröstete Haselnuss und ein Hauch Meeresbrise; mit Luft Trockenfrüchte, Mandel und feine Kräuter. Am Gaumen klar und präzise, mit frischer Chardonnay-Frucht und cremiger Textur. Der Nachhall ist lang, salzig und von kalkiger Spannung getragen.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Côte des Blancs (Avize, Oger, Le Mesnil-sur-Oger, Cramant – Grand Cru); Kreide
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Extra Brut, Blanc de Blancs
Ausbau: Chardonnay, langes Hefelager, ~5 g/l Dosage

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Weine

Etienne Sauzet Puligny-Montrachet Les Combettes 1er Cru 2023 BIO

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Combettes · 1er Cru Puligny-Montrachet Sauzet-Parzelle 0,96 ha (1954) 2023 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet Les Combettes 1er Cru 2023 der Domaine Etienne Sauzet ist ein feiner, eleganter und strukturierter Chardonnay, der hier in Kleinstmengen entsteht. Les Combettes verbindet die rassige Mineralität von Puligny mit dem runderen Körper der benachbarten Meursault-Lagen.


Les Combettes – Premier Cru im Norden von Puligny

Les Combettes ist eine der nördlichsten Premier-Cru-Lagen von Puligny-Montrachet und liegt am Mittelhang der Côte d'Or. Der steinige Kalksteinuntergrund mit dünnen, leicht tonigen Mergelböden eignet sich hervorragend für Chardonnay. Da die Lage im Norden an Meursault grenzt, verbindet sie die typische Puligny-Mineralität mit einem runderen Körper.

Mit 6,7 Hektar liegt Les Combettes zwischen Champ Canet und Les Referts weiter unten am Hang; die sanfte Neigung bietet gute Sonneneinstrahlung und Drainage. Die Familie Sauzet bestockte hier 1954 eine 0,96 Hektar große Parzelle. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der zur Struktur und Balance des Les Combettes passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, biologisch (FR-BIO-01), in Kleinstmengen erzeugt.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Fein, elegant und strukturiert, fein ausbalanciert. Zitrus, weiße Blüten und Haselnuss treffen auf rassige Mineralität, getragen von einem runderen, mineralisch unterlegten Körper. Der Abgang ist lang.

Rassige Puligny-Mineralität trifft auf den runderen Körper der Meursault-Nachbarschaft – fein, elegant und strukturiert.

Jung schon zugänglich, mit Reifepotenzial über mehrere Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Combettes (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); Mittelhang, steiniger Kalkstein + dünner Mergel/Ton, an Meursault grenzend; Sauzet 0,96 ha (1954), 6,7 ha gesamt
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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